Welchen Wert haben gute Werke vor Gott?

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Michael Pieper
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Welchen Wert haben gute Werke vor Gott?

Beitragvon Michael Pieper » 14.04.2005 07:49

Hallo,

ich möchte einmal eine Fragestellung aus unserer Bibelstunde zur Diskussion stellen. Wir haben in Apg. 10 die Stelle von der Bekehrung des Kornelius gelesen und sind dabei über den Vers 4 gestolpert "Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgekommen vor Gott...".

Kann man daraus ableiten, dass Gott gute Werke von Sündern anerkennt?

Kann ein Ungläubiger Gutes tun? Gibt es Beispiele in der Bibel?

Oder muss man sagen, dass Kornelius ja bereits von Gott zum Heil erwählt wurde und er ja auch Boten geschickt hat, die ihm das Evangelium predigen sollen? Gott quasi hinblickend auf seine noch kommende Bekehrung die Werke anerkennen konnte.

Ich denke, dass es den Begriff des "guten Sünders" nicht gibt und z.B. der Römerbrief ganz klar die Verdorbenheit des Menschen lehrt "Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner der Gutes tue, da ist auch nicht einer" Römer 3,12. Somit glaube ich, dass ein ungläubiger Entwicklungshelfer genauso ein schlimmer Sünder ist, wie ein Drogenhändler.

Als Beispiel vielleicht noch der Herzchirurg, der seine Frau ermordet. Wird der Richter bei der Bemessung des Strafmasses berücksichtigen können, dass der Mörder ja vielen Menschen das Leben gerettet hat?

Bin gespannt auf Eure Kommentare.

LG MP

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Stefan Pohl
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Beitragvon Stefan Pohl » 14.04.2005 16:01

Aber gemäß deiner Härte und dem unmitdenkenden Herzen
speicherst du dir selber Zorn im Tag des Zorns
und der Enthüllung des gerechten Gerichthaltens des Gottes,
der einem jeglichen geben wird gemäß seinen Gewirkten,
– das bleibt –, die gemäß dem Untenbleiben durch gutes Gewirktes
Herrlichkeit und Wert und Unverderblichkeit suchen, äonisches Leben;
denen aber, die aus Haderei wirken und der Wahrheit Unfügsamseiende,
aber der Ungerechtigkeit sich Fügende sind, Zorn und Grimm.
Drängnis und Raumenge ist auf alljede Seele des das Üble herabwirkenden Menschen zu,
des Juden, außerdem vorher auch des Hellenen,
Herrlichkeit aber und Wert und Friede
ist alljedem Wirkenden das Gute, dem Juden, außerdem vorher auch dem Hellenen.
Denn nicht ist Zuaugnahme bei dem Gott.
Denn so viele, wie ohne Gesetz verfehlten, werden sich auch ohne Gesetz
gänzlich weglösen, und so viele, wie im Gesetz verfehlten, werden durch Gesetz gerichtet werden;
denn nicht die Lauscher des Gesetzes sind Gerechte bei dem Gott,
sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden.
Denn wann gleichsam die das Gesetz nicht habenden Nationen
aufgrund der Natur die Forderungen des Gesetzes tun
so sind diese, die Gesetz nicht haben, sich selber Gesetz,
die das Gewirkte des Gesetzes erzeigen als Geschriebenes in ihren Herzen,
indem Zusammenbezeugen ihres Gewissens ist
und der zwischeneinander verklagenden oder auch sich verantwortenden Logismen,
im Tag, als da richtet der Gott das Verborgene der Menschen
gemäß meiner Wohlkunde durch Jesus Christos.
Röm. 2, 5ff[/i]

maria
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Beitragvon maria » 23.04.2005 08:31

Michael Pieper schreibt:

Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgekommen vor Gott...".
Kann man daraus ableiten, dass Gott gute Werke von Sündern anerkennt?
Kann ein Ungläubiger Gutes tun? Gibt es Beispiele in der Bibel?
Oder muss man sagen, dass Kornelius ja bereits von Gott zum Heil erwählt wurde und er ja auch Boten geschickt hat, die ihm das Evangelium predigen sollen? Gott quasi hinblickend auf seine noch kommende Bekehrung die Werke anerkennen konnte.

Lieber Michael

Vielleicht ist das eine Antwort:
Kornelius war ein sogenannter guter Bürger. Er hatte ein Gewissen von Gott bekommen, so wie alle Menschen. Weil er auf sein Gewissen hörte, tat er viel gutes. Gott sieht auf alle seine Geschöpfe und sieht auch die guten Werke von Kornelius. Er war aber noch nicht gerettet, also war er noch ein ungläubiger. Und ein Ungläubiger kann sehr viele gute Werke tun. (Z.b. die Hure Rahab).

Gott hat alle Menschen zum Heil erwählt. Erwählt im Sinne von: Er will das alle Menschen gerettet sind. Gottes Geist hatte bereits am Herzen von Kornelius angefangen zu wirken. Er hat diesem Wirken nicht widerstanden. So geht Gott weiter mit ihm. Er sendet ihm einen Jünger, der ihm von Jesus Christus erzählt. Der Glaube kommt aus der Predigt. Gott schenkt dem Kornelius die Neue Geburt, den Heiligen Geist. Das innere Zeugnis, ein Kind Gottes zu sein und ewig dem Sohne Gottes zu gehören. Niemand kann diese Versiegelung des Heiligen Geistes wieder rückgängig machen, niemand, auch ich selber nicht. Die Wassertaufe war dann noch das äussere Zeichen dafür.

Was ist dieser Neugeburt vorausgegangen?
B u s s e !
Busse ist die wahre Hinkehr unseres Lebens zu Gott, wie sie aus echter und ernster Gottesfurcht entsteht.

Zu unserer Errettung können wir gar nichts beitragen. Die Rettung kommt allein vom HERRN.
Was wir tun können ist auf den Ruf zu hören: Kommt her zu Mir! Wir sollen kommen, ein Leben lang kommen. Alles andere macht der HERR für uns.

Einen lieben Gruss von maria
Da fand ich, Den meine Seele liebt.


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