Eine Taufe ??!

Nur für Gläubige, die die fünf Punkte des Arminianismus ablehnen

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 31.07.2007 18:49

Hallo Daniel Israel!
Ich hatte den Wunsch von Hans-Werner das Thema hier jetzt rein zu stellen um eine entspannte Diskussion zu führen. Ich bitte dich bitte laß hier die Polemik raus und führe eine sachliche Diskussion mit Bibelstellen oder Zitaten. Bitte verstehe dies nicht als persönlichen Angriff. Ich kenne deine Argumentation, ich habe ebenso reagiert als ich noch jünger war. Vielleicht wird man ja wenn man älter wird etwas gelassener. Im Eph.4,5 steht "Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe". Welche Taufe ist damit gemeint? Bin auf Antworten gespannt :?: :idea: ??!
Gruß und Segen vo :wink: $:P n Joschie!
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Daniel Israel
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Beitragvon Daniel Israel » 31.07.2007 19:37

Hallo lieber Joschie. Bei der Taufe hanelt es sich um die Taufe der Busse; doch können Säuglinge Busse tun? Hier mal ein paar Stellen:

Matthäus 3

5Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und ganz Judäa und alle Länder am Jordan 6und ließen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Sünden.

Apg. 2

38Petrus sprach zu ihnen: bTut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes.

41Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen.

Apg. 8

12Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen. 13Da wurde auch Simon gläubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus.

Apg. 22

16Und nun, was zögerst du? Steh auf und rufe seinen Namen an und laß dich taufen und deine Sünden abwaschen.

Kolosser 2

12Mit ihm seid ihr dbegraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch eauferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten. 13Und er hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr ftot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden. 14Er hat den Schuldbrief getilgt, der gmit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet. 15Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 05.08.2007 15:38

Hallo lieber Daniel Israel!
Wie kommst du darauf das es sich bei Eph.4,5 um die Taufe der Buße handelt? Nur um ein Mißverständnis vorzubeugen, ich bin kein Vertreter der Säuglingstaufe, kann wenn die Rahmenbestimmungen stimmen,die stehen lassen. Ich weiß das es viele Diskussionen über das was das Haus bedeutet gibt. Ich persönlich halte die Stellen in den Briefen über die Bedeutung der Taufe für wichtiger. Wenn du möchtest können wir und darüber austauschen.
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Beitragvon Joschie » 27.08.2007 18:56

Hallo Ihr!
Ich bin immer noch bei dem Thema Taufe bei. Ich suche jetzt die Briefe nach diesem Thema ab, bin dabei auf 1.Kor. 12,13 gestoßen. Dort heißt es wir sind alle zu einem Leib getauft worden. Geht daraus hervor das man erst durch die Taufe zum Leib Christi gehört und dabei wie am Ende des Textes hervorgeht mit dem Geist getränkt sind?
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Daniel Israel
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Beitragvon Daniel Israel » 28.08.2007 05:41

Die Taufe gehört immer zur Bekehrung. Eine Bekehrung ohne Taufe ist unvollständig, wenn auch die Taufe allein nicht heilsnotwendig ist. Ich würde es mal so sagen: wer sich nicht selber taufen lassen will, sollte sich überlegen, ob er wirklich widergeboren ist, oder ob er nur ein Namenschrist ist und sich nur taufen lässt, weil es alle anderen tun. Taufe gehört also immer zur Umkehr/Bekehrung; sie ist also quasi die schriftliche Bestätigung einer Mündlichen Zusage. Durch die Taufe wird eine Bekehrung also "rechtsgültig". Natürlich ist aber eine rein "mündliche Zusage" auch schon verbindlich. Würde ich mal so sagen. :roll:

Apg. 2

38Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes.

Apg. 19

4Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus. 5Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. 6Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der heilige Geist auf sie, und sie redeten in Zungen und weissagten. 7Es waren aber zusammen etwa zwölf Männer.

Gast

Beitragvon Gast » 28.08.2007 16:37

Daniel Israel hat geschrieben:Die Taufe gehört immer zur Bekehrung. Eine Bekehrung ohne Taufe ist unvollständig, wenn auch die Taufe allein nicht heilsnotwendig ist. Ich würde es mal so sagen: wer sich nicht selber taufen lassen will, sollte sich überlegen, ob er wirklich widergeboren ist, oder ob er nur ein Namenschrist ist und sich nur taufen lässt, weil es alle anderen tun. Taufe gehört also immer zur Umkehr/Bekehrung; sie ist also quasi die schriftliche Bestätigung einer Mündlichen Zusage.
Deine Aussage ist nicht bibeltreu und zeigt mir, wie sehr Du nicht am Wort Gottes arbeitest.

Für Dich persönlich gilt insbesondere der zweite Teil von Markus 16, 16 .

Daniel Israel
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Beitragvon Daniel Israel » 28.08.2007 18:19

Habe ich nicht geschrieben, dass die Taufe nicht heilsnotwendig sei? Aber sie gehört dazu. Ein wiedergeborener Christ soll sich aber dringlichst taufen lassen; Jesus hat es uns ja schliesslich vorgemacht. In der Bibel wurde immer gleich getauft, nicht erst nach zehn Jahren. Und warum wurde das so gemacht? - Weil das zusammen gehört!! Wenn man z.B. sich im Knast bekehrt, dann kann man sich da nicht unbedingt gleich taufen lassen; aber wenn ich da dann die Bibel lesen würde, würde ich mich als erstes - wenn ich wieder draussen bin - taufen lassen, denn ich wüsste, dass das biblisch gesehen richtig ist, auch wenn es in den Gemeinden nicht so praktiziert wird. Und dass man das nicht so macht, wie es in der Bibel steht, wüsste ich auch nicht. Also würde ich es so tun, dem Wort gehorsam. :wink:

Johannes S.
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Beitragvon Johannes S. » 28.08.2007 19:01

Vielleicht solltet ihr etwas weniger polemisch an das ganze Theama hingehen. Schlagworte wie "bibeltreu" sind dabei ziemlich inhaltslos, das behaupten nämlich alle Evangelikale zu sein. Ich persöhnlich verstehe die Taufe als "Begräbnis":

Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. (Römer 6,4)


da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.
(Kol. 2,12)

Wie diese Stellen deutlich machen ist unser alter Mensch in der Taufe begraben (siehe auch Römer 6,6). Dieses "Begräbnis" ist allerdings nur dann wirklich sinnvoll, wenn der Täufling auch tatsächlich "mitgekreuzigt" ist, und das kann meiner Überzeugung nach bei einem Säugling nicht der Fall sein. Deshalb ist meiner Ansicht nach die Säugingstaufe nichtig.

Nichtsdestotrotz halte ich manche Aspekte der Kindertaufe für interessant, da sie, eingebunden in ein entsprechendes theologisches "System", einige schwierige Stellen erklären kann und dann durchaus einleuchtend ist. Die (ernsthaften, wiedergeborenen) Verfechter der Kindertaufe stützen sich denn auch nicht nur auf solche Stellen wie Apg. 16,15. Hierraus ein ganzes Lehrgebäude zu entwickeln wäre denn auch zu gewagt. So werde ich mich auch hüten diese Leute als "ungläubig" (früher "ketzerisch") zu bezeichnen.

Mich persönlich beschäftigt hier vielmehr die Frage ob die Taufe nur einen symbolhaften Charackter hat und welche Gewichtung sie tatsächlich hat. Heilsnotwendig ist sie sicher nicht, das genannte Beispiel vom Schächer am Kreuz wurde ja schon genannt. Aber handelt es sich bei der Taufe nur um etwas Symbolhaftes für etwas das bereits geschehen ist oder geht es hier um mehr? ??! ??! ??!

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Beitragvon Joschie » 28.08.2007 19:31

Hallo Olly
Ich habe diesen Thema auf bitten von Hans-Werner hier her verschieben lassen um eine entspannte Gespräch zu führen :!: Sei bitte entspannt und nicht verspannt. :idea:
Gruß und Segen vo $:P :wink: n Joschie
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Gast

Beitragvon Gast » 29.08.2007 11:55

Hallo Joschie,

keine Angst, ich bin sehr entspannt.
Allerdings konnte ich das Geschriebene von Daniel Israel nicht einfach so stehen lassen, denn es widerspricht größtenteils dem Wort Gottes. Insbesondere wenn er schreibt, dass die Bekehrung ohne Taufe unvollständig sei und erst mit der Taufe rechtsgültig wird. Daher auch meine Vermutung, dass er nicht den zweiten Teil von Markus 16, 16 verstehen kann.

Hallo Johannes S.,

nur weil sich die meisten Evangelikale auch als bibeltreu bezeichnen, so sind sie es dennoch in einer großen Vielzahl nicht. Hierzu möchte ich Dir Links zu zwei Artikeln von Ronald Senk weitergeben:

http://www.betanien.de/Material/wortundgeist.pdf
http://www.betanien.de/verlag/material/ ... eltreu.pdf

Zu Deiner Frage, ob die Taufe nur einen symbolhaften Charackter und welche Gewichtung sie tatsächlich hat, möchte ich Dir antworten, dass die Wassertaufe in allererster Linie ein Gehorsamsschritt ist. Mit der Taufe stellst Du Dich mittels Glaubenszeugnis bewusst für die sichtbare und unsichtbare Welt auf die Seite von Jesus Christus und ordnest Dich Ihm, d.h. dem Wort Gottes insbesondere, unter. Diesbezüglich könnte man hier auch das Wort "allein" aus den reformatorischen Glaubenssätzen anführen - denn dort heißt es ja:

Allein Jesus - Allein die Gnade - Allein das Wort - Allein der Glaube - Allein zur Ehre Gottes

Nicht zu verwechseln ist dagegen die Taufe mit dem Heiligen Geist, die jeder Gläubige nach der Buße beim Empfangen der Gnade Gottes, an Jesus Christus zu glauben, erhält.

Wassertaufe und Taufe mit dem Heiligen Geist sind zwei ganz unterschiedliche Vorgänge.

Gruß und Gottes Segen

Olly

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Beitragvon Johannes S. » 30.08.2007 17:40

Hallo Olly

ich bin durchaus auch der Meinung, dass nicht alles was sich Evangelikal nennt bibeltreu ist. Bibeltreu bedeutet nicht, dass man von sich behauptet man wäre es, sondern dass man sein Lehrgebäude auch tatsächlich durch die Gesamtheit der Heiligen Schrift untermauern kann. So kenn ich persöhnlich viele Christen, die sich für bibeltreu halten, es aber in einigen wesentlich Punkten nicht sind, da ihre Lehre auf Tradition und eigenen Vorstellungen gegründet ist (z.B. der große Einfluss des Humanismus auf die Frage der Erwählung). Auch die Antwort die du mir gegeben hast bezüglich der Taufe überzeugt mich nicht, da ich diese Thesen nicht durch Bibelzitate untermauert finde. Die PDF's kann ich leider nicht öffnen, da dies an meiner "Uni" verboten ist.

Gruß

Johannes

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Beitragvon Joschie » 30.08.2007 18:57

Hallo Johannes S.!
Ich möchte auf die eigentliche Fragestellung zurückkommen. Die Taufe ist natürlich eine Symbolhandlung, aber über ihre tiefen Bedeutung wird in den Briefen des Paulus, Johannes, Petrus und an die Hebräer geschrieben .Die Heute nach meiner Feststellung vielfach verloren geht! Vielleicht bringt es uns ja weiter wenn wir uns darüber intensiv austauschen. Ich würde mich sehr freuen :lol: $:P :lol: wenn Daniel Israel sich dran beteiligen würde.
Gruß und Segen vo :wink: $:P n Joschie!
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Raphael
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Beitragvon Raphael » 31.08.2007 22:49

Hallo ihr,
ich verfolge das Gespräch mit großer Spannung und großem Interesse. Ich überlege auch schon seit einer Weile mich Wiedertaufen zu lassen, bin mir jedoch nicht so sicher ob Wiedertaufe richtig ist. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass die Säuglingsbesprengung absolut :!: unbiblisch und die Glaubentaufe der Wahrheit entsprechend ist, aber ob Wiedertaufe biblisch ist, bin ich mir nicht sicher. In der Bibel ist nie die Rede von Wiedertaufe, oder?! Letztens sagte mir jemand der die Lehre der Säuglingsbesprengung vertritt, in 1. Mose stände (wahrscheinlich nicht direkt), das es nur eine Taufe gäbe und dass, sich wiedertaufen zu lassen falsch sei, aber ich habe noch nichts dergleichen gefunden. Eine Taufe in Eph 4, 5 meint bestimmt lediglich das Verständniss der Taufe, also Taufe als ein Zeichen des Begräbnisses, aber vielleicht, ist lediglich eine Frage, gibt diese Aussage auch Antwort auf den Gedanken der Anzahl, nämlich nur eine. ??! ??! (Ich möchte das Gespräch mit meinem Beitrag nicht umlenken, sondern lediglich eine Frage einwerfen)
Ich freue mich auf die weitere Diskussion und hoffe dass sich jeder daran beteiligt, wirklich!
Ich wünsche Gottes Segen
Fürwahr, Gott ist mein Heil: ich bin voller Zuversicht und fürchte mich nicht! Denn Gott, der HERR, ist meine Stärke und mein Lobgesang, und er ist mir ein Retter geworden! - Jes 12, 2 (Menge)

Gast

Beitragvon Gast » 01.09.2007 09:49

Raphael hat geschrieben: bin mir jedoch nicht so sicher ob Wiedertaufe richtig ist.
Hallo Raphael,

wie oft bist Du denn als Gläubiger bereits getauft worden ?

Wenn Du aber noch nie als gläubiger Mensch getauft wurdest, so kannst Du nun einmal auch nicht "wiedergetauft" werden, denn diese Wassertaufe hattest Du ja vor der "vermeintlichen zweiten Taufe" noch gar nicht getätigt. Sofern Du Dich nun taufen lässt, ohne bereits vorher eine so genannte Gläubigentaufe absolviert zu haben, so wirst Du zum ersten Male getauft.

Der Begriff "Wiedertaufe" kommt aus der Sprache der Landeskirchen und manipuliert das Gewissen derjenigen Menschen, die vor Gott erkannt haben, dass es keine bibeltreue Vorgehensweise innerhalb der Landeskirchen gibt, was die Taufe angeht.

Dagegen erkennen diese Menschen vielmehr, dass es viel wichtiger ist, vor Gott ihren Gehorsam auszuüben als vor der Institution Kirche.

Gruß und Gottes Segen

Olly

Gast

Beitragvon Gast » 01.09.2007 18:10

Das Wort "Wiedertaufe" kam wohl im Zeitraum der ersten Täufer auf (ca. 1350-1500?)


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