Regelmäßige Lesung aus der Schatzkammer Davids von Spurgeon

Empfehlungen, Kritik oder Rezensionen von christlichen Büchern und Medien

Moderator: Joschie

Jörg
Moderator
Beiträge: 2373
Registriert: 04.04.2008 07:47
Wohnort: Essen im Ruhrpott

Regelmäßige Lesung aus der Schatzkammer David Ps25

Beitragvon Jörg » 26.10.2019 14:13

Erläuterungen und Kernworte

V. 14. Das Geheimnis, oder: die Freundschaft des Herrn usw. Der Gottesfürchtige ist Gottes Freund, mit ihm verbindet sich Gott in trauter Gemeinschaft, ihm enthüllt er seine Geheimnisse , indem er ihm offenbart, welche Strafen und Qualen er für solche in Bereitschaft hat, die durch ihre Gottlosigkeit in der Welt blühen und gedeihen. (Vergl. 1. Mose 18,17 ff.; Joh. 15,15; Jak. 2,23 .) Und so wie der Herr die Gottlosen hasst, so liebt er die Gerechten. Hält er sich von den Verkehrten fern als von solchen, die ihm ein Gräuel sind, so vertraut er dagegen den Gerechten, als seinen liebsten Freunden, seine verborgensten Geheimnisse an. Es ist einem Menschen eine Ehre, wenn ihm von einem anderen ein Geheimnis anvertraut wird; eine noch größere Ehre ist es ihm, wenn der König ihn zu seinem Vertrauten macht; aber wie hoch ist die Ehre dessen, dem Gott seine Geheimnisse kundtut! Denn wem Gottes Geheimnisse zuteil werden, der hat Gottes Herz, ja Gott selbst. Solche Ehre widerfuhr dem Johannes, von dem St. Bernhard († 1153) aus Anlass des Anfangs seines Evangeliums sagt: "Ist’s nicht als habe Johannes seine Seele in die Tiefen dessen getaucht, den er das Wort nennt, und als habe er von den Brüsten der ewigen Weisheit die Quintessenz der göttlichen Geheimnisse gesogen?" Ebenso war es mit St. Paulus, der da sagt: Wir reden Gottes geheime Weisheit, die verborgene, welche keiner von den Obersten dieser Welt erkannt hat. (1.Kor. 2,7 f.) D. Michael Jermin † 1659.

Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes; alle die Tatsachen der christlichen Erfahrung sind ihm gänzlich verborgen. Ihm von der Gemeinschaft mit Gott , von der Erfahrung der Vergebung, von der lebendigen Christenhoffnung, von dem Zeugnis des heiligen Geistes im Herzen des Gotteskindes oder von den Kämpfen des geistlichen Lebens zu reden, das wäre, wie wenn man mit einem Blinden über die Farben oder mit einem Tauben über die Harmonien der Musik reden wollte. John Morison 1829.

Obwohl des Herrn Bund mit seinem auserwählten Volke offen am Tage liegt und seine Zeugnisse keine Geheimlehre sind, so ist es um die traute Gemeinschaft, welche die gläubige Seele mit Gott auf Grund seines Bundes genießen darf, doch ein Geheimnis. Wer den Herrn fürchtet , dem schließt sich dies Geheimnis auf, während es solchen, die nur dem Buchstaben nach Genossen des Bundes sind, gänzlich verborgen bleibt. Denn nur denen, die den Herrn fürchten, ist diese Verheißung gegeben, dass er sie seinen Bund wissen lässt. David Dickson † 1662.

Ein echter Freund lässt den Freund die innersten Gedanken seines Herzens lesen. So offenherzig ist Gott gegen die Seinen: Das Geheimnis des Herrn ist unter denen, die ihn fürchten . Er selbst gibt uns den Schlüssel zu seinem Herzen und tut uns kund, welcherart seine Gedanken gegen uns sind, ja gegen uns waren, schon ehe der Welt Grund gelegt war (Eph. 1,4); und dies tut er durch seinen Geist, der da weiß, was in Gott ist, und die Tiefen Gottes erforscht. (1.Kor. 2,10 f.) Dieser sein Geist hat uns in den heiligen Schriften den ewigen Liebesratschluss Gottes kundgetan; und überdies nimmt dieser selbe Geist nun Wohnung in den Herzen der Gläubigen und legt ihnen Gottes Gedanken aus. William Gurnall † 1679.

Weder Gelehrsamkeit noch Anstrengung kann uns in Gottes Geheimnisse, in die arcana imperii, die Geheimnisse des Himmelreichs (Mt. 13,11), oder in des Herrn Sinn (1.Kor. 2,16) Einsicht geben. Diese Erkenntnisse werden uns nicht sowohl durch Vernunftschlüsse, als vielmehr durch Offenbarung zuteil und müssen darum erbeten werden. Wer mit Ernst nach Gott trachtet, wird in seinen geheimen Rat eingeweiht, lernt seines Herzens Gedanken kennen und wird der trauten Gemeinschaft mit ihm gewürdigt. John Trapp † 1669.

Mit Gott wandeln, das ist der beste Weg, Gott kennen zu lernen. Freunde, die miteinander Hand in Hand gehen, teilen sich gegenseitig ihre Geheimnisse mit. Noah wandelte mit Gott und der Herr machte ihm ein großes Geheimnis kund, nämlich, dass er die alte Welt zerstören und ihn in der Arche lebendig erhalten wollte. Abraham wandelte mit Gott, und der Herr machte ihn zu einem Mitglied seines geheimen Rats: Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue? (1. Mose 18,17 .) Manchmal enthüllt der Herr sich der Seele wunderbar beim Gebet oder beim Genuss des heiligen Mahles, wie Christus sich seinen Jüngern zu erkennen gab, als er das Brot brach (Lk. 24,35). Thomas Watson 1660.

V. 15. Meine Augen sehen stets zu dem Herrn. Obwohl wir ihn jetzt nicht sehen können, weil unsere Augen so kurzsichtig und unverständig sind, müssen wir doch zu ihm aufsehen, zu der Stätte, da seine Ehre wohnt, als solche, die ihn und seinen Willen zu erkennen begehren, denen seine Ehre das Ziel alles ihres Tuns ist, und die sich, sie seien daheim oder pilgern, befleißigen, dass sie ihm wohlgefallen (2.Kor. 5,9). Matthew Henry † 1714.

Mit den Augen, die der schärfste Sinn sind und deren Tätigkeit den ganzen Menschen in Anspruch nimmt, werden oft alle Regungen zugleich bezeichnet, so dass "meine Augen sehen auf den Herrn" etwa heißt: Alle meine Gedanken sind auf Gott gerichtet. Jean Calvin † 1564.

V.17. Die Ängste meines Herzens haben sich ausgebreitet . (Wörtl.) Möge keiner, der in des Herrn Wegen wandelt, sich darüber verwundern, dass er viele Trübsale hat und diese ihm vielfach unerklärlich sind. Es ist bei Gottes Volk stets so gewesen. Der Weg zum Himmel ist mit den Tränen und dem Blut der Heiligen getränkt. D. William S. Plumer 1867.

Führe mich ans meinen Nöten. Wir dürfen nicht über Gott, wohl aber vor Gott klagen. Wir dürfen mit allem Ernst um Hilfe und Erlösung rufen, wenn es mit Ergebung in seinen heiligen Willen geschieht. D. W. S. Plumer 1867.

V. 19. Siehe an meine Feinde. (Grundt.) Dies ist eine andere Art des Blickes als die V. 18 gemeinte. Siehe sie an, wie du einst aus der Feuersäule und Wolke auf das Heer der Ägypter geschaut und einen Schrecken in ihrem Heer gemacht hast (2. Mose 14,24). Sowohl die Zahl als die Art seiner Feinde macht David in seinem Hilferuf geltend. Denn ihrer sind viel (Grundt.): Das Herz jedermanns in Israel folgte Absalom nach (2. Samuel 15,13). Und so sind auch der geistlichen Feinde des Volkes Gottes viel. Und hassen mich mit gewalttätigem Hass (Grundtext), wie Simeon und Levi. (1. Mose 34,25; 49,5 ff.) Ihr Hass brach in grausamer Weise aus, in frevelhaften Gewalttaten; und er war um so grausamer, als er unbegründet war. Eben derart ist auch der Hass Satans und seiner Häscher gegen die Nachfolger Christi. Sie dürsten nach ihrem Blut und machen sich damit trunken. Sogar ihre Barmherzigkeit ist grausam, wie viel mehr ihr Hass! D. John Gill † 1771.

Und wie sie mich mit gewalttätigem Hasse verfolgen. (Andere Übers.) Kein Geschöpf ist so grausam und gewalttätig gegen seinesgleichen wie der Mensch. Viele Raubtiere töten andere Geschöpfe, verschonen aber ihresgleichen; die Menschen aber reiben sich untereinander auf. Der Mensch ist listiger als der Fuchs, blutdürstiger als der Tiger, wilder als der Löwe; ja der Mensch ist gegen den Menschen ein Teufel, wenn er sich selbst überlassen wird. William Struther 1629.

V. 21. Dieser Psalm war der Lieblingspsalm des bekannten Pfarrers Wilhelm Löhe († 1872) in Neuendettelsau. Der 21. Vers: Schlecht und recht, das behüte mich, Herr, denn ich harre dein , steht als Motto in der ihm eignen schönen und klaren Handschrift unter seinem Bilde. Ebenso steht er auf dem Titelblatt seiner kleinen Schrift "Von der weiblichen Einfalt". Löhe fand nämlich, dass das Wesen der Einfalt in keinem Spruche der Schrift schöner und voller ausgesprochen sei, als in diesem. "Hier", sagt er, "sind alle Elemente der Einfalt beisammen. Der Herr, auf den wir harren; das höchste Gut, nach welchem wir trachten: das ,Schlecht’ oder Schlechte oder Schlicht ist nach dem Hebräischen nichts anders als jene Beschaffenheit der Seele, da man nichts will als sein Ziel, und das ganz, ohne Rückhalt; und das Rechte ist nichts anders als jene edle Tugend der geraden, lautern Redlichkeit, die, was man völlig will, doch nur auf unsträflichem und geradem Wege sucht." Wie lieb ihm der Psalm war, sieht man daraus, dass er ihn seiner Evangelien Postille vordrucken ließ. D. Rudolf Kögel 1895.

V. 22. Gott, erlöse Israel aus aller seiner Not. Willst du mir nicht aus Erbarmen gegen mich helfen, so verschone doch mein Volk, das um meinetwillen und mit mir leidet. Mt. Polus † 1679.

Für das Volk Gottes kann keiner beten, der nicht selbst erst Frieden mit Gott gemacht hat. John Trapp † 1669.

Dieser inhaltreiche, schöne Psalm schließt mit einer gar lieblichen Bitte, einer Bitte, mit der jeder, der zu dem wahren Israel Gottes gehört, gerne scheiden möchte. Es spricht aus ihr derselbe Geist, der uns in der Zeit der beginnenden Heilserfüllung in dem Schwanengesang des alten Simeon entgegentritt (Lk. 2, 29 f.). Barton Bouchier 1855.


Homiletische Winke

V. 1. Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. (Grundt.) Wie vermögen wir unsre an die Erde gebundenen Seelen himmelwärts zu erheben? Durch inbrünstiges Gebet.
Das Wesen und der Segen wahrer Andacht.
V. 2. Die Seele vor Anker (2a) und die beiden Klippen, vor denen sie bewahrt werden möchte (2 b-c).
V. 3. Wem die Schande zukommt und wem nicht.
V. 4. Praktische Gottesgelehrtheit das beste Studium, Gott der beste Lehrer darin, das Gebet die beste Vorbereitung dazu.
V. 4-5. Drei zum Christenwandel nötige Stücke: 1) Zeige mir, 2) lehre mich, 3) leite mich .-- 1) Kundmachung der Wege, d. h. des Willens Gottes; 2) Erleuchtung zum Umsetzen der Erkenntnis in praktischen Gehorsam ("deine Pfade lehre mich"): und 3) Handleitung Gottes in der Wahrheit.
V. 5. 1) Der Christ trachtet nach der Heiligung, 2) sucht Erleuchtung, 3) erfreut sich guter Zuversicht zu Gott, 4) und übt sich im Harren auf Gott.
Du bist der Gott meines Heils. (Wörtl.) Ein unerschöpflicher Text.
Auf dich harre ich den ganzen Tag. (Wörtl.) Wie man den Tag mit Gott durchlebt.
V. 6-7. Drei "Gedenke".
Die Sünde ist eingewurzelt (von Jugend auf); die Gnade aber ist noch tiefer gewurzelt (von Ewigkeit her).
V. 7. Die beste Amnestie.
Vergessen und Gedenken erbeten. Beachte das "mein" und "dein" im Text.
V. 8b. Der heilige Gott lehrt die Sünder -- welches Wunder der Gnade!
V. 9. Welche "Elenden" sind im Text gemeint? Die Demütigen und Sanftmütigen (vergl. Mt. 5,5; 11,29). Welches sind ihre Vorrechte? Wie werden wir demütig und sanftmütig?
V. 10. Gottes Güte (Gnade) und Wahrheit (Treue) und wer die sind, die aus diesen Eigenschaften Gottes Trost schöpfen können?
V. 11. Ein Mustergebet. Das Bekenntnis, das es ablegt, der Beweggrund zur Hilfe, den es Gott vorhält, die Bitte selbst usw.
Die Größe der Schuld kein Hindernis für den reumütigen Sünder, Vergebung zu erlangen.
V. 12. Gottesfurcht die beste Bürgschaft für ein wohl geordnetes Leben.
V. 13. Glück für Zeit und Ewigkeit.
V. 14. Ein Geheimnis und wer es weiß; ein Wunder und wer es sieht.
V. 15. 1) Wem gleichen wir? Einem törichten Vögelein. 2) Welche Gefahr droht uns? Das Netz. 3) Wer ist unser Beschützer? Der Herr. 4) Worin besteht für uns die wahre Weisheit? "Meine Augen sehen stets zu dem Herrn".
V. 16. Eine einsame Seele, die himmlische Gesellschaft sucht, und ein betrübter Geist, der um Gottes Gnade fleht. Bei unserm Gott ist der rechte Balsam für alle unsre Wunden zu finden.
V. 16-18. David war ein Dulder, aber auch ein Beter . Die Not tut uns kein Leid, die uns näher zu Gott bringt. Um drei Dinge bittet der Knecht des Herrn: 1) Dass Gott ihn aus der Not führe. Dies sollen wir begehren, doch mit Ergebung in Gottes Willen. 2) Dass Gott ihn in seiner Not ansehe. Ein freundlicher Blick Gottes ist allezeit, in allen Umständen, köstlich; aber in Jammer und Elend ist er wie Leben aus den Toten. 3) Dass Gott ihm vergebe. Trübsale sind besonders dazu geeignet, das Schuldgefühl zu erwecken. William Jay † 1853.
V. 17. Not lehrt beten.
V. 18. Wir entnehmen dem Text zwei Lehren: 1) Wir sehnen uns in der Trübsal nach einem göttlichen Gnadenblick, der a) unsere besondere Not ansehen wolle, b) ein Blick des Erbarmens sei, c) und ein Blick der Hilfe. 2) Der kräftigste Trost in der Trübsal ist die Gewissheit der göttlichen Vergebung. Denn: a) die Trübsal bringt uns unsere Sünde in Erinnerung; b) die Gewissheit der Vergebung vertreibt in hohem Maße die Furcht vor Tod und Gericht. -- Anwendung : 1) Lasst uns die Güte Gottes anbeten, dass er, der Erhabene und Herrliche, auf sündige Menschenkinder huldvoll herabblickt. 2) Die Erinnerung an frühere Gnadenblicke Gottes bedränge uns, zu beten und zu hoffen, dass er auch jetzt uns ansehen werde. 3) Wenn ein freundlicher Blick Gottes so trostreich ist, was muss der Himmel sein! Samuel Lavington † 1807.
1) Es ist gut, wenn unsre Trübsal uns unsere Sünde ins Gedächtnis ruft; 2) wenn wir ebenso sehr nach Vergebung als nach Befreiung vom Übel verlangen; 3) wenn wir beide Begehren am rechten Orte im Gebet vorbringen: 4) wenn wir in Bezug auf unsere Leiden alles Gott anheim stellen ("Siehe an u."), dagegen inbetreff unserer Sünden sehr bestimmt bitten ("Vergib ...").
V. 19. Die geistlichen Feinde des Gläubigen. Ihre Zahl, Bosheit, List, Macht usw.
V. 20. Das Flehen um göttlichen Schutz für die Seele. 1) Was es begehrt: a) Bewahrung, b) Errettung. 2) Wie notwendig es ist: es gilt, nicht zuschanden zu werden. 3) Was uns die Gewährung verbürgt: Ich traue auf dich.
V. 21. Der offenbare Weg des Heils (schlecht und recht, vergl. dazu Lk. 10,28) und der verborgene Weg des Heils (Ich traue auf dich, vergl. Dazu Röm. 1,17: Der Gerechte lebt seines Glaubens).
V. 22. Jakobs Leben kann diese Bitte in lehrreicher Weise erläutern.

Ein Gebet für die ecclesia militans, die kämpfende Gemeinde Gottes auf Erden.
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

Jörg
Moderator
Beiträge: 2373
Registriert: 04.04.2008 07:47
Wohnort: Essen im Ruhrpott

Regelmäßige Lesung aus der Schatzkammer David Ps26

Beitragvon Jörg » 29.10.2019 16:14

PSALM 26 (Auslegung & Kommentar)


Überschrift

(Ein Psalm) Davids. Das vorliegende Lied zeigt uns David unter der Last der Schmach. Darin war er ein Vorbild des großen Davidssohnes und in der Art, wie er diese Bürde der Verleumdung, die so schwer auf ihn drückte, zu dem Thron der Gnade trug, ist er uns ein leuchtendes Vorbild. Es ist eine sinnreiche Vermutung, David habe diesen Psalm, in welchem er sich auf den himmlischen Richter beruft, zu der Zeit verfasst, als Isboseth, der Sohn Sauls, von Rechab und Baana ermordet worden war, und er habe dabei eben den Zweck im Auge gehabt, seine Unschuld gegen den schmählichen Argwohn, als habe er an jenem Meuchelmorde irgendwelchen Anteil, zu verteidigen. Der Ton des Psalms stimmt jedenfalls trefflich zu jenem Anlass; da es aber an irgendwelchen genaueren Andeutungen fehlt, ist diese Annahme ebenso wie die andere, dass der Psalm aus der Zeit stamme, wo David von Saul verfolgt wurde, nur eine Mutmaßung.

Einteilung

David Dickson († 1662) gibt folgende Übersicht über unsern Psalm: David beruft sich auf Gott, den höchsten Richter, im Bewusstsein seiner Unschuld, da sein Gewissen ihm Zeugnis gibt, erstens: dass er sich bestrebt habe, in Unsträflichkeit und Glaubenstreue zu wandeln, V. 1-3; zweitens: dass er sich vor der Ansteckung durch den bösen Rat und das sündige Wesen und Beispiel der Gottlosen gehütet habe, V. 4-5 ; drittens: dass es sein fester Vorsatz sei, sich auch fernerhin der Heiligkeit und Redlichkeit zu befleißen und in herzlicher Lust an den Vorrechten des Volkes Gottes im Hause des Herrn teilzunehmen, V. 6- 8. Darauf bittet er um Verschonung vor dem Gericht, welches über die Gottlosen hereinbrechen muss, V. 9-10, und er begründet diese Bitte mit seinem Vorsatz, ihre Sünden zu meiden, V. 11. Endlich schließt er sein Gebet mit Worten, die der tröstlichen Gewissheit Ausdruck geben, dass er erhört sei,

Auslegung

1. Herr, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig!
Ich hoffe auf den Herrn, darum werde ich nicht fallen.
2. Prüfe mich, Herr, und versuche mich;
läutere meine Nieren und mein Herz.
3. Denn deine Güte ist vor meinen Augen,
und ich wandle in deiner Wahrheit.


1. Richte mich, Herr (wortl.), d. h., wie Luther treffend den Sinn verdeutlicht: schaffe mir Recht ! Eine feierliche Berufung auf das gerechte Gericht des Herzenskündigers, die durch die Lage, worin sich der Verfasser des Psalms befindet, gerechtfertigt wird, insofern als diese Berufung auf Gott sich auf die besondern Anklagen bezieht, deren er fälschlich beschuldigt war. Die Ungerechtigkeit der Menschen quält Davids Geist aufs Äußerste und seine Kraft droht unter der unerträglichen Last zusammenzubrechen; darum flieht er im Bewusstsein seiner Unschuld von seinen falschen Anklägern zu dem Thron der ewigen Gerechtigkeit. Wer seinen Rechtshandel vor das königliche Gericht des Himmels zu bringen wagt, dessen Sache muss ganz lauter sein. Eine Berufung solcher Art darf in keinem Fall eine Tat unüberlegter Hast sein. Auch wollen wir wohl beachten, dass sich die Bitte Davids: "Richte mich, Herr!" nach dem klaren Zusammenhang auf sein Verhältnis zu den Menschen bezieht. Und solche Aufforderung wird sich stets nur auf einzelne Stücke, nie auf unsern Wandel im Ganzen beziehen dürfen, es wäre denn, dass wir dabei unsern Stand als in Christus Jesus Gerechtfertigte im Auge hätten. Sonst ist für den sündigen Sterblichen das andere Gebet des Psalmisten viel passender: Gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht (Ps. 143,2). Denn ich habe in meiner Unschuld gewandelt. (Wörtlich.) Sich in allen Dingen unsträflich zu halten, war der Grundsatz Davids und er führte ihn im täglichen Leben aus. Er hatte keinerlei verräterische oder unredliche Mittel angewandt, um die Krone zu gewinnen oder sich in ihrem Besitz zu erhalten; er war sich bewusst, dass er sich in all seinem Verhalten gegen Saul und dessen Nachkommen von den edelsten Grundsätzen hatte leiten lassen. Wie tröstlich ist es, die Zustimmung des eigenen Gewissens zu haben! Genießen wir Frieden im Herzen, so brauchen uns die Stürme der Verleumdung, die um uns her heulen und toben, wenig anzufechten. Wenn das Vöglein in meinem Busen ein fröhliches Lied singt, dann kümmert es mich wenig, ob auch tausend Eulen der Nacht mich von außen her ankreischen. Und auf den Herrn habe ich vertraut und vertraue ich . (Wörtl.) Der Glaube ist die Wurzel und das Mark der Unsträflichkeit im Wandel. Wer sich auf den Herrn stützt, wandelt aufrecht. David wusste, dass Gottes heiliger Wille ihm die Krone verliehen hatte; darum wandte er keine ungeraden oder ungesetzlichen Mittel an, sie zu sichern. Er ließ sich nicht bereden, seinen Feind in der Höhle zu töten, oder zu dulden, dass seine Krieger ihn erschlugen, als er unbewacht im Lager schlief. Der Glaube scheut keine Anstrengung, wo er für den Herrn und nach Gottes Weise wirken kann; aber er weigert sich, auch nur den kleinen Finger aufzuheben, um unredliche Pläne auszuführen. Rebekka bediente sich einer täuschenden List, um dem Ratschluss des Herrn zu Gunsten Jakobs zur Erfüllung zu helfen, -- und das war Unglaube; Abraham dagegen überließ es Gott, seine Verheißungen zu verwirklichen, und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete, -- das war Glaube. Der Glaube überlässt es Gott, seine Ratschlüsse auszuführen. Warum sollte ich stehlen, wenn Gott verheißen hat, mich zu versorgen, warum mich rächen, wenn ich weiß, dass der Herr sich meiner Sache annimmt? Die Zuversicht zu Gott ist ein höchst wirksamer Schutz gegen die Sünde. Darum werde ich nicht fallen. 1 So schlüpfrig der Weg auch ist, so dass ich wie auf Glatteis gehe, der Glaube hält dennoch meinen Fuß vom Gleiten und wird das auch ferner tun. Wer auf den zweifelhaften Wegen weltlicher Klugheit wandelt, tut früher oder später ganz sicher einen Fall; der Pfad der Redlichkeit dagegen ist zwar oft beschwerlich, aber stets sicher. Wir können unsere Zuversicht nicht auf Gott setzen, wenn wir krumme Wege gehen; aber gerade Wege und ein einfältiger Glaube, die bringen den Pilger glücklich ans Ziel.

2. In dreierlei Form erbittet der Psalmsänger nun Prüfung seines Innern. Er wusste sich so frei von den Anklagen, deren man ihn beschuldigte, dass er sich bedingungslos jeder Art Prüfung unterwarf, die der Herr anzuwenden für gut finden würde. Prüfe mich, Herr. Durchforsche mich durch und durch, stelle eine genaue Untersuchung an, nimm mich ins Kreuzverhör, gehe der Sache auf den Grund. Und versuche mich. Stelle mich abermals auf die Probe und siehe, ob ich mich wirklich mit solch gottlosen Plänen trage, wie meine Feinde sie mir andichten. Läutere meine Nieren und mein Herz. Erprobe mich wie das Metall im Schmelzofen. Durchläutere mein geheimstes Innere, meine Nieren, den Sitz der Triebe und Gemütsbewegungen, und mein Herz , den Mittelpunkt des geistigseelischen Lebens, und siehe zu, ob du da Lust zu Mord, Verrat und Trug findest. Dies alles ist sehr kühne Sprache und im Mund eines David, dessen Herz so voller Gottesfurcht war, ist es ein höchst feierlicher, glaubhafter Erweis, dass er sich völliger Unschuld bewusst war. Die hier gebrauchten Ausdrücke mögen uns zeigen, wie durchdringend das Gericht des Herzenskündigers ist und wie unumgänglich notwendig es für uns ist, in allen Dingen durch und durch aufrichtig zu sein, wenn wir nicht schließlich auf der göttlichen Wage zu leicht erfunden werden sollen. Dass unsere Feinde uns mit der Schärfe des Hasses beobachten und behandeln, das erträgt ein Biedermann ohne Furcht; Gott aber verfährt mit uns nach der Strenge des unverbrüchlichen Rechts: Wer mag vor solcher Untersuchung bestehen?

3. Denn deine Güte (oder Gnade) ist vor meinen Augen. Gottes herablassende Liebe war Davids Augenlust. Das Beschauen der erfahrenen Gnade erquickte ihn und zugleich baute er auf dieselbe Gnade seine Zukunftshoffnung. Das Bewusstsein, Gnade empfangen zu haben, eröffnet vor dem gläubigen Gemüt in den trübsten Verhältnissen einen heiteren Ausblick; denn es zeigt ihm, wie in einem Gesicht, eine Fülle von Gnaden, die seiner noch warten, -- und was es da schaut, ist nicht ein schöner Traum, sondern Wirklichkeit. Verweile ein wenig, lieber Leser, bei dem himmlischen Wort Gnade. Wer erkennt, was Gnade ist, für den gibt s keinen süßeren Klang. Ja, es ist seinesgleichen nicht. Und eine Frage drängt sich immer wieder dem begnadigten Herzen auf: Wie kommt der große Gott dazu, dem sündigen Menschengeschlecht seine Liebe zuzuwenden? Darum sollte uns auch die Güte des Herrn stets vor Augen sein, als eine mächtige Triebkraft, die unsern Wandel beeinflusst. Wir sind nicht unter dem knechtischen Joch des Gesetzes, aber unter dem süßen Zwang und den sanften Einflüssen der Gnade, die weit mächtiger, obwohl viel milder sind. Der Mensch mag, das Gesetz vor Augen, der Sünde frönen; wer aber die göttliche Liebe klar erschaut, kann sich ihrem heiligenden Einfluss nicht entziehen. Wenn wir die Wunderwege der Gnade mehr vor Augen hätten, in denen Gott sich uns bezeugt, so würden wir achtsamer sein, die Wege des Gehorsams zu wandeln. Und ich wandle in deiner Wahrheit. Die Überzeugung von der Wahrhaftigkeit der göttlichen Verheißungen bewahrte den Psalmsänger vor der Sünde; denn er suchte diese Wahrhaftigkeit Gottes nicht nur zu glauben, sondern auch nachzuahmen, und hütete sich darum vor allem Schein und aller Heuchelei. Wir mögen uns aus diesem Vers auch merken, dass sich, wenn wir die göttliche Liebe an uns erfahren haben, dies im Wandel, in der Befolgung der göttlichen Wahrheit zeigen wird. Wer, sei es die lehrhafte, sei es die praktische Seite der Wahrheit vernachlässigt, darf sich nicht wundern, wenn er den erfahrungsmäßigen Genuss derselben verliert. Der Leute, die von der Wahrheit reden, sind genug; besser ist’s, in der Wahrheit wandeln. Viele geloben, sich in Zukunft wohl zu verhalten; aber all ihre Vorsätze werden zunichte. Nur wer Gottes Gnade an seinem Herzen erfahren hat, kann sagen: Ich wandle in deiner Wahrheit.

Fußnote
1. Viele fassen d(fm:)e)Æl als beschreibenden Umstandssatz = ohne (im Vertrauen) zu wanken. Dafür spricht der Zusammenhang.
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

Jörg
Moderator
Beiträge: 2373
Registriert: 04.04.2008 07:47
Wohnort: Essen im Ruhrpott

Regelmäßige Lesung aus der Schatzkammer David Ps26

Beitragvon Jörg » 02.11.2019 14:06

4. Ich sitze nicht bei den eiteln Leuten,
und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen.
5. Ich hasse die Versammlung der Boshaften,
und sitze nicht bei den Gottlosen.


Der Psalmist war so weit davon entfernt, ein gemeiner Übertreter der göttlichen Rechtsordnungen zu sein, dass er mit denen, die das Böse lieben, nicht einmal äußerlich irgendwelchen Verkehr gepflogen hatte. Er war allen verkehrten Leuten sorgfältig fern geblieben. Das Sprichwort lautet: "Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist"; und wenn wir uns von den Gottlosen fern gehalten haben, wird das stets ein Zeugnis zu unsern Gunsten sein, wenn unsere sittliche Würde angegriffen werden sollte. Wer nie in dem Kirchspiel gewesen ist, hat schwerlich das Korn gestohlen.

4. Ich sitze nicht bei den eiteln Leuten , d. h. bei den innerlich Hohlen, deren einziger Gehalt die Schlechtigkeit ist und die ihre innere Unwahrheit mit dem Schein der Verstellung übertünchen. Echte Bürger haben keine Gemeinschaft mit Verrätern. David hatte keinen Sitz im Parlament der Nichtigkeitskrämer. Die Bösen waren weder seine guten Gesellschafter bei Festen noch Ratgeber bei seinen Plänen noch seine Bundesgenossen im Handeln. Wir können ja nicht daran vorbei kommen, mit Weltmenschen zusammenzutreffen, mit ihnen zu reden, Geschäfte zu schließen und dergleichen; aber wir dürfen keinesfalls in ihrer eiteln Gesellschaft unsere Ruhe und Erholung suchen. Nicht nur die offenbar ruchlosen, sondern auch die eiteln Leute sollen wir meiden. Alle, deren Lebensziele nur im Diesseits liegen, sind eitle, nichtige Leute, Hülsen ohne Kern, aufgeblasene Windbeutel; wie könnte der Christ sie seiner Freundschaft würdigen? Da überdies diese Eitelkeit oft mit Falschheit gepaart ist -- wie bei den Leuten, von denen unser Text redet --, so tun wir wohl daran, wenn wir uns von diesem verkehrten Geschlecht (Apg. 2,40) gründlich scheiden. Die Gemeinschaft mit ihnen könnte uns teuer zu stehen kommen und das Dulden des Unnützen, Eiteln uns dazu führen, schließlich auch dem offenbar Gottlosen Beifall zu zollen. Und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen. Da ich weiß, dass heuchlerische Frömmigkeit zwiefache Schlechtigkeit ist, scheue ich wie die Pest alle, die die Religion zum Deckmantel ihrer Bosheit machen. Der Grundtext nennt sie Verhüllte oder Versteckte, eben weil sie ihre heimtückischen Pläne so gut unter der Maske der Unschuld zu verbergen wissen. Sie tragen den Rosenkranz um den Hals und den Teufel im Herzen. Muss ich mit ihnen dieselbe Straße wandeln, so hüte ich mich doch wohl, mit ihnen unter ein Dach einzukehren und meine Zeit in ihrer Gesellschaft zu verbringen. Mit der Versammlung der Heuchler (Hiob 15,34) sollen wir keine Gemeinschaft pflegen; ihr letzter Sammelort wird der tiefste Abgrund der Hölle sein. Darum lasst uns jede Verbindung mit ihnen jetzt abbrechen; die Zeit wird bald da sein, wo wir nicht wünschen werden, zu ihrer Bekanntschaft zu gehören. Die im Grundtext in diesem Versteil gebrauchte Zeitform (das Imperf.) zeigt an, dass David dieses Verhalten gegen die Gottlosen fort und fort beobachtete. Es gilt, dass wir den eingeschlagenen einsamen Pfad mit immer größerer Umsicht innehalten, je mehr wir sehen, dass sich der Tag der Erlösung naht. Wer in Jesu Klarheit umgestaltet werden möchte, darf sich nicht verunstalten durch Gleichförmigkeit mit der Welt. Die Worte Davids zeigen uns, dass wir auch unter denen, die sich zum Volke Gottes halten, einen Unterschied machen müssen; denn wie es unter denen, die draußen sind, eitle Leute gibt, ohne Kern und Halt, so gibt es in der Kirche Heuchler, und beide sind mit unverbrüchlicher Entschlossenheit zu meiden.

5. Ich hasse die Versammlung der Boshaften. Ein strenges Urteil und doch nicht zu streng. Wer das Böse nicht mit vollem Abscheu hasst, liebt auch das Gute nicht von Herzen. Die Menschen als solche müssen wir allezeit lieben, denn sie sind unsre Nächsten, die wir lieben sollen als uns selbst; aber als Boshafte sind sie Verräter an der himmlischen Majestät und kein getreuer Untertan kann einen Hochverräter lieben. Was Gott hasst, sollen auch wir hassen. Der Ausdruck "die Versammlung der Boshaften " zeigt uns die Bösewichter als miteinander im Bunde und in geheimer Ratsversammlung vereint, um die Unschuldigen ins Verderben zu stürzen. Solche Satans Synagogen sollen uns ein Gräuel sein. Welch’ trauriger Gedanke ist es doch, dass es ebenso wohl eine Versammlung der Bösewichter gibt, als eine Versammlung der Heiligen, eine Kirche Satans sowohl als eine Kirche Gottes, einen Schlangensamen sowohl als einen Weibessamen, ein altes Babel sowohl als ein neues Jerusalem, eine große Hure, die auf den vielen Wassern sitzt (Off. 17,1) und für das göttliche Zorngericht reif wird, sowohl als eine keusche Braut des Lammes, deren beim Kommen des Herrn die Krone wartet. Und sitze nicht bei den Gottlosen. Geheiligte Seelen haben einen Sitz an einer andern Tafel und vertauschen nimmermehr die königliche Speise gegen die Treber aus dem Schweinetrog. Besser ist’s, mit den Krüppeln und Lahmen und Blinden am Tisch der Gnade zu sitzen, als mit den Gottlosen an ihren wüsten Gelagen teilzunehmen. Ja besser ist’s, mit Hiob im Staub und in der Asche zu sitzen als auf Pharaos Thron. Möge jeder, der diese Worte Davids liest, wohl zusehen, mit wem er Umgang pflegt; denn die Gesellschaft, zu der er sich in dieser Welt hält, wird ihn wahrscheinlich auch in jener Welt umgeben.

6. Ich wasche meine Hände in Unschuld,
und halte mich, Herr, zu deinem Altar,
7. da man hört die Stimme des Dankens,
und da man predigt alle deine Wunder.
8. Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses
und den Ort, da deine Ehre wohnt.

6. Ich wasche meine Hände in Unschuld. Das Waschen der Hände war eine sinnbildliche Handlung, mit der man bezeugte, dass man von einem geschehenen Frevel frei sei. (5. Mose 21,6 ff.) Nicht allgemeine Sündlosigkeit ist es, was David mit diesen Worten für sich in Anspruch nimmt, sondern er bezeugt nur, dass er von den Verbrechen rein sei, deren man ihn verleumderisch beschuldigte. Die zweite Vershälfte: und halte mich zu deinem Altar, wörtl.: und umgebe oder möchte umgeben (umschreiten) deinen Altar 2 , legt uns nahe, anzunehmen, dass David auch an die heilige Waschung dachte, der sich die Priester jedes Mal unterziehen mussten, ehe sie dem Altar nahten. Priester Gottes müssen sorgfältig darauf bedacht sein, in der Heiligung zu stehen. Das eherne Waschbecken war ein so unentbehrliches Gerät der Stiftshütte wie der Brandopferaltar. Zu Gottes Dienst braucht es heilige Leute. Gott sei Dank, dass es einen Born des Heils gibt, der unsre Herzen rein macht von aller Sünde. Diese Reinigung des Innern muss sich aber auch im Handel und Wandel offenbaren. Wer gegen seine Mitmenschen ungerecht ist, kann nicht in Gott wohlgefälliger Weise zum Altar nahen, um seine Gebete und Opfer dem Heiligen zu weihen. Wer mit sündenbefleckten Händen Dankopfer darbringt, ist dem Herrn ein Gräuel. Gerechtigkeit und Reinheit lieben ist Gott viel wohlgefälliger als das Fett von tausend Widdern. Wir ersehen aus diesem Vers, dass geheiligten Seelen der Dienst des Herrn eine Lust ist und sie an seinem Altar die höchste Erquickung finden, und ferner, dass es ihr heiliger Ernst ist, sich nie in irgendetwas einzulassen, was sie untüchtig machen würde, mit dem heiligen Gott traute Gemeinschaft zu pflegen. Unser Blick soll auf den Altar gerichtet sein, der beides, den Geber und die Gabe, heiligt; aber nie dürfen wir uns aus dem Sühnopfer eine Entschuldigung der Sünde machen, sondern sollen durch jenes uns vielmehr den göttlichen Beruf vorhalten lassen, heilig zu sein, wie Jahwe heilig ist.

7. Um hören zu lassen die Stimme des Dankes. (Grundt. 3 David war so erleuchtet, dass er bei den äußeren, vorbildlichen Opfern nicht stehen blieb, die er hier nicht einmal erwähnt, sondern zu den geistlichen Opfern durchdrang, worauf jene zielten. Nicht das Brüllen und Stöhnen von jungen Stieren, sondern das Lobgesänge der begnadigten Seele ist die Gabe, die von denen, welche Gott im Geist anbeten, dem Herrn dargebracht wird. Den Lobpreis des Gnädigen und Barmherzigen hören zu lassen, das sollte der tägliche Gottesdienst aller derer sein, die in der Versöhnung stehen. Mögen die Menschen uns schmähen, wie sie wollen, so wollen wir dem Herrn nicht die Ehre vorenthalten, die ihm gebührt. Lasst die Hunde bellen -- wir wollen, gleich dem Mond, trotz ihres Bellens unser Licht leuchten lassen. Und zu erzählen alle deine Wunder. Gottes Kinder sollten kein Schloss vor dem Mund haben, wo es gilt, den Herrn zu preisen. Die Wunder der göttlichen Gnade mögen wohl die Stummen zum Jubilieren bringen. Gottes Liebestaten werden uns in der Tat zu lauter Wundern, wenn wir erwägen, wie unwürdig die sind, an denen sie geschehen, wie viel ferner Gott sie sich hat kosten lassen und welch erstaunliche Wirkungen sie zu Stande bringen. Und wie die Menschen großes Vergnügen daran finden, von merkwürdigen und erstaunlichen Dingen zu erzählen, so ist es den Gläubigen eine Lust, von den Wundern zu reden, die der Herr für sie und an ihnen getan hat.

8. Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses. Stätten der Sünde mied David, aber das Haus Gottes liebte er. Wir wären traurige Kinder, wenn wir unseres Vaters Haus nicht liebten. Obwohl wir auf dem Standpunkt des neuen Bundes keine besonderen geweihten Orte mehr anerkennen, so ist doch die Gemeinde des lebendigen Gottes das Haus Gottes, und wahre Christen haben ihre Herzenslust an den heiligen Ordnungen, den Gottesdiensten und Versammlungen dieser Gemeinde des Herrn. O dass alle unsere Tage Sabbatt-Tage wären! Und den Ort, wo deine Ehre oder Herrlichkeit wohnt. In der Stiftshütte offenbarte sich die Herrlichkeit des Herrn -- freilich noch verhüllt durch die Wolke. Später weissagte Haggai (2,7.9), dass eine noch weit größere Herrlichkeit das Haus des Herrn füllen sollte. Die Zeit ist gekommen; nicht mehr ein steinernes Haus, aber die Gemeine des Herrn ist der Ort, da Gottes Herrlichkeit in ungeahnter Fülle und Klarheit wohnt. Da offenbart er sich in der Herrlichkeit seiner Gnade und da wird er von den Seinen geehrt und als der Herr über alles verkündigt und gepriesen. Wir kommen nicht zusammen, um den Prediger zu ehren, sondern um Gott die Ehre zu geben, die ihm gebührt. Und das ist eine selige Pflicht für die Heiligen des Höchsten. Was sind Zusammenkünfte, in denen Gott nicht geehrt wird? Sind sie nicht seinen reinen, heiligen Augen ein Ärgernis und Gottes Kindern ein Stein des Anstoßens? Es bringt uns die Schamröte ins Angesicht, wenn wir Predigten hören müssen, in denen Gottes Verherrlichung so wenig das Ziel ist, dass man fast denken könnte, der Prediger sei ein Priester des Gottes, Mensch genannt, und sei mehr erfüllt von dem Gedanken an die Würde des Menschen als an die Majestät des Höchsten.

Fußnoten
2. Das umkreisen des Altars braucht nicht von eigentl. Prozession um den Altar verstanden zu werden, sondern kann auch in dem in Luthers Übers. angedeuteten, als Gegensatz zu dem Meiden der Gottlosen (V. 4-5) treffl. passenden Sinn gefasst werden: den Altar liebend umgeben (vergl. Jer. 31,22).

3. Luthers Übers. - "da man höret usw" - ist nicht richtig. Fraglich ist, ob das Verb absolut zu fassen ist: um anzustimmen mit dem Ruf des Dankes oder ob man besser, mit anderer Interpunktion, hdfOtI als Objekt dazu nimmt: um laut den Lobgesang ertönen zu lassen oder aber das Objekt des 2. Versgliedes: alle deine Wunder, vorausnimmt: um zu verkündigen mit lautem Lobgesang, um zu erzählen alle deine Wunder.
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

Jörg
Moderator
Beiträge: 2373
Registriert: 04.04.2008 07:47
Wohnort: Essen im Ruhrpott

Regelmäßige Lesung aus der Schatzkammer David Ps26

Beitragvon Jörg » 09.11.2019 13:38

9. Raffe meine Seele nicht hin mit den Sündern,
noch mein Leben mit den Blutdürstigen
10. welche mit böser Tücke umgehen,
und nehmen gerne Geschenke.


9. Raffe meine Seele nicht hin mit den Sündern. Wenn ich, Herr, gleich der Frucht im Herbst, eingesammelt 4 werden muss, so wirf mich nicht in einen Korb zusammen mit den besten der Sünder, geschweige denn mit den schlechtesten unter ihnen. Die Gemeinschaft mit den Sündern ist uns schon hier unten so verhasst, dass wir den Gedanken nicht ertragen können, mit ihnen in ein Bündel zusammengebunden zu sein für alle Ewigkeit. Unser Trost ist, dass der Herr der Ernte das Unkraut von dem Weizen unterscheiden kann und für so grundverschiedene Leute, wie es die Sünder und die Heiligen sind, einen verschiedenen Ort finden wird. In den früheren Versen sahen wir, wie der Psalmist sich von den Ruchlosen fernhielt, und das gab ihm ein Anrecht, zu erwarten, dass Gott ihn auch zuletzt nicht mit ihnen zusammenwerfen werde. Lasst uns bedenken, welches Geschick der Gottlosen wartet, so wird sich die Bitte dieses Verses mit Macht auf unsere Lippen drängen. Doch angesichts des göttlichen Rechtgrundsatzes, dass gleiches zu gleichem gesammelt wird, haben wir, die wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind (1.Joh. 3,14), nichts zu fürchten. Noch mein Leben mit den Blutdürstigen oder mit Blutmenschen. Unser Herz wird krank, wenn wir nur ihre Reden hören müssen; die grausamen Anschläge dieser Leute, die das Niederschießen ihrer Mitmenschen als nobeln Sport betreiben, sind uns ein Gräuel. Herr, lass uns nicht in ein Gefängnis mit ihnen verschlossen werden! Das Paradies selbst wäre eine Hölle, wenn wir es mit Blutmenschen teilen müssten; so lange wenigstens, als sie bleiben, was sie jetzt sind.

10. In deren Händen Frevel, eigentlich: schlimmes Vorhaben, ist. (Grnndt.) Sie haben beide Hände voll davon; ihr ganzes Tagewerk ist, Schandtaten zu ersinnen und auszuführen. Und deren Rechte, mit der sie am geschicktesten sind, voll ist von Bestechung . (Grundt.) Gleich Dieben, die ungestraft stehlen wollen, tragen sie stets einen guten Brocken bei sich, um die Hunde der rächenden Gerechtigkeit zum Schweigen zu bringen. Wer Bestechungsgeschenke gibt ist in jeder Beziehung so schuldig, wie wer sie nimmt, und bei unsern öffentlichen Wahlen ist der reiche Schurke, der sich die Stimmen kauft, weitaus der schlechtere Teil. Bestechung sollte dem Christen in jeder Form so ekelhaft sein, wie Aas einer Taube oder Schmutz einem Lamm. Mögen solche, deren unsaubere Hände gern Geschenke nehmen oder geben, dessen eingedenk sein, dass weder Tod noch Teufel sich dazu bestechen lassen werden, sie ihrem wohlverdienten Geschick entrinnen zu lassen.

11. Ich aber wandle unschuldig.
Erlöse mich, und sei mir gnädig!

Ich aber wandle in meiner Unschuld. (Wörtl.) Mit diesen Worten bringt der Psalmsänger seine persönliche Stellung zum unrechten Gewinn und dem ganzen Tun und Treiben der Gottlosen zum Ausdruck und legt damit wohl auch ein Gelübde für die Zukunft ab. Wir können (mit Kautzsch u. a.) übersetzen: Ich aber will wandeln usw. Er ist ein echter Protestant -- sein Leben ist und soll sein ein Protest gegen alles Ungöttliche. Gleich den lebendigen Fischen schwimmt er gegen den Strom. Ich aber, sagt er und zeigt damit, dass er bereit ist, wenn es sein muss, ganz einsam den schmalen Pfad zu wandeln. Er traut auf seinen Gott; darum ist er entschlossen, den geraden Weg der Unschuld und Herzenseinfalt zu gehen, mag, wer will, die krummen Wege der Gewalttat und des Truges wählen. Doch ist er fern von prahlerischem Wesen und selbstgerechtem Vertrauen auf die eigne Kraft: Ruft er doch im selben Atemzuge die göttliche Gnade an: Erlöse mich, und sei mir gnädig! Trotz des Bewusstseins seiner Unschuld betreffs der wider ihn geschleuderten Verleumdungen weiß er, dass er die Erlösung aus seiner gegenwärtigen Not, wie die Bewahrung vor der Gesinnung und dem Schicksal der Gottlosen nur von der Gnade des Herrn erwarten kann. Unsere Herzenslauterkeit ist weder vollkommen noch unwandelbar, sie ist ein Werk der Gnade in uns und wird durch unsere menschliche Sündhaftigkeit getrübt. Wir müssen darum, wenn wir uns etwa in ähnlicher Lage wie David befinden, zu der erlösenden Gnade unsere Zuflucht nehmen, mit dem Bekenntnis, dass wir, mögen wir unter den Menschen auch Heilige sein, vor Gott uns doch als Sünder beugen.

12. Mein Fuß geht richtig.
Ich will dich loben, Herr, in den Versammlungen.

Das Lied begann mit dem Flehen um das richterliche Eingreifen Gottes zur Rettung seines bedrängten Knechts; es endet mit Lobpreis . Wie oft hat David sich ein fröhliches Herz gesungen! So sieht er jetzt -- im Glauben -- sich schon errettet aus den unwegsamen Schluchten, worin er bisher eingeengt war; mein Fuß steht auf dem Ebenen (wörtl.), sagt er, wo er sicher wandeln kann, ohne Hemmnis oder Gefahr. Nun wendet sich sein Herz und Sinn nur einem zu: dem Lobpreis Gottes inmitten der feiernden Gemeine. Auch uns hat der Herr aus tiefen, gefährlichen Schluchten errettet und uns auf ebene Bahn gestellt. Sollte unser Herz den Dank vergessen? Sollte es ein begnadigtes Gotteskind geben, das es nicht zieht, im vielstimmigen Chor der Gemeine des Herrn den Gott unseres Heils zu preisen? Darum lasst uns nicht verlassen unsere Versammlungen und, wenn wir zusammenkommen, nicht träge sein, dem Herrn unsern Dank zu weihen. Jedes Gotteskind ist ein Zeuge der göttlichen Gnade und Treue und sollte mit seinem Zeugnis nicht zurückhalten. Mögen die Lästerer draußen ihr nächtliches Geheul anstimmen -- das soll die Kinder drinnen im Singen nicht stören.


Erläuterungen und Kernworte


Zum ganzen Psalm. Dieser Psalm steht in Gedanken und Worten in naher Beziehung zu dem vorhergehenden. Ziehen wir diesen nicht zur Ergänzung herbei, so könnte unser Psalm als Sprache des Hochmuts und Eigendünkels erscheinen; doch wenn wir das reumütige Sündenbekenntnis und das ernstliche Flehen um Vergebung und Gnade, das der vorige Psalm enthält, beim Lesen unseres Psalms im Gedächtnis festhalten, so wird es uns nicht anders möglich sein, als die Versicherungen Davids von seiner Unschuld so aufzufassen, dass er damit nicht sein Verdienst, sondern Gottes Gnade rühmen will. Wie Augustinus († 430) fein bemerkt: Non merita mea, sed misericordia tua ante oculos meos est, d. h.: David sagt (V. 3) nicht: mein Verdienst, sondern: deine Gnade ist vor meinen Augen. Christopher Wordsworth 1868.

V. 1. Wer eine gute Sache vertritt und ein gutes Gewissen hat, dem ein guter Wandel entspricht, der hat gute Gründe, sich auf Gott zu berufen. Ingram Cobbin 1846.

Nichts ist dem Aufrichtigen lieber zu wissen, als dass Gott ihn durch und durch kennt. Es ist ihm ein Geringes, ob die Menschen ihn verdammen; so ist es ihm auch nichts Großes, wenn sie ihn loben. Denn nicht der ist bewährt, der sich selbst lobt, oder den andere loben, sondern den der Herr lobt (2.Kor. 10,18). Die Zeugnisse und Empfehlungsbriefe aller Menschen in der ganzen Welt werden uns nichts helfen, es sei denn, dass der Herr selbst uns anerkennt. Joseph Caryl † 1673.

Als ein Beispiel der Berufung auf Gott erwähnen wir folgende Worte des gewaltigen Predigers George Whitefield († 1770): Mögen manche mich für einen Marktschreier und Schwärmer halten und sagen, ich machte euch nur methodisch 5 verrückt; mögen sie ihre Schmähungen gegen mich schleudern: Christus weiß alles, er nimmt auch das zur Kenntnis, und ich überlasse es ihm, meine Sache zu führen, denn er ist ein guter Meister. Als solchen habe ich ihn erfunden, und ich bin gewiss, dass er sich auch ferner treu erweisen wird. Die Rache ist sein, er wird Vergeltung üben (Röm. 12,19).

Ich wandle in meiner Unschuld. (Wörtl.) Zu beachten ist erstens, dass auf dem "Ich" der Ton liegt. David stellt sich schon hier, wie später in V. 11, in Gegensatz zu den Sündern und Blutmenschen. Sodann beachte man die Kraft des Ausdrucks: meine Unschuld , d. i. die mir eigene, mir gewohnte. Der Psalmsänger deutet damit an, dass er ohne Wanken in Herzenseinfalt und Lauterkeit seinen Weg gegangen sei und sich durch all die Anschläge der Feinde darin nicht habe beirren lassen. D. W. Wilson 1860.

Unschuld. Das hebräische Wort bezeichnet nach 1. Mose 20,5 f.; 1.Kön. 22,34 gänzliche Freiheit von sündiger Absicht, Charakterreinheit, Lauterkeit, Einfalt; darauf, dass er arglosen Sinnes, ohne Feindschaft zu hegen und herauszufordern, dahingegangen und unwankelbar (ohne zu wanken, adverbieller Umstandssatz, vergl. 21,8) auf Jahwe vertraut, gründet er die Bitte um Erweisung seines gekränkten Rechtes: Schaffe mir Recht . Er erklärt sich nicht selbstgerecht für sittlich vollkommen, er beruft sich nur auf die ganz und gar Gott zugewandte Grundrichtung seines Innersten. Auch ist V. 2 nicht sowohl Aufforderung, dass sich Gott von seiner Unschuld überzeuge, als vielmehr Bitte, seinen Gemütszustand zu prüfen und, wenn es nicht so sei, wie es ihm bewusst ist, dies ihm klar zu machen. (Ps. 139,23 f.) Prof. D. Franz Delitzsch † 1890.

Ich habe auf den Herrn vertraut. Das Vertrauen auf den Herrn ist der Quell der Unsträflichkeit. Wer auf den Herrn seine Hoffnung setzt, der darf nicht durch Verletzung seiner Pflichten sein Glück suchen; er erwartet alles von oben und ist zugleich stets darauf bedacht, dass er nicht der Gnade seines himmlischen Heilandes durch Verletzung seiner Gebote verlustig werde. Prof. D. E. W. Hengstenberg 1843.

Darum werde ich nicht wanken. Das ist ein Wort starken Glaubens, womit der Psalmist eben so nachdrücklich betont, wie vollkommen Gott die Seinen bewahrt und wie sicher sie durch die aufrecht erhaltende Kraft seiner Gnade wandeln, als er vorher die Lauterkeit seines Wandels und sein Gottvertrauen bezeugt hatte. David sagt nicht nur: Ich werde nicht fallen, sondern.: Ich werde nicht wanken [Luther 1524: nicht gleiten]. Barton Bouchier 1855.

Fußnoten
4. Das Zeitwort des Grundt. heißt oft sammeln, daher die engl. Bibel hier übersetzt: Sammle nicht meine Seele mit den Sündern ein. Doch ist Luthers Übers. richtig und das mit ist zu erläutern: so wie sie hingerafft werden, nämlich in plötzlichem Verderben.

5. Anspielung auf den Namen Methodisten, mit dem man ursprünglich gewisse Ärzte alter Schule bezeichnete, den man aber dann spöttisch J. Wesley und seinen Anhänger gab, weil sie "nach der Bibel aufgestellten Methode leben wollen
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 1 Gast