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Wie Georg Müller zur Lehre der Erwählung kam

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In seiner Autobiografie beschreibt Georg Müller die Zeit, als er 1829 mit 24 Jahren zur der Einsicht kam, „die Bibel allein als Maßstab der Beurteilung wertzuschätzen“:

… Vor dieser Zeit hatte ich mich sehr gegen die Lehren von der Er­wählung, der wirksamen Sühne [engl. particular redempetion, auch „begrenzte Sühne“ genannt) und der bis zum Ende bewahrenden Gnade gewehrt – so sehr, dass ich noch wenige Tage nach meiner Ankunft in Teign­mouth die Erwählung eine teuflische Lehre genannt habe. Aber nun wurde ich dahin geführt, diese kostbaren Wahrheiten im Wort Gottes zu untersuchen. Ich war bereit gemacht worden, in der Bekehrung von Sündern keinerlei eigene Ehre zu sehen, sondern mich bloß als Werkzeug zu betrachten; und ich war bereit gemacht worden, das anzunehmen, was die Schrift sagt. So machte ich mich daran, das Neue Testament von vorn bis hinten durchzulesen und besonders auf alles zu achten, was mit diesen Leh­ren zu tun hatte. Zu meinem großen Erstaunen fand ich, dass jene Stellen, die eindeutig für die Erwählung und bewahrende Gnade sprechen, etwa viermal so häufig sind wie jene, die diesen Wahrheiten scheinbar widersprechen. Und als ich bald darauf auch diese wenigen Stellen näher untersucht und verstanden hatte, halfen auch sie mir in der Bestätigung dieser besagten Lehren.

Welche Auswirkungen hatten diese Glaubensüberzeugungen auf mich? Zur Ehre Gottes muss ich eingestehen, dass ich immer noch außerordentlich schwach bin und keineswegs so tot gegenüber der Lust des Fleisches, der Lust des Auges und dem Hochmut des Lebens, wie ich es sein sollte – aber: Seit dieser Zeit bin ich durch die Gnade Gottes enger mit ihm gewandelt. Mein Leben ist nicht mehr so wechselhaft und ich kann sagen, dass ich seitdem mehr für Gott lebe als je zuvor.

(Quelle: Autobiography of George Muller, London: J. Nisbet & Co., 1906, S. 33-34; gekürzt auf Deutsch enthalten in „… und der Himmlische Vater ernährt sie doch; Wuppertal: R. Brockhaus, 1999, S. 34, Übersetzung © Betanien Verlag)

Eine gekürzte Autobiografie ist beim CLV erschienen und bei uns im Shop erhältlich. Desweiteren empfehlen wir Ihnen eine Einführung in die Lehren der Gnade von James Montgomery Boice und Philipp G. Ryken.

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Georg Müller

… als sähe er den Unsichtbaren

Autobiografie von Georg Müller

Nehmen Sie teil an seinen Kämpfen und Siegen bei der Errichtung von Waisenhäusern für Tausende von Kindern. Um sie zu versorgen, war er völlig und oft von einem Tag auf den anderen von Gottes gnädiger Erhörung seiner vielen gläubigen Gebete abhängig. Sein niemals wankendes kindliches Vertrauen auf seinen himmlischen Vater inspiriert und fordert heraus, in allen Lebenslagen mit dem Gott zu rechnen, der das scheinbar Unmögliche auch für Sie tun kann.

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Dieses Werk bietet eine hervorragende Einführung in das Herzstück der Reformierten Theologie, die „Fünf Punkte des Calvinismus“ („TULIP“ – völlige Verdorbenheit, bedingungslose Erwählung, begrenzte Sühne, unwiderstehliche Gnade und das Ausharren der Gläubigen). Die Autoren legen nicht nur diese fünf Lehrpunkte überzeugend von der Bibel her dar und verteidigen sie gegen Einwände, sondern erklären auch die historischen Hintergründe und zeigen, dass eine Neubesinnung auf diese Grundwahrheiten heute dringender ist denn je. Somit ist es auch ein leidenschaftlicher Weckruf an die heutige Christenheit.

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