Betet und denkt an die verfolgten Geschwister

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Joschie
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DR KONGO: ZAHLREICHE CHRISTEN IM JANUAR ERMORDET ODER ENTFÜHRT

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DR KONGO: ZAHLREICHE CHRISTEN IM JANUAR ERMORDET ODER ENTFÜHRT
Angriffe treffen Christen bei Gottesdiensten oder bei der Feldarbeit
:arrow: Im Januar ist es in den nordöstlichen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo (DRK) erneut zu zahlreichen Übergriffen gegen die überwiegend christliche Bevölkerung gekommen. Mindestens 37 Menschen verloren dabei ihr Leben, weitere wurden entführt.

Kirche nach „x-tem Angriff auf das Dorf“ geschlossen
:arrow: Am Dienstag, den 30. Januar 2024, überfielen mutmaßlich Kämpfer der islamistischen „Allied Democratic Forces“ (ADF) einen Gottesdienst in der Ortschaft Bayeti (Provinz Ituri). Sie töteten fünf der Anwesenden und entführten den leitenden Pastor der Kirche Eglise Message du Temps, seine Frau und eine unbestätigte Anzahl von Christen. Unter den Ermordeten sind auch die beiden Kinder des Pastors. Nach dem tödlichen Vorfall in Bayeti wurden weitere Angriffe aus den Orten Kazaroho (3 Tote, 9 Entführte) und Lolwa (4 Tote, 3 Entführte) gemeldet.

:arrow: Jean-Paul, ein Christ aus Bayeti, schildert die dortige Situation: „Dieser x-te Angriff auf das Dorf Bayeti hat zur Schließung der Kirche geführt. Der größte Teil der Bevölkerung ist nach Oicha geflohen, das als sicher galt. Jetzt hat sich die Situation weiter verschlimmert. Die jungen Leute aus Oicha sind am Mittwoch, den 31. Januar 2024, in diese Dörfer gefahren, um die Leichen einzusammeln und in die Leichenhalle des Allgemeinen Krankenhauses von Oicha zu bringen.“

Nachfolgend ein kurzer Überblick über die Angriffe im Januar, die bislang bekannt geworden sind.

:arrow: Am 8. Januar töteten die ADF drei Christen im Dorf Tohya (Provinz Nord-Kivu). Am Freitag, den 12. Januar, wurden zwei christliche Frauen während der Feldarbeit von den ADF überrascht. Eine wurde mit einer Machete angegriffen und verletzt, die andere wurde erschossen.

:arrow: Am Dienstag, den 16. Januar, verübten ADF-Kämpfer am helllichten Tag einen tödlichen Doppelanschlag auf die Dörfer Biakato und Babungwe (Provinz Ituri). Sie ermordeten neun Christen und nahmen mindestens 18 weitere als Geiseln. Einer der getöteten Christen stammte aus Biakato, acht andere aus Babungwe, wie Pastor Alimasi von der Evangelischen Kirche in Babungwe berichtete.

:arrow: Am Abend des 23. Januar drangen ADF-Kämpfer gegen 19:30 in die Ortschaft Ngite-Mavivi ein und töteten fünf Menschen. Ein weiterer wurde verwundet und ein 19-jähriger Mann entführt. Pastor Ngangisa lebt in der Region und erklärt, dass der Ort Ngite-Mavivi früher ein stark umkämpftes Gebiet gewesen sei, in den letzten Jahren dort jedoch relative Ruhe geherrscht habe. „Die ADF nehmen jedoch offenbar ihre Angriffe in diesem Gebiet wieder auf; eure Gebete werden helfen, Gottes Volk zu retten“, sagte Ngangisa.

:arrow: Weitere Angriffe fanden zwischen dem 28. und 30. Januar statt. In diesem Zeitraum verübten die ADF eine Reihe von Angriffen auf die Dörfer Mangadola, Makodu, Mangazi und Matadi. Dabei töteten die mit Gewehren und Macheten bewaffneten Kämpfer mindestens 12 Christen, während sie auf ihren Feldern arbeiteten.

:arrow: Pastor Paluku von der Kirche CECA20 teilte mit, dass einige der Verstorbenen zur Bohnenernte auf ihre Felder gegangen waren; die Landwirtschaft ist ihre Haupteinnahmequelle. „Christen können nicht mehr auf ihre Farmen gehen. Wir sind jetzt in Oicha eingeschlossen, Gott helfe uns“, beklagte Pastor Paluku, der auch Lehrer am Oicha Bible Institute ist.


Bitte beten Sie für die Christen im Einflussgebiet der ADF:
:arrow: Beten Sie, dass Jesus die Welle der Gewalt stoppt, der die Christen in Nord-Kivu und Ituri derzeit ausgesetzt sind.
:arrow: Beten Sie um Trost und Heilung an Geist, Seele und Leib für alle, die bei den Anschlägen verletzt wurden, nahestehende Menschen verloren haben oder anderweitig betroffen sind.
:arrow: Beten Sie um ein machtvolles Wirken von Gottes Geist, so dass die Christen ermutigt und in ihrem Glauben gestärkt werden – trotz der massiven Gewalt.
:arrow: Beten Sie zu dem Gott, der aus einem Saulus einen Paulus gemacht hat: dass er die Herzen der ADF-Kämpfer berührt, sie ihn erkennen und von ihren bösen Wegen umkehren.
Das Pferd wird gerüstet für den Tag des Kampfes, aber der Sieg kommt von dem HERRN. Spr. 21,31

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Joschie
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INDIEN: DROHENDE GESETZESVERSCHÄRFUNG BEUNRUHIGT CHRISTEN

Beitrag von Joschie »

INDIEN: DROHENDE GESETZESVERSCHÄRFUNG BEUNRUHIGT CHRISTEN
Besonders die großen Stammesgemeinschaften im Visier von Hindu-Extremisten und Politikern

:arrow: Die Regierung des indischen Bundesstaates Chhattisgarh hat Pläne für eine Verschärfung des herrschenden Anti-Bekehrungs-Gesetzes veröffentlicht. Der Entwurf sieht vor, die Zwangskonversion von Minderjährigen, Frauen und Personen, die einer Stammesgemeinschaft angehören, mit Geldstrafen und einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren zu ahnden. Christen in dem Bundesstaat befürchten weitreichende Folgen für das kirchliche Leben.


:arrow: Führende Politiker warnen vor Anstieg der Bekehrungen
Das seit 2000 eingeführte und 2006 bereits verschärfte Anti-Bekehrungs-Gesetz verpflichtet Menschen, die ihre Religionszugehörigkeit ändern wollen, 30 Tage im Voraus eine behördliche Genehmigung einzuholen. Neben den höheren Strafen für Zwangskonversion sieht der Entwurf eine Verdoppelung dieser Frist auf 60 Tage vor. Als strafbare „betrügerische“ oder „illegale Konversionen“ gelten solche, die durch „Missbrauch, Gewalt, unzulässige Beeinflussung, Zwang, Verführung, betrügerische Mittel oder durch Heirat“ zustande gekommen sind. Die Beweislast liegt bei der Person, die den Konvertiten dazu gebracht hat, seine Religion zu wechseln. All dies findet keine Anwendung bei Menschen, die zum Hinduismus, der Mehrheitsreligion Indiens, zurückkehren wollen.

:arrow: In Chhattisgarh gehören etwa 30 % der Bevölkerung Stammesgemeinschaften an. Hindu-nationalistische Gruppen bemühen sich, Angehörige dieser Gemeinschaften durch so genannte „Ghar Wapsi“-Programme (Ghar Wapsi bedeutet wörtlich: „Heimkehr“) zum Hinduismus zu bekehren, so Bischof Paul Toppo von der Diözese Raigarh gegenüber UCANews.

:arrow: Führende Politiker der herrschenden hindu-nationalistischen BJP haben in jüngster Zeit mehrfach ihre Sorgen über Glaubenswechsel aufgrund kirchlicher Aktivitäten geäußert. So warnte Landesminister Brijmohan Agarwal im Februar vor dem Parlament von Chhattisgarh, dass „viele Kräfte aktiv daran arbeiten, die Demografie von Chhattisgarh zu verändern“. Noch deutlicher äußerte sich der Ministerpräsident von Chhattisgarh, Vishnu Deo Sai. Er betonte im Januar, dass christliche Missionare „sehr aktiv“ seien, was zu einem Anstieg der Konversionen führe. „All dies wird bald aufhören und Hindutva [Agenda der Hindu-Nationalisten] wird an Stärke gewinnen“, sagte er laut der Times of India.

:arrow: Hunderte Christen nach vergangenen Angriffen weiter in Not
Die Christen in Chhattisgarh sind besorgt über das vorgeschlagene Gesetz. „Es wird zu einem Anstieg der Angriffe auf Christen und Kirchen führen“, sagte ein lokaler Partner von Open Doors, der aus Sicherheitsgründen um Anonymität bat. „Kirchen werden geschlossen, Heirats- und Beerdigungszeremonien werden beeinträchtigt, und christliche Einrichtungen werden sehr anfällig für Angriffe und Überprüfungen sein. Pastoren und christliche Leiter laufen Gefahr, wegen falscher Anschuldigungen, sie hätten Menschen zum Übertritt zum Christentum verführt, inhaftiert zu werden.“

In Chhattisgarh hat es bereits zahlreiche Angriffe auf christliche Gemeinschaften gegeben. Kurz vor Weihnachten 2022 waren Hunderte von Christen aus der indigenen Stammesbevölkerung gezwungen, aus ihren Häusern im Bezirk Narayanpur zu fliehen, nachdem sie aufgrund ihrer Hinwendung zum christlichen Glauben angegriffen worden waren.

Mehr als ein Jahr später sind sie immer noch schutzlos. „Diejenigen, die in ihre Dörfer zurückkehren konnten, sind nicht in der Lage, sich frei zum Gebet zu versammeln“, so der lokale Partner von Open Doors. „Sie müssen sich entweder heimlich treffen oder den weiten Weg in die Stadt auf sich nehmen, um die Kirche zu besuchen. Kirchen wurden geschlossen, und die Suche nach einem Arbeitsplatz oder einer täglichen Arbeit ist für diese Christen sehr schwierig“, sagte er.

:arrow: Lisa Gentile, eine Sprecherin von Open Doors, erklärt die besonderen Herausforderungen der zahlreichen Christen aus der indigenen Stammesbevölkerung in Chhattisgarh durch die Gesetzesvorhaben: „Die derzeitige Regierung des Bundesstaates hat auch vorgeschlagen, Stammesangehörigen ihren Sonderstatus abzuerkennen, wenn sie zum Islam oder zum Christentum konvertieren. [Dadurch würden sie] all ihre verfassungsmäßig garantierten sozioökonomischen Schutzzusagen verlieren.“

:arrow: Obwohl Christen nur 5 % der indischen Bevölkerung ausmachen, wurden in 11 Bundesstaaten Anti-Bekehrungs-Gesetze eingeführt, die gegen religiöse Minderheiten wie Christen und Muslime eingesetzt werden. Bislang kam es allerdings erst zu wenigen Verurteilungen aufgrund dieser Gesetze.

*Name geändert


Bitte beten Sie für die Christen in Chhattisgarh:
:arrow: Beten Sie für die kirchlichen Verantwortungsträger, dass sie angesichts des wachsenden politischen Druckes im Glauben gestärkt werden und mutig Gott und ihren Gemeinden dienen.
:arrow: Beten Sie für alle Christen unter den Stammesgemeinschaften, dass sie durch die rechtlichen Bedrohungen nicht beunruhigt werden, sondern ganz auf Gottes Schutz und Versorgung vertrauen.
:arrow: Beten Sie, dass die vorgesehenen Änderungen nicht zu mehr Angriffen auf Christen und Kirchen führen, sondern in ihrer Wirkung verpuffen.
:arrow: Beten Sie für die führenden Politiker in Chhattisgarh, dass Jesus sie segnet, ihnen Wohlwollen für die Christen ins Herz legt und ihnen die Augen für das Evangelium öffnet.
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DR KONGO: ALLEIN IM MÄRZ 50 CHRISTEN GETÖTET

Beitrag von Joschie »

DR KONGO: ALLEIN IM MÄRZ 50 CHRISTEN GETÖTET
Welche Hilfe bleibt Christen angesichts der Expansionsagenda der Islamisten?

:arrow: Mindestens 50 Christen wurden im März 2024 bei Angriffen der islamisch-extremistischen Miliz ADF getötet. Weitere Christen wurden verletzt oder entführt. Die Angriffe fanden in der Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) statt. Dort verfolgt die Miliz das Ziel, ein Kalifat zu errichten, und geht seit Jahren brutal gegen Christen vor. Nur noch Gebet könne angesichts der nicht enden wollenden Gewalt helfen, sagte ein Kirchenleiter gegenüber Open Doors.

:arrow: Eine Kirche im Osten der DRK; in diesem Landesteil greifen ADF-Kämpfer Kirchen und christliche Dörfer an und töten oder entführen Christen

:arrow: Wiederholte Angriffe, mindestens 50 Tote

:arrow: Die Angriffe vergangenen Monat wurden in und um die Stadt Beni verübt. In der Nacht auf den 1. März wurden in der Ortschaft Ngite-Mavivi zwei Christen von Kämpfern der „Allied Democratic Forces“ (ADF) erstochen und weitere Christen verletzt. Nur wenige Tage später, am 5. März, wurden mindestens neun Christen im Dorf Vemba-Kinyamusehe getötet. Die örtliche zivilgesellschaftliche Organisation „Convention pour le respect des droits de l’homme“ (CRDH) wies darauf hin, dass Schulen und Gesundheitszentren in der Gegend aufgrund der seit Januar 2024 fortgesetzten Angriffe geschlossen bleiben.

:arrow: Am stärksten trafen die Angriffe im März Mulekera, einen Verwaltungsbezirk der Stadt Beni. ADF-Kämpfer töteten dort vergangenen Monat mindestens 39 Christen: Bei einem Angriff am 17. März wurden drei Christen ermordet, weitere entführt. Am 23. März plünderten ADF-Kämpfer die Häuser von Christen, legten Feuer, und töteten einen Christen. Bei einem weiteren Angriff am Palmsonntag, den 24. März, wurden mindestens 13 Christen getötet. Die Angreifer brannten auch etwa ein Dutzend Häuser ab. Am Folgetag wurden die Leichen weiterer 22 Christen im Busch entdeckt.

:arrow: Am 26. März griffen ADF-Kämpfer das Dorf Mulwa an. Sie entführten eine bisher unbestätigte Anzahl Christen.

Sicherheitslage seit Jahren katastrophal
:arrow: :arrow: Die ADF sind eine von mehr als 100 bewaffneten Gruppen im Osten der DRK. Die Situation vor Ort ist laut dem UNHCR „eine der komplexesten humanitären Krisen der Welt“. Während ein Großteil der Gruppen vorrangig wirtschaftliche oder ethnische Ziele verfolgt, haben sich die ADF als „Islamischer Staat Provinz Zentralafrika“ dem IS angeschlossen. Ihr Ziel ist es, ein Kalifat im Osten der DRK und dem benachbarten Uganda zu errichten. Dabei gehen die islamisch-extremistischen Kämpfer mit äußerster Brutalität gegen Christen vor. Im Berichtszeitraum zum Weltverfolgungsindex 2024 wurden in der DRK mindestens 261 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet (1. Oktober 2022–30. September 2023). Damit wurden weltweit nur in Nigeria mehr Christen ermordet. Die jüngsten Angriffe sowie die Angriffsserie von Januar 2024 zeigen, dass mit keiner Verbesserung der Situation zu rechnen ist. „Wir benötigen die Gebete der weltweiten Christenheit, denn nichts anderes hilft [mehr]“, sagt Pastor Kambale, Pastor einer Gemeinde des Kirchenbundes CECA 20 in Mangina, Nord-Kivu, und lokaler Partner von Open Doors.

:arrow: In den vergangenen Jahren ist es der Regierung nicht gelungen, für Frieden in der Region zu sorgen. Am 1. April 2024 wurde Judith Suminwa Tuluka zur neuen Premierministerin ernannt. In einer Rede im nationalen Fernsehen versprach sie, sich für „Frieden und Entwicklung“ einzusetzen, wie die Deutsche Welle berichtet.

Jo Newhouse*, Sprecherin des Dienstes von Open Doors in Subsahara-Afrika, kommentiert die Sicherheitslage im Osten der DRK: „Das Ausmaß der anhaltenden ADF-Angriffe auf christliche Gemeinschaften ist entsetzlich. […] Tausende Menschen werden aus ihren Häusern, von ihrem Land und Lebensunterhalt vertrieben. Wir rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um sicherzustellen, dass die Regierung der DRK treu und transparent alle betroffenen Gemeinschaften schützt und dass die Vertriebenen die Hilfe erhalten, die sie in diesen Umständen benötigen.“
*Name geändert



Bitte beten Sie für die Christen in der DRK:
:arrow: Beten Sie für ein Ende der Gewalt und um Schutz vor Angriffen.
:arrow: Beten Sie, dass die Entführten freikommen.
:arrow: Beten Sie für die Angehörigen der getöteten Christen um Trost. Bitten Sie Jesus auch um innere
:arrow: Wiederherstellung für alle Menschen, die durch die Gewalt traumatisiert worden sind.
:arrow: Beten Sie, dass sich Jesus Christus den islamischen Extremisten als Gott und Retter offenbart und dass viele von ihnen beginnen, Jesus nachzufolgen.
:arrow: Beten Sie für die neue Premierministerin und ihre Regierung um Weisheit und Durchsetzungsvermögen, damit Frieden im Osten der DRK hergestellt wird.
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Im Mai haben die nigerianischen und kamerunischen Streitkräfte

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Im Mai haben die nigerianischen und kamerunischen Streitkräfte insgesamt 686 Gefangene aus den Händen von Islamisten befreit. Bislang liegen noch keine Informationen zur Identität der Befreiten vor. Die zwei erfolgreichen Militäraktionen sind ein seltenes Zeichen der Hoffnung in der Region.


:arrow: Yana hofft immer noch auf die Rückkehr ihrer Tochter – noch wurde nicht bekannt, ob sie unter den Befreiten ist Hunderte Kinder unter den Befreiten.

:arrow: Die erste Aktion fand bereits Anfang Mai im äußersten Norden Kameruns unweit der Grenze zu Nigeria statt. Wie lokale Medien berichteten, wurden dabei 300 Gefangene aus den Händen von Boko Haram/ISWAP („Islamic State West Africa Province“) befreit. Dabei handele es sich um 191 Kinder, 99 Frauen und 10 Männer, die sämtlich aus Nigeria stammten. Derzeit werde ihre Rückführung in ihre Heimat vorbereitet.

:arrow: Am vergangenen Dienstag, den 21. Mai, berichteten nigerianische Medien, dass die Armee 386 Personen im Sambisa-Wald befreit habe, der seit vielen Jahren von Islamisten als Rückzugsgebiet genutzt wird. Auch hier habe es sich zumeist um Frauen und Kinder gehandelt. Viele von ihnen seien seit 10 Jahren gefangen gehalten worden. Über die erfolgreiche Operation berichtete Brigadegeneral Haruna bei einem Mediengespräch am Rande des Sambisa-Waldes im Bezirk Konduga. Bei dem Gespräch stellte der General weitere Befreiungen in Aussicht.

:arrow: Ungebrochene Sehnsucht nach den eigenen Kindern – „egal in welchem Zustand“

:arrow: Open Doors liegen bislang keine Meldungen darüber vor, ob unter den Geretteten einige der namentlich bekannten Christen sind, die seit Langem vermisst werden. Erst im vergangenen Monat jährte sich die Entführung der Mädchen aus Chibok zum zehnten Mal. Während des Gedenkgottesdienstes aus diesem Anlass sagte Yana Gala, eine der betroffenen Mütter, im Gespräch mit lokalen Partnern von Open Doors: „Meine Hoffnung und mein Gebet ist, dass der Gott, der nicht versagt, unsere Kinder zurückbringt. Auch wenn sie jetzt eigene Kinder haben, egal in welchem Zustand sie sind, wir wollen sie so haben.“ Yanas Tochter Rifkatu ist immer noch unter den Vermissten. Kurze Zeit nach dem Gottesdienst wurde mit Lydia Simon eine weitere der damals entführten Schülerinnen zusammen mit ihren drei Kindern von der nigerianischen Armee gefunden. Damit sind mutmaßlich noch 81 der Entführten bis heute vermisst.

:arrow: Viele der betroffenen Familien werden nicht müde zu betonen, dass Gott ihre einzige Hoffnung und das beständige Gebet ihr einziger Ausweg ist. Wir bitten Sie, sich diesen Eltern anzuschließen und weiterhin für die Freilassung der Schülerinnen aus Chibok, von Leah Sharibu und allen anderen Entführten zu beten.

Auf dem Weltverfolgungsindex 2024 steht Kamerun an 43. und Nigeria an 6. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.



Bitte beten Sie für die Christen in Kamerun und Nigeria:
:arrow: Danken Sie Jesus für die erfolgreiche Befreiung so vieler Entführter in diesem Monat!
:arrow: Beten Sie um Heilung und Wiederherstellung für jede dieser Personen, die teilweise so viele Jahre in der Hand der Islamisten waren.
:arrow: Beten Sie für alle, die sich weiterhin in Gefangenschaft befinden: dass sie Gottes Trost empfangen und durch seinen Geist immer wieder neu in ihrem Vertrauen auf Jesus gestärkt werden.
:arrow: Beten Sie, dass die Christen inmitten der aktuellen Not Salz und Licht sein können, sodass viele Menschen Hoffnung und Zuflucht in Jesus Christus finden.
Das Pferd wird gerüstet für den Tag des Kampfes, aber der Sieg kommt von dem HERRN. Spr. 21,31

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ALGERIEN: URTEIL GEGEN PASTORENEHEPAAR AUFGEHOBEN

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ALGERIEN: URTEIL GEGEN PASTORENEHEPAAR AUFGEHOBEN

:arrow: Geschlossene Kirchen und Strafverfahren setzen Christen in Algerien weiterhin unter großen Druck

:arrow: Am 30. Juni gab ein algerisches Gericht dem Berufungsantrag von Pastor Ahcene Ferchiche und seiner Frau statt. Beide waren zu einer einjährigen Haftstrafe im Zusammenhang mit ihren gemeindlichen Aktivitäten verurteilt worden. Der Freispruch ist ein seltener Lichtblick für die christliche Gemeinschaft im Land. Doch der Druck auf sie bleibt angesichts immer neuer und noch offener Verfahren gegen Christen sowie zahlreicher Kirchenschließungen sehr hoch.

:arrow: „Ich danke allen, die mich in dieser schweren Zeit unterstützt und für mich gebetet haben“, sagt Pastor Ahcene

Zehn Jahre unbehelligt – dann kam die Polizei
„Das ist eine gute Nachricht für mich, meine Frau und unsere Kirche. Ich danke dem Herrn und allen, die mich in dieser schweren Zeit unterstützt und für mich gebetet haben“, sagte Ahcene, der nach der Verkündigung des Urteils sichtlich erleichtert war. Seine Frau und er waren angeklagt und verurteilt worden, weil sie ohne Genehmigung eine nicht islamische Religion praktiziert hatten. Das Ehepaar leitet eine Gemeinde in der Kleinstadt Ait-Douala (oder Béni-Douala) in der Provinz Tizi Ouzou.


Begonnen hatten die Schwierigkeiten für die beiden im November 2021. Damals hatte die Polizei den jungen Pastor aufgesucht und ihn zur Rede gestellt. Ahcene erinnert sich: „Sie verlangten von mir eine Genehmigung zur Ausübung der christlichen Religion und drohten mir, mich zu verhaften, wenn ich ohne diese Genehmigung weiterhin Gottesdienste abhielte.“ Die Kirche, in der Ahcene dient, ist rechtlich mit dem Dachverband protestantischer Kirchen Algeriens (Église Protestante d’Algérie, EPA) verbunden. Als die Polizei den Pastor aufsuchte, existierte die Kirche bereits seit über zehn Jahren, ohne dass es jemals Probleme gegeben hätte.

:arrow: Unter dem Druck der Behörden beschloss das Pastorenehepaar schließlich, das Kirchengebäude im April 2023 zu schließen. Dies verhinderte jedoch nicht, dass Ahcene und seine Frau wegen „ungenehmigter Ausübung einer anderen Religion als des Islams“ strafrechtlich verfolgt wurden. Als Grundlage diente die Verordnung 06-03 aus dem Jahr 2006, in der die Bedingungen für die Ausübung nicht muslimischer Religionen in Algerien festgelegt sind. Unter ähnlichen Vorzeichen wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Kirchen geschlossen, was unter anderem den UN-Menschenrechtsrat beschäftigt hat.

Berufungsverfahren mehrerer Christen anhängig
:arrow: Derzeit sind andere Berufungsverfahren verurteilter Christen noch offen. Dazu gehört etwa der Fall von Pastor Youssef Ourahmane oder der von fünf Christen einer Kirche in Tizi Ghenif. Die Fünf waren im November 2023 zur jeweils drei Jahren Haft und Pastor Ourahmane, Vizepräsident der EPA, im September zu zwei Jahren verurteilt worden. Das Strafmaß von Pastor Ourahmane wurde in einem ersten Berufungsverfahren auf ein Jahr reduziert, die zusätzliche Geldstrafe in Höhe von 100.000 Algerischen Dinar (ca. 690 €) jedoch aufrechterhalten. Sowohl Ourahmanes Fall als auch die Fälle der anderen fünf verurteilten Christen aus Tizi Ghenif liegen jetzt beim höchsten Gericht Algeriens.

In den vergangenen Jahren haben Staatsbeamte auf den verschiedenen Ebenen der Verwaltungshierarchie die Freiheit von Christen zunehmend eingeschränkt. Kirchen wurden geschlossen oder nicht wieder eröffnet, und es wurde Gemeindeleitern mit rechtlichen Konsequenzen gedroht, sollten die Treffen nicht eingestellt werden. So stieg im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2024 der staatliche Druck auf protestantische Christen auf ein Maß an, das in den vergangenen Jahrzehnten noch nie erreicht worden war. Algerien steht dort an 15. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.



Bitte beten Sie für die Christen in Algerien:
:arrow: Danken Sie für den Freispruch von Pastor Ahcene Ferchiche und seiner Frau.
:arrow: Beten Sie für Pastor Youssef Ourahmane und die fünf verurteilten Christen aus Tizi Ghenif: dass Jesus sie in ihren Herausforderungen im Glauben stärkt und für sie eintritt.
:arrow: Beten Sie für alle algerischen Christen, die durch die zahlreichen Kirchenschließungen betroffen sind: dass sie sich weiterhin mit anderen Christen treffen können und geistliche Nahrung erhalten.
:arrow: Beten Sie, dass die Verbreitung des Evangeliums durch den staatlichen Druck nicht gehindert, sondern verstärkt wird.
Das Pferd wird gerüstet für den Tag des Kampfes, aber der Sieg kommt von dem HERRN. Spr. 21,31

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