Betet und denkt an die verfolgten Geschwister

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Joschie
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MASSIVE AUSSCHREITUNGEN GEGEN CHRISTEN

Beitragvon Joschie » 09.04.2019 09:08

ÄTHIOPIEN: MASSIVE AUSSCHREITUNGEN GEGEN CHRISTEN

:arrow: Aufruf zu Gewalt stößt auf offene Ohren / Örtliche Polizisten lassen Angreifer gewähre
In Alaba, circa 220 Kilometer südlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, ist es am 9. und 10. Februar zu massiven Ausschreitungen gegen Christen gekommen. Ein Mob von Muslimen beschädigte dabei 13 Kirchengebäude schwer, 26 Christen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Auslöser der Übergriffe war nach Angaben lokaler Quellen der Aufruf eines Imams zur Gewalt gegen Christen. Wenige Tage nach dem Vorfall besuchten Mitarbeiter von Open Doors die Christen und machten sich ein Bild von der Situation.


:arrow: „Alaba gehört dem Islam“
Der Angriff begann am Samstag, den 9. Februar, gegen 10 Uhr, als sich eine große Gruppe von Muslimen in Alaba versammelte. Als Waffen trugen sie Stöcke, Steine und Brandbeschleuniger bei sich. Zeugen gaben an, die Menge habe „Allahu Akubar“ (Allah ist größer) und „Alaba gehört dem Islam“ gerufen. Der Mob zog von Kirche zu Kirche und zerstörte Gebäude und Einrichtungsgegenstände. 26 Christen, darunter vier Gemeindearbeiter, wurden bei dem Versuch verletzt, ihre Kirchengebäude zu schützen. Sie mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Angreifer beschädigten oder zerstörten 13 Gebäude, 14 Motorräder und eine unbekannte Anzahl von Fahrrädern verschiedener Gemeinden sowie Bibeln und Möbel.

:arrow: „Fake News“ als Auslöser, Polizisten in der Beobachterrolle
Quellen erklärten gegenüber Open Doors, der Angriff sei durch den Aufruf eines islamischen Predigers ausgelöst worden. Er habe am vorausgegangenen Freitag (8. Februar) die Muslime dazu angestachelt, örtliche Christen anzugreifen. Dabei habe er auf kursierende Berichte verwiesen, denen zufolge Christen in einer nahegelegenen Stadt eine Moschee niedergebrannt und einen Imam ermordet hätten. Die Berichte erwiesen sich später als gegenstandslos. Nach Einschätzung der Christen in Alaba dienten diese Gerüchte jedoch nur als Vorwand für den Angriff. Der eigentliche Grund sei die wachsende Wut über ihr Engagement bei der Verbreitung des Evangeliums in Alaba. Die Einwohner der Stadt sind zum größten Teil Muslime.

Besonders schockiert äußerten sich die Christen aus Alaba über die Untätigkeit der örtlichen Polizei. Zeugenaussagen zufolge hätten Polizeibeamte „einfach herumgestanden“ und das Chaos drei Stunden lang beobachtet. Erst als Beamte der Bundespolizei aus Awasa und Wolayita Sodo eintrafen, stellten diese die Ordnung wieder her. Nach dem Vorfall verhaftete die Bundespolizei über 100 Verdächtige. Unter ihnen waren auch die Polizeikommandanten der Stadt und des Distrikts, möglicherweise weil sie die Angriffe nicht unterbunden hatten. Alle sind inzwischen wieder auf freiem Fuß.



:arrow: Besuch vor Ort: Tränen und eine lebendige Hoffnung
Wenige Tage nach dem Vorfall trafen Mitarbeiter von Open Doors in Alaba ein und riefen alle örtlichen Kirchenleiter zusammen, um ihre Berichte zu hören und sie zu ermutigen. Ein Mitarbeiter berichtet: „Nach dem Treffen besuchten wir alle von den Angriffen betroffenen Kirchen und einige der verwundeten Christen. Wir sahen mit eigenen Augen die Schäden an den Kirchen und die Überreste der zerstörten Motorräder und Fahrräder. Viele Gläubige und Leiter standen da und weinten.“

Doch der Mitarbeiter traf auch Christen voller Glauben und Hoffnung: „Ein Kirchenführer sagte uns: ‚Vor dem Angriff hatten wir keine starke Einheit, aber dieser Vorfall hat uns zusammengeführt.‘ Ein anderer verletzter Evangelist sagte: ‚Ich danke Gott für diesen Vorfall. Wir haben das wahre Leben Jesu und der Apostel geteilt.‘ Die Kirchenführer dankten uns für unsere Anwesenheit und sagten: ‚Wir alle haben Angst und Entmutigung erlebt. Eure Anwesenheit hilft uns mehr als jede andere Unterstützung, die Angst zu überwinden.“

:arrow: Bitte beten Sie für die Christen in Äthiopien:
:arrow: Danken Sie für den Eifer und den Mut der Christen, das Evangelium in ihrem Umfeld bekannt zu machen.
:arrow: Beten Sie aber auch um Weisheit, dass sie dabei keinen unnötigen Anstoß erregen.
:arrow: Beten Sie für die Verletzten und von den Angriffen unmittelbar betroffenen Christen um Heilung und Wiederehrstellung an Körper und Seele.
:arrow: Beten Sie, dass zwischen den Muslimen und Christen Versöhnung stattfindet und beide Gruppen friedlich zusammenleben.
:arrow: Beten Sie für die Angreifer, dass Jesus sie von ihrem Hass befreit und sie ihm begegnen.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Syrien: Beten für die Not nach dem Krieg

Beitragvon Joschie » 08.10.2019 08:59

Syrien: Beten für die Not nach dem Krieg

:arrow: Helfen Sie mit und beten Sie für diese aktuellen Anliegen direkt aus Syrien
Teilnehmer des Seminars „Mein Leben hat einen Sinn“
Obwohl der Krieg in Syrien an den meisten Orten beendet ist, lasten die Folgen der letzten Jahre
schwer auf der Bevölkerung. Das Land braucht dringend Menschen und Gemeinden, die ihnen die
Hoffnung des Evangeliums vermitteln. Doch auch viele Christen stecken mitten im Überlebenskampf.
:arrow: Diese Gebetsanliegen haben uns kürzlich aus Syrien erreicht:

:arrow: • Beten Sie für die seelische Heilung von Menschen, die Terroranschläge überlebt haben. „Die
Angst wird nie verschwinden; das Gefühl der Unsicherheit ist am schwersten zu überwinden“,
sagt Sarah, Studentin der Medizin mit Schwerpunkt Psychologie.

:arrow: • Beten Sie für den Dienst des Hoffnungszentrums in Al Bassah, wo ein geistliches Programm für
Jugendliche mit dem Namen „Mein Leben hat einen Sinn“ begonnen hat. Zwanzig muslimische
Teenager nehmen teil und sprechen immer offener über ihre Gefühle und Gedanken. Beten Sie
um Weisheit für die Lehrer und Offenheit bei den Teilnehmern.

:arrow: • Beten Sie, dass die Kirchen es schaffen, die Jugendlichen anzuziehen. Viele junge Menschen
haben das Land wegen des Krieges verlassen. Andere haben sich Drogen oder einem
ausschweifenden Lebensstil zugewendet, was inzwischen immer häufiger geschieht.

:arrow: • Gott sei Dank für das Team, das an den Aktivitäten der Sonntagsschule in Latakia beteiligt ist.
Sie planen, ein muslimisches Dorf zu besuchen. Beten Sie für eine gesegnete Zeit und dafür,
dass sich das Wort Gottes in diesem Dorf verbreitet.

:arrow: • Beten Sie für Frieden und Ruhe in den Herzen der syrischen Kinder – einer Generation, die in
einer Kriegsumgebung geboren und aufgewachsen ist und die mit körperlicher und verbaler
Gewalt aufgewachsen ist. Leider führte das dazu, dass viele immer wieder auf der Straße
kämpfen und sich gegenseitig verletzen.

:arrow: • Beten Sie um Kraft und Segen für die Lehrer der Hoffnungszentren, die neben den Angeboten
zur Allgemeinbildung auch geistliche Inhalte vermitteln.

:arrow: • „Wir danken Gott, dass er in Mashta al Helou Wunder gewirkt hat! Er heilt, befreit und spricht
zu Menschen in Träumen und Visionen. Viele kommen zu Jesus“, sagt Pastor Rami, der Leiter
einer Hausgemeinde an diesem Ort.

:arrow: • Beten Sie für die Sicherheit aller Syrer, aber vor allem für diejenigen, die mit unseren lokalen
Partnern zusammenarbeiten, wenn sie durch Syrien reisen. Die meisten Straßen sind
passierbar, aber es kommt immer wieder zu willkürlichen Angriffen auf Reisende.

:arrow: • Beten Sie, dass die syrische Jugend gerne lebt und an ihre Zukunft glaubt. Leider steigt die
Selbstmordrate unter jungen Menschen an. Vor zwei Monaten beispielsweise sprang ein Christ
in seinen 20ern wegen Depressionen aus dem siebten Stock eines Gebäudes. Beten Sie, dass
die Jugendlichen Jesus auf eine Weise kennenlernen, dass sie in ihrem Leben einen Sinn und
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Kasachstan: Gericht bestätigt Haftstrafe für Pastoren Angeklagten drohen mehrjährige Gefängnisaufenthalte

Beitragvon Joschie » 01.12.2019 17:06

Kasachstan: Gericht bestätigt Haftstrafe für Pastoren
Angeklagten drohen mehrjährige Gefängnisaufenthalte


:arrow: Ein kasachisches Gericht hat die Berufung von drei kasachischen Pastoren abgelehnt, die wegen einer Reihe von Anklagen im Juli zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren. Die drei hatten die „New Life Church“ in Almaty 1991 gegründet und seitdem geleitet, bevor sie 2016 in die USA ausreisten. Während das Gericht betonte, der Fall habe nichts mit Religion zu tun, kritisierte ein einheimischer Menschenrechtsaktivist die Urteilsbegründung als völlig haltlos. Pastor Maxim Maximov und seine Frau Larisa Maximova Gottesdienstbesucher durch Gebet „psychisch geschädigt“ Im Juli verurteilte ein Untergericht Pastor Maxim Maximov in Abwesenheit zu fünf Jahren sowie seine Frau Larisa Maximova und Pastor Sergej Zaikin zu vier Jahren Gefängnis. In der Begründung hieß es unter anderem, sie hätten die Kirche in „krimineller Absicht“ gegründet und durch das Gebet für Menschen „psychischen Schaden“ angerichtet. Durch den Dienst der Pastoren hätten „die Opfer schwere Schäden an ihrer Gesundheit erlitten, die sich später zu einer psychischen Erkrankung entwickelten“.

:arrow: Staatliche Medien griffen den Fall auf und machten die Anschuldigungen öffentlich.
Gegenüber Journalisten erklärte das Gericht von Almaty: „Der Grund für die Einleitung eines Verfahrens waren die Erklärungen von Gemeindemitgliedern, gegen die die Gemeindeleiter während der Predigten verbotene psychotherapeutische Methoden anwandten, woraufhin sie ihr Eigentum der Kirche übertrugen.“ Darüber hinaus ordnete das Gericht an, Maximov solle ein Jahr keine religiöse Organisation leiten und an acht Personen Schadenersatz zahlen, die sich als Opfer seines Dienstes bezeichneten. Außerdem wurden ein Bankkonto und ein Teil des Kirchenbesitzes beschlagnahmt.

Damals gaben Pastor Maximov und seine Frau gegenüber Open Doors an, sie seien von dem Urteil schockiert, mehr noch aber vielleicht von den Anschuldigungen. Menschen, mit denen sie zusammengearbeitet und gelebt hätten, die sie in ihr Haus aufgenommen hätten, sagten nun gegen sie aus.

Mehrfach Zusammenarbeit mit Geheimdienst abgelehnt
:arrow: Jewgeni Zhovtis vom Internationalen Büro für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in Kasachstan sagte dem kasachischen Dienst von Radio Free Europe: „Ich habe das Urteil gelesen. Es ist Unsinn.“ Ein Gemeindemitglied sagte gegenüber Forum 18, die Verurteilung der drei Pastoren habe „großen Einfluss“ auf die Kirche in Almaty und ihre Schwesterkirchen anderswo im Land.
:arrow: Die New Life Church und ihre drei Pastoren sind seit vielen Jahren mit Anklagen konfrontiert, die zu einer Reihe von Gerichtsverfahren geführt haben. Die Behörden haben der Kirche wiederholt ein Ende der Verfahren für gewisse Gegenleistungen angeboten, sagte ihr derzeitiger Pastor Ivan Kryukov gegenüber Forum 18. So sei man unter anderem zu dem Versprechen aufgefordert worden, sich ruhig zu verhalten und nicht mehr zu evangelisieren. Für eine Zusammenarbeit mit der Geheimpolizei sei sogar Geld angeboten worden. In allen Fällen lehnte die Kirchenleitung ab, sagte Pastor Kryukov.
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SUBSAHARA-AFRIKA: VERFOLGTE CHRISTEN VON PANDEMIE BESONDERS BETROFFEN

Beitragvon Joschie » 25.04.2020 10:21

SUBSAHARA-AFRIKA: VERFOLGTE CHRISTEN VON PANDEMIE BESONDERS BETROFFEN

Ausgrenzung, gezielte Benachteiligung und verstärkte Übergriffe
:arrow: (Open Doors, Kelkheim) – Während die Corona-Pandemie Asien, Europa und Nordamerika mit voller Wucht getroffen hat, steht Subsahara-Afrika (die Länder südlich der Sahara) mit seinen 1,1 Milliarden Einwohnern erst am Anfang der Krise. In Teilen der Region herrscht ein hohes Maß an Christenverfolgung. Die dort lebenden Christen bekommen die Wucht der Pandemie schon jetzt mehr als andere zu spüren. Lokale Mitarbeiter von Open Doors schildern Beispiele und sind alarmiert.


Verfolgung und Gefährdung durch das Virus wirken zusammen
Das Africa Centre, eine für Sicherheitsanalysen zuständige Abteilung des US-Verteidigungsministeriums, hat die möglichen Auswirkungen des Coronavirus auf afrikanische Länder untersucht. Zu den am stärksten gefährdeten Ländern zählen u.a. der Sudan, Nigeria, Äthiopien und Somalia. Hier werden Christen teilweise intensiv verfolgt. Während das Virus alle Menschen gleichermaßen bedroht, wird bei genauerem Hinsehen deutlich: Christen leiden oftmals doppelt unter der Pandemie und ihren Folgen. Hier sind einige Beispiele.

:arrow: Christen von Hilfe ausgeschlossen: In Äthiopien hat die Regierung die Bevölkerung zu gegenseitiger Hilfe aufgerufen. Open Doors liegen jedoch Berichte von christlichen Konvertiten vor, denen selbst enge Angehörige die Unterstützung verweigern; einige Familien sind deshalb vom Hunger bedroht. Auch in anderen Ländern werden ehemalige Muslime aufgrund ihrer Entscheidung für den christlichen Glauben von ihrer Familie und der traditionellen Gemeinschaft ausgeschlossen.
:arrow: Einsamkeit und Isolation: Neben der prekären Versorgungslage fehlt Christen islamischer Herkunft aufgrund der Ausgangsbeschränkungen auch die seelische und geistliche Unterstützung anderer Christen, mit denen sie derzeit keine Gemeinschaft haben können. Ihr oft noch junger Glaube wird so auf eine harte Probe gestellt.
Christen als Verursacher der Pandemie diffamiert: Aus Somalia, Uganda und Burkina Faso gibt es Berichte, dass Christen die Schuld an der Corona-Krise zugeschoben wird. So rief die islamistische Miliz Al Shabaab (Somalia) dazu auf, sich vor Infektionskrankheiten wie dem Coronavirus zu hüten, die „durch die Armeen der Kreuzritter [gemeint sind Christen], die in das Land eingedrungen sind“, verbreitet würden.
:arrow: Diskriminierung bei der Verteilung staatlicher Hilfen: In dem Bundesstaat Kaduna im Norden Nigerias haben Christen laut eigenen Angaben sechsmal kleinere Nahrungsrationen von der Landesregierung erhalten als muslimische Familien. Mehrere Familien aus unterschiedlichen Ortschaften bestätigten diesen Bericht.
verstärkt tödliche Übergriffe gegen Christen: In einigen Ländern nutzen Verfolger die derzeitige Situation, um Christen gezielt anzugreifen – teilweise unter dem Vorwand, man müsse die Christen als Verursacher der Pandemie bekämpfen. In den nigerianischen Bundesstaaten Kaduna und Plateau wurden zwischen Ende März und Ostern 31 Menschen getötet und viele Häuser zerstört.
Gebet als „wirksamstes Mittel“

Suleiman M*, Westafrika-Direktor von Open Doors: „Wir haben Anrufe von einigen Pastoren erhalten, die um Hilfe mit Nahrungsmitteln baten. Aber auch die Christen in den Flüchtlingslagern leiden unter der schwierigen Versorgungslage. Witwen und Waisen, die aufgrund der Einschränkungen nur ein geringes Einkommen haben, sind nicht in der Lage, weiter Handel zu treiben, und wir erhalten ständig Bitten um Nahrungsmittel und andere Unterstützung.“

Yasin A*, Ostafrika-Direktor von Open Doors, erklärte: „Diese Zeit der Coronavirus-Pandemie ist in vielerlei Hinsicht eine sehr unsichere und schwierige Zeit für die verfolgte Kirche in unserer Region. Ihr Gebet ist das wirksamste Mittel, um das Herz der verfolgten Gläubigen zu erreichen, wo immer sie sich befinden und in welchem Zustand sie auch sind.“

:arrow: Auf dem Weltverfolgungsindex 2020 sind die genannten Länder in der Region wie folgt platziert: Somalia: 3, Sudan: 7, Nigeria: 12, Burkina Faso: 28 und Äthiopien: 39.
Quellen: BBC, Africa Centre, Open Doors
*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen in den Ländern südlich der Sahara:
:arrow: Beten Sie für die betroffenen Christen um Gottes Schutz und Versorgung in allen Bereichen.
:arrow: Beten Sie für die Pastoren und Gemeindeleiter um Weisheit, wie sie den Christen in dieser schwierigen Zeit am besten dienen und sie ermutigen können.
:arrow: „Betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ (Jakobus 5,16)
:arrow: Beten Sie, dass alle Versuche, die Situation auszunutzen, um den Christen Leid zuzufügen, vereitelt werden.
:arrow: Beten Sie für die Mitarbeiter von Open Doors in der Region, dass Jesus sie mit Weisheit, Kraft und kreativen Ideen beschenkt, um den Christen weiterhin dienen zu können.
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SUDAN: EIN WEITERER SCHRITT IN RICHTUNG GLAUBENSFREIHEIT

Beitragvon Joschie » 23.06.2020 14:09

SUDAN: EIN WEITERER SCHRITT IN RICHTUNG GLAUBENSFREIHEIT

Regierungsankündigung lässt Christen hoffen / drohende Hungersnot betrifft ehemalige Muslime doppelt
:arrow: Die sudanesische Übergangsregierung hat zugestimmt, eine Nationale Kommission für Religionsfreiheit einzurichten. Sie soll gegen Verletzungen der Religionsfreiheit im Land vorgehen. Unterdessen haben die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt, worunter besonders Christen muslimischer Herkunft leiden.


Schutz für Christen dringend benötigt
:arrow: Der Beschluss ist Teil eines Friedensabkommens zwischen der Übergangsregierung und der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung SPLM-A, die ihren Sitz in den überwiegend christlichen Bundesstaaten Südkordofan und Blauer Nil hat. In einem Bericht aus dem Jahr 2016 hatte Open Doors davor gewarnt, dass Christen in den beiden Staaten von ethnischen Säuberungen bedroht sind. „Wir begrüßen dieses Ergebnis. Es ist ein guter Anfang“, kommentierte Jo Newhouse, Sprecherin der Abteilung für Subsahara-Afrika von Open Doors. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass Christen in anderen Landesteilen, wie zum Beispiel Darfur, ebenfalls Schutz benötigen. Dies betreffe besonders solche, die vom Islam konvertiert sind. „In der Geschichte des Sudan wurde das Recht auf freie Wahl der Religion stark eingeschränkt; Konvertiten wurden verfolgt und oft lange Zeit inhaftiert. Das Land muss dringend Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass sich solche Menschenrechtsverletzungen nicht wiederholen – weder vonseiten des Staates noch der Gesellschaft.“

Drohende Hungersnot: Hilfe nur für Muslime
:arrow: Die positive Entwicklung im Bereich der Glaubensfreiheit wird jedoch überschattet von der dramatischen Versorgungslage inmitten der Corona-Pandemie. Nach Einschätzung von Michelle Bachelet, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, könnte die „einen negativen Wendepunkt“ für das Land darstellen. Bereits vor dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Hassan al Bashir litt der Sudan unter einer Wirtschaftskrise. Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hat sich die Lage derart verschärft, dass Grundnahrungsmittel wie Brot nur noch zu exorbitanten Preisen auf dem Schwarzmarkt verfügbar sind, sagt Wajih*, ein örtlicher Pastor. Gegenüber Open Doors wies er darauf hin, dass darunter besonders Christen mit muslimischem Hintergrund leiden. „Sie hängen sehr stark von dem Einkommen ab, das sie durch kleinere Verkaufstätigkeiten verdienen. […] Aufgrund ihres Glaubens erhalten sie keinerlei Unterstützung von ihrer Familie, ihrem Stamm oder ihrer Gemeinschaft.“

Einer dieser Christen namens Adam* ergänzt: „Wegen des Coronavirus verlieren viele von uns die Arbeitsplätze, auf die wir für unseren Lebensunterhalt angewiesen sind. Wir haben unsere Wohnungen verloren, weil wir in Mietshäusern leben und aufgrund der Krise die Miete nicht mehr zahlen können.“

Pastor Wajih* macht sich große Sorgen um Konvertiten, die noch jung im Glauben sind und jetzt versucht sein könnten, um der Unterstützung der Familie und der Gemeinschaft willen zum Islam zurückzukehren. „Wenn sie ihre Gemeinschaft um Hilfe bitten, werden sie unter Druck gesetzt, ihren christlichen Glauben aufzugeben, damit sie Hilfe bekommen. Es ist wirklich eine Tragödie. Aber sie beten, wann immer sie sich treffen, und rufen mich als Pastor an, um für sie zu beten.“



:arrow: Bitte beten Sie für die Christen im Sudan:
:arrow: Danken sie für die kleinen Schritte hin zu mehr Glaubensfreiheit; beten Sie, dass die Regierung den eingeschlagenen Weg bis zur Umsetzung weitergeht.
:arrow: Beten Sie um Versorgung aller Notleidenden im Sudan, besonders für die Christen muslimischer Herkunft.
:arrow: Beten Sie, dass die Christen muslimischer Herkunft standhaft in ihrem neuen Glauben bleiben und darin wachsen – auch, indem sie die Fürsorge ihrer Glaubensgeschwister erleben.
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Indien: Mob attackiert Christen – die Polizei ist hilflos

Beitragvon Joschie » 21.10.2020 10:13

Indien: Mob attackiert Christen – die Polizei ist hilflos
Evangelische Allianz Indien richtet offenen Brief an zuständigen Ministerpräsidenten

Am 22. und 23. September hat eine wütende Menge von 2.000 – 3.000 Menschen im indischen Bundesstaat Chhattisgarh 15 christliche Familien angegriffen. Dabei wurden zahlreiche Christen verletzt und ihre Häuser zerstört oder beschädigt. Während der Übergriffe waren Polizisten anwesend, konnten die Situation jedoch nicht unter Kontrolle bringen. Angesichts der aufgebrachten Menge agierte die Polizei äußerst zurückhaltend

:arrow: Christen für „Zorn der Götter“ verantwortlich gemacht
Bevor die Situation eskalierte, waren die Christen in dem Dorf Singanpur zu einer öffentlichen Versammlung gerufen worden. Dort hatte man sie beschuldigt, eine fremde Religion angenommen zu haben. Anschließend rotteten sich nach Angaben der Christen bis zu 3.000 Menschen zusammen und attackierten sie und ihre Häuser. Einige mussten medizinisch betreut werden. Die herbeigerufene Polizei konnte den Mob nicht aufhalten. Die Angreifer schrien Dinge wie: „Seit ihr Christen geworden seid, sind unsere Götter zornig auf uns! Sie erhören unsere Gebete nicht mehr!“
Ein einheimischer Christ sagte: „Ohne die Polizei wären Menschen gestorben. Viele Dorfbewohner waren betrunken und hatten Stöcke dabei.“ Filmaufnahmen von dem Angriff wurden in den sozialen Netzwerken geteilt.

:arrow:Ja, wir haben Angst, aber Gott ist mit uns
Die meisten Christen sind bislang nicht in ihre Heimat zurückgekehrt. Ein einheimischer Christ sagte: „Sie wohnen in anderen Dörfern oder in anderen Häusern in der Nähe. Diese Häuser wurden auch beschädigt, aber sie sind sicherer. Wegen der Schäden bieten sie nicht viel Schutz vor dem starken Regen, den wir in diesen Wochen erleben. Glücklicherweise hat es nicht noch mehr Gewalt gegeben. Aber es gibt immer noch Spannungen. Die Polizei ist weiterhin im Dorf.“
Der plötzliche Ausbruch von Gewalt hat die Christen erschüttert, aber sie bleiben stark im Glauben. Einer von ihnen sagte: „Nein, ich werde Christus nicht verlassen. Ich bin zum Glauben gekommen, nachdem Gott mich von einer Krankheit geheilt hatte, bei der mir Hals und Brust wehtaten. Meine Frau konnte ihr Bein nicht mehr richtig benutzen. Wir wurden beide nach dem Gebet geheilt. Nur Jesus schenkt Heilung. Nur er ist die Wahrheit. Ja, wir haben Angst, aber nur ein wenig. Gott ist mit uns.“ Ein Kirchenleiter zitierte aus Jesaja 41: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“

:arrow: Brief an den Ministerpräsidenten: Christen weiterhin massiv bedroht
Die Evangelische Allianz Indiens (EFI) hat als Reaktion auf den Vorfall einen offenen Brief an den Ministerpräsidenten von Chhatisgarh, Bhupesh Baghel, gerichtet. Darin fordert sie seine Regierung auf, die Täter vor Gericht zu stellen, und moniert das Vorgehen der Behörden: „Obwohl bei der Polizeidienststelle Kondagaon und beim Polizeikommissar Beschwerde eingelegt wurde, sind keine konkreten Maßnahmen gegen die Vandalen ergriffen worden. Stattdessen werden die Opfer von den Behörden unter Druck gesetzt, einem ‚Kompromiss‘ zuzustimmen. [Sie] befinden sich weiterhin in einem Zustand der Angst und des Schocks, da sie von den Angreifern gewarnt wurden, ihren Glauben
zu verlassen oder mit tödlichen Konsequenzen zu rechnen“, heißt es in dem Brief.

Bitte beten Sie für die Christen in Indien:
:arrow: Beten Sie für alle Christen, die bei den Angriffen verletzt oder vertrieben wurden: dass Jesus sie an Leib und Seele heilt und sie durch seinen Trost neuen Mut fassen.
:arrow: Beten Sie um eine zügige Reparatur der Häuser und um Gottes Versorgung, damit die entstandenen Schäden schnell wieder behoben werden können – insbesondere während der Monsunzeit. Dass Jesus sich den Angreifern offenbart und sie ihren Hass auf die Christen ablegen.
:arrow: Beten Sie für die Regierung von Ministerpräsident Bhupesh Baghel und die lokalen Behörden, dass sie ihre Verantwortung zum Schutz der Christen ernst nehmen und gerecht handeln.
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CHRISTEN IN SUBSAHARA-AFRIKA BITTEN UM GEBET

Beitragvon Joschie » 06.12.2020 08:42

CHRISTEN IN SUBSAHARA-AFRIKA BITTEN UM GEBET

:arrow: Das Leid der verfolgten Christen in Afrika südlich der Sahara erreicht zu selten die Aufmerksamkeit der Christen in Deutschland. Die Ermordung tausender und Vertreibung hunderttausender Christen im Norden Nigerias in den letzten Jahren bezeichnen christliche Leiter dort als Genozid.

:arrow: Bei einem Angriff muslimischer Fulani Viehhirten in Kaduna Nigeria wurde Abigails Ehemann ermordet. „Bitte betet dass Gott uns Hilfe schickt und meine Tochter mein einziges Kind und mich beschützt.“
In Burkina Faso und weiteren Ländern der Sahelregion haben islamisch-extremistische Gruppen 2019 und 2020 Gottesdienste überfallen und deren Besucher sowie Pastoren ermordet. Außerdem gerieten verstärkt auch mehrheitlich christliche Länder wie Mosambik sowie die Demokratische Republik Kongo (DRK) – beide derzeit nicht im Weltverfolgungsindex – ins Visier der Islamisten. Die Christen dort sind verzweifelt. „Wir sehen, wie immer mehr Christen die Hoffnung verlieren und sich fragen, ob diese Situation jemals enden wird“, berichtete ein Pastor in der DRK.


Jüngster Angriff in der Demokratischen Republik Kongo
:arrow: Islamisten wollen in der Nord-Kivu-Provinz der DRK ein Kalifat errichten. Die Angriffe auf Christen nehmen weiter zu. Am 28. Oktober überfielen Islamisten der Alliierten Demokratischen Streitkräfte (ADF) das Dorf Baeti, töteten 18 Menschen und brannten eine Kirche nieder. Bei einem weiteren Angriff zwei Tage später auf das Dorf Lisasa kamen weitere 21 Menschen ums Leben, darunter mindestens 18 Frauen. Die Angreifer zerstörten viele Häuser und eine Klinik und schändeten eine Kirche.

:arrow: Die vielen Rebellengruppen in der DRK überfallen und plündern mehrheitlich von Christen bewohnte Dörfer. Die ADF ist dabei von einer islamisch-extremistischen Expansionsagenda getrieben und seit den 1980er-Jahren in der Nord-Kivu-Provinz der DRK aktiv. Sie hat fast vollständige Kontrolle über weite Gebiete in ländlichen Regionen, in denen überwiegend Christen leben. Die Gruppe ist berüchtigt für ihre brutalen Angriffe und Morde mit Macheten. Die Menschen fliehen aus ihren Bauernhöfen und Dörfern in die Nähe von Städten, wo sie sich sicherer fühlen.

:arrow: Wir wollen gemeinsam mit und für unsere verfolgten Brüder und Schwestern beten, wie in Psalm 61 zu lesen ist: „Höre, Gott, mein Schreien, horche auf mein Gebet! Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, weil mein Herz verzagt; du wollest mich auf den Felsen leiten, der mir zu hoch ist. Denn du bist mir eine Zuflucht geworden, ein starker Turm vor dem Feind. Ich möchte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Flügel.“

:arrow: Viele sind sehr erschöpft, ihnen fehlt die Kraft. Sie brauchen jetzt unsere Hand im Gebet, die ihnen hoch hilft auf den Felsen: der ist Christus.
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NIGERIA: FÜNF CHRISTEN VON ISLAMISTEN HINGERICHTET

Beitragvon Joschie » 18.01.2021 17:09

NIGERIA: FÜNF CHRISTEN VON ISLAMISTEN HINGERICHTET
IS veröffentlicht Video von gezielter Tötung der Entführte

:arrow: Fünf Christen sind von einer islamistischen Gruppe hingerichtet worden, nachdem sie an Heiligabend aus ihrem Dorf im nordöstlichen nigerianischen Bundesstaat Adamawa entführt worden waren. Auch an anderen Orten attackierten die Extremisten Kirchen, töteten Menschen und richteten Schäden an Gebäuden an.


:arrow: Diese fünf Männer wurden wegen ihres Bekenntnisses zu Jesus getötet!
Ermordete stammen aus der gleichen Gemeinde
Der Islamische Staat Westafrika (ISWAP), eine Abspaltung von Boko Haram, hat am 24. Dezember die Stadt Garkida im Regierungsbezirk Gombi angegriffen. Dabei kam es zu Plünderungen und Brandschatzungen in mehreren Kirchen. Die Täter entführten fünf christliche Männer und töteten sie kurze Zeit darauf. Das scheint aus einem Video hervorzugehen, das am 30. Dezember über den Medienkanal des IS (Amaq) veröffentlicht wurde. Darauf sind fünf kniende Männer zu sehen, die jeweils ihren Namen nennen und angeben, dass sie Christen sind. Wenig später werden sie von hinten erschossen.

:arrow: Während des Überfalls in Garkida wurden mindestens zwei weitere Menschen getötet, darunter ein 5-jähriges Kind. Viele andere flohen und verbrachten die Nacht in den Bergen. Die größte kirchliche Konfession in der Region, die Kirche der Brüder (EYN), postete auf ihrer Facebook-Seite Fotos von ausgebrannten Gebäuden und Fahrzeugen sowie von Menschen, die am nächsten Tag in ihre Häuser zurückkehrten. Ein Gemeindeleiter bestätigte gegenüber Open Doors, dass es sich bei den fünf Männern um Mitglieder der Gemeinde handelte, die nur wenige Tage zuvor gemeinsam Weihnachten gefeiert hatten.

„Christen sind ihr primäres Ziel“
:arrow: Die Hinrichtung ist Berichten zufolge als Warnung an die Christen gedacht. „Diese Aufnahme erinnert an andere Videos, die wir gesehen haben“, sagte Illia Djadi, Senior Analyst bei Open Doors für Religions- und Glaubensfreiheit in Afrika südlich der Sahara. „Denken Sie an die Enthauptung der koptischen Christen durch den Islamischen Staat an einem libyschen Strand im Februar 2015 ... Es ist das gleiche Szenario. Es ist Teil der Kommunikationsstrategie islamistischer Gruppen, und Boko Haram nutzt dieselbe Strategie, wobei auch der Zeitpunkt kein Zufall ist. Die Weihnachtszeit ist wichtig wegen der medialen Aufmerksamkeit, die ein Angriff auslösen wird. Dadurch wissen die Christen, dass sie während dieser Zeit mit Anschlägen rechnen müssen“, so Djadi.

:arrow: Islamistische Kämpfer griffen auch andere überwiegend christliche Dörfer im Nordosten Nigerias an, in Adamawa und im Süden des Bundesstaats Borno. Am Weihnachtsabend stürmten sie Pemi, eine Stadt in Borno, wo sie mindestens elf Menschen töteten, einen Pastor entführten und Privathäuser sowie die Kirche niederbrannten. „Sie haben diese Gemeinden direkt angegriffen“, erläutert Djadi. „Man darf nicht vergessen, dass diese Gruppen ein Kalifat errichten und das islamische Recht einführen wollen; Christen sind ihr primäres Ziel.“ Nach dem Angriff auf Garkida zogen die Militanten weiter zu anderen Dörfern in der Gegend, zerstörten und plünderten Eigentum und töteten laut einem Bericht der Washington Post mindestens zehn Menschen.

Auf dem Weltverfolgungsindex 2020 steht Nigeria an 12. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Bitte beten Sie für die Christen in Nigeria:
:arrow: Beten Sie für die Christen, die von den Angriffen unmittelbar betroffen sind: dass sie in ihrer Trauer Mut fassen und Jesus vertrauen, der aus den schrecklichen Ereignissen Gutes entstehen lassen kann.
:arrow: Beten Sie für alle, die unter dem erneuten Ansturm von Boko Haram weiterleben. Die daraus resultierenden Morde, die Vertreibung und das Trauma sind Leiden, mit denen die Kirche in dieser Region sehr vertraut ist.
:arrow: Beten Sie um Gottes Eingreifen, dass er der Region Frieden schenkt und dem Wüten der Extremisten ein Ende setzt.
:arrow: Beten Sie für die Angreifer, dass Gottes Geist ihre Herzen erreicht und sie Jesus erkennen.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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CHINA: VERFOLGUNG 2.0 – DIE ÜBERWACHTE GEMEINDE

Beitragvon Joschie » 04.03.2021 15:39

CHINA: VERFOLGUNG 2.0 – DIE ÜBERWACHTE GEMEINDE
:arrow: Der Einsatz digitaler Überwachungstechnik nimmt in vielen Ländern Asiens rasant zu – insbesondere in China. Dadurch verändert sich auch die Art, wie Christen in der Ausübung ihres Glaubens eingeschränkt werden. Open Doors hat in einer Untersuchung Beispiele hierfür zusammengestellt und die Auswirkung auf verfolgte Christen erforscht.


:arrow: Überwachung und Einschüchterung mit immer ausgefeilteren Mitteln
Eine Gruppe von Christen nutzt eine Videoplattform, um per Internet von zu Hause aus am Gottesdienst teilzunehmen. Tags darauf werden einige von ihnen in Handschellen abgeführt – so geschehen letztes Jahr Ostern in China. Der einzige Grund für ihre Verhaftung war, dass sie an einem Online-Gottesdienst teilnahmen.

:arrow: „Das Auftreten von Verfolgung verändert sich von direkten physischen Angriffen hin zu heimtückischeren Online-Formen“, sagt Jan Vermeer, Open Doors-Kommunikationsdirektor für Asien. In den letzten Jahren habe sich eine andere Ebene der Verfolgung herausgebildet: die digitale Verfolgung, oder „Verfolgung 2.0“. „Schläge, Inhaftierungen und Mob-Attacken gibt es immer noch, aber inzwischen beobachten wir Online-Mobbing, -Diffamierung und -Überwachung in immer mehr asiatischen Ländern. Um einen Christen einzuschüchtern, griffen die Verfolger früher auf rohe Gewalt zurück. Doch heute stehen ihnen ausgefeiltere Mittel zur Überwachung und Einschüchterung religiöser Minderheiten zur Verfügung.“

Die Covid-19-Pandemie hat dem Ausbau staatlicher Überwachungstechnik einen deutlichen Schub versetzt. Doch schon zuvor waren die Herausforderungen für die Kirchen groß, wie Sonya* aus Zentralasien erläutert: „Oft erfährt die Polizei Zeit und Ort der geheimen Treffen durch Abhören. Sie führen Razzien durch und verhaften die Christen. Das passiert sehr oft. Das Abhören ist der Grund dafür, dass ein Pastor aus Zentralasien von den Sicherheitsdiensten vorgeladen wurde und ihm die Abschiebung aus seinem Land drohte. Ich kann aus Sicherheitsgründen weder die Namen noch die Länder nennen, aber das passiert sehr oft.“

:arrow: Christen am „Online-Pranger“
Während staatliche Stellen die Christen durch Überwachung und die gezielte Blockade christlicher Inhalte unter Druck setzen, nutzen gesellschaftliche Akteure die sozialen Medien, um Druck auf Christen aufzubauen. Dazu zählen Falschinformationen, Anstachelung zu Gewalt und Hassrede gegen Christen, wobei Pastoren und kirchliche Leiter besonders häufig betroffen sind. Im Januar meldete die katholische Nachrichtenagentur UCAN aus China die Verbreitung von Gerüchten, wonach religiöse Aktivitäten von Christen für die Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich seien. Von einer anderen Erfahrung berichtet Caleb*, ebenfalls aus China: „Eines Morgens wachte ich auf und alle verließen Gemeinschaftsgruppen in den sozialen Medien. Ich fragte herum und erfuhr, dass es ein Gerücht gab, wonach die Regierung gegen die Mitglieder dieser Gruppen vorgehen würde, also gingen viele Leute vorsichtshalber. Aber danach passierte nichts mehr.“

Diese Begebenheit illustriert eine verbreitete Gefahr, die unter anderem der Autor Klaus Schwab mit den folgenden Worten auf den Punkt bringt: „Wer weiß, dass er unter Beobachtung steht, verhält sich konformer und gefügiger.“

:arrow: „Wir haben einfach weitergemacht“
Pastor Huang aus Wuhan sagt, dass die Behörden auf dem Höhepunkt der Pandemie ausdrücklich jegliche Online-Treffen oder -Bibellehre verboten haben. „Aber sie haben das nicht wirklich durchgesetzt, und sie haben unsere Website nicht abgeschaltet, also haben wir einfach weitergemacht. Sie versuchten, uns in vielerlei Hinsicht einzuschränken […]. Sie sagten uns auch, wir sollten alle unsere Online-Gebetstreffen und -Gottesdienste einstellen, aber das konnten wir natürlich nicht tun.“

Auf dem Weltverfolgungsindex 2021 steht China an 17. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.



Bitte beten Sie für die Christen in China:
:arrow: Danken Sie für die zahlreichen Aktivitäten vieler chinesischer Christen, die sich durch die Überwachung nicht einschüchtern lassen.
:arrow: Beten Sie für alle Gemeinden und Einzelpersonen, die dem Druck der Behörden ausgesetzt sind und deshalb ihren Glauben nicht frei ausleben können.
:arrow: Beten Sie, dass Jesus den Christen in China und anderen asiatischen Ländern Weisheit und kreative Ideen schenkt, wie sie trotz der immer intensiveren Überwachung ihren Glauben leben und das Evangelium weitergeben können.
:arrow: Beten Sie auch für alle Kontaktpersonen und Mitarbeiter von Open Doors, die angesichts der umfassenden Überwachung neue Wege finden müssen, um verfolgten Christen zu dienen.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55


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