Betet und denkt an die verfolgten Geschwister

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Joschie
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INDIEN: ZAHLREICHE ANGRIFFE AUF KIRCHEN IN PUNJAB

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INDIEN: ZAHLREICHE ANGRIFFE AUF KIRCHEN IN PUNJAB

Führende Sikhs wegen angeblicher Zwangsbekehrungen aufgebracht
Im indischen Punjab ist es zu einer ganzen Reihe von Angriffen auf die christliche Gemeinschaft gekommen. Die Zahl der Christen nimmt dort stetig zu, was in dem mehrheitlich von Sikhs bewohnten Bundesstaat zu wachsendem Unmut führt. Einer der fünf amtierenden Sikh-Führer hat in der vergangenen Woche in einem Interview als Reaktion auf angebliche „Zwangskonversionen“ ein Anti-Bekehrungs-Gesetz für den Bundesstaat gefordert.


„Sikhs und Hindus werden irregeleitet und bekehrt“
Am 31. August 2022 zerstörte eine aufgebrachte Menschenmenge die Pietà-Statuen einer Kirche im Punjab-Distrikt Tarn Taran, während der Wächter mit vorgehaltener Waffe am Einschreiten gehindert wurde. Dabei schlugen die Angreifer der Jesus-Statue den Kopf ab und nahmen ihn mit sich.

Der Vorfall ereignete sich einen Tag, nachdem der Akal Takht, der höchste weltliche Sitz der Sikhs, eine Erklärung gegen die angeblichen Bekehrungen durch christliche Missionare abgegeben hatte. Der Akal Takht hatte auch den Chief Minister von Punjab, Bhagwant Mann, aufgefordert, religiöse Bekehrungen im Bundesstaat zu verbieten. „Seit einiger Zeit werden Sikhs von sogenannten christlichen Missionaren mit Hilfe von Wunderheilungen und betrügerischen Praktiken zwangsbekehrt“, sagte das Oberhaupt des Akal Takht im Interview, „Sikhs und Hindus in Punjab werden irregeleitet und bekehrt. Dies geschieht direkt unter den Augen der Regierung.“

Gottesdienst gewaltsam beendet, Blutvergießen angedroht
Nur drei Tage zuvor, am 28. August, hatte sich eine Gruppe von Christen an einem Ort zum Gottesdienst versammelt. Mehr als 400 Menschen waren aus den umliegenden Regionen zu dem Treffen im Dorf Daduana im Bezirk Amritsar (Punjab) angereist. Während des Gottesdienstes drangen unbestätigten Informationen zufolge mehr als 150 nicht identifizierte Nihang (Mitglieder einer militanten extremistischen Sikh-Bewegung) gewaltsam ein und begannen, ohne jede Erklärung auf Menschen und Gegenstände einzuschlagen. Sie bedrohten die Christen und verwüsteten den Versammlungsort, wobei sie keine Rücksicht auf die anwesenden Frauen und Kinder nahmen.

Aufgrund des Vorfalls hat die christliche Gemeinschaft im Punjab Anzeige gegen den Nihang-Führer Baba Major Singh und seine 150 unbekannten Helfer erstattet. Daraufhin hat die Nihang-Gemeinschaft gefordert, dass die Anzeige zurückgezogen wird. Andernfalls, so ihre Drohung gegen die christliche Gemeinschaft, werde es zu weiterem Blutvergießen kommen. Seitdem haben sich im Punjab eine ganze Reihe weiterer Vorfälle ereignet, bei denen Pastoren und andere Christen bedroht und der Zwangsbekehrung bezichtigt wurden.

Bitte beten Sie für die Christen in Indien!
:arrow: Beten Sie für die Teilnehmer des abgebrochenen Gottesdienstes, dass sie die Folgen des Angriffes bewältigen – besonders für die Kinder.
:arrow: Beten Sie, dass die Christen sich in der gegenwärtigen aufgeheizten Stimmung nicht einschüchtern lassen und sich die Situation in Punjab sich wieder beruhigt.
:arrow: Danken Sie Jesus für alle Gelegenheiten, bei denen das Evangelium weitergegeben wurde und Menschen zum Glauben gekommen sind.
:arrow: Beten Sie für die Sikhs, dass Jesus weiter unten ihnen wirkt und auch die gegenwärtige Situation zu noch mehr Interesse am Evangelium führt.
Das Pferd wird gerüstet für den Tag des Kampfes, aber der Sieg kommt von dem HERRN. Spr. 21,31

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BANGLADESCH: 42-JÄHRIGE CHRISTIN NACH ANGRIFF IM KRANKENHAUS

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BANGLADESCH: 42-JÄHRIGE CHRISTIN NACH ANGRIFF IM KRANKENHAUS

Lokale Religionsführer reagieren auf Bekehrung mit roher Gewalt
Bereits am 2. September wurde die Christin Marjina* im Norden von Bangladesch wegen ihrer Abkehr vom Islam schwer verprügelt. Dies geschah bei dem Besuch der lokalen Religionsführer, die sie nach dem Glaubenswechsel ihres Sohnes zur Rede stellten. Die 42-Jährige musste im Krankenhaus ärztlich versorgt werden und leidet bis heute unter den Folgen der Schläge

Als Mutter verantwortlich, den „abtrünnigen“ Sohn zu konfrontieren
Auslöser der Entwicklung war die Entscheidung von Marjinas Sohn Monju*, Jesus nachzufolgen. Die religiösen Leiter des Dorfes reagierten alarmiert auf die Nachricht vom „Abfall“ des jungen Mannes. Sie erwarteten von seiner Mutter, ihren Sohn wieder „zur Vernunft zu bringen“. Auch Marjina empfand dies als ihre Verantwortung, gleichzeitig jedoch auch als große Last. Sie beschloss deshalb, Monju nicht unter Druck zu setzen oder zu manipulieren; stattdessen bat sie ihn als Mutter darum, zum Islam zurückzukehren.

Monju verstand die schwierige Lage seiner Mutter sehr gut. Doch sein Entschluss stand fest und er begann, ihr von Jesus zu erzählen und davon zu berichten, wie er zu seinem neuen Glauben gekommen war. Seine Worte faszinierten Marjina so sehr, dass sie mehr über die Person Jesus erfahren wollte. Was als Versuch begann, ihren Sohn zum Islam zurückzubringen, endete damit, dass sie selbst ihr Leben Jesus anvertraute.

Spontaner Gewaltausbruch
Die unerwartete Wendung der Ereignisse machte die religiösen Leiter des Dorfes noch wütender. Am 2. September suchten einige der leitenden Muslime im Dorf Marjina zu Hause auf. Mit ihrem „Versagen“ konfrontiert berichtete sie davon, wie sie durch ihren Sohn selbst beschlossen hatte, Jesus zu folgen. Das brachte das Fass zum Überlaufen. Während sie noch redete, begannen die zunehmend aufgebrachten Besucher, die wehrlose Frau zu bedrängen. Sie zerrten sie zu Boden und prügelten auf ihren Kopf, ihren Bauch und ihre Brust ein. Daraufhin musste Marjina zur sofortigen Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Abgesehen von einer Platzwunde am Kopf scheint sie äußerlich keine gravierenden Verletzungen davongetragen zu haben. Allerdings hat sie bislang große Mühe beim Schlucken und erbricht alle Nahrung, die sie zu sich genommen hat.

Monju ist von dem Angriff auf seine Mutter zutiefst erschüttert und macht sich große Vorwürfe. Marjina ruht sich so viel wie möglich aus und hat um Gebet für ihren Sohn und sich selbst gebeten. Lokale Partner von Open Doors haben sie bei der Bezahlung ihrer medizinischen Behandlung unterstützt und beten nun kontinuierlich für ihre Genesung und ihre Sicherheit.

Auf dem Weltverfolgungsindex 2022 belegt Bangladesch den 29. Platz unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen in Bangladesch!
:arrow: Beten Sie für Marjinas baldige Genesung und Gottes Trost für sie und Monju.
:arrow: Beten Sie dafür, dass sich die Lage im Dorf wieder beruhigt und Jesus die beiden vor weiteren Angriffen beschützt.
:arrow: Beten Sie für alle ehemaligen Muslime im Land, die wegen ihres Glaubenswechsels ebenfalls unter hohem Druck stehen und von Übergriffen bedroht sind: dass sie im Glauben stark bleiben und sich nicht einschüchtern lassen.
Segnen Sie die Angreifer – Jesus kann auch ihnen die Augen öffnen und sie von ihrem Hass befreien.
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INDIEN: OBERSTES GERICHT WECKT HOFFNUNG BEI CHRISTEN

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INDIEN: OBERSTES GERICHT WECKT HOFFNUNG BEI CHRISTEN

Deutliche Aufforderung an drei Landesregierungen zur Wahrung der Religionsfreiheit
Der Oberste Gerichtshof Indiens hat die Regierungen der Bundesstaaten Delhi, Uttarakhand und Uttar Pradesh aufgefordert, unverzüglich gegen Hassreden vorzugehen, um das „vorherrschende Klima des Hasses im Land zu bekämpfen“. Indische Christen haben die Anordnung angesichts der deutlichen Zunahme verbaler und physischer Gewalt gegen religiöse Minderheiten im Land begrüßt.

Slums in Delhi
Slums in Delhi: Viele Christen in Indien gehören zu den Ärmsten der Armen
Zunahme gewaltverherrlichender Äußerungen „schockierend“
Der bereits am 21. Oktober veröffentlichte Richterspruch erging als Reaktion auf eine Petition, in der das Gericht angerufen wurde, die „wachsende Bedrohung der muslimischen Gemeinschaft in Indien durch gezielte Angriffe und Terror zu stoppen“. Das Richtergremium, bestehend aus den Richtern K. M. Joseph und Hrishikesh Roy, bezeichnete die Zunahme der gewaltverherrlichenden Äußerungen gegen religiöse Minderheiten als „schockierend für ein Land, das religiös neutral ist“. Im Jahr 2021 war ein von Open Doors in Auftrag gegebener Bericht der London School of Economics zu dem Ergebnis gekommen, dass die Desinformation bezüglich religiöser Minderheiten in Indien „unkontrolliert“ voranschreite und diese einer „unmittelbaren existenziellen Bedrohung“ aussetze.

Die Richter wiesen die Regierungen von Delhi, Uttarakhand und Uttar Pradesh an, Maßnahmen gegen Hassreden zu ergreifen, „ohne auf eine formelle Beschwerde zu warten [und] unabhängig von der Religion des Täters“. Und weiter: „Jedes Zögern, diese Anweisung zu befolgen, wird als Missachtung dieses Gerichts betrachtet und mit entsprechenden Maßnahmen gegen die schuldigen Beamten geahndet“, so die Richter. Außerdem wiesen sie die Regierungen der drei Bundesstaaten an, darüber Bericht zu erstatten, welche Maßnahmen in Fällen von Hassreden ergriffen wurden.

Christliche Leiter im Land haben sich positiv zu der Entwicklung geäußert. Rajesh*, ein lokaler Partner von Open Doors, wies zudem darauf hin, dass die Problematik nicht nur einzelne Bundesstaaten, sondern das ganze Land betreffe. Er sagte: „Die christliche Gemeinschaft erwartet betend und mit Spannung den Ausgang des Verfahrens und die Auswirkungen des Gerichtsbeschlusses.“ Die gegenwärtige fundamentalistische Regierung könne die Haltung des Gerichts jedoch leicht als Bedrohung der eigenen Politik werten, was zu einer Verzögerung des Verfahrens führen könne.

Christen in Sorge wegen möglicher Reaktionen von Regierungsseite
In einem anderen Fall hat die christliche Minderheit Indiens den Obersten Gerichtshof gebeten, gegen die wachsende Zahl gewaltsamer Übergriffe auf Christen vorzugehen. Die Richter D. Y. Chandrachud und Hima Kohli forderten daraufhin das Innenministerium am 1. September dazu auf, innerhalb von zwei Monaten einen Bericht über Angriffe auf Christen in acht Bundesstaaten vorzulegen: Bihar, Chhattisgarh, Jharkhand, Odisha, Karnataka, Madhya Pradesh, Uttar Pradesh und Haryana. Darin sollten auch die Maßnahmen aufgeführt werden, die aufgrund der Vorfälle ergriffen wurden. Bislang liegt jedoch keine offizielle Reaktion des Innenministeriums vor, die nächste Anhörung zu dem Fall ist für den 6. Dezember angesetzt.

Rachel*, eine weitere lokale Partnerin von Open Doors, befürchtet negative Folgen für den Fall, dass die Gewalt gegen Christen vor dem Obersten Gerichtshof bewiesen wird. Fundamentalistische Regierungen könnten weitere Antikonversionsgesetze in einzelnen Staaten erlassen und „jede christliche Versammlung als Versuch von Zwangskonversion werten sowie Kirchengebäude als illegale Bauten deklarieren“.



Bitte beten Sie für die Christen in Indien!
:arrow: Danken Sie für das überraschend deutliche Eintreten der Richter für den Schutz religiöser Minderheiten.
:arrow: Beten Sie für den weiteren Verlauf der beiden Verfahren und um Schutz für die zuständigen Richter.
:arrow: Beten Sie, dass die Christen in Indien angesichts des zunehmenden Drucks im Glauben gestärkt werden und dem Hass im Geist Jesu begegnen können.
:arrow: Beten Sie, dass Gott seinen Heiligen Geist über Indien ausgießt und gerade aus den Reihen der Verfolger viele seine Liebe in Jesus Christus erkennen.
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INDIEN: OBERSTES GERICHT ERHÖHT DRUCK AUF CHRISTEN

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INDIEN: OBERSTES GERICHT ERHÖHT DRUCK AUF CHRISTEN

„Betrügerische religiöse Konversionen“ bedrohen laut Richtern nationale Sicherheit
Am 14. November hat der Oberste Gerichtshof Indiens in einem Urteil die Regierung aufgefordert, gegen sogenannte „erzwungene religiöse Konversionen“ vorzugehen. Damit verstärkt das Gericht den Druck auf religiöse Minderheiten wie Christen oder Muslime, die häufig mit derartigen Vorwürfen konfrontiert werden. Regelmäßig kommt es deshalb zu gewaltsamen Übergriffen und Verhaftungen.

„Religiöse Propaganda“ als Basis für Rechtsprechung
Ausgangspunkt des Urteils war eine Petition von Ashwini Upadhyay, einem Politiker der hindu-nationalistischen BJP-Partei von Premierminister Narendra Modi. Darin hatte Upadhyay behauptet, betrügerische Konversionen würden wöchentlich stattfinden und seien zu einem „landesweiten Problem“ geworden. Das Gericht griff diese Einschätzung auf und verband seine Handlungsaufforderung an die Regierung mit einem Verweis auf die nationale Sicherheit.

„Dies ist eine sehr besorgniserregende Entwicklung“, kommentierte James Kumar*, einer der lokalen Partner von Open Doors, das Urteil des Obersten Gerichtshofs. „Das Gericht bestätigt die Behauptung, es komme zu ‚betrügerischen Konversionen‘. Dabei stützt es sich allerdings nicht auf Forschungsergebnisse, sondern auf extremistische religiöse Propaganda“, so Kumar, dessen richtiger Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden kann.

„Darüber hinaus hat das Gericht die Zentralregierung aufgefordert, nationale Maßnahmen zu ergreifen, obwohl religiöse Angelegenheiten in die Gesetzgebungskompetenz der einzelnen Bundesstaaten fallen“, sagte er. „Das kann dazu führen, dass die Zentralregierung versucht, auf alle Landesregierungen Druck auszuüben und sie zur Einführung von Anti-Bekehrungs-Gesetzen zu zwingen.“

Auch Rinzen Baleng, Indien-Expertin und Sprecherin von Open Doors, zeigte sich enttäuscht und beunruhigt über das Urteil: „Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs ist nicht durch überprüfbare Fakten oder Zahlen untermauert“, kommentierte sie. „Die Verwendung zweideutiger und weit gefasster Begriffe wie ‚Bedrohung der nationalen Sicherheit‘ verstärkt die Befürchtung, dass der Vorwurf ‚religiöser Zwangskonversion‘ zunehmend dazu verwendet wird, Anklage gegen Personen zu erheben, die einfach ihre von der Verfassung geschützte Religions- oder Glaubensfreiheit ausüben.“

Allein in Uttar Pradesh 30 Pastoren wegen „Bekehrungen unter Zwang“ inhaftiert
Aktuell haben elf indische Bundesstaaten Anti-Bekehrungs-Gesetze erlassen. Beobachter weisen darauf hin, dass die Anzahl von Übergriffen gegen Christen mit der Einführung derartiger Gesetze deutlich ansteigt. Dies belegt unter anderem der von Open Doors mitverfasste Bericht zur Situation religiöser Minderheiten in Indien.

Allein in Uttar Pradesh sind aktuell etwa 30 Pastoren in Haft wegen der Anschuldigung, Menschen „unter Zwang“ zum christlichen Glauben „bekehrt zu haben“. Das teilte die Pastorenvereinigung von Uttar Pradesh mit. Die Vereinigung hat die Behörden gebeten, die Fälle der Pastoren zu untersuchen und ihnen Schutz zu gewähren. „Der zügellose Missbrauch der Anti-Bekehrungs-Gesetze der Bundesstaaten hat den Christen das Leben schwer gemacht“, so Isaac Singh, ein christlicher Leiter, gegenüber der katholischen Nachrichtenseite UCA News.

12 Länder mahnen Indien zum Schutz der Religionsfreiheit
Indiens Menschenrechtsbilanz stand Anfang dieses Monats im Mittelpunkt der allgemeinen regelmäßigen Überprüfung durch den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf. Ein Dutzend Staaten forderten die indische Regierung auf, dafür zu sorgen, dass die Anti-Bekehrungs-Gesetze nicht gegen das Recht auf Religions- und Glaubensfreiheit verstoßen, Fälle von religiös motivierter Gewalt und Diskriminierung zu untersuchen und Gewalt und Hassreden gegen religiöse Minderheiten zu verurteilen.



:arrow: Bitte beten Sie für die Christen in Indien!
:arrow: Beten Sie um Weisheit und Mut für die Christen in Indien, besonders für die Verantwortlichen in Gemeinden und christlichen Werken.
:arrow: Beten Sie, dass die Haltlosigkeit der Vorwürfe ans Licht kommt und die Zentralregierung keine weiteren Zwangsmaßnehmen gegen religiöse Minderheiten durchsetzt.
:arrow: Beten Sie, dass das Evangelium von Jesus Christus weiterhin in Wort und Tat verkündet und Gottes Liebe überall bekannt wird.
:arrow: Beten Sie für die zuständigen Richter, dass der Heilige Geist ihre Herzen lenkt und sie wahrhaftig entscheiden.
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Betet und denkt an die verfolgten Geschwister KEINE BEERDIGUNG FÜR CHRISTEN

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KIRGISISTAN: KEINE BEERDIGUNG FÜR CHRISTEN

Christen erleiden zunehmend Angriffe und offene Diskriminierung

:arrow: Im zentralasiatischen Kirgisistan häufen sich Angriffe auf die christliche Minderheit. Berichten der norwegischen Organisation Forum 18 zufolge werden besonders Christen muslimischer Herkunft unter Druck gesetzt. Eine Strafverfolgung bleibt in aller Regel aus, was die Angreifer ermutigt. Problematisch wird es auch, wenn es um die letzte Ruhestätte für verstorbene Christen muslimischer Herkunft geht.

:arrow: Kein Schutz für Christen durch die Behörden
Informationen von Forum 18 zufolge begann die starke Zunahme dieser Angriffe im Jahr 2022. Dazu gehören „konkrete Drohungen von aufgeheizten Menschenansammlungen im ganzen Land, die ethnische kirgisische Christen gewaltsam zum Islam bekehren wollen“, erklärte ein Christ, der aus Angst vor staatlichen Repressalien anonym bleiben wollte.

:arrow: In einem solchen Fall wurde im November 2022 Christen in einem Teil der nordöstlichen Region Yssykköl angedroht, dass sie aus ihren Häusern vertrieben würden, wenn sie nicht zum Islam zurückkehrten. Einige der Angreifer bezeichneten den Islam gegenüber den Christen als „unsere eigene traditionelle Religion“, die sie offenbar durch die christliche Gemeinschaft gefährdet sahen. Die örtlichen Behörden „beruhigten die Angreifer und brachten die beiden Seiten dazu, Frieden zu schließen“, berichteten die Christen weiter. Gegen die Täter wurde jedoch keine Anklage erhoben. Viele sind überzeugt davon, dass die lokalen Behörden an diesen gezielten Angriffen mitschuldig sind. Wegen der verbreiteten Straflosigkeit nach Angriffen gegen sie und aus Angst vor zusätzlichen Repressalien wagen es die Christen in der Regel nicht, bei Behörden Hilfe zu suchen.

:arrow: Probleme gibt es auch, wenn es um die Beerdigung von Christen muslimischer Herkunft geht. Immer wieder verhindert das muslimische Umfeld die Beisetzung von Christen muslimischer Herkunft auf dem örtlichen Friedhof, da dieser Muslimen vorbehalten sei. In einigen Fällen sahen Christen sich gezwungen zum Islam zu konvertieren, um ihre Angehörigen beerdigen zu können.

:arrow: Ehefrau wird Christin – auch der Ehemann gilt als „Ungläubiger“
Nina* war früher Muslima und beschloss ohne das Wissen ihres Mannes Oleg*, Christus nachzufolgen. Sie besuchte heimlich Gottesdienste, doch als einige Dorfbewohner ihr Geheimnis entdeckten, informierten sie Oleg und teilten ihm mit, er könne nun nicht mehr in seinem Heimatdorf beerdigt werden; in ihren Augen sei auch er jetzt ein „Ungläubiger“. Oleg war außer sich wegen der Schande, die seine Frau dadurch über ihn gebracht hatte. Als Folge davon verprügelte er sie so schlimm, dass sie fünf Tage lang das Haus nicht verlassen konnte und anschließend acht Tage lang im Krankenhaus lag. Weil ihr Sohn seine Mutter oft zur Kirche begleitete, schlug Oleg auch ihn.

Er forderte Nina auf, ihrem Glauben an Jesus Christus abzuschwören und nie mehr in die Kirche zu gehen, aber sie weigerte sich und blieb fest in ihrem Glauben. Daraufhin verließ Oleg sie. Derzeit lebt Nina allein mit ihrem Sohn. Durch die Schläge ihres Mannes hat sie ihr Gehör auf dem rechten Ohr verloren.


:arrow: Bitte beten Sie für die Christen in Kirgisistan!
:arrow: Beten Sie für Nina und ihren Sohn um Gottes Trost sowie körperliche und seelische Heilung.
:arrow: Beten Sie, dass die Christen dem wachsenden Druck standhalten und in ihrem Glauben gestärkt werden.
:arrow: Beten Sie, dass die Gemeinden fest zusammenstehen, tiefe geistliche Gemeinschaft erleben und sich gegenseitig ermutigen.
:arrow: Beten Sie um Gottes Wirken unter Behördenmitarbeitern und den islamischen Extremisten im Land: dass der Heilige Geist an ihren Herzen arbeitet, den Christen Gunst bei ihnen schenkt und viele von ihnen Jesus Christus erkennen.
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VIETNAM: POLIZEI UNTERBINDET GOTTESDIENST MIT ROHER GEWALT

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VIETNAM: POLIZEI UNTERBINDET GOTTESDIENST MIT ROHER GEWALT

Christen trotz punktueller Freiheiten immer wieder Ziel von Verfolgung und Diskriminierung

:arrow: Am 19. Februar wurden 60 Christen von der Polizei unter Gewaltanwendung daran gehindert, einen Gottesdienst zu besuchen. Der Vorfall verdeutlicht das Bemühen der kommunistischen Regierung, die Christen im Land zu kontrollieren und bei Bedarf in die Schranken zu weisen trotz vereinzelter Bemühungen, Vietnam als ein Land mit Religionsfreiheit zu präsentieren.


:arrow: Erst am vergangenen Wochenende führte der amerikanische Evangelist Franklin Graham mit staatlicher Genehmigung eine mehrtägige christliche Großveranstaltung in Ho-Chi-Minh-Stadt durch. Zahlreiche lokale Gemeinden wirkten daran mit. Doch während Graham laut der „Christian Post“ sogar vom stellvertretenden Premierminister Le Minh Khai offiziell empfangen wurde, erlebten die Gottesdienstbesucher am 19. Februar einen völlig anderen Umgang mit ihrem Glauben. Dutzende von Beamten hatten 50 Meter vor der Kirche Stellung bezogen und blockierten die Straße. Andere Zufahrten zur Kirche wurden ebenfalls abgeriegelt.

:arrow: „Ein Christ, der mit seinem Handy Fotos und Videos machte, wurde von der Polizei gewaltsam angegangen. Sie würgten ihn am Hals und fesselten ihm die Hände, um ihn daran zu hindern, den Vorfall zu dokumentieren“, berichtet Joshua*, ein lokaler Partner von Open Doors. Zwei weitere Personen, ein Mann und eine Frau, seien ebenfalls geschlagen und zu Boden gedrückt worden. Beide erlitten blutige Verletzungen. „Ein anderer Bruder, der gewürgt wurde, leidet bis heute unter Nackenschmerzen. Er kann aber kein Krankenhaus aufsuchen, weil die örtlichen Behörden das verhindern“, so Joshua weiter. Einem Gemeindemitglied wurden seine Bibel und ein Gesangbuch abgenommen.

Am vergangenen Mittwoch war der Eingang der Kirche immer noch versperrt, die Kirchenmitglieder stehen weiterhin unter Beobachtung durch die örtliche Polizei.

:arrow: Christin von Nachbarin brutal attackiert
Die großen Unterschiede im Bereich der Glaubensfreiheit in Vietnam lassen sich zum einen an geographischen Gebieten festmachen, zum anderen sind manche Gruppen von Christen stärker betroffen als andere. Der aktuelle Vorfall ereignete sich im vietnamesischen Hochland, wo viele ethnische Minderheiten leben. Gerade im zentralen und nordwestlichen Hochland erleiden Christen immer wieder Druck und Gewalt.

:arrow: Auch wenn die Behörden dabei nicht immer aktiv involviert sind, tragen sie durch die Verbreitung von negativer Propaganda über die Christen zu einer christenfeindlichen Stimmung unter der Bevölkerung bei. So wurde die junge Christin Thuy* von ihrer Nachbarin immer wieder wegen ihres Glaubens beschimpft und bedroht, bis die Situation im Januar eskalierte. Die Nachbarin griff Thuy mit einem Knüppel an und fügte ihr so schwere Kopfverletzungen zu, dass die junge Frau 14 Tage lang im Krankenhaus behandelt werden musste.

*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen in Vietnam!
:arrow: Beten Sie um vollständige Heilung für alle Verletzten – sowohl körperlich als auch seelisch.
:arrow: Beten Sie besonders für die Christen in den Dörfern des Hochlandes und unter den ethnischen Minderheiten, dass Jesus ihren Glauben und ihre Gemeinschaft stärkt.
:arrow: Beten Sie, dass der Glaube und die Liebe der Christen bei den Menschen in ihrem Umfeld Neugierde auslösen und immer mehr Menschen sich für das Evangelium öffnen.
:arrow: Danken Sie für das Wachstum der Gemeinde in den letzten Jahren.
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SUDAN: GOTTESDIENSTE WEGEN LEBENSGEFAHR AUSGESETZT

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SUDAN: GOTTESDIENSTE WEGEN LEBENSGEFAHR AUSGESETZTDerzeitiger

Machtkampf birgt besondere Gefahren für Christen
:arrow: Seit einer Woche tobt im Sudan ein blutiger Machtkampf zwischen dem Armeechef und Machthaber General al-Burhan und seinem Stellvertreter Mohamed Hamdan Dagalo, Leiter der paramilitärischen „Rapid Support Forces“ (RSF). Die Zahl ziviler Opfer steigt täglich. Christen stehen in dem Land seit vielen Jahren unter Druck und sind angesichts der jüngsten Entwicklung mit weiteren Herausforderungen konfrontiert. Pastoren haben sich mit der dringenden Bitte um Gebet an Open Doors gewendet.

Dringende Bitten um Gebet
Die Christen im Sudan sind Schwierigkeiten und Verfolgung gewohnt. Ex-Präsident al-Bashir hatte zwischenzeitlich einen regelrechten Luftkrieg gegen die überwiegend christliche Bevölkerung in den Nuba-Bergen geführt, unter anderem um ihren Widerstand gegen die Einführung der Scharia zu brechen. Doch auch in anderen Landesteilen herrschte über viele Jahre hinweg großer Druck auf die Christen – sowohl vonseiten der Regierung als auch der islamischen Mehrheitsgesellschaft. In all dem haben viele Christen eine bemerkenswerte Widerstandskraft in ihrem Glauben entwickelt.

Umso schwerer wiegt die Dringlichkeit, mit der einige Pastoren jetzt ihre Bitte um Gebet gegenüber Open Doors formuliert haben. Fikiru Mehari*, in der Region ansässiger Experte von Open Doors, hat das Land oft bereist und steht in regelmäßigem Kontakt zu Pastoren und geistlichen Leitern vor Ort. Ein Pastor zeigte ihm das Bild von einer Rakete, die direkt neben seinem Haus einschlug – jedoch nicht explodierte. Die Gefahr durch die Kampfhandlungen hat das öffentliche Leben in den betroffenen Gebieten weitgehend lahmgelegt, so dass dort momentan keine Gottesdienste stattfinden. Kaum jemand verlässt die relative Sicherheit des eigenen Hauses in der Hoffnung auf etwas mehr Schutz vor Querschlägern und Granaten. Doch während mitunter selbst dort Menschen durch Zufallstreffer sterben, birgt diese Situation für Christen besondere Risiken: Bei knapper werdenden Ressourcen wächst die Gefahr, dass sie wegen ihres Glaubens verdrängt werden – ob es um Nahrungsmittel, die medizinische Versorgung oder Jobangebote geht. Für Konvertiten aus dem Islam kommt hinzu, dass sie sich dem Zugriff ihres feindseligen Umfeldes nun noch schwerer entziehen können. Ein Pastor wandte sich mit den Worten an Mehari: „Wir befinden uns im Moment in einer sehr kritischen Lage; bitte, bitte ruft zum Gebet für uns auf!“

Sorge vor neuem Erstarken der Islamisten
Die Christen wiesen Mehari noch auf eine weitere Gefahr hin: „Sie befürchten, dass die Islamisten diese Krise ausnutzen könnten und dann, wenn sie erst einmal an der Macht sind, all diese [nach al-Bashirs Sturz aufgehobenen] Gesetze wieder einführen.“ Keiner der rivalisierenden Generäle verfüge über nennenswerte Unterstützung durch die Bevölkerung, die Menschen seien momentan vor allem daran interessiert, dass die Kämpfe aufhörten. Nur so könnte auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medizin wiederhergestellt werden. Im schlimmsten Fall könnte es dazu kommen, „dass die Christen einer weiteren Diktatur entgegengehen, die das christliche Leben im Land unterdrückt.“
*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen im Sudan!
:arrow: Beten Sie um ein Ende der Kampfhandlungen; beten Sie besonders für die rivalisierenden Generäle al-Burhan und Dagalo, dass Jesus ihre Herzen berührt und sie zum Frieden finden.
:arrow: Beten Sie um Schutz für die sudanesischen Christen vor Bomben und Geschossen und um ihre Versorgung.
:arrow: Beten Sie, dass die derzeitige Entwicklung nicht den Islamisten in die Hände spielt und sich der Druck auf die Christen erneut erhöht.
:arrow: Beten Sie um Stärke und Glaubensmut für die Christen, dass sie fest auf Jesus vertrauen und für ihr islamisches Umfeld ein starkes Zeugnis der Liebe und Fürsorge Gottes sind.
Das Pferd wird gerüstet für den Tag des Kampfes, aber der Sieg kommt von dem HERRN. Spr. 21,31

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40 GOTTESDIENSTBESUCHER ENTFÜHRT/Aber auch gute Nachrichten: Zwei weitere „Chibok-Mädchen“ befreit

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NIGERIA: 40 GOTTESDIENSTBESUCHER ENTFÜHRT
Aber auch gute Nachrichten: Zwei weitere „Chibok-Mädchen“ befreit

:arrow: Am vergangenen Sonntag, den 7. Mai, kam es im nigerianischen Bundesstaat Kaduna zu einem gewaltsamen Angriff auf einen Gottesdienst. Dabei wurden zunächst 40 Besucher entführt, von denen ein Großteil später entkommen konnte. Ein Christ wurde getötet, ein weiterer verletzt. Fast zeitgleich endete für zwei der „Chibok-Mädchen“ ihre langjährige Zeit in der Gewalt von Boko Haram.

:arrow: Bislang keine Lösegeldforderungen
Der Angriff am Sonntag galt der „Bege Baptist Church“ im Dorf Madala, Bezirk Chikun. Ein Augenzeuge, selbst Mitglied der Gemeinde, berichtete gegenüber lokalen Partnern von Open Doors: „Die militanten Fulani kamen in großer Zahl und konnten ungehindert agieren, weil sie automatische Waffen trugen.“ Die Angreifer zwangen 40 Menschen, mit ihnen zu kommen, darunter auch Kinder. Kurz darauf gelang jedoch 24 Personen die Flucht. Aktuell befinden sich noch 16 Gottesdienstbesucher in der Gewalt ihrer Entführer: 4 Frauen, 4 Männer und 8 Kinder.

:idea: John Hayab, Vertreter der Christlichen Vereinigung von Nigeria (CAN) für den Bundesstaat Kaduna, teilte mit: „Wir haben von [den Bewaffneten] noch keine Lösegeldforderung oder irgendetwas anderes bezüglich der Entführten gehört. Wir beten, dass die Entführer gnädig sind und die Menschen zu ihren Familien zurückkehren lassen.“

:arrow: Vor allem im Nordwesten Nigerias kommt es oft vor, dass Kämpfer aus dem Volk der Fulani Familien überfallen, Personen entführen und dann Lösegeld verlangen. Sie greifen sowohl christliche als auch gemäßigt muslimische Gemeinschaften an. Die Christen sind allerdings ihr bevorzugtes Ziel. Die Angriffe lösen bei vielen Traumata aus und wirken lähmend auf die Betroffenen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Entführten in der Regel emotionalen, physischen und sexuellen Missbrauch erleiden. Ihre Familien bemühen sich unterdessen verzweifelt, die hohen Lösegeldforderungen zu erfüllen; viele verarmen dabei. Derartige Angriffe schwächen die Kirche sowohl auf kurze als auch auf lange Sicht erheblich.

:arrow: 50 Christen in den vergangenen zwei Monaten getötet
Säkulare Nachrichtenquellen bezeichnen die Angreifer im konkreten Fall oft nur sehr allgemein als „Banditen“, doch einige der zurückgekehrten Entführten bestätigten, dass die Bewaffneten Fulbe sprachen und die äußerlichen Merkmale von Mitgliedern des Fulani-Volkes aufwiesen.

Kontakte vor Ort berichten, dass der Attacke vom Sonntag bereits eine Reihe von Angriffen durch militante Fulani in der Region vorausgegangen sind. In den letzten zwei Monaten wurden mindestens 50 Christen getötet. Zudem gibt es Berichte, nach denen zahlreiche Häuser und Kirchen in dem überwiegend von Christen bewohnten Gebiet im Süden Kadunas niedergebrannt wurden.

Jo Newhouse, Sprecherin von Open Doors für die Arbeit in Subsahara-Afrika, kommentiert: „Dieser jüngste Angriff auf Christen in Nigeria unterstreicht die erdrückende Gewalt, mit der die Kirche konfrontiert ist. Wir verurteilen diesen Angriff auf das Schärfste und fordern die nigerianische Regierung auf, entschieden gegen jegliche Gewalt vorzugehen, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen und ihrer Verpflichtung zum Schutz aller Bürger nachzukommen. Wir bitten den gesamten Leib Christi, sich uns im inbrünstigen und ernsthaften Gebet anzuschließen.“

:arrow: Nach neun Jahren zurück in Freiheit
Am vergangenen Wochenende gab es jedoch auch eine gute Nachricht: Die nigerianische Armee konnte zwei der vor neun Jahren entführten Chibok-Mädchen befreien. Es handelt sich um Hauwa Maltha und Esther Marcus. (Etwa 90 Mädchen sind laut offiziellen Regierungsangaben noch gefangen.) Wie die beiden Frauen gegenüber lokalen Medien berichteten, wurden sie mit Boko-Haram-Kämpfern zwangsverheiratet. Als die Männer starben oder verschwanden, wurden sie zwei weitere Male mit anderen Männern verheiratet. Hauwa hat drei Kinder, Esther hat mindestens ein Kind.

Bitte beten Sie für die Christen in Nigeria!
:arrow: Beten Sie um Schutz für die Entführten sowie ihre baldige Rückkehr zu ihren Familien – besonders für die Kinder!
:arrow: Beten Sie um Gottes übernatürlichen Trost und Glaubensmut für alle Christen, die in der Region leben und von den Angriffen bedroht sind oder bereits Angriffe erlebt haben.
:arrow: Beten Sie, dass Jesus seine Gemeinde im Norden Nigerias baut und „die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen“ (siehe Matthäus 16,18).
:arrow: Beten Sie für das größtenteils muslimische Volk der Fulani – dass Gottes Geist unter ihnen wirkt und viele von ihnen ihr Herz für Jesus Christus öffnen.
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10-JÄHRIGER CHRIST SCHWER MISSHANDELT

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BANGLADESCH: 10-JÄHRIGER CHRIST SCHWER MISSHANDELT
Vater eines Freundes greift Jungen nach Streit beim Spielen an

:arrow: In einem Dorf in Bangladesch ist am 10. März der 10-jährige Robiul vom Vater seines Freundes angegriffen und schwer misshandelt worden. Vorausgegangen war ein Streit zwischen den Kindern beim Spielen. Durch den Vorfall ist Robiul schwer traumatisiert, sein Vater Kasem hat inzwischen die Polizei eingeschaltet. Doch die Lage im Dorf ist angespannt und Kasem bittet um Gebet für seinen Sohn. [Warnung an Leser: Die im folgenden Abschnitt geschilderten Details können aufwühlend sein; im Zweifel überspringen Sie diesen Teil oder lesen Sie direkt bei den Gebetsanliegen weiter.]

An einen Pfahl gefesselt und verprügelt
:arrow: Kasem ist ein Mann aus bescheidenen Verhältnissen und leidet unter einer körperlichen Beeinträchtigung. Seit er sich für den christlichen Glauben entschieden hat, sind seine Familie und er zur Zielscheibe von Verfolgung durch ihr Umfeld geworden. „Die Dorfbewohner reagieren bei jedem noch so kleinen Anlass sehr grausam und grob auf uns. Wir leben in ständiger Angst“, beschreibt Kasem den Alltag seiner Familie.

Am 10. März geriet sein Sohn Robiul beim Spielen mit einem gleichaltrigen muslimischen Freund in einen Streit, der sich zu einer Rangelei ausweitete. Anschließend erzählte der muslimische Junge seinem Vater von dem Streit und behauptete dabei fälschlicherweise, Robiul habe angefangen ihn zu verprügeln. Voller Wut machte der Vater sich daraufhin auf die Suche nach Robiul. Als er ihn gefunden hatte, zerrte der Mann ihn quer durch das Dorf, fesselte seine Hände an einen Pfahl und begann, ihn heftig zu schlagen und zu treten. Schließlich stopfte er dem wehrlosen Jungen Kuhmist in den Mund und schüttete Wasser hinterher. Robiuls jüngerer Bruder stand hilflos dabei und musste alles miterleben.

Zu Hause war Robiul später nicht in der Lage, mit seinen Eltern über die Situation zu sprechen. Doch aufgrund des erlittenen Traumas wurde er krank, sodass die Eltern merkten, dass etwas vorgefallen sein musste. Robiuls jüngerer Bruder berichtete ihnen schließlich, was geschehen war.

Familie trotz Polizeischutz weiter unter Druck
:arrow: Um sich und seine Familie vor weiteren Übergriffen zu bewahren, stellte Kasem einen offiziellen Antrag auf Polizeischutz. Für den Zeitraum, in dem die Polizei diesen Schutz gewährt, sind die Antragsteller vor Übergriffen sicher, da Angreifern von geschützten Personen schwere Konsequenzen drohen. Als im Dorf bekannt wurde, dass Kasem die Polizei eingeschaltet hatte, riefen ihn täglich Dorfbewohner an und forderten ihn auf, seine Meldung bei der Polizei zurückzuziehen.

Die aktuelle Situation ist für die Familie sehr belastend. Sie müssen jedes Mal auf der Hut sein, wenn sie ihr Haus verlassen. Robiul erholt sich nur langsam von seinem traumatischen Erlebnis im März. Er hat Probleme mit der Nahrungsaufnahme und weigert sich, sein Bett zu verlassen. Lokale Partner von Open Doors haben die Familie besucht, um sie zu ermutigen und ihnen beizustehen.

:arrow: Kinder von Christen muslimischer Herkunft sind besonders hohen Risiken ausgesetzt nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Für sie ist es unvorstellbar, dass ihre Freunde und Nachbarn böse auf sie sein könnten, nur weil sie an Jesus glauben. Ein solcher Hass, wie ihn Robiul erleben musste, wiegt für sie deshalb umso schwerer. Kasem bittet darum, für die Heilung seines Sohnes zu beten.


Bitte beten Sie für Robiul und seine Familie!
:arrow: Beten Sie, dass Jesus Robiul mit übernatürlichem Frieden beschenkt, ihn tröstet und vollständig wiederherstellt.
:arrow: Beten Sie um Schutz für die ganze Familie vor weiteren Übergriffen.
:arrow: Beten Sie, dass Jesus die Familie im Glauben stärkt, sodass sie von Gottes Liebe erfüllt werden und vergeben können.
:arrow: Beten Sie, dass dadurch viele Dorfbewohner Gottes Gnade erkennen.
:arrow: Beten Sie für alle Angreifer, dass Jesus ihnen in ihrem Hass begegnet und ihre Herzen verändert.
Das Pferd wird gerüstet für den Tag des Kampfes, aber der Sieg kommt von dem HERRN. Spr. 21,31

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CHINA: ÖFFENTLICHE DATENBANK ERFASST KIRCHENLEITER

Beitrag von Joschie »

CHINA: ÖFFENTLICHE DATENBANK ERFASST KIRCHENLEITER
Immer mehr Systeme zur Überwachung und Regulierung religiöser Aktivitäten
:arrow: Das Staatliche Amt für Religiöse Angelegenheiten Chinas hat am 23. Mai ein neues „Abfragesystem für den islamischen, katholischen und christlichen Klerus“ freigeschaltet. Ziel des Systems ist es laut offiziellen Angaben, „die Offenheit der religiösen Angelegenheiten sowie die Identifizierung und Verwaltung von Geistlichen zu fördern“. Damit wächst jedoch gleichzeitig der Druck auf die Leiter der zahlreichen nicht registrierten Hauskirchen.

Service eines fürsorglichen Staates oder Überwachsungsinstrument? Die Einstiegsseite zur neuen Datenbank?

Lieber illegal als registriert
:arrow: Die Online-Datenbank enthält Angaben wie Name, Foto und Kirchenzugehörigkeit aller Kirchenleiter, die bei einer der staatlich anerkannten religiösen Institutionen registriert sind; dies sind vor allem Gemeinden der Drei-Selbst-Kirche, einer Dachorganisation der protestantischen Kirchen. In einer Erklärung auf ihrer Website schreibt die Organisation, die Datenbank biete der Öffentlichkeit Informationen über „Geistliche, die nach geltendem Recht anerkannt und registriert wurden“. Die Nutzung der Datenbank auch wenn es nur um eine Abfrage geht setzt die Angabe der eigenen Handynummer voraus, kann also nicht anonym geschehen.

:arrow: Bereits Anfang des Jahres wurden ähnliche Datenbanken für buddhistische und taoistische Geistliche eingeführt, um unter anderem „Betrugsfälle im Zusammenhang mit falschem religiösen Personal zu bekämpfen“, wie es hieß. Yuhua* erforscht als lokale Kontaktperson von Open Doors die Situation der Christen in China und ordnet die neue Datenbank so ein: „Es mag den Anschein erwecken, als biete das System den Kirchen Schutz, aber in Wirklichkeit werden alle ihre Aktivitäten überwacht. Ein Hauskirchenleiter geht lieber das Risiko ein, als ‚illegales religiöses Personal‘ abgestempelt zu werden, als sich in dem System zu registrieren.“

:arrow: Viele Mosaiksteine bilden ein zunehmend restriktives Umfeld
Laut Thomas Müller, Analyst bei „World Watch Research“ von Open Doors, wären die Folgen jedoch zunächst eher indirekter Natur: „Es könnte zum Beispiel Bemühungen zur Verbreitung des Evangeliums ‚ausbremsen‘, wenn die Zuhörer anfangen, erst einmal in der Datenbank nachzuschauen, ob die Pastoren registriert sind“, sagte er und fügte hinzu: „Sie ist jedoch ein weiterer Mosaikstein in einem für Christen zunehmend restriktiven Umfeld.“

:arrow: Dazu gehören auch immer neue Auflagen für Gemeinden, wie jüngst in der Provinz Zhejiang, wo Kirchen verpflichtet wurden, für den Kommunismus zu werben – immerhin eine Ideologie, die die Existenz Gottes leugnet. Im März wurden Christen in einigen Teilen der Provinz Henan mit einer „Smart Religion App“ konfrontiert, die von ihnen verlangt, sich zu registrieren, bevor sie eine kirchliche Versammlung besuchen. Immer wieder geraten christliche Leiter ins Visier der Behörden, wobei es zu den unterschiedlichsten Anschuldigungen kommt. So wurde am 24. Mai ein Pastor in Shunde, Provinz Guangdong, zusammen mit drei seiner Mitarbeiter wegen des Verdachts auf „illegale Geschäfte“ verhaftet.

:arrow: Nach dem Motto „ein Bürger, eine Akte“ werden in China derzeit Systeme entwickelt und implementiert, die eine Vielzahl von Daten und Datenbanken durchforsten und den Behörden eine einzige umfassende Akte über jeden Einwohner zur Verfügung stellen können.

*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen in China!
:arrow: Beten Sie für die Verantwortlichen der Gemeinden, dass sie trotz des wachsenden Drucks mutig und gelassen ihren Dienst gemäß ihrer Berufung fortführen.
:arrow: Beten Sie für alle Christen um Schutz vor staatlichen Übergriffen und vor Einschüchterung durch die staatlichen Überwachungsbemühungen.
Beten Sie, dass die Verbreitung des Evangeliums in China nicht gehindert wird, sondern weiterhin viele Menschen zum Glauben an Jesus finden.
:arrow: Beten Sie für die Beamten, die für die Überwachung der Christen zuständig sind: dass Gottes Geist auch sie berührt und sie den Christen wohlwollend begegnen.
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PAKISTAN: MASSIVE ANGRIFFE AUF CHRISTLICHES WOHNVIERTEL

Beitrag von Joschie »

PAKISTAN: MASSIVE ANGRIFFE AUF CHRISTLICHES WOHNVIERTEL

Blasphemie Vorwurf mobilisiert aufgebrachte Menge

:arrow: Die Häuser von rund 100 christlichen Familien sowie ein Großteil der christlichen Kirchen in Jaranwala wurden bei den Ausschreitungen am vergangenen Mittwoch beschädigt oder zerstört. Tausende extremistische Muslime zündeten Bibeln an, zerstörten Kirchen und christliche Wohnhäuser. Viele Christen sahen sich zur Flucht gezwungen.

:arrow: Nur wenige Stunden vor Ausbruch der Gewalt hatte es eine Anzeige bei der Polizei gegen zwei inzwischen festgenommene christliche Brüder gegeben, denen die Schändung des Koran vorgeworfen wurde: Ihre Namen, Adressen und Ausweisnummern waren gemeinsam mit einzelnen Koranseiten gefunden worden, in die abfällige Äußerungen hineingeschrieben waren. Lokale Christen bezweifeln, dass die Angriffswelle eine spontane Reaktion auf diese Blasphemievorwürfe war, und vermuten Vorausplanung. Auch Amir Mir, der regionale Minister für Information, hält die Angriffe laut der Washington Post für „sorgfältig koordiniert“. Seit den Angriffen haben die Behörden rund 160 Menschen festgenommen, und eine Summe von ca. 2 Mio. pakistanischen Rupien (ca. 6.130 Euro) soll an jede der rund 100 betroffenen Familien ausbezahlt werden.

:arrow: Eine massive Gewaltwelle gegen Christen hat am 16. August die Stadt Jaranwala in der Provinz Punjab im Osten Pakistans erschüttert. Hunderte extremistische Muslime stürmten ein christliches Wohnviertel, griffen mindestens 15 Kirchen an und brannten mehrere von ihnen nieder. Außerdem zündeten sie zahlreiche Häuser von Christen an und zerstörten einen Friedhof. Christen flohen aus dem Wohnviertel. Ein lokaler Christ berichtet, dass die aufgebrachte Menschenmenge innerhalb kürzester Zeit auf mehrere Tausend Personen angewachsen sei. Zahlreiche im Internet kursierende Videos zeigen das Ausmaß der Zerstörung und die Wut der Angreifer.

Spontane Reaktion oder im Voraus geplant?
Nur wenige Stunden vor Ausbruch der Gewalt hatte es eine Anzeige bei der Polizei gegen zwei Christen gegeben, denen die Schändung des Koran vorgeworfen wurde. Lokale Christen bezweifeln allerdings, dass die Angriffswelle eine spontane Reaktion auf diese Blasphemievorwürfe war, und vermuten Vorausplanung: „Es ist kein Zufall, dass Moscheen in der ganzen Stadt über Lautsprecher angefangen haben, Hassreden zu verbreiten. Das hat zu den Angriffen geführt. Wie sind all die Moscheen an diese Informationen gekommen? Wie konnten sie so viele Menschen versammeln, wenn es keine Vorausplanung gab? Niemand beantwortet unsere Fragen“, sagt ein lokaler Christ. Und ein betroffener Kirchenleiter, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden kann, sagt: „Das ist ein Fall von geplanter Verfolgung gegen uns als Minderheit. Wenn die Ankläger derart emotionsgeladen waren, dass sie sich nicht zurückhalten konnten, Kirchen und Wohnhäuser anzugreifen – wie konnten sie dann in der Lage sein, so kurz vorher noch eine Anzeige zu erstatten?“

Angriffe auf Minderheiten nehmen zu
Der Vorwurf der Blasphemie wird in Pakistan häufig erhoben, um gegen Minderheiten vorzugehen. Bereits eine unbewiesene Anschuldigung kann ausreichen, um große Menschenmengen aufzustacheln. „Die Häufigkeit und das Ausmaß solcher Angriffe – die systematisch, gewaltsam und oft unkontrollierbar sind – scheinen in den vergangenen Jahren zugenommen zu haben“, so die Menschenrechtskommission von Pakistan gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.


:arrow: Bitte beten Sie für die Christen in Pakistan!
:arrow: Beten Sie, dass sich die Lage schnell beruhigt
:arrow: Beten Sie für die betroffenen Christen um schnelle Hilfe und Versorgung.
:arrow: Beten Sie für die beiden der Blasphemie beschuldigten Christen, dass sie freikommen.
:arrow: Beten Sie, dass die pakistanische Regierung angemessene Schritte unternimmt, um die Christen im Land zu schützen.
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NEPAL: CHRISTEN BEDROHT UND GEDEMÜTIGT

Beitrag von Joschie »

NEPAL: CHRISTEN BEDROHT UND GEDEMÜTIGT
Belästigungen und Sachbeschädigungen durch Hindu-Extremisten an mehreren Orten
:arrow: In den vergangenen Wochen kam es in Nepal zu verschiedenen Angriffen auf Christen durch aufgebrachte Hindu-Extremisten. Eine lokale Partnerin von Open Doors sieht einen Zusammenhang zwischen der Zunahme solcher Vorkommnisse und der Ausbreitung hindu-extremistischer Propaganda, die vermehrt aus Indien nach Nepal dringt.

Vor allem an Indien angrenzende Provinzen betroffen
:arrow: Am 5. September wurden in der an Indien angrenzenden Provinz Madhesh zwei Christen, ein Mann und eine Frau, von mehreren Hindus belästigt. Dem Mann wurde schwarze Farbe ins Gesicht geschmiert und er wurde gezwungen, den hinduistischen Gruß „Gepriesen sei der Gott Ram“ („Jai Shri Ram“) zu sprechen. Der Frau wurde befohlen, sich still zu verhalten, um nicht ebenso gedemütigt zu werden. Anschließend wurden die beiden Christen zur örtlichen Verwaltung gebracht.

:arrow: Am 4. September wurden in der Provinz Lumbini, die ebenfalls an Indien grenzt, zwei christliche Kirchenleiter belästigt. Sie befanden sich gerade auf dem Weg zum Haus eines Gemeindemitglieds, wo sie sich zu gemeinsamem Gebet und Lobpreis treffen wollten. Aufgebrachte Hindus warfen den Christen vor, von Tür zu Tür zu gehen und die Leute mit Arbeitsangeboten zu locken, um sie für den christlichen Glauben zu gewinnen. Die Christen wurden öffentlich gedemütigt, man schmierte auch ihnen schwarze Farbe ins Gesicht und brachte sie zur Polizei. Die Polizei ließ die Christen zwar frei, warnte sie aber, niemanden zum christlichen Glauben zu bekehren.

:arrow: Aber nicht nur dieser tätliche Angriff auf Christen, sondern auch verschiedene Sachbeschädigungen an Kirchengebäuden wurden aus der Provinz Lumbini gemeldet: Am 3. September versuchten extremistische Hindus dort, den Bau einer christlichen Kirche in ihrem Dorf zu verhindern. Die christliche Gemeinde hatte das Fundament für die Kirche gelegt, die aufgebrachten Hindus zerstörten es und riefen dabei pro-hinduistische Parolen. Am 30. August griff eine Gruppe extremistischer Hindus drei bereits existierende Kirchengebäude an. Die Extremisten bewarfen die Gebäude mit Steinen, zerschlugen Fensterscheiben und Tore. Außerdem wurden ein Stromzähler und vor den Kirchen abgestellte Motorräder beschädigt. Laut Christen vor Ort hätten weder die Polizei noch die örtliche Verwaltung bisher etwas unternommen, obwohl die Pastoren sie über die Vorfälle informiert hätten.

Aus Indien kommt vermehrt hindu-extremistische Propaganda
Im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2023 (1. Oktober 2021 bis 30. September 2022) wurden in Nepal insgesamt 82 körperliche Angriffe auf Christen und mindestens 4 angegriffene Kirchen gemeldet. Anita Magar*, eine lokale Partnerin von Open Doors, ist der Ansicht, dass die Zunahme solcher christenfeindlichen Übergriffe in Nepal mit der hindu-extremistischen Propaganda zu tun hat, die vermehrt aus Indien nach Nepal herüberdringt: „Indien hat einen großen Einfluss auf Nepal. Die Hindu-Gruppen aus Indien unterstützen die nepalesischen Hindu-Gruppen und fordern, dass Nepal wieder ein hinduistischer Staat wird.“ Zudem hätten Hindu-Extremisten eine Kampagne zum Schutz der Kuh („Gau Rakhsya“) gestartet – Kühe gelten im Hinduismus als heilige Tiere. Die Kampagne führe vermehrt zu Konflikten: Extremistische Hindu-Gruppen hätten es auf die Christen abgesehen, da sie als Menschen bekannt seien, die Kühe töten und essen.

Magar äußert sich besorgt über die Zunahme der Christenverfolgung in Nepal und erklärt, dass Hindu-Extremisten derzeit in allen Provinzen Nepals aktiv seien, christliche Kirchen zerstörten oder Hassreden gegen Christen hielten. Vor allem seien aber die Christen betroffen, die in den an Indien angrenzenden Gebieten lebten.
*Name geändert



Bitte beten Sie für die Christen in Nepal!
:arrow: Beten Sie für die betroffenen Christen um Erholung von den demütigenden Erlebnissen und um Ermutigung.
:arrow: Beten Sie für die Christen in den an Indien grenzenden Provinzen, in denen die hindu-extremistischen Einflüsse aus Indien besonders groß sind, um Stärkung ihres Glaubens und Mut.
:arrow: Beten Sie, dass sich das hindu-extremistische Gedankengut in Nepal nicht weiter ausbreitet.
:arrow: Beten Sie, dass Jesus auch den Hindu-Extremisten in Nepal begegnet und ihr Leben verändert.
Das Pferd wird gerüstet für den Tag des Kampfes, aber der Sieg kommt von dem HERRN. Spr. 21,31

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NIGERIA: BRUTALER ANGRIFF AUF CHRISTLICHE FLÜCHTLINGE

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NIGERIA: BRUTALER ANGRIFF AUF CHRISTLICHE FLÜCHTLINGE

:arrow: Christen leiden unter der prekären Sicherheitslage in vielen Flüchtlingslagern

:arrow: Am Dienstag, den 3. Oktober 2023, wurden 11 Christinnen überfallen, die in einem Lager für Binnenvertriebene im nigerianischen Bundesstaat Benue leben. Bewaffnete Angehörige des Fulani-Stammes hatten ihnen außerhalb des Lagers aufgelauert und vergewaltigten die wehrlosen Frauen. Der Vorfall illustriert die prekäre Lage der zahlreichen Flüchtlinge in Nigeria, häufig sind Christen wegen ihres Glaubens doppelt gefährdet.

:arrow: Besonders im Norden Nigerias werden Dörfer immer wieder zum Ziel brutaler Angriffe

Soldaten greifen zum Schutz der Frauen ein
:arrow: In dem Lager lebende Kontaktpersonen von Open Doors berichteten, dass die elf Frauen am 3. Oktober gegen 8 Uhr morgens auf der Suche nach Brennholz waren. Als sie sich dabei einige Kilometer vom Lager entfernt hatten, wurden sie von militanten Fulani gestellt und abwechselnd mit vorgehaltener Waffe vergewaltigt.

:arrow: Trotz der massiven Bedrohung glückte einigen Frauen die Flucht. Sie liefen zurück zum Lager und informierten umgehend eine Einheit des Militärs, die in der Nähe des Lagers stationiert war. Die Soldaten eilten unverzüglich zum Ort des Geschehens und retteten mit ihrem Eingreifen die übrigen Frauen mutmaßlich vor der Ermordung durch die Angreifer.

:arrow: Diese Frauen und ihre Familien gehören zu den vielen Tausend Christen, die bei anhaltenden Angriffen der Fulani auf ihre Dörfer in Teilen Nordnigerias vertrieben wurden. Das Lager, aus dem die elf Frauen stammen, ist aufgrund der Angriffe extremistischer Fulani auf christliche Dörfer entstanden. Allein dort leben bis zu 20.000 Christen.

:arrow: Islamistische Gruppierungen, wie etwa Boko Haram und ISWAP („Islamischer Staat in der Provinz Westafrika“), verüben immer wieder Angriffe auf Zivilisten, insbesondere auf Christen. Darüber hinaus gehen zahlreiche gewaltsame Übergriffe auf das Konto von militanten Fulani und bewaffneten Kriminellen. Dies geschieht seit vielen Jahren in den nördlichen Staaten Nigerias, zunehmend jedoch auch in den südlichen. Besonders ausgeprägt sind laut der in Genf ansässigen Internationalen Organisation für Migration (IOM) die Fluchtbewegungen in den sechs Bundesstaaten im Nordosten Nigerias; Benue, wo der geschilderte Vorfall sich ereignete, liegt unmittelbar südlich davon. Die IOM beziffert die Zahl der Binnenvertriebenen allein in diesen 6 (von insgesamt 36) Staaten Nigerias auf 2,37 Millionen – Stand November 2022.

:arrow: Außerhalb der Lager droht ständige Gefahr
Viele der Christen in den oftmals nur behelfsmäßig errichteten Vertriebenenlagern ertragen täglich schweres Leid, weil sie keinen Zugang zur Grundversorgung beispielsweise mit Nahrungsmitteln haben; das liegt oftmals an der konkreten Bedrohung durch militante Fulani-Hirten. Diese lassen ihr Vieh häufig in Sichtweite der Lager weiden. Jedes Mal, wenn einzelne Personen das Lager verlassen, müssen sie um ihr Leben fürchten. „Ohne Lebensmittel und Ressourcen sind die Menschen gezwungen, alles zu riskieren, nur um zu überleben“, berichtet ein Christ, der sich um die Vertriebenen kümmert.


Bitte beten Sie für die Christen in Nigeria, besonders für die Binnenflüchtlinge:
:arrow: Beten Sie darum, dass Jesus den betroffenen Frauen mit seinem Trost und mit umfassender Heilung begegnet.
:arrow: Beten Sie darum, dass er ihnen ihre Würde als Frauen neu schenkt – gerade auch in den Augen der Menschen in ihrem Umfeld, sodass jede Stigmatisierung durchbrochen wird.
:arrow: Beten Sie darum, dass Gott seine Hand schützend über all die Geflüchteten im Land ausstreckt und seine Kinder dazu befähigt, inmitten der Not Gottes Gnade zu bezeugen.
:arrow: Beten Sie für die Angreifer, dass Gottes Güte sie zur Buße leitet und sein Geist vielen aus ihren Reihen die Augen für das Evangelium öffnet.
Das Pferd wird gerüstet für den Tag des Kampfes, aber der Sieg kommt von dem HERRN. Spr. 21,31

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KIRGISISTAN: HAFTSTRAFE WEGEN „ANSTACHELUNG ZU RELIGIÖSER FEINDSCHAFT“

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KIRGISISTAN: HAFTSTRAFE WEGEN „ANSTACHELUNG ZU RELIGIÖSER FEINDSCHAFT“

Christ wirbt öffentlich für seinen Glauben und stellt religiöse Regelungen der Regierung infrage

:arrow: Am 13. September wurde der kirgisische Christ Aytbek Tynaliyev nach sechs Monaten Haft wieder freigelassen. Es war bereits seine zweite Verurteilung innerhalb von zwei Jahren. Anlass waren in beiden Fällen Äußerungen Tynaliyevs in sozialen Medien, in denen er seinen christlichen Glauben weitergegeben und das restriktive Vorgehen der Regierung in religiösen Angelegenheiten kritisiert hatte.


Gerichtsvertreter verweigern Stellungnahme
:arrow: Im August 2022 war Aytbek Tynaliyev zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Am 4. Juli 2023 verhängte das gleiche Gericht eine Haftstrafe von etwas mehr als sechs Monaten gegen ihn. Aufgrund der zuvor bereits verbüßten Zeit in Untersuchungshaft endete seine Haftzeit am 13. September.

:arrow: Bei seiner Verurteilung im Juli konzentrierte sich die Staatsanwaltschaft auf Tynaliyevs Kommentare und Anfragen an einen Erlass hinsichtlich Familienfeiern und Gedenkritualen. Die Regelung war am 24. Februar 2022 von Präsident Sadyr Japarov unterzeichnet worden. Angesichts einer zu 88 % muslimischen Bevölkerung nimmt der Islam eine prägende Rolle in allen Bereichen der Gesellschaft Kirgisistans ein. Dieser Einfluss ist auch in den Bereichen Rechtsprechung und Gesetzgebung spürbar.

:arrow: Das Justizministerium entsandte eigens zwei „Sachverständige für religiöse Fragen“ zu der Gerichtsverhandlung, um die Anklage zu unterstützen. Wie die Menschenrechtsorganisation Forum 18 berichtet, hätten die beiden jedoch auf Nachfrage hin nicht erklären können, in welcher Weise Tynaliyevs Kommentare den Tatbestand von „Desinformation über die Religion des Islam“ erfüllten. Der zuständige Richter des Bezirksgerichts, Almazbek Jooshbekov, sei zudem nicht bereit gewesen, eine Begründung für Tynaliyevs Haftstrafe zu nennen. Im Rahmen der Anklage hatte die Staatsanwältin ein Strafmaß von zwei Jahren gefordert. Auch sie war jedoch nicht bereit, nähere Angaben zum Hintergrund ihrer Forderung zu machen; etwa, inwiefern die fraglichen Äußerungen gegen geltendes Recht verstoßen.

Erneute Einschüchterung nach Haftentlassung
:arrow: Kurz nach Tynaliyevs Entlassung im September erhielt er nochmals Besuch von dem Polizeibeamten, der im Mai die Durchsuchung seiner Wohnung geleitet hatte. Er forderte Tynaliyev auf, „vorsichtig zu sein und künftig keine religiösen Materialien oder Aussagen in sozialen Medien zu veröffentlichen“. Dabei gab er acht christliche Bücher zurück, die die Polizei im Mai bei Tynaliyev beschlagnahmt hatte. Der Beamte fügte hinzu: „Die Behörden hätten ein weiteres Verfahren gegen Sie eröffnen können wegen illegalen Besitzes religiöser Literatur zu Hause!“ Man habe sich aber dagegen entschieden. Der Besitz christlicher Literatur ist aufgrund des familiären Drucks zwar besonders für Konvertiten gefährlich, laut Forum 18 aber offiziell zulässig.

:arrow: Die Geschehnisse der letzten beiden Jahre haben bei Aytbek Tynaliyev tiefe Spuren hinterlassen. Er habe Angst und deshalb aufgehört, in sozialen Medien über seinen Glauben zu sprechen oder die offizielle Religionspolitik der Behörden infrage zu stellen, sagte er im Gespräch mit Forum 18.


Bitte beten Sie für die Christen in Kirgisistan:
:arrow: Beten Sie für Aytbek Tynaliyev, dass Gott ihn tröstet und von jeder Angst befreit.
:arrow: Beten Sie darum, dass Jesus die Christen in Kirgisistan mit übernatürlichem Mut und großer innerer Freiheit beschenkt, sodass sie offen zu ihrem Glauben stehen und ihn auch teilen.
:arrow: Beten Sie besonders für Christen muslimischer Herkunft; sie werden in ihrem Umfeld häufig diskriminiert und müssen zahlreiche Herausforderungen im Alltag meistern.
:arrow: Beten Sie für die Gemeinden in Kirgisistan, dass Jesus die Verantwortlichen schützt und ihnen Weisheit schenkt.
Das Pferd wird gerüstet für den Tag des Kampfes, aber der Sieg kommt von dem HERRN. Spr. 21,31

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LAOS: EIN HARTES JAHR FÜR DIE CHRISTEN GEHT ZU ENDE

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LAOS: EIN HARTES JAHR FÜR DIE CHRISTEN GEHT ZU ENDE
Zahlreiche Übergriffe belegen die wachsende Verfolgung

:arrow: In Laos ist es im Verlauf des Jahres zu zahlreichen Übergriffen gegen Christen gekommen. Viele davon wurden erst jetzt bekannt. Sie verdeutlichen, dass sich die Lage der christlichen Gemeinschaft spürbar verschlechtert hat. Hier ist eine kleine Auswahl der bekannten Vorfälle.

:arrow: Polizist wiegelt Dorf gegen Christen auf
Im Süden des Landes organisierte eine Hauskirche eine Konferenz. Während der Veranstaltung kam ein Polizeibeamter und händigte den Leitern ein Dokument aus, das alle Teilnehmer unterschreiben sollten. Darin wurden sie aufgefordert, sich nicht mehr zu versammeln und ihrem Glauben abzuschwören. Keiner der Anwesenden war dazu bereit. Das machte den Beamten so wütend, dass er gegenüber dem Dorfältesten ankündigte, er werde alles tun, um zu verhindern, dass die Christen sich weiterhin als Hauskirche treffen.

:arrow: Zu diesem Zweck wies er die Dorfbewohner an, der Gemeinde das Leben schwer zu machen. Daraufhin begannen sie, die Häuser der Christen regelmäßig mit Steinen zu bewerfen oder sie mit Schleudern zu beschießen, stahlen ihre Motorräder und schikanierten sie auf viele Weise. Einige Gemeindemitglieder waren gezwungen, ihre Häuser zu verlassen und auf den Reisfeldern zu leben. Sechs Familien waren von diesem Vorfall betroffen.

:arrow: Mysteriöser Tod im Wald
Durch ein Heilungswunder fand Sone* zum Glauben an Jesus. Danach begann er, in seinem Dorf davon zu erzählen. Als dadurch drei Familien zum Glauben kamen, begannen die anderen Dorfbewohner, ihn zu beschimpfen und offen ihre Missbilligung zu zeigen. Am 7. Mai fehlte Sone im Gottesdienst seiner Gemeinde, was sehr ungewöhnlich war. Wenige Stunden später wurde seine Leiche im Wald unter einem Baum gefunden. Die Dorfbewohner sagten, dass er während der Jagd von dem Baum gestürzt und gestorben sei. Eine andere Einschätzung haben die Kirchenleiter, die Sones Leichnam abholten und für die Beerdigung reinigten. Angesichts zahlreicher Blutergüsse und eines Loches in seinem Hinterkopf sind sie davon überzeugt, dass er gewaltsam zu Tode kam.

:arrow: Pastor erhält Morddrohung von der Polizei
In der ersten Februarwoche 2023 wurde einer Kirche vom zuständigen Distriktgouverneur mitgeteilt, dass ihr Gebäude geschlossen und der Dorfgemeinschaft als Mehrzweckhalle übergeben werden sollte. Die Christen feierten jedoch weiterhin unbeirrt ihre Gottesdienste. Gleichzeitig weigerten sich die Gemeindeleiter um Pastor Nasay* beharrlich, die offizielle Anordnung zur Umwidmung des Gebäudes zu unterschreiben. Einige Wochen später trafen zwei Lastwagen mit Soldaten, buddhistischen Mönchen und dem Gouverneur im Dorf ein. Pastor Nasay wurde in das örtliche Amtshaus einbestellt. Doch nachdem er auch gegenüber dem Gouverneur seine Unterschrift verweigerte, begann der ihn zu bedrohen und erklärte: „Das Christentum ist nicht unsere Religion und wir sollten den Buddhismus als unsere nationale Religion beibehalten. Sie sollten Ihrem Glauben abschwören und Ihre Kirche schließen.“ Einer der Polizisten schrie den Pastor an: „Wenn Sie dem Befehl nicht folgen, dann seien Sie vorsichtig. Ihre Tochter ist noch jung. Vielleicht muss sie bald ohne Sie leben. Haben Sie keine Angst?“ Die anderen Gemeindemitglieder rieten ihm daraufhin dringend, nicht mehr alleine zu reisen.

:arrow: Vertrieben und die Vorräte zerstört
Aneing* kam 2021 zum Glauben an Christus. Seitdem gibt sie das Evangelium mit Begeisterung an andere weiter und hat dadurch drei Familien dafür gewonnen, auch Jesus nachzufolgen. Eine dieser Familien wurde Anfang September 2023 aus ihrem Dorf vertrieben. Zwei Wochen später wurde Aneing zusammen mit ihren Kindern zu einem Treffen mitten im Reisfeld eingeladen. Die Männer aus dem Dorf umringten die kleine Gruppe und kündigten an, dass Aneings Familie nicht mehr im Dorf leben dürfe. Einer der Männer schrie Aneing an: „Wir werden auch deinen Reisspeicher zertrümmern, wenn du deinen Glauben nicht widerrufst!“ Zutiefst geschockt brachte Aneing daraufhin zunächst ihre Kinder außerhalb des Dorfes in Sicherheit und dann sich selbst. Am nächsten Morgen setzten die Dorfbewohner die Drohung gemeinsam in die Tat um und zerstörten Aneings Speicher. Sie hat Angst, ihre im Dorf verbliebenen Habseligkeiten zu holen.
*Name geändert


Bitte beten Sie für die Christen in Laos:
:arrow: Danken Sie für die lebendige Gemeinde Jesu in Laos und den Mut vieler Christen.
:arrow: Beten Sie für all diejenigen, die durch Vertreibung, Gefängnisaufenthalte oder tätliche Angriffe in große Not geraten sind: dass Jesus sie versorgt und im Glauben stärkt.
:arrow: Beten Sie besonders um Schutz für die Pastoren, aber auch um Vollmacht für ihren so wichtigen Dienst.
:arrow: Beten Sie, dass weiterhin viele Menschen durch das Zeugnis der Christen zum Glauben an Jesus finden – auch unter den Polizisten und Amtsträgern.
Das Pferd wird gerüstet für den Tag des Kampfes, aber der Sieg kommt von dem HERRN. Spr. 21,31

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