Aufzählung der Wesenseigenschaften Gottes
Verfasst: 08.03.2026 16:52
Es ist wichtig, sich Gott richtig vorzustellen! (Teil1)
O Herr, allmächtiger Gott nicht der Gott der Philosophen und der Weisen, sondern der Gott der Propheten und Apostel und vor allem der Gott und Vater unseres Herr Jesu Christi darf ich es ungescholten wagen, von Dir zu reden? Die, welche Dich nicht kennen, sehen Dich als einen Gott, der Du in Wirklichkeit gar nicht bist. Und so beten sie nicht Dich an, sondern ein Gebilde ihrer eigenen Phantasie. Er leuchte deshalb unsere Sinne und laß uns Dich so erkennen, wie Du bist, auf daß wir Dich uneingeschränkt lieben und Dich recht preisen können. Im Namen unseres Herrn Jesu Christi. Amen.
Eines Tages wird es wohl offenbar werden, daß ein Volk immer auf dem Niveau geblieben ist, auf dem auch seine Religion war, und die menschliche Geistesgeschichte wird gewiß zeigen, daß keine Religion je größer gewesen ist, als auch ihre Gottesvorstellung es war. Die Gottesverehrung steht auf hohem oder auf niedrigem Niveau, je nachdem ob der Gläubige hohe oder niedrige Vorstellungen von Gott hat.
Deshalb ist die Gottesvorstellung selbst immer die entscheidendste Frage für eine Gemeinde, und ebenso ist bei einem Menschen nicht das, was er in einem bestimmten Moment sagt oder tut, das Bedeutsamste, sondern seine Auffassung von Gott. Aufgrund eines verborgenen Gesetzes der Seele neigen wir dazu, unsere geistigen Gottesbild nachzustreben. Das trifft nicht nur auf den einzelnen Gläubigen zu, sondern auch auf die Gemeinschaft der Gläubigen, die Gemeinde. Das Aufschlussreichste an einer Gemeinde ist stets ihre Vorstellung von Gott, und ihre Botschaft ist gekennzeichnet von dem, was sie über Gott sagt oder verschweigt und manchmal ist das Schweigen beredter als alles Reden. Nie kann eine Gemeinde verhindern, daß ihr Gottesbild enthüllt wird.
Wäre es möglich, von irgendeinem Menschen eine umfassende Antwort auf die Frage zu bekommen, was ihm beim Gedanken an Gott durch den Kopf geht, so könnten wir mit Sicherheit die geistliche Zukunft dieses Menschen voraussagen. Wäre uns bekannt, was die einflussreichen und maßgebenden Persönlichkeiten des religiösen Lebens heute von Gott denken, so könnten wir mit einiger Genauigkeit voraussehen, wo die Gemeinde morgen stehen wird.
Ohne Zweifel ist der größte Gedanke, dessen der menschliche Geist fähig ist, der Gottesgedanke, und das bedeutendste Wort jeder Sprache ist ihr Ausdruck für Gott. Denken und sprechen sind Gaben, die Gott den nach seinem Bilde gestalteten Geschöpfen gibt. Beide sind eng und unauflöslich mit ihm verbunden. Es ist höchst bedeutsam, daß das erste Wort das Wort/war: »Das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort« (Joh 1,1). Wir können
reden, weil Gott redet. In ihm sind Wort und Gedanke nicht voneinander zu trennen.
Es ist für uns von größter Wichtigkeit, daß unsere Gottesvorstellung so nahe wie möglich an das wahre Wesen Gottes heranreicht. Verglichen mit dem, was wir wirklich über Gott denken, sind Bekenntnisse unseres Glaubens von geringerer Bedeutung. Unsere eigentliche Gottesvorstellung kann unter dem Schutt landläufiger religiöser Auffassungen vergraben liegen, und es bedarf einer wohlüberlegten und entschlossenen Suche, damit sie schließlich ausgegraben und erkennbar gemacht werden kann. Nur durch eine schmerzhafte Selbstprüfung ergibt sich für uns die Möglichkeit, herauszufinden, was wir im tiefsten Grunde über Gott denken.
Eine richtige Gottesvorstellung ist nicht nur die Grundlage für die systematische Theologie, sondern auch für das praktische Glaubens leben. Sie ist das Fundament des Gottesdienstes. Ist es zu klein oder falsch gebaut, so muß das ganze Gebäude früher oder später zusammenstürzen. Ich glaube kaum, daß es irgendwelche Irrtümer in der Lehre oder Versagen im praktischen Christen leben gibt, die nicht letzten Endes alle auf unvollkommene und niedrige Gottesvorstellungen zurückgeführt werden können.
Meiner Meinung nach ist die Auffassung der heutigen Christen von Gott so dekadent, daß sie in keiner Weise der Würde Gottes, des Allerhöchsten, entspricht. Daß dies auch bei ernsthaften Gläubigen so ist, ist beinahe so etwas wie eine moralische Katastrophe.
Würde man uns auf einen Schlag mit allen Problemen des Himmels und der Erde konfrontieren, so wären diese unerheblich, verglichen mit der alles überragenden Frage nach Gott: seiner Existenz, seinem Wesen und den Aufgaben, die wir als sittliche Wesen ihm gegenüber haben.
Wer zum richtigen Gottesglauben gelangt, wird eine Menge irdischer Probleme los, denn er erkennt sofort, daß diese durch Dinge entstehen, die ihn höchstens noch für eine kurze Zeit beschäftigen. Doch auch wenn die zahlreichen irdischen Probleme von ihm genommen wären, so würde an deren Stelle die mächtige Bürde der Ewigkeit auf ihm zu lasten beginnen, und zwar viel schwerer als alle Nöte der Welt vereint. Diese mächtige Bürde ist eine Verpflichtung Gott gegenüber. Sie beinhaltet die lebenslängliche Pflicht, Gott mit allen Kräften des Geistes und der Seele zu lieben, ihm völlig gehorsam zu sein und ihn anzubeten, wie es ihm gebührt. Wenn das unruhige Gewissen dem Menschen sagt, daß er nichts von alledem getan hat, sondern sich seit seiner Kindheit der schändlichen Auflehnung gegen die
Majestät des Himmels schuldig gemacht hat, so kann die innere Selbstanklage unerträglich werden.
O Herr, allmächtiger Gott nicht der Gott der Philosophen und der Weisen, sondern der Gott der Propheten und Apostel und vor allem der Gott und Vater unseres Herr Jesu Christi darf ich es ungescholten wagen, von Dir zu reden? Die, welche Dich nicht kennen, sehen Dich als einen Gott, der Du in Wirklichkeit gar nicht bist. Und so beten sie nicht Dich an, sondern ein Gebilde ihrer eigenen Phantasie. Er leuchte deshalb unsere Sinne und laß uns Dich so erkennen, wie Du bist, auf daß wir Dich uneingeschränkt lieben und Dich recht preisen können. Im Namen unseres Herrn Jesu Christi. Amen.
Eines Tages wird es wohl offenbar werden, daß ein Volk immer auf dem Niveau geblieben ist, auf dem auch seine Religion war, und die menschliche Geistesgeschichte wird gewiß zeigen, daß keine Religion je größer gewesen ist, als auch ihre Gottesvorstellung es war. Die Gottesverehrung steht auf hohem oder auf niedrigem Niveau, je nachdem ob der Gläubige hohe oder niedrige Vorstellungen von Gott hat.
Deshalb ist die Gottesvorstellung selbst immer die entscheidendste Frage für eine Gemeinde, und ebenso ist bei einem Menschen nicht das, was er in einem bestimmten Moment sagt oder tut, das Bedeutsamste, sondern seine Auffassung von Gott. Aufgrund eines verborgenen Gesetzes der Seele neigen wir dazu, unsere geistigen Gottesbild nachzustreben. Das trifft nicht nur auf den einzelnen Gläubigen zu, sondern auch auf die Gemeinschaft der Gläubigen, die Gemeinde. Das Aufschlussreichste an einer Gemeinde ist stets ihre Vorstellung von Gott, und ihre Botschaft ist gekennzeichnet von dem, was sie über Gott sagt oder verschweigt und manchmal ist das Schweigen beredter als alles Reden. Nie kann eine Gemeinde verhindern, daß ihr Gottesbild enthüllt wird.
Wäre es möglich, von irgendeinem Menschen eine umfassende Antwort auf die Frage zu bekommen, was ihm beim Gedanken an Gott durch den Kopf geht, so könnten wir mit Sicherheit die geistliche Zukunft dieses Menschen voraussagen. Wäre uns bekannt, was die einflussreichen und maßgebenden Persönlichkeiten des religiösen Lebens heute von Gott denken, so könnten wir mit einiger Genauigkeit voraussehen, wo die Gemeinde morgen stehen wird.
Ohne Zweifel ist der größte Gedanke, dessen der menschliche Geist fähig ist, der Gottesgedanke, und das bedeutendste Wort jeder Sprache ist ihr Ausdruck für Gott. Denken und sprechen sind Gaben, die Gott den nach seinem Bilde gestalteten Geschöpfen gibt. Beide sind eng und unauflöslich mit ihm verbunden. Es ist höchst bedeutsam, daß das erste Wort das Wort/war: »Das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort« (Joh 1,1). Wir können
reden, weil Gott redet. In ihm sind Wort und Gedanke nicht voneinander zu trennen.
Es ist für uns von größter Wichtigkeit, daß unsere Gottesvorstellung so nahe wie möglich an das wahre Wesen Gottes heranreicht. Verglichen mit dem, was wir wirklich über Gott denken, sind Bekenntnisse unseres Glaubens von geringerer Bedeutung. Unsere eigentliche Gottesvorstellung kann unter dem Schutt landläufiger religiöser Auffassungen vergraben liegen, und es bedarf einer wohlüberlegten und entschlossenen Suche, damit sie schließlich ausgegraben und erkennbar gemacht werden kann. Nur durch eine schmerzhafte Selbstprüfung ergibt sich für uns die Möglichkeit, herauszufinden, was wir im tiefsten Grunde über Gott denken.
Eine richtige Gottesvorstellung ist nicht nur die Grundlage für die systematische Theologie, sondern auch für das praktische Glaubens leben. Sie ist das Fundament des Gottesdienstes. Ist es zu klein oder falsch gebaut, so muß das ganze Gebäude früher oder später zusammenstürzen. Ich glaube kaum, daß es irgendwelche Irrtümer in der Lehre oder Versagen im praktischen Christen leben gibt, die nicht letzten Endes alle auf unvollkommene und niedrige Gottesvorstellungen zurückgeführt werden können.
Meiner Meinung nach ist die Auffassung der heutigen Christen von Gott so dekadent, daß sie in keiner Weise der Würde Gottes, des Allerhöchsten, entspricht. Daß dies auch bei ernsthaften Gläubigen so ist, ist beinahe so etwas wie eine moralische Katastrophe.
Würde man uns auf einen Schlag mit allen Problemen des Himmels und der Erde konfrontieren, so wären diese unerheblich, verglichen mit der alles überragenden Frage nach Gott: seiner Existenz, seinem Wesen und den Aufgaben, die wir als sittliche Wesen ihm gegenüber haben.
Wer zum richtigen Gottesglauben gelangt, wird eine Menge irdischer Probleme los, denn er erkennt sofort, daß diese durch Dinge entstehen, die ihn höchstens noch für eine kurze Zeit beschäftigen. Doch auch wenn die zahlreichen irdischen Probleme von ihm genommen wären, so würde an deren Stelle die mächtige Bürde der Ewigkeit auf ihm zu lasten beginnen, und zwar viel schwerer als alle Nöte der Welt vereint. Diese mächtige Bürde ist eine Verpflichtung Gott gegenüber. Sie beinhaltet die lebenslängliche Pflicht, Gott mit allen Kräften des Geistes und der Seele zu lieben, ihm völlig gehorsam zu sein und ihn anzubeten, wie es ihm gebührt. Wenn das unruhige Gewissen dem Menschen sagt, daß er nichts von alledem getan hat, sondern sich seit seiner Kindheit der schändlichen Auflehnung gegen die
Majestät des Himmels schuldig gemacht hat, so kann die innere Selbstanklage unerträglich werden.