Kopfbedeckung

Austausch für Frauen unter sich (nur für Mitglieder sichtbar)

Moderator: Shalom

Lydia
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Kopfbedeckung

Beitragvon Lydia » 23.06.2010 18:49

Hallo Ihr Frauen,
wie haltet Ihr es mit der Kopfbedeckung beim Gebet?
Ich fange jetzt erst an, mich damit auseinanderzusetzen und würde gern Eure Meinung lesen.

Gruß
Lydia

ewigesleben
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Beitragvon ewigesleben » 24.06.2010 08:16

Schwieriges Thema. Habe das noch nie praktiziert, weil mir das bisher aus der Schrift nicht ersichtlich war. Falls mich jemand mit schlüssiger Argumentation überzeugen kann, sieht es vielleicht anders aus. Habe mich schon vor einigen Jahren damit befasst und für mich vorerst einen Schlußstrich darunter gezogen, zumal das in meiner Kirche nicht praktiziert wird.

Viele Grüße
Maria
»Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?«
(1.Kor.15,54-55)

Manuela
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Beitragvon Manuela » 13.07.2010 21:46

Hallo Lydia,

Du sprichst ein Thema an, an das jede Frau kommt, die die Bibel durcharbeitet. Dann muss sie feststellen, dass sie auf unterschiedliche Meinungen stösst, wenn sie die Stelle wörtlich nehmen will.
Als ich vor Jahren an diese Stelle kam, ging es mir so. Ich wunderte mich plötzlich, warum das in meiner Gemeinde nicht praktiziert wird.
Dieses Thema bewegte ich eine lange Zeit...
Der Hauptpunkt ist der; will ich mich in die Ordnung Gottes einfügen und mich meinem Mann unterordnen?!
Interessanterweise fand ich bei meinen Recherchen folgende Auslegung:
1. Mose3,16Zu dem Weibe sprach er: Ich werde sehr mehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und nach deinem Manne wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen.
1.Mose4,7 Ist es nicht so, dass es sich erhebt, wenn du wohl tust? Und wenn du nicht wohl tust, so lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird sein Verlangen sein, du aber wirst über ihn herrschen.

Die beiden wesentlichen Wörter: Verlangen und herrschen sind auch im hebräischen in beiden Versen gleich.

Benedikt Peters geht in einer sprachwissenschaftlichen Untersuchung dem Wort Verlangen nach und kommt im Blick auf 1. Mose 3,16 zu dem Schluss:
„Wenn wir die … semantisch gerechtfertigte Bedeutung einsetzen, präsentiert sich der gleiche Vers folgendermaßen: >Dein Bemühen wird sein, den Mann zu beherrschen, er aber wird (oder soll) über dich herrschen.< So wird die im Hebräischen eindeutig empfundene Antithese gewahrt. Und passt das nicht in den Zusammenhang? Die Frau hatte beim Sündenfall die nicht zugedachte Rolle der Unabhängigkeit vom Mann eingenommen. Die sündige Haltung, den Mann gar dominieren zu wollen, würde fortan anhaften; darauf aber antwortete Gott: Der Mann soll über dich herrschen.“ (Semantik = Bedeutungslehre)
Gott züchtigte Eva auf zwei Arten:
Er gab ihr, was sie nicht wollte → Schmerzen bei der Geburt ihrer Kinder...
Er nahm ihr, was ihr wichtig war → Macht; denn sie glaubte wirklich, dass sie, wenn sie von der Frucht essen würde, so sein würde wie Gott
Mit wenigen Ausnahmen ist es tatsächlich so – wir Frauen wollen bestimmen und die Männer entspannen.
Es ist nicht unsere Schuld! Wir haben es geerbt. Es ist also nicht unsere Schuld, dass wir so geboren wurden, aber es ist unsere Schuld, wenn wir so bleiben.
Der Mann ist das Haupt der Schöpfung. Er muss über die Frau herrschen, die eigentlich gar nicht beherrscht werden möchte. Dem Mann fällt seine Rolle auch nicht leicht.
Die Dinge, die Gott in seinem Wort von uns Frauen oder von den Männern verlangt, sind meistens Dinge, die uns so sehr schwer fallen. Sie entsprechen eigentlich nicht unserem Wesen. Sie verlangen eine Entscheidung von uns.
Ich muss mich als Frau entscheiden "Ja, ich will mich meinem Mann unterordnen." Heisst noch lange nicht, dass ich das dann von heute auf morgen beherrsche, dass ist ein Wachstumsprozess.
Und für diese Entscheidung gibt Gott uns ein "Zeichen" - die Kopfbedeckung. Schau mal in 1. Kor. 11, 6 - Ist Dir da schon mal aufgefallen, dass da zweimal "soll" steht. Dieses Wörtchen findest Du in jeder Bibelübersetzung. Das war / ist für mich bindend und hat für mich etwas mit Gehorsam zu tun.
Sooo oft höre ich dann dieses "Kulturargument".
Die Bibel ist Zeitlos und Kulturlos. Es steht mir nicht zu, zu überlegen ob ich mich daran halte oder ob ich es nicht für mich anwende. Damit stelle ich mich über meinen Schöpfer. - Wenn ich meinen Kindern etwas anordne, was sie von ihrem Verstand gar nicht in der ganzen Fülle verstehen, dann erwarte ich trotzdem, dass sie danach handeln. Ansonsten empfinde ich es als Rebellion gegen mich. -
Dazu kommt, dass eine Kopfbedeckung damals aus einem Deckchen bestand. (Quelle: Strack und Billerbeck)
Dieses Deckchen wurde in die Frisur eingebunden. Je nach Kultur und Zeit wurden entsprechende Bänder und Tücher darüber gelegt oder Häubchen aufgesetzt.

Dieser Sachverhalt löste in mir eine neue Überlegung aus.
Auch ich bin eine Frau aus Fleisch und Blut - und wenn Du allein in der Gemeinde die Kopfbedeckung praktizierst, kostet das ganz schön Mut. Am Anfang nahm ich ein breites Haarband, strickte mir dann ein Dreieckstuch. Seit einem halben Jahr trage ich ein Haarnetz.
Ich frisiere mich in der Früh (tgl.) - stecke meine langen Haare hoch und lege das Haarnetz drüber. Das sieht total süß aus und ich fühle mich richtig wohl! www.haarnetz-snood.com dort kannst Du Dir Beispiele ansehen, hab es dort gekauft...
Bei allem muss ich aber sagen, ich konnte von Anfang an mit meinem Mann darüber reden und er steht voll und ganz dahinter.
Ich hoffe das war jetzt nicht zu viel auf einmal.
Bei Fragen einfach schreiben...
Außerdem hat sich Irmgard Linder getraut zu diesem Thema ein Buch zu schreiben "Ich will aber dass ihr wisst..."

Bis dahin
herzliche Grüße
Manuela

Lydia
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Beitragvon Lydia » 14.07.2010 06:32

Liebe Manuela,

vielen Dank für Deine ausführliche und ausgewogene Antwort. Ich habe mich sehr darüber gefreut!

Da mein Eingangspost schon eine Weile her ist, habe ich auch schon Entscheidungen getroffen und bin zu der gleichen Überzeugung wie Du gekommen.
Das Büchlein von Irmgard Lindner habe ich auch und das hat eigentlich alles gesagt, was ich wissen wollte.

Ich sehe ich auch nicht nur für verheiratete Frauen, sondern für jede, denn sie setzt damit ein Zeichen, dass sie die Schöpfungsordnung akzeptiert.

Das Haarnetz sieht wirklich nett aus.

Jedoch würde ich denken, dass die Bibel wirklich eine richtige Kopfbedeckung meint, dass die Haare zum größten Teil bedeckt sind.

Da mir das "Tücher schwenken", also beim Gebet auf, dann abnehmen, nicht gefällt, habe ich mir ein nicht zu burschikoses Käppi gekauft, setze es vor der Versammlung auf und erst danach wieder ab.

Die Haare habe ich kurz, lasse sie aber wachsen, denn die Sache mit der Ehre...
Bin zwar schon sehr lange gläubig, aber diese Stellen habe ich bewusst überlesen, eben mit dem Kulturargument.
Aber natürlich kann man das nicht rechtschaffen machen.

Wie siehst Du das mit dem Rock tragen?

Danke nochmal und liebe Grüße
Lydia

ewigesleben
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Beitragvon ewigesleben » 15.07.2010 04:47

Hallo,

interessant, was Ihr so schreibt - diese Meinung kann ich allerdings nicht teilen.

Was machen denn eigentlich Frauen mit kurzen Haaren? ;-) (Wobei ja "langes Haar" auch Definitionssache ist, und es nicht viel Sinn macht darüber zudebattieren, wieviele cm als lang oder kurz zu bezeichnen sind...)

Allerdings muss ich sagen, dass Kopfbedeckung/Schleier für mich immer etwas anderes war als ein Haarnetz. Das ist ja genauso, wie wenn ich die Haare hochstecke und man sieht die Haare ja trotzdem - eben nur mit "Schmuck" im Haar.

Soviel dazu von meiner Seite :-)
Aber es ist ja schön, dass Ihr für Euch dieses Thema geklärt habt!

Viele Grüße
Maria
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Manuela
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Beitragvon Manuela » 15.07.2010 11:58

Hallo, ich grüße euch,

schön, dass die Seiten wieder aufleben...
Wozu doch die Funkstille gut war, gell Lydia?! So verherrlicht sich der HERR, denn es ist ein lebendiges Wort, was uns der Heilige Geist aufschließt. Wer sucht wird finden, wenn ich mit ehrlichem / offenem Herzen an diese Bibelstelle gehe, dann wird das einiges auslösen.
Zuerst wird mir das Thema Unterordnung bewußt, denn das ist meiner Meinung nach die Überschrift über diesem Kapitel. Nur wird leider als Überschrift oft „Kopfbedeckung“ „geschrieben“.
Wenn ich mich als Frau auf das Thema Unterordnung einlasse, dann passiert etwas in meinem Herzen. Ich zerbreche und merke, dass mein ICH auf dem Thron sitzt und gar nicht Jesus Christus.
„Nicht mehr ICH lebe, sondern Christus in mir!“
Bis ich ans Thema Kopfbedeckung komme, brauchts einige Zeit. Wenn ich dann ein JA dazu gefunden habe, brauchts noch mal eine Zeit. Dieses JA bekomme ich, wenn Christus auf den Thron darf und ich mich mit ganzem Herzen in die Ordnung Gottes einfügen will.
Dann habe ich gar keine Lust das Wort zu beugen, dann will ich mich dem Wort beugen.

Die Liebe Gottes wird oft überbetont, aber an diesem Punkt habe ich sie gekoppelt mit Seiner Barmherzigkeit so sehr erfahren.
Leider ist es häufiger so, dass sich die Frau rechtfertigen muss, die ihr Haupt bedeckt.
Wie oft (besonders am Anfang) habe ich mir in meinem Geist gesagt: „Sei du nur stark und sehr mutig.“ Josua 1,7
Es ist das Eine, zu wissen dass es richtig ist und das Andere es in „der Öffentlichkeit“ zu praktizieren. Lange bevor ich es in der Gemeinde getragen habe, war es für mich „in meinem Kämmerlein“ normal.
Wie oben gesagt, ist das eigentliche Thema die Unterordnung. Wenn ich einen gläubigen Ehepartner habe, wäre es gut, mit ihm darüber zu reden. Schliesslich gehe ich an seiner Seite und er soll sich neben mir wohl fühlen.
Ich glaube, dass Gott mir so viel Freiheit lässt, meine Kopfbedeckung der Zeit gemäß anzupassen.
Ich nehme ja nicht einen Haargummi als Zeichen sondern ein Haarnetz (was so dicht ist, dass die Haare darunter kaum zu sehen sind). Dazu kommt, dass es ein Zeichen vor Gott und den Engeln ist... und Gott schaut in mein Herz. ER hat es die ganze Zeit mit angesehen und weiss wie ernst ich es meine und wie wichtig es mir ist zu Seiner Ehre zu leben.
In meinem Fall war mir die Meinung meines Mannes eine große Hilfe und er steht gern an meiner Seite.
Dass Du, liebe Lydia ein Käppi für Dich entdeckt hast finde ich total schön. Wie gesagt, da sehe ich die Freiheit...
Wenn ich als Frau allerdings einen ungläubigen Ehepartner habe, muss ich sensibler und feinfühlig mit diesem Thema umgehen. Ich kann abstossend auf ihn wirken, wenn ich mich verschleier. Oder er würde gar meinen, dass ich zum Islam übergetreten bin...
Vielleicht liest ja hier gerade ein Mann. Auch wenn es ein Forum von Frau zu Frau ist, würde es mich an dieser Stelle mal interessieren, wie DU MANN das siehst. Wie würdest Du Deine Frau sehen wollen oder wie nicht?!

Thema langes Haar: Frag mal ein Kind, was langes Haar ist oder wann es von einem Mann sagt, dass er langes Haar hat!

Wie ich das mit dem Rock sehe, Lydia?!
Seit das ich das Haarnetz trage, trage ich nur noch Röcke. Es ist einfach eine wohl fühl – Geschichte. Ich fühle mich dadurch richtig als Frau. Es ist meine Entscheidung und wie mit dem Thema Kopfbedeckung , eine Entscheidung, die jede für sich selbst treffen muss. Ich habe 5 Kinder und meine 14 jährige Tochter wäre ganz schön am Boden, wenn ich es von ihr verlangen würde... Es ist ihr tiefer Herzenswunsch und am liebsten wäre sie 1870 geboren und die Nachbarin von „Laura“ aus „Unsere kleine Farm“. So gern würde sie nur Kleider und Röcke tragen, aber ihre Nachbarn / ihr Umfeld ist ein anderes...

Für dieses Mal soll es genügen

Liebe Grüße verbunden mit Gottes Segen
Manuela

Lydia
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Beitragvon Lydia » 15.07.2010 19:40

Hallo liebe Manuela,

ja, Du schreibst mir eigentlich in allem aus dem Herzen.
Für mich ist es seit etwa einem Jahr Thema, mit zwischenzeitlicher Auszeit davon.
Dann schickte mir eine Freundin das besagte Buch von Frau Lindner und danach war eigentlich alles klar.

Dass ich zeitgleich quasi eine persönliche Erweckung erlebte, extrem viel in der Bibel las, wunderschöne Erfahrungen dabei mit dem Herrn machte, spielte sich fast im gleichen Zeitraum ab.

Nun bin ich alleinstehend, was die Sache wohl insofern vereinfachen würde, manche sagen, die Kopfbedeckung gilt der verheirateten Frau.
Das kann ich so nicht erkennen aus der Korintherstelle, sondern sehe es so, dass durch das Bedecken vor Gott die Schöpfungsordnung respektiert wird.
Ich denke manchmal daran, dass die Priester, wenn sie in die Stiftshütte gingen, nicht mal ihre Beine vor Gott zeigen durften und deswegen der Weg hoch zur Stiftshütte ohne Treppen war.

Natürlich ist jetzt ein anderes Heilszeitalter, aber es zeigt mir dennoch etwas von Gottes Wesen.
Auch heute ist äußerliches ja nichts unwichtiges.
Ich erlebe das Kopfbedecken als angemessen und gut.

Dann kam das mit den langen Haaren und Röcken.
Wie gesagt, ein Prozess. Ich befragte R. Ebersthäuser dazu, der hier an einer Missionskonferenz teilnahm.
Wie er das sieht, wußte ich wohl schon, aber ich verstehe langsam die Argumentation, wogegen ich mich lange Zeit gewehrt habe und die Meinung dieser Frauen als eng, gesetzlich abgetan habe.

Seit dem Tag an, wo ich mit RE. gesprochen habe, habe ich keinen Tag mehr Hosen angehabt. Und da ich vorher nur Hosen trug, ist dies ein mittelschweres Wunder.
Ein guter Hinweis - ich fühle mich sehr wohl damit.
Wie Du sagst, weitaus weiblicher und ich finde es auch praktischer.
Mit den Haaren wird es nicht so einfach, sie wollen nicht so, wie ich will.

Aber wie sagte der Bruder so schön... das ist dann eben das fleischliche...

Es ist ja wirklich ein Geringes, sich so zu kleiden, dass die Schöpfungsordnung betont wird, der Bibel gehorsam zu sein, was tut mir das schon? Und ich merke ja, dass es seinen Sinn hat.

Vorher, als ich noch gegen diese Sicht, auch Kopfbedeckung innerlich gekämpft habe, war jede Frau mit Kopftuch und Rock in der Versammlung für mich quasi ein Angriff und sagte auch manchmal zu der Betreffenden... du hälst dich mit dem Tragen für gerechter, als mich, bezichtigst mich vielleicht innerlich der Sünde?
Das hat uns getrennt, ich mit kurzen Haaren, ohne Bedeckung, immer mit Hosen war vielleicht auch ein Angriff für sie.
Obwohl - ich würde aus dem, was ich erkannt habe, anderen Frauen keine Vorschriften machen wollen, sie auch innerlich nicht verurteilen wollen.
Jedoch, es gilt ja für alle.

Ich bin froh, wie es gekommen ist.

Schalom,
Lydia

Manuela
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Beitragvon Manuela » 17.07.2010 19:29

Liebe Lydia,

danke für Deine offene Antwort. Du gesegnete, schön, dass Du dieses Wunder erleben durftest...
Du sprichst genau das aus, was ich z.t. auch erlebe.
Es sagt dir niemand ins Gesicht, aber du fühlst den Vorwurf "sich gerechter zu fühlen; gesetzlich zu sein;..." Und es ist überhaupt nicht so.
Ich liebe meine Schwestern um mich herum; ich bin dankbar für die verschiedenen Gaben, durch die wir uns ergänzen. Und ich habe überhaupt kein Problem damit, mit ihnen zu beten (wenn sie ihren Kopf nicht bedecken).

Danke für den Gedanken mit der Stiftshütte.

Dass ich nur Röcke tragen möchte ist meins und kein "Angriff" auf andere.
Du sagst, dass sie praktischer sind; Du hast sooo recht!
Hast Du auch so Schwierigkeiten, einen schönen Rock zu bekommen? Ich finde kaum welche und nähe mir deshalb viele selbst.

Wie lang sind denn Deine Haare schon?! Ich wünsche Dir, dass Du geduldig durch diese Übergangszeit kommst...

Der HERR segne Dich und lasse Dich zum Segen sein!

Liebe Grüße
Manuela

ewigesleben
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Beitragvon ewigesleben » 17.07.2010 20:02

Hallo Manuela,

also Probleme beim Finden schöner Röcke habe ich überhaupt nicht, im Gegenteil! Diese Saison habe ich schon einige gekauft, schöne bunte und kurze (knielang) und nicht so langweilige ;-) Allerdings finde ich Röcke nicht sonderlich praktisch, schon gar nicht im Winter (da friere ich zu sehr). Auf der Arbeit behindern sie mitunter, bei dieser Hitze sind sie auch nicht unbedingt angenehm (da taugen Jack-Wolfskin-Shorts wesentlich mehr...) und für das Orgelspielen sind nur ganz wenige zu gebrauchen... Von daher: ich trage gerne Röcke, aber nur bei gemäßigten Temperaturen und nicht gerade zu alltäglichen Arbeiten, da behindern sie nur.

Ich muss jetzt doch noch mal nachfragen: Warum ist ein Haarnetz eine Kopfbedeckung? Ich verstehe das nicht. Für mich ist das lediglich ein Schmuck-Accesoire.

Viele Grüße
Maria
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Manuela
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Beitragvon Manuela » 17.07.2010 22:04

Hallo Maria,

du fragst warum ich das Haarnetz als Kopfbedeckung sehe...

Weisst Du, ich kann Dir diese Frage nicht mit einem Satz beantworten. Es steckt so viel mehr dahinter.
Ausschlaggebend war für mich glaub ich wirklich die Auslegung von Billerbeck und Strack (Kommentar zum NT Dritter Band S. 427)
ich zitiere:
"... Bei dieser stark betonten Verpflichtung der Frau zur Bedeckung ihres Kopfes u. zur Verhüllung ihres Angesichts muss auffallen, dass uns unsere Quellen nichts darüber ausdrücklich mitteilen, auf welche Weise u. durch welche Mittel denn eigentlich das Bedecken des Hauptes und des Angesichts erfolgte. An einen Schleier dabei zu denken, wie ihn jetzt die orientalischen Frauen zu tragen pflegen, ist ausgeschlossen. Denn die Mischna kennt als verschleierte Jüdinnen nur die in Arabien lebenden; daraus folgt, dass in Palästina der Schleier der Frauen nicht in Gebrauch gewesen ist. Ganz nebenbei wird (K th 72a) auch einmal darüber verhandelt, ob das Spinnkörbchen, wenn es die Frau auf ihren Kopf setzte, als eine dem Gesetz entsprechende Bedeckung des Kopfes anzuerkennen sei.....
...unter den Haarflechten wurde dann ein Deckchen gebreitet... dann folgte ein Netz, dass die Flechten in sich schloss und der ganzen Frisur den eigentlichen Halt gab; Bänder an den Seiten dienten zu seiner Befestigung...
... Die Entblößung des Kopfes wird dadurch herbeigeführt, dass der Priester die Haartracht der Frau einreißt oder zerstört, indem er das Deckchen unter der Haartracht erfasst und unter seine Füsse tritt... die Frau steht jetzt öffentlich da als eine,deren Kopf entblösst ist... ..."

Wenn du in den Bibeltext schaust, steht dort "bedecken" und nicht Verschleierung oder Kopftuch oder eine andere konkrete Bezeichnung. Wenn Gott uns eine konkrete Vorschrift geben wollte, hätte Er das getan - so wie Er es immer bei wesentlichen Dingen gemacht hat (Opfer;Arche; Stiftshütte...)

Das Andere ist, dass Kopftücher; breite Haarbänder; Haarnetze - nicht nur von Gläubigen als Kopfbedeckung getragen werden, sondern von Ungläubigen als Schmuck - Accesoire...

Wir leben heute im Bund der Gnade und haben die Freiheit eine Form zu wählen die zeitgemäß ist und trotzdem als Kopfbedeckung erkannt wird. In der Versammlung erkennt jeder, dass ich eine "Kopfbedeckung" trage...

Dass Wichtigste ist, dass jede Frau ihre Form findet und nicht auf der Praxis der Anderen herumreitet oder kritisiert.
Bei diesem Thema finde ich es ganz wichtig, dass 1. Korinther 13 praktiziert wird - die LIEBE - weil es eine Sache ist, die im Herzen beginnt und vor Gott entschieden werden soll und nicht vor Menschen gerechtfertigt werden muss.

In diesem Sinn liebe Grüße von
Manuela
Zuletzt geändert von Manuela am 18.07.2010 21:21, insgesamt 1-mal geändert.

ewigesleben
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Beitragvon ewigesleben » 18.07.2010 05:01

Hallo Manuela,

vielen Dank für Deine Antwort.
Aber um das Erkennen als Kopfbedeckung geht es ja gerade, und für mein Empfinden stellt ein Haarnetz eben keine Bedeckung da - ich meine auch keine Verschleierung oder sonstiges, sondern ist lediglich ein Schmuckstück. Ein Kopftuch, das über das Haupt gelegt wird, erkennt man zumindest als Bedeckung. So sehe ich das :-)
Mir geht es nicht ums Kritisieren, sondern um das Verstehen und Nachvollziehen.

Viele Grüße
Maria
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Lydia
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Beitragvon Lydia » 18.07.2010 11:06

Hallo liebe Manuela,

Danke für Deine Antwort.

Mein gesamtes Leben trug ich nur Jeans und es war eine Umstellung, aber eine schöne.
Denn ich bin mit Rock und T-Shirt immer ordentlich angezogen, keine Konturen des Po´s mehr, was mich gestört hat bei Hosen.

Ich habe jetzt etwa 3-4 hübsche, tragbare Röcke gekauft, alle knitterfrei, brauche ich nicht bügeln. Gerne mag ich, wenn sie schmal geschnitten sind oben und unten weiter werden.

Habe mir natürlich darüber Gedanken gemacht, wenn es kalt wird, aber es gibt schöne warme Strumpfhosen und dazu werde ich Stiefel tragen. Sieht wiederum sehr gut aus.

Eigentlich überlegte ich, ob es bei der Arbeit auch geht mit Rock, ich arbeite in der ambulanten Pflege.
Aber da mein Geschmack in der Länge sowieso eine Hand unter dem Knie ist, ist es anständig genug auch für die Pflege.
Irgendwann wird mich sicher eine Kollegin ansprechen, aber jetzt im Sommer ist das ja normal.

Ich finde es übrigens auch ein Signal gegen die Gender Gehirnwäsche.

Die Haare sind ganz kurz. Ich komme von superkurz, hatte auch schon mal schulterlang, jetzt sind die kürzesten Stufen ca 4 cm lang.

Das ist schon ein Thema, ich hätte nie gedacht, dass es einmal so kommt. Und auch wie ein Vortasten im Tun und Handeln des Gehorsams, so dass man eine Frau nach Gottes Herzen wird, innen wie außen.

Liebe Grüße,
Lydia

Tinschen
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Beitragvon Tinschen » 18.07.2010 20:31

Hallo Ihr Lieben,

bin ziemlich neu hier.

Ich habe dieses Thema der Kopfbedeckung immer damit abgetan, dass es heißt, "das lange Haar ist ihr als Schleier gegeben". Aber dann habe ich von R. Eberthäuser "Als Frau zur Ehre Gottes leben" gelesen und für mich war vor ca. einem halben Jahr alles klar. - Ich konnte nicht mehr ohne Kopfbedeckung in den Gottesdienst gehen. Ich habe mich für Hüte entschieden. Auch versuche ich, sooft es geht, einen Rock zu tragen. Und die Haare wachsen auch schon.

In unserer Gemeinde gibt es nur noch eine weitere Schwester, die ein Tuch aufsetzt. Aber angesprochen darauf hin hat mich noch keiner. Einigen Personen konnte ich aber schon im persönlichen Gespräch Zeugnis geben.

Ich will mich hier sichtbar dem Manne (auch meinem eigenen) unterordnen. Und wir haben in unserer Familie dadurch schon großen Segen erfahren.

Ich kann jede gläubige Schwester nur ermutigen zu diesem Schritt. Die Bibel ist zeitlos und nicht kulturabhängig. Manche Ordnungen Gottes können auch nicht so einfach "abgeschafft" werden.

Herzliche Segenswünsche

Tina
...denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! AMEN

Lydia
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Beitragvon Lydia » 18.07.2010 20:35

Liebe Tina,

genau wie ich alles.
Das Buch von Ebertshäuser habe ich auch gelesen, online.

Schön von Dir zu lesen.

Ich hatte das früher auch alles abgetan und meinte das gelte heute nicht.
Aber warum nur?

Ja, ich erlebe es auch als segensreiche Zeit.

Herzliche Grüße
Lydia

Tinschen
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Beitragvon Tinschen » 19.07.2010 09:21

Hallo Lydia,

Du fragst warum?! Ich schiebe es auf die Emanzipation. Die Frau muss Karriere machen und nicht mehr nur zuhause sein, den Haushalt führen und die Kinder erziehen. Und diese Emanzipation hat auch in die Gemeinden Einzug gehalten.

In wievielen Gemeindestunden beten oder lesen Schwestern. Die Steigerung davon ist dann noch die Predigt. Aber so ist es nicht mach Gottes Willen.

Mein Mann predigt in der Gemeinde und ich weiss, was das für eine große Verantwortung dem Herrn gegenüber und den Gläubigen ist. Eine Verantwortung, die ich mittrage aber nicht alleine tragen möchte. Deshalb bin ich froh, als Frau "nur" Kinderstunden zu halten. Und deshalb hat es Gott in seinem wunderbaren Schöpfungsplan so festgelegt, dass Christus das Haupt der Gemeinde, der Mann aber das Haupt der Frau sei.

Liebe Grüße

Tina
...denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! AMEN


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