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Was sind die sogenannten „Holi“-Feste?

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Ein Artikel von Thomas Lange.

Seit einigen Jahren werden im Sommer in Deutschland immer mehr Holi-Festivals veranstaltet. Auf den Einladungsplakaten und Flyern sind Menschen zu sehen, die gefärbtes Pulver in allen möglichen Farben in die Luft schleudern und sich selbst damit tuschieren. Umrahmt werden die Feste mit lauter Musik (meist House, Techno und EDM). Die Freude und das Feiern haben dabei Priorität.

Herkunft

Diese farbfröhlichen Events haben ihren Ursprung in Indien und es ist gut und wichtig, sich über die Herkunft dieser Feste Gedanken zu machen.

Was sind das für Feste? Wo kommen sie her? Werfen wir einen Blick auf die Bedeutung:

Holi

Holi (Hindi: hol!) ist ein indisches Frühlingsfest am Vollmondtag des Monats Phalguna (Februar/März). Dieses “Fest der Farben” dauert mindestens zwei, in einigen Gegenden Indiens auch bis zu zehn Tage. Holi ist hauptsächlich ein im Norden Indiens gefeiertes Fest, das aber auch in anderen Landesteilen gefeiert wird und dort unter verschiedenen Namen bekannt ist. So bezeichnet man es auch als Phagwah oder, wie etwa in Bengalen, als Dol Yatra. Im Süden kennt man es als Kamadahana.

Ablauf und Bedeutung

Holi, das eines der ältesten Feste überhaupt sein soll, ist das farbenfreudigste von allen. Fünf Tage nach Vollmond ist Rangapancami (Ranga = Farbe; Pancami = der 5. lunare Tag), der zweite Tag des Festes. An diesem Tag scheinen alle Schranken durch Kaste, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben. Es wird ausgelassen gefeiert und man besprengt und bestreut sich gegenseitig mit gefärbtem Wasser und gefärbtem Puder, dem Gulal. Wer den Übermut ablehnt, bestreicht sich gegenseitig – zumindest dezent – mit etwas Pulverfarbe. Trotz aller Veränderungen in der modernen indischen Gesellschaft ist die sakrale Bedeutung weiterhin deutlich erkennbar, so werden etwa die Farben noch heute meist vorher auf dem Altar geweiht und die Menschen überbringen Segenswünsche. Ursprünglich entstanden die Farbpulver aus bestimmten Blüten, Wurzeln und Kräutern, die heilend wirken. Heute kommen häufig synthetische Farben zum Einsatz, die teilweise sogar schädlich sein können.

Am ersten Tag entzündet man in der Nacht ein Feuer und verbrennt darin eine Figur aus Stroh, die so genannte Holika. Verschiedene Mythen beschäftigen sich mit dieser Dämonin: Eine der bekanntesten Geschichten erzählt:

Der kindliche Prinz Prahlada sollte von seinem Vater überredet werden, ihm alle göttliche Ehre zu erweisen. Der Junge jedoch verehrte weiterhin nur Vishnu. Mit verschiedenen Mitteln versuchte nun der König seinen Sohn zu töten. Jedes Mal jedoch griff Vishnu selbst ein und rettete das Kind. Schließlich griff der König zu einer List: Seine Schwester Holika, die durch besondere Kräfte vor dem Feuer geschützt war, sollte mit Prahlada auf dem Schoß ins Feuer springen und ihn so verbrennen. Aber die Flammen verschonten das Kind und von Holika blieb nur ein Häufchen Asche. Danach feiern die Menschen als Erinnerung an die Vernichtung der Dämonin das Fest Holi.

Eng mit Holi verbunden sind die Geschichten aus Kindheit und Jugend Krishnas. Auch er soll mit seiner Gefährtin Radha und den anderen Hirtinnen das Spiel der Farben zelebriert haben. Hier interpretieren Hindus das zärtliche „Spiel” mit den Farben als „Lila” Krishnas, als Symbol für das „Göttliche Spiel“.

Der erotische Charakter des Frühlingsfestes kommt auch im Fest Kamadahan zum Ausdruck, das die Menschen zur selben Zeit in Südindien feiern:

Die Legende:

Einst versuchte Kama, der Gott der Liebe, Shiva in seiner Meditation zu stören. Aber im Zorn verbrannte ihn dieser mit seinem dritten Auge zu Asche. Erst das Flehen der Ratri, Kamas Gattin, besänftigte ihn, und er gab ihm das Leben zurück. Seitdem ist dieser Tag dem Gott der Liebe geweiht.

Wie alle Feste ist auch Holi in seiner Bedeutung sehr vielschichtig. Im spirituellen Bereich vermittelt es, wie in der dazugehörenden Mythologie erkennbar, die Botschaft vom Triumph des Guten über das Böse. In der Natur dagegen markiert es den Sieg des Frühlings über den Winter, denn das Fest beginnt mit dem Aufblühen der Natur. Ein wichtiger Punkt ist den Menschen auch der Versöhnungsaspekt, denn es heißt, dass man in diesen Tagen auch alte Streitigkeiten begraben soll. Häufig ist es üblich, zu Holi ein Bhang genanntes Rauschmittel zu konsumieren. So mancher trinkt auch den traditionell verpönten Alkohol.

Eine Schlussfolgerung:

Holifeste sind in ihrer ursprünglichen Bedeutung nicht in erster Linie Anlässe der Freude und des Spaßhabens (wenngleich die Menschen dabei ausgelassen feiern und Spaß haben), sondern haben ihren Ursprung in der hinduistischen Religion. Letztere besticht durch eine Unmenge von Gottheiten und Dämonen. Der Name des Festes Holi ist abgeleitet vom Namen eines weiblichen Dämons namens Holika. Wie unschwer zu erkennen ist, ist der Hinduismus eine Religion des obersten aller Dämonen, des Satans. Nun kann man den Veranstaltern in Europa, welche die hiesigen Holifeste organisieren und zu denen Zehntausende Gäste kommen, nicht unterstellen, dass sie die Besucher mit der hinduistischen Religion vertraut machen wollen. Das wachsame Auge hat jedoch dennoch Bedenken, wenn man an die unbestreitbare geistliche Bedeutung dieser Feste in Indien und anderen Ländern denkt.

Die Bibel untersagt jedem Christen jegliche Verbindung zur Unterwelt, bzw. zu finsteren Mächten. Einige Verse aus der Heiligen Schrift machen dies deutlich:

“Ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilnehmen und am Tisch der Dämonen.” 1Kor. 10,21

“Welche Gemeinschaft hat Licht mit Finsternis? Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial?” 2Kor. 6,14+15

“Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts. Und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß!” Eph. 5,8+11

Für einen Christen wäre es daher problematisch, wenn er bewusst an solchen Ritualen in Indien teilnehmen würde. Auch wenn der geschichtliche Hintergrund bei deutschen Holi-Festivals nicht als verbindlich gesehen wird, räumen sogar manche Veranstalter die religiöse Verflechtung zum ursprünglichen indischen Holi ein. Daher gilt die Empfehlung, an solchen Veranstaltungen nicht bewusst teilzunehmen. Jemand, der das Licht der Welt, Jesus Christus erkannt hat und ihm nachfolgen will, hat keine Gemeinschaft mit den Werken der Finsternis, sei es auch vermeintlich noch so abgeschwächt. Wir wollen und dürfen uns nicht bewusst in die Gegenwart dämonisch-religiöser Brauchtümer begeben. Wir wollen vielmehr das Lob Gottes feiern und ihn allein anbeten und dienen. Nehmen wir diese Treffen lieber zum Anlass, um den Menschen das rettende Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. Dunkle Herzen werden nicht durch bunte Farben, die in die Luft geworfen werden erhellt, sondern allein durch das alles durchdringende Licht der Liebe Jesu (vgl. 2Kor 4,6). So bieten uns solcherlei Großevents vielmehr die einmalige Möglichkeit, das rettende Evangelium zu verbreiten, z.B. im Eingangsbereich zum Festivalgelände Flyer zu verteilen.

Quellenangaben: In diesem Artikel wurden auszugsweise Textteile des Wikipedia-Eintrages „Holifeste” verwendet:
Seite „Holi“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. März 2018, 12:59 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Holi&oldid=174747133 (Abgerufen: 5. Juni 2018, 11:53 UTC)

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