Was ist ein christliches Lied?

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Joschie
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Was ist ein christliches Lied?

Beitragvon Joschie » 31.03.2008 17:36

Hallo Ihr!
Als ich vor 2 Tagen über die Autobahn zu meinen Eltern gefahren bin, kam ich mit meiner Frau über Lieder die wir gerade hörten ins Gespräch. Da tauchte die Frage, was ein christliches Lied oder was es ausmacht, aus.
Ist es der Inhalt, also Bibelstellen, die Musik oder das Alter? Was ist eure Antwort?
Gruß und Segen vo :wink: $:P n Joschie!
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

eddi
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Beitragvon eddi » 03.04.2008 12:20

Die Frage wird wohl nicht einfach zu beantworten sein. Und ich vermute, das verschiedene Generationen sie auch verschieden beantworten werden, vor allem, wenn es darum geht, Lieder zu nennen, die jemand für christlich hält oder nicht.

Vielleicht könnten wir erstmal davon sprechen, was ein gutes christliches Lied ist.
Ich denke, dass es primär um den Text eines Liedes geht. Und dieser muss mit der biblischen Lehre in allen Stücken übereinstimmen. Und ich glaube, dass es bei vielen neuen Liedern an dieser Stelle ein großer Mangel besteht. Andererseit gibt es viele Lieder die vor 100-200 Jahre geschrieben wurden, die die Lehre der Bibel in unvergessliche und wunderschöne Lieder verpackt haben. Diese Lieder sind zeitlos und trozt ihres Alters immer noch lebendig und wirksam.

Aber auch die Musik, die Melodie, der Notensatz und auch der Rhytmus spielen, meiner Meinung nach, eine entscheidende Rolle. Es gibt meines Wissens dafür verschiedene Kriterien, und unter "bibeltreuen" Christen selten einheitliche.

Man könnte auch auf den Autor des Liedes schauen, auf seine Intention und seinen geistlichen Hintergrund. Aus welcher Strömung/Bewegegung kommt ein Lied? Ein bekannter deutscher christlicher Musiker, antwortete auf die Frage, wo und wie seine Lieder entstehen, folgendes: "Die besten Ideen kommen mir in der Kneipe bei einem Glas Bier." Ohne dies zu wissen, werden viele seiner Lieder in den Gemeinde gern gesungen.
Ich bin mir bewusst, dass man nicht alle Autoren/Musiker kennen kann. Dennoch müssen wir prüfen, und nur das beste behalten.


Gruß
eddi

PS: Meine Lieblingslieder:
1. Wie ein Strom von oben
2. Heilig, heilig, heilig! Gott, dir sei Ehre!
3. Hallelujia What a Savior

Gast

Beitragvon Gast » 26.05.2008 08:19

Ein gutes christliches Lied zeichnet sich durch die nähe zu der Wahrheit aus. Zum Beispiel dieses Lied von A.B.Simpson halte ich für ein gutes christliches Lied.
1. I have learned the wondrous secret
Of abiding in the Lord;
I have found the strength and sweetness
Of confiding in His word;
I have tasted life’s pure fountain,
I am drinking of His blood,
I have lost myself in Jesus,
I am sinking into God.

* Refrain:
I’m abiding in the Lord,
And confiding in His word,
And I’m hiding, safely hiding,
In the bosom of His love.

2. I am crucified with Jesus,
And He lives and dwells in me,
I have ceased from all my struggling,
’Tis no longer I but He;
All my will is yielded to Him,
And His Spirit reigns within,
And His precious blood each moment
Keeps me cleansed and free from sin.

3. All my cares I cast upon Him,
And He bears them all away;
All my fears and griefs I tell Him,
All my needs from day to day.
All my strength I draw from Jesus,
By His breath I live and move;
E’en His very mind He gives me
And His faith and life and love.

4. For my words I take His wisdom,
For my works His Spirit’s pow’r,
For my ways His gracious presence
Guards and guides me every hour;
Of my heart He is the Portion,
Of my joy the ceaseless Spring,
Savior, Sanctifier, Keeper,
Glorious Lord and loving King.

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Rudi
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Beitragvon Rudi » 26.05.2008 17:36

Nun ja, wenn ein Schlagzeug hämmert und die Leute anfangen können zu dancen ist das definitiv nicht mehr christlich. Es ist Unordnung, es ist wild. Melodie ist für mich das wichtigste. Obwohl ein blöder Text das lied auch ziemlich versauen kann. Die meisten meiner Generation halten es ja eher mit Tanzhafter musik. Hab auch schon was von chrislichem Rock gehört...
Friede sei über Jissrael! Ps. 125;5b

Ich werde wandeln angesichts JHWHs Ps.116;9a

€rni
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Beitragvon €rni » 26.05.2008 21:18

Diese Frage beschäftigt mich auch, daher einige (z. T. aufgelesene) Gedanken:

a) ein christliches Lied muss wahr sein, d. h. inhaltlich biblische Wahrheiten korrekt wiedergeben.

b) es sollte zur Ehre Gottes sein - Ziel ist die Anbetung und Verherrlichung Gottes. Daher kann es das Wesen Gottes (z. B. seine Heiligkeit) oder das Werk Gottes (z. B. Lied Mose - Befreiung der Israeliten aus der Gefangenschaft) beschreiben. Der Gesang darf nicht zur Zurschaustellung "christlicher" Künstler geschehen und auch nicht (primär) für das eigene Wohlbefinden, sondern immer zuerst zur Ehre Gottes sein.

c) sie dienen der gemeinsamen Anbetung Gottes. Warum singen wir: wir singen Lieder, um Gott gemeinsam anzubeten. Lieder ermöglichen in einzigartiger Weise die Anbetung Gottes durch mehrere Gläubige.

d) Lieder sind feierlich und daher dem Wesen und Werk Gottes angemessen - sie passen in den Gottesdienst oder die christliche Versammlung. Dabei sollte die Musik Gott angemessen den Text betonen oder umrahmen, aber nicht verdecken. Christliche Lieder brauchen eine Gott angemessene Melodie, Harmonie und Lautstärke. Je mehr ich Gott erkennen, desto deutlich weiß ich, wie ich mich in seiner Gegenwart zu verhalten habe.

€rni

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Rudi
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Beitragvon Rudi » 27.05.2008 17:22

Erni hat sehr Recht. Es gibt ja schon haufenweise "Christen" die mit ihre musik "für Gott" nur eins wollen- Geld verdienen.
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Robert
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Beitragvon Robert » 29.05.2008 10:33

Was machen Christen mit "Nichtchristlicher Musik"?

Ich höre nie Musik im Radio, Fernsehen habe ich nicht, was hört Ihr?

Gast

Beitragvon Gast » 29.05.2008 10:51

Hallo,
ich habe keine Ahnung, was "Christliche Musik" oder "nichtchristliche Musik" sein soll. Werden die Noten bei "christlicher Musik" in Kanaanäisch geschrieben? Sind die Instrumente "Original" von den Söhnen Korahs? Ist eine Gitarre dann "christlich", wenn man statt 12 Saiten nur 10 aufzieht, weil David ja auch auf einer 10saitigen Harfe spielte?

Ich kenne allerdings einen Unterschied zwischen Musik, die zur Ehre gottes komponiert wurde und der, die es nicht ist. Dazu muß man aber wissen, wer der Komponist war und wie er seine Musik verstand. An der Musik selbst kann man das oft nicht unterscheiden. Bach ("soli deo gloria") hat sehr tief komponiert, Beethoven aber auch. Beides schön. Und doch von der Intention her ein Riesenunterschied.
M.

Gast

Beitragvon Gast » 29.05.2008 11:51

Mephiboscheth hat geschrieben:
Ich kenne allerdings einen Unterschied zwischen Musik, die zur Ehre gottes komponiert wurde und der, die es nicht ist. Dazu muß man aber wissen, wer der Komponist war und wie er seine Musik verstand. An der Musik selbst kann man das oft nicht unterscheiden. Bach ("soli deo gloria") hat sehr tief komponiert, Beethoven aber auch. Beides schön. Und doch von der Intention her ein Riesenunterschied.
M.
Trotzdem haben sie beide die ihnen von Gott gegebene Begabung genutzt und damit - selbst gegen ihren Willen im Falle Beethovens - Gott gepriessen.

Unchristliche Musik definiert sich fuer mich ueber die Texte. D.h. rein instrumenale Musik oder Texte, die ich gar nicht verstehe, kann meiner Meinung nach von Christen ohne Furcht genossen werden. Daher hoere ich zum Beispiel auch indische Raga obwohl mir bewusst ist, dass die Musik einen hinduistischen Hintergrund haben kann.

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Anton
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Beitragvon Anton » 29.05.2008 16:19

Hallo allerseits,

Ich möchte hierzu folgende Seite empfehlen:
http://www.impactev.de/hilfreiches/downloads.html
Was die Geschwister hier zu dem Thema schreiben ist auf jeden Fall wert bedacht zu werden!

Liebe Grüße,
Anton
»Meine Gnade muss dir genügen, denn meine Kraft gelangt in der Schwachheit zur Vollendung.«
2.Korinther 12,9 | -> "Best Message"

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Rudi
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Beitragvon Rudi » 29.05.2008 17:46

rein instrumenale Musik oder Texte, die ich gar nicht verstehe, kann meiner Meinung nach von Christen ohne Furcht genossen werden
Naja die Texte nicht verstehen zu können ist unverantwortlich. Vielleicht singen sie für den Teufel? Und du hörst dir das an!
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Georg
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Beitragvon Georg » 10.06.2008 14:18

Was ist daran schlimm, wenn man sich so über Gott freut, dass man tanzt?
Bei Fußballfans regt sich doch auch niemand auf. Warum dann bei Christen, die viel mehr Freude haben sollten als Fußballfans?
Philosophie ist hochkonzentrierte Verwirrung.

Gast

Beitragvon Gast » 10.06.2008 14:27

Georg hat geschrieben:Was ist daran schlimm, wenn man sich so über Gott freut, dass man tanzt?
Nichts, das hat ja auch David getan.

Allerdings bezweifle ich, dass es beim sogenannten Worship wirklich immer um die Freude an Gott geht. Und auch hier gilt:

Nicht jeder Tanzstil ist zum Feiern Gottes geeignet. Genauso wenig wie jeder Musikstil.

Ich kann mich noch erinneren als Anbetungslieder noch musikalisch einfache, auf Akustikgitarre begleitete Lieder waren. Irgendwann Anfang der 90er Jahre begann sich das merh und mehr zu aendern. Die heutige Anbetungsmusik ist viel zu rockig. DEmentsprechend auch das Tanzen dazu.
Georg hat geschrieben: Bei Fußballfans regt sich doch auch niemand auf. Warum dann bei Christen, die viel mehr Freude haben sollten als Fußballfans?
Weil a) Christen sich nicht so auffuehren sollten wie Fussballfans und b) die Freude wirkliche Freude sein muss. Nicht aufgepeitschte Emotionen.

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Georg
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Beitragvon Georg » 10.06.2008 15:37

Ob das bei den einzelnen Leuten wirkliche Freude ist, überlassen wir mal lieber ihnen und Gott.
Tatsache ist, dass es viele Christen befürworten, wenn man vor Freude und Hingabe tanzt oder auf dem Boden liegt, es aber trotzdem die wenigsten machen.

Woran liegt? An mangelnder Freude?
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Rudi
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Beitragvon Rudi » 10.06.2008 19:04

Wieso sollte man sich auf den Boden schmeissen wenn man sich freut???
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