Gemeinde Aufgaben, Strukturen und Bedeutung

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Joschie
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Gemeinde Aufgaben, Strukturen und Bedeutung

Beitragvon Joschie » 24.05.2008 19:13

Hallo Ihr!
Da bei den verschiedenen Themen öfter die Gemeinde als Thema auftrat, möchte ich hierzu ein paar Fragen stellen. 1. Was bedeutet der Begriff Gemeinde im NT? 2. Was ist der Unterschied zwischen universeller Gemeinde und örtlicher Gemeinde und was bedeutet es für mich? 3. Welche Bedeutung legt das NT der Gemeinde zu und welche Strukturen gibt es?
Gruß und Segen von Joschie!
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Rudi
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Beitragvon Rudi » 25.05.2008 19:38

1.Im hellenischen heist das Wort für Gemeinde ”Äklesia”. Wörtlich übersetzt bedeutet es “Herausgerufene”.

2. Als CHRIST bist du Teil des Leibes. Das Weib des Christo ist die allgemeine Gemeinde.

Kolosser 1;18 Und er (Christus) ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde; er, welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf daß er in allen Dingen den Vorrang habe.

1 Korinther 1;2 der Gemeinde zu Korinth, den Geheiligten in Christo Jesu, den berufenen Heiligen samt allen denen, die anrufen den Namen unsers HERRN Jesu Christi an allen ihren und unsern Orten

Die eine Herausgerufene ist unterteilt in einzelne Gemeinden die sich an “ihren” Orten versammeln, z.B. Gab es in Galatien zu Paulus Zeiten mehrere Gemeinden die aber alle Teil der einen Äklesia waren:

Galater 1;2 und alle Brüder, die bei mir sind, den Gemeinden in Galatien.


Für dich bedeutet es, vorausgesetzt du bist Christ, das du zum Weib des Christo gehörst. Und das du zu einer örtlichen Gemeinde gehen kannst. zu einer örtlichen Herausgerufenen.

3. Nun da gibts den Ältesten. Seine Helfer und die Herausgerufenen. Und die örtliche Gemeinde ist frei- besonders vom Staat.

2.Kor.6,14 Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?

Hoffe habe die Antworten geliefert die du hören wolltest. Soweit ist mein Stand.

Wenn jemand korrigieren oder ergänzen kann, bite sehr darum.
Friede sei über Jissrael! Ps. 125;5b

Ich werde wandeln angesichts JHWHs Ps.116;9a

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Joschie
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Der Zehnt!?

Beitragvon Joschie » 28.05.2008 09:07

Hallo Ihr
Wie wird der Sachverhalt des Zehtes bei euch in der Gemeide und persönlich gesehen.Kann man das Gebote des Zehnts vom A.T auf das N.T. übernehmen.
Gruß und Segen von Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Gast

Beitragvon Gast » 28.05.2008 14:33

Ein paar Gedanken dazu.
1. Was bedeutet der Begriff Gemeinde im NT?
Gemeinde bedeutet Christus. Sie gehört zum Christus wie der Leib zum Haupt gehört. Wie Eva aus der Seite des Adams hervorging und aus Adams Knochen gebaut wurde, so entsteht die Gemeinde aus Christus und wird aus dem Leben Christi aufgebaut. Daher gehören zu der Gemeinde nur die Menschen, welche das Leben Christi empfangen haben. Ohne von Gott geboren zu werden ist es unmöglich der Gemeinde anzugehören.
In Apg 9, sagt Herr Jesus zum Saulus, dass Saulus Ihn, Jesus verfolgt, obwohl Saulus die Gläubige an Jesus verfolgte. Dies ist eine große Offenbarung, welche den ganzen Dienst von Paulus formte. Die Gläubige an Jesus stellen auf der Erde den Herrn persönlich dar. Die Gemeinde auf der Erde ist der Leib des Herrn und soll den Willen des Hauptes, was immer Er will umsetzen. (Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, er tut die Werke. Joh 14:10) Die Gemeinde bringt Christus zum Ausdruck, wie Christus in der Fleischwerdung den Vater zum Ausdruck gebracht hat.
Die Gemeinde ist Christus, d.h. sein Leib.

2. Was ist der Unterschied zwischen universeller Gemeinde und örtlicher Gemeinde und was bedeutet es für mich?
Wo beginnt die universelle Gemeinde? eigentlich am Pfingsttag in Apg 2. Bis wohin erstrekt sie sich? Eingentlich bis zur Ankunft des Herrn, wo sie in die Luft dem Herrn entgegen entrückt wird. Alle von Gott geborenen Menschen aller Zeiten zwischen diesen zwei Zeitpunkten gehören der Gemeinde an.
Alle wiedergeborenen Menschen gehören zu einer einzigen Gemeinde. In dieser Gemeinde sind die ersten Aposteln Petrus, Johannes, Paulus und alle anderen Gläubigen wie Hananias, Apollos, Augustinus, Luther, Zwingli, usw. und auch wir, die leben jetzt und hier. Wir sind alle in der selben Gemeinde, weil wir alle das selbe Leben des Herrn in uns haben.

Die örtliche Gemeinde ist einfach ein Teil dieser universellen Gemeinde, der in einem Ort wohnt.
Geographisch, politisch, kulturell, sozial und anders bedingt leben Menschen kompakt in verschiedenen Orten und Staaten. Dies verursacht eine Aufteilung der Gemeinde in örtliche Gemeinden.
Diese örtliche Gemeinden zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Ältesten haben, dass sie zusammenkommen, um zusammen zu lernen, Gemeinschaft zu haben, Brot zu brechen und zu beten. Sie sind jedoch nicht jede für sich zu sehen, sondern sie bleiben Teile der einen Gemeinde und repräsentieren an jedem Ort diese eine Gemeinde.

3. Welche Bedeutung legt das NT der Gemeinde zu und welche Strukturen gibt es?

Ich kann dazu nur sagen, dass die Gemeinde der Sinn und Zweck des NTs ist. Das NT ist die Beschreibung, wie Gott den korporativen Neuen Menschen, das ist die Gemeinde hervorbringt. Wenn wir uns persönlich andere Ziele setzen, die dem einen Ziel nicht entsprechen, dann laufen wir am Ziel vorbei.
Viele Christen sehen heutzutage nur die Errettung von der ewigen Verdammnis durch den Glauben, was auch gut und richtig ist. Sehr wenige sehen jedoch, dass diese Errettung nicht das Ziel Gottes ist. Gott errettet Menschen nicht um ihrer Errettung willen, denn dafür hätten die vier Evangelien völlig ausgereicht. Gott errettet die Mensche, um sie in einer Gemeinde zusammenzubauen, damit Sein Sohn einen Leib hat.
Die Gemeinde ist der Leib Christi. Der Leib tut, wenn er denn gesund ist, das was der Haupt will. In diesem Aspekt ist die Gemeinde das Königreich Gottes. Gott tut in der Gemeinde was er will, weil in dem Königreich Er der König ist.
Im Aspekt des Königreiches gehört der Gemeinde die Zukunft, denn im kommenden Zeitalter des 1000jährigen Reiches wird die Gemeinde mit dem Christus als dem Haupt über die Erde herrschen. Darum ist es für uns schon jetzt so wichtig zu lernen das Königreich Gottes auszuleben.

Die Gemeinde ist das Haus Gottes. Welche Bedeutung hat das Haus Gottes in der Bibel?
Die Gemeinde ist die Braut des Herrn. Welche Bedeutung hat die Braut für den Bräutigam?
Die Gemeinde ist das Königreich der Himmel. Welche Bedeutung gibt und welche Anforderungen stellt der Herr an die Gemeinde in dieser Hinsicht.

Strukturen? Welche Strukturen hat ein Organismus? Die Gemeinde ist nicht organisiert, sie hat keine Strukturen. Ein Organismus hat jedoch viele Organe, die alle zusammengehören und eins ohne andere nicht existieren kann.

Gruß
Peter

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Rudi
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Beitragvon Rudi » 28.05.2008 17:17

eigentlich ist es relativ leicht: Das Gesetz galt für Israel, es galt niemals für die Heiden. Und für Christen gilt es schon mal garnicht. Wir müssen nicht und mussten nie den Zehnten abgeben.
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Robert
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Beitragvon Robert » 29.05.2008 10:27

Lieber Pit, daß Augustinus ein wiedergeborener Christ war, halte ich für ausgeschlossen.
Auch bei Anderen von Dir erwähnten Personen bin ich vorsichtig und würde sie einfach nicht erwähnen.

Ausführliche Informationen über das Wirken von Augustinus findest Du in versch. Foren, daher hier nur der kurze Hinweis.

Gast

Beitragvon Gast » 29.05.2008 11:05

Rudi hat geschrieben:eigentlich ist es relativ leicht: Das Gesetz galt für Israel, es galt niemals für die Heiden. Und für Christen gilt es schon mal garnicht. Wir müssen nicht und mussten nie den Zehnten abgeben.
:shock:
Genau Rudi, :lol: sehr Recht. Wir müssen nicht den Zehnten sondenr den Ganzen abgeben, denn wir besitzen nichts, sondern alles, selbst das Leben gehört dem Herrn.
"Und sie verkauften ... und legten alles zu den Füßen der Apostel". Wäre es nicht ein gutes Beispiel?
:wink: :wink: :wink:

Gast

Beitragvon Gast » 29.05.2008 11:46

Robert hat geschrieben:Lieber Pit, daß Augustinus ein wiedergeborener Christ war, halte ich für ausgeschlossen.
Auch bei Anderen von Dir erwähnten Personen bin ich vorsichtig und würde sie einfach nicht erwähnen.

Ausführliche Informationen über das Wirken von Augustinus findest Du in versch. Foren, daher hier nur der kurze Hinweis.
??! ??! ??!

Gast

Beitragvon Gast » 29.05.2008 12:17

Liebe Robert, lieber Till,

lasst uns doch hier nicht unnötig wegen Augustinus streiten. Es gab viel Augustinusse, einer wird sicher wiedergeboren gewesen sein. Wir erfahren es noch früh genug Dies ist hier nicht das Thema.

Bitte!

Peter

:cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry:

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 29.05.2008 12:27

Lieber Robert und Till
Das Thema Augustinus wurde ist hier schon mal angesprochen http://www.betanien.de/forum/viewtopic.php?t=631 bitte wenn Bedarf ist dort bitte weiterschreiben.
Gruß und Segen vo Joschie
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Beitragvon Rudi » 29.05.2008 18:00

Wäre es nicht ein gutes Beispiel?
Es IST ein gutes Beispiel. Jedoch ist es keine Anweisung. Ausserdem ist es recht schwer zu bewekstelligen. Der nächste Christ den ich kenn wohnt über 500 km weg. aber wenn du willst kannst rüberkommen pit :mrgreen:
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Gast

Beitragvon Gast » 29.05.2008 18:28

Rudi hat geschrieben: aber wenn du willst kannst rüberkommen pit :mrgreen:
NA WARTE :mrgreen: *wo ist hier ein Smilie mit dem Fahhrad* :hm: :hi:

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 29.05.2008 20:20

Lieber Rudi
Nach Hamburg ist es nicht sehr weit von Dir :mrgreen: :lolxxl: :lolxxl: :mrgreen:
Liebe Grüße Joschie
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Beitragvon albra-hdh » 29.05.2008 20:54

Rudi hat geschrieben:eigentlich ist es relativ leicht: Das Gesetz galt für Israel, es galt niemals für die Heiden. Und für Christen gilt es schon mal garnicht. Wir müssen nicht und mussten nie den Zehnten abgeben.
Hm, das mit dem Zehnten sehe ich ein wenig anders. Die Abgabe des Zehnten ist aus meiner Sicht heute noch gültig. Das bedeutet, dass man ab dem Zehnten beginnen soll zu geben und nicht darunter. Der Zehnte ist praktisch beginnend = 0

Beispiel: 2000 € Lohn: 200 € = 0
Was darüber abgegeben wird, ist Zugabe.

Es ist Freude, wenn man von ganzem Herzen gibt, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. 2. Korinther 9,7

Jesus spach:
Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Matthäus 5,17+18

Wir sind nur Gottes Verwalter, hier auf Erden. Im Grunde genommen gehört Gott alles und mir gar nichts. In seinem Sinne soll ich das Geld verwalten.

Gruß Alex

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Beitragvon Joschie » 29.05.2008 21:40

Hallo Albra-hdh!
Vielen Dank für deinen Beitrag, lange Zeit habe ich es genauso gesehen wie du aber nach einiger Zeit, kamen mir einige Fragen. 1. Nirgendwo werden im NT Christen aufgefordert oder ermahnt den Zehnt zu geben. 2. Für mich die Hauptfrage ist, wofür war der Zehnt im AT da, einmal eine Steuer für Priester und Leviten und als Sozialversicherung für Bedürftige. Kann man dieses auf das NT eins zu eins übernehmen? In 1. Mose 14,20 wo die Geschichte mit dem Priester Melchisedek steht, ist für mich kein schlagendes Argument für den Zehnt, auch wenn dieser nach Hebräer 5 und 7 mit Christus verglichen wird.
Gruß und Segen von Joschie
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