Die Hütte und die Lehre

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Joschie
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Die Hütte und die Lehre

Beitragvon Joschie » 18.10.2010 17:28

Der bekannte konservative Theologe Albert Mohler, Präsident der US-amerikanischen Southern Baptists, schrieb im Januar 2010 über den Bestseller Die Hütte:

"Die Hütte ist ein Ruf an Evangelikale aufzuwachen... die Popularität dieses Buches unter uns kann nur darin begründet sein, dass uns grundlegende theologische Kenntnisse fehlen - ein Versagen, das Evangelium Christi zu verstehen. Die Tragödie, dass die Evangelikalen die Kunst biblischen Unterscheidungsvermögens verloren haben, geht auf den erschreckenden Verlust biblischer Erkenntnis zurück. Unterscheidungsvermögen kann es nicht ohne Lehre geben."


Ich möchte mal diesen Beitrag zur Disskusion stellen, gerade weil er meine Gemeindesituation auf den Punkt bringt.Ich bin sehr auf eure Beiträge gespannt :idea: :!:
Gruß und Segen von Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Gast

Re: Die Hütte und die Lehre

Beitragvon Gast » 19.10.2010 10:02

Hallo Joschie,

Joschie hat geschrieben:, gerade weil er meine Gemeindesituation auf den Punkt bringt.


meinst du denn die Popularität des Buches in deiner Gemeinde oder meinst du die Diagnose des Albert Mohlers, die auf deine Gemeinde passen würde?

Gruß von Peter

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 19.10.2010 12:32

Hallo Pit
Ich meine beides aber es geht mir besonders um die grundlegende theologische Kenntnisse(Lehre)!
Liebe Grüße Joschie
P.S.Schön mal wieder was von dir zu hören :hi:
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Gast

Beitragvon Gast » 02.11.2010 23:36

Hallo Joschie,

das Buch habe ich zwar nicht gelesen, sondern nur Kurzinfo darüber, aber die Popularität wird sich wohl darin gründen, dass die Laienchristen heutzutage eh sich mehr für christliche Romane interessieren, weil die Lehr in den Gemeinden ihnen einfach nur trocken und vollkommen uninteressant ist, weil schon mehrmals gehört.
Ich habe von einem Besitzer christlicher Buchhandlung gehört, dass es sich mit seriösen Büchern kein Business machen läßt. Leute wollen Unterhaltung.

Die zweite Frage ist dann natürlich, warum Christen nach Unterhaltung dürstet, wo sie doch so einen wunderbaren Christus haben? Und da ist die Antwort des Albert Mohler wohl nicht ohne Grund. Die christliche Theologie beschäftigt sich mit allerlei Lehren in den Buchstaben anstatt sich an den Christus zu wenden, der hinter allen diesen Lehren steht, und durch alle diese Lehren zum Ausdruck gebracht wird. "39 Ihr erforschet die Schriften, denn ihr meinet, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen;40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, auf daß ihr Leben habet. Joh 5 (Elb)".
Dies ist der Grund, warum ich persönlich meistens nur ganz wenige Autoren lese, wenn es um Bücher geht, die sich mit der Bibel beschäftigen.
LG
Peter

Jose
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Re: Die Hütte und die Lehre

Beitragvon Jose » 03.11.2010 12:37

Persönlich wundere ich mich auch immer wieder und finde es sehr bedauerlich, dass sich zu den Christen zählende Menschen empfänglich sind für solche Bücher. Eine m.E. sehr gute Aufklärungsschrift über "Die Hütte" fand ich auf der "Deutsche Homepage von EAEC" (http://eaec-de.org/) unter http://eaec-de.org/Die_Huette.html. Darin werden die versteckten Irrlehren von Die Hütte sehr gut aufgedeckt.

Auf Seite 7 ist zu lesen:
Die beunruhigende Wahrheit ist, dass Bücher wie Die Hütte nie zu Bestsellern in der christlichen Welt würden, wenn Christen wachsam wären, biblisch denken würden und bereit wären, der Bibel zu folgen! In diesen gefährlichen Tagen ist es von überragender Wichtigkeit, dass wir aktiv “Augen des Verstehens” entwickeln, die ständig alles am Wort Gottes prüfen - insbesondere die Dinge, die vorgeben, von Gott zu sein. Die Bibel ermahnt uns, alle Dinge zu prüfen (1. Thessalonicher 5:21-22) und diese Prüfung kann nur auf eine Art und Weise erfolgen – indem man die Bibel kennt und dann anwendet, was man daraus weiß. Jeder einzelne Gläubige muss wachsam sein gegenüber der Realität, dass in diesen letzten Tagen Täuschung in einem Maß kommen wird, das nie zuvor auch nur denkbar war. Hören Sie auf mich - derzeit bereitet Satan sich darauf vor, unangekündigte und dreiste Betrügereien zu benutzen, die sehr geistlich und sogar christlich aussehen und klingen werden. Die einzige Hoffnung die wir haben, um diese Fallen erfolgreich zu vermeiden, ist indem wir unter Gebet, hingegeben und aggressiv Gottes unveränderliches Wort studieren. Andernfalls werden wir uns früher oder später unter einer wachsenden Anzahl von Menschen aus ehemals vertrauenswürdigen, evangelikalen Kreisen wieder finden, die geradewegs in die Abtrünnigkeit steuern.


Liebe Grüße
José

Jose
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Re: Die Hütte und die Lehre

Beitragvon Jose » 04.11.2010 14:17

Hallo Joschie.
Vorhin habe ich erneut einige Beiträge unter dem Thema "Die Hütte" (THE SHACK) (http://www.betanien.de/forum/viewtopic.php?t=963) gelesen - zwischenzeitlich hatte ich vergessen, dass dazu bereits eine kontroverse Diskussion im Forum geführt wurde. Kann es wirklich sein, dass unter Wiedergeborenen, d.h. Gotteskinder, das Thema überhaupt ein Thema sein kann?

Es gibt Lehren die nahe der Gotteslästerung sind. Ich bin überzeugt, vor solchen Irrlehren warnt uns Gott durch Seinen in uns wohnenden Heiligen Geist persönlich und sehr ernstlich. Auch wenn wir vielleicht nicht gleich Bibelworte haben, die wir als Gegenargumente verwenden können, es erfüllt uns doch ein Unwohlsein und eine innere Unruhe die uns mahnt, wachsam zu sein und in der Schrift und im Gebet Gottes Nähe und Klarheit zu suchen.

Ich stimmte den Kritikern des Buches zu, dass das Buch "Esoterisches Gedankengut", "Universelle Versöhnung" und "New Age" als Grundlage hat. Am Wort Gottes geprüft, kann so ein Buch nicht bestehen.


Liebe Grüße
José


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