Sexualität in der Bibel

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andy
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Beitragvon andy » 26.08.2005 22:11

philipp hat geschrieben:2. Um Ehebruch in Gedanken zu begehen, muss ja auch eine Ehe in irgendeiner Weise bestehen, die gedanklich gebrochen wird... Also muss ja entweder derjenige, der "das Weib ansieht" eine Ehe führen oder "das Weib"...
Zum einen gebe ich hier Jakob recht. Dies wuerde in der Konsequenz bedeiten, dass man machen koenne, was man will, solange man nicht verheiratet ist. Das ist natuerlich nicht der Fall.

Zum anderen begeht man auch durch vorehelichen Sex oder durch gedankliche Spiele in dieser Richtung Ehebruch. Beim Ehebruch geht es nicht um den Bruch einer bestimmten Ehe, sondern um eine Rebellion gegenueber der von Gott geschaffenen Institution namens Ehe, die auch dort stattfindet, wo wir uns Dinge zu eigen machen wollen, die von Gott her ausschliesslich in den Kontext der Ehe gehoeren. (Deshalb heisst es auch stets, jemand habe mit jemandem "die Ehe" gebrochen, und nicht, er habe "seine Ehe" gebrochen.)

Jakob
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Beitragvon Jakob » 26.08.2005 23:04

Was diese Diskussion auf jeden Fall mal zeigt ist, dass das gesamte Thema eben nicht einfach verdrängt werden sollte, sondern dass man es thematisieren sollte. Natürlich im richtigen Rahmen. Seelsorgerliche Gespräche gehören natürlich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr in ein öffentliches Forum.

Ich möchte an dieser Stelle auf ein Buch aufmerksam machen. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, habe mir aber vorgenommen das beizeiten zu tun.

Jeder Mann und die Versuchungen

Falls es schon jemand hier gelesen hat würde ich mich freuen wenn ihr einen kurzen Kommentar dazu schreibt, wie ihr es fandet.

Gruß,
Jakob

philipp
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Beitragvon philipp » 27.08.2005 10:43

Jakob hat geschrieben: Wir sind uns doch hoffentlich einig, dass Sexualität in die Ehe gehört. Da ist die Bibel völlig klar das ist aber eine andere Diskussion.
Fast einverstanden. Ich finde den Begriff "Sexualität" zu allgemein, weil z.B. Küssen auch zur Sexualität gehört. Außerdem würde ich auch nicht "völlig klar" sagen, aber das sei jetzt mal dahingestellt. Was ich eigentlich meinte: Wenn ich davon ausgehe, dass ich erst in der Ehe mit meiner Freundin schlafe, so bezweifle ich aber, dass es Sünde ist, wenn ich mir gedanklich vor der Heirat vorstelle, wie das wohl sein wird.
User1211 hat geschrieben: "Wenn sie sich aber nicht enthalten können, so sollen sie heiraten, denn es ist besser, zu heiraten als vor Verlangen zu brennen." Paulus redet gar nicht von der Möglichkeit des außerehelichen Geschlechtsverkehrs. Sex außerhalb der Ehe ist Sünde.
Aus speziell dieser Stelle ein Gebot "Kein Sex vor der Ehe" abzuleiten finde ich schwierig. Nur weil Paulus von etwas nicht redet, kann man dieses dann nicht zwangsläufig mit Sünde gleichsetzen. Da finde ich andere Stellen schon eher einleuchtend. Aber das ist ja nicht unser Thema.
User1211 hat geschrieben: Wo ist denn dann das Maß überschritten zwischen "normaler Selbstbefriedigung" und Sünde? .
Hier stimme ich der Antwort von Antestor zu. Ich würde auch den Missbrauch als die Sünde identifizieren. Allerdings denke ich nicht, dass Selbstbefriedigung an sich schon Missbrauch von Sexualität ist. Das Beispiel mit dem Alkohol finde ich passend.

Ich denke, dass für dieses Thema der folgende Vers ganz passend ist:

"Alles ist mir erlaubt - aber nicht alles ist nützlich! Alles ist mir erlaubt - aber ich will mich von nichts beherrschen lassen!" 1. Kor. 6,12

philipp
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Beitragvon philipp » 27.08.2005 10:59

Manfred Gehann hat geschrieben:Leider wird oft dann, wenn das Wort Gottes als Richtschnur genommen wird, das fälschlicherweise als "Gesetzlichkeit" abgetan.
Eine Bemerkung noch:
Das Problem sehe ich darin, dass oft die Auslegungen von Bibelstellen als Richtschnur vorgegeben werden und dann argumentiert wird, das Wort Gottes würde nicht mehr akzeptiert, wenn jemand anderer Meinung ist oder anders auslegt.

Außerdem wird hier meiner Meinung nach oft mit zweierlei Maß gemessen. Beim Thema Geistesgaben z.B. herrscht aus meiner Sicht viel mehr Klarheit und Eindeutigkeit und da versucht man mit aller Macht Bibelstellen herbeizubiegen, um diese Gaben für nicht mehr existent zu erklären.

Antestor
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Beitragvon Antestor » 27.08.2005 11:23

hm ja. also glaubhaft belegen kann man es von der bibel her meiner meinung nach nicht, dass man keinen sex vor der ehe haben sollte oder dass masturbation falsch ist. was will ich damit sagen:

wenn jemand meint, es wäre ok zu lügen, kann ich ihm zig klare Bibelstellen an den KOpf werfen. Dagegen KANN er gar ncihts mehr sagen.

Was aber Sex vor der Ehe angeht, gibt es so gesehen keine klare Stelle die sagt: "Du darfst vor der Ehe keien Sex haben, und dich auch nicht selbst befriedigen." Es gibt genug Stellen die darauf hindeuten, sicher, aber wenn jemand es nicht wahrhaben WILL, dann wird es es von der Bibel her nich so sehen KÖNNEN.

Im übrigen ist dieses Problem ja auch gesellschaftlich. In der Zeit der Bibel wurde oft schon viel früher geheiratet. Das ist heut in unserer Kultur anders und sicher kommen dadurch auch einige Probleme, weil ja jeder eine Sexualität hat, auch vor der Ehe. Jeder Mensch besitzt Sexualität und das ist gut! Die Zeit die überbrückt werden muss bis ich gottgewollte sexuelle Aktionen ausleben kann ist heute viel länger als damals.

Nur irgendwie sind wir hier jetz schon auf der 2. Seite dieses Threads und es ist alles sehr unpersönlich. Wir reden hier über Sex vor der Ehe, Masturbation und Mißbrauch. Wir reden ÜBER dieses Thema. Wer von Euch würde denn zugeben damit Probleme zu haben? Ansonsten, wenn uns diese Themen alle nicht betreffen und von der Bibel her eh alles klar ist, können wir den Thread ja auch wieder schließen. Oder wollen wir vorher noch feststellen, dass auch auch NIEMAND hier Probleme mit Pornographie hat??
Frykt ikke

Jakob
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Beitragvon Jakob » 27.08.2005 11:45

Zum Thema Sex vor der Ehe:

Das die Bibelstelle „du sollst kein Sex vor der Ehe haben“ nicht existiert ist wohl klar. Trotzdem denke ich dass es sich leicht biblisch begründen lässt. Bei meiner bisherigen Argumentation habe ich meist weit ausgeholt. Ich bin aber mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen (oder meine dies ;) ), dass es sich leicht anhand von 2-3 Bibelstellen zeigen lässt. Das will ich jetzt hier mal versuchen. Die ganze Argumentation beruht auf den Worten „ein Fleisch“. Der Genauigkeit halber benutze ich hier mal die unrevidierte Elberfelder Übersetzung.

Schon ganz zu Beginn der Bibel schreibt Mose, dass Mann und Frau geschaffen wurden und dass sie zusammengehören.

„Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.“ (1.Mose 2,24)

Zuerst wird der Mann Vater und Mutter verlassen und „seinem Weibe anhangen“, sie ziehen also zusammen und schlafen miteinander (anhangen). Also werden sie „ein Fleisch“ sein. Schlachter übersetzt: „dass sie zu einem Fleische werden.”, so auch King James. Das “ein Fleisch sein symbolisiert also die Ehe. Das wird auch noch einmal an folgender Stelle deutlich. Jesus wiederholt das Mose-Zitat und fügt noch etwas hinzu.

„"Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und es werden die zwei ein Fleisch sein"; so daß sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“ (Matthäus 19,5.6)

Zwei Menschen sind ein Fleisch, sie sind verheiratete, sie gehören zusammen und sollen nicht getrennt werden. Jetzt greift Paulus diese Argumentation auf.

„Wisset ihr nicht, daß, wer der Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? "Denn es werden", spricht er, "die zwei ein Fleisch sein."“ (1.Korinther 6,16)

Wer einer Hure anhängt wird ein Leib mit ihr sein. Für Leib und Fleisch steht zwar ein unterschiedliches Wort im Griechischen, aber der Zusammenhang macht wohl deutlich, dass beide Wörter hier synonym gebraucht werden. Indem man also mit der Hure schläft wird man ein Fleisch mit ihr. Das hat wohl nichts damit zu tun, dass sie eine Hure ist, sondern damit, dass man miteinander schläft. Das „ein Fleisch sein“ bezieht sich aber ganz klar auf die Ehe, da hat es seinen Platz und nirgends anders.
Durch Sex „ein Leib“ mit der anderen Person. „Ein Leib“ bezeichnet aber die Ehe (s.o.) und soll z.B. nach Jesus auch nicht mehr getrennt werden. Also gehört Sex allein in die Ehe.

Sollte irgendwo ein Denkfehler sein könnt ihr mich gerne drauf aufmerksam machen.
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Zum persönlichen:

Wie ich schon mal geschrieben habe war ich in meiner ersten Zeit als Christ bei einer Jesus Freaks Gruppe. Auch wenn ich hier mittlerweile einige Vorbehalte bin ich doch dankbar, dass sich da mal ein Prediger den Mut genommen hat und über Masturbation zu sprechen und es ganz klar Sünde genannt hat. Das war vor etwa 3 Jahren und seitdem bin ich frei davon. Der Dank geht nach oben.

Zu behaupten dass ich keine Probleme mit Sexualität habe wäre aber trotzdem gelogen. Es ist etwas anderes ob man sich entscheidet nicht mehr zu masturbieren oder sein ganzes Gedankenleben in den Griff zu bekommen. Sei es, dass ich im Internet unterwegs bin und mir sogar auf seriösen Internetseiten Bilder von freizügige Frauen begegnen, oder Werbung oder Frauen die einem sonst draußen über den Weg laufen oder oder. Mal kann ich meine Gedanken hier besser kontrollieren, mal schlechter. Gerade deshalb habe ich mich auch entschlossen demnächst mal das oben genannte Buch zu lesen um hier eventuell die ein oder andere konkrete Hilfe zu bekommen. Wie schon gesagt halte ich aber ein öffentliches Forum nicht unbedingt für den geeignetsen Platz um wirklich persönlich zu werden.

Viele Grüße,
Jakob

MichaelM
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Beitragvon MichaelM » 27.08.2005 13:26

der Argumentation stimme ich zu, dass Selbstbefriedigung immer mit ehebrecherischen bzw. unzüchtigen Fantasien einhergeht. - Allein das sollte eigentlich Antwort genug sein.
@Jakob
nach jahrelanger Erfahrung kann ich Dir als lebender Zeuge bestätigen, dass dem nicht sein muss. Jeder kann sich entscheiden, ob er in Gedanken sündigen will oder nicht.
Bei einem biologisch unabdingbaren nächtlichen Samenerguss unterstellt doch auch keiner sündige Gedanken.


@ Manfred Gehann
Jesus macht frei! Auch von Selbstbefriedung! Sicher
Mich hat Jesus von Menschen befreit, die meinen mit ihren unnatürlichen Selbstkasteiungen ander Menschen unter das selbe Joch legen zu wollen, unter dem sie selbst schon sind.

Apg 15, 10 Nun denn , was versuchet ihr Gott , ein Joch auf den Hals der Jünger zu legen , das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten ?

Und dass Du nun sogar schon unbiblische Bücher zitieren mußt, um Deine Meinung zu untermauern zu versuchen, zeigt, dass Du die Bibel kaum ernst nimmst - ganz im Gegenteil von Deiner Lehrmeinung zu diesem Thema.

Zum "außerehelichen" Geschlechtsverkehr:

Mit dem Vollzug des Geschlechtsaktes, und ich bitte manche diesen auch num Ziele der Fortpflanzung durchzuführen (Satire), ist eine Ehe oder eine lebenslange Lebensgemeinschaft alias Ehe vollzogen bzw eingeleitet. Das staatliche Geplänkel mit Altar und Heirat hat diesbezüglich wenig Bedeutung.
Als Zeugnis vor der Welt würde ich trotzdem auf einen "vorehelichen" Geschlechtsverkehr verzichten.
Ab diesem Zeitpunkt sind beiden "ein Fleisch". Sie sind also bis zum Tod untrennbar seelisch miteinander verbunden. Eine Trennung dieser gottgegebenen Einheit kann seelisch nur Schäden nach sich ziehen.

Antestor
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Beitragvon Antestor » 27.08.2005 15:39

@Michael: Danke für diesen Post, bin da genau deiner meinung!
Frykt ikke

Manfred Gehann
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Beitragvon Manfred Gehann » 27.08.2005 19:47

Zitat von MichaelM: Und dass Du nun sogar schon unbiblische Bücher zitieren mußt, um Deine Meinung zu untermauern zu versuchen, zeigt, dass Du die Bibel kaum ernst nimmst...

Lieber MichaelM
Ich finde deine o.g. Aussage ist eine böswillige Unterstellung! (Du kannst ja selbst vor Gott prüfen, ob deine Unterstellung bzw. dein Urteil in Ordnung ist)
Außerdem hatte ich deutlich dazu geschrieben, dass ich weiß, dass die Apokryphen nicht dem Wort Gottes gleichgestellt sind.

Ein sachlicherer Ton wäre schon besser.
Beste Grüße
Manfred

Robert
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Sexualität

Beitragvon Robert » 29.08.2005 09:58

In 5.Mose 22 werden verschiedene sexuelle Taten genannt mit unterschiedlichen Folgen.Sex mit einer verheirateten Frau kostete beide das Leben, Sex mit einer verlobten Frau wurde unterschiedlich behandelt, je nach Austragungsort und Wehrhaftigkeit des Mädchens, von Todesstrafe beider bis nur des Mannes und im Falle, daß beide frei waren, die Verpflichtung der Ehe und die Zahlung eines Brautpreises.Im 3. Mosebuch stehen noch einige andere Aussagen zu falscher Sexualität ( z.B. zwischen Verwandten, Gleichgeschlechtlichkeit, während der Menstruation usw). Klar geht daraus hervor, daß dieses Thema Gott sehr wichtig ist und wir nicht machen können was wir wollen. Klar ist auch, daß unterschiedliche Handlungen unterschiedliche Strafen nach sich ziehen. Die Bibel stellt uns Gottes Willen oft durch Vorbilder vor. Die Reinheit eines Paulus im Leben läßt auf keinen Fall zu, daß er irgendwelche sexuelle Befriedigung gesucht hätte, oder könnt Ihr Euch etwas anderes vorstellen? Die Bibel spricht von Unzucht, sagt aber nicht was das im Einzelnen ist.Aus vielen seelsorgerlichen Gesprächen weiß ich, daß Sexualität ein großes Problem in vielen christl.Ehen ist.Die Frauen sind oft überfordert, weil sie dieses Bedürfnis nicht haben und fühlen sich falsch verstanden und haben ein schlechtes Gewissen.Männer sollen und müssen lernen zu verzichten! Jakob ( 1. Mose) hat erst sehr spät geheiratet(er muß über 60 Jahre alt gewesen sein) - er mußte verzichten und es ging. Andererseits kennen wir Simson (Richter 13), der nicht verzichten konnte und dennoch ein Glaubensheld ist(Hebr. 11). Unsere Liebe zu unserem Herrn sollte so groß sein, daß wir jeden Anschein von Sünde meiden.Der Heilige Geist gibt uns die Kraft dazu! Gruß Robert.

amann
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Beitragvon amann » 12.09.2005 11:55

Jakob hat geschrieben:Was diese Diskussion auf jeden Fall mal zeigt ist, dass das gesamte Thema eben nicht einfach verdrängt werden sollte,
...
Ich möchte an dieser Stelle auf ein Buch aufmerksam machen. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, habe mir aber vorgenommen das beizeiten zu tun.

Jeder Mann und die Versuchungen
...

Hallo Jakob ,

1) Das Buch Jeder Mann... ist teilweise in einem ziemlich schlüpfrigen Stil geschrieben und damit kontraproduktiv :!:
Leseprobe

2) hier ist ein besseres Buch, wenn du Probleme damit hast- ich hatte große Prbleme damit , wie die meisten Männer -

Beschütze dein Herz
wenn du wirklich rein werden willst: ich leg ich es dir ans Herz
genauso wie Sprüche 4,23 und Sprüch 5 - 7

3) hier noch die Internetseite des Autors:
Eternal Perspective Ministries

Gruß und Gottes Segen
Andreas
Glaube Nur !
lg Andreas !

Christoph
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Beitragvon Christoph » 19.09.2005 16:00

hallo zusammen,
da ja schon einiges über dieses thema geschrieben wurde,möchte ich es nicht zu lang machen.für mich ist masturbation sünde,warum;lest euch mal
(1.Kor.6;12-20) durch.wir sind die wohnung des heiligen geistes.diese wohnung ist durch Jesus teuer erkauft.und sie sollte untadelig sein.was nicht heisst,dass ich nicht auch damit probleme hätte.und wenn wir die wohnung beschmutzen, müssen wir sie durch den hausherrn wieder reinigen lassen.dabei sollten wir aber nicht auf billige gnade handeln.das gilt für den fall,dass wir trotz aller bemühung gefallen sind.
masturbation sehe ich so,dass dadurch die wohnung des heiligen geistes
besudelt wird.oder würde einer von euch mitten in sein frisch renoviertes
zimmer kacken?

wenn alle beteiligten das schon erwähnte buch;"beware dein herz"lesen würden,wäre diese disskusion bald beendet.ich bin gerade dabei.
Gott segne Euch und ich grüße Euch,
Christoph!

Christoph
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Beitragvon Christoph » 19.09.2005 16:02

ich bin es nochmal.
ich habe eben gemerkt,dass ich den buchtitel nicht korrekt angegeben habe.es heißt natürlich"beschütze dein herz".
Gott segne Euch und ich grüße Euch,
Christoph!

MichaelM
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Beitragvon MichaelM » 19.09.2005 18:24

@ Christoph

Nun sind wir also schon auf so einem Niveau angelangt - nun gut.

Wenn du Dich übergeben mußt oder Durchfall hast, eine übel stinkende Hautkrankheit, dann ist ja nach Deiner Meinung auch der Tempel des Heiligen Geistes besudelt. Oder wenn Du evtl mal in hohem Alter ans Bett gefesselt bist und in das Bett / Windel machen mußt, weil kein Pfleger da ist ...

So einfach kann man es sich nicht machen. Denn zwei Ehepartner tun ja sicherlich auch einiges, was nach Deiner Vorstellung, die Wohnung des Heiligen Geistes besudeln würde.

Ich beobachte in "christlichen Kreisen" schon lange so eine Art Selbstgeiselung und Selbstheiligung die nur dem Fleische dient und diese geistliche Selbstbefriedigung ist in der Tat ein große Sünde.

Wie gesagt, macht die Bibel dazu keine Aussage und wer etwas anderes behauptet ist ein Lügner und fügt der Bibel Worte hinzu. Da hilft auch das laienhaft verdrehen griechischer Wörter nichts.
Ich habe eh den Verdacht, dass viele griechisch lernen, um das Wort Gottes erst recht zu verdrehen.

Grüße
Michael

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andy
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Beitragvon andy » 20.09.2005 11:06

Klare Richtlinien aus der Bibel

Zum Thema Sexualität ist in der Bibel doch genug gesagt, um daraus auch für solche nicht explizit benannten Praktiken klare Schlüsse ziehen zu können. Ich gebe hier jetzt nicht hunderte von Referenzen an, weil ich denke, sie sind ohnehin einschlägig bekannt. Eine deutliche Tendenz ist unübersehbar:

Sexualität wurde von Gott geschaffen, damit Mann und Frau ein Fleisch werden, ihr Zusammensein genießen und Kinder kriegen. Jede andere Zielsetzung geht somit eindeutig an Gottes Plan vorbei und ist somit Sünde. Wenn man über das zwangsläufige Sich-selbst-entdecken im Teenageralter hinaus (das für die Ehe später ja auch sinnvoll ist) seine sexuelle Befriedigung in der Masturbation sucht, der sündigt.

Wohlfühlen ohne Verbindlichkeit?

Man könnte noch einen Schritt weiter gehen: Jeder, der irgendeine Befriedigung in der Sexualität sucht statt in der Beziehung zu einem Ehepartner, von der die Sexualität lediglich ein Teil ist, der ist ebenso fehlgeleitet wie jemand, der nur wegen des lebhaften Lobpreises in den Gottesdienst geht, aber eine lebendige und verbindliche Beziehung zu Gott ablehnt. Oder wie einer, der sich aus Gottes Wort nur die Wohlfühl-Verse herauspickt und den Rest ignoriert. Wohlfühlen ohne Verbindlichkeit ist ein Drang des Fleisches, der eindeutig in die Kategorie "Begierden der Jugend" gehört. Die Bibel sagt, fliehet davor. Das ist eine aktive, entschlossene defensive Reaktion. So etwas würde die Bibel nicht fordern, wenn nicht wirklich Gefahr für unsere Seele bestünde!

Wenn Menschen also ihre Sexualität in anderer Weise ausleben (ob mit gleichgeschlechtlichen oder auch andersgeschlechtlichen Partnern außerhalb der Ehe, oder eben mit sich selbst), dann ist das von der Bibel her eindeutig nicht der von Gott vorgesehenen Zielsetzung entsprechend.

Der Anspruch auf Erfüllung

Wenn jetzt manche sagen, es sei ja doch aber durchaus zu beobachten, daß einige keinen geeigneten Partner finden könnten und durch die Masturbation zumindest eine gewisse Befriedigung erleben, so kann ich darauf nur erwidern: Wenn mangelnde Erfüllung auf der Gefühlsebene eine Entschuldigung dafür wäre, von Gottes Plan abzuweichen, dann wären wir schlimm dran. Denn eine solche Haltung führt automatisch in direkter Konsequenz zu der Frage, wieso dann nicht auch gegenseitige Masturbation unter "Betroffenen" erlaubt sei (also Homosexualität oder One-night-stands).

Wir müssen uns klar gegen die in der Welt verbreitete Ansicht stellen, nach der alles erlaubt ist, was das persöhnliche Wohlgefühl steigert, und die jedem ein "Recht" auf emotionales Wohlbehagen einräumt - den (freiwillig oder unfreiwillig) Unverheirateten ebenso wie allen anderen. Die Sexualität kann nach der Bibel eben nicht jeder ausleben, ebensowenig wie jeder am Schreibtisch arbeitende Mensch sein Recht einklagen kann, seine Beine so zu gebrauchen, wie Gott es vorgesehen hat. Manches wird auf dieser Erde ungenutzt und brach liegen bleiben. Wer auch immer die Idee erfunden hat, wir seien hier, um "unser Potential voll auszuschöpfen", der hat zwar die Welt für seine Philosophie gewonnen, aber er wird in der Bibel keinerlei Unterstützung für solche eine Idee finden.

Da kann ich Robert nur recht geben, der klarstellte, daß Masturbation und der biblische Reinheitsanspruch nicht zusammenpassen. Maßstäbe verbiegen ist heutzutage Volkssport (und man benötigt kein Rückgrat dazu), aber an der Wahrheit und den knallharten Richtlinien des ewigen Gottes festzuhalten, das braucht Standhaftigkeit. Fallen tun alle hin und wieder - aber nachgeben und liegenbleiben ist noch schlimmer.


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