Ist eine Ortsgemeindezugehörigkeit notwendig?

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Moderator: Jörg

eddi
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Beitragvon eddi » 22.05.2008 20:30

Lieber Rudi!

Das, was du hier sagst

Alles was sich anders benannt und besonders eVs sind Sekte.

Ich bin kein Mitglied. ich gehe nur zu den Gottesdiensten. Und Evangeliumschristenbaptisten sind auch Sekte. Genau sowie Lutheraner, Calvinisten, e.V.s, Baptisten, Mennoniten, Protestanten, Darbysten blablabla
ist doch nicht dein Ernst, oder? Mit eVs meinst du sicher eingetragene Vereine. Ich weiß nicht, wieso du solcher Meinung bist. Es sind mir schon Leute begegnet (auch in anderen Foren und Internetseiten) die ähnliches behaupten.

Mit dieser Behauptung sprichst du allen Gemeinden und Kirchen die Gotteskindschaft und Rechtgläubigkeit ab, denn eine "Sekte", was auch immer das deiner Meinung ist, ist wohl etwas antibiblisches. Das e.V. sagt NICHTS über die Gemeinde und deren biblisches Verständnis aus. Hier wird ordentlich was durcheinander gebracht. Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, warum es e.V. gibt? Die polemische Meinung anderer einfach so zu übernehmen und dann hier im Forum damit einen Eindruck zu machen, hilft keinem weiter. Mit deiner Behauptung unterstellst du auch dem Betreiber dieses Forums, in einer Sekte zu sein. Das geht deutlich zu weit!!

Wir sollten Joschies Frage beantworten, was eine Sekte ist.


Liebe Grüße
eddi

Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2008 08:07

Hallo
@rudi/pit: mit eurem Verständnis der "Gemeinde" habt ihr euch selbst abgespalten und macht wiederum euer eigenes Ding. Das Prinzip des Geisterfahrers, der im Radio vom Geisterfahrer hört und sagt: wieso einer, viele!!!
@martin: ein Christ ohne Gemeinschaft hat ein Problem. Andere Überlegung: warum nicht ein evangelistischer HK bei Dir zuhause? Fokusverlagerung: hin zum Nächsten, der den Herrn nicht kennt, weg von den Gemeinde"problemen"...
@eugen: volle Zustimmung.
Aber zurück zum threadthema:
in idea gibt es seit einigen Ausgaben eine Auseinandersetzung mit einem Professort der Baptisten, der scharfe Bibelkritik übt. Das Problem des Bundes ist, daß er keine Stellung bezieht, wie etwa die "southern baptists" in der jüngsten idea-Ausgabe. Die haben das Problem mit den deutschen Baptisten erkannt und arbeiten halt nicht eng mit ihnen zusammen. Der Zeitgeist macht vor Niemandem halt, nicht mal vor Brüdergemeinden. Wir lernen daraus, zu differenzieren und nicht ganze Kirchen pauschal abzuurteilen (die Bösen und die Guten).
M.

Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2008 09:30

Mephiboscheth hat geschrieben:Hallo
@rudi/pit: mit eurem Verständnis der "Gemeinde" habt ihr euch selbst abgespalten und macht wiederum euer eigenes Ding. Das Prinzip des Geisterfahrers, der im Radio vom Geisterfahrer hört und sagt: wieso einer, viele!!!
Lustig aber unzutreffend. In dem Fall ist es der Prinzip eines Fisches, der gegen den Strom schwimmt, um nicht am Ende ins Salzwasser zu geraten. Schon etwas vom Überwinden gehört? Denk an Luther, war er auch ein "Geisterfahrer"!? Es ist die Wahrheit, welche jeder Christ zu (an)erkennen hat. Die Gemeinde ist eine Einzige und sie ist einzigartig. Was eugen geschrien hat, find ich sehr gut. Aber es ist ein anderes Thema. Ja in meinem Verständnis der Gemeinde, habe ich mich tatsächlich von dem Christentum distanziert, jedoch nicht verfeindet. Ich erkenne einige Fehler im Chritentum und begehe sie nicht, das ist alles. Warum misst du mich an den anderen, oder sehe ich es falsch?

zum Thema:
Der Bericht in dem Artikel kommt mir irgendwie ökumenisch vor. Ökumene hat mal ein Bruder die Bewegung Satans in der Gemeinde genannt. Ich persönlich fand es sehr treffend. Die Gemeinde hat etwas mit Leben zu tun, sie ist nicht durchorganisiert. Die ganzen Aliancen und Bünde und Brüderschaften sind das was sie sind. Dieser Kongress, finde ich, ist ein Versuch auf eingene Faust das Zerfallende zu konglomerieren, ohne etwas grundsätzlich ändern zu wollen. Das Werk Gottes sehe ich darin überhaupt nicht.
Die Menschen darin können durchaus Brüder und Schwestern sein (die 10 abgespaltene Stämme Israels waren ja auch keine Heiden), aber ob sie den Willen des Vaters tun wollen ist eine große Frage.

Eigentlich stellen alle Kinder Gottes die Gemeinde dar, aber was sie mit dieser Gemeinde gemacht haben steht im krassen Widerspruch zum Bild, das Gott uns gegeben hat. Das heutige Bild des Christentums gleicht dem Volk Israel in der Zerstreuung und in der Gefangenschaft in Babylon.

LG
Peter :wink:

Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2008 10:57

$:D
schon klar,pit.
Das typische Geisterfahrersyndrom, quod erat demonstrandum...
Alle anderen sind längst abgefallen, Herr, nur ich allein bin übriggeblieben...
Gruß
M.

Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2008 11:53

Mephiboscheth hat geschrieben:$:D
schon klar,pit.
Das typische Geisterfahrersyndrom, quod erat demonstrandum...
Alle anderen sind längst abgefallen, Herr, nur ich allein bin übriggeblieben...
Gruß
M.
Scheint, als werde ich gerade als solcher von jemand überfahren!?
Was soll der polemische sarkasmus, mephiboschet? Du musst nicht persönlich werden, danke.
Lass uns lieber vor den Herrn gehen! Lass uns von Ihm erforscht werden! Liebe Grüße
Peter

Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2008 12:20

Hallo pit,
stoooooppp!!! Ich hatte gedacht, daß mit dem smilie deutlich wird, daß es nicht persönlich gemeint war.
M.

Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2008 14:14

$:D
Prima. Ich stoppe ganz gerne in dem fall.
Lob dem Herrn!!!

Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2008 14:54

Ich würde die Frage mit einer Gegenfrage beantworten.

Ist eine andere Zugehörigkeit, ausser der des Ortes notwendig?

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 23.05.2008 16:07

pit schreibt
Ich würde die Frage mit einer Gegenfrage beantworten.

Ist eine andere Zugehörigkeit, ausser der des Ortes notwendig?
Was meinst du genau damit ??!
Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2008 16:41

Joschie hat geschrieben:pit schreibt
Ich würde die Frage mit einer Gegenfrage beantworten.

Ist eine andere Zugehörigkeit, ausser der des Ortes notwendig?
Was meinst du genau damit ??!
Joschie
Na, Joschie, es ist doch so einfach ... Wenn du Christ bist und in Hamburg wohnst, dann bist du doch in den Augen des Herrn in der Gemeinde in Hamburg. Mußt du noch zusätzlich Mitglied einer anderen "Gemeinde" sein? Zum Beispiel ist Martin in der Gemeinde in Ansbach, wo er wohnt ohne eine Mitgliedschaft in einer Denomination haben zu müssen.

Diese andere Mitgliedschaft ist doch nicht schriftgemäß und ist daher kein Cent Wert. Sie bringt nur dazu bei dich von den "anderen" zu trennen. Falls du ein "lutheraner" bist, dann bist du kein "katholik", falls ein "pfingstler", dann kein "evangelikaler".

Die ortgemeindezugehörigkeit existiert ohne, dass sie extra proklamiert werden muß. Sollten wir nicht alle, die es einsehen hierzu zurückkommen?

Schliesslich sind wir Christen nicht weil wir auf der jeweiligen Liste einer "christlichen" Kirche figurieren.

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Rudi
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Beitragvon Rudi » 23.05.2008 17:54

Du hast sehr Recht pit.
Friede sei über Jissrael! Ps. 125;5b

Ich werde wandeln angesichts JHWHs Ps.116;9a

Gast

Beitragvon Gast » 23.05.2008 19:20

Hallo Peter,
bezüglich meinem Wohnort ist die Sache alles andere als klar oder einfach. Es gibt in unserem 40.000-Einwohnerstädtchen m.E.
FEG, EFG, Missionsgemeinde, Volksmission, blaues Kreuz, LKG
Dazu noch 2 amerikanische Gemeinden, noch einige charismatische Kleingruppen und eine Gemeinde Jesu (heißt wirklich so). Vor einigen Jahren gab es noch eine Ecclesia-Gemeinde. Im näheren Umfeld von 20km sind noch ca. 10 weitere Freikirchen zu finden. Viele Gemeinden kenne ich persönlich.

Doch was ist nun Gemeinde in Ansbach? Wo ist die Einflussgrenze zwischen Ansbach und den umliegenden Gemeinden? Zählt nicht das alles schon zum Großraum Nürnberg (mit über 100 Freikirchen usw.).

Es gibt keine Ortsgemeinde Ansbach also. Es gibt Orte, wo sich Ansbacher Christen treffen und versammeln, jedoch nie alle oder in irgendwelcher Zusammengehörigkeit. Ich kann daher nur sagen, dass ich der unsichtbaren Gemeinde Jesu angehöre, wie viele Christen in Ansbach, aber letztlich in der ganzen Welt.

Bezüglich der Frage, warum ich in keine Gemeinde gehe, verweise ich auf:
http://www.bibel-info.net/Themen/Christ ... meinde.htm
http://www.bibel-info.net/Themen/Christ ... meinde.htm
http://www.bibel-info.net/Themen/Christ ... woelfe.htm

Es ist daher letztlich Unsinn, sich eine Ortsgemeinde heute noch einzubilden oder gar zu kreieren. Es gibt sie so nicht mehr. Sie ist vor lauter Spaltungen und Streiterei nicht mehr verfügbar. Es ist auch angesichts der vielen Lehrverirrungen auch nicht mehr anders möglich, als dass da Trennungen sind. Jedoch fällt es schwer, zu wissen, wo man letztlich noch richtig steht. Jede Gemeinde hat mehr oder weniger viele Dinge richtig und falsch, gut und böse, heilig und unheilig. Doch in den Gemeinden innerhalb sieht man das nur einseitig (d.h. alles gut, außerhalb alles schlecht). Geht man nun in eine solche Gemeinde und äußert da unbedacht ein Wort oder nur eine Frage, ist falsch gekleidet, liest die falschen Bücher usw. ist man schneller wieder draußen, als man es selbst denkt. Man ist gezwungen, entweder sich zu verstellen (man sagt nichts, passt sich den Äußerlichkeiten an, stellt sich mit den Verantwortlichen gut, heuchelt auch gut ein Stück mit), oder als Außenseiter (vor dem man gelegentlich hier und da warnt) in eine Gemeinde zu gehen.

Mir fällt bei Gemeinde immer wieder nur das Lied von R. Mey ein: "Ich will nicht mit den Wölfen heulen..."

Gast

Beitragvon Gast » 24.05.2008 17:26

Hallo MArtin,
Deine Erfahrungen mit Gemeinden sind traurig. Ich selbst habe aber auch andere Erfahrungen gemacht. Die Frage ist immer auch eine der eigenen Überzeugung. Kann ich in einer Gemeinde dienen OBWOHL nicht alles meinen persönlichen Überzeugungen entspricht??? Klar, wenn alles nur noch immer nach meiner Meinung zu funktionieren hat, dann bleibe ich allein. Diese christliche Individualisierung ist genauso schädlich wie mangelnde Abgrenzung, hier aber nur in Fällen falscher Lehre oder viel mehr noch: falschen Lebens trotz guter Lehre. Letzteres habe ich viel öfter erlebt. Da war gute Lehre aber die Brüder haben nicht mehr miteinander gesprochen. Beleidigtsein, Affront, Gerede, Parteiungen -alles unter dem Deckmantel der "Reinigung" oder des "Schibbolet". Fiese Anmache, schlimmer als in der Welt. Von Liebe und Ertragen auch von Schwachheiten keine Spur. Von Sich-Zurücknehmen um des Anderen Willen schon gar nicht.
Ich will Dich ermutigen (nochmal), gemeindlich wieder einzusteigen. Oder auch evangelistisch einen Hauskreis zu gründen. Lies mal die Bücher von Jim Petersen. Die Menschen in der Welt brauchen Christen, die auf sie zugehen und Angebote schaffen. Den Auftrag vom Herrn hast Du sowieso.
M.

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 24.05.2008 19:06

@Rudi und Pit!
Ich habe mir nochmal die letzten Beiträge durchgelesen und dazu habe ich folgende Fragen. 1. Bei den Begriff Ortsgemeinde, was ist da unter Ort gemeint, eine geografische Größe oder was? 2. In Rom, zur Zeit Paulus, gab es nur eine Gemeinde zu Beginn der Ausbreitung der Gemeinde. In so einer großen Stadt, wird es erst später mehrere Gemeinden gegeben haben. In Analogie zu Heute, warum soll es nicht verschiedene Gemeinden in einer Stadt geben?
@Martin, ich kann was du geschrieben hast, gut nachvollziehen aber deine Schlußfolgerung ganz und gar nicht. Für mich ist eine Geringschätzung der Gemeinde, gleich eine Geringschätzung Jesu Christi.
Gruß und Segen von Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Gast

Beitragvon Gast » 24.05.2008 20:23

Hallo Joschie,
ich würde gerne mir von dir erklären lassen warum in Rom später verschiedene Gemeinden entstehen sollten? Was ist eine biblische Entschuldigung für Existenz von zwei verschiedenen Gemeinden in einer Stadt?
Mit dem Ort ist wohl klar was es ist, es ist eine administrative Einheit, die nicht durch die Bibel, sondern durch die Gesellschft, bzw durch den Staat festgelegt wird.

Gruß
Peter


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