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Buchbesprechung: “Worship bis zum Abwinken”

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Dan Lucarini: Worship bis zum Abwinken
Bekenntnisse eines ehemaligen Lobpreisleiters.


“JesusDanceXperience. Die Dance und HipHop-Party mit Jesus im Mittelpunkt. Mit Jesus Party machen, sich von ihm begeistern lassen. Dieses Festival bringt dich in Bewegung. Heiße Beats und fette Styles sorgen für den passenden Rahmen. ‘Jesus first’ heißt hier: Jesus bestimmt den Groove dieser Party…” – So lautet ein Auszug aus dem Programm des Jugendkongresses “Christival 2002”. Rock, Pop, HipHop, Techno und ähnliche Stilarten prägen zunehmend den Rahmen von christlichen Veranstaltungen. Welches Verständnis von “Christsein” steht hierbei im Hintergrund? Und welches Bild von “Christsein” wird auf diese Weise der Öffentlichkeit vermittelt? Das sind ernstzunehmende Fragen, die inzwischen viele Christen bewegen.+

Dan Lucarini war etliche Jahre Lobpreisleiter und setzte als solcher bedenkenlos verschiedene Arten “zeitgemäßer christlicher Musik” für die “Evangeliumsverkündigung” ein. Gemeindeglieder, die ihm widersprachen, bezeichnete er als “gesetzlich” und “engstirnig”. Inzwischen hat er umgedacht und als Begründung dieses Buch geschrieben. Er geht dabei auf sämtliche Argumente kritisch ein, die zur Verteidigung von Rock, Pop, HipHop u.ä. in den Gemeinden vorgebracht werden (z.B.: es gehe nur um eine Frage des Geschmacks, Musik sei wertneutral, Menschen würden durch moderne Musik gerettet usw.). Seine grundlegende Antwort klingt geradezu schockierend:

“Ich behaupte, dass dieser Musikstil untrennbar verbunden ist mit moralisch Bösem, insbesondere mit freiem und außerehelichem Sex, Drogenkonsum und Rebellion gegen Autorität. Aber Dan, du meinst bestimmt die gottlosen weltlichen Texte und nicht die Musik! Nein, ich meine den Musikstil an sich. Jahrzehnte von Rockmusik haben dieser Musik unaufhörlich den Stempel der Unmoral aufgedrückt. Andere Texte und andere Musiker können dieses Stigma nicht entfernen” (S. 77).

Lucarini bleibt aber nicht bei der Kritik stehen, sondern nennt Alternativen für eine nicht dermaßen “vorbelastete”, sondern hingegen geistlich verantwortbare Musik. Diese solle auf jede Nachahmung weltlicher Rock- und Popbands verzichten und stattdessen z.B durch Folgendes gekennzeichnet sein: die großartigen Aussagen altbewährter Glaubenslieder; eine Interpretation und Instrumentalbegleitung, die nicht körperlich-sexuell stimulierend, sondern geistlich erhebend wirkt; unanstößige Kleidung der Mitwirkenden. Anstelle von Rebellion und Unmoral solle die Musik in der christlichen Gemeinde “Schönheit und Frieden” ausstrahlen und damit der wirklichen Anbetung Gottes dienen (S. 110 ff.).

Lucarini schreibt als ehemaliger Insider der “modernen christlichen Musikszene”. Sein Buch wird gewiß nicht unwidersprochen bleiben. Und doch ist es zu wünschen, daß viele christliche Musiker und Liedermacher – und hier schließe ich mich nicht aus – auf seine warnende Stimme hören.

Dr. Lothar Gassmann

 


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