Kann ein wiedergeborener Christ verloren gehen?

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Moderator: Jörg

Pelikan
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Kann ein wiedergeborener Christ verloren gehen?

Beitragvon Pelikan » 09.04.2005 00:00

Hier bitte nicht polemisch um Worte streiten! Ich schreibe das, weil ich weiß, dass es ein heißes Thema ist.
Man kann hier auf beiden Seiten vom Pferd fallen. Müsste, wenn man eine Prosition absolut setzt, Bibelstellen verbiegen, um sie passend zu machen.
1. Ein Wiedergeborener kann nicht verloren gehen:
Joh.10, 29 Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer denn alles; und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen.
Phill.1,6 Und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollführen bis an den Tag JEsu Christ.
1. Kor.1,8 welcher auch wird euch fest behalten bis ans Ende, daß ihr unsträflich seid auf den Tag unsers HErrn JEsu Christi.
Hier ist uns zugesagt, dass der Herr uns hält. Es ist also nicht möglich, verloren zu gehen. Diese Stellen müssen unser Trost sein, wenn wir nicht verzweifeln wollen.
Wenn das jedoch absolut ist, dann ist die Gefahr einer falschen Sicherheit gegeben. " Ich habe mich annodazumal bekehrt und mir kann nichts mehr passieren" So könnte man einschlafen, sich darauf ausruhen, und da aufwachen, wo man nicht aufwachen will. Auch die Erfahrung lehrt es anders. Leider habe ich einige Mitstreiter verloren und wenn die nicht wiedergeboren waren, dann weiß ich nicht, wer überhaupt wiedergeboren ist.

2. Fall: Ein Wiedergeborener Gläubiger kann verloren gehen:
Bibelstellen, die das beweisen:
Offb.3,5...und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens
Das kann der Heiland nur sagen, weil es möglich ist, aus dem Lebensbuch ausgetilgt zu werden.
Gal.5,4 Ihr habt Christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid von der Gnade gefallen.
Nur wenn ich Christus hatte, kann ich ihn verlieren, nur wenn ich in der Gnade war, kann ich aus dieser fallen. Wenn ich Christus verliere und aus der Gnade falle, bin ich verloren.
Röm.11, 21Hat GOtt der natürlichen Zweige nicht verschonet, daß er vielleicht dein auch nicht verschone.
22 Darum schaue die Güte und den Ernst GOttes: den Ernst an denen, die gefallen sind, die Güte aber an dir, soferne du an der Güte bleibest; sonst wirst du auch abgehauen werden.
Auch wir können wie Israel abgehauen werden.
2.Petr.2,20 Denn so sie entflohen sind dem Unflat der Welt durch die Erkenntnis des HErrn und Heilandes JEsu Christi, werden aber wiederum in denselbigen geflochten und überwunden, ist mit ihnen das Letzte ärger worden denn das Erste.
21 Denn es wäre ihnen besser, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, denn daß sie ihn erkennen und sich kehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist.
Durch die Erkenntnis der Herrn Jesus der Welt entfliehen geht nur durch Bekehrung. Nach Vers 22 wäre es besser, solche hätten sich nie bekehrt.

Ich halte es für wichtig, sich dieser Gefahr bewußt zu sein.
Wenn man das jedoch absolut setzt, kommt man schnell dahin, zu glauben, dass es allein an meiner Treue hängt. Dann wäre für mich wenig oder keine Hoffnung, besonders für willensschwache Menschen, die gerade geliebt sind vom Heiland. Man kann dahin kommen, mehr auf sein Werk, seine Treue, statt auf Jesu Werk und Seine Treue zu bauen und wird gesetzlich.

Licht ist sowohl Welle, als auch Teilchen und auch hier ist es ein sowohl als auch. Beides steht in der Bibel und ich glaube beides. Ein Wiedergeborener kann unmöglich verloren gehen und ein Wiedergeborener kann verloren gehen. Beides glaube ich zugleich. In dem Bewußtsein der Gefahr, des Abgrundes, über dem wir schweben gehe ich zu dem Heiland. Dann weiß ich mich von IHM gehalten und bin sicher. So ist Leben. Die Furcht treibt mich nicht zu eigener Anstrengung, und eigener Treue, sondern zu dem Heiland, der mich hält. Das macht mich getrost. So weiß ich um die Gefahr und bin doch sicher in IHM.
Dies sollen nur Anregungen sein, mal sehen, wie sich dieses Thema weiter entwickeln wird, hoffentlich zur Erbauung, nicht um zu verletzen.
Liebe Grüße!
Pelikan

MichaelM
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Beitragvon MichaelM » 09.04.2005 10:36

Hebr 6, 4ff ist doch eindeutig. Man braucht darüber auch nicht viel zu schreiben. Entweder man glaubt dem Wort oder nicht.

Viel schreiben müßen immer nur die, die unlogische und lange Beweisketten bilden müssen, damit ihr Kartenhaus halbwegs stand hält.

Ich glaube der Bibel und Hebr 6,4ff

Gruß

Michael

Gast

Kann ein wiedergeborener Christ verloren gehen?

Beitragvon Gast » 09.04.2005 13:24

Ich stimme Michael zu.

Beim 1. Fall beschreiben die Bibelstellen, dass Gott uns niemals loslassen würde. "Niemand wird sie aus meiner Hand reißen" - Joh. 10, usw.

ABER: Dass Gott uns niemals loslässt heißt nicht, dass wir uns nicht loslassen können.

Beispiel: Ich schwimme im "Fluss der Sünde" mit dem Strom, erfahre dann Jesus Christus, bekehre mich und werde wiedergeboren. Hinfort ist Christus für mich eine Stange mitten im Fluss, ich kann mich festhalten, muss also nicht mehr mit dem Strom fließen.

Die Stange wird niemals loslassen (Joh. 10...), aber ich kann die Stange loslassen und falle wieder ab.

Also sind da keine Gegensätze in den Bibelstellen, nutze den Verstand, lese gründlich und Gott wird dir seine Schrift klar öffnen, die Bibel widerspricht sich NIE.

@Pelikan: An beide Tatsachen gleichzeitg zu glauben ist einfach kontrovers und nicht möglich.

Gruß, daVe

Pelikan
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Beitragvon Pelikan » 09.04.2005 17:10

Ich bewundere die Brüder, die noch sagen können, ihr festhalten rette sie.
Ein Baby hält sich an der Mutter fest, aber seine Kraft würde nie reichen. In Wahrheit wird es gehalten.
Dass ich gehalten bin, ist mein ganzer Trost, nicht dass mich mein festhalten rettet.
Pelikan

Nick Rahner

Noch ein Hinweis auf den anderen Beitrag

Beitragvon Nick Rahner » 10.04.2005 14:25

Bereits in meinem Beitrag http://www.bifo.de/viewtopic.php?p=158#158 habe ich einen Punkt erwähnt, der lesenswert ist und hier dazu passt. Die Gewissheit der Errettung. Hier einige Auszüge:

> Wie kann ich wissen, dass ich errettet bin?

> Gewissheit - denn Jesus Christus verheißt jedem Glaubenden ewiges Leben

> Gewissheit - weil man Jesu Wort vertrauen kann

> Gewissheit - weil erlebbar ist, was Jesus Christus verspricht

> Gewissheit - weil Gottes Geist Gewissheit schenkt



Wie kann ich wissen, dass ich errettet bin?


Doch wenn wir unsere Sünden bekennen, zeigt Gott sich treu und gerecht: Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.
1. Johannes 1 Vers 9



Die Sache mit dem Gefühl
Wenn du den Herrn Jesus im Gebet angerufen hast, aber noch keine Gewissheit hast, ob Gott dein Gebet auch erhört hat, dann kann ich dich gut verstehen.

Ich hatte nämlich das gleiche Problem. Schon lange war mir bewusst, dass ich ohne Vergebung meiner Sünden einmal in der Hölle landen würde. Da ich das aber nicht wollte, betete ich häufig, der Herr Jesus möge mir meine Sünden vergeben und in mein Leben kommen. Aber nichts tat sich. Kein einziges Mal hatte ich das Gefühl, dass Gott mein Gebet erhört hätte.

Eines Tages war in unserem Ort eine christliche Veranstaltung, in der ein Prediger anhand der Bibel erklärte, wie wichtig es ist, ein Kind Gottes zu sein. Und das wollte ich ja schon lange werden. Deswegen machte ich von seinem Angebot Gebrauch, nach der Veranstaltung zu ihm zu kommen, um mit ihm zusammen zu beten. Ich dachte, vielleicht würde das ja besser funktionieren, als wenn ich alleine betete. Zunächst erklärte der Prediger mir noch einmal anhand einiger Bibelstellen, wie man Christus in sein Leben aufnehmen kann. Dann fragte er mich, ob ich das tun wolle. Ich bejahte diese Frage. Daraufhin betete ich zu Jesus Christus, bekannte ihm meine Sünden und bat ihn, der Herr in meinem Leben zu werden.

Nach diesem Gebet fragte mich der Prediger: »Sind dir denn jetzt deine Sünden vergeben?« Ich war sehr unsicher. Ich fühlte mich kein bisschen leichter oder glücklicher. Ich spürte keine Veränderung in mir. Folglich hatte das Gebet wohl wieder nicht funktioniert. So antwortete ich ausweichend: »Ich weiß es nicht!« Der gute Mann hatte viel Verständnis für meine Unsicherheit und schlug seine Bibel wieder auf. »Lies bitte einmal diese Bibelstelle.« Und dann las ich obigen Tagesvers. »Hast du dem Herrn Jesus deine Sünden bekannt?«, war seine nächste Frage. Ich bejahte diese Frage. »Was bedeutet es, dass Gott treu und gerecht ist?«, fragte er weiter. »Gott steht zu seinem Wort. Er kann nicht lügen und ist absolut gerecht«, antwortete ich. Mein Gesprächspartner war offensichtlich mit meiner Antwort zufrieden und fuhr fort: »Der Vers geht dann weiter: 'Er vergibt uns die Sünden (das ist absolut sicher) und reinigt uns von allem Unrecht'. Außer beim Volker!« »Das kann nicht sein, dass Gott bei mir eine Ausnahme macht!«, protestierte ich (der Volker). Plötzlich war mir völlig klar: Gott hat mir jetzt wirklich meine Sünden vergeben (obwohl ich nichts fühle), weil er es in seinem Wort versprochen hat. Ich begriff: Glauben heißt, Gott beim Wort nehmen. Dann war der Herr Jesus jetzt auch in mein Leben gekommen, denn er hat ja versprochen, dass er bei dem einkehren wird, der ihm die Tür seines Lebens öffnet (siehe Offenbarung 3,20). Aufgrund dieser Erkenntnis hatte ich auf einmal ein großes Verlangen, dem Herrn Jesus von ganzem Herzen zu danken, dass er mir meine Schuld vergeben hatte und nun in mein Leben gekommen war. Ich wusste: Ich bin jetzt ein Kind Gottes und habe ewiges Leben. Gott hat es mir geschenkt. Dieses Wissen bewirkte dann auch Freude in mir und den Wunsch, anderen davon weiterzusagen.


Gewissheit - denn Jesus Christus verheißt jedem Glaubenden ewiges Leben

Denn so hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einzigen Sohn dafür, dass jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern ewiges Leben hat.
Johannes 3 Vers 16



>>> Johannes 11 Verse 17 - 44
Jesus ruft vom Tod zum Leben



Trauer in Bethanien. Tiefe Traurigkeit beherrscht die Szene. Am Tod von Lazarus ist nichts zu rütteln. Alle Hoffnungen sind zu Ende. Und Jesus? Wieso war er nicht rechtzeitig gekommen, um ihren Bruder wieder gesund zu machen, wenn er ihn doch liebte. Zur Trauer kommt die Enttäuschung, dass Jesus für Lazarus' Heilung zu spät kam. Vorwürfe werden geäußert, teils direkt, teils hinter vorgehaltener Hand. Auch Jesus ist tief bewegt, lässt sich aber von der Stimmung nicht anstecken. Er scheint anfangs unbeteiligt zu sein, aber sein Handeln ist geprägt von tiefer Liebe. Ruhig geht er auf sein Ziel zu. Er weiß, was er tun will. Es war kein »Versehen« im göttlichen Plan, dass er erst jetzt zu den beiden Schwestern kommt.

Niemand versteht sein Verhalten so richtig. Es kann ihn ja auch niemand verstehen, denn aus menschlicher Sicht ist und bleibt der Tod die letzte unüberwindliche Macht. Und genau diese verzweifelte Situation will der Herr benutzen, um eine ganz entscheidende Lektion zu vermitteln, nämlich: »Jesus ist die Auferstehung und das Leben. Wer an Jesus glaubt, der wird leben, auch wenn er gestorben ist.«

Nicht nur Martha und Maria tun sich schwer, diese Worte zu verstehen. Uns geht es doch ganz ähnlich, oder? Dabei demonstriert Jesus in der Auferweckung des Lazarus unmissverständlich, was er meint: Für ihn ist der Tod eben nicht das Letzte. Es gibt ein Weiterleben nach dem Tod. Und wer sich während seines irdischen Lebens im Glauben und Vertrauen an Jesus Christus wendet, dem schenkt er ewiges Leben. In der Auferweckung des Lazarus beweist er es. Mit dem vollmächtigen Ruf: »Komm heraus!« ruft er einen seit vier Tagen toten Menschen aus dem Grab heraus, dessen Körper schon vom Verwesungsgeruch gezeichnet war. Niemand sonst hat solche Macht!

Jesus Christus ist der auferstandene Herr. Er verspricht jedem Glaubenden ewiges Leben. Er kann das, denn er allein ist die Auferstehung und das Leben.


Gewissheit - weil man Jesu Wort vertrauen kann


Amen, ich versichere euch: Wer auf meine Botschaft hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben. Auf ihn kommt keine Verurteilung mehr zu; er hat den Schritt vom Tod ins Leben schon hinter sich.
Johannes 5 Vers 24



>>> Johannes 4 Verse 46 - 54
Jesus heilt ein schwerkrankes Kind



Krankheit, besonders aber auch innere Not, er schreckt uns. Sie weckt Fragen in uns, macht uns wach, oder die Angst erdrückt uns. Wo findet man Hilfe? Hilfe für die Nöte dieses Lebens? Wohin, wenn menschliche Hilfe versagt, wenn alle menschlichen Mittel und Möglichkeiten am Ende sind? Auch für den königlichen Beamten war es wichtig, seine eigene Hilflosigkeit zu erkennen. Er macht sich auf einen rund 20 Kilometer langen Fußweg von Kafarnaum in den im Gebirge gelegenen Ort Kana, um den zu holen, der allein helfen kann. Er kommt zu Jesus und bittet ihn: »Herr, bitte komm, bevor mein Kind stirbt!« Jesus geht zwar nicht mit, aber er enttäuscht ihn nicht. Noch während der Beamte sich auf dem Rückweg befindet, kommen ihm seine Leute entgegen und berichten, dass sein Sohn wieder gesund ist.

Toll, nicht wahr? Aber was ist das Besondere an dieser Geschichte? Ist es nicht eine Zumutung, dass Jesus gar nicht auf die Idee kommt, den hilfesuchenden Vater zu begleiten, sondern ihn lediglich mit sechs knappen Worten wieder nach Hause Richtung Kafarnaum schickt? Was hatte der Herr Beamte denn nach dem Gespräch in der Hand? Nichts als das Wort Jesu: »Dein Sohn lebt!« Und obwohl ich es kaum nach vollziehen kann: Das genügt dem Vater. Im festen Vertrauen darauf, dass Jesu Wort ausreicht, geht er nach Hause. Der Glaube bestimmt sein Handeln und gibt seinen Schritten Mut.

Ob das Hören von Jesu Worten und das Lesen in Gottes Wort auch heute noch ausreicht, um feste Gewissheit zu bekommen? Wer als Kind Gottes seine Nase nicht in die Bibel hineinsteckt und nicht hört, was der Herr Jesus zu sagen hat, der wird von einer Unsicherheit zur nächsten getrieben werden. Wer aber aufmerksam nach dem fragt, was die biblische Botschaft zu sagen hat, und sich an das hält, was Gott verspricht, der wird im Glauben Schritte gehen können, auch wenn man noch nichts oder nicht viel sieht.


Gewissheit - weil erlebbar ist, was Jesus Christus verspricht


Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. Denn man wird für gerecht erklärt, wenn man mit dem Herzen glaubt, man wird gerettet, wenn man seinen Glauben mit dem Mund bekennt.
Römerbrief 10 Verse 9 - 10



>>> Johannes 9
Jesus heilt einen Blinden



Unglaublich. Der gute Mann war seit Beginn seines Lebens blind. Nun ist er geheilt, freut sich riesig darüber, dass er sehen kann. Nur, es scheint niemand da zu sein, der sich mit ihm freut. Im Gegenteil. Die Pharisäer sind echt sauer auf ihn. Sie nehmen ihn ins Kreuzverhör und wollen wissen, wer derjenige war, der ihn geheilt hat.

Bei so viel Gegenwind kann man schnell unsicher werden, nicht wahr? Auch heute wird die Entscheidung, Jesus Christus nachzufolgen, nicht unangefochten bleiben. Die Aussagen, die der ehemals Blinde macht, geben uns wichtige Hilfen, um solchen Angriffen zu trotzen:

In den Versen 8 - 10 wird beschrieben, dass die Leute es nicht fassen können, dass ein Blinder auf einmal sehen kann. Irgendwie versuchen sie, das Geschehene wegzureden. Den ehemals Blinden kann das alles gar nicht beeindrucken. Er macht deutlich: »Ihr könnt reden, so viel ihr wollt. Ob ihr das versteht, was mit mir geschehen ist oder nicht, das spielt für mich alles keine Rolle. Ich hab? doch an meinem eigenen Leib erlebt, dass das stimmt, was dieser Jesus gesagt hat. Das genügt mir!«

Doch die Fragerei ist damit noch nicht zu Ende. Die Pharisäer wollen jetzt wissen, wie das alles vonstatten gegangen ist (Vers 15). Wahrscheinlich dachten sie, dass hier was nicht mit rechten Dingen zugegangen sei. Die Antwort des Geheilten ist kurz wie zuvor, aber nicht weniger überzeugend: »Er strich einen Brei auf meine Augen, ich wusch mich und konnte wieder sehen.« Wieder bringt er zum Ausdruck: »Ich habe erlebt, dass es stimmt, was er sagt!«

Den hohen Herren passt diese Kinderlogik ganz und gar nicht. Noch einmal versuchen sie, den ehemals Blinden zu verunsichern, diesmal, indem sie Jesus schlecht machen. Ihn jedoch lassen diese Argumente kalt. Er bleibt bei dem, was für ihn sicher ist: »Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht«, entgegnete der Geheilte. »Ich weiß nur, dass ich blind war und jetzt wie der sehen kann.« (Vers 25)! Wiederum stützt er sich auf das, was er erlebt hat, und das lässt er sich von niemandem nehmen.

Nimm dir diesen Geheilten zum Beispiel. Wenn Leute und Umstände dich verunsichern wollen, dann stütze dich auf das, was geschehen ist: Jesus Christus hat in die »Blindheit« deines Lebens hineingesprochen. Du hast getan, was er gesagt hat, und er hat dir die Augen für das wirkliche Leben geöffnet. Du hast es doch erlebt, oder?

Gewissheit - weil Gottes Geist Gewissheit schenkt

So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, dass wir Kinder Gottes sind.
Römerbrief 8 Vers 16



>>>Johannes 14 Verse 15 - 17, Vers 26 und Kapitel 15 Vers 26
Jesus verheißt den Heiligen Geist



Der Heilige Geist - wer ist das? Er wird auch der Geist Gottes genannt. Er ist ein Teil Gottes genauso wie Jesus Christus ein Teil Gottes ist oder wie der Vater ein Teil Gottes ist. Die Dreieinig keit Gottes können wir nicht bis ins Letzte verstehen. Aber wir können erkennen, dass Gott uns in drei verschiedenen Personen begegnet. Dabei wird sehr schnell deutlich, dass jede dieser Personen unterschiedliche Aufgaben hat. Gott, der Vater hatte den Plan unserer Erlösung. In Jesus Christus, dem Sohn Gottes, kam Gott auf diese Welt und führte den Plan der Erlösung durch sein Sterben am Kreuz aus. Und durch den Heiligen Geist, den Geist Gottes, können wir nun diesen genialen Plan Gottes verstehen. Jesus sagte vor seiner Himmelfahrt zu seinen Jüngern, dass er wieder zu seinem Vater in den Himmel gehen würde, dass er aber allen, die an ihn glauben, den Heiligen Geist senden würde, damit er in uns wohnt. Der Geist Gottes hat verschiedene Aufgaben in uns. Er ist uns als ein Beistand gegeben, der uns in jeder Situation zur Seite steht und uns hilft, so zu leben, wie es Gott gefällt. Er hilft uns, die Bibel zu verstehen (Johannes 14,26). Außerdem hilft er uns zu erkennen, wer Jesus Christus wirklich ist (Johannes 15,26). Durch den Heiligen Geist gibt Gott uns außerdem geistliche Gaben, mit denen wir in der Gemeinde für Gott arbeiten können (1. Korinther 12).

Der Tagesvers zeigt uns aber eine andere wichtige Aufgabe des Heiligen Geistes. Er gibt uns die innere Gewissheit, dass wir wirklich Gottes Kinder sind. Satan wird immer wieder versuchen, uns irre und unsicher zu machen. Die Gewissheit, die der Heilige Geist schenkt, kommt nicht von außen. Das müssen wir uns nicht irgendwie einreden. Nein, da ist ganz tief in uns drin ein Friede und eine Freude, die wir nicht erklären, aber erfahren können. Darum ist es wichtig, dass der Geist Gottes uns erfüllen kann und nicht durch Sünde in seiner Wirksamkeit behindert wird. Zum Abschluss von diesem Thema wollen wir noch eine sehr schöne Bibelstelle lesen, wo uns beschrieben wird, was der Geist Gottes in uns bewirken und uns schenken will. Eigenschaften, die wir dringend benötigen, die uns aber von Natur aus meistens fehlen: Die Frucht, die der Geist Got tes wachsen lässt, ist dagegen: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung (Galater 5 Vers 22).

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Jürgen
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Beitragvon Jürgen » 10.04.2005 18:21

@ Nick Rahner

Ein Kind Gottes geht gewiß nie wieder verloren. Das sagt sowohl die Schrift klar, wie auch der Geist den Seinen. Das sollte gar kein Thema sein.
Der Geist des Widersachers sagt - logo - das Gegenteil

Das erheblich größere Problem ist: WER überhaupt TATSÄCHLICH errettet ist, also wiedergeboren. Hier sind die Irrtümer riesig. Leider sind die wenigsten nicht bereit darüber ernsthaft nachzudenken und zu prüfen.

Der Herr sagt das drastisch in zB. Mt. 7

Das Erschreckende und Furchtbare ist, das diese Menschen - es sind törichte Jungfrauen - sich IHRER Sache bis ins Gericht Gottes absolut sicher sind.

Deinem Beitrag entnehme ich, daß es Dein Motiv war dem zukünftigen Gericht Gottes zu entrinnen. Das ist verständlich, aber reicht nicht aus, mein Freund.

Ein Bitten um reine Vergebung der Sünden ist keine Bekehrung der Seele. Deshalb wurde Dein Gebet nicht erhört. Dann suchtest Du Dir Menschen, damit es "besser" funktioniert. Das ist schon ein tragischer Irrtum. Es war noch Gnade, daß auch das nicht erhört wurde.
Doch hast Du Dich dann von einem Lügner einfangen lassen und der Lüge geglaubt.

Ich kann Dir nur raten, Dir sehr ernsthafte Gedanken zu machen.

Kinder Gottes sind auch unter Leuten, die sich für lebendige Christen halten, äußerst selten.

Ich bin seit 19 Jahren errettet und bezeuge Dir, daß eine echte Umkehr mit ganzem Herzen schwer ist, denn es ist absolute Aufrichtigkeit notwendig. Es geht vor allem auch darum, daß ich mein Leben aufgebe und bedingungslos dem HERRN folgen will. Wohin ER auch will, auf Leben und Tod. Ein paar christliche Regeln einhalten und eine Bibelstunde besuchen bezeugt noch lange keine Nachfolge und Gotteskindschaft.

Als ich mich bekehrte ging es mir nicht darum der Hölle zu entfliehen, obwohl ich genau wußte, daß mein gottloses Wesen und Leben genau dorthin führen würde.
In der Regel findet eine echte Bekehrung im stillen Kämmerlein statt. Alleine mit dem Herrn. Andere können bei einem ehrlichen Gebet nicht helfen. Es kommt nicht auch kluge Worte an, sondern auf die Ehrlichkeit des Herzens.
Mein dringendstes Anliegen war, daß der HERR mein HERR(!) werden, daß er mir natürlich auch vergibt - klar. Und daß er ab sofort mein Leben führe möge, denn ich sah mich außerstande ein gerechtes Leben ohne IHN führen zu können, seblst bei echter Anstrengung.

Was ich dann erlebte - sofort - war das gewaltigste Erlebnis meines Lebens. Das waren nicht einfach irgendwelche Gefühle, sondern der Herr hat mich angenommen, er hat mit vergeben. Es war, als wiche eine Zentnerlast von meinen Schultern. Mir war klasklar, daß ich nun IHM gehöre, absolut und total. Vergebung habe ich mit überwältigender Macht erlebt.

Ich fürchte, Dein Glaube ist ein Verstandesglaube, Deine vermeintliche Vergebung ebenfalls.

Es hilft nicht, das Wort Gottes gelesen zu haben und zu bejahen, es muß einem BEGEGNET sein. Das Wort Gottes ist JESUS CHRISTUS!

Gruß Jürgen
Ich muß abnehmen, Christus aber in mir muß zunehmen.

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Jürgen
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Beitragvon Jürgen » 10.04.2005 18:26

sorry für die paar Rechtschreibfehler! Ich habe hier nicht genug Ruhe und habe nicht nochmal gelesen.
Ich muß abnehmen, Christus aber in mir muß zunehmen.

MichaelM
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Beitragvon MichaelM » 10.04.2005 18:32

Da glaube ich doch lieber der Schrift nach Hebr 6,4ff

Pelikan
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Beitragvon Pelikan » 10.04.2005 19:03

Hä? Oder zu deutsch: Wie bitte? Ich bin leider nur ein dummer Koch und kann das nicht kapieren. Jürgen, was war nun Dein Motiv zur Bekehrung?
Bist Du Dir ganz, ganz sicher, dass Du absolut alles hingegeben hast?
Ist Deine Hingabe und Dein Werk ausreichend?
Meines reicht sicher nicht aus, aber mein Jesus hat alles für mich schon vollbracht. Durch Sein Werk bin ich erlöst.
Und Seine Gnade hat auch mein Leben erneuert.
Grüße von Pelikan

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Jürgen
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Beitragvon Jürgen » 10.04.2005 19:24

In Hebräer 6 handelt es sich keinesfalls um Wiedergeborene. Die haben nur geschmeckt und nicht gegessen.

Joh.10,28:

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie FOLGEN mir; und ich gebe ihnen das EWIGE Leben, und sie werden NIMMERMEHR umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

Ein solches "Leben" wäre kürzer als ein irdisches.
Ich muß abnehmen, Christus aber in mir muß zunehmen.

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Beitragvon Pelikan » 10.04.2005 19:31

Im Hebräerbrief heißt es, dass der Herr den Tod für uns geschmeckt hat. War er nun tot oder nicht? Geschmeckt wird also gebraucht im Sinne, dass sie gerettet waren. Außerdem heißt es im gleichen Vers, dass die TEILHAFTIG des heiligen Geistes geworden sind. Und teilhaftig, also anteil an diesem kann nur ein Bekehrter haben.
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Beitragvon MichaelM » 10.04.2005 19:38

Hallo Pelikan,

Du glaubst gar nicht, was für einen Unsinn ich schon alles über Hebr 6 gelesen habe. Viele der Beführworter des "Ewigen Heils" werden richtig wütend, wenn man anderer Meinung ist.

Ich gebe im Hinblick auf die allgemeine geistige und geistliche Verwirrung unter Christen so gut wie nichts mehr auf Menschenworte. Ich will lieber einen kindlichen Glauben haben, als einer von manchem "Bruder lange im Glauben".

Gruß

Michael

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Beitragvon Pelikan » 10.04.2005 20:05

Michael, ich habe die gleiche Erfahrun gemacht und hatte auch ein wenig gezögert, die Frage aufzuwerfen, weil es da viel böses Blut gibt.
Ich war jedoch in meinem "Kampf" gegen die Brüder der Heilssicherheit ins andere Extrem gerutscht und dachte, es hänge nun an meiner Treue. In der Tiefe erst lernte ich, dass mich meine Treue nicht retten kann. Nur Seine Treue.
Liebe Grüße!
Pelikan

Michael Pieper
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Beitragvon Michael Pieper » 10.04.2005 20:30

Ich denke auch, dass klar aus der Bibel abzuleiten ist, dass ein Christ nicht verloren gehen kann.

Wir sind eine neue Schöpfung in ihm (2. Kor. 5,17)
Versiegelt mit dem hlg. Geist (Eph 1,13)
Gerechtfertigt vor Gott (Röm3,24)
Erwählt vor Grundlegung der Welt (z.B. Jes 44,2)

...

Jetzt haben wir nur das Problem, wenn wir jemanden kennen und wir sind überzeugt, dass er ein Christ ist und wendet sich ab und verleugnet den Herrn. Was nun? Können wir dann unsere Theorie in Frage stellen?

1. Wir sehen "nur" was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an. Nur er kennt die "Seinen".
2. Es gibt eine Form der Frömmigkeit, die wir nicht wirklich von echtem Glauben unterscheiden können.
3. Gerade in der Endzeit wird es etliche Verführung geben. Aber auch hier ist gemeint: "damit die bewähten offenbar werden".

Möge der Herr uns schenken, dass wir ausreichend selbstkritisch uns gegenüber sind. Haben wir eine lebendige Beziehung zu IHM oder leben wir ein frommes Leben. Möge er uns aber auch die Gewissheit des ewigen Heils schenken, dass wir uns freuen darüber, dass trotz aller Not und Sorgen "nichts uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn."

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Jürgen
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Beitragvon Jürgen » 10.04.2005 21:46

Der Herr hat den Tod geschmeckt(!), er hat ihn nicht gegessen. Er gehörte dem Tod nicht an.

Schmecken, auch "kosten" ist nicht "essen". Das ist ein großer Unterschied.
Der Herr sagt aber: "Wer mein Blut TRINKT und mein Fleisch ISST, gehört ihm.

Erleuchtet nach Hebr. 6 werden ALLE Menschen, die in diese Welt kommen. Joh.1,9
Es werden aber klar nur die Auserwählten errettet. Wer erleuchtet, ist immer teilhaftig des Heiligen Geistes. Teilhaftig sein ist aber nicht die neue Kreatur und keine Versigelung mit den Heiligen Geist.

Ich kenne zahllose "Christen", die wieder abgefallen sind. Keiner von ihnen war wiedergeboren. Im Laufe der Zeit bekommt ein Gespür dafür in welchem Menschen der Geist Gottes wohnt. Im Alltag, in Sichtweisen und Verhaltensweisen unterscheiden sich törichte Jungfrauen nicht von ihren menschlichen Nachbarn. Sie haben nur eine aufgesetzte Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie.

Gerade die Beständigkeit, vor allen in bösen Tagen offenbart die neue Kreatur. Vieler Leute Glauben hat seine Basis nur in angenehmen, momentanen Umständen und günstigen Zukunftsaussichten.

Ein falsches soziales Evangelium gibt dem den Rest: Komm zum Herrn Jesus, dann wird alles schön, wie du es gerne willst.

Meist wird der breite, einladende Weg verkündigt und nicht der schmale und steinige.

Der breite Weg führt aber in die Verdammnis.

Die Schrift lügt nicht und widerspricht sich auch nicht. Das tut sie nur für die, denen der Geist fehlt.

Hebr.6 ist eine der beliebtesten Stellen vom Verlorengehen von Kindern Gottes zu reden.

Wer kann das (u.v.a.) auslegen:

...ich gebe ihnen des ewige Leben und sie werden NIMMERMEHR umkommen...? Joh.10,28

Alle, die vom möglichen Verlorengehen ausgehen, weichen bei solchen und ähnlichen glasklaren Stellen aus. Das ist entlarvend.

Ich habe offen gesagt, bei jedem, der ewige Errettung und Leben nicht begreifen kann, massive Zweifel ob der Geist Gottes in ihm wohnt.

Warum reden so viele Menschen von ihrer Bekehrung und nicht von ihrer Errettung? Paulus redete von seiner persöhnlichen Bekehrung gar nicht, sondern er verherrlichte immer den treuen Herrn.

Die Wiedergeburt ist eine Gabe Gottes. Joh.9,13 Kein Mensch kann das erzwingen. Was der Herr über die enge Pforte sagt drückt das deutlich aus.
Ich muß abnehmen, Christus aber in mir muß zunehmen.


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