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Gottes souveräner Plan

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Wir leben in äußerst beunruhigenden Zeiten. Wenn man die Nachrichten – nicht nur in den Mainstream-Medien – verfolgt, muss man befürchten, dass der Ukrainekrieg zu einem europäischen oder sogar Weltkrieg eskaliert. Als Vater von zwei Söhnen (18 und 20 Jahre) mag ich mir das gar nicht ausmalen. Doch der zurückliegende jahrzehntelange Frieden und Wohlstand ist nicht der selbstverständliche Normalfall. Insbesondere uns Christen ist Drangsal verheißen. Dabei nimmt der staatliche Druck auf Andersdenkende dramatisch zu. Aber zu den frustrierenden und beängstigenden Nachrichten gibt es ein Kontrastprogramm. Gestern Abend haben wir in der Bibelstunde unserer Gemeinde Johannes 4 betrachtet – Jesu Gespräch mit der Frau am Jakobsbrunnen. Der Herr offenbart sich ihr in sieben Aussagen als die Gabe Gottes. Das Evangelium ist die Botschaft vom gebenden Gott. Die Gabe, das Geschenk Gottes an uns Menschen, ist sein geliebter Sohn (Joh 3,16; 4,10; 2Kor 9,15). Was für ein großartiger, gebender, liebender Gott – der nichts zurückhält und für uns sogar „seinen eigenen Sohn nicht verschont hat“ (Röm 8,32)! In Johannes 4 ist die Gabe Gottes sowohl sein Sohn als auch das lebendige Wasser, das Jesus gibt (V. 10.12.14), nämlich der Heilige Geist (Joh 7,39), gegeben durch das rettende Wort Gottes, das Evangelium. In dieser Weise haben wir die Gabe Gottes auch heute in Händen. Eine dritte Gabe Gottes ist der rettende Glaube selbst, der nicht aus uns selbst ist, sondern den Gott uns gibt (Eph 2,8). Gottes Gabe der Errettung ist auch das Titelthema dieser Ausgabe (siehe Seite 4).

Timotheus Magazin #54 • 1/2024

Diese drei rettenden Gaben Gottes – sein Sohn, sein Geist im Evangelium und der Glaube – zeigen uns die Liebe, Gnade, Fürsorge, Großzügigkeit und den Reichtum Gottes. Aber auch seine Souveränität wird durch ihn als Geber deutlich. Johannes der Täufer akzeptierte seine schwindende Popularität im Vergleich zum „wachsenden“ Jesus: „Ein Mensch kann nichts empfangen, auch nicht eins, es sei ihm denn aus dem Himmel gegeben“ (Joh 3,27). Auch die Politiker und Fürsten dieser Welt haben ihre Position und „Macht“ nur durch Gottes Souveränität, wie Pilatus durch Jesus erfuhr: „Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre“ (Joh 19,11). In der Offenbarung lesen wir immer wieder, dass den feindlichen Mächten die Möglichkeit zu ihren Umtrieben „gegeben“ wurde (Offb 6,2.4.8; 9,3.5 etc.). Bei all den Schreckensnachrichten dürfen wir wissen, dass alles zu Gottes souveränem Plan gehört. Er ist der souveräne gebende und auch nehmende Gott, was Hiob inmitten seiner Not einsah und lobpries:

„Der HERR hat gegeben, und der HERR hat genommen, der Name des HERRN sei gepriesen!“ 

Hiob 1,21

Herzliche Grüße, euer Hans-Werner Deppe

Timotheus Magazin Nr. 54

01/2024

Umfang: 44 Seiten
Format: 21 x 29,7 cm
Medium: Printausgabe

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