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Ist Weihnachten heidnisch oder christlich?

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Timotheus Magazin

Dieser Artikel erschien im Timiotheus Magazin 4/2016.


Mein missionarischer Eifer gegen Weihnachtsbräuche

Als ich vor ein paar Jahren in der Vorweihnachtszeit bei unserem hiesigen Ikea vorbeifuhr, prangte an der Außenwand des riesigen Gebäudekomplexes ein ebenfalls riesiges Plakat mit einem Weihnachtsbaum und der Aufschrift „God Jul!“ „Na, da haben wir es ja!“, dachte ich mir, „Weihnachten ist ein zutiefst heidnisches Fest! Ikea bestätigt, dass bei diesem Fest der nordische Gott Jul angebet wird, dargestellt durch den Weihnachtsbaum!“ Ich hatte nämlich kürzlich das Buch „Von Babylon nach Rom“ (engl. „The Two Babylons“) von Alexander Hislop gelesen. Darin wird der heidnisch-babylonische Hintergrund zahlreicher „christianisierter“ Bräuche, Feste und Praktiken der römisch-katholischen Kirche aufgezeigt. Ich war ehemaliger Katholik und hinterfragte meine frühere Kirche seit meiner Bekehrung sehr stark. Deshalb war das Buch von Hislop ein willkommener Augenöffner für mich, wie sehr die römisch-katholische Kirche in ihrem innersten Wesen vom Heidentum durchdrungen und vielmehr Babylon als Braut Jesu ist.

Aber gilt das auch für das Weihnachtsfest? Hislop zeigt in seinem Buch den heidnischen Ursprung von Marien- und Heiligenkulten auf und vom Rosenkranz, Papsttum usw. Und auch dem Oster- und Weihnachtsfest widmet er in seinem Werk ausführliche Kapitel. Die hatten mich damals so überzeugt, dass ich einen geradezu missionarischen Eifer entwickelte, auch andere dafür zu gewinnen, auf keinen Fall bei der „heidnischen Praxis“ der Weihnachtsbräuche mitzumachen: Echte Christen dürfen keinen Weihnachtsbaum haben, keine Kerzen anzünden und keine Weihnachtslieder singen, so dachte ich. Auf einer Vortragsveranstaltung eines bekannten Predigers hatte ich die Gelegenheit, das Buch von Hislop vor der Predigt kurz vorzustellen. Ich überzog maßlos und hielt als „Buchvorstellung“ eine viertelstündige Strafrede gegen alle, die sich einen Weihnachtsbaum ins Haus stellen. Als der Prediger endlich an der Reihe war, versuchte er den von mir angerichteten Schaden dadurch wieder gutzumachen, dass er darauf hinwies, dass seine Familie zu Hause den Weihnachtsbaum besonders auffällig direkt hinters Fenster stellte, damit die Nachbarn nicht auf die Idee kommen, sie seien Zeugen Jehovas. Er lebte nämlich als Missionar in einer sehr katholischen Gegen Österreichs und musste sich bemühen, das Vertrauen der Leute zu gewinnen.

So gegensätzlich können Christen denken. Der eine verteufelt Weihnachten, andere nutzen es als evangelistische Gelegenheit, bei wieder anderen sind zahlreiche Weihnachtsgottesdienste Pflichtprogramm. Und alle diese Positionen gibt es unter uns konservativen, bibeltreuen Christen. Schottische Reformierte verwerfen Weihnachten vehement, während für Evangelikale in den USA Weihnachten das christliche Highlight schlechthin ist. Ich habe viele vorbildliche Christen kennengelernt, denen das Weihnachtsfest mit allem Drum und Dran – auch im Gemeindeleben – heilig ist, und andere, bei denen es tabu ist, auch nur einen einzigen grünen Tannenzweig zur Dekoration ins Haus zu lassen. Diese Unterschiede gehen zum Teil direkt auf die Reformatoren zurück. Luther hat das Feiern von Weihnachten gutgeheißen und gefördert. Er verlegte das Beschenken vom katholischen Nikolaustag auf das Christfest. Ohne Luther wäre Weihnachten nicht das, was es heute ist. Er schrieb auch einige Weihnachtslieder wie z.B. „Vom Himmel hoch da komm ich her“. Calvin hingegen war dem Weihnachtsfest gegenüber skeptisch und wollte gottesdienstliche Feierlichkeiten auf die ausdrücklichen Vorgaben der Schrift beschränken. Der schottische Reformator John Knox war von Calvin geprägt, und so kam es, dass in der schottischen Kirche Weihnachten bis heute quasi verpönt ist.

Eine differenzierte Sicht ist nötig

Ich muss zugeben, dass ich heute anders und differenzierter über Weihnachten denke als bei den oben erwähnten Begebenheiten vor etwa 20 Jahren. Meine Kinder sind natürlich froh, dass ich Weihnachten nicht komplett boykottierte. Die Sache mit dem angeblich heidnischen Hintergrund von Weihnachten muss man wirklich sehr differenziert sehen und viele einzelne Aspekte betrachten. Es kursieren zahlreiche falsche Argumente, die zum Teil sogar von den Nationalsozialisten im Dritten Reich in die Welt gesetzt wurden. Die wollten nämlich aus dem christlichen Weihnachtsfest ein altgermanisches Fest machen und suchten verzweifelt nach historischen Belegen. Um zu differenzieren, müssen wir untersuchen: 1. das Datum, 2. die Bräuche und 3. die Botschaft des Weihnachtsfestes.

Doch zuerst zur Frage, ob Weihnachten generell heidnisch oder christlich ist. Stellen wir diese Frage einmal den Leuten in einer Fußgängerzone. Antwort: Na klar ist Weihnachten ein christliches Fest. In unserer traditionellen Kultur ist das so. Selbst wenn es jahrhundertealte Bezüge zu germanischen, römischen oder sonst irgendwelchen Wintersonnenfesten gibt, begeht unsere heutige Kultur das Fest nicht aus heidnischem Anlass. Wenn wir die Bibel als Richtschnur für unser Leben nehmen und unsere Situation dann mit der Lage der damaligen Korinther, Epheser usw. vergleichen, können wir nicht argumentieren, wir müssten Weihnachten komplett pauschal verwerfen, weil sich die Korinther und Epheser gänzlich von heidnischen Kulten fernhalten sollten. Teilnahme an heidnischen Kulten ist sicher tabu, aber das Weihnachten in unserer Kultur ist etwas ganz anderes als die Saturnalien im alten Rom. Weihnachten ist in unserer Kultur eine Sache des Christentums mit einem reichhaltigen christlich-kulturellen Erbe. Denken wir z.B. nur an die berühmten Weihnachtsoratorien protestantischer Komponisten wie Johann Sebastian Bach, oder an die Ordnung des Kirchenjahres, das auch in der evangelischen Tradition mit dem Advent beginnt.

Aber: In Schottland z.B. mag das anders sein, weil Weihnachten dort niemals in der „christlichen Gesellschaft“ als wirklich christlich anerkannt wurde. Dort nannte sich das Fest zur Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert auch tatsächlich noch „Julfest“ und war rein heidnisch. Sehr verständlich, dass die Reformatoren ablehnten, als Christen hier mitzufeiern. Das „Julfest“ ist übrigens in Nordeuropa der verbreitete Name für Weihnachten, und „God Jul“ – die oben erwähnte Aufschrift auf dem Ikea-Plakat – heißt nichts anderes als „Gute / frohe Weihnachten“ auf Schwedisch. Tatsächlich ist da also – abhängig vom Kulturraum – noch ein erhebliches Stück Heidentum drin. Darauf kommen wir nachher noch zurück.

Warum fällt Weihnachten auf den 25. Dezember?

Was ist nun mit dem Datum 25. Dezember? Wurde der Herr Jesus an diesem Datum geboren oder ist es das christianisierte Wintersonnenwendfest oder Geburtsfest des Götzen Mithras? Die Bibel gibt jedenfalls keinen genauen Anhaltspunkt zum Geburtsdatum des Herrn. Von Alexander Hislop stammt das verbreitete Gegenargument, es könne nicht im Winter gewesen sein, da ja die Schafherden draußen auf dem Feld waren. Dieses Argument ist aber nicht überzeugend, da anderen Gelehrten zufolge damals Schafherden doch ganzjährig draußen waren, zumindest die von armen Leuten. Historische Belege für den 25. Dezember als Geburtstag des Herrn gehen jedenfalls bis ins 4. Jahrhundert zurück und berufen sich auf exakte römische Quellen und Geburtsverzeichnisse. In einer solchen Quelle heißt es sogar: „Christus ist während des Konsulats von C. Augustus und L. Aemilianus Paulus am 25. Dezember, einem Freitag, dem 15. Tag des Mondalters geboren“ (hier zitiert aus Wikipedia). Der Kirchenvater Hieronymus (347-420) bezeugt in seiner Weihnachtshomilie, dass der 25.12. von Anfang an als Geburtsfest des Herrn begangen wurde.

Von der Bibel her ist der 25.12. kein von Gott verordneter Festtag. Im Alten Bund waren die jährlichen Festtage Israels genauestens von Gott reglementiert. Im Neuen Bund haben wir diese festen äußerlichen Strukturen nicht. Weder wissen wir das Geburtsdatum des Herrn, noch haben wir einen Auftrag, es zu feiern. Aber wir haben auch kein Verbot, nicht einmal im Jahr ein besonderes Fest zum Gedenken an die Fleischwerdung Christi zu begehen! Auch wenn an dem Datum ursprünglich zutiefst heidnische Feste begangen wurden wie die Geburt des Sonnengottes oder des Mithras, bedeutet das nicht unbedingt, dass es Gottes Wille sei, an diesem Datum auf keinen Fall ein christliches Fest zu feiern. Die Bibel kennt ja vielmehr den umgekehrten Fall: Der wahre biblische Gott erweist sich größer als heidnische Göttervorstellungen und besiegt diese Götzen und erobert zurück, was diese Götzenvorstellungen in Beschlag genommen hatten. Auch Kanaan war einst heidnisches Territorium, und der Pharao wurde in den Zehn Plagen genau in den Bereichen geschlagen, wo er selbst die größte Macht beanspruchte.

3 Prinzipien, wie man mit Weihnachten umgehen sollte

Wir könnten hier nun sehr lang über einzelne Weihnachtsbräuche wie Kerzen, Lebkuchen, Adventskränze usw. diskutieren, ihre Herkunft analysieren und überlegen, was wir davon halten sollten. Das würde aber zu weit führen. Ich möchte nur einige biblische Prinzipien nennen, wie bibeltreue Christen grundsätzlich mit Weihnachten umgehen sollten.

Ist es nicht erstanlich...

1. Prinzip: Freiheit

Im Gegensatz zum alttestamentlichen Gesetz müssen wir keine bestimmten Festtage einhalten. Paulus wirft es den Galatern als fleischlich und weltlich vor: „Ihr beobachtet Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre“ (Gal 4,10). Das war ein Rückfall ins gesetzliche System. Andererseits schreibt er in Römer 14,5: „Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt!“ Also: Wir sind nicht verpflichtet, Weihnachten zu feiern, aber wer möchte, darf es (vorausgesetzt, er begeht keinen Götzendienst, dazu kommen wir gleich). Und ganz wichtig: Niemand darf dem anderen verbieten, Weihnachten zu feiern, und niemand darf dem anderen vorschreiben, Weihnachten zu feiern. Wir können unsere eigene Ansicht für uns haben, aber wir dürfen kein Gesetz für andere daraus machen, denn genau das wäre Gesetzlichkeit.

2. Prinzip: Kein Götzendienst

Das Fernhalten vom Götzendienst ist eines der ausdrücklichsten und am häufigsten und wiederholten Gebote des Neuen Testaments (Beispiele: Apg 15,29; 1Kor 10,14; 1Jo 5,21). Den Weihnachtsbaum halte ich persönlich nicht für einen Götzen, sondern als Dekorationsobjekt aus christlicher Tradition. Wenn mir aber der Weihnachtsbaumverkäufer sagen würde, der Baum, den ich ausgesucht habe, sei besonders dem Mithras geweiht, dann würde ich davon Abstand nehmen (1Kor 10,28). Oder wenn ich in einer Gemeinde bin, in der alle Geschwister befürchten, mit dem Weihnachtsbaum würde man sich einen Götzen ins Haus holen, dann sollte ich es auch besser lassen – der Geschwister zuliebe (1Kor 8,7-13). Oder wenn ich in einem Land leben würde, wo der Weihnachtsbaum kulturell allgemein als Verkörperung eines Götzen angesehen wird, dann würde ich als Christ auch die Finger davon lassen.

Bestimmte Weihnachtsbräuche wie heidnische Feuerräder zu Ehren des Feuergottes meiden wir als Christen natürlich ebenso wie den zutiefst heidnischen „Knecht Ruprecht“. Jacob Grimm zufolge verkörpert Knecht Ruprecht den nordischen Gott Wotan (und wurde historisch oft als Satan dargestellt). Auf jeden Fall ist er eine heidnisch-dämonische Gestalt ist. Andere Bräuche haben einen durchaus christlichen Hintergrund, wie z.B. der Christstollen, der das Christuskind in Windeln darstellen soll (was ebenfalls eine fragwürdige Praxis ist …). Michael Kotsch untersucht in seinem Buch „Weihnachten – Herkunft, Sinn und Unsinn von Weihnachtsbräuchen“ viele dieser Bräuche und liefert interessante Hintergrundinformationen. Allerdings geht er mit der Auslegung der christlichen Freiheit dabei manchmal etwas sehr weit; z.B. hätte ich Probleme mit seiner Empfehlung, Figuren vom „Christkind“ zur Dekoration zu verwenden.

Aber beim Thema Götzendienst müssen wir unbedingt noch einen anderen Aspekt beachten: Weihnachten ist kein ehemals heidnisches Fest, dass christianisiert wurde, sondern mittlerweile ein ehemals christliches Fest, das immer mehr heidnisiert wird! Und dagegen müssen wir Stellung beziehen! Die Heidnisierung geschieht auf zweierlei Weise: Erstens gibt es heute einen starken Trend zur Mystik und Magie und eine Vorliebe für das altnordische Heidentum oder sogar Hexenkult. Kerzen z.B. sind schöne, stimmungsvoll-gemütliche Deko-Objekte und symbolisieren auch das christliche Thema „Licht in der Finsternis“. Aber heute verbinden viele mit dem Anzünden von Kerzen (entsprechend der katholischen Mystik) eine magische Wirkung (Kerzenmagie). In vielerlei Weise lässt sich bei Weihnachten ein öffentlicher Trend hin zum alten Heidentum beobachten (Vorreiter darin waren die Nazis). Da machen wir nicht mit und steuern gegen. Z.B. könnten wir uns angewöhnen, statt „Weihnachten“ den Ausdruck „Christfest“ zu verwenden, um den inhaltlichen Bezug zu verdeutlichen.

Zweitens ist Weihnachten zum Götzenfest des Mammon geworden. Es ist das Hochfest der Religion des Konsums, Kommerz und Kapitalismus – und der Weihnachtsmann ist das Götzensymbol dieser Religion! Dazu sollten Christen eine kritische Haltung haben. Heidnische Feste gingen einher mit „Ausschweifungen … Festgelagen … frevelhaften Götzendiensten“ (1Petr 4,3). Ist die antike Kultur des 1. Jahrhunderts vorbei und leben wir in einem völlig anderen Kontext – oder doch nicht? Ja, das alte Rom lebt – und es kommt mit immer mehr Macht in unsere Gesellschaft zurück! In unserer Gesellschaft haben wir römische Dekadenz und Maßlosigkeit beim Essen, beim Konsum, bei überteuerten Luxusgeschenken oder bei der maßlosen Gier der Wirtschaftsmaschinerie. Wäre es nicht gut, wenn wir hier „Konsumfasten“ üben und das Christfest viel mehr als Gelegenheit der Besinnung, Ruhe, herzlichen Gemeinschaft und des christlichen Zeugnisses nutzen?

3. Prinzip: Lehrmäßige Klarheit und Verkündigung

Wir haben gesehen, dass wir bei vielen Aspekten von Weihnachten wachsam differenzieren müssen. Eine solche Weisheit sollte uns Christen auszeichnen – weder blind dem Herdentrieb der Gesellschaft folgen, noch pauschal das Kind mit dem Bade ausschütten, sondern differenziert hinterfragen und prüfen. Und so bieten sich gerade in der Weihnachtszeit zahllose Gelegenheiten, unser geistliches Urteilsvermögen zu üben. Nehmen wir z.B. das Lied „Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind“. Es wurde zwar 1837 von dem evangelischen Pfarrer Wilhelm Hey verfasst, hat aber dennoch einen zutiefst unbiblischen Text. Wir sollten es nicht nur nicht mitsingen, sondern können es als Anlass nehmen, auf das Evangelium hinzuweisen. Christus ist nur einmal Kind geworden, und er wird nur einmal wiederkommen – als Richter! Ist es nicht erstaunlich, dass die meisten Menschen an Weihnachten die Geburt ihres Richters feiern, der sie verdammen wird? Doch so lange er noch nicht wiedergekommen ist, haben sie Gelegenheit, von ihren Sünden umzukehren und ihn als Herrn und Retter kennenzulernen! So oder ähnlich ergeben sich viele Gelegenheiten in unserem Umfeld, das Evangelium zu Weihnachten bekannt zu machen. Diese Gelegenheiten zu nutzen und ein klares christliches Zeugnis zu geben, ist der bessere Liebesdienst zu Weihnachten, als es in Bausch in Bogen zu verteufeln oder einfach nur im Konsumrausch mitzuschwimmen.


Nutzen Sie die Gelegenheit, zu Weihnachten unsere evangelistische Hefte zu verteilen und Ihren Geschenken für Freude und Nachbarn beizulegen.





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13 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Der Kalender ist gefälscht(um 2 Monate verschoben) und deswegen kann Jesus nicht im Winter geboren sein… Er ist ein Herbstkind, bis in den späten Herbst stehen auch die Schafe auf der Weide und selbst ein armer Bauer würde nie so leichtsinnig sein und sein Vieh draußen lassen im Winter

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    • Genau richtig. Die Feste ob Ostern Weihnachten und so weiter haben Menschen festgelegt Der Kirche wegen und andere Gründe. Für mich ist intuitiv sowas ein Gräuel und ich feier sowas nicht. Es wird gefressen, gesoffen Tonnenweise Lebensmittel weggeschmissen. Die was haben beschenken sich mit der Erwartungshaltung das 100 fache wieder zu bekommen. Andere hungern und sind Obdachlos.

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    • Als versierter Schafhalter muss ich widersprechen. Die Tiere sind winterhart und ihnen ist es draussen am wohlsten. Wichtig ist, dass die Herbstschur nicht zu spät stattfindet. Zudem waren die Schafe früher nicht sich selbst überlassen, sondern von Hirten und deren Hunden gut beschützt. Von Leichtsinn muss man HEUTE sprechen. Schafhaltung darf möglichst nichts kosten, und so überlässt man die Schafe auf der Alp sich selber und mit Glück steigt einmal pro Woche jemand zu ihnen hinauf und zählt sie. Vielleicht entdeckt er dabei auch ein krankes Tier, aber sicher ist sowas nicht.

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  2. Allein schon dieses Dogma unbedingt christlich sein zu müssen und bloß nicht gegen irgendwas zu verstoßen zeigt schon wie stupide und undifferenziert der Verfasser wirklich ist 🙂

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    • Mir scheint du bist nicht wirklich gläubig. Man muss nicht christlich sein sondern man ist es oder nicht. Und das beinhaltet nach dem neuen Bund eben nicht mehr nach dem Gesetz zu leben. Vielmehr ist es für wieder geborene Christen ein Bestreben nach Gottes Willen zu leben.

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  3. Interessante Infos und überaus informativ, was Sie da berichten. Zu hinterfragen finde ich wichtig, denn in unserem christlichen Glauben passt so einiges nicht zusammen. Allein die Geschichte zur Geburt Jesu ist mit Verlaub gesagt eine sehr anheimelnde Geschichte, die so nicht passiert sein kann. Würde man alles zerpflücken in der Bibel… oje. Mir kommt es aber bei meinem Glauben darauf an, dass ich meinen Glauben so gut und so praktikabel wie möglich lebe. Ich finde ich für mich will das Gute daraus nehmen und es umsetzen. Mit der Bibel kann man so viel Gutes bewirken aber man sollte nie missionieren. Die Kirche … ach lassen wir das.
    Das mit dem Weihnachtsfest und dem Mammon das sehe ich ganz genau so. Das ist extrem. Wenn ich allerdings meinen kleinen Sohn sehe, der sich total freut über das Fest und die Geschenke dann seh ich drüber hinweg. Glänzende Kinderaugen… muß ich mehr sagen?! Das Schenken zwischen den Erwachsenen haben wir z.B. schon total eingeschränkt, weil es viel zu umständlich geworden ist. Aber anderen will ich das nicht verbieten. Jedem nach seiner Fasson finde ich.

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  4. Ist es nicht gefährlich, pauschal, ohne tiefgreifende eigene Wandlung im Denken, Sprechen und Tun, überhaupt Heiden zu verurteilen, oder Christen zu attestieren, dass sie schon gerichtet sind?
    Weihen bedeutet ja segnen, und durch die Fleischwerdung des Sohnes Gottes, wurde, sicher auch die Welt geheiligt.
    “Ihr blinden Narren! Was ist wichtiger: das Gold oder der Tempel, der das Gold erst heilig macht?” (Mt. 23,17)
    Ist nicht Jesus Christus der Tempel Gottes? Wenn er aber der Tempel ist, der am dritten Tage wieder aufgebaut wurde, wie sollte dann das Christuskind nicht auch die Erde
    geheiligt haben?
    Es ist aber auch einfach so, dass man den Weihnachtstag in der Kirche schlicht und ergreifend festgelegt hat als liturgisches Fest, in der Vollmacht eines Amtes der Kirche, die den ganzen Erdkreis umspannt.
    Die Grundlage des Festes findet man in der Kindheitsgeschichte Jesu, im Evangelium von Lukas und von Matthäus, sowie von Johannes, am zweiten Weihnachtstag.
    Zudem gehört es auch zur christlichen Tradition, in der gesamten Adventszeit zu fasten, weil man die Ankunft von Jesus Christus im Herzen, als den Morgenstern im Herzen, vorbereiten muss, da auch Paulus mit Furcht und Zittern, das ewige Heil angestrebt hat, und keineswegs so selbstsicher war, wie viele heutige Christen, die meinen, dass Glaube ohne Werke genügen würde.
    Das Werk meint aber nicht eine gute Tat, wie Witwen und Waisen dauerhaft zu pflegen, als gottgweihte Jungrau (was auch eine Verheißung Jesu ist (eheloses Leben), sondern dass man das Opfer, derer es im Judentum ja vieler gab, auch darbringt, wie zum Beispiel Abraham, den Isaak. Da nun durch Jesus Christus, das Sühnopfer dargebracht ist, sollen wir uns auch Gott anempfehlen, sodass die Reichen aufgefordert werden, sich Schätze im Himmel zu sammeln und die Hälfte ihres Vermögen den Armen zu schenken, wie es Zachhäus tut.
    Man muss über das, was in der Heiligen Schrift steht, viel und lange nachdenken, und darf sich nicht automatisch für einen Evangelisten und Lehrer halten, der alles genau weiß.
    Auf jeden Fall, sagt Jesus, “so wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden” oder “so wir zumesst und zuteilt, so wird euch zugemssen und zugeteilt werden.”
    Falls es euch nicht auffällt, muss ich auch sagen, dass die Weihnachtsgeschichte, auch und nach katholischer Überzeugung, nicht aus Zufall, Parallelitäten aufweist, zu anderen Mythen, der Ägypter, der Babylonier und vielem, was auch vor der Zeit Christi auf Erden gewesen ist. Ebenso kann man die Geschichte von Braut und Bräutigam in vielen Kulturen sehen, wobei es natürlich auch einfach eine Tatsache ist, dass die katholische Kirche nicht lehrt, Maria als Göttin zu verehren, sondern mit den Worten von Elisabeth, als Mutter des Herrn, also Mutter Gottes, da er Gott ist, der am Herzen des Vaters ruht, und Kunde geracht hat. Da Maria, den Geist Gottes empfangen hat, gebührt Ihr ausgesprochen große Ehre, denn sie war demütig und hat sich als Magd (Dienerin), ihrem Gott, den sie ja vorher schon verehrt hat, hingegeben, sodass die Worte Gabriels sich an ihr erfüllen konnte, und sie der Erlöser gebar. Maria hätte können auch ungläubig sein und sich weigern dem Boten Gabriel zu vertrauen, aber sie tat es nicht, sonder sprach: Siehe ich bin eine Magd des Herrn, mir geschehe, wie du gesagt hast.
    Der ganze irrige Kram ist leider totaler Quatsch und irreführend, da es der Wille auch der Kirchenväter war, dass die heidnischen Feste vertrieben wurden, besonders auch unter dem Kaiser Julian?, der die Christen, neben den Heiden, Freiheit gewährt hat. Ebenso ist es mit der Festlegung des Begriffs Mutter Gottes, der in erster Linie der Abgrenzung von Irrlehren zu sehen ist, die damals kursierten, wie das Jesus nicht wahrer Mensch und
    wahrer Gott sei.
    Es ist ratsam, dass Christen sich gut vorbereiten auf das Fest, welches die Ankunft des Herrn an Weihnachten feiert (also eine Wiederholung in Erinnerung und hoffentlich auch durch Reinigung unseres Herzens eine Ankunft in uns). Es ist schon seltsam, so viel Heidentum der Kirche zu unterstellen, wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen, aus der Heiligen Schrift gelesen wird, ohne etwas hinzuzufügen oder wegzunehmen. Zudem wird immer aus dem alten Testament, aus dem aus den pastoralen Briefen der Apostel und aus dem Evangelium gelesen.
    Ob da nun Weihnachtsbäume stehen oder nicht, ist ziemlich egal, wobei das auch nicht immer so war. Warum sollte man zudem Angst vor Götzen haben, die doch nichtig sind? Wenn man Angst vor Götzen hat, dann muss man ja glauben, dass von ihnen eine Macht ausgeht, obwohl sie doch tot sind.
    Die Angst zeigt also eher, dass man selbst nicht richtig sich von Unglaube zum Glaube bekehrt hat. Die Heilige Schrift bezeichnet die Habgier als Götzendienst und zerschlägt auch keine Statuen bei den Griechen, sondern darin steht, dass Paulus sogar etwas aufnahm, um in kluger Art und Weise, die Griechen davon zu überzeugen, was das Evangelium, die frohe Botschaft bedeutet, im Bezug auf den unbekannten Gott. Er sah sich jedenfalls ohne Probleme, Götzentempel an, ohne dabei zu sterben.
    Bei den Heiligenfesten, feiert man Christus, der in den Heiligen, Gestalt angenommen hat, bezeugt in den guten Früchten, die sie hervorgebracht haben, manchmal auch mit bleibenden Werken, wie etwas beim Heiligen Vinzenz von Paul, oder dem heiligen Benedikt von Nursia. Im Endeffekt gäbe es Martin Luther und die Reformation nicht einmal, ohne die katholische Kirche. Und heute stellt man bunte Lutherköpfe vor die Kirche, wenngleich Luther vermutlich im Sechseck gesprungen wäre, wenn er das noch erlebt hat. Vielleicht hätte er sich aber auch geschmeichelt gefühlt, da er Aufnahme und Gefallen bei den Menschen suchte, anstatt die Ehre Gottes. So wurde er dann auch zu dem, was er vom Papst gedacht hat, und gründete seine eigene Kirche, strebte selbst nach Macht und nach Bündnissen mit den Landesfürsten.

    Da scheint mir der Sinn von Weihnachten, selbst zu werden wie ein Kind und nicht hoch hinauszustreben, dankbar zu sein, für solch ein weltweit gefeiertes christliches Fest und Gott in allen Dingen suchen, also seinen Willen umzusetzen suchen, mit Hilfe des Zeugnisses der Bibel, aber auch im Nachahmen von Menschen, die auf besondere Art und Weise, bereits verwirklicht haben, woraufhin, ein Mensch selig zu preisen ist. Arme zu einem Festmahl einzuladen, ist beispielsweise ein Werk der Barmherzigkeit, welches danach trachtet, einen Lohn im Himmel zu bekommen. Dies zu verachten, gleicht dem Verhalten, derer, die immerzu ihre Ohren verstopft haben, vor der Geduld und Langmut Gottes und seinem drohenden Gericht.
    Sowie Israel auf den Messias gewartet hat und dies nach Zerstörung und Abfall vom Glauben, und wie im Buch Jona stellvertretend für das gesamte Volk gefastet wurde in Ninive, fastet auch die Kirche, besonders auch die orthodoxe Kirche bis heute, da auch heute ein Bußfasten notwendig ist. Oder hat Jesus den Jüngern nicht das Fasten nahegelegt und hat Paulus nicht gefastet? Hat Jesus auch nicht gefastet in der Wüste?
    Zudem haben die Israeliten, besonders unter ihnen die Propheten, wie Christus, auf sich Leid genommen, und haben sich vor das vom Glauben abgefallenen Volk gestellt, wie ein Schutzschild. Das wird gerühmt, wenn jemand in Stürmen Stand hält und mit Liebe die Sünden der Anderen zudeckt und sie unter vier Augen zurechtweist, in Sanfmut, wenn er seinen Bruder sündigen sieht. So gibt es auch im neuen Testament, unter den Aposteln und ihren Gemeinden, Strukturen und Regeln. Nicht jeder ist Lehrer. Nicht jeder Evangelist, etc.
    Warum, so muss man auch fragen, sterben eigentlich noch die Jünger Jesu, wenn er nur stellvertretend für uns gestorben ist, aber wir frei leben können und auf keinen Fall, leidensfähig sein wollen? Sagte nicht Paulus selbst, dass er an Christi Opfer noch ergänzt, was ihm noch ermangelt hat? Hatte er da nicht eine größere Erkenntnis von Gott, die ihn auch Gott bitten lies, Anteil an seinem Leiden zu haben, in seinem Tod ihm gleichgestaltet zu werden? (Phil. 3,10)
    Wir sollen keine kluge Leute in Christus sein, sondern Täter des Wortes.

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  5. Römer 12,2 (Schlachter 2000)
    Und passt euch nicht diesem Weltlauf an […]

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  6. Danke, wird gemacht: Ab sofort Christfest, prima, Danke!

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  7. ….Weihnachten ist kein ehemals heidnisches Fest, dass christianisiert wurde, sondern mittlerweile ein ehemals christliches Fest, das immer mehr heidnisiert wird! …

    Echt jetzt?! Ich würde doch mal eher sagen, Weihnachten war ein heidnisches Fest, das christianisert wurde, und wird jetzt endlich wieder das, was es mal war.

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  8. Diese Festtage sind ansteckend jeder macht da mit weil er zugehören will gerade Kinder, wo in Schulen gesprochen wird oder unter Kinder. Alles verkehrt. Ein Kind hat auch Freude und leuchtende Augen, wenn man das ganze Jahre verteilt mal was erfreuliches tut. Festtage ist schlecht.

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  9. Genau richtig. Die Feste ob Ostern Weihnachten und so weiter haben Menschen festgelegt Der Kirche wegen und andere Gründe. Für mich ist intuitiv sowas ein Gräuel und ich feier sowas nicht. Es wird gefressen, gesoffen Tonnenweise Lebensmittel weggeschmissen. Die was haben beschenken sich mit der Erwartungshaltung das 100 fache wieder zu bekommen. Andere hungern und sind Obdachlos.

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  10. Auch ich habe mir viele Gedanken über die “geschmückte Tanne” gemacht und auch ein wenig nachgeforscht. Im Mittelalter sass die Menschheit nicht vor derm Fernseher sondern das Leben spielte sich auf dem Dorfplatz ab. Zu Weihnachten wurde dort eine Tanne aufgestellt und mit Äpfeln bestückt, die die Frucht der Erkenntnis des Guten und Bösen symbolisieren soll. Und dann wurde daselbst die Weihnachtsgeschichte erzählt oder aufgeführt, aber nicht etwa, wie es heute üblich ist, beginnend mit der Fleischwerdung Jesu, sondern mit dem Sündenfall von Adam und Eva. Der Baum als Symbol des Sündenfalls, die Krippe darunter als Symbol für die Fleischwerdung Jesu. Sie gehören zusammen, wenn man verstehen will, warum Jesus überhaupt in diese Welt kommen musste. Nachdem die Weihnachtsgeschichte auf dem Dorfplatz fertig erzählt war, durften die Armen die Äpfel abnehmen und essen. Später wurde Weihnachten zunehmend zuhause in der Stube gefeiert, so dass nun auch der Baum mitkam. Mit der Zeit wurden die Äpfel durch rote Holzkugeln ersetzt und heute findet man Kugeln in allen Farben und Materialien am Baum. Ich muss sagen, das gefällt mir: Ohne Adam, durch den die Sünde in die Welt kam, kein Jesus, der für uns inkarnieren und ans Kreuz gehen, sterben und auferstehen musste. Jeder, der die geschmückte Tanne als Götzenpfahl verschreit, sollte erst einmal darüber nachdenken. Ich habe übrigens noch nie jemanden gesehen, der den Baum anbetete oder verehrte, was ja typisch für Götzendienst wäre.

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