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	<title>Über den Katholizismus Archive - Betanien Verlag</title>
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	<description>Ausgewählte bibeltreue Literatur</description>
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	<title>Über den Katholizismus Archive - Betanien Verlag</title>
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		<title>Evangeliumsverkündigung bei Johannes Hartl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2018 14:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Analyse seines Vortrags „Das entfesselte Evangelium“ In unserem Blog wies mich jemand in einem Kommentar auf einen Vortrag von Johannes Hartl hin, in dem dieser junge katholische Theologe seine Auffassung vom Evangelium ausführlich (ca. 50 Minuten lang) darlegt:  „Das entfesselte Evangelium“, gehalten auf der MEHR-Konferenz &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Eine Analyse seines Vortrags „Das entfesselte Evangelium“</h2>
<p>In unserem Blog wies mich jemand in einem Kommentar auf einen Vortrag von Johannes Hartl hin, in dem dieser junge katholische Theologe seine Auffassung vom Evangelium ausführlich (ca. 50 Minuten lang) darlegt:  „Das entfesselte Evangelium“, gehalten auf der MEHR-Konferenz 2018 und zu finden auf Youtube: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=u9HG-XXiQNg" data-rel="lightbox-video-0">https://www.youtube.com/watch?v=u9HG-XXiQNg</a>. Ich habe das zum Anlass genommen, anhand dieses Vortrags zu prüfen, was für ein Evangelium Johannes Hartl predigt, und den Vortrag dazu teils mehrfach angehört.</p>
<p>Ich muss sagen, dass ich schätzungsweise 97% dessen, was Johannes Hartl sagt, zustimmen kann. Er entlarvt sehr gut verbreitete falsche Einstellungen und Ansichten wie Relativismus und Moralismus („Gute-Mensch-Religion“), Narzissmus, Schönrednerei, Anklägerei usw. Das Entkräften falscher Vorstellung nimmt dabei den Großteil des Vortrags ein, etwa die ersten zwei Drittel.</p>
<p>Was ich neben den vielen guten, richtigen und hilfreichen Aussagen jedoch sehr problematisch finde, sind drei Punkte:</p>
<ol>
<li>die meiner Meinung nach falschen 3% seiner Aussagen,</li>
<li>das, was er nicht sagt, aber unverzichtbar zum Evangelium gehört, und</li>
<li>was er sonst noch glaubt, in diesem Vortrag aber nicht sagt.</li>
</ol>
<h2>1. Fragwürdige und unbiblische Aussagen</h2>
<p>Ich will nicht das Haar in der Suppe einzelner Sätze heraussuchen; mit der Goldwaage könnte man in Hartls Vortrag wohl wie bei allen menschlichen Vorträgen etliche Fehlerchen finden. Seine längeren geistesgeschichtlichen und philosophischen Ausführungen sind sehr interessant, aber teils unangebracht simplifiziert und Kenner von Philosophie, Geschichte und Literatur hätten hier die eine oder andere Korrektur zu melden (Beispiel: bezeichnenderweise macht er in seinem Abriss einen Hoch- und Weitsprung über die Reformation hinweg vom Hochmittelalter direkt zur Aufklärung). Seine flapsige Ausdrucksweise wäre ihm nachzusehen, wenn sie doch eindeutig wäre, aber seine (zugeben einzigartig geschickte) Kombination unkonventioneller cooler Begriffe mit traditionellen Begriffen als Worthülsen macht seine Rhetorik zwar attraktiv, aber auch nebulös. Wer es genau wissen will, fragt sich immer wieder: Was meint er damit? (Siehe z.B. unten zum Begriff „Ankläger“.) Nun will ich aber vier Hauptpunkte a bis d herausstellen, die mir besonders aufgefallen sind:</p>
<p>a) Johannes Hartl arbeitet in dem Vortrag viel mit Anschauungsobjekten, u.a. ein Modell eines Herzens, das mit einer Art dreckigem Knetgummi („ekeliger Schleim“) umhüllt ist. Seine Aussage: Das Herz des Sünders sei von ekeligem Schleim umhüllt. Biblisch richtig wäre aber, dass das Herz nicht nur von Schlechtem umhüllt, sondern an sich und in sich böse ist (Jer 17,9 u.a.). Deshalb braucht der Sünder ein neues Herz; er muss wiedergeboren werden. Hartls Anschauungsobjekt des Schleims um das Herz vermittelt einen anderen, abgeschwächten Eindruck. So hat er auch vorher schon gesagt: „Allem, was Menschen tun, haftet ein Geschmäckle an, was nicht nur gut ist“. Ein „Geschmäckle“ ist sehr schwach ausgedrückt, aber tatsächlich lehrt die römisch-katholische Kirche auch nicht die völlige Verdorbenheit des Menschen. Der Mensch ist in der röm.-kath. Lehre nicht „tot in Sünden“, sondern nur verletzt: „… die menschliche Natur ist nicht durch und durch verdorben, wohl aber in ihren natürlichen Kräften verletzt“ (Katechismus der Katholischen Kirche; Nr. 405).</p>
<p>b) Hartl stellt Gott nicht als Richter dar, sondern nur die Seite, dass er nicht mehr verurteilt. Der Bibeltext seines Vortrags (was durch vereinzelte Zitate im Verlauf des Vortrags deutlich wird) ist Römer 8 und dort insbesondere die Aussage, dass Gott jene, die in Christus sind, nicht mehr anklagt. Hartl stellt dies aber recht vage und allgemein dar, sodass der Zuhörer den Eindruck hat, dies gelte pauschal für alle Menschen oder alle Katholiken oder einen irgendwie unklar definierten Großteil der Menschen. Und das ist der Kern-Knackpunkt in Hartls Evangelium-Darstellung: Er unterscheidet nicht klar zwischen verloren und gerettet, sondern pauschalisiert und verallgemeinert das Heil.</p>
<p>Richtig wäre: Gott ist auch ein Richter; er ist heilig und gerecht und richtet deshalb zurecht aufgrund seiner Gerechtigkeit seinen Zorn gegen Sünder. Das ist das Thema der ersten Kapitel des Römerbriefes ist. Hartl springt aber mehrfach gleich nach Römer 8 und lässt Hauptbestandteile des Evangeliums, die in Römer 1-7 beschrieben werden, weg. Zwar erläutert Hartl teilweise die Sündenproblematik, die auch in Römer 1-3 beschrieben wird, aber dass Gott aufgrund seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit Zorn gegen Sünder hat, die deshalb verloren sind, kommt so nicht in seinem Vortrag vor.</p>
<p>c) Hartls relativ kurze Darstellung dessen, was seiner Auffassung nach am Kreuz geschah (ca. 10 Minuten des Vortrags), finde ich ambivalent. Teils sind seine Ausführungen beeindruckend und berührend, aber teils auch fragwürdig. Das Kreuz verdeutliche zwei Botschaften: Erstens „So verloren wärst du“ (wobei unklar bleibt, was genau Hartl damit meint) und zweitens „Der Ankläger, der Zerstörer hat sein Werk am Kreuz getan … und seitdem tut er sein Werk nirgendwo mehr“. Wer ist dieser Ankläger und Zerstörer? Gott nicht, das hatte Hartl vorher klargestellt. Meint er den Teufel? Das scheint nahezuliegen. Das wäre aber eine fatale Aussage, denn nicht der Teufel hat sein Werk am Kreuz getan, sondern Gott selbst war es, der seinen Sohn seinen gerechten Zorn spüren ließ. Dem Teufel (sofern Hartl tatsächlich ihn meint, was offenbleibt) eine Beteiligung am Erlösungswerk zuzuschreiben, empfinde ich als blasphemisch. Und auch die Aussage „seitdem tut er sein Werk nirgendwo mehr“ ist in Bezug auf den Teufel falsch. Der Teufel „geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann“ (1Petr 5,8) und er verblendet und verführt nach wie vor die Sünder, die zu seinem Reich gehören (2Kor 4,4; Eph 2,2 etc.). Am Kreuz ist seine Niederlage jedoch besiegelt worden, das stimmt.</p>
<p>Möglicherweise meint Hartl mit „Ankläger und Zerstörer“ jedoch das Gesetz (ein kurzer Bezug auf Römer 8,2 in 41:30 könnte dies nahelegen). Aber auch auf das Gesetz passen seine Aussagen nicht, das Gesetz ist kein Zerstörer und nicht rein negativ. Das Gesetz ist gut, sagt Paulus, und Gott schreibt es dem Gläubigen sogar aufs Herz.  Hier wird ein wichtiger Punkt deutlich: Die biblische gegensätzliche Polarität zwischen dem völlig verdorbenen natürlichen Menschen und dem zur Heiligkeit erneuerten erlösten Menschen fehlt bei Hartl völlig. Bei ihm ist der natürliche Mensch ebenso „ein ganz normaler Sünder“ wie auch jeder Christ „ein ganz normaler Sünder“ ist. Anscheinend gibt es für ihn keinen wesentlichen Unterschied in der Heiligung, hier scheint er ganz heilspessimistisch.</p>
<p>d) Hartls Einladung am Ende des Vortrags ist kein Bußruf, kein Ruf zur Umkehr, zur Abkehr von der Sünde, und auch kein Ruf zum Glauben und Vertrauen allein auf Jesus als einzige Hoffnung, sondern klingt eher wie ein optionales Angebot zur Lebensverbesserung. Es bleibt unklar, was passiert, wenn man seiner Einladung nicht folgt: „Wenn dein Ich-Ideal dich erdrückt &#8230; wenn du es satt hast, so zu tun als schafftest du es aus eigener Kraft &#8230; dann erhebe deine Augen zum Kreuz und schöpfe Hoffnung.“ Das ist kein Ruf zu Buße und Glauben, sondern ein steckengebliebener „undeutlicher Ton einer Posaune“ (1Kor 14,8).</p>
<h2>2. Lücken in Hartls Evangeliums-Darstellung</h2>
<p>Im Römerbrief erklärt Paulus das Evangelium vollständig und systematisch. Hartl streift ein paar Themen aus Römer 1-2, manches sogar sehr gut (Moralismus), aber manches zu schwach. Dann springt er gleich zum Ende von Römer 8, was den Eindruck erweckt, die dortigen Verheißungen würden einer breiten Masse von Menschen oder vielleicht sogar allen Menschen gelten. Unklar bleibt: Wer ist ein Christ? Oder wie ein zu diesem Thema einschlägiger Buchtitel von Wolfgang Nestvogel es sagt: Wann ist ein Christ ein Christ? Was ist der Unterschied? Wer ist definitiv gerettet und wer nicht? Wie wird man wiedergeboren und ein Kind Gottes? Was ist, wenn man kein Kind Gottes ist? Warum ist Sünde überhaupt Sünde und warum verdiene ich die Hölle? Die Hölle und der gerechte Zorn Gottes kommen – wenn ich nicht erheblich etwas überhört habe – nicht vor. Und ebenso fehlen: Was ist Glauben, was bedeutet Errettung durch Glauben – allein durch Glauben, allein durch Gnade? Was ist Rechtfertigung?</p>
<p>Hartl macht treffende Aussagen über die Bedeutung Jesu, wie z.B. dass wir keine Stufenleiter in den Himmel selber hinaufsteigen können, sondern dass da jemand von oben herabkam, und dass Jesus das Lamm Gottes ist, das die „Last der ganzen Welt trägt“. Zum Geschehen am Kreuz erklärt er auch, dass Jesus irgendwie etwas an „unserer Stelle getan hat, was kein Mensch tun kann“, aber an diesem entscheidenden Punkt bleibt unklar, was genau er stellvertretend für wen getan hat. Hartl bezeichnet Jesus als „kompletten Büßer, den vollkommenen Umkehrenden“, der für einen „realen Ausgleich“ gesorgt und „die komplette Verantwortung übernommen hat“. Aber was meint Hartl damit? Es bleibt unklar, und er sagt nicht, dass er stellvertretend die Sündenstrafe für die getragen hat, die an ihn glauben, damit diesen Gläubigen seine Gerechtigkeit zugerechnet wird. Der Aspekt der Rechtfertigung fehlt vollständig, und das ist nach reformiertem Verständnis der zentralste Aspekt des Evangeliums. Die Frage: „Wenn Gott ein gerechter Gott ist, wie bekomme ich dann einen gnädigen Gott?“ bleibt bei Hartl unbeantwortet.</p>
<p>Nehmen wir als Minimal-Maßstab für ein vollständiges Evangelium einmal die Kurzform aus Johannes 3,16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Hartl verkündigt in diesem Vortrag den ersten Teil: Die Liebe Gottes und dass er seinen Sohn gab, aber es fehlt der zweite Teil: Was ist Glauben? Und was ist Verlorengehen im Gegensatz zum ewigen Leben? Es bleibt diffus, was von der Bibel her ein Unterschied von Tag und Nacht, von Leben und Tod ist.</p>
<p>Manche bezeichnen diesen Vortrag als „klares Evangelium“, ich finde ihn höchst unklar. Er verkündet, wie Spurgeon mal von Modernisten seiner Zeit sagte, dass Jesus „irgendetwas für irgendjemanden (oder alle?) getan hat, was irgendwie mit Erlösung zu tun hat“. Das Problematische daran (ähnlich wie bei den Emergenten) ist, dass er dabei weitgehend die traditionellen biblischen und evangelischen Begrifflichkeiten beibehält, so dass es nicht so auffällt.</p>
<h2>3. Was Johannes Hartl sonst noch so glaubt:</h2>
<p>Viele Bibeltreue können diesem Vortrag an sich sicherlich viel Gutes abgewinnen. Man sollte aber nicht vergessen, dass Hartl ein ganz linientreuer Katholik ist, der alle römisch-katholischen Dogmen und Lehren bejaht und bekennt, dass sie für ein Leben mit Gott nötig sind. In einem Interview wurde Hartl gefragt: „Gibt es für dich neben dieser persönlichen Beziehung zu Jesus noch etwas anderes, das wir beachten müssen, um voll Glauben zu leben?“ Seine Antwort: „Ja, das ist der Glaube der Kirche. Als Christ bin ich Teil der Kirche und damit Teil eines Glaubens, der eine viel längere Geschichte hat als mein persönlicher Glaube oder meine persönliche Jesus-Beziehung. Dieser Glaube der Kirche ist geprüft und verlässlich“ (Interview auf Jesus.ch). Damit meint er den Glauben und die Lehre der römisch-katholischen Kirche.</p>
<p>Wolfgang Nestvogel schreibt in seinem Buch „Wann ist ein Christ ein Christ?“ über Hartls Verkündigung: „Bei genauer Lektüre wird deutlich, dass diese [Hartls] Formulierung völlig vereinbar ist mit dem röm.-kath. Erlösungsverständnis … Es wird nämlich mit keiner Silbe gesagt, wie denn der Mensch diese Erlösung für sich ergreift, wie er zu Christus kommt. Wer die evangelisch klingende Rhetorik von Hartl sachgerecht einordnen will, muss die ökumenische Hermeneutik verstehen … Dann wird völlig plausibel, warum Hartl einerseits in der für Evangelikale vertrauten Sprache reden kann und <em>zugleich</em> ein ungebrochenes Bekenntnis zur gesamten römisch-katholischen Dogmatik vertritt“ (S. 214)</p>
<p>Man kann einem katholischen Theologen sicherlich nicht ankreiden, dass er die Lehren der römisch-katholischen Kirche glaubt und sie wichtig findet. Aber man kann Bibeltreuen ankreiden, wenn sie das ignorieren und sich von vereinzelten Schnittmengen zwischen katholischem und bibeltreuem Glauben ködern lassen.<br />
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		<title>Die MEHR-Konferenz 2018</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2018 11:41:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Timotheus Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Thomas Lange, erschienen in Timotheus Magazin Nr. 30 (01/2018) Johannes Hartl begeistert immer mehr Evangelikale Anfang Januar fand in Augsburg die diesjährige MEHR-Konferenz mit Johannes Hartl und ca. 11.000 Teilnehmern statt. Ein christliches Mega-Event, eigentlich katholisch-charismatisch und ökumenisch ausgerichtet, aber erstaunlicherweise sind aus meinem Bekanntenkreis &#8230; </p>
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<p class="has-small-font-size">Von <span class="nl2go_class_14px_black ng-scope">Thomas Lange</span>, erschienen in <a href="https://www.betanien.de/timotheus-magazin-30/">Timotheus Magazin Nr. 30</a> (01/2018)</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="590" height="380" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Slider-MEHR-1.jpg?resize=590%2C380&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-3774" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Slider-MEHR-1.jpg?w=590&amp;ssl=1 590w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Slider-MEHR-1.jpg?resize=300%2C193&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Slider-MEHR-1.jpg?resize=190%2C122&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Slider-MEHR-1.jpg?resize=24%2C15&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Slider-MEHR-1.jpg?resize=36%2C23&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Slider-MEHR-1.jpg?resize=48%2C31&amp;ssl=1 48w" sizes="(max-width: 590px) 100vw, 590px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Johannes Hartl begeistert immer mehr Evangelikale</h2>



<p>Anfang Januar fand in Augsburg die diesjährige MEHR-Konferenz mit Johannes Hartl und ca. 11.000 Teilnehmern statt. Ein christliches Mega-Event, eigentlich katholisch-charismatisch und ökumenisch ausgerichtet, aber erstaunlicherweise sind aus meinem Bekanntenkreis etliche eigentlich bibeltreue Christen hingefahren. Einer von ihnen wurde sogar aus dem Publikum ausgewählt und vor laufender Kamera befragt, warum er dort sei. „Um mich vom Heiligen Geist füllen zu lassen“, antwortete er. Aber kann man auf der MEHR-Konferenz wirklich vom Heiligen Geist erfüllt werden? Ein anderer mir bekannter Christ nannte (privat) als Begründung, er wolle einfach mal frei von lehrmäßigen Lasten Gemeinschaft mit Christen erleben. Ist das ein berechtigter Wunsch?</p>



<p>Am Konferenz-Samstagabend habe ich mir den Live­stream angeschaut, um mir ein eigenes Bild zu machen. Angekündigt war ein Vortrag von Johannes Hartl zum Thema „Europe shall be saved“ (Europa soll gerettet werden). Es war aber kein Vortrag im eigentlichen Sinne, sondern mehr eine Show, auf der Hartl als Moderator verschiedene Gäste präsentierte. Der erste war Jean-Luc Trachsel, ein Extrem-Charismatiker, der von seiner Geistestaufe mit sechs Jahren und seinen erfolgreichen Europa-Erweckungs-Kampagnen erzählte.</p>



<p>Inhaltlich kam an diesem Abend wenig rüber; im Grunde mündete alles in einer mit lauter Musik und Laser-Geflimmer aufgebauschten Proklamation von „Europe Shall be saved“. Gefühlt tausendfach wurde es wie ein Mantra gerufen, gebrüllt, gesungen, vom Publikum immer wieder gejubelt und exzessiv gefeiert – so extrem, dass es mich an Gehirnwäsche und Demagogie (Massen-Manipulation) erinnerte.</p>



<p>Schließlich vereinen sich die Gäste von Hartl (u.a. Ekkehart Vetter, Vorsitzender der Ev. Allianz) zu einem gemeinsamen Gebet für die Errettung Europas. Untermalt von sphärischer Trance-Musik versucht jeder Beter den anderen nicht nur an Emotionalität, sondern auch an ekstatischer Beschwörungskunst zu überbieten (abgesehen vom cool bleibenden katholischen Bischof). Abwechselnd dazu wird immer wieder in musikalischen Eruptionen der Slogan „Europe shall be saved“ in die Sinne eingepeitscht. Unter Jubeln, erhobenen Händen, Hopsen und Tanzen verfällt die riesige Publikumsschar in eine Massenbegeisterung.</p>



<p>Das Ganze scheint wie die Herbeibeschwörung einer Massenerweckung. Aber Erweckung zu welcher Religion? Zu einer Party-Religion, wo biblische Lehre und Geisterunterscheidung unerwünscht sind? Zu einem emotional definierten Christsein, das durch ein vermeintliches Geistestaufe-Erlebnis initiiert wird? Oder besteht die Erweckung einfach darin, dass Christen verschiedener Konfessionen alle Schranken aufgeben und sich formal vereinen? Denn das ist die große Vision, die Hartl vorrangig präsentiert: „Die Zeit, wo sich Christen nicht lieben und wertschätzen muss vorbei sein in Europa.“ Alle Christen sollen gemeinsam beten und „evangelisieren“ (mit welchem Evangelium, fragt sich). Hartl zieht das Bild eines Fußballspiels heran und betont immer wieder: „Es gibt EIN Tor und wir sind EIN Team“, und: „Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Christen andere Christen kritisieren.“</p>



<p>Aber was, wenn die herbeibeschworene Erweckung eine antichristliche Scheinerweckung sein wird, die Vereinigung falscher Wege? Dann werden viele schon darauf eingestimmt sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das römisch-katholische Evangelium</h3>



<p>Etwas vom biblischen Wort vom Kreuz habe ich an diesem Abend nicht gehört. Paulus wollte unter den Korinthern nichts anderes predigen und wissen als Jesus Christus, „und ihn als gekreuzigt“ (1Kor 1,23; 2,2). Was für ein Gegensatz!</p>



<p>Das heißt natürlich nicht, dass Johannes Hartl nie vom Kreuz und von der Sündenvergebung durch Jesus Christus reden würde. Das tut er sehr wohl. Er vertritt zu 100% die Lehre der römisch-katholischen Kirche (RKK), und die beinhaltet auch, dass der Mensch als Sünder erlösungsbedürftig ist und diese Erlösung mit dem Kreuzestod und der Auferstehung Jesu zu tun hat. Und das sagt Hartl in seinen Vorträgen durchaus, wenn auch teils in einer irritierend coolen oder verkürzten Art.</p>



<p>Allerdings ist seine römisch-katholische Heilslehre nicht die biblische Heilslehre. Deshalb gab es ja die Reformation, denn der Katholizismus lehrt ein ähnlich klingendes, aber anderes Evangelium. Der Katholizismus lehrt z.B., dass der Mensch zwar krank an Sünde ist, aber nicht wirklich hilflos tot in Sünde. Er ist nicht völlig verdorben, sondern hat einen guten Kern, der sich zu Gott hinwenden kann. Er muss ein bisschen aufgepäppelt werden, nicht wirklich komplett erneuert. <strong>Das Erlösungswerk von Golgatha ist für die RKK nicht ein für alle Mal abgeschlossen und vollbracht, sondern wird im Messopfer täglich wiederholt, wie auch auf der MEHR-Konferenz.</strong> Die Aneignung des Heils geschieht „durch Glauben“, das bejaht die RKK, aber unter glauben versteht sie u.a. den Empfang der Sakramente, also rituelle Werke.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das katholische „Mission Manifest“</h3>



<p>Auf der MEHR-Konferenz wurde ein „Mission Manifest“ aus zehn Thesen vorgestellt, die zu einem „Comeback der Kirche“ führen sollen – der katholischen Kirche wohlgemerkt. Das dazugehörige Buch <em>Mission Manifest</em> wurde von Johannes Hartl und anderen einflussreichen Katholiken verfasst und wird auch im evangelikalen Buchhandel vertrieben (SCM, Alpha, Asaph/fontis). Die Thesen klingen zunächst durchaus gut: „1. Uns bewegt die Sehnsucht, dass Menschen sich zu Jesus bekehren … 2. Wir wollen, dass Mission zur Priorität Nr. 1 wird &#8230;“ In der 6. These wird sogar den „Impulsen der Reformation“ Wertschätzung entgegengebracht.</p>



<p>Aber Bibeltreue sollten spätestens bei der 7. These hellhörig werden: „Wir müssen die <em>Inhalte des Glaubens</em> neu entdecken und sie klar und mutig verkündigen, sei es nun ‚gelegen oder ungelegen‘ (2Tim 4,2). Wir haben sie durch Gottes Offenbarung empfangen, finden sie gefasst im Urdokument der Heiligen Schrift <em>und lebendig überliefert im Verstehen der Kirche</em>, wie es der Katechismus lehrt.“ (Hervorhebungen hinzugefügt). Das ist ein deutliches Bekenntnis zum ur-katholischen Hauptgrundsatz: Der Inhalt des Glaubens – die eigentliche Lehre – wird von der Kirche definiert. Sie allein hat durch den Papst und seine Bischöfe das Recht, die Bibel auszulegen bzw. passend zu machen und zusätzliche Lehren hinzuzufügen wie die Himmelfahrt Marias, Heiligenverehrung, die Messe, die Sakramente, das Fegefeuer usw. Und diese „Geheimnisse des Glaubens müssen vollständig, ganzheitlich, in rationaler Klarheit und in der Freude der Erlösten verkündigt werden“, so die 7. These weiter.</p>



<p>Einerseits also sollen Evangelikale ihre Lehre nicht so wichtig nehmen oder sie aufgeben, damit Gräben überbrückt werden und Einheit entsteht, aber auf katholischer Seite wird durchaus offen erstrebt, dass zum Christsein nach katholischem Verständnis die gesamte Lehre der Kirche gehört. Und dazu zählen auch die unfehlbaren Dogmen der Gegenreformation, die den evangelischen Glauben von der Errettung <em>allein</em> durch Glauben, <em>allein</em> aus Gnade, <em>allein</em> auf Grundlage der Schrift und <em>allein</em> mittels Jesus auch heute noch verdammen.</p>



<p>Johannes Hartl ist ein absolut linientreuer katholischer Theologe und seine Gebetshaus-Bewegung ganz offiziell bischöflich gutgeheißen. Mich beunruhigt nicht so sehr, dass da ein junger katholisch-charismatischer Theologe ist, der in seinen eigenen Kreisen gut ankommt; mich beunruhigt aber sehr wohl, dass so viele Bibeltreue entweder so oberflächlich, so naiv, oder so weit vom biblischen Glauben abgerückt sind, dass sie Johannes Hartl und seine katholische Bewegung begeistert annehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">„… von diesen wende dich weg“ (2Tim 3,5)</h3>



<p>Ja, es geht um Jesus. Aber nicht um den Namen Jesus als Worthülse, sondern um den Herrn Jesus Christus der Bibel. Der oberste Grundsatz lautet doch für uns alle: „Jesus ist der Herr.“ Wenn der Herr in seinem Wort sagen würde, Lehrunterschiede sind nicht wichtig, Hauptsache alle machen gemeinsame Sache, dann wäre das der richtige Weg. Das sagt er aber nicht. Im Gegenteil finden wir im NT immer wieder Aufforderungen, Lehren, Lehrer und „Geister“ zu prüfen und uns ggf. zu distanzieren, denn es kursieren nun einmal Verführungen: „ein anderer Jesus“, „ein anderer Geist“ und „ein anderes Evangelium“ (2Kor 4,11). Prüfen, „Geistesunterscheidung“ (1Jo 4,1; 1Kor 12,10, 1Thes 5,21) und notfalls Distanzieren gehört zu unserem Auftrag als Christen ebenso wie Beten, Evangelisieren und einander Dienen (Jer 23,16; 2Tim 2,21; 3,5; 2Kor 6,17; Röm 16,17, 2Jo 10 u.a.). Eine Prüfung der römisch-katholischen Lehre führt uns zu vier entscheidenden Gründen, warum wir uns von ihr klar distanzieren sollten:</p>



<p><strong>1. Die RKK lehrt ein anderes Evangelium, einen anderen Weg der Errettung.</strong> Es ist ein Evangelium der Werke, des „Jesus plus x“ statt „Jesus plus nix“. Sie benutzt die Begriffe Jesus, Glauben und Gnade, meint damit aber etwas anderes als die Bibel. Von den haarsträubenden Lehren des Fegefeuers und des Ablasses mit Sündenvergebung gegen Geld und Leistungen ganz zu schweigen.</p>



<p><strong>2. Der Katholizismus ist eine Religion des Götzendienstes.</strong> Er lehrt die Anbetung einer Brotscheibe als „Jesus“ (die Hostie, praktiziert auf der MEHR-Konferenz), kultische Verehrung der „Gottesmutter“ und der Heiligen und deren bildlicher Darstellungen, übernimmt heidnische Kulte und ist offen gegenüber anderen Religionen.</p>



<p><strong>3. Die RKK ist ein Machtapparat, der alle nominellen Christen unter einem Dach vereinnahmen will.</strong> Ich befürchte, das hat etwas mit der „Hure Babylon“ aus Offenbarung 17-18 zu tun, und Gott sagt: „Komm heraus aus ihr, mein Volk“ (Offb 18,4; bemerkenswerterweise scheinen also noch Christen darin zu sein).</p>



<p><strong>4. Die katholische und charismatische Art von Glaubensleben ist völlig gegensätzlich zum biblischen Glauben:</strong> Bei RKK und charismatischer Bewegung basiert Glauben auf <em>Erfahrung</em>. Spirituelle Gefühle stehen im Zentrum. Man will Gottes Gegenwart schon jetzt unmittelbar erleben und spüren. Das ist Mystik. Biblischer Glaube beruht nicht auf sinnlicher Wahrnehmung („Erhebendes Gefühl“, „Gegenwart Gottes spüren“, Eindrücke, „Stimmen im Herzen“ …), sondern immer auf dem Hören, Lesen und verstandesmäßigen Verstehen von Gottes Offenbarung durch sein Wort (Röm 10,17).</p>



<p>Unsere biblische Lehre – besonders das Evangelium der Errettung allein durch Jesus, allein durch Glauben, allein aus Gnade, allein aufgrund der Schrift – ist unser kostbarster Schatz. Lasst uns diesen Schatz nicht wie Ballast über Bord werfen, um besser auf den Wellen reiten zu können. Dann werden wir Schiffbruch im Glauben erleiden. Lasst uns Katholiken lieben, indem wir ihnen diesen Schatz zeigen, und nicht, indem wir uns ihnen auf dem Irrweg ihrer Institution anschließen.</p>



<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="200" height="50" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Unbenannt-1-1.png?resize=200%2C50&#038;ssl=1" alt="Christ +" class="wp-image-3783"/></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Was ist deine Meinung dazu?</h4>



<p>In der Rubrik des Timotheus-Magazins  &#8222;<em>Christ +&#8220;</em> werden immer aktuelle und praktische Themen behandelt, bei denen uns deine Meinung interessiert. Nutze die Kommentarfunktion, um uns deine Gedanken ganz einfach mitzuteilen. Wir freuen uns auf Feedback und Austausch! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.betanien.de/die-mehr-konferenz-2018/">Die MEHR-Konferenz 2018</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.betanien.de">Betanien Verlag</a>.</p>
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		<title>Ist es gut, einen Kruzifix um den Hals zu tragen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Sep 2017 12:58:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Kruzifix ist ein Kreuz mit einer künstlerischen Darstellung des Leibes Christi daran (von lateinisch cruci, „Kreuz“, und fixus, „angeheftet). Traditionell werden Kruzifixe im Katholizismus zur Andacht und Anbetung gebraucht, sowohl in großformatiger Gestalt als Bildnisse in Kirchen und an Wegen, oder auch in Miniaturform als &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a  href="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/09/kreuz-deppe.jpg?ssl=1" data-rel="lightbox-gallery-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignright wp-image-3369 size-medium" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/09/kreuz-deppe.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/09/kreuz-deppe.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/09/kreuz-deppe.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/09/kreuz-deppe.jpg?resize=98%2C130&amp;ssl=1 98w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/09/kreuz-deppe.jpg?resize=18%2C24&amp;ssl=1 18w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/09/kreuz-deppe.jpg?resize=27%2C36&amp;ssl=1 27w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/09/kreuz-deppe.jpg?resize=36%2C48&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/09/kreuz-deppe.jpg?w=900&amp;ssl=1 900w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a>Ein Kruzifix ist ein Kreuz mit einer künstlerischen Darstellung des Leibes Christi daran (von lateinisch <em>cruci</em>, „Kreuz“, und <em>fixus</em>, „angeheftet). Traditionell werden Kruzifixe im Katholizismus zur Andacht und Anbetung gebraucht, sowohl in großformatiger Gestalt als Bildnisse in Kirchen und an Wegen, oder auch in Miniaturform als Halsschmuck. In letzter Zeit wird das Kruzifix auch unter evangelischen Christen immer beliebter. Ist das gut oder zumindest in Ordnung, oder widerspricht es dem biblischen Glauben?</p>
<p>Zuallererst müssen wir hier das Zweite Gebot bedenken: „Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott …“ (2Mo 20,4-5). Dieses Gebot wird in den katholischen Katechismus bezeichnenderweise üblich ausgelassen (und dafür das Zehnte Gebot in zwei Gebote unterteilt, um auf zehn Gebote zu kommen).</p>
<p>In diesem Zweiten Gebot geht es eindeutig um solche Bildnisse, die dem Zweck der religiösen Verehrung und spirituellen Kontemplation dienen („… sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen“). Ob es falsch oder in Ordnung ist, Jesus z.B. in Kinderbibeln abzubilden, kann hiermit zunächst nicht geklärt werden. Eindeutig ist jedoch, dass wir keinerlei Bildnisse bei unserer Anbetung und Verehrung des wahren Gottes verwenden sollen. Wer behauptet, ein Kruzifix sei gut, weil es ihn an Jesus erinnert und in die Anbetung führt, verfehlt komplett den Sinn des Zweiten Gebotes.</p>
<p>Das Bilderverbot des Zweiten Gebotes ist dabei absolut umfassend: Es verbietet nicht nur Bildnisse von Tieren („auf der Erde … in den Wassern“) oder Sternen („oben im Himmel“) sondern auch von Menschen, einschließlich des in Jesus menschgewordenen Gottes: „… keinerlei Abbild …“. Das ist absolut und schließt kategorisch alle erdenklichen Bildnisse zwecks Gebet und Kontemplation aus. Unsere Verehrung des wahren Gottes der Bibel, der in Jesus Mensch wurde, muss völlig losgelöst von jeglichen bildlichen Darstellungen sein.</p>
<p>In 5. Mose 4 erinnert Mose die Israeliten daran, dass sie am Berg Sinai nur Gottes Stimme hörten, aber „keine Gestalt sahen“ (5Mo 4,12; im Hebräischen dasselbe Wort wie „Abbild“ im Zweiten Gebot). Direkt daran anknüpfend folgt die Warnung: „So hütet eure Seelen sehr – denn ihr habt keinerlei Gestalt gesehen an dem Tag, als der HERR am Horeb mitten aus dem Feuer zu euch redete –, dass ihr nicht zu eurem Verderben handelt und euch ein Götterbild macht in Gestalt irgendeines Götzenbildes, das Abbild eines männlichen oder eines weiblichen Wesens …“ Diese Warnung vor Bilderdienst erstreckt sich eindringlichst über fast den ganzen Rest von 5. Mose 4: Immer wieder weist Mose darauf hin, wie einzigartig es war, dass sie Gottes Stimme gehört, aber nicht seine Gestalt gesehen haben. Das ist zwar das Alte Testament, aber für uns heute gilt noch vielmehr: Wir haben Gottes wunderbares Wort – die Bibel, die abgeschlossene Offenbarung Gottes –, aber keine Video- oder Fotoaufnahmen aus Jesu Leben. Wir haben ihn gehört, aber nicht gesehen. Und es gehört sicher zu Gottes perfekter Zeitplanung, dass Foto- und Filmtechnik damals noch nicht erfunden war.</p>
<p>Allerdings hat der Herr Jesus selbst ein sichtbares Bild verordnet, um an ihn zu denken: das Bild von Brot und Wein des Abendmahls, das uns symbolisch an sein Leiden am Kreuz erinnert. Christen sollen gemäß Jesu Aufforderung dieses „Mahl des Herrn“ immer wieder begehen: „… Dies tut zu meinem Gedächtnis“ (Lk 22,19; 1Kor 11,24). Das ist die biblische Art und Weise, sich durch ein sichtbares „Bild“ an ihn zu erinnern!</p>
<p>J.I. Packer stellt in seinem <a href="https://www.cbuch.de/packer-gott-erkennen.html">Buch „Gott erkennen“</a> (Kapitel 4) zwei Gründe heraus, warum es für Christen so wichtig ist, Gott gänzlich ohne bildliche Darstellung zu verehren: Erstens verunehren Bilder Gott, weil sie seine Herrlichkeit verdunkeln, und zweitens führen sie uns eben deshalb in die Irre.  Ein Künstler kann bestenfalls seine Kunstfertigkeit darstellen, aber niemals eine angemessene Widerspiegelung Gottes. Kein Bild der Welt kann Gott angemessen repräsentieren. Wann immer wir eine angebliche Darstellung Gottes präsentiert bekommen, ist sie Lüge und nie die reine Wahrheit. Das wahre Wesen Gottes kann nicht durch Bilder dargestellt werden. Und auch wenn die Kreuzigungsszene einen ganz wesentlichen Aspekt Gottes und Christi</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>darstellt, ist auch die Darstellung der Kreuzigung immer einseitig und zeigt nur Jesu Erniedrigung, aber nicht seine Erhöhung und Erhabenheit. Paulus schreibt, „wenn wir Christus auch nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so“ (2Kor 5,16) und verweist dann auf die Auferstehung und neue Schöpfung. Jesus Christus ist für Christen jetzt der auferstandene Herr zur Rechten Gottes. Das (leere, reine) Kreuz mag ein christliches Symbol sein und als solches gebraucht werden, aber sich ein Kreuz mit dem Leib des Gekreuzigten um den Hals zu hängen, ist entweder Abgötterei oder Irrsinn. Wir brauchen keinen in Metall gegossenen eisernen oder aus Holz geschnitzten Leib des Gekreuzigten, sondern wir brauchen den Verdienst des Gekreuzigten (nur dadurch ist Versöhnung mit Gott und somit Anbetung möglich). Und wir brauchen die Gesinnung und den Geist des Gekreuzigten. Und den finden wir im Wort der Bibel.</p>
<p>Im Jubiläumsjahr der Reformation tun wir gut daran, uns von den schädlichen und Gott verunehrenden Einflüssen des Katholizismus abzuwenden und zum lebendigen Wort Gottes hinzuwenden, denn das ist echte Reformation.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hilfreich hierzu ist der Heidelberger Katechismus:</p>
<p><a href="https://www.cbuch.de/timmermans-wer-sucht-der-findet.html" target="_blank" rel="noopener"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-613" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Heidelberger-Trilogie_Band-2_Wer-sucht-der-findet_1-Kopie.png?resize=300%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="300" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Heidelberger-Trilogie_Band-2_Wer-sucht-der-findet_1-Kopie.png?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Heidelberger-Trilogie_Band-2_Wer-sucht-der-findet_1-Kopie.png?resize=130%2C130&amp;ssl=1 130w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Heidelberger-Trilogie_Band-2_Wer-sucht-der-findet_1-Kopie.png?resize=24%2C24&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Heidelberger-Trilogie_Band-2_Wer-sucht-der-findet_1-Kopie.png?resize=36%2C36&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Heidelberger-Trilogie_Band-2_Wer-sucht-der-findet_1-Kopie.png?resize=48%2C48&amp;ssl=1 48w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Heidelberger-Trilogie_Band-2_Wer-sucht-der-findet_1-Kopie.png?resize=50%2C50&amp;ssl=1 50w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Heidelberger-Trilogie_Band-2_Wer-sucht-der-findet_1-Kopie.png?w=380&amp;ssl=1 380w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><strong>Frage 97</strong>: Soll man denn gar kein Bildnis machen?<br />
<strong>Antwort</strong>: Gott kann und soll keineswegs abgebildet werden; die Kreaturen aber, ob sie schon mögen abgebildet werden, so verbietet doch Gott derselben Bildnis zu machen und zu haben, dass man sie verehre oder ihm damit diene.</p>
<p><strong>Frage 98</strong>: Mögen aber nicht die Bilder als der Laien Bücher in den Kirchen geduldet werden?<br />
<strong>Antwort</strong>: Nein, denn wir sollen nicht weiser sein denn Gott, der seine Christenheit nie durch stumme Götzen, sondern durch die lebendige Predigt seines Wortes will unterwiesen haben.</p>
<p>Diskussion zum Thema in: &#8222;<a href="https://www.cbuch.de/timmermans-wer-sucht-der-findet.html">Wer sucht, der findet</a>&#8220; (Heidelberger Trilogie Band 2), ab Seite 217</p>
<p>(Hans-Werner Deppe, inspiriert durch einen <a href="https://www.challies.com/articles/why-you-should-not-wear-a-crucifix/">Artikel von Tim Challies</a>)</p>
<p><div class="white-box">
[magento sku=&#8220;176322&#8243;]<br />
</div></p>
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		<title>Johannes Hartl – ein verlängerter Arm der katholischen Kirche?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2017 09:33:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade im Jahr des Reformationsjubiläums schlägt ein Trend unter Evangelikalen vollends durch, der die Reformation quasi umkehrt: eine Rückkehr zum Katholizismus. Nur eines von vielen aktuellen und besorgniserregenden Beispielen ist, wie der katholisch-charismatische Autor und Prediger Johannes Hartl von Evangelikalen empfohlen, gepriesen und vermarktet wird. Hartl ist Gründer und Leiter des Augsburger Gebetshauses, einem Ableger des „International House of Prayer“, das 1999 von dem Extrem-Charismatiker Mike Bickle ins Leben gerufen wurde. Das Augsburger Gebetshaus veranstaltet jährlich zu Jahresbeginn die MEHR-Konferenz, die dieses Jahr einen Rekordbesuch von etwa 10.000 meist jungen Teilnehmern verzeichnete. Redner waren u.a. der päpstliche Hofprediger Raniero Cantalamessa aus dem Vatikan. Neben viel Popmusik-Lobpreis prägte auch eine gemeinsame Eucharistiefeier – die katholische „unblutige Wiederholung des Kreuzesopfers“ diese Konferenz. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_393" style="width: 650px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-393" class="size-full wp-image-393" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=640%2C427&#038;ssl=1" alt="Johannes Hartl" width="640" height="427" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=190%2C127&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=24%2C16&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=36%2C24&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=48%2C32&amp;ssl=1 48w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><p id="caption-attachment-393" class="wp-caption-text">Johannes Hartl</p></div></p>
<p>Gerade im Jahr des Reformationsjubiläums schlägt ein Trend unter Evangelikalen vollends durch, der die Reformation quasi umkehrt: eine Rückkehr zum Katholizismus. Nur eines von vielen aktuellen und besorgniserregenden Beispielen ist, wie der katholisch-charismatische Autor und Prediger Johannes Hartl von Evangelikalen empfohlen, gepriesen und vermarktet wird. Hartl ist Gründer und Leiter des Augsburger Gebetshauses, einem Ableger des „International House of Prayer“, das 1999 von dem Extrem-Charismatiker Mike Bickle ins Leben gerufen wurde. Das Augsburger Gebetshaus veranstaltet jährlich zu Jahresbeginn die MEHR-Konferenz, die dieses Jahr einen Rekordbesuch von etwa 10.000 meist jungen Teilnehmern verzeichnete. Redner waren u.a. der päpstliche Hofprediger Raniero Cantalamessa aus dem Vatikan. Neben viel Popmusik-Lobpreis prägte auch eine gemeinsame Eucharistiefeier – die katholische „unblutige Wiederholung des Kreuzesopfers“ diese Konferenz.</p>
<p>Einerseits also eine klar römisch-katholisch und zugleich charismatisch geprägte Sache, aber andererseits fungierte Hartl im November 2016 auch als Hauptredner auf dem Männertag des Forum Wiedenest, ursprünglich einem Werk der Brüderbewegung. Vereinzelt geäußerte Bedenken wurden von den Wiedenster Verantwortlichen mit dem Hinweis zurückgewiesen, Hartl habe doch so eine „klare Verkündigung“. Hartl gilt als einer der gefragtesten Redner auf evangelikalen Großveranstaltungen und sprach u.a. auch auf dem Willow-Creek-Leitungskongress im Februar 2016 in Hannover. Seine Bücher werden vom evangelikalen Verlag SCM R. Brockhaus verlegt. Momentan läuft eine groß angelegte Werbekampagne für sein neuestes Buch „Einfach Gebet“. Per E-Mail, Briefpost-Flyern, sozialen Netzwerken und Videos wird SCM-Kunden dieses Buch als Must-Have angepriesen. Alexander Seibel schrieb bereits 2015:</p>
<blockquote><p>„Johannes Hartl ist auch wegen seiner Eloquenz nicht nur in der katholisch-charismatischen Strömung ein neuer Star geworden. Dank der Remystifizierung der Evangelikalen, die mit Richard Fosters Megabestseller „Nachfolge Feiern“ vor ca. 30 Jahren ihren Anfang nimmt, wird er auch in der evangelikalen Welt immer beliebter und einflussreicher werden.“ (<a title="HIER" href="http://www.alexanderseibel.de/wer_ist_leo_bigger.htm" target="_blank" rel="noopener">HIER</a>)</p></blockquote>
<p>Die unkritische Anerkennung Hartls unter Evangelikalen verdeutlicht, wie wichtig die reformatorischen Grundsätze</p>
<ul>
<li>allein die Schrift</li>
<li>allein aus Glauben</li>
<li>allein durch Gnade</li>
<li>allein durch Christus</li>
</ul>
<p>sind, um auf dem biblischen Glaubensweg zu bleiben und das nötige geistliche Unterscheidungsvermögen zu haben, um nicht solchen immer tückischer werdenden Abirrungen auf den Leim zu gehen. Genau das soll Sinn und Zweck dieses Artikels sein – nicht ein Verurteilen von Johannes Hartl oder seines Gebetshauses, sondern eine Verdeutlichung, a) wie täuschend und scheinbar bibeltreu Verführungen aus dem katholischen und charismatischen Spektrum heute auftreten, b) wie hilfreich und nötig die Solae („allein“) der Reformation dafür sind, verfängliche Strömungen aufzudecken, c) wie dringend nötig wir eine Verbesserung der eigenen biblischen Verkündigung brauchen, wenn als Hauptredner unserer Veranstaltungen katholische Charismatiker importiert werden müssen.</p>
<p>Zweifellos gibt Hartl in seinen Vorträgen und Publikationen viel von sich, was biblisch und geistlich erweckend klingt. In ethischer Hinsicht sind Hartls Vorträge sicher auch größtenteils richtig, denn in punkto Werte und Gebote gibt es großflächige Überschneidungen zwischen bibeltreuem und katholischem Glauben. Unter meinen bibeltreuen Bekannten stoße ich immer wieder auf Empfehlungen von Hartls Vorträgen und Büchern. Etliche bibeltreue Christen beurteilen den gesamten Aufbruch um das Augsburger Gebetshaus – dort wird seit mehreren Jahren rund um die Uhr gebetet (im katholischen Sinne) – als echte Erweckung und Werk Gottes.</p>
<p>Wie gesagt, soll das hier gar nicht in Abrede gestellt oder verurteilt werden. Da mögen gute Motive zugrunde liegen. Allerdings kommt es auf gute Motive nicht an, sondern darauf, ob es sich um gesunde biblische Lehre auf Grundlage des Evangeliums handelt oder um falsche Lehre und Verführung. Paulus begrüßte eine biblisch richtige Verkündigung sogar bei schlechten Motiven (Phil 1,18), warnt hingegen vor der Verkündigung von einem &#8222;anderen Jesus &#8230; anderen Geist &#8230; anderen Evangelium&#8220; durch täuschend geistlich wirkende Leute &#8222;in Gestalt eines Engels des Lichts&#8220;, worauf die Korinther sogar bereits hereingefallen waren (1Kor 11,4.15).</p>
<p>Wenn Katholiken wie Hartl über christliche Themen sprechen, mag das in den Ohren von Bibeltreuen oberflächlich betrachtet durchaus gut und richtig klingen. Vieles mag auch richtig sein, ein Großteil Wahrheit ist mit einer entscheidenden Portion Irrtum vermengt. Zudem werden Begriffe wie Kreuz, Glaube, Gnade, Erlösung oder Gebet usw. auch von katholischen Rednern und Autoren gern verwendet, und dann denken Bibeltreue an das, was sie aufgrund der biblischen Lehre darunter verstehen. Aber in der katholischen Kirche wird etwas ganz anderes unter diesen Begriffen verstanden. Gnade z.B. wird im Katholizismus als eine Art mystische Substanz verstanden, die Gott dem Menschen insbesondere durch Sakramente und aufgrund von Verdiensten einflößt (Dogma des Konzils zu Trient, in: Rahner (Hrsg): <em>Der Glaube der Kirche</em>, Nr. 850, vgl. <em>Katechismus der Katholischen Kirche</em>, Nr. 2010). Unter Buße und Vergebung wird das rituelle Sakrament der Beichte verstanden.</p>
<p>Wolfgang Nestvogel erklärt in einem Vortrag über den Judasbrief, dass Verführer sich typischerweise unmerklich „einschleichen“ und quasi durch die Hintertür in bibeltreue Kreise eindringen (Judas 1,4). Auch die besagte Beschlagnahme und Uminterpretation eigentlich biblischer Begriffe gehört zu dieser Methode. Irrlehrer „kapern“ sozusagen diese biblischen Begriffe. Deshalb müssen wir immer genau hinschauen, was denn vom Kontext und Hintergrund des Redners oder Autors mit dem Begriff gemeint ist. Nestvogel nennt auch insbesondere Johannes Hartl als Beispiel für diese Unterwanderung der Evangelikalen. Sein Vortrag kann unter <a href="http://www.maleachi-kreis.de/downloads/mp3_2016/Konf%20Zavelstein/0527016_05_Falsche%20Lehrer_Nestvogel.mp3">http://www.maleachi-kreis.de/downloads</a> heruntergeladen werden (über Hartl ab Minute 49:00).</p>
<h3>Die charismatische Ausrichtung von Hartl</h3>
<p>Im Folgenden möchte ich einfach einige Informationen, Fakten und Zitate zu Johannes Hartl zusammentragen, um dann anschließend ein Resümee zu ziehen. Zunächst: Wer ist Johannes Hartl? Der Informationdienst Topic (12/2016) schreibt in seinem Bericht über Hartls begeisterte Aufnahme am Wiedenester Männertag:</p>
<blockquote><p>„Hartl (Jahrg. 1979) ist ein überzeugter Katholik, der seinen christlichen Weg u. a. beim Studium der Mystiker wie Teresa von Avila oder Henri Nouwen begann. In der Jugendarbeit der Charismatischen Erneuerung erlebt er eine pfingstlerische „Geistestaufe“. Erst ein halbes Jahr später „bekehrt“ sich Hartl … Er liest Bücher von Extrem-Charismatikern wie Mike Bickle oder Yonggi Cho. 2003 … bekommt er von Kim Kollins, einer katholischen Charismatikerin, die Vision geschildert, dass es einen Ort geben solle, an dem Tag und Nacht gebetet würde. Kollins nimmt die Hartls mit zum International House of Prayer, einem überkonfessionellen Gebetszentrum in den USA, das von Mike Bickle geleitet wird. Dort erhält Hartl eine Vision für ein Gebetshaus in Deutschland, das er dann mit anderen 2007 in Augsburg eröffnet.“</p></blockquote>
<p>In seinem Buch „In meinem Herzen Feuer“ beschreibt Hartl selbst seine „Geistestaufe“ und seine „Bekehrung“ ein halbes Jahr später (Seite 18-20):</p>
<blockquote><p>„… mehr aus Langeweile heraus, dass ich diesem Aufruf nach vorne folge. Wer den Heiligen Geist empfangen wolle, könne vorne für sich beten lassen … Was folgt, ist das, wofür ich bis heute Zeuge bin: Gott küsst mich … Das ist der Heilige Geist &#8230; Doch es vergeht ein halbes Jahr, bis ich zufällig höre, man könne „Jesus sein Leben übergeben“. Ja, das will ich. Vielleicht ist das das Geheimnis. Ich habe ihn nie bereut, diesen Vertrag, den ich an jenem Sonntagvormittag in meinem Zimmer in mein Tagebuch schreibe: „Ich übergebe dir mein Leben, ganz und voll. Und du gibst mir dafür deinen Heiligen Geist für immer, ganz und voll.&#8220; Etwas dreist vielleicht, doch von Herzen &#8230;“ (Zitat übernommen von <a href="https://www.der-ruf.info/johannes-hartl-neuer-stern-am-charismatischen-himmel-georg-walter/">https://www.der-ruf.info</a>. Dieser ausführliche Artikel von Georg Walter bietet viele fundierte Informationen zu Johannes Hartl.)</p></blockquote>
<p>Hartl hat auch einen Doktorgrad in Theologie erworben; seine Dissertation hat den Titel „Metaphorische Theologie“. Die wirft allerdings Fragezeichen auf, was seine grundsätzliche Haltung zur Bibel betrifft, wenn er schreibt:</p>
<blockquote><p>„Auch darf die Theologie nicht vergessen, dass die Anfänge des Glaubens über weite Strecken hinweg von einer naiven religiösen Weltsicht geprägt waren. Die Israeliten glaubten an einen an ihrer Seite kämpfenden Gott, die frühen Christen an einen in Jesus Mensch gewordenen, Wunder wirkenden, die Erde einst richtenden Gott &#8230; Metaphorische Theologie ist Theologie unterwegs zu einer zweiten Naivität &#8230; Metaphorische Theologie lädt ein zu einer Hermeneutik des Vertrauens. Sie ermöglicht einen rational verantwortbaren Wiedereinstieg in die religiöse Bildwelt &#8211; wissend, dass es sich um eine Bildwelt handelt.“ (Seite 486f)</p></blockquote>
<p>Die Gebetshaus-Bewegung ist eigentlich als ein typisch charismatisches Phänomen zu bewerten. Ein Besucher der MEHR-Konferenz berichtet:</p>
<blockquote><p>„[Ich kann] nicht mit letzter Sicherheit sagen kann, ob es sich um normale Festival-Phänomene handelte oder ob da der Heilige Geist am Werk war. ‚Da hinten liegt eine junge Frau auf dem Boden, und alle streicheln an der jungen Frau herum‘, teilte mir einer der ‚Jungs‘ am Freitagnachmittag mit. ‚Äh … soll das so?‘ ‚Keine Ahnung. Geh hin und schau&#8217;s dir an, es ist nur ungefähr zwei Meter von dir entfernt.‘ Das tat ich. Richtig, da lag eine junge Frau auf dem Boden, ein junger Mann hielt ihre Hand in seiner und streichelte sie, und drumherum standen zwei, drei weitere junge Leute, die wohl für die Liegende beteten, wobei eine sich selbst streichelte. […]  Im Laufe der folgenden Tage hörte ich andeutungsweise immer mal wieder von einem Phänomen, das ‚Ruhen im Geist‘ genannt wird und äußerlich betrachtet wohl Ähnlichkeit mit einer Ohnmacht hat. Soll eine tolle Erfahrung sein für die, die sich darauf einlassen. (<a href="http://mightymightykingbear.blogspot.de/2017/01/viel-spa-und-viel-segen-teil-1.html">HIER</a>)</p></blockquote>
<p>Auf der MEHR-Konferenz gab es nicht nur stundenlang rockigen Lobpreis, sondern sogar ein Konzert des zum katholischen Marienverehrer „bekehrten“ Popmusikers Paddy Kelly (von der Kelly Family) Kurze Videomitschnitte dieses Konzertes finden sich unter <a href="https://www.youtube.com/watch?v=9KP0PWirS6k" data-rel="lightbox-video-0">https://www.youtube.com/watch?v=9KP0PWirS6k</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cya_JhIU42Y" data-rel="lightbox-video-1">https://www.youtube.com/watch?v=cya_JhIU42Y</a> (Vorsicht, das extreme Flackerlicht kann kognitive Ausfälle hervorrufen …) Eine längere „Rock’n’Praise“-Session ist hier zu sehen (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=9IAAFM6Q4lA" data-rel="lightbox-video-2">https://www.youtube.com/watch?v=9IAAFM6Q4lA</a> (auch nur für feste Gemüter geeignet, die extrem weltförmige Musik und Darbietung kann womöglich seelische Belastung hervorrufen). Das Gebetshaus schreibt als Kommentar zum Video: „… wir möchten, dass solch ein starker Lobpreis wieder Deutschland und Europa erfüllt“. Aber wäre nicht viel mehr Verkündigung des Sühnewerkes von Golgatha, Buße und Hinwendung zum Christus der Bibel nötig? Und würde nicht das geistliche Frucht bringen, statt so einem Zirkus der Eitelkeiten?</p>
<p>Johannes Hartl selbst glaubt, dass das „Fallen im Geist“ eine „Kraftbezeugung Gottes“ ist. In seinem Buch „In meinem Herzen Feuer“ beschreibt er im Kapitel „Heiliges Chaos“ seine erstmalige Begegnung mit diesem Phänomen bei einer Lobpreiszeit auf einem Jugendwochenende 1999:</p>
<blockquote><p>„… während des 2. Liedes kommt er. Und übernimmt die Kontrolle … Ohne dass jemand sie berührt, beginnen Einzelne, umzufallen. Bum! … Die Betroffenen berichten, sie seien von der Kraft Gottes überwältigt worden … Im ganzen Raum fallen Jugendliche um und bleiben liegen … Einige liegen ganz ruhig am Boden und berichten hinterher, den Frieden und die Liebe Gottes auf tiefe Weise erfahren zu haben. Andere beginnen laut zu weinen, weil Gott Bereiche intensiven Schmerzes in ihnen berührt. Andere lachen, weil sie Gottes Freude in sich spüren, andere haben Visionen der geistlichen Realität, einige sogar über lange Zeit hinweg &#8230; Jemand hat mir die Leitung aus der Hand genommen. In alledem jedoch die überwältigende Präsenz von etwas Heiligem. Von jemand Heiligem.“</p></blockquote>
<h3>Die Gebetsmystik von Hartl</h3>
<p>Neben der charismatischen Prägung von Hartl ist vor allem sein mystisch-kontemplatives Verständnis von Gebet aus bibeltreuer Sicht kritisch zu beurteilen. In seinen drei Hauptbüchern „In meinem Herzen Feuer“ (SCM Brockhaus 2014), „Gott ungezähmt“ (Herder 2016) und „Einfach Gebet“ (SCM Brockhaus 2016) geht es vor allem um das Thema Gebet. Martin Erhardt hat das Buch rezensiert:</p>
<blockquote><p>„Das Buch ist gefüllt mit mystisch-esoterischen Erlebnissen. Der Autor beschreibt Visionen, ‚meditatives Bibellesen‘ (3 Wochen lang täglich vier Stunden lang einen Psalmvers beten), Gebet als künstlerischen Akt, schildert ‚Power-Erfahrungen‘, stellt die klösterliche Abgeschiedenheit als lehrreich und als begehrenswertes Lebensziel dar, spricht über ‚Jesus-Ecken‘ als Gebetsplatz, über diverse charismatische Praktiken, über Energydrink-Stapeln für Gebetsmarathon, über Totenerweckungen im Namen Jesus usw. Vieles klingt sehr befremdlich und teilweise haarsträubend!“ (<a href="http://www.evangeliums.net/buecher/rezension_in_meinem_herzen_feuer.html">http://www.evangeliums.net</a>, ausführlicher in „Bibel und Gemeinde“ 1/2015)</p></blockquote>
<p>Hartl schreibt in „In meinem Herzen Feuer“ zum Beispiel auf Seite 212:</p>
<blockquote><p>„&#8230; Einübung des Schweigens, der Bibelmeditation, des Lobpreises, des liturgischen Gebets, der beständigen Fürbitte, des 24-Stunden-Gebets, der eucharistischen Anbetung, des Rezitierens oder Singens biblischer Passagen, des hörenden Gebets, des Gebets bei Exerzitien oder auf einer Pilgerreise, des kontemplativen Gebets, des Jesusgebets — all das sind Formen, die den Beter Unterschiedliches lehren.“</p></blockquote>
<p>In seinen Büchern bleibt unklar, ob er sich an Christen wendet oder an alle Menschen und wie ein Mensch überhaupt erstmal mit Gott versöhnt werden kann. Das Evangelium fehlt (wie könnte es bei einem treuen Katholiken auch überhaupt enthalten sein?). In einem Werbe-Video von SCM Brockhaus für sein jüngstes Buch „Einfach Gebet“ sagt er als Voraussetzung für seine Gebetslehre sogar „du brauchst nicht einmal Christ sein“ (Facebookseite von SCM. R. Brockhaus, Video vom 1.1.2017)</p>
<p>Die Gebets-„Übungen“ in „Einfach Gebet“ sind teilweise so körperbetont und rituell-technisch („Schritt 1, Schritt 2, Schritt 3“ …), dass sie an Anleitungen für Fitness-Workouts erinnern. Naturwahrnehmung, Körperhaltung und Atmung sollen trainiert werden, um „achtsam“ für Glaubenswahrheiten und den Heiligen Geist im eigenen Körper zu werden. Aber nach meinem Verständnis der Bibel ist der Heilige Geist weder bei noch so viel Achtsamkeit körperlich spürbar, noch wohnt er in jedem Leser von Hartls evangeliumsfreien Buch. Statt dem Evangelium lehrt Hartl gebetsmagische Übungen als Weg in die Gemeinschaft mit Gott.</p>
<h3>Hartl ist treu römisch-katholisch</h3>
<p>Hartl hat mit seinem Buch „Katholisch als Fremdsprache“ ein Werk verfasst, das als Brückenschlag zwischen Katholizismus und Freikirchen dienen soll und in dem er versucht, die katholischen Sonderlehren gegenüber einem bibeltreuen Standpunkt zu rechtfertigen. Wenn er also irgendwie „zwischen“ katholisch und freikirchlich zu verorten ist, dann als Brückenbauer hin zur römisch-katholischen Kirche.</p>
<p>Obwohl es innerhalb der katholischen Kirche vereinzelt Skepsis gegenüber der charismatischen Bewegung gibt, ist sein Gebetshaus Augsburg offiziell von der römisch-katholischen Kirche gutgeheißen. In einem Bestätigungsschreiben vom Bistum Augsburg, Bischöfliches Ordinariat, heißt es:</p>
<blockquote><p>„Aufgrund der immer größer werdenden Zahl der Teilnehmer am Leben und an den Initiativen des Gebetshauses e.V. sahen sich die Verantwortlichen des Bistums Augsburg veranlasst, Intention, Zielsetzung, und vor allem auch die theologischen Grundlagen des Gebetshauses eingehend zu prüfen. Dies geschah in einem längeren Prozess, dabei wurden auch zahlreiche Personen befragt. Als Ergebnis dieser Prüfung wurde festgestellt, dass im Gebetshaus nichts gelehrt und verkündet wird, was im Gegensatz zur Lehre der katholischen Kirche steht. Allein dies war auch der Auftrag und Gegenstand der Prüfung. Der Bischof von Augsburg hat aufgrund dieses Ergebnisses der Untersuchung und im Einvernehmen mit Herrn Dr. Johannes Hartl entschieden, das (den) Gebetshaus e.V. in Zukunft seitens der Diözese zu begleiten.  Für diese Aufgabe wurde als bischöflicher Beauftragter Msgr. Dr. Alessandro Perego bestellt.</p>
<p>Das Gebetshaus e.V. sieht sich als ein Werk der Charismatischen Erneuerung in der Katholischen Kirche (CE), in deren Gesamtbund es einen Sitz hat. Zugleich ist es aber doch eine ganz eigenständige Größe, die der CE entwachsen ist. Harald Heinrich, Generalvikar“</p></blockquote>
<p>In einem Interview mit dem Magazin <em>Amen</em> (von Campus für Christus) sagt Hartl vom Gebet, dass dadurch die Beziehung zu Jesus zustande kommt (also nicht durch den Glauben an das Evangelium von der stellvertretenden Sühne). Dann wird er gefragt: „Gibt es für dich neben dieser persönlichen Beziehung zu Jesus noch etwas anderes, das wir beachten müssen, um voll Glauben zu leben?“ Seine Antwort: „Ja, das ist der Glaube der Kirche. Als Christ bin ich Teil der Kirche und damit Teil eines Glaubens, der eine viel längere Geschichte hat als mein persönlicher Glaube oder meine persönliche Jesus-Beziehung. Dieser Glaube der Kirche ist geprüft und verlässlich. Im persönlichen Bibelstudium kann es auch einmal passieren, dass eine Stelle missverstanden oder falsch interpretiert wird. Der Glaube der Kirche gibt hier Richtung und Sicherheit.“ (<a href="http://www.jesus.ch/information/glaube/283311-voll_glauben_trotz_zweifeln_krisen_und_kritik.html">http://www.jesus.ch</a>)</p>
<p>Wie also gelangt man Hartl zufolge in eine errettende Beziehung zu Jesus? Durch (Hartls Vorstellung von) Gebet und durch den „Glauben der Kirche“, wobei der „Glaube der Kirche“ im römisch-katholischen Verständnis die Gesamtheit der katholischen Dogmen sind. Das katholische Standardwerk „Der Glaube der Kirche“ (hrsg. von Karl Rahner) stellt diese Dogmen systematisch zusammen; die entscheidenden gelten als unfehlbar, insbesondere jene, die auf dem gegenreformatorischen Konzil von Trient (1545-1563) formuliert wurden. In diesen Dogmen – im „Glauben der Kirche“ – werden alle reformatorischen Überzeugungen buchstäblich verdammt: Wer glaubt, dass die Errettung allein aus Glauben, allein aus Gnade und allein durch Christus ist und wer allein an die Schrift und nicht an die außerbiblische Überlieferung der Kirche glaubt, ist „verdammt“. Das also ist der „Glaube der Kirche“, der neben dem Gebet für Hartl der Weg zum Heil ist. (Das Buch <a href="https://www.cbuch.de/deppe-sind-sie-auch-katholisch.html" target="_blank" rel="noopener">„Sind Sie auch katholisch“ von H.W. Deppe</a> bietet eine Zusammenfassung und Bewertung der katholischen Dogmen).</p>
<h3>Resümee – umgriffen vom verlängerten Arm der römischen Kirche</h3>
<p>Hartl selbst kann ich seine Meinung nicht vorwerfen, sie ist einfach glasklar römisch-katholisch und er ist halt ein katholischer Charismatiker. So weit, so ungut. Meine großen Bedenken betreffen seinen Einfluss. Ein mir bekannter bibeltreuer Christ aus Augsburg hat örtlich bedingt selbst Kontakte zum dortigen Gebetshaus und sieht Hartl schlicht als „verlängerten Arm der Kirche“. Und das ist das Besorgniserregende: dass so viele Evangelikale und Bibeltreue sich unkritisch von diesem Arm umgreifen und von Hartl einlullen lassen.</p>
<p>Johannes Hartl ist sicher sehr sympathisch, gewinnend, eloquent und sagt viel Richtiges. Kurz gesagt ist er aus bibeltreuer Sicht eine sehr ambivalente, vielseitige Persönlichkeit. Seine römisch-katholischen, charismatischen und mystischen Seiten liegen aber klar auf der Hand, und man fragt sich: Wie können Evangelikale und Bibeltreue diese Seiten einfach völlig unkritisch übersehen? Wie kann ein Vertreter anti-reformatorischer Lehre auf als bibeltreu geltenden Veranstaltungen als Hauptredner eingeladen und seine Vorträge empfohlen und seine Bücher verlegt und vermarktet werden? Was sind die Motive dahinter? Und warum hat die evangelikale Masse das nicht nur unkritisch abgenickt und geschluckt, sondern genießt diesen hippen Prediger in vollen Zügen? Ist es nicht so, dass Katholizismus, Mystik und Charismatismus durch Johannes Hartl einen Fuß in der Tür unter Bibeltreuen haben und diese falschen Lehren, die von Christus und seinen Wort wegführen, geschickt eingeschleust werden?</p>
<p>Das vereinende Prinzip von katholischem und charismatischem Glauben ist die sinnliche Religiosität – im Gegensatz zum schlichten Glauben des Protestantismus &#8211; Gottes Gegenwart soll emotional und sinnlich erfahrbar gemacht und der Segen Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes durch bestimmte Werke (seien es Sakramente, Übungen oder Techniken) verfügbar gemacht werden. Dies steht im klaren Gegensatz zu den Prinzipien der Reformation.</p>
<p>Es geht in Katholizismus, Mystik und Charismatismus darum, „die Gegenwart Gottes erfahrbar zu machen“. Diese Gottesunmittelbarkeit steht im Gegensatz zum Glauben, denn Glauben ist nicht Schauen, Erfahren oder Fühlen. Sie steht im Gegensatz zum Wort, Erfahrung zählt hier mehr als die Bibel. Sie steht im Gegensatz zur Abhängigkeit von der Gnade Gottes, denn Techniken, Übungen, Rituale, Sakramente sind nötig, und auch der Christus der Schrift reicht nicht allein, denn es sind andere Hohepriester am Mikrofon, an Schlagzeug und Gitarre nötig, um uns in die spirituelle Stimmungslage zu versetzen.</p>
<p>Doch Suggestion (sei es durch Ekstase oder weniger spektakuläre Gefühle und Eindrücke, sei es als Massenmanipulation oder allein im Kämmerlein) ist keine Gotteserfahrung, es ist ein eingebildeter Gott, ein Götze. Gott offenbart und naht sich uns im Wort, im geistig verständlichen Wort der Bibel und nicht durch transzendente, wortlose Mystik. Wir können hier nur schwarz-weiß urteilen, es gibt nur entweder-oder: Entweder sind Mystiker, Charismatiker und andere gefühls- und erfahrungsorientierte Christen wirklich Gott unmittelbar begegnet, oder ihre Erfahrung war Einbildung, Suggestion, Lüge. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen religiösen Katholiken, Charismatikern, Mystikern einerseits und bibeltreuen Protestanten einerseits. Für die einen zählt die Erfahrung der Gottesunmittelbarkeit, die anderen halten fest am „Allein die Schrift / das Wort“, „allein der Glaube“ (und nicht das Schauen/Erfahren), allein die Gnade, allein Christus.</p>
<h3>Kommen wir damit kurz zurück auf den Zweck dieses Artikels:</h3>
<p>a) Verführungen aus dem katholischen und charismatischen Spektrum treten täuschend und verführerisch auf. Seien wir nicht unkritisch und blauäugig, sondern schärfen wir unser geistliches Unterscheidungsvermögen durch Gottes Wort!</p>
<p>b) Die Solae („allein“) der Reformation sind nötig und hilfreich, um gefährliche Strömungen aufzudecken. Prüfen wir also stets: 1. Wird allein die Schrift bejaht, oder glaubt man an weitere Offenbarungen Gottes, andere Autoritäten, Gottes unmittelbares Reden? 2. Wird die Errettung allein aus Glauben bejaht, oder werden katholische Zusätze wie Werke, Sakramente, Rituale, Übungen usw. anerkannt? 3. Weiß man sich allein von Gottes souveräner Gnade abhängig, oder meint man, mit eigenen Mitteln und Techniken Gottes Segen, Wirken und Gegenwart bewirken zu können? 4. Wird anerkannt, dass der Christus der Bibel alles ist, was wir brauchen? Oder worin wird Glück und Seligkeit gesucht?</p>
<p>c) Eine Verbesserung der eigenen biblischen Verkündigung ist dringend nötig. Wenn Hartl deswegen quasi alternativlos als Redner eingeladen wird, weil er angeblich eine so klare Verkündigung hat, was sagt das dann über die Verkündigung in unseren eigenen Reihen? Wir brauchen eine Rückkehr zu und Wiederbelebung von gesunder biblischer Verkündung des ganzen Wortes Gottes, fortlaufend in auslegender Weise. Das ist genug, denn allein Gottes Wort hat die Kraft, zu erwecken und zu reformieren.</p>
<p>Hans-Werner Deppe</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bildquelle: By Christliches Medienmagazin pro (Johannes Hartl) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons</p>
<p><div class="white-box">
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<h6>Hans-Werner Deppe</h6>
<h1 style="margin: 0px;">Sind Sie auch katholisch?</h1>
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		<title>Die Brüderbewegung und &#8222;katholische Evangelikale&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Hans-Werner Deppe Eine Doppelrezension in einer Publikation der Brüderbewegung bewertet ein Buch von Papst Benedikt XVI. besser als ein Buch von Wolfgang Bühne zum selben Thema Gebet. Gibt es einen neuen pro-katholischen Trend in der Brüderwegung? Die Brüderbewegung war einst nicht nur zu Recht anti-ökumenisch &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>von Hans-Werner Deppe</p>
<p><em>Eine Doppelrezension in einer Publikation der Brüderbewegung bewertet ein Buch von Papst Benedikt XVI. besser als ein Buch von Wolfgang Bühne zum selben Thema Gebet. Gibt es einen neuen pro-katholischen Trend in der Brüderwegung?<br />
</em><br />
Die Brüderbewegung war einst nicht nur zu Recht anti-ökumenisch (im Sinne einer Ablehnung des Katholizismus und diesseitig-organisatorischer Einheitsbestrebungen), sondern verfiel leider auch zum Teil ins andere Extrem: einen zu weit getriebenen Separatismus.</p>
<p>In vielen Teilen der Brüderbewegung wurde in den letzten Jahren begonnen, traditionelle Positionen neu zu hinterfragen, und erfreulicherweise wurde dies oft auf der Grundlage „allein die Schrift“ getan. Leider gibt es aber auch unter diesen Brüdergemeinden, die von ihrer traditionellen Bindung getrennt wurden, solche, die sich anscheinend arg undifferenziert und um jeden Preis von alten Zöpfen verabschieden wollen und so auf der anderen Seite vom Pferd fallen.</p>
<p>Dies wurde jüngst deutlich an einer Doppel-Rezension in dem Heft „Zeit und Schrift“, die von einigen Geschwistern dieser so genannten „blockfreien“ (also keinem herkömmlichen Zweig der Brüderbewegung angehörenden) Brüdergemeinden herausgegeben wurde. In der Ausgabe 2/2013 (abrufbar unter http://www.zs-online.de/aktuell.htm) rezensierte Ulrich Müller zwei Bücher zum Thema „Von Jesus beten lernen“: Einerseits „Das Gebetsleben Jesu“ von Wolfgang Bühne – einem Autor aus den eigenen Reihen – und andererseits „Das Beten Jesu“ von Josef Ratzinger, dem Ex-Papst Benedikt XVI. Die beiden Werke sollten parallel, sachlich und fair vorgestellt und verglichen werden.</p>
<p>Dazu hat der Rezensent jeweils Stärken und Schwächen aufgezählt und ein Fazit gezogen. Überraschend – und für mich ausgesprochen schockierend – dabei ist, dass einerseits der Abschnitt über die Schwächen von Wolfgang Bühnes Buch etwa 5 Mal so lang ist wie die Passage über dessen Stärken, andererseits der Rezensent jedoch den angeblichen Stärken des Papstbuches doppelt so viel Raum widmet wie dessen Schwächen. In Schulnoten ausgedrückt wirkt das wie ein Mangelhaft für Wolfgang Bühne und ein Gut für Ratzinger.</p>
<p><strong>Das Papstbuch: wie unbiblisch es wirklich ist<br />
</strong><br />
Ulrich Müller nennt beim Papstbuch zwar kurz als Schwäche, dass darin als un-evangelische Inhalte „zwei kurze Gedanken zum Rosenkranzgebet und zur katholischen Transsubstantiationslehre“ vorkommen, doch die zahnlose Kürze dieses Hinweises vermittelt den Eindruck, dass dies für ihn problemlos zu verschmerzen ist. Offenbar verkennt er dabei, dass das Rosenkranz„gebet“ eine an Maria gerichtete Verehrungs-Litanei ist, die zudem exakt den heidnischen Gebetsgewohnheiten entspricht, die der Herr Jesus in Mt 6,7 brandmarkt. Ganz zu schweigen davon, wie heidnisch es ist, eine übermenschliche Himmelskönigin und Muttergöttin durch Gebet anzurufen und zu preisen!</p>
<p>Auch kommt die Transsubstantion (materielle Verwandlung von Brot und Wein) nicht so „kurz“ vor, wie Müllers Hinweis es vermuten lässt. Schließlich ist dem katholischen Verständnis des Abendmahls ein ganzes Kapitel gewidmet. Und dieses Verständnis ist dem Evangelium ebenfalls zutiefst zuwider, da dabei Brot und Wein in das buchstäbliche Fleisch und Blut Christi verwandelt werden, um es abermals zur Sündenvergebung zu opfern (d.h. wenn die Messe ausfällt oder man die Teilnahme versäumt, wäre die Sühne nicht geleistet).</p>
<p>Ratzinger schreibt in seinem Buch tatsächlich manches biblisch Richtige, wo der biblisch gläubige Christ  zustimmen kann, aber vieles davon besteht aus fromm klingenden, aber letztlich wenig aussagekräftigen Geschreibsel und salbungsvollen, aber leeren Worten. Oft spricht Ratzinger vom Evangelium, aber als bibeltreue Christen dürfen wir uns davon nicht blenden lassen, sondern brauchen das nötige geistliche Unterscheidungs- und Differenzierungsvermögen, um zu verstehen, dass das „Evangelium“ Roms ein ganz anderes ist: die Errettung durch die römische Kirche bzw. durch werkgerechte Loyalität zu ihr. Dies wird unter anderem durch Ratzingers Aussage deutlich, die Erlösung sei „für alle verfügbar“ (S. 107). Verfügbar ist aber nur das, was in der Macht der Menschen steht, und genau das ist die Position der römischen Kirche zum Seelenheil: Sie hat (angeblich) die Macht darüber und kann deshalb darüber verfügen, und zwar für alle Menschen weltweit, da nur sie über die zum Heil nötigen Sakramente, die Priesterschaft usw. verfügt. Allein dieses Wort „verfügbar“ verdeutlicht, dass die Lehre der römischen Kirche weit entfernt ist vom Evangelium der Gnade Gottes und der Abhängigkeit allein von ihm.</p>
<p>Auch der Begriff „Evangelisation“ kommt häufig in Ratzingers Buch vor, aber er meint Evangelisation im Sinne der Enzyklika Ut unum sint, wie er es auf Seite 72 erwähnt, und damit meint er eine Evangelisation durch Zuführung (oder Rückführung der getrennten Christen) zur römischen Mutterkirche: das ist dann die erstrebte „volle Gemeinschaft“ (S. 72), die nicht nur innerlich besteht, sondern „sichtbar werden muss“ (S. 80).</p>
<p>Und genau das ist das Tückische an Ratzingers Buch „Das Beten Jesu“. Offenbar gibt sich der Ex-Papst hier bewusst evangelisch, indem er sich mit der Herausstellung römischer Sonderlehren zurückhält. Ich halte das Buch (wie auch die ganze „Jesus-Trilogie“ Ratzingers) für den Versuch einer Anwerbung und Vereinnahmung bibeltreuer Christen. Und wie viele Evangelikale sind tatsächlich darauf hereingefallen! So werden die Bücher von Ratzinger alias Benedikt XVI.  im evangelikalen Buchhandel angeboten (SCM-Shop, Alpha Buch u.a.)</p>
<p>Meinetwegen könnte der Papst noch so lupenrein biblisch klingende Bücher schreiben, für mich bliebe er der Papst, der all die unfehlbaren, Bannsprüche gegen das biblische Evangelium nie aufgegeben hat und wohl nie aufgeben wird. Geschieht die Annäherung zwischen römisch und bibeltreu von beiden Seiten? In den USA gibt es eine Bewegung von „evangelikalen Katholiken“, aber wir müssen uns fragen, ob es mittlerweile nicht viel mehr „katholische Evangelikale“ gibt. Gibt sich der Papst in seinem Buch bzw. seinen Büchern evangelikal, oder sind die Evangelikalen schon so katho(ho)lisiert, dass sie es gar merken, worauf sie hereinfallen?</p>
<p>Exemplarisch dafür ist wohl Ratzingers Kapitel über die Fastenzeit („Aschermittwoch“) betitelt. Ein 40-tägiges Exerzizienprogramm ist heute ja keineswegs mehr eine speziell katholische Sache, sondern unter Evangelikalen absolut hip. Hier scheint Ratzinger die Evangelikalen dort abzuholen, wo sie schon an den Ködergeschmack gewöhnt sind: bei spirituellen Übungen aus der Mystik. Bedenken wir nur die Schwemme von „40-Tagen-ohne“-Büchern auf dem evangelikalen Buchmarkt oder die unzähligen 40-Tage-Programme, allen voran das ökumenische Türöffner-Buch „Leben mit Vision“ von Rick Warren.</p>
<p>Ebenso mystisch und von Ulrich Müller lobend erwähnt ist Ratzingers wichtiges Kapitel über „Beten und schweigen“. Müller zufolge geht es hier um „innere und äußere Stille als Voraussetzung dafür, dass wir Gottes Stimme hören“ – diese Vorstellung ist eine der am innigsten geliebten Anleihen der Evangelikalen aus der heidnishchen Mystik.</p>
<p>Passend zu dieser spirituell-betrachtenden Einkehr ist Ratzingers Buch mit vielen ganzseitigen, bunten Ikonen geschmückt. Bei solch einer Vier-Farben-Qualität sind Evangelikale dann auch gern bereit, knapp 20 Euro für ein 120-Seiten-Buch zu zahlen.</p>
<p><strong>Randerscheinung oder repräsentativ?<br />
</strong>Bezeichnenderweise bemängelt Ulrich Müller am Buch von Wolfgang Bühne, dass „ein doch arg pessimistischer Grundton mitschwingt. Der ständige Verweis auf unsere Defizite und Mängel … deprimiert.“ Warnungen und Ermahnungen stören offenbar das positive Gefühl. Da der Rezensent das Buch eine Papstes so hoch lobt und daher schon Alarmbereitschaft besteht, drängt sich der Gedanke an 2. Timotheus 4,3 auf: „Es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt.“ Gesunde Lehre und das nötige „Wort der Ermahnung“ (vgl. Hebr 13,22) wird nicht ertragen, stattdessen aber spirituelle Schmeicheleinheiten. Und: „Wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gut.“ (2Kor 11,4)<br />
Man mag hoffen, dass diese Doppelrezension in „Zeit und Schrift“ nur eine Ausnahme und Randerscheinung und eigentlich keiner Erwähnung wert ist. Aber leider gehen meine Befürchtungen in eine andere Richtung. Zwar gibt es erfreulicherweise gerade in der Brüderbewegung noch viele bibeltreue Christen, auch Führungspersonen, die geistliches Unterscheidungsvermögen und den Mut zum Warnen haben – so eben auch Wolfgang Bühne und der Verlag CLV, oder auch die Brüder des Maleachi-Kreises. Aber die Brüderbewegung ist in sich sehr inhomogen, man kann keine Pauschalaussagen über sie treffen. Leider ist ein nicht unerheblicher Teil der Brüderbewegung recht offen für alles geworden, oft angefangen mit einem humanistisch-arminianischen Verständnis des Evangeliums, das dadurch aufgeweicht wurde. Die hier kritisierte Doppelrezension ist wohl keine Ausnahme, sondern repräsentiert einen sehr bedenklichen Trend. Es bleibt zu hoffen und zu beten, dass manche diesen als Warnung und Korrektur gedachten Artikel bedenken, beherzigen und zur Prüfung ihres Weges heranziehen.</p>
<h3>Buchtipps:</h3>
<p>Wolfgang Bühne: <a href="https://www.cbuch.de/buehne-ich-bin-auch-katholisch.html">Ich bin auch katholisch</a><br />
James McCarthy: <a href="https://www.cbuch.de/mccarthy-das-evangelium-nach-rom.html">Das Evangelium nach Rom</a><br />
Hans-Werner Deppe: <a href="https://www.cbuch.de/deppe-sind-sie-auch-katholisch.html">Sind Sie auch katholisch?</a><br />
Rubrik <a href="https://www.cbuch.de/gesamtkatalog/lehre-theologie/zeitkritik-apologetik/katholizismus">Katholizismus</a></p>
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		<title>Ein reicher Mann in Purpur und Leinen. Zum Tod des Papstes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 May 2005 07:47:35 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich trauere um Johannes Paul II, der die ganze Welt gewonnen, aber seine Seele eingebüßt hat. Niemand kann über sein Herz urteilen, doch wir sind dazu aufgerufen, die Lehren jedes Menschen zu beurteilen. Jahr um Jahr war er der meistgeliebte und -bewunderte Mann der Welt, doch &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich trauere um Johannes Paul II, der die ganze Welt gewonnen, aber seine Seele eingebüßt hat. Niemand kann über sein Herz urteilen, doch wir sind dazu aufgerufen, die Lehren jedes Menschen zu beurteilen. Jahr um Jahr war er der meistgeliebte und -bewunderte Mann der Welt, doch weil er durch den Fürsten der Welt verblendet war, sah er niemals das Licht des Evangeliums der Herrlichkeit Christi. Wäre er ein hingegebener Nachfolger Jesu Christi gewesen, so wäre er von der Welt gehaßt und verfolgt worden. Auch trauere ich um die Vielen, die durch diesen Papst und seine Religion verführt worden sind. Es bricht mir das Herz zu sehen, dass viele bekennende Christen Wahrheit und Irrtum sowie echtes Christentum nicht von seiner Fälschung unterscheiden können.</p>
<p>Wenn es für treue Diener unseres Herrn Jesus Christus jemals mehr an der Zeit war, für die Wahrheit einzustehen, dann heute. Die religiöse Verdorbenheit Roms wurde beständig zur Schau gestellt, so dass die ganze Welt es sehen kann.</p>
<p>Glanz und Prunk [Roms] sind außerordentlich. Tausende Verführter haben in langen Reihen angestanden, um einen toten Mann mit einem Rosenkranz in Händen und einem gekrümmten Kruzifix an seiner Seite zu verehren. Bischöfe und Kardinäle ermutigen nun Katholiken, zu diesem und für diesen toten Papst zu beten, dessen Leichnam beständig mit Weihrauch und Weihwasser „gesegnet“ wird. Gebete an irgendjemand anders als an Gott gerichtet ständig sinnlos zu wiederholen, ist ein Greuel vor Gott (Matthäus 6,5-7; 5.Mose 18,11). Die bizarre Verehrung und Anbetung dieses Menschen ist beispiellos. Anscheinend kümmert sich niemand ernsthaft um die Worte Jesu, der sagte: „Wehe euch, wenn alle Menschen gut von euch reden“ (Lukas 6,26).</p>
<p>Tragischerweise verführt der Papst die Welt erfolgreicher, seit er gestorben ist, als während seines 26jährigen Pontifikats. Die weltweiten Medien sind sein Sprachrohr und bereitwilliger Partner darin geworden, seine verkehrte Theologie zu verbreiten. Durch die ununterbrochene Fernsehberichterstattung ist die Papstkirche zur Bühne der Welt geworden. Ihre Fürsten haben sich in ihren purpurnen und roten Roben als „Diener der Gerechtigkeit“ verkleidet. Sie haben das Fernsehpublikum mit dem Glanz ihrer Rituale und dem Pomp und Prunk ihrer heidnischen Traditionen in den Bann gezogen. Die Macht und Größe dieser verdorbenen Religion hat viele in dieser leichtgläubigen Welt bezaubert, so daß sie glauben, das sei es, worum es beim Christentum geht.</p>
<p>[Nur] wenige evangelikale Führer werden über das falsche Evangelium des Papstes sprechen, welches das Himmelreich denen verschließt, die dort hineingelangen wollen. Sie weigern sich anzuerkennen, daß er von Gottes Wort dafür verflucht wurde, ein anderes Evangelium zu predigen (Galater 1,6-9). Statt dessen sagen sie, da er „an Jesus geglaubt“ habe, sei er direkt in den Himmel gegangen. Einige Evangelikale halten seine Errettung wegen seines Leidens, seiner Güte und seiner Heiligkeit für eine sichere Sache. Es gibt Zeiten im Leben der Evangelikalen, in denen unser Glaube auf die Probe gestellt wird. In der Tat ist dies eine dieser Proben, und traurigerweise sehen wir, daß viele darin versagen, indem sie vor den Feinden des Evangeliums kapitulieren. Könnte es sein, daß sie Gunst und Anerkennung von Menschen mehr suchen als die Anerkennung durch Gott?</p>
<p>Viele rühmen Johannes Paul II als großen geistlichen Führer. Warum aber ehrt man so das Oberhaupt einer abgefallenen Kirche, die über eine Milliarde Menschen in geistlicher Finsternis hält? Obwohl er niemals behauptete Gott zu sein, fand er doch Gefallen daran, mit Titeln bezeichnet zu werden, die allein dem dreieinigen Gott zustehen.</p>
<p>Er hat den Titel „Heiliger Vater“ von Gott dem Vater widerrechtlich an sich gerissen, „das Haupt der Kirche“ von dem Herrn Jesus Christus und „der Stellvertreter Christi“ von dem Heiligen Geist, den Jesus versprach an seiner eigenen Stelle zu senden.</p>
<p>Der Papst sagte, er vertrete Jesus Christus, doch er lebte in starkem Kontrast zu dem Retter, der keinen Platz hatte, wo er sein Haupt hinlegen konnte. Er leugnete, daß Jesus der Schöpfer des Menschen sei, indem er lehrte, die Evolution sei wahr. Zu zahlreichen Anlässen leugnete er, daß Jesus der einzige Weg zum Vater sei. Als er zu islamischen Führern sprach, sagte er, es gebe „ein gemeinsames geistliches Band, das uns vereint“. 1999 leugnete, daß das Blut Jesu allein von Sünden reinigt, indem er einen allgemeinen Ablaß für jedermann anbot, der das Rauchen oder das Trinken von Alkohol aufgebe. Johannes Paul wird als großer moralischer Führer bezeichnet, doch er versagte darin, amerikanische Bischöfe dafür zur Rechenschaft zu ziehen, daß sie den üblen sexuellen Mißbrauch durch perverse Priester tolerierten.</p>
<p>Eins ist sicher: jetzt kennt der Papst die Wahrheit. Ich glaube, er erfährt nun, was der reiche Mann in Lukas 16 erlitt. Beide kleideten sich in Purpur und feines Leinen und lebten jeden Tag in Reichtum. Als der reiche Mann starb und sich in den Flammen des Totenreichs wiederfand, die ihn quälten, bat er den Vater, jemanden zu seiner Familie zu senden, der ihr die Wahrheit sagen solle, damit sie umkehren und nicht am selben Ort enden mögen. Es mag sein, daß der Papst nun dieselbe Bitte äußert.</p>
<p>Der Tod Johannes Pauls II gibt Christen eine ungeheure Möglichkeit, über geistliche Fragen zu sprechen. Wir müssen die Wahrheit in Liebe sagen und das Evangelium klar und unverkürzt verkünden! Wir müssen auch ernsthaft für den Glauben einstehen – gegen alles, das im Widerspruch zu Gottes Wort steht. Möge Gott uns helfen, in diesen Zeiten großer Verführung und des Kompromisses treu zu sein!</p>
<p>© der dt. Übersetzung: J. Schmitsdorf, 2005</p>
<p>Weitere Hintergründe zum Tod des Papstes im Newsletter Nr. 36</p>
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		<title>Die Tragödie von Mutter Teresa (von Dave Hunt)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2005 07:47:35 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Auszug aus dem Buch &#8222;Okkulte Invasion&#8220; von Dave Hunt, CLV 1999 Als Papst Johannes Paul II. das letzte Jahrzehnt dieses Jahrhunderts der &#8222;Weltevangelisation&#8220; verschrieb, rief John Wimber begeistert aus: &#8222;Das ist eines der großartigsten Dinge der ganzen Kirchengeschichte &#8230; Ich bin zusammen mit dem Papst &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Auszug aus dem Buch &#8222;<a href="https://www.cbuch.de/hunt-die-okkulte-invasion.html">Okkulte Invasion</a>&#8220; von Dave Hunt, CLV 1999</p>
<p>Als Papst Johannes Paul II. das letzte Jahrzehnt dieses Jahrhunderts der &#8222;Weltevangelisation&#8220; verschrieb, rief John Wimber begeistert aus: &#8222;Das ist eines der großartigsten Dinge der ganzen Kirchengeschichte &#8230; Ich bin zusammen mit dem Papst hingerissen und froh, dass er die Kirche zu ihrem Ziel aufruft &#8230;&#8220;</p>
<p>1986 trafen sich in Amsterdam über 10.000 christliche Führungspersonen, um eine Strategie zur Evangelisation der Welt zu entwerfen. Finanziert wurde dieses Treffen mit 21 Millionen Dollar von der Billy Graham Evangelistic Association. Auf dieser Konferenz erklärte Leighton Ford: &#8222;Predigt das Evangelium, aber seid nicht so negativ, dass ihr euch weigert, euch mit denen zusammenzuschließen oder zusammenzuarbeiten, die zu einer Gruppe gehören, die ein anderes Evangelium verkündet.&#8220; Nachdem er sie in Kalkutta besucht hatte, sprach er begeistert von Mutter Teresa, obwohl sie beständig den Rosenkranz für ihre eigene Errettung betete und den Buddhismus, Hinduismus, Islam und andere Religionen als annehmbare Wege zu Gott ansah. Billy Graham geriet bei seiner Lobrede unmittelbar nach ihrem Tod noch mehr ins poetische Schwärmen über Mutter Teresa:</p>
<p>&#8222;Wie Prinzessin Diana für Millionen Menschen eine Königin der Herzen war, so war Mutter Teresa eine Königin der geistlichen Herzen &#8230; Wir bewundern sie beide auf verschiedene Weise &#8230;</p>
<p>Ich kannte sie [Mutter Teresa] seit etlichen Jahren, und ich hatte das Vorrecht, mich bei mehreren Anlässen mit ihr zu treffen. Das erste Mal war dies in ihrem Haus für Sterbende in Kalkutta. Ich hatte eine wunderbare Stunde der Gemeinschaft im Herrn mit ihr &#8230; Als sie den Raum betrat und mich begrüßte, spürte ich, dass ich tatsächlich einer Heiligen begegnete &#8230;</p>
<p>Sie war eine der demütigsten und lieblichsten Diener Gottes, die ich jemals kennen gelernt habe &#8230; [und] voller Hingabe an die Person Christi &#8230;&#8220;[33]</p>
<p>Es gibt niemanden, der ökumenischer wäre oder von der Welt und zahlreichen führenden Evangelikalen mehr in Ehren gehalten würde als Mutter Teresa, Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe und deren Leiterin bis zu ihrem Tod Anfang September 1997. Am 2. Oktober 1994 erhielt sie den U Thant-Friedenspreis (U Thant ist Buddhist). Der Preis wurde vom Hinduführer und Uno-Guru in San Gregorio überreicht, dem Kloster der Missionarinnen der Nächstenliebe in Rom, zur Würdigung ihres &#8222;schlaflosen Dienstes an der Menschheit&#8220;[34].</p>
<p>Die ganze Welt kennt diesen aufopfernden Dienst und bewundert Mutter Teresa dafür, dass sie Obdachlose aus den Gossen Kalkuttas aufliest und sich um sie kümmert. Doch welche Tragödie, dass diese bedauernswerten Kreaturen dann von einem sauberen Bett in eine Ewigkeit ohne Christus geschickt werden, ohne dass ihnen das Evangelium gesagt wurde, welches allein sie erretten könnte! Es ist ein Evangelium, das Mutter Teresa als lebenslange Katholikin leider nicht kannte. Sie sagte oftmals, dass sie denen, die sie tröstete, verhelfen wollte, &#8222;ein besserer Hindu, ein besserer Muslim, ein besserer Katholik, ein besserer was immer sie sein mögen &#8230;&#8220; Die Bibel warnt, dass &#8222;Jesus Christus &#8230; der wahrhaftige Gott und das ewige Leben [ist]. Kinder, hütet euch vor den Götzen!&#8220;, doch im Gegensatz dazu sagt Mutter Teresa jedem ungeachtet seiner Religion: &#8222;Du musst das annehmen, was Gott nach deinen Gedanken ist.&#8220;[35]</p>
<p>Selbst die säkulare Presse stellte diese ökumenische Toleranz in Frage. Das Time-Magazin stellte Mutter Teresa im Dezember 1989 eine Reihe von Fragen. Ihre Antworten sind aufschlussreich:</p>
<p>Time: Haben Sie hier in Kalkutta eine wirkliche Veränderung herbeigeführt?<br />
Teresa: [Wir haben] &#8230; eine weltweite Aufmerksamkeit auf die Armen geweckt.<br />
Time: Haben Sie, über die Präsentation der Armen vor der Welt hinaus, irgendeine Botschaft vermittelt, wie man mit den Armen arbeiten sollte?<br />
Teresa: Man muss dafür sorgen, dass sie sich geliebt und gewollt fühlen. Für mich sind sie Jesus &#8230; in Verkleidung.<br />
Time: Was halten Sie vom Hinduismus?<br />
Teresa: Ich liebe alle Religionen &#8230;[36]</p>
<p>Man fragt sich natürlich, wir arm man sein muss, um &#8222;Jesus in Verkleidung&#8220; zu werden oder wie viel Geld oder wie viel Besitz man anhäufen muss, um nicht mehr &#8222;Jesus&#8220; zu sein. In Wirklichkeit hatte Mutter Teresas Organisation zum Zeitpunkt ihres Todes Millionen von Dollar auf dem Bankkonto, die nicht für die Armen ausgegeben worden waren. Und was am schlimmsten ist: Sie sorgte für das Körperliche, während sie das Seelenheil ignorierte. John MacArthur besuchte Mutter Teresa im August 1988 in Kalkutta und berichtete &#8211; im Gegensatz zu Leighton Ford und Billy Graham:</p>
<p>&#8222;Wir stellten ihr Fragen, die vielleicht ihren geistlichen Zustand aufdecken würden. Ihre Antworten waren besorgniserregend: &#8222;Ich liebe und respektiere alle Religion&#8220; &#8211; eine undenkbare Bemerkung im Licht der teuflischen Hauptreligionen Indiens.</p>
<p>&#8222;Alle meine Menschen sterben wunderbare Tode&#8220;, sagte sie mir. Ich bin davon überzeugt, dass Mutter Teresa den Sterbenden einen falschen Trost bietet.&#8220;[37]</p>
<p>Wir wollen nicht Mutter Teresas Aufrichtigkeit oder Ernsthaftigkeit in ihrer großen persönlichen Aufopferung in Frage stellen. Doch liegen bedenkliche Fakten vor, sogar über die medizinisch-praktische Seite ihres Dienstes. Zahlreiche ehemalige Bedienstete in ihren Kliniken und Visite führende Ärzte berichten, dass Patienten nicht die richtige Behandlung erhielten und dass die Betten, Möbel und der allgemeine Zustand für ein Krankenhaus unangemessen waren. Diese Berichte von vielen verschiedenen und unabhängigen Beobachtern scheinen unbestritten zu sein. Beispielsweise schrieb Mary Loudon, eine ehrenamtliche Helferin in Kalkutta, über Mutter Teresas Haus für Sterbende:</p>
<p>&#8222;Mein erster Eindruck erinnerte mich an all die Fotos, die ich von Bergen-Belsen [dem dortigen Nazi-KZ] und ähnlichen Orten gesehen hatte, weil allen Patienten die Köpfe geschoren waren. Es gab nirgends Stühle, nur diese Liegen. Sie sind wie die Feldbetten im Ersten Weltkrieg.</p>
<p>Es gibt keinen Garten &#8230; nichts. Ich konnte es nicht fassen. Zwei Räume mit 50 bis 60 Männern in dem einen und 50 bis 60 Frauen in dem anderen. Sie sterben. Sie bekommen nicht gerade viel medizinische Versorgung. Sie bekommen kein Schmerzmittel außer Aspirin &#8230; und das bei den Schmerzen bei Krebs im Endstadium &#8230;&#8220;[38]</p>
<p>Wir wollen Mutter Teresa nicht mangelnden Mitgefühls oder gar der Grausamkeit ihren Patienten gegenüber bezichtigen. Das Problem war ihr römisch-katholischer Glaube, der besagt, dass persönliches Leid zum Verdienst der eigenen Errettung beitrage. Diese Überzeugung brachte sie in Bezug auf ihre eigene Errettung beim Präsidenten-Gebetsfrühstück eindeutig zum Ausdruck:</p>
<p>&#8222;Eines der für mich anstrengendsten Dinge ist das Reisen überall hin &#8211; mit der Presse. Ich habe zu Jesus gesagt, wenn ich nicht für irgendetwas anderes in den Himmel komme, dann für all diese Reisen mit dieser ganzen Publicitiy, denn das hat mich geläutert und geopfert und wirklich bereit für den Himmel gemacht.&#8220;</p>
<p>Mutter Teresa wendete damit lediglich den römisch-katholischen Glauben an. Das Zweite Vatikanische Konzil verurteilt jeden, der zu glauben wagt, dass man nicht für die eigenen Sünden leiden muss (zusätzlich für Jesu Leiden am Kreuz). Bis heute tragen viele katholische Priester und Nonnen rauhaarige Unterkleider, legen Steine in ihre Schuhe, selbstgeißeln sich und versuchen auf andere Weise den Himmel durch Leiden zu verdienen. Armut und Leiden wurden von Mutter Teresa nicht einfach ertragen, sondern werden als Mittel der Zubereitung für den Himmel von Katholiken gesucht und sogar absichtlich geschaffen. Hier ein Beispiel:</p>
<p>&#8222;Den Schwestern wurde ein dreistöckiges Kloster mit vielen großen Räumen zur Verfügung gestellt &#8230; [sie] rollten in allen Zimmern und Fluren die Teppiche ein. Sie stemmten dicke Matratzen aus den Fenstern und entfernten alle Sofas, Sessel und Vorhänge &#8230; Die Leute aus der Nachbarschaft standen auf dem Bürgersteig und sahen verwundert zu.</p>
<p>Das wunderschön angelegte Haus wurde umgestaltet, sodass es dem Lebensstil entsprach, der zur Heiligung der Schwestern verhelfen würde. Großzügige Aufenthaltsräume wurden in Schlafsäle umfunktioniert, wo Betten in Massen zusammengepfercht wurden &#8230; Die Heizung blieb in diesem äußerst feuchten Haus den ganzen Winter über ausgeschaltet. Während der Zeit, als ich dort wohnte, zogen sich mehrere Schwestern Tuberkulose zu.&#8220;[39]</p>
<p>Die Heizung blieb nicht aus Kostengründen ausgeschaltet. Mutter Teresa hatte Millionen von Dollar auf Lager und hätte sich so die Heizkosten sowie Teppiche und alle nötigen medizinischen Vorkehrungen leisten können. Doch sie lebte ohne diesen ganzen &#8222;Luxus&#8220;, legte diese Regel auch ihren &#8222;Missionarinnen der Nächstenliebe&#8220; auf und entzog diese Vorrechte auch ihren Patienten. Genau wie Mutter Teresa hoffte, ihren Weg zum Himmel mittels ihrer eigenen Entbehrungen und Leiden zu verdienen, so hoffte sie zweifellos auch ihren Patienten zum Himmel zu verhelfen, indem sie ihnen Leiden auferlegte. Die Leichenhalle in Kalkutta trägt auf einer Wand folgende Inschrift: &#8222;Heute verscheide ich in den Himmel.&#8220;</p>
<p>Im Katholizismus ist die Taufe zur Errettung unverzichtbar. Mutter Teresas Nonnen &#8222;taufen&#8220; die Patienten heimlich, indem sie ihnen ein feuchtes Tuch auf die fiebrigen Brauen legen und die magische Formel hauchen, die angeblich die Erbsünde austilgt und Eingang in das Reich Gottes verschafft. Natürlich führt der ungewisse Weg des Katholiken durch Fegefeuer und weitere Leiden in dessen Flammen, bevor er zum Himmel gelangt. Ein nachforschender Reporter schrieb über diese Vorgehensweise:</p>
<p>&#8222;Behalten wir im Hinterkopf, dass Mutter Teresas weltweites Einkommen mehr beträgt, als zur Unterhaltung mehrerer erstklassiger Kliniken in Bengalen nötig wäre. Der Entschluss, dies nicht zu tun und stattdessen eine chaotische und komische Einrichtung zu betreiben &#8230; ist vorsätzlich getroffen worden. Es geht hier nicht um die ehrliche Linderung der Schmerzen, sondern um die Verbreitung eines Kultes, der auf Tod und Leiden und Abängigkeit basiert.</p>
<p>Mutter Teresa (die während ihrer Komplikationen mit Herzanfällen und Altersschwäche &#8230; Einblick in die besten und teuersten Kliniken im Westen bekommen hat) hat sich in einem verfilmten Interview selbst entlarvt. Sie beschrieb einen Krebskranken in den letzten Todeskämpfen, der unerträgliche Schmerzen litt. Mit einem Lächeln sagte Mutter Teresa in die Kamera, was sie diesem Todespatienten gesagt hatte: ›Du leidest wie Christus am Kreuz. Jesus wird dich dafür küssen.‹&#8220;40</p>
<p>Viele Menschen, die jahrelang mit Mutter Teresa zusammengearbeitet haben, schätzen sich glücklich, dass sie so etwas wie einer Sekte entkommen sind. Susan Shields, die über neun Jahre lang als Missionarin der Nächstenliebe in der Bronx, in Rom und in San Franzisko tätig war, schreibt:</p>
<p>&#8222;Ich war imstande, mein klagendes Gewissen ruhig zu halten, weil uns beigebracht worden war, dass der Heilige Geist Mutter Teresa leitet. Das anzuzweifeln war ein Zeichen für mangelndes Vertrauen und, noch schlimmer, für die Schuld der Sünde des Stolzes. Ich ließ meine Vorbehalte fallen und hoffte, eines Tages die vielen Widersprüche verstehen zu können &#8230;&#8220;[41]</p>
<p>Widersprüche gibt es in Hülle und Fülle, und nicht der letzte ist Mutter Teresas Verbindung zu fragwürdigen Personen, von denen sie hohe Geldsummen erhielt und denen sie ihren Segen und ihre Zustimmung erteilte. 1981 war sie auf einem Foto in Port-au-Prince in Haiti zusammen mit Michele Duvalier zu sehen, der Frau des berüchtigten Diktators Jean Claude Duvalier (&#8222;Baby Doc&#8220;). Anlass war die Verleihung des haitianischen Preises der Legion d&#8217;honneur an Mutter Teresa. Im Gegenzug lobte sie die wunderbare Behandlung der Armen in Haiti, während sie in Wirklichkeit die Hölle auf Erden durchlitten. Die Duvaliers mussten von Haiti flüchten, um ihren Wohlstand und ihr Leben in Sicherheit zu bringen.</p>
<p>Dann haben wir das Foto mit John-Roger Hinkins, den damals bereits alle als den offensichtlichsten aller Betrüger erkannt hatten, den Anführer der &#8222;Erleuchtungs&#8220;-Sekte &#8222;Movement of Spiritual Inner Awarness&#8220; (MSIA, &#8222;Bewegung des spirituellen inneren Bewusstseins&#8220;). Hier war der Anlass die Verleihung des &#8222;Integrity-Preises&#8220;, zusammen mit einem Scheck über 10.000 US-Dollar von diesem schamlosen Scharlatan, der behauptete, ein höheres &#8222;spirituelles Bewusstsein&#8220; als Jesus Christus zu haben.</p>
<p>Diese kleine, vielbewunderte Frau, die von ihrer Kirche in Kürze zu einer Heiligen gekürt werden soll, erhielt über eine Million US-Dollar von Charles Keating, der zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, weil er vom einfachen Volk Hunderte Millionen Dollar erschwindelt hatte. Keating, ein überzeugter Katholik, wurde jedesmal von Mutter Teresa besucht, wenn sie in Kalifornien war. Sie schrieb an den Richter Lance Ito und bat um Milde für Keating. Hier ein Auszug aus dem Antwortschreiben von Staatsanwalt Paul W. Turley an Mutter Teresa:</p>
<p>Ich schreibe Ihnen, um Ihnen eine kurze Erläuterung der Verbrechen zu liefern, deren Mr. Keating überführt worden ist, um Ihnen Verständnis zu vermitteln von der Quelle des Geldes, das Mr. Keating Ihnen gab, und Ihnen vorzuschlagen, den moralischen und ethischen Schritt zu tun und das Geld an die rechtmäßigen Besitzer zurückzuerstatten &#8230;</p>
<p>Fragen Sie sich selbst, was Jesus tun würde &#8230; wäre er in Besitz von Geld, das gestohlen worden ist &#8230; ich behaupte, dass Jesus die gestohlene Habe sofort und ohne zu zögern an die rechtmäßigen Besitzer zurückgeben würde. Sie sollten dasselbe tun. Ihnen ist von Mr. Keating Geld gegeben worden, das er nachweislich durch betrügerischen Diebstahl erworben hat. Gewähren Sie ihm nicht den &#8222;Ablass&#8220;, den er begehrt. Behalten Sie das Geld nicht! Geben Sie es denen zurück, die dafür gearbeitet und es verdient haben![42]</p>
<p>Dieser Brief wurde über fünf Jahre vor Mutter Teresas Tod geschrieben. Staatsanwalt Turley zufolge hat er keine Antwort von Mutter Teresa erhalten, die keine Anstalten machte, diese zu Unrecht erhaltene Spende zurückzuerstatten.</p>
<p>[Quellen]<br />
33. The Baptist Standard, 10. September 1997.<br />
34. Christian News, 31. Oktober 1994, S. 17.<br />
35. Desmond Doig, Mother Teresa: Her People and Her Work (Harper &amp; Row, 1976), S. 156.<br />
36. Time, 12. Dezember 1989, S. 12.<br />
37. Masterpiece, Winter 1988, S. 6.<br />
38. Christopher Hitchens, The Missionary Position: Mother Teresa in Theory and Practice (London and New York: Verso, 1995), S. 39-40.<br />
39. Hitchens, Teresa, S. 45.<br />
40. Ebd., S. 41.<br />
41. Ebd., S. 44.<br />
42. Ebd., S. 49-58.<br />
Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch &#8222;<a href="https://www.cbuch.de/hunt-die-okkulte-invasion.html">Die okkulte Invasion</a>&#8220; von Dave Hunt.<br />
© 1999 by Christliche Literatur-Verbreitung e.V.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.betanien.de/die-tragoedie-von-mutter-teresa-von-dave-hunt/">Die Tragödie von Mutter Teresa (von Dave Hunt)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.betanien.de">Betanien Verlag</a>.</p>
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		<title>24 Unterschiede zwischen dem römisch-katholischem „Evangelium“ und dem biblischen Evangelium</title>
		<link>https://www.betanien.de/24-unterschiede-zwischen-dem-roemisch-katholischem-evangelium-und-dem-biblischen-evangelium/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2005 10:14:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auszug aus dem Buch „Das Evangelium nach Rom – Eine Gegenüberstellung der röm.-kath. Lehre und der Hl. Schrift“; 448 Seiten, Euro 19,90. Kann versandkostenfrei im Shop bestellt werden. Die Quellenangaben [in eckigen Klammern] beziehen sich auf die Artikel-Nr. des offiziell gültigen „Katechismus der Katholischen Kirche“, © &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auszug aus dem Buch „<a href="https://www.cbuch.de/mccarthy-das-evangelium-nach-rom.html">Das Evangelium nach Rom</a> – Eine Gegenüberstellung der röm.-kath. Lehre und der Hl. Schrift“; 448 Seiten, Euro 19,90. Kann versandkostenfrei im <a href="https://www.cbuch.de/mccarthy-das-evangelium-nach-rom.html">Shop</a> bestellt werden.</p>
<p>Die Quellenangaben [in eckigen Klammern] beziehen sich auf die Artikel-Nr. des offiziell gültigen „Katechismus der Katholischen Kirche“, © 1993 Libreria Editrice Vaticana (Verlag des Vatikan)</p>
<p>© dieser Zusammenstellung: Jim McCarthy, www.gnfc.org</p>
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<tr>
<th>Die röm.-kath. Kirche lehrt:</th>
<th>Die Bibel lehrt:</th>
</tr>
<tr>
<td>1.) Rechtfertigung ist eine Umgestaltung der Seele, bei der die Erbsünde entfernt und heiligmachende Gnade eingegeben wird [1987-1995].</td>
<td>Rechtfertigung ist ein Handeln Gottes. Gott erklärt durch die Rechtfertigung einen Sünder als gerecht nach göttlichem Maßstab, vergibt dem Sünder seine Sünden und rechnet ihm Gottes eigene Gerechtigkeit zu (Römer 3,21 &#8211; 4,8).</td>
</tr>
<tr>
<td>2.) Die Rechtfertigung wird mittels der Taufe ausgelöst [1262-1274].</td>
<td>Rechtfertigung geschieht allein durch Glauben (Römer 3,28).</td>
</tr>
<tr>
<td>3.) Erwachsene müssen sich auf die Rechtfertigung durch Glauben und gute Werke vorbereiten [1247-1249].</td>
<td>Gott rechtfertigt gottlose Sünder, die glauben (Römer 4,5). Gute Werke sind die <i>Folge</i> der Errettung – und nicht deren Ursache (Epheser 2,8-10).</td>
</tr>
<tr>
<td>4.) Die Gerechtfertigten sind in sich selbst wohlgefällig und heilig in den Augen Gottes [1992, 1999-2000, 2024].</td>
<td>Die Gerechtfertigten sind <i>in Christus</i> heilig und tadellos vor Gott (Epheser 1,1-14).</td>
</tr>
<tr>
<td>5.) Die Rechtfertigung wird durch Sakramente und gute Werke fortgeführt [1212, 1392, 2010].</td>
<td>Rechtfertigung ist die Verleihung der vollkommenen Gerechtigkeit Gottes (2. Korinther 5,21). In Christus ist der Gläubige zur Fülle gebracht (Kolosser 2,10).</td>
</tr>
<tr>
<td>6.) Durch Todsünde geht die Rechtfertigung verloren [1033, 1855, 1874].</td>
<td>Die Rechtfertigung kann nicht verloren gehen. Wer von Gott gerechtfertigt worden ist, wird vor dem Zorn Gottes gerettet werden (Römer 5,8-9).</td>
</tr>
<tr>
<td>7.) Wenn ein Katholik einer Todsünde schuldig geworden ist, kann er durch das Sakrament der Buße erneut gerechtfertigt werden [980, 1446].</td>
<td>Es gibt keine zweite Rechtfertigung. Wen Gott rechtfertigt, den wird er auch verherrlichen (Römer 8,30).</td>
</tr>
<tr>
<td>8.) Die Errettung vor den ewigen Folgen der Sünde ist ein lebenslanger Prozess [161-162, 1254-1255].</td>
<td>Errettung vor den ewigen Folgen der Sünde ist ein unverzügliches und gesichertes Handeln Gottes, das mit der Rechtfertigung einhergeht (Römer 5,9).</td>
</tr>
<tr>
<td>9.) Das Seelenheil wird durch Mitwirken mit der Gnade durch Glauben, gute Werke und Empfang der Sakramente erlangt [183, 1129, 1815, 2002].</td>
<td>Das Seelenheil wird aus Gnade durch Glauben erlangt, ohne Werke (Epheser 2,8-9). Gute Werke sind die Folge, nicht die Ursache des Heils (Epheser 2,10).</td>
</tr>
<tr>
<td>10.) Glaube heißt Glauben an Gott und an alles, was die Kirche zu glauben vorlegt [181-182, 1814].</td>
<td>Rettender Glaube ist das persönliche Vertrauen auf Christus als Herr und Heiland (Römer 10,8-17).</td>
</tr>
<tr>
<td>11.) Heiligmachende Gnade ist eine Eigenschaft der Seele, eine übernatürliche Neigung, die die Seele vervollkommnet [1999-2000].</td>
<td>Gnade ist die unverdiente Gunst Gottes (Epheser 1,7-8).</td>
</tr>
<tr>
<td>12.) Die Sakramente sind notwendige Kanäle für die fortlaufende Eingabe von Gnade. Sie verleihen Gnade kraft des vollzogen Ritus [1127-1129].</td>
<td>Das Kind Gottes ist bleibendes Ziel der Gnade des Vaters (Römer 5,1-2).</td>
</tr>
<tr>
<td>13.) Gnade wird durch gute Werke verdient [2010, 2027].</td>
<td>Gnade ist ein kostenloses Geschenk (Römer 11,6).</td>
</tr>
<tr>
<td>14.) Lässliche Sünden ziehen keine ewige Strafe nach sich [1855, 1863].</td>
<td>Jede Sünde zieht die Strafe des ewigen Todes auf sich (Römer 6,23).</td>
</tr>
<tr>
<td>15.) Schwere Sünden müssen einem Priester gebeichtet werden [1456-1457].</td>
<td>Sünde muss man unmittelbar Gott bekennen (Esra 10,11).</td>
</tr>
<tr>
<td>16.) Der Priester vergibt Sünde als Richter [1442, 1461].</td>
<td>Niemand kann Sünden vergeben als nur Gott allein (Markus 2,7).</td>
</tr>
<tr>
<td>17.) Wenn die Sündenschuld nachgelassen ist, bleibt eine zeitliche Strafe zurück [1472-1473].</td>
<td>Wenn Gott Sünde vergibt, vergibt er sie vollständig (Kolosser 2,13; Jesaja 43,25).</td>
</tr>
<tr>
<td>18.) Bußwerke leisten Genugtuung für die zeitliche Strafe wegen Sünde [1434, 1459-1460].</td>
<td>Jesus hat für alle Sünden vollkommene Genugtuung geleistet (1. Johannes 2,1-2).</td>
</tr>
<tr>
<td>19.) Von der Kirche für Frömmigkeitswerke erteilte Ablässe befreien Sünder von zeitlicher Strafe [1471-1473].</td>
<td>Jesus befreit Gläubige durch sein Blut von ihren Sünden (Offenbarung 1,5)</td>
</tr>
<tr>
<td>20.) Das Fegefeuer ist zur Sühnung der Sünden und zur Reinigung der Seele notwendig [1030-1031].</td>
<td>Es gibt kein Fegefeuer. Jesus hat die Sühnung für die Sünden am Kreuz vollbracht (Hebräer 1,3).</td>
</tr>
<tr>
<td>21.) Den armen Seelen, die im Fegefeuer leiden, können die Lebenden durch Aufopfern von Gebeten, guten Werken und mit dem Messopfer helfen [1032, 1371, 1479].</td>
<td>Die in Christus Entschlafenen benötigen keine Hilfe. Ausheimisch vom Leib zu sein bedeutet, einheimisch beim Herrn zu sein (2. Korinther 5,8).</td>
</tr>
<tr>
<td>22.) Niemand kann wissen, ob er ewiges Leben erlangen wird [1036, 2005].</td>
<td>Der Gläubige kann aufgrund des Wortes Gottes wissen, dass er ewiges Leben hat (1. Johannes 5,13).</td>
</tr>
<tr>
<td>23.) Das ewige Leben ist ein verdienter Lohn [1821, 2010].</td>
<td>Das ewige Leben ist ein kostenloses Geschenk Gottes (Römer 6,23).</td>
</tr>
<tr>
<td>24.) Die römisch-katholische Kirche ist heilsnotwendig [846].</td>
<td>In niemand anderem ist Heil, als nur im Herrn Jesus Christus, „denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir errettet werden müssen“ (Apostelgeschichte 4,12).</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>13 Unterschiede zwischen der römisch-katholischen und der biblischen Lehre von Autorität</title>
		<link>https://www.betanien.de/13-unterschiede-zwischen-der-roemisch-katholischen-und-der-biblischen-lehre-von-autoritaet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2005 10:13:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auszug aus dem Buch „Das Evangelium nach Rom – Eine Gegenüberstellung der röm.-kath. Lehre und der Hl. Schrift“; 448 Seiten, Euro 19,90. Kann versandkostenfrei im Shop bestellt werden. Die Quellenangaben [in eckigen Klammern] beziehen sich auf die Artikel-Nr. des offiziell gültigen „Katechismus der Katholischen Kirche“, © &#8230; </p>
<p><a href="https://www.betanien.de/13-unterschiede-zwischen-der-roemisch-katholischen-und-der-biblischen-lehre-von-autoritaet/" class="more-link"><span class="morelink-icon">Weiterlesen</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auszug aus dem Buch „<a href="https://www.cbuch.de/mccarthy-das-evangelium-nach-rom.html">Das Evangelium nach Rom</a> – Eine Gegenüberstellung der röm.-kath. Lehre und der Hl. Schrift“; 448 Seiten, Euro 19,90. Kann versandkostenfrei im <a href="https://www.cbuch.de/mccarthy-das-evangelium-nach-rom.html">Shop</a> bestellt werden.</p>
<p>Die Quellenangaben [in eckigen Klammern] beziehen sich auf die Artikel-Nr. des offiziell gültigen „Katechismus der Katholischen Kirche“, © 1993 Libreria Editrice Vaticana (Verlag des Vatikan)</p>
<p>© dieser Zusammenstellung: Jim McCarthy, www.gnfc.org</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Die röm.-kath. Kirche lehrt:</th>
<th>Die Bibel lehrt:</th>
</tr>
<tr>
<td>1.) Petrus war das Haupt der Apostel [552, 765, 880].</td>
<td>Christus war das Haupt der Apostel (Johannes 13,13).</td>
</tr>
<tr>
<td>2.) Die Bischöfe sind die Nachfolger der Apostel [861-862, 938].</td>
<td>Die Apostel hatten keine Nachfolger, denn dazu hätten die Nachfolger Augenzeugen des auferstandenen Christus sein müssen (Apostelgeschichte 1,21-22).</td>
</tr>
<tr>
<td>3.) Der Papst ist als Bischof von Rom der Nachfolger des Petrus [882, 936].</td>
<td>Petrus hatte keinen Nachfolger.</td>
</tr>
<tr>
<td>4.) Die Bischöfe leiten mit dem Papst als ihr Haupt die gesamte Kirche [883, 894-896].</td>
<td>Christus, das Haupt des Leibes, leitet die gesamte Kirche (Kolosser 1,18).</td>
</tr>
<tr>
<td>5.) Gott hat den römisch-katholischen Bischöfen seine Offenbarung anvertraut [81, 86].</td>
<td>Gott hat seine Offenbarung den „Heiligen“ – und damit allen wahrhaft gläubigen Christen –anvertraut (Judas 3).</td>
</tr>
<tr>
<td>6.) Das „Lehramt“ (das „Magisterium“, d.h. die Bischöfe und der Papst) ist der bevollmächtigte Lehrer der Kirche [85-87].</td>
<td>Der Heilige Geist ist der vollmächtige Lehrer der Kirche (Johannes 14,26; 16,13; 1. Johannes 2,27).</td>
</tr>
<tr>
<td>7.) Das „Lehramt“ ist der unfehlbare Ausleger der Schrift [890-891, 2034-2035].</td>
<td>Die Bibel ist der einzige unfehlbare Ausleger der Bibel (Apostelgeschichte 17,11).</td>
</tr>
<tr>
<td>8.) Der Papst ist unfehlbar, wenn er maßgebende Lehren erlässt [891].</td>
<td>Gott allein ist unfehlbar (4. Mose 23,29).</td>
</tr>
<tr>
<td>9.) Allein das „Lehramt“ hat die Fähigkeit und das Recht zur Auslegung der Bibel [85, 100, 939].</td>
<td>Jeder vom Heiligen Geist geleitete Christ hat die Fähigkeit und das Recht, die Schrift auszulegen (Apostelgeschichte 17,11; 1. Korinther 2,12-16).</td>
</tr>
<tr>
<td>10.) Die Bibel muss in dem Sinn ausgelegt werden, wie es vom „Lehramt“ bestimmt worden ist [113, 119].</td>
<td>Die Bibel muss im ursprünglichen, vom Heiligen Geist beabsichtigten Sinn ausgelegt werden (2. Petrus 3,14-16).</td>
</tr>
<tr>
<td>11.) Das „Lehramt“ hat das Recht, Wahrheit zu definieren, die nur dunkel oder verborgen in der Offenbarung zu finden ist [66, 88, 2035, 2051].</td>
<td>Niemand hat das Recht, über das hinauszugehen, was in der Bibel geschrieben steht (1. Korinther 4,6; Sprüche 30,6).</td>
</tr>
<tr>
<td>12.) Bibel und Überlieferung (Tradition) sind zusammen Gottes Wort [81, 85, 97, 182].</td>
<td>Die Bibel ist das Wort Gottes (Johannes 10,35; 2. Timotheus 3,16-17; 2. Petrus 1,20-21). Die Überlieferung (Tradition) ist Menschenwort (Markus 7,1-13).</td>
</tr>
<tr>
<td>13.) Bibel und Überlieferung sind zusammen die höchste Richtschnur des Glaubens [80, 82].</td>
<td>Die Bibel ist für die Gemeinde die einzige Richtschnur des Glaubens (Markus 7,7-13; 2. Timotheus 3,16-17).</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>10 Unterschiede zwischen der römisch-katholischen und der biblischen Maria</title>
		<link>https://www.betanien.de/10-unterschiede-zwischen-der-roemisch-katholischen-und-der-biblischen-maria/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2005 10:11:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auszug aus dem Buch „<a href="https://www.cbuch.de/mccarthy-das-evangelium-nach-rom.html">Das Evangelium nach Rom</a> – Eine Gegenüberstellung der röm.-kath. Lehre und der Hl. Schrift“; 448 Seiten, Euro 19,90. Kann versandkostenfrei im <a href="https://www.cbuch.de/mccarthy-das-evangelium-nach-rom.html">Shop</a> bestellt werden.</p>
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<p>© dieser Zusammenstellung: Jim McCarthy, www.gnfc.org</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<th>Die röm.-kath. Kirche lehrt:</th>
<th>Die Bibel lehrt:</th>
</tr>
<tr>
<td>1.) Maria wurde vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an vor jedem Makel der Erbsünde bewahrt (Lehre von der Unbefleckten Empfängnis) [490-492].</td>
<td>Maria wurde als Nachkomme Adams in Sünde geboren (Psalm 51,5; Römer 5,12).</td>
</tr>
<tr>
<td>2.) Maria, „die Ganzheilige“ hat ein vollkommen sündloses Leben geführt [411, 493].</td>
<td>Maria hat gesündigt; Gott allein ist heilig (Lukas 18,19; Römer 3,23; Offenbarung 15,4).</td>
</tr>
<tr>
<td>3.) Maria war vor, während und nach der Geburt Christi eine Jungfrau [496-511].</td>
<td>Maria war bis zur Geburt Jesu eine Jungfrau (Matthäus 1,25). Später bekam sie noch weitere Kinder (Matthäus 13,55-56; Psalm 69,8).</td>
</tr>
<tr>
<td>4.) Maria ist die Mutter von Gott [963, 971, 2677].</td>
<td>Maria war die irdische Mutter Jesu (Johannes 2,1).</td>
</tr>
<tr>
<td>5.) Maria ist die Mutter der Kirche [963, 975].</td>
<td>Maria ist Glied der Kirche (Aposelgeschichte 1,14; 1. Korinther 12,13.27).</td>
</tr>
<tr>
<td>6.) Maria ist die Miterlöserin, denn sie hat Anteil am schmerzhaften Erlösungswerk gehabt [618, 964, 968, 970].</td>
<td>Christus ist der alleinige Erlöser, denn allein er litt und starb für die Sünde (1. Petrus 1,18-19).</td>
</tr>
<tr>
<td>7.) Nach dem Ende ihres Lebens wurde Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen (das Dogma von der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel) [966, 974].</td>
<td>Nach ihrem Tod wurde Marias Körper zu Staub (1. Mose 3,19).</td>
</tr>
<tr>
<td>8.) Maria ist die Mittlerin aller Gnaden, der wir alle unsere Sorgen und Bitten anvertrauen sollten [968-970, 2677].</td>
<td>Christus Jesus ist der eine Mittler, dem wir alle unsere Sorgen und Bitten anvertrauen sollen (1. Timotheus 2,5; Johannes 14,13-14; 1. Petrus 5,7).</td>
</tr>
<tr>
<td>9.) Wir sollten uns selbst Maria anvertrauen und „die Stunde unseres Todes ganz ihrer Sorge“ übergeben [2677].</td>
<td>Wir sollten uns dem Herrn Jesus anvertrauen und die Stunde unseres Todes ganz allein seiner Fürsorge überlassen (Römer 10,13; Apostelgeschichte 4,12).</td>
</tr>
<tr>
<td>10.) Gott hat Maria in der Herrlichkeit des Himmels zur Königin des Himmels und der Erde erhöht [966]. Sie soll mit besonderer Verehrung gelobt werden [971, 2675].</td>
<td>Der Name des Herrn sei gelobt und gepriesen, denn er allein ist über Himmel und Erde erhöht (Psalm 148,13). Gott gebietet, „du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ (2. Mose 20,3).</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.betanien.de/10-unterschiede-zwischen-der-roemisch-katholischen-und-der-biblischen-maria/">10 Unterschiede zwischen der römisch-katholischen und der biblischen Maria</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.betanien.de">Betanien Verlag</a>.</p>
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