amerikanisches Christentum nach Deutschland

Alte, geschlossene Beitragsfolgen

Moderator: Jörg

maxb
Beiträge: 302
Registriert: 13.03.2008 16:53

amerikanisches Christentum nach Deutschland

Beitragvon maxb » 03.06.2008 20:01

Hallo,
ich denke zur Zeit darüber nach welche Auswirkungen das amerikanische Christentum (ja, es gibt nur ein Christentum, aber ich meine damit die in aktuellen Entwicklungen der christlichen Gemeinden in Amerika) hier in Europa/Deutschland hat. Willowcreek und Saddleback haben ja durch entsprechende Bücher und Konferenzen bereits nicht wenig Einfluss in Deutschland. Ist da ein Trend abzusehen?
Wie sieht es mit Leuten wie John Piper und John MacArthur aus? Auch diese beiden haben Bücher geschrieben, die ins Deutsche übersetzt wurden...welchen Einfluss haben diese hier? Kann man das vergleichen?

Vielleicht hat ja jemand von euch da Einblicke.

Gast

Beitragvon Gast » 04.06.2008 07:48

welche Auswirkungen das amerikanische Christentum ... hier in Europa/Deutschland hat
*ironie an* das europäische Christentum amerikanisieren, um die babylonische Sprachverwirrung noch perfekter zu machen. *ironie aus*

wenn ehrlich, dann habe ich da keine Einblicke

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5746
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 04.06.2008 11:03

maxb schreibt:
Hallo,
ich denke zur Zeit darüber nach welche Auswirkungen das amerikanische Christentum (ja, es gibt nur ein Christentum, aber ich meine damit die in aktuellen Entwicklungen der christlichen Gemeinden in Amerika) hier in Europa/Deutschland hat. Willowcreek und Saddleback haben ja durch entsprechende Bücher und Konferenzen bereits nicht wenig Einfluss in Deutschland. Ist da ein Trend abzusehen?
Wie sieht es mit Leuten wie John Piper und John MacArthur aus? Auch diese beiden haben Bücher geschrieben, die ins Deutsche übersetzt wurden...welchen Einfluss haben diese hier? Kann man das vergleichen
Max es gibt nicht das amerikanische Christentum, eben so wenig wie das deutsche Christentum. Ja es gibt immer wieder Richtungen die nach Deutschland ausstrahlen. Wie zur Zeit Emerging Church aber viele vergehen auch recht schnell wieder siehe Toronto Segen. Die Bücher von John Piper und John MacArthur vertreten die reformierte Richtung, ich lese sie mit Gewinn. Ich hoffe das der Trend, den diese Bücher auslösen, sich mehr und intensiv mit reformierte Theologie zu befassen.
Gruß und Segen von Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Robert
Beiträge: 336
Registriert: 11.08.2005 12:29
Wohnort: Norddeutschland

Beitragvon Robert » 06.06.2008 09:23

Aus USA kann wegen derer Sicht vieler Dinge nicht viel Gutes auf dem Glaubensgebiet kommen.
So kamen fast alle Sekten, Satanskirche usw. von drüben.
Auch die unselige Pfingstbewegung kam von dort.

Grund, ihre Sichtweise der Welt prägt ihr Verständnis der Glaubensfragen.
Die Bibel sollte aber Grund alles Verständnisses sein.
Umfragen unter evangelikalen Christen haben ergeben, daß 90 % der Befragten angaben, die Bibel wäre NICHT Leitgrundlage für ihr Leben.

Von Piper halte ich überhaupt nichts, McArthur mit Zurückhaltung.

Gast

Beitragvon Gast » 06.06.2008 10:01

Hallo
keine Ahnung, was "amerikanisches Christentum" sein soll? Das, was die Medien unter "Fundamentalisten" verstehen, der bible-belt? Willow?
gerade letztgenannte Bewegung stellt nur eine MINIMALE Gruppe unter Tausenden dar. Und in den USA gibt es genauso wie überall sonst Gutes und weniger Gutes. Mutmachend ist doch die Rückkehr der "Southern baptists" zur Autorität der hl. Schrift. Profitieren kann man von den Büchern, die William MacDonald geschrieben hat genauso, wie die, die von Grace-to-you herauskommen. Man muß ja nicht in allem übereinstimmen, aber das bemerkte ja schon Paulus so treffend: Prüft alles, behaltet das Gute.
Was fatale Kirchenentwicklungen angeht sollten wir lieber im eigenen Sandkasten schauen. Spaltungen von "bibeltreuen" Gemeinden gibts hier genug. Wir haben auch hier oft keine "Fremdlinge" sondern eher "Sonderlinge". Und was die anglo-amerik. Wellen angeht: es gibt welche, die sie auslösen und welche, deren Befestigungen am Ufer so weit runtergebröckelt sind, daß diese Wellen alles plattmachen können.
M.

Benutzeravatar
Georg
Beiträge: 155
Registriert: 06.06.2008 07:33
Wohnort: Bonn

Beitragvon Georg » 06.06.2008 15:53

Z.Z. kommt einfach das beste was wir an Lehre haben meist aus Amerika oder Südamerika.
John Piper oder Derek Prince sind sehr zu empfehlen. Auch aus den spanischsprechenden Ländern kommen immer mehr gute Bücher und gesunde Lehrer nach Deutschland.
Wir müssen mal aufhören über die Amis herzuziehen und beginnen einzugestehen, dass unser Land zu den gottlostesten überhaupt auf dieser Welt gehört. Damit müssten wir die Schuld bei uns suchen, nicht bei den Pfingstlern oder sonstwem.

Jedes Land ist nur insoweit gottesfürchtig, wie es seine Christen sind.
Philosophie ist hochkonzentrierte Verwirrung.

Benutzeravatar
Rudi
Beiträge: 82
Registriert: 25.04.2008 12:18

Beitragvon Rudi » 06.06.2008 15:57

Na ja, ich würde eher sagen das KEIN einziges Land auf der Welt gottesfürchtig ist.

Wer hat die Schuld den Pfingstlern gegeben? Sind nicht her die die ungläubigen schuld? Oder?
Friede sei über Jissrael! Ps. 125;5b

Ich werde wandeln angesichts JHWHs Ps.116;9a

Jörg
Moderator
Beiträge: 2472
Registriert: 04.04.2008 07:47
Wohnort: Essen im Ruhrpott

Beitragvon Jörg » 07.06.2008 09:32

Hallo Georg, zu Deinem Rat , Derek Prince sei zu empfehlen, möchte ich folgendes sagen. Auch ich war eine zeitlang von Derek Prince angetan, habe allerdings aus folgenden Gründen von ihm Abstand genommen: Derek Prince lehrt, dass jeder Christ, der die Geistestaufe empfangen hat, in "Zungen" redet. Die "Zungenrede" ist also für ihn der Beweis der Geistestaufe. Derek Prince lehrt, dass Gott nicht will, dass ein Christ krank wird und somit Heilung für unseren Körper Gottes Wille ist. Seltsamerweise ist er selber vor einigen Jahren an einer schweren Krankheit gestorben. Ich will damit nicht alles verwerfen, was er gelehrt hat; aber die soeben genannten Lehren, besser gesagt Häresien, kann ich unter keinen Umständen empfehlen, wie Du es getan hast. Vorsicht also mit Empfehlungen! Jörg
Wer sich nur nach dem, was er fühlt, richtet, der verliert Christus. (Martin Luther)

Gast

Beitragvon Gast » 07.06.2008 10:01

Derek Princes Lehren wie die Lehren der gesamten Word of Faith Bewegung sind nicht biblisch sondern gnostisch.

Gast

Beitragvon Gast » 07.06.2008 10:29

... Uff, na dann ab in Tonne mit dem Krempel ! Gnosis ist Ratten Gift !(Sie ist eine Erkenntnis die aus dem Schlund der Welt kommt und von Jesus Christus NICHTS weiß)

Benutzeravatar
Joschie
Moderator
Beiträge: 5746
Registriert: 28.02.2007 20:18
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Joschie » 07.06.2008 20:52

tschilli hat geschrieben:Derek Princes Lehren wie die Lehren der gesamten Word of Faith Bewegung sind nicht biblisch sondern gnostisch.
tschilli
Bitte für deine Darstellung Beweise
@Arne schreibt
Uff, na dann ab in Tonne mit dem Krempel ! Gnosis ist Ratten Gift !(Sie ist eine Erkenntnis die aus dem Schlund der Welt kommt und von Jesus Christus NICHTS weiß)
_________________
Johannes 14, 6f
Was ist der Schlund der Welt
Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jörg
Moderator
Beiträge: 2472
Registriert: 04.04.2008 07:47
Wohnort: Essen im Ruhrpott

Beitragvon Jörg » 08.06.2008 06:18

Hallo Tschilli, mir ist die Antwort zu Derek Prince zu undifferenziert und zu pauschal. Ich habe sehr viele Bücher von ihm gelesen und ihn als jemanden kennengelernt, der die Bibel sehr ernst nimmt; ja, ich möchte sogar sagen, sehr liebt. Er ist außerdem ein absoluter Logiker und viele seiner Gedanken treffen den Kern! Außerdem hat er in seinen Büchern besonders die Charismatiker vor Verführung gewarnt, weil gerade diese oftmals zu sehr auf äußere Manifestationen achten als auf das geschriebene Wort. Auch war er meines Erachtens sehr aufrichtig und auch selbstkritisch, was seine Buße wegen der Beteiligung an der "Hirten-Bewegung" beweist. Wir sollten aufhören, Personen in Schubladen zu stecken und lieber konkret die von der jeweiligen Person geäußerten Gedanken prüfen. Ich möchte auch nicht - nur weil ich die evangelische Landeskirche besuche - in eine Schublade gesteckt werden und als liberal beschimpft werden, nur weil es viele Leute in meiner Kirche gibt, die liberal gesinnt sind. Es sagt nämlich überhaupt nichts aus, wenn ich zum Beispiel sage, der oder der ist Pfingstler. Es gibt Pfingstler, wie zum Beispiel Wolfgang Wegert von der Arche-Gemeinde in Hamburg, der, obwohl er dem Bund Pfingstkirchlicher Gemeinden angehört, sehr offen Irrlehren wie zum Beispiel, dass jeder, der die Geistestaufe empfangen hat, in Zungen reden muss, ablehnt oder das körperliche Heilung auf jeden Fall Gottes Wille ist, als unbiblisch ablehnt. Was ich damit sagen will, ist, dass man immer differenzieren muss und das der Name einer Gemeinde nicht immer etwas über die einzelne Person aussagen muss. Natürlich ist das kein Plädoyer für die Pfingster oder Derek Prince. Ich habe ja in meinem gestrigen Beitrag offen aber auch konkret Häresien in Derek Prince Lehren genannt. Jörg
Wer sich nur nach dem, was er fühlt, richtet, der verliert Christus. (Martin Luther)

Gast

Beitragvon Gast » 08.06.2008 08:21

Joschie hat geschrieben:
tschilli hat geschrieben:Derek Princes Lehren wie die Lehren der gesamten Word of Faith Bewegung sind nicht biblisch sondern gnostisch.
tschilli
Bitte für deine Darstellung Beweise
Joschie, ich kann auf Deutsch nichts finden. Vielleicht war meine Eingliederung von Derek Prince unter Word of Faith auch zu pauschal. Danke fuer die Hinweise Joerg.

Fuer die die Englisch lesen, gibt es sowohl auf

www.modern-reformation.org wie auch auf den unter http://www.betanien.de/verlag/links/ genannten englisch-sprachigen Links viel zum Thema.

Oder auch ein google search fuer "gnosticism word of faith"

Benutzeravatar
Georg
Beiträge: 155
Registriert: 06.06.2008 07:33
Wohnort: Bonn

Beitragvon Georg » 08.06.2008 23:00

Etwas zu den erwähnten Lehren:

1) Jeder der die Taufe in den Hl. Geist empfängt spricht in Zungen.

Diese Aussage stützt sich auf die Apostelgeschichte. (dafür müsste man aber ein neues Thema aufmachen)

2) Gottes Wille zur Gesundheit

Grundlegend ist diese Lehre vollkommen richtig. Krankheit war nie Gottes Wille für seine Schöpfung. Das muss man offen sagen. Auch in den Verheißungen des AT ist oft die Rede von Gesundheit ("langes Leben") und Wohlstand. Aber ist auch ein eigenes Thema wert.
Philosophie ist hochkonzentrierte Verwirrung.

Robert
Beiträge: 336
Registriert: 11.08.2005 12:29
Wohnort: Norddeutschland

Beitragvon Robert » 09.06.2008 08:24

D.Prince gehörte früher zu meinen Lieblingsautoren, habe viel von ihm gelesen und gehört.
Seit ich von der Pfingstbewegung Abstand genommen habe, habe ich auch Prince hinterfragt. Viele seiner Lehren sind nicht biblisch.
So kann man die Ereignisse der Apostelgesch. nicht auf heute übertragen, wir leben in der Endzeit, gekennzeichnet gem . Matth. 24 durch Verführung und gem Paulus vom großen Abfall.

Prince lehrte, daß wir alle Dämonen in uns haben.
Auf einer Kassette eines Vortrages in Karlsruhe sprach er davon, daß jeder, der zuviel Kaffee trinkt einen Kaffee - Dämon hat, wer zuviel Zucker zu sich nimmt einen Zuckerdämon, wer viel Sex will einen Sexdämon hat usw.

Danach wurden Dämonen ausgetrieben, viele schrien und warfen sich zu Boden.

Ich will von solchem Kram nichts mehr wissen.


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste