Umgang mit Depressionen

Basiert auf "Biblische Lehre" - aber damit die Praxis nicht zu kurz kommt, ein Extra-Forum

Moderator: eddi

Phil3,17
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Beitragvon Phil3,17 » 11.09.2008 07:13

Doch wie gehen wir damit um wenn es bei uns in der Nähe passiert.Diese Frage taucht erst bei mir auf als sich ein junges Mädchen aus einer mir sehr nahe stehenden christlichen Familie das Leben nahm.Ich bin bis heute ratlos über das geschehende.Das schimmste was ich erlebt habe ist die Frage ob man dadurch nicht die Rettung verloren geht.
Hallo Joschie, das kann man als begrenzter Mensch so nicht beantworten und muss es meiner Einschätzung nach dem HERRN überlassen, der definitiv keine Fehler macht und völlig gerecht ist in Seinem Handeln (auch der Seele dieses Mädchens gegenüber). Für mich käme nur der Gedanke auf, wie "christlich" wohl die Familie war, in der das Mädchen lebte, wenn ihr dort offenbar (durch die Eltern?) nicht die Stärke und Ermutigung aus der Anwesenheit des HERRN gegeben wurde in ihrer Erziehung, so dass sie so sehr verzweifeln musste, wie es für Christen eigentlich nicht schriftgemäß ist: denn diese können sehr wohl "überall bedrängt" sein oder werden und "in Verlegenheit geraten", aber doch "nicht erdrückt" und "nicht verzweifelt" (2. Kor 4, 8). Das ist also die erste Frage, die ich mir beim Lesen Deiner Schilderung stelle, inwiefern das "Wort reichlich wohnte" (Kol 3, 16) in dieser Familie, so dass dieses Mädchen wohl keinen anderen Ausweg sah und so handelte. Was hat sie denn so bedrängt, dass sie meinen musste, dies sei die Lösung und konnte sie denn mit niemandem darüber reden, nicht mal mit Jesus? Wie war es denn um ihr geistliches Wachstum bestellt (wie alt war sie denn)? War es eine "christ-liche" Familie oder war es eine Familie von Christen? (Zur Erläuterung: Jemand hat mal geschrieben, dass süß-lich nicht gleich süß sei und bläu-lich nicht gleich blau also auch christ-lich nicht notwendigerweise ein Christ sein muss)

Ich kann mir das persönlich zwar nicht recht vorstellen, weil Gott selbst gesagt hat, dass Er niemanden (der Gläubigen) über seine Möglichkeiten und Fähigkeiten hinaus prüfen / belasten wird und immer "zugleich mit der Versuchung" einen "Ausgang schafft" (1. Kor 10, 13), aber es kann möglich sein, dass eben dieses Mädchen diese Verheißungen aus der Schrift nicht kannte oder aber dem HERRN nicht (genügend) zutraute, ihr entsprechend helfen zu können. Der Grund dafür kann dann bei einem Christen eigentlich immer nur mangelndes Fundament in der Schrift sein. Wenn dem christlichen Selbstmörder die Sünde seines Handelns bewusst war, so gibt es aber wiederum keinen Grund, warum dieses als Sünde d. h. Zielverfehlung durch mangelhaftes Vertrauen = Schwachheit im (punktuellen) Unglauben nicht entsprechend von Christus vergeben werden sollte wie jede andere Sünde eines Gotteskindes auch. Es gäbe - schriftgemäß betrachtet - dann für denjenigen eben in der Versammlung beim Preisgericht nicht den vollen Lohn, aber er wäre dennoch errettet (1. Kor 3, 15).

Als Außenstehender kann man dieses tragische Ereignis nur im völligen Vertrauen auf den HERRN so annehmen, als Er alle diese Dinge zu jeder Zeit zum Guten verwendet und schon von Ewigkeit her in Seinen Heilsplan (vielleicht auch für weitere Mitglieder der Familie oder zur Errettung / Befestigung anderer Seelen) einbezogen hat. Nicht geschieht ohne dass Er die volle Kontrolle darüber hat und gegenüber einer menschlichen Seele vollkommen gerecht ist.

Es gibt also auch hier als Christ aus der Schrift heraus keinen Grund, über solches Geschehen ratlos zu sein, denn unser Rat kommt immer vom HERRN.

Viele Grüße!

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 11.09.2008 11:12

Hallo Phil3,17
Als ich deinen Beitrag gelesenhaben kam mir ganz spotan die Gedanken die Freude Hiobs lassen grüßen, :hm:
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jörg
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Beitragvon Jörg » 11.09.2008 20:48

Mir haben bei dem Thema "Depression" - mit denen ich selbst sehr lange zu kämpfen hatte und manchmal noch habe- folgende Gedanken von Dr. Martyn Lloyd-Jones geholfen: "Eine weitere Gefahr sehe ich darin, daß ein Pfarrer dazu neigt, sämtliche Probleme zu "vergeistlichen". Ich habe das Beispiel schon des öfteren erwähnt, möchte es aber an dieser Stelle noch einmal erzählen, weil es sehr deutlich macht, was ich damit meine: Ich kann mich noch gut an einen Sonntagnachmittag erinnern, als mich zwei Mitglieder meiner Gemeinde - zwei sehr fähige und gute Leute übrigens!- in meinem Büro aufsuchten. Sie waren vollkommen blaß, wirkten niedergeschlagen und waren mit ihren Nerven offensichtlich am Ende. Als ich sie fragte, was denn geschehen sei, erzählten sie mir, daß sie nichts erreicht hätten. Das einzige sichtbare Ergebnis der Unterredung war ihre völlige Erschöpfung. Den Mann hatte das, was sie gesagt hatten, nicht im geringsten beeindruckt. Es stellte sich dann später heraus, daß sie versucht hatten, ein seelsorgerliches Gespräch mit einem psychisch Kranken zu führen, einem Manisch-Depressiven, der schon zum wiederholten Mal erfolglos in einer Nervenheilanstalt behandelt worden war - und diese beiden "Hobbyseelsorger" hatten tatsächlich versucht, sein Problem auf eine "geistliche Weise" zu lösen. (aus "Das Beste von Martyn Lloyd-Jones" von Christopher Catherwood, S.67f,Verlag der Liebenzeller Mission) "Was antworten wir denjenigen Patienten, die im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen die Ansicht vertreten, es sei nicht richtig oder sogar "Sünde", irgendwelche Medikamente, insbesondere Psychopharmaka, zu nehmen. Die Antwort kann nach meiner Überzeugung nur folgendermaßen lauten: Es ist genausowenig Sünde, Psychopharmaka zu nehmen und damit etwas gegen eine Fehlfunktion des Gehirns zu unternehmen, wie es Sünde ist, im Falle eines Diabetes mellitus Insulin zu spritzen und damit etwas gegen eine Fehlfunktion der Schilddrüse zu unternehmen. Warum solllte in einem Fall das Einnehmen eines Medikaments verwerflich und in einem anderen angezeigt sein? Wir müssen endlich begreifen, daß auch eine psychische Krankheit eine "organische" Ursache hat, daß sie nämlich durch einen fehlerhaften Gehirnstoffwechsel hervorgerufen wird. (aus "Das Beste von Martyn Lloyd-Jones" von Christopher Catherwood, S. 102f,Verlag der Liebenzeller Mission). Zum Thema "Selbstmord" möchte ich nur sagen, daß es meine feste Überzeugung ist, daß ein Kind Gottes, welches in äußerster Verzweiflung nur den Ausweg Selbstmord sieht, Vergebung von Gott empfangen wird weil ihn nichts aus der Hand Gottes reißen kann. Gruß Jörg
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

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Beitragvon Joschie » 12.09.2008 12:07

Hallo Jörg
Danke für deinen ausgewogenen und guten Beitrag.
Liebe Grüße Dein Bruder in Christo Joschie
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Beitragvon Joschie » 12.09.2008 14:31

Jörg schreibt
Es ist genausowenig Sünde, Psychopharmaka zu nehmen und damit etwas gegen eine Fehlfunktion des Gehirns zu unternehmen, wie es Sünde ist, im Falle eines Diabetes mellitus Insulin zu spritzen und damit etwas gegen eine Fehlfunktion der Schilddrüse zu unternehmen. Warum solllte in einem Fall das Einnehmen eines Medikaments verwerflich und in einem anderen angezeigt sein?
Leider ist es so das Psychopharmaka und die sie einnehmen ein Markel anhaften.Ich habe in einen anderen Forum gelesen das dort Psychopharmaka mit Alkohol und deren gebrauch gleichgesetzt wurde :hm: l
Was will man dazu sagen :?:
Gruß Joschie
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Beitragvon Joschie » 12.09.2008 16:08

Diese Beitrag aus ein andern Forum möchte ich hier reinsetzen

C.H. Spurgeon: Metropolitan Tabernacle Pulpit. Vol. 27. 1881. :1595.

Depression

Ich weiss, dass weise Brüder sagen, “Du solltest den Gefühlen der Depression keinen Raum geben.” … Wenn jene, die so vehement verurteilen, einmal erführen, was Depression ist, würden Sie es als grausam erachten Veruteilung auszusprechen, wo Trost benötigt wird. Es gibt Erfahrungen der Kinder Gottes, welche voller geistlicher Dunkelheit sind; und ich bin beinahe überzeugt, dass diejenigen von Gottes Knechten, die am höchsten geschätzt werden, nichtsdestotrotz an mehr Zeiten der Dunkelheit litten als andere.

Der Bund wurde Abraham nie so deutlich gemacht wie als ein Schrecken und grosse Finsternis ihn überfiel, und dann sieht er eine Feuerfackel zwischen den Stücken des Opfers dahinfahren. Ein grösserer als Abraham wurde bald von dem Geist in die Wüste geführt, und ehe er sein Leben beendete, war er sorgenvoll und sehr bedrückt in dem Garten.

Keine Sünde ist notwendigerweise mit den Sorgen des Herzens verbunden, denn Jesus Christus unser Herr sagte: “Meine Seele ist betrübt bis an den Tod.” Es war keine Sünde an ihm und daraus folgend auch keine an seiner tiefen Depression.

Daher würde ich versuchen jeden Bruder aufzumuntern, der traurig ist, denn seine Traurigkeit ist nicht notwendigerweise tadelnswert


Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Gast

Beitragvon Gast » 19.09.2008 12:12

Hallo Joschie,
wie Psychopharmaka einzuschätzen sind, dazu befragt man am besten den Arzt oder Apotheker und kein christliches Forum. Man findet in christl. foren die ganze Bandbreite menschlichen Denkens, von absurd bis hilfreich, schwärmerisch bis geist-voll. Letzteres ist leider oft in der Minderheit. Das liegt einfach daran, daß christliche foren ein ganz bestimmtes Publikum anziehen- und da sind die geistlich reifen Geschwister m.E. fast immer unterrepräsentiert.
@ Jörg: danke für MLJ. Er ist wirklich sehr ausgewogen. Ich hätte ihn auch gern zitiert, wußte aber nicht die internetquelle.
Gruß
M.

ewigesleben
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Beitragvon ewigesleben » 20.09.2008 20:15

@Jörg: Danke für Deinen Beitrag, sehr interessant und gedanklich anregend.

Gruß,
Maria
»Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?«
(1.Kor.15,54-55)

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Beitragvon ewigesleben » 20.09.2008 20:43

Hat jemand von Euch das Buch "Depressionen" von Ed T. Welch gelesen und kann kurz ein Statement dazu geben? Ist es empfehlenswert bzw. ist es hilfreich für Depressive?
Viele Grüße
Maria
»Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?«
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Beitragvon Joschie » 22.09.2008 15:17

Hallo Maria
Mein Buchhändler hat das Buch von Welch über "Deppressionen" noch nicht ran bekommen.Kurt Vetterli hat das Buch empfohlen,daß war für mich schon Grund genug es zu bestellen.
Gruß und Segen von Joschie
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amann
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Beitragvon amann » 25.09.2008 15:01

hier ist ein sehr gutes Buch zum Thema Depressionen:

http://www.desiringgod.org/media/pdf/bo ... s_bdnl.pdf


lg Andreas

Gast

Beitragvon Gast » 26.09.2008 23:34

Hallo,

es gibt viel gute Literatur zum Thema Depressionen - oder überhaupt zum Thema Seelsorge... meine Favoriten wurden von dem Autoren Jay Adams Verfasst.

Jörg hat geschrieben:
Wir müssen endlich begreifen, daß auch eine psychische Krankheit eine "organische" Ursache hat, daß sie nämlich durch einen fehlerhaften Gehirnstoffwechsel hervorgerufen wird.
Was sicher in den wenigsten Fällen zutrifft, auf die Mehrheit bezogen aber eben nicht - es ist nicht Regel ! - wer die Welt vor Augen hat - bekommt eben auch die Welt serviert... und die Leugnet ohne hin das Jesus der Christus ist !

Ich möchte hier noch einmal betonen, das es durchaus Organische Ursachen für eine Innere Not geben kann, die eben auch Medikamentös behandelt werden muss (Wie eben Schilddrüse, Diabetes und Hormonelle Störungen) - doch wie schon gesagt es ist in den wenigsten Fällen ein Organisches (Hormone oder gestörte Neuro Transmitter) Leiden die Ursache ! Zu sagen eine Depression ist Organisch bedingt ist schlicht eine Lüge die von der Wahrheit wegführt und meist erst die Sache noch Verschlimmert, den man sucht die Antworten nicht mehr bei Gott sondern vertraut darauf das die Methode oder die Medizin die Lösung des Problems darstellt !
Wie viele werden mit Medikamenten abgefertigt obwohl sie nicht bräuchten ?

Hoffnung spenden, Ermutigung und Trost sind Medizin für die Seele und es ist sicher Wichtig heraus zu finden was die Ursache einer Depression ist !

Eine Depression ist an für sich nichts schlimmes, nichts abnormes - vielmehr ist es eine große Change die Wahrheit der Worte Gottes zu erfahren -"Wirf dein Vertrauen nicht Weg, welches eine grosse Belohnung hat!!!"

Für jene die sie durchleiden ist es wie eine Wanderung durch die Wüste... wenn nicht sogar schwerstes unerträgliches Leiden...

Sätze wie - Glaube beginnt dort wo wir am Ende unserer eigenen Kraft, am Ende mit unserer eigenen Weisheit gekommen sind...

will man nicht hören... doch das ist keine Theorie, kein leeres Wort sondern es ist die Wahrheit !!!

Heute versucht man eine Depression in eine Abnorme Verhaltensweise zu Verwandeln... etwas Krankhaftes - doch ist es das ?

Es ist schlicht eine Lüge zu behaupten es wäre eine KRANKHEIT... wenn nicht sogar ein Bewusste Verzehrung um von der Wahrheit der Worte Gottes abzulenken und den Menschen in eine von Chemie Gesteuerte Maschine zu Verwandeln die letztlich nichts dafür kann das sie so ist wie sie ist !!!

Wie entstehen Depressionen, wieso können sie über viele Jahre bestehen obwohl man doch alles Versucht hat ihr zu entkommen - wieso kommen so viele nicht über ihre Zerschlagenheit nicht hinweg ?

Manchen würde es Helfen dinge zu Akzeptieren die sie nicht ändern können, anderen würde es helfen sich klar zu machen das nicht das entscheidend ist was man selbst über sich denkt - sondern das was Gott über ihn denkt !
Anderen würde es helfen mit Gott ins Reine zu kommen und von ihm alles zu erwarten als von Menschen.

Es gibt gewiss viele Hilfen - doch eines wird einem nicht erspart - die Wüste... und diese Wüste hat viele Gesichter... sie sieht bei jeden anders aus...

Wenn wir nur das Ziel uns vor Augen halten - ER wird es wenden - und so wie der Herr es sagte... "Werfe dein Vertrauen nicht Weg..." ihm Glauben, werden wir auch den Ausgang sehen der die Schwere im Herzen in Freude Wandelt !

Es ist sicher sinnvoll... einmal zu diesem Thema das vor unseren Augen auszubreiten was der Herr uns an Verheißungen mit auf den Weg gegeben hat...

Jede Depression hat ihr Ende, wenn ihr der Platz zugewiesen wird die ihr zusteht - sie wird ihr Ende finden im Schauen auf IHN unseren Herrn Jesus Christus !

Wer also von Depressionen geplagt wird und in Jesus Christus ist darf sich also heute schon auf ihr Ende freuen... , selbst wenn dir noch eine Wegstrecke bleibt, doch im schauen und Vertrauen das Jesus Christus es wenden wird und du wirst ihn Preisen! Nur scheue den Weg nicht durch die Wüste....

Wir lernen unsere Lektionen, eine Bewährung... was wir aber alle dabei lernen dürfen - Schaue auf IHN der dich liebt, der für dich Starb und alles für dich gab... ER will deine Freude sein, ER gibt dir Hoffnung - mit IHM wird die Wüstenwanderung ein ende finden und dein Herz wird Ruhe haben ! Denke an den Weg Elia´s... an Jona´s und an die viele andere wahren Begebenheiten von den uns Gottes Wort berichtet.

Wie schon erwähnt können Depressionen viele Ursachen haben - darum sollte man sich an einen Christen (einem Menschen der Gott mehr Glaubt als den Menschen) wenden um sich dort Rat zu holen um heraus zu finden was nun die Ursache sein kann... !!!
Die angeblichen Fachleute für die Seele (Psychologe oder Psychiater sind keine Hilfe mit einer Ausnahme vielleicht der Neurologe - es gibt nur einen Fachmann und das ist Jesus Christus !

Lese Tip zum Thema:

Ich bin am Ende - Biblische Prinzipien der Seelsorge in akuten Kriesen Fällen /Brunnen Verlag

Wie sagt uns der Herr in seinem Wort über den Umgang mit Seelischen Nöten ?

Seelsorge mit der Bibel

Eins ist klar - Ich kann nicht Helfen - aber Jesus Christus kann ... Glauben wir IHM !!!!

Zu den Fragen von Joschie:

Wie gehe ich als Christ mit Depressionen um?

Ich erinnere mich an das was Jesus zu mir sagte... und Vertraue darauf das ER seine Verheissung erfüllt und danke ihm schon im voraus für die Errettung aus der Not ! Ich laufe vor dem Leid nicht mehr davon - sondern stelle mich der Wüstenwanderung und mache mir klar das ich da hindurch muss - Ich denke an das Volk Israel wie es durch die Wüste Wanderte... man kann viel daraus lernen...

Wie gehe ich mit Geschwister richtig um die von Depressionen betroffen sind?

Es kommt auf die Situation an... Wenn jemand Depressiv ist weil er sich selbst nicht Verwirklichen kann muss man ihm anderes Umgehen wie mit jemanden der von einem schweren Unglück betroffen ist in dem eine Tiefe Anteilnahme sehr wichtig ist - eben selbst betroffen zu sein von dem Unglück des anderen...

Was sagt die Bibel zu Depessionen,sind sie immer selbst verschuldet ?

Nein, sie sind nicht immer selbst Verschuldet, doch wie wir damit umgehen - das ist schon unsere Sache...

Jörg
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Beitragvon Jörg » 28.09.2008 11:28

Ich möchte noch einmal Dr. Martin Lloyd-Jones zu Wort kommen lassen: "Es ist meine feste Überzeugung, daß die Thesen des Mr. Szasz im Hinblick auf psychische Krankheiten insgesamt nicht haltbar sind. Auch wenn er in vielen Punkten recht hat, so ist doch die Grundaussage seines Buches, daß es nämlich Geisteskrankheit überhaupt nicht gibt, rundweg abzulehnen. Leider werden Szaszs Thesen auch heute noch vertreten, im evangelikalen Bereich vor allem von Jay Adams in seinem Bestseller Competent to Counsel (deutscher Titel: "Befreiende Seelsorge"). Adams ist nichts weiter als ein moderner Vertreter der Thesen von Thomas Szasz. Seiner Meinung nach ist psychische Krankheit nicht existent. Das Problem "psychisch-kranker Menschen" ist nach Adams Überzeugung "Sünde", und es muß deshalb auch geistlich behandelt werden. Also "ermahnt" Adams seine Patienten und versucht, ihnen auf diese Weise seelsorgerlich zu helfen, wenn auch sicher mit großer Ernsthaftigkeit. Für uns, die wir ebenfalls mit solchen Patienten zu tun haben, ist es ganz wichtig, daß es psychische Krankheiten tatsächlich gibt. Wenn wir dies abstreiten, tun wir vielen Menschen, die zu uns kommen, Unrecht und machen uns letzlich seelischer Grausamkeit schuldig. Es gibt zwei sichere Kennzeichen dafür, daß bei einem Patienten eine psychische Erkrankung vorliegt: Das eine ist das erbliche Element, das andere das Auftreten der Symptome in zeitlichen Intervallen, die von völlig normalen Phasen unterbrochen werden; d.h. der Betreffende ist heute noch ansprechbar und bei Verstand - scheinbar völlig gesund - und erlebt schon morgen wieder einen Rückfall, bei dem alle Symptome der Geisteskrankheit wieder auftreten. Und noch ein Weiteres: Es gibt eine ganze Reihe von Fällen psychischer Erkrankungen, wo der Patient auf seelsorgerliche oder biblische Ratschläge überhaupt nicht reagiert, ja, wo ein seelsorgerlicher Zuspruch den Zustand sogar verschlimmern würde.....Es gibt historisch gesehen genügend Fälle, die beweisen, daß Geisteskrankheiten existieren. Denken Sie nur an den berühmten Dichter William Cowper. Er war ein hingegebener Christ, ein evangelikaler Protestant, der sich in unserer Glaubenslehre auskannte und Freude daran hatte. Und doch hatte er von Zeit zu Zeit Anfälle, die nur durch eine psychische Krankheit zu erklären sind. Seine Freunde versuchten alles mögliche und probierten all die guten Ratschläge aus, die auch wir heute immer wieder hören. Sie hatten jedoch keinen Erfolg. Im Gegenteil: Die Krankheit Cowpers verschlimmerte sich." (aus "Das Beste von Martyn Lloyd-Jones" ausgewählt von Christopher Catherwood, S. 82f, Verlag der Liebenzeller Mission Lahr) Liebe Grüße Jörg
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

Gast

Beitragvon Gast » 28.09.2008 11:42

Hallo Jürgen,
Seiner Meinung nach ist psychische Krankheit nicht existent.
Das ist eine nicht ganz zutreffende Behauptung - den Jay Adams sagt ausdrücklich das es auch Krankhafte Seelische Erscheinungen gibt die Organischen Ursprungs sind - nur diese sind nicht die Regel - den die meisten Fälle von Depressionen und auch Abnormen Verhaltens haben keine Organische Ursache !

Es ist also falsch Prinzipiell Auszuschließen das Seelische Leid nicht auch eine Organische Ursache haben kann, sprich in diesem zusammenhängenden Fall eine "Krankheit" ist (Hirnschäden, Störungen im Hormonhaushalt, Störungen im Verhalten die abnorm sind). Nur wie gesagt es kann nicht im Allgemeinen auf alle Seelischen Nöte bezogen werden - das es sich hier um eine Krankheit handelt ! Das wäre sicher schön für die Industrie, und wir Wissen das sie noch nie den Menschen im Blickfeld hatte, sondern nur ihr Geld !

Es mag zutreffend sein.. das es immer ein Extrem gibt das man anführen kann um zu sagen - da hat es nicht geholfen...

Du scheinst mir zu den Vertretern zu gehören die von der anderen Seite vom Pferd fallen... die Leugnen das Sünde eben auch Konsequenzen im leben haben denen man mit unter nicht davon laufen kann... - verstehe ich dich richtig ?
Das Problem "psychisch-kranker Menschen" ist nach Adams Überzeugung "Sünde", und es muß deshalb auch geistlich behandelt werden.
Das kann eben auch ein Grund sein der zu einem abnormen Verhalten führen kann, oder auch zu einer Depression - doch wie ich schon geschrieben habe kann es Verschiedene Ursachen geben die so etwas begünstigen !

Martin hat ja auch Recht wenn er sagt - das nicht Pauschal so geantwortet werden kann - nicht die Sünde ist verantwortlich sondern das Organische leiden - doch hat er unrecht wenn er tatsächlich meint das Sünde keine folgen im leben eines Menschen hat - die mit unter auch zu Seelischen Störungen führen kann !

Etwas von Jay Adams aus dem Buch "Handbuch für Seelsorger" zum Thema Depressionen

Seite 271 Kapitel 20

"... Depressionen was steckt dahinter ?

Die möglichen Ursachen einer Depression sind fast unbeschränkt: eine Krankheit (als Ursache), die einen mit der Arbeit in Verzug bringt, Veränderungen im Hormonhaushalt, z. B. in den Wechseljahren, eine Schicksalswende, die Folge von ganz gewöhnlichen Nachlässigkeiten und Faulheit, Schuldgefühle wegen einer bestimmten Sünde, Selbstmitleid wegen eines unglücklichen Ereignisses, Eifersucht, negative Gefühle, die aus Groll, Sorge usw. entstanden sind (ect.)"

Hauptsächlich wendet sich Adams gegen die vorherrschende Meinung - das durch Moderne Psychologie und deren Methoden (Verabreichung von Psychopharmaka ect.) dem Hilfesuchenden geholfen werden kann, denn ihre Methode und ihre Denkweise ist auf ein VOLLKOMMEN falsches Verständnis über den Menschen aufbaut !
Der Mensch lebt in einer Zentrierung auf sich selbst, was letztlich zum Zerbuch führt - da er auf Gott angelegt ist... - dieses Verhalten wird in der Psychologie gefördert in dem sie ihn in seiner Falschen Lebensweise noch bestärken ! Das kann dann auch so aus sehen das sie sogar empfehlen - sich von ihrem Lebenspartner zu trennen der die Probleme hervorgerufen hat - anstelle sich den Problemen zu stellen wird ihnen empfohlen davor zu Fliehen - was noch weitere schneisen von Verwüstungen Reißen kann ! Es ist ja nur ein Beispiel von vielen dummen Ratschlägen :)

Hier wäre es angebracht einmal deutlich zu machen was Gott über den Menschen sagt - über sein Wesen !



Ich für meinen Teil werde diesbezüglich nicht weiter auf das Thema eingehen und mich wenn überhaupt mehr Bemühen eine Antwort zu geben die uns Jesus Christus vor Augen malt und deutlich macht das ER der Trost ist der Tröstet und Hoffnung schaft die niemals Trügt, den er steht zu seinem Wort und führt es aus !

Schaut mal hier vorbei... Biblische Seelsorge

http://www.betanien.de/forum/viewtopic.php?p=9883#9883

Phil3,17
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Registriert: 14.07.2008 15:30

Beitragvon Phil3,17 » 13.10.2008 09:57

Jörg hat geschrieben:Es gibt historisch gesehen genügend Fälle, die beweisen, daß Geisteskrankheiten existieren. Denken Sie nur an den berühmten Dichter William Cowper. Er war ein hingegebener Christ, ein evangelikaler Protestant, der sich in unserer Glaubenslehre auskannte und Freude daran hatte. Und doch hatte er von Zeit zu Zeit Anfälle, die nur durch eine psychische Krankheit zu erklären sind. Seine Freunde versuchten alles mögliche und probierten all die guten Ratschläge aus, die auch wir heute immer wieder hören. Sie hatten jedoch keinen Erfolg. Im Gegenteil: Die Krankheit Cowpers verschlimmerte sich." (aus "Das Beste von Martyn Lloyd-Jones" ausgewählt von Christopher Catherwood, S. 82f, Verlag der Liebenzeller Mission Lahr) Liebe Grüße Jörg
Historisch gesehen, sind die Fälle von "Geisteskrankheiten" doch in der Bibel ausreichend hinsichtlich ihrer Ursachen und Auswirkungen beschrieben und wie Jesus Christus damit umgegangen ist - oder ist die Schrift nicht Gottes Wort für ALLE Christen und 'nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit...' (2. Tim 3, 16) und insofern allgenügsam dem, der an Gottes Wort glaubt?

Wer stellt mir hier einen "berühmten Dichter" vor (berühmt doch sicherlich vor Menschen?) und wie soll ich beurteilen, ob jener, der dies wiederum so beurteilt, nicht irrte? Doch wohl nur anhand der Schrift, die doch dafür ausreicht. "Hingegebene Christen" mit so geschilderten "Anfällen" kommen dort nicht vor, es sei denn sie sündigten. Ich kann mit so einem Urteil eines Menschen nichts anfangen, wenn ich es ins Licht der Schrift halte. Gott selbst mag beurteilen, ob dieser Evangelikale auch wirklich ein Christ war. Viele glauben das von sich selbst und täuschen sich doch gewaltig. Der HERR beschreibt diese Selbsttäuschung auch im Gleichnis der 10 Jungfrauen. Ob Cowper zu den einen oder den anderen fünf gehört(e), das mag der HERR entscheiden, aber nicht jemand, der nicht in sein Herz sehen konnte, sondern nur seine "berühmten Dichtungen" oder seine Evangelisation von außen sah. In der "Glaubenslehre auskennen", das können auch unerrettete Schriftgelehrte und konnten es schon immer. Das heißt nicht, dass sie deshalb Christen waren oder sind.

Herzliche Grüße, Phil3, 17


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