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Pastorinnen jetzt auch in der FeG - Ein Trend setzte sich durch


Von Thorsten Brenscheidt, Bochum



Die Freien Evangelischen Gemeinden (FeG) haben es geschafft. Nach jahrelangem Hin und Her werden jetzt auch in dieser Freikirche Pastorinnen ordiniert.

Am 20.09.2008 wurde mit 64 % die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit noch knapp verfehlt. Am 18.09.2010 stimmten auf dem FeG-Bundestag nunmehr 76,3 % für FeG-Pastorinnen.

Eine bibeltreue Position vertrat bei der Abstimmung der FeG-Pastor Friedrich Zahn aus Nürnberg, da der Antrag die in der Bibel vorgegebene unterschiedliche Beauftragung von Frauen und Männern missachte. Gott habe Männern die Letztverantwortung in Leitung und Lehre übertragen. Zu Recht fragte er, ob Aussagen der Bibel auch heute gelten oder als kulturbedingt und damit als überholt verstanden werden sollten. Mutig sprach er von einem „sukzessiven Entkernen“ der Bibel. Doch der Gegenantrag erzielte nur 21,6 %. Damit konnten die FeGen nach den evangelischen Landeskirchen, den Baptisten, Methodisten, Pfingstlern und den meisten freien charismatischen Gemeinden nachziehen. Ein Fortschritt?

Sicherlich, wenn es um die von den FeGen gewünschte „gesellschaftliche Relevanz“ geht. Aber kommt es in erster Linie darauf an, „bedeutsam für die Menschen in der Umgebung“ zu sein, wie es FeG-Präses Ansgar Hörsting wünscht? Was ist mit der biblischen Relevanz?

In der Präambel der FeGen von 1976/1995 heißt es: „Verbindliche Grundlage für Glauben, Lehre und Leben in Gemeinde und Bund ist die Bibel, das Wort Gottes.“ Und konkret heißt es weiter: „Die Gemeinden wollen sich in ihrem Aufbau und Dienst nach der im Neuen Testament erkennbaren Lebensweise der Gemeinde ausrichten.“ Damit ist beim Stichwort Dienst zu prüfen, ob ein autoritatives Leitungs- und Lehramt durch Frauen dem Neuen Testament entspricht.

Gemäß dieser Präambel ist in der FeG die biblische Relevanz also nicht unerheblich. Aber – und das habe ich dort immer wieder gehört: „Die Zeiten ändern sich!“ Daher die kulturelle, gesellschaftliche, ja weltliche Anpassung.

„Und passt euch nicht diesem Weltlauf an!“, ermaht der Apostel Paulus in Römer 12, 2. Will man dafür aber die „gesellschaftliche Relevanz“ riskieren? Die FeGen jedenfalls nicht. Wer weiß, was sich in der Gesellschaft im kulturellen, politischen oder ethischen, vor allem sexualethischen Bereich noch alles entwickelt – weitere Anpassungen in den FeGen dürften folgen.

Im Jahr 2000 wurde dokumentiert: „In dieser Frage sind wir in der Bundesleitung unterschiedlicher Meinung und beziehen keine gemeinsame Stellung.“ Seit Jahren bereits predigen in einigen FeGen auch Frauen und wirken in der Gemeindeleitung mit. Der Wunsch, offiziell auch Pastorinnen zu berufen, veranlasste die FeG-Bundesleitung auf mehreren Konferenzen darüber zu debattieren. Neue Auslegungsvarianten, die vor den 1950er Jahren auch anderswo noch undenkbar waren, bringen FeG-Verantwortliche zu der Erkenntnis, es sei „schriftgemäß und christuszentriert“, dass Frauen Pastorinnen sein können. Bedauerlich ist festzustellen, dass sich zudem eine Relativierung dieser nicht unwichtigen Frage auf dreierlei Weise vollzieht: Erstens handele es sich bei den Pastorinnen „nicht um eine heilsentscheidende Frage“ (so der frühere Präses Peter Strauch), zweitens sei ohnehin „die menschliche Erkenntnis lediglich Stückwerk“ und drittens sollen andere Lehrmeinungen und demzufolge auch andere Praktiken nach dem Motto „Einheit in Vielfalt“ toleriert werden.

Die Frage nach dem Leitungs- und Lehramt durch Frauen wird nach vielen Jahrzehnten biblischer Klarheit neu beantwortet, unter anderem durch zwei Sachbücher, die an dieser Stelle behandelt werden.

Im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) gibt es Pastorinnen erst seit 2005. Prägend für noch nicht überzeugte Pfingstler ist das Anfang 2008 im pfingstkirchlichen Leuchter-Verlag erschienene erste Buch des BFP-Pastors, Tim Sukowski, mit dem Titel: „Nichts für Frauen? Der Dienst von Frauen in Leitung und Lehre“, das hier ausführlicher behandelt wird.

Auch die charismatisch geprägten Jesus-Freaks liegen bei diesem sehr aktuellen Thema im Trend. Im Jesus-Freak eigenen Orkrist-Verlag gab 2005 Jesus-Freak-Pastor Carsten Schmelzer (Künstlername „Storch“) eine überarbeitete Auflage seines zunächst 2002 erschienenen Buches heraus mit dem Titel: „Die Prinzessin auf der Kanzel. Der Dienst der Frau im Neuen Testament. Warum Frauen predigen und leiten sollten“.

Bereits im Untertitel wird die theologische Haltung deutlich. Storch unternimmt eine theologische, aber insgesamt sehr fragwürdige Behandlung des Themas. Das Buch erhebt den Anspruch, es gehe „um den theologischen Beweis, dass Frauen es tun dürfen.“ (Back Cover)

Auf bibeltreue Leser wirken Einschübe von Co-Autoren dieses Buches wie zum Beispiel Silke Derwand-Ukena erschreckend: „Irgendwo las ich einmal folgenden Spruch: ‚I just saw God and she was black.’ Dieser Spruch regt mich immer wieder zum Nachdenken an, was Gott alles ist. Er ist wir alle. Blond - Brünett - Schwarzäugig - Blauäugig - Klein - Groß - Alles.“ (S. 36).

Storch selbst sieht „einen großen Verdienst der feministischen Bewegungen der letzten beiden Jahrhunderte, ...“ (S. 41) und bekennt: „Die Zeiten ändern sich, die theologische Entwicklung schreitet fort, ...“ (S. 49). Ab Seite 106 werden „ein paar Beispiele berühmter Frauen“ angebracht, „die in Gottes Dienst gute Frucht gebracht haben“. Als erstes wird Mutter Teresa genannt, die neben ihrem aufopferungsvollen Dienst für die Armen allerdings auch religionsvermischende Ansichten vertrat (Synkretismus) und Gott in allen Menschen sah (Pantheismus). Als zweites wird Kathryn Kuhlman als „große amerikanische Heilungsevangelistin“ aufgeführt und erwähnt, man könne „nicht abstreiten, dass Gott sich ungewöhnlich zu ihrem Dienst gestellt hat“. Kathryn Kuhlman gehört zu den umstrittensten Wunderheilern und wird von führenden Evangelikalen sogar im Zusammenhang mit charismatischen Okkultismus erwähnt. Mit Jackie Pullinger stammt auch die dritte Frau aus der charismatische Bewegung.

Storch untersucht „schwierige Stellen“ im Neuen Testament und kommt mit seinen Auslegungen immer wieder zu fragwürdigen Ergebnissen, die laut Back Cover „aus der Jesus Freaks Szene“ selbst kommen. Ein Beispiel: Zwar stünde in Epheser 5, dass sich Frauen ihren Männern unterordnen sollen, aber das müssten sie grundsätzlich gar nicht tun, „denn wer sich in welchem Bereich wem unterordnet, wird von der Bibel nicht geregelt“ (S. 111). Die erwähnte Bibelstelle reicht Storch ohnehin nicht aus, denn: „Es ist eine grobe Verzerrung des Wortes Gottes, dass die Frau sich dem Manne unterzuordnen hat ohne zu erwähnen, dass er sich auch ihr unterordnen soll, wo es nötig ist.“ (S. 110). Außerdem ist Unterordnung „sehr stark von den kulturellen und sozialen Faktoren der jeweiligen Zeit abhängig.“ (S. 111).

Diese Vorgehensweise durchzieht das ganze Buch: Die erwähnten Bibelstellen seien nicht so gemeint, wie sie geschrieben sind und der Zeitgeist spricht ohnehin eine andere Sprache.

Schließlich kommt Storch zu folgender Schlussfolgerung: „Das Ideal des Neuen Testaments ist also gegenseitige Unterordnung in einem Team, ein Leib, in dem jeder Teil seinen von Gott bestimmten Platz einnimmt und nicht eine einseitige Herrschaft der Männer.“ (S. 113).

Das gleiche Plädoyer für Frauen im Leitungs- und Lehrdienst erhebt Tim Sukowski, dessen Buch für die bisher bei diesem Thema konservativ gebliebenen 27.000 Pfingstler in 460 Gemeinden in Deutschland Maßstäbe setzen und auch die Pastoraltheologie des „Theologischen Seminars Beröa“ verändern wird. Bereits im Vorwort wird die Richtung eindeutig: Dort beklagt BFP-Pastor Uwe Schäfer, dass bei der konservativen und bibeltreuen Sicht „... Bibelverse zu einer Theologie zusammengefügt werden, die man bestenfalls als Irrtum bezeichnen kann.“ (S. 7) und spricht von „Opfern einer falschen Theologie“ (S. 7).

Sukowski zitiert und untersucht alle maßgeblichen Bibelstellen zu dem Thema. Zu Beginn fragt er, ob die „’konservative’ Auslegung ... nicht vielleicht selbst die Folge einer dem Zeitgeist verhafteten und tendenziösen Vorprägung bei der Herangehensweise an die Bibel“ (S. 10) ist und bezeichnet sie an anderer Stelle als „unseriös“ (S. 92). Er meint: „Da ist mancher Ausleger wohl mit einer vorgefassten Meinung ans Werk gegangen. Um diese bestätigt zu finden, wurde dann am Bibeltext ‚herumgebogen’.“ (S. 84).

Der Autor geht aber selbst nicht unvoreingenommen an die biblischen Texte. Man hat immer wieder den Eindruck, dass die Auslegungsvariante der Pfingstler im Vorhinein feststeht.

1. Beim Thema Schöpfungsordnung meint er, dass der dreieinige Gott das Ebenbild „des zweieinigen Menschen“ (S. 20) ist und geht von der unbiblischen Annahme aus: „Alle drei Personen der Gottheit haben das Ziel, den anderen zu verherrlichen.“ (S. 18). Man könne sogar „fast von der Bereitschaft zur gegenseitigen Unterordnung sprechen“ (S. 19). Wenn dem so sei, wären hier Bibelstellen, wo zum Beispiel der Heilige Geist vom Vater oder vom Sohn verherrlicht wird, erforderlich. Das biblische Zeugnis steht dem jedoch entgegen (Joh. 16, 14) und spricht außerdem davon, dass der Vater größer ist als der Sohn (Joh. 14, 28; 1. Kor. 11, 3).
Sukowskis Betonung, dass Mann und Frau unterschiedlich, jedoch mit gleichem Wert geschaffen wurde, bestreitet niemand. Dass sie deswegen aber auch die gleichen Aufgaben und Rollen übernehmen sollen, ist biblisch nicht haltbar.

2. Bei der Frau als „Gehilfin“ spricht er aufgrund der hebräischen Übersetzung „ezer“ von einem „Verbündeten, der stärker, mächtiger, fähiger oder intelligenter ist als man selbst“ (S. 21) und dass „Gott vielmehr eine starke Partnerin schuf, die vieles besser beherrscht ...“ (S. 22). Zu dieser verzerrten Annahme kommt schließlich die biblisch ins Gegenteil ausufernde Aussage: „Würde ezer (Verbündete) nicht durch kennegedo (entsprechendes Gegenstück) ergänzt, so könnte man heute in die Versuchung kommen, zu diskutieren, ob auch Männer in Gemeinden leiten und lehren dürfen oder ob dies nur Frauen vorbehalten sei.“ (S. 22). Es ist schwer vorstellbar, dass der unvoreingenommene Bibelleser in diese Versuchung gerät.

3. Gottes Aussage nach dem Sündenfall, dass der Mann über die Frau herrschen werde (1. Mose 3, 16), gehört erstens zu „Notordnungen“ (S. 23), zweitens geht das „am Herzen Gottes vorbei“ (S. 25) und drittens ist es etwas, „von dem Jesus uns freigekauft hat“ (S. 26) bzw. es „verliert in Christus seine Gültigkeit“ (S. 42), behauptet der Autor. Arbeits- und Geburtsschmerzen als die beiden anderen Folgen des Sündenfalls könne man ja lindern, warum nicht dann auch die Herrschaft des Mannes? Jesu Wiederherstellung der Schöpfungsordnung „umfasst auch den Wert und die Rolle von Frauen“ (S. 35), heißt es.

4. „Es sind Frauen, denen Gott die Erstverkündigung des Evangeliums von der Auferstehung Jesu anvertraut!“ Bei dieser Aussage auf Seite 37 von 129 Seiten ahnt man bereits, worauf der Autor hinzielt: Bibelkritik - alles sei nur kulturell und zeitbedingt zu verstehen, Paulus hat das nicht so gemeint - alles mit dem vorgefertigten Ziel: Frauen dürfen durchaus lehren und leiten. Ist das so? Es wäre überraschend, wenn nicht!

5. Wenn der Herr Jesus wirklich „Frauen wie selbstverständlich integrierte“ (S. 38) und „ihnen den Weg in die Nachfolge und den Dienst gleichrangig neben den Männern öffnete“ (S. 39), warum zählt dann keine einzige zum Jünger- oder Apostelkreis oder wurde zur Ältestin berufen? Scheinbar teilt Sukowski hier das Anliegen der sog. „Bibel in gerechter Sprache“. Die Apostelgeschichte heißt dort: „Über die Zeit der Apostelinnen und Apostel“.

6. Aus Gal. 3, 28: „Ihr alle seid einer in Christus Jesus.“, wo die Unterschiede zwischen Jude und Grieche, Sklave und Freier, Mann und Frau aufgehoben sind, zieht der Autor den Schluss, dass „ihr Stand in Christus in keiner Weise untergeordnet“ ist (S. 42), dass das Herrschen des Mannes über die Frau „in Christus seine Gültigkeit verliert“ (S. 42), um schließlich zu folgern: „Die Bibel begrenzt den Dienst der Frau nicht!“ (S. 126).

7. Die Stelle aus Gal. 3, 28 avanciert in dem Buch zur Lieblingsstelle des Autors, die mehrfach zitiert wird und dazu führt, dass Gleichwertigkeit und Gleichrangigkeit immer wieder verwechselt werden. Auch führt diese Stelle den Autor dazu, anstatt das Thema Unterordnung zu behandeln, Extrempositionen als rhetorische Mittel einzusetzen: „Die Abwertung eines Menschen durch einen anderen, wie sie in der Sklaverei geschieht, kann unmöglich dem Willen Gottes entsprechen.“ (S. 41).

8. Da es unmöglich ist, das Thema Unterordnung ganz wegzudiskutieren, stellt der Autor heraus, dass es bei der neutestamentlichen Hausordnung und der Ordnung der Gemeinde mit ihren Diensten „immer wieder zu Vermischungen“ käme (S. 43), was „fast zwangsläufig zu falschen Schlüssen“ (S. 43) führe, um somit die Gleichrangigkeit im Gemeindedienst zu retten.

9. Der Autor zieht mehrfach Schlussfolgerungen, die sich so nicht im Wort Gottes finden:
Eph. 5, 21 spricht davon, dass alle sich in der Furcht Christi unterordnen und die Frauen sich ihren Männern unterordnen sollen. In ihrer Stellung vor Gott sind damit alle Christen gleich, was durch Gal. 3, 28 mehrfach wiederholt wird. Der Autor macht daraus jedoch eine „gegenseitige Unterordnung innerhalb der Ehe“ (S. 46) und wird zum Egalitarier (Gleichmacher), der die männliche Leiterschaft verwässert oder gar aufhebt.

10. „Paulus lobt die Korinther ausdrücklich, dass sie auch auf diese Weise an seinen Überlieferungen festhalten, nämlich Frauen die Möglichkeit zur Entfaltung ihres Dienstes zu geben.“ (S. 51). Diese Aussage entbehrt sowohl in dem konkreten Text, als auch im gesamtbiblischen Zeugnis jeder Grundlage und kann daher nur dem Wunschdenken des Autors entstammen.

11. Bei dem zitierten Text zur Kopfbedeckung (1. Kor. 11, 2-16) spricht der Autor lediglich an, was „im jüdischen Kontext üblich war“ (S. 48), ohne jedoch die zeitlose Bedeutung aufgrund der Schöpfungsordnung zu erwähnen. Nach 1. Kor. 1, 2 richtet sich der Brief nämlich an „alle, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen“ und damit also nicht nur an die damaligen Gläubigen in Korinth.

12. „Was nicht sein darf, das nicht sein kann!“ - Das Lehrverbot für Frauen in 1. Tim. 2, 12 sei nur „die einzige Textstelle (S. 57). „Eine weit reichende Lehre auf einer einzigen Bibelstelle aufzubauen, ist unseriös.“ (S. 57). Dies bleibt in der Tat die einzige Stelle, da der Autor alle anderen uminterpretiert und anders auslegt. Aber selbst diese eine Stelle wird dadurch relativiert, dass es hier nur um „eine konkrete Frau“ (S. 80) „ohne namentliche Bloßstellung“ (S. 81) geht und eher nicht um „alle Frauen zu allen Zeiten“ (S. 81).
Wegen des Wechsels in den Singular in 1. Tim. 2, 12: „Ich erlaube aber einer Frau nicht, zu lehren.“ sei nur eine bestimmte Frau gemeint (S. 79). Mit dieser Konstruktion gelingt es Sukowski, sämtliche Bibelstellen über das Lehr- und Leitungsverbot der Frauen zu eliminieren. „Ein universelles Lehrverbot für Frauen ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht von Paulus beabsichtigt gewesen.“ (S. 92).

13. „Frauen den Befehl zum Lernen genau in dem Augenblick zu geben, in denen man ihnen das Lehren verbietet, ergibt absolut keinen Sinn.“ (S. 82). Dieses Prinzip von Ermutigung und Verbot bzw. Lob und Tadel findet sich jedoch auch in fünf der sieben Sendschreiben und ergibt als göttliches Prinzip sehr wohl einen Sinn.

14. Die Umkehrschlüsse, die der Autor zieht, um seine Lehre für weibliche Älteste zu begründen, sind aufgrund vieler eigener Überlegungen weit hergeholt und nicht schlüssig: „Die Verwendung des Ausdrucks ‚Mann einer Frau’ auch in Bezug auf Diakone ist ein starkes Indiz dafür, dass sich auch der Katalog über Älteste nicht exklusiv an Männer richtet, sondern in gleicher Weise an Frauen.“ (S. 106).

15. Wie zu erwarten war, schließt sich Sukowski der Hypothese an, dass der unter bzw. von den Aposteln angesehene Junias (Röm. 16, 7) eine Frau und damit selbst eine Apostelin sei.

16. Trotz des Zitierens eindeutiger Stellen des Schweige- und Lehrverbots behauptet der Autor: „Die Bibel kennt weder eine Grenze des Dienstes von Frauen im Bereich der Lehre noch hinsichtlich der Leitungsdienste als Älteste oder Diakonin.“ (S. 128) und: „Ihm gefällt es, wenn Männer und Frauen in Einheit dienen.“ (S. 126).
Allein schon solche Erwähnungen wie „egal ob Mann oder Frau“ (S. 127), geben zu erkennen, dass der Autor die biblische Schöpfungsordnung nicht verstanden hat. Diese sollen Frauen ermutigen, „das volle Potenzial auszuschöpfen“ (S. 129).

17. Das Buch schließt mit dem Wunsch: „Möge ... in allem sein Wille geschehen. Amen!“ (S. 129). Wäre dessen Erfüllung nicht einfacher, wenn Männer und Frauen sich schlicht an die zeitlosen Vorgaben des Wortes Gottes halten und Gottes Schöpfungsordnung akzeptieren würden? Zumindest wäre es ein Schritt in die richtige, von Gottes Wort vorgegebene Richtung, anstatt in eine neue Auslegungsvariante, Emanzipation und Bibelkritik.



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Thorsten Brenscheidt
Gräfin-Imma-Str. 11
D-44797 Bochum
info@brenscheidt.eu
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Ergänzung von der Betanien-Redaktion - ein uns persönlich bekannter Teilnehmer des FeG-Bundestags schrieb uns:

>>Der Antrag der bibeltreuen Pastorengruppe(von F. Zahn, T. Pfrommer, A. Fehler, M. Endlich und M. Lohmann) kam gar nicht zur Abstimmung. Die Idea hat da nicht ganz richtig berichtet. Der Antrag der Bundesleitung, die – wie ich finde höchst bedenklich – nicht die Wahrheitsfrage stellen wollte, sondern den Ortsgemeinden freie Hand geben wollte, hat 21% Gegenstimmen erhalten.
Mir ist das wichtig, weil wir weiter mit der Bundesleitung über diese Themen sprechen und dabei betonen, dass die Zahl derer, die Frauen im Pastorenamt ablehnen, deutlich größer ist … nur haben sich halt viele von der Bundesleitung dazu verführen lassen, für „Freiheit“ statt „Klarheit“ zu votieren.<<

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Hans-Werner Deppe
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Gebunden, 176 Seiten
erschienen am 31.10.2016

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