Zerbrochen und Zerschlagen

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Moderator: Jörg

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Juan
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Zerbrochen und Zerschlagen

Beitragvon Juan » 28.07.2005 14:20

Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein
zerbrochener Geist;
ein zerbrochenes und zerschlagenes
Herz wirst du,
o Gott, nicht verachten. Ps. 51,19


Was kann es für einen Menschen Höheres, Seligeres geben, als von Gott bewohnt, mit Ihm auf’s innigste verbunden sein? Und der Weg dazu?
Ein gebrochenes, gedemütigtes Herz.

Der Hohe und Erhabene kann nur Platz finden da, wo der Mensch klein und niedrig ist.

Der Reiche kann sich nur der Armut schenken.

Zerbrochen werden tut weh, aber zerbrochen sein ist selig.

Er, vor dem die Engel ihr Angesicht verhüllen, wenn sie ihr: Heilig, heilig, heilig! rufen, wohnt nur bei denen, die zerbrochenen und zerschlagenen
Geistes sind.

Bitte erzählt doch mal, was ihr für Erfahrungen damit gemacht habt und immer noch macht. So ein Zeugnis könnte denen sehr weiterhelfen, die das in ihrem Leben noch nicht erfahren haben und desshalb in ihrem Glaubensleben nicht weiterkommen.
bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.

amann
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Beitragvon amann » 08.08.2005 14:56

Hallo Juan,

ja, dies ist genau daß worum ich bete, damit mein Egoismus endlich
zerschlagen wird .

hier ist ein guter Aufsatz zu dem Thema:


http://clv.dyndns.info/pdf/255112.pdf



lg Andreas

MichaelM
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Beitragvon MichaelM » 09.08.2005 08:13

Hallo Juan,

Eph 6, 10 Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.

Phil 4, 13 Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.

Röm 4, 20 Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab

Es ist falsch zu behaupten, nur ein zerschlagenes Herz könne zu Gott kommen (ich rede von einem Christen) und nur ein zerbochener Geist sei nur in der Lage mit Gott Gemeinschaft zu haben.

Ganz im Gegenteil fordert uns das NT auf, die Stärke in Christus zu ergreifen und fest im Glauben zu stehen. Das muss nicht bedeuten, dass wir nicht mehr demütig sein sollten.

Gruß
Michael

Antestor
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Beitragvon Antestor » 13.08.2005 20:29

ich glaub ohne diesen psalm hätt ich den heutigen abend nicht überlebt! danke!
Frykt ikke

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ThomasR
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Beitragvon ThomasR » 12.09.2005 15:26

Hallo MichaelM
MichaelM hat geschrieben:Hallo Juan,

Eph 6, 10 Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.

Phil 4, 13 Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.

Röm 4, 20 Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab

Es ist falsch zu behaupten, nur ein zerschlagenes Herz könne zu Gott kommen (ich rede von einem Christen) und nur ein zerbochener Geist sei nur in der Lage mit Gott Gemeinschaft zu haben.

Ganz im Gegenteil fordert uns das NT auf, die Stärke in Christus zu ergreifen und fest im Glauben zu stehen. Das muss nicht bedeuten, dass wir nicht mehr demütig sein sollten.
Wenn wir das aber tun wollen, was du vorschlägst (die Stärke in Christus ergreifen) dann ist wohl erst mal notwendig, daß ich meine Schwäche eingestehe. Immer wenn ICH stark sein will, geht das ganze doch voll in die Hose.
Juan hat völlig recht. Nur zerbrochen und zerschlagen können wir Gott nahen - Er macht uns dann stark und dank seiner Stärke und Kraft, die in uns ist, sollen wir auch im Glauben stark und standfest sein.....

ThomasR
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MichaelM
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Beitragvon MichaelM » 12.09.2005 16:44

Hi ThomasR,
Wenn wir das aber tun wollen, was du vorschlägst (die Stärke in Christus ergreifen) dann ist wohl erst mal notwendig, daß ich meine Schwäche eingestehe.
Das mag Deine Meinung sein. In Eph 6, 10; Phil 4, 13 und Röm 4, 20 lese ich davon nichts. Sonst müßtest Du ja bis ans Lebensende über Deine vielen Schwächen jammern.

Viele Christen meinen sie seien in irgend einer Form "zerbrochen". Doch ist das selbst oft nichts weiter als Hochmut und Selbstinszinierung oder auch Selbstbetrug. Sie tun dann so, als seien die die größen "Loser" und gefallen sich noch dabei, bzw meinen Sie, Gott würde sie nun besonders achten und sie meinen, dieses Siechtum noch zelebrieren zu müssen.

Dagegen spricht natürlich nicht, wenn jemand wirklich um Herzen demütig ist. Aber demütig sein und stark sein schließen sich nicht aus.

Zudem ist jede menschliche Versuch von Werksgerechtigkeit armseelig.

Gruß
Micheal

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ThomasR
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Beitragvon ThomasR » 12.09.2005 17:06

MichaelM hat geschrieben: Das mag Deine Meinung sein. In Eph 6, 10; Phil 4, 13 und Röm 4, 20 lese ich davon nichts. Sonst müßtest Du ja bis ans Lebensende über Deine vielen Schwächen jammern.
Hallo Michael,
Und was sollte daran verkehrt sein ?
Wandelte ein Paulus von einem Sieg zum anderen - immer topfit und stets "kraftstrotzend" vor Stärke ?

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MichaelM
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Beitragvon MichaelM » 12.09.2005 17:19

Verkehrt ist, dass es nicht nach Eph 6, 10; Phil 4, 13 und Röm 4, 20 ist.

Du willst Dich also mit Paulus messen/vergleichen ? Und Du hast wohl auch eine Verantwortung eines Paulus ? Du missionierst wie ein Paulus ? Und gehst in das Gefängnis wie ein Paulus ? Du gibts Deine Leben wie Paulus ?

Ich kann mich nicht mit Paulus vergleichen.

Gruß
Michael

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ThomasR
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Beitragvon ThomasR » 12.09.2005 18:36

Hallo Michael,
MichaelM hat geschrieben:Verkehrt ist, dass es nicht nach Eph 6, 10; Phil 4, 13 und Röm 4, 20 ist.

Du willst Dich also mit Paulus messen/vergleichen ? Und Du hast wohl auch eine Verantwortung eines Paulus ? Du missionierst wie ein Paulus ? Und gehst in das Gefängnis wie ein Paulus ? Du gibts Deine Leben wie Paulus ?
Nein, absolut nicht !
Ich kann mich mit keinem der Apostel auch nur annähernd messen.
Aber er ist einfach mein Lieblingsbeispiel.
Wenn sogar dieser Gottesmann, der so viel bewegt hat, so schwach war, wieso sollte ich kleines Würstchen dann ein frommer Muskelprotz sein ?

Gruß
Thomas
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Beitragvon MichaelM » 12.09.2005 18:56

Nun ein Mann der trotz Folter und Gefängnis und diversen nervigen Brüdern, seinem Pfahl im Fleisch ... nicht müde wird, macht auf mich nicht den Eindruck von Zerbrochenheit. Ganz im Gegenteil und das bringt er auch mit:

Jeder aber, der kämpft, ist enthaltsam in allem; jene freilich, auf daß sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche.
26 Ich laufe daher also, nicht wie aufs Ungewisse; ich kämpfe also, nicht wie einer, der die Luft schlägt;
27 sondern ich zerschlage meinen Leib und führe ihn in Knechtschaft, auf daß ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt, selbst verwerflich werde.
1. Kor 9,25-27

zum Ausdruck.

Ich kenne dieses "zerbrochen sein" aus der charismatischen Szene. Sie zerbrechen Dich, wie verschiedene Militärs auch, und bauen Dich dann nach ihrem Belieben wieder auf.

Ich denke ist gibt einen erheblichen Unterschied zwischen demütig sein und "zerbrochen sein".

Gruß
Michael

amann
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Beitragvon amann » 13.09.2005 11:59

Zerbrich mich Herr-
denn nur wer ganz tierf unten ist , der schreit auch um Hilfe:

Herr, rette mich !
Nahe ist der Herr denen, die zerbrochenen Herzens
sind, und die zerschlagenen Geistes sind, rettet er.
Psalm 34,18
Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes
und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott,
nicht verachten.
Psalm 51,17
Glaube Nur !
lg Andreas !

Christoph
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Beitragvon Christoph » 20.09.2005 21:54

hallo zusammen,
auch hier hat sich michael beteiligt.nur er reißt die drei bibelstellen aus dem zusammenhang raus.in Eph.6;10 beginnt der text über die geistliche waffenrüstung.wir haben es nicht mit fleisch und blut zu tun.und deshalb sind wir mit unseren irdischen mitteln nicht in der lage wiederstand zu leisten.deshalb die aufforderung,"zuletzt seid stark in dem herrn und in der macht seiner stärke." es geht um seine stärke.wir müssen uns die ausrüstung in seiner waffenkammer (das wort Gottes) holen.
Phil.4;13 steht in dem abschnitt vers 10-20,wo paulus für die unterstützung der gemeinde aus philippi dankt.paulus will ausdrücken,dass er,egal ob er überfluss hat oder mangel leidet,alles dankbar annehmen kann,weil Jesus ihn stark(mächtig) macht.
Röm.4;20, in dem ganzen kapitel geht es um abrahams glauben.er sollte der stammvater eines großen volkes werden.ihm sollte ein erbe geschenkt werden. er fast 100-jährig und seine frau nicht viel jünger.vers 20,warum wurde er stark im glauben?er hat nicht auf seinen verfallenen leib gesehen,auch nicht auf sahras leib.und er hat nicht an der verheißung Gottes durch unglauben gezweifelt.er hat sich auf Gottes verheißung verlassen und ihr geglaubt.das machte ihn stark.er hat von den möglichkeiten die er hatte weggesehen und auf den aufgeblickt der ihm die zusage gegeben hat.
was bekommt paulus gesagt als er den Herrn darum bittet den pfahl aus seinem fleisch zu nehmen?"Laß dir an meiner gnade genügen,denn meine kraft ist in den schwachen mächtig."
Gott segne Euch und ich grüße Euch,
Christoph!


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