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		<title>Ansteckend wie die Pest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2020 07:53:34 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Lehre/Erbauung]]></category>
		<category><![CDATA[Timotheus Magazin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angesichts des unaufhaltsamen wissenschaftlichen Fortschritts in den 1960er Jahren wurden damals Studien veröffentlicht, die besagten, dass in wenigen Jahren oder spätestens Jahrzehnten alle Krankheiten besiegt sein werden. Doch dann kamen AIDS und viele weitere neuartige Krankheiten – und nun ein neues Coronavirus mit der Krankheit COVID-19. &#8230; </p>
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<p>Angesichts des unaufhaltsamen wissenschaftlichen Fortschritts in den 1960er Jahren wurden damals Studien veröffentlicht, die besagten, dass in wenigen Jahren oder spätestens Jahrzehnten alle Krankheiten besiegt sein werden. Doch dann kamen AIDS und viele weitere neuartige Krankheiten – und nun ein neues Coronavirus mit der Krankheit COVID-19. In seiner Ölbergrede prophezeit Jesus für die Zeit vor seiner Wiederkunft neben vielen Kriegen, Kriegsgerüchten, Erdbeben und Hungersnöten auch „Seuchen“ (Lukas 21,11). In welche Zeit man diese Prophezeiung auch immer deutet (immerhin wurde der Tempel von Jerusalem bereits im Jahr 70 n.Chr. durch die Römer zerstört, was ebenfalls Thema der Ölbergrede ist), wird deutlich: Diese Welt können wir nicht verbessern, auch wenn Wissenschaft und humanistische Politik uns da falsche Hoffnungen machen. Letztlich wird der wellenartige Verlauf der Weltgeschichte – das Pendeln zwischen Kriegs- und Krisenzeiten einerseits und Friedens- und Ruhezeiten andererseits – eskalieren, bis Jesus wiederkommt.</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="851" height="315" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/03/Facebook-Titelbild.png?resize=851%2C315&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5394" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/03/Facebook-Titelbild.png?w=851&amp;ssl=1 851w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/03/Facebook-Titelbild.png?resize=300%2C111&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/03/Facebook-Titelbild.png?resize=768%2C284&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/03/Facebook-Titelbild.png?resize=190%2C70&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/03/Facebook-Titelbild.png?resize=24%2C9&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/03/Facebook-Titelbild.png?resize=36%2C13&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/03/Facebook-Titelbild.png?resize=48%2C18&amp;ssl=1 48w" sizes="(max-width: 851px) 100vw, 851px" /></figure>



<p>Ähnliches gilt für die globale Erwärmung, wovon heute immer wieder die Rede ist. Doch einen Klimawandel hat es in letzter Zeit vor allem in unserer Gesellschaft gegeben. Man hat den Eindruck, dass jeder, der nicht mit dem Mainstream und der Masse mitgeht, heruntergemacht wird. Doch es wird tatsächlich eine globale Erwärmung geben, vor der alle Menschen gewarnt sein sollten: „Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr im Gericht erfunden werden. Da dies alles so aufgelöst wird, was für Leute müsst ihr dann sein in heiligem Wandel und Gottseligkeit, indem ihr die Ankunft des Tages Gottes erwartet und beschleunigt, um dessentwillen die Himmel in Feuer geraten und aufgelöst und die Elemente im Brand zerschmelzen werden!“ (2. Petrus 3,10-12). Für diese feststehende Realität, die in Zukunft eintreten wird, sind die meisten Menschen leider blind und nur auf Spekulationen bezüglich dieser vergänglichen Schöpfung fixiert. Oder sie sind einfach nicht richtig informiert.<br>Ansteckung ist da tatsächlich eine große Gefahr, aber damit ist nicht die Ansteckung an irgendeinem Virus gemeint. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und des Herodes“ (Markus 8,15). Falsche Lehre und Heuchelei (repräsentiert durch die Pharisäer) und moralische Verdorbenheit und Weltliebe (repräsentiert durch Herodes) sind ansteckend wie die Pest. Darüber sollten wir uns Sorgen machen und davor auf der Hut sein, denn die Sünde ist stets tödlich. Ewig tödlich. „Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten“ (1. Korinther 15,33). Lasst uns deshalb auf entsprechende geistliche Hygienemaßnahmen achten und auch viele andere vor den tödlichen Folgen der Sünde warnen – und sie auf den Retter Jesus Christus, unseren Herrn, hinweisen.<br>Möge auch die neue Ausgabe des Timotheus-Magazins dazu dienen und eine Hilfe sein.</p>



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<h4 class="wp-block-heading"> Timotheus Magazin Nr. 38 </h4>



<h6 class="wp-block-heading">01/2020</h6>



<p>Umfang:<em> 48 Seiten</em> <br>Format:<em> 21 x 29,7 cm</em><br>Medium:<em> Printausgabe</em> </p>



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		<title>Der Fall von Joshua Harris</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Sep 2019 10:47:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Informationen]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre/Erbauung]]></category>
		<category><![CDATA[Timotheus Magazin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Meldungen über Joshua Harris erschütterten diesen Sommer die evangelikale Christenheit. Joshua Harris hatte bereits vor einiger Zeit seinen eigenen Bestseller „Ungeküsst und doch kein Frosch“ (von 1997) in Frage gestellt und widerrufen. Dann kriselte es in seinem Leben, in seiner Ehe. Die Trennung von seiner Frau wurde bekanntgegeben. </p>
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<p class="has-small-font-size">Dieser Artikel von Hans-Werner Deppe kann vollständig im <a href="https://www.betanien.de/timotheus-magazin-36/">Timotheus Magazin Nr. 36</a> nachgelesen werden. </p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="803" height="433" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/harris.jpg?resize=803%2C433&#038;ssl=1" alt="Lektionen aus dem Fall von Joshua Harris" class="wp-image-5235" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/harris.jpg?w=803&amp;ssl=1 803w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/harris.jpg?resize=300%2C162&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/harris.jpg?resize=768%2C414&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/harris.jpg?resize=190%2C102&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/harris.jpg?resize=24%2C13&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/harris.jpg?resize=36%2C19&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/harris.jpg?resize=48%2C26&amp;ssl=1 48w" sizes="(max-width: 803px) 100vw, 803px" /></figure>



<p>Die Meldungen über Joshua Harris erschütterten diesen Sommer die evangelikale Christenheit. Joshua Harris hatte bereits vor einiger Zeit seinen eigenen Bestseller „Ungeküsst und doch kein Frosch“ (von 1997) in Frage gestellt und widerrufen. Dann kriselte es in seinem Leben, in seiner Ehe. Die Trennung von seiner Frau wurde bekanntgegeben. Er und seine Frau inszenierten den Vorgang Mitte Juli synchron auf Instagram und schrieben: <em>„Wir möchten euch die Nachricht mitteilen, dass wir uns trennen und unser Leben miteinander als Freunde fortsetzen werden. In den letzten Jahren haben sich in uns beiden ein paar wichtige Veränderungen vollzogen. Mit aufrichtiger Liebe füreinander und dem Verständnis unserer einzigartigen Geschichte als Paar gehen wir mit dieser Entscheidung voran. Wir hoffen, in den kommenden Jahren einander und unseren drei wunderbaren Kindern eine reichhaltige und förderliche Zukunft bieten zu können. Vielen Dank für euer Verständnis und für die Achtung unserer Privatsphäre in einer schwierigen Zeit.“ </em>Schließlich wurde diese Nachricht dahingehend präzisiert, dass sich das Paar scheiden lässt.</p>



<p>Meine erste Bemerkung zu dieser Entwicklung war: „Rechts vom Pferd, links vom Pferd … Warum geht man nicht schnurstracks einen schlichten biblischen Weg?“</p>



<span id="more-5233"></span>



<p>Ende Juli postete Harris schließlich auf Instagram, dass er kein Christ mehr sei. Er bat Homosexuelle und Trans-genderleute um Entschuldigung für seine frühere Kritik. „Dekonversation“ – „Rückbekehrung“ hieß es. Er schrieb: <em>„I have undergone a massive shift in regard to my faith in Jesus […] the biblical phrase is ‚falling away‘. By all the measurements that I have for defining a Christian, I am not a Christian.“ („Ich habe eine massive Änderung in Bezug auf meinen Glauben an Jesus erlebt […] der biblische Ausdruck dafür ist ‚abfallen‘. Bei allen Maßstäben, die ich habe, um zu definieren, was ein Christ ist, bin ich kein Christ.“)</em></p>



<p>Harris’ nächster Absatz in seinem Instagram-Beitrag ist sehr bedeutsam: <em>„Martin Luther sagte, dass das ganze Leben der Gläubigen Buße sein sollte. In diesem Gedanken liegt eine gewisse Schönheit, unabhängig von deiner Sicht-weise auf Gott. Ich habe in den letzten Jahren in der Buße gelebt, die Buße über meine Selbstgerechtigkeit, meine angstbasierte Lebenseinstellung, über die Lehre in meinen Büchern, über meine Ansichten über die Frau in der Gemeinde und meine Erziehungsmethoden, um nur einige Punkte zu nennen. Doch ich möchte diese Liste jetzt ausdrücklich erweitern. Der LGBTQ+-Gemeinschaft&nbsp; möchte ich sagen, dass es mir leid tut, was ich in meinen Büchern und als Pastor über Sexualität gesagt habe. Ich bedaure, dass ich mich gegen die ‚Ehe für alle‘ ausgesprochen habe, dass ich euch und euren Platz in der Gemeinde nicht gestärkt habe, und dass ich durch mein Schreiben und Reden zu einer Kultur der Ausgrenzung und des Fanatismus beigetragen habe. Ich hoffe, ihr könnt mir vergeben.“</em></p>



<p>Diese Kehrtwende einer Führungsperson zum Gegenteil dessen, was er bisher vertreten hat, war eine Erschütterung, die mich an das denken lässt, was in apokalyptischen Passagen der Bibel symbolisch mit Erdbeben gemeint ist. Der Boden wird einem förmlich unter den Füßen weggerissen. Man verliert den Halt und die Orientierung. Das kann doch nicht sein – der, zu dem ich aufschaute, von dem ich Wegweisung und Hilfe bekam, ist jetzt ein ganz an-derer, steht auf feindlicher Seite, hat eine Maske fallen lassen – oder aufgesetzt? Was wäre, wenn das mit einem Ältesten in meiner Gemeinde geschieht, mit meinem Vater, oder meinem Freund und Glaubensbruder? Oder mit meinem Lieblingsprediger oder -Autor aus Deutschland oder sonst einem großen Vorbild? Und dieses Beben er-schütterte nicht nur Einzelne, sondern von den USA ausgehend weite Teile der evangelikalen Christenheit.</p>



<p>Für uns war es eine Enttäuschung. Aber eine Enttäuschung ist das Ende einer Täuschung. Eine Ernüchterung wie nach einem Rausch; endlich sieht man klar. Wir sehen, dass eine hochstehende Führungspersönlichkeit gefallen ist und dass das möglich ist. Dass wir uns getäuscht haben, wenn wir meinten: „Der? – niemals!“ (oder: „Ich? Niemals!) „Wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle“ heißt es in 1. Korinther 10,12. Wenn Gott uns nicht hält und trägt, würden wir alle fallen, aber Jesu Hand hält die fest, für die er so teuer am Kreuz bezahlt hat. Und so bekommen wir wieder festen Boden unter die Füße. Es gibt keine Unsicherheit bei Jesus. Seine Schafe hören seine Stimme und folgen ihm. „Der Gerechte fällt sieben Mal und steht doch wieder auf“ (Spr 24,16), weil die Stimme des guten Hirten ihn wirksam ermahnt. Deshalb warnt die Bibel vor dem Abfall, vor dem Abgrund – weil die echten Schafe auf diese Warnungen hören und dadurch bewahrt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bohrende Fragen</h2>



<p>Der „Fall“ (im zweifachen Sinne) von Joshua Harris wirft aber Fragen auf, und darauf möchte ich im Folgenden kurz eingehen:</p>



<p>1. Wie konnte es dazu kommen?</p>



<p>2. Was ist mit der Lehre der Unverlierbarkeit des Heils – und mit Joshua Harris selbst?</p>



<p>3. Was ist nun von seinem hochgelobten Buch „Ungeküsst und doch kein Frosch“ zu halten, das gerade unter konservativen Bibeltreuen so sehr geschätzt war, weil es eine ganz klare Linie in Sachen voreheliche Beziehungen auf-zeigte?</p>



<p>4. Welche Lektionen lernen wir aus dieser Sache?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie konnte es dazu kommen?</h2>



<p>Joshua Harris wurde am 30. Dezember 1974 geboren – ist also derzeit 44 Jahre alt. Seine Eltern waren Pioniere der US-amerikanischen Homeschool-Bewegung. Sein Vater schrieb Bestseller über christliches Homeschooling und hielt Seminare vor insgesamt (laut Wikipedia) 180.000 Familien, eine herausragende Größe also in der Homeschool-Szene. Joshua gab von 1994 (seit er 19 war) bis 1997 ein Magazin für Homeschool-Schüler heraus namens „New Attitude“. 1997 erschien dann sein erstes und auch gleich einschlagendstes Buch „I Kissed Dating Goodby“ (wörtlich „Ich habe dem Dating den Abschiedskuss gegeben, deutscher Titel „Ungeküsst und doch kein Frosch“). Er schrieb es als 21-jähriger Single und hielt sich selbst an das, was er darin als den gottgewollten und segensreichen Weg beschrieb: Keinerlei Dating, und bei Verlobung noch nicht einmal einen Kuss vor der Ehe.</p>



<p>Als dieses Buch 1998 auf Deutsch erschien, erregte es gleich Aufsehen. Es war bei „Schulte und Gerth“ erschienen, einem Verlag, der damals schon nicht gerade für konservativ-bibeltreue Bücher bekannt war, sondern eher mit den liberal-lockeren Modetrends mitschwamm. Deshalb war ich als Buchhändler eigentlich skeptisch. Ein Mitarbeiter einer befreundeten Buchhandlung belehrte mich am Telefon eines Besseren: „Hast du das Buch schon gelesen? Das ist so super, das ist so streng und konsequent, noch viel strenger als Wolfgang Bühnes ‚Kann denn Liebe Sünde sein?‘“ Oh, dachte ich, dann muss es wirklich sehr streng und damit gut sein, und ich nahm es in unser Sortiment auf. (Ob es wirklich so gut ist, dazu unten mehr).</p>



<p>Das Buch wurde ein Mega-Bestseller und verkaufte sich weltweit 1,2 Millionen mal. (Damit wären wir als Verlag rundum sorglos saniert … denn das ist fast das Tausendfache von durchschnittlichen christlichen Sachbüchern.) Es folgten mehrere andere erfolgreiche Bücher, u.a. das Nachfolgebuch zu „Ungeküsst …“ namens&nbsp; „Frosch trifft Prinzessin“ über tatsächliche christliche Eheanbahnung (Harris selbst heiratete 1998).</p>



<p>1997 zog Harris nach Gaithersburg im Ballungsraum von Washington D.C. und begann dort an der Covenant Live Church unter C.J. Mahaney zu dienen, der ihn darauf vorbereitete, diese Megachurch als Hauptpastor zu übernehmen. Die Covenant Live Church war das Flagschiff des Sovereign-Grace-Church-Gemeindeverbunds, der auch in Deutschland durch sein ansprechend dezent-modernes Liedgut bekannt ist (Sovereign Grace Music). Sovereign Grace lässt sich kurz als charismatisch-reformiert bezeichnen, oder mit einem neueren Begriff als „New Calvinist“ („young, restless, reformed“). Joshua Harris wurde 2004 Hauptpastor dieser großen und einflussreichen Gemeinde, bis er 2015 von diesem Amt zurücktrat. Sein Rücktritt als Pastor hat möglicherweise auch mit einem Skandal bei Sovereign Grace Churches zu tun. Es wurden Anklagen verbreitet, die Leiterschaft decke Fälle von Kindesmissbrauch. Juristisch kam es zu keinem Urteil und es bleibt unklar, ob die Vorwürfe üble Nachrede waren, aber in der Folge kam es zu vielen Trennungen, unter anderem trennte sich auch die Stammgemeinde in Gaithersburg vom Sovereign-Grace-Verbund.</p>



<p>Harris nahm daraufhin 2015 ein Theologiestudium am Regent College in Vancouver auf und besuchte damit als 40-jähriges Homeschool-Kind erstmals vollzeitlich eine öffentliche Bildungseinrichtung. Der intensive Austausch mit Studenten war für ihn offenbar eine völlig neue Erfahrung, und dadurch öffnete er sich anscheinend erstmals für eine kritische Hinterfragung seines Bestsellers. 2016 begann er sein Buch „Ungeküsst und doch kein Frosch“ zunehmend in Frage zu stellen, zu widerrufen, sich auf „Opfersuche“ zu begeben und produzierte schließlich sogar einen Dokumentarfilm über negative Auswirkungen dieses Buches („I Survived ‚I Kissed Dating Goodbye‘“, Trailer auf Youtube). Der, der als „Erfinder der US-amerikanischen Purity-Culture“ galt, warf nun all das über Bord, was er Millionen Jugendlichen geraten hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Spekulation über Ursachen</h2>



<p>Wie konnte es dazu kommen, und dazu, dass Joshua Harris nun letztendlich sogar seinen Glauben an Jesus über Bord geworfen hat und nun eine ganz andere Weltanschauung vertritt? <a href="https://albertmohler.com/2019/08/01/joshua-harris">Albert Mohler schreibt dazu</a>: „Es kam nicht aus heiterem Himmel. Es gab seit einiger Zeit beunruhigende Anzeichen dafür, dass Joshua Harris sich in einem sehr bedeutsamen weltanschaulichen und geistlichen Wandel befand.“ Fraglich bleibt, ob dieser Wandel nur in den letzten 3 – 4 Jahren stattgefunden hat, oder ob man dafür seine gesamte Biografie berücksichtigen muss.</p>



<p>Man könnte über verschiedene Ursachen spekulieren. Wuchs er in der Homeschool-Bewegung zu isoliert von der Welt auf und wurde er von klein auf mit zu radikalen Ideen geistlich gefüttert, die in Richtung Gesetzlichkeit tendieren? Ideen und Denkmuster, die Stolz auf das eigene Bessersein-als-andere fördern, anstatt sich in allem, auch in der Heiligung, von Jesus abhängig zu wissen? Oder schlicht die Neigung zu radikalen Extremen? Schlug das Pendel des Ungleichgewichts, das ihn zuvor eher auf der rechten Seite des Pferdes hängen ließ, nun einfach zur anderen Seite aus und mangelte es an Halt durch die lebendige Beziehung zu Jesus, der uns aufrecht nach oben zieht?</p>



<p>Avancierte er zu früh und zu jung zu einer christlichen Führungsperson? War er nicht bewährt genug, um Hauptpastor einer Megachurch, Star-Autor, Gallionsfigur einer ganzen Bewegung zu werden? Die Bedingungen für Älteste fordern schließlich: „… nicht ein Neubekehrter, damit er nicht, aufgebläht, dem Gericht des Teufels verfalle“ (1Tim 3,6). Sogar Diakone sollten „zuerst erprobt (oder bewährt) werden, dann sollen sie dienen, wenn sie untadelig sind“ (1Tim 3,10).</p>



<p>Hat ihm der Skandal innerhalb der Sovereign Grace Ministries doch zu stark seelisch mitgenommen, dass er quasi traumatisiert oder einfach tief enttäuscht oder frustriert sich mehr und mehr vom Glauben abwand? (Dazu gibt es Meinungsäußerungen, aber das ist reinste Spekulation.)</p>



<p>Ist sein abgeirrter Weg eine schlechte Frucht von charismatischen Einflüssen oder einer zu wenig von der weltlichen Kultur (z.B. hinsichtlich Musik und Lebensstil) distanzierten New-Calvinist-Bewegung? Oder gar eine Art Strafe Gottes, ein Dahingeben und Fallenlassen von Gott, aufgrund vorheriger falscher Denk- und Handlungsweisen?</p>



<p>Hat ihn der Satan „erfolgreich“ angegriffen mit ethischer oder lehrmäßiger Verführung? Ist er insbesondere dem perfiden Gedankengut der Homo- und LBGTQ-Bewegung, das so massiv in christliche Kreise eingebracht wird, auf dem Leim gegangen? Dazu weiter unten noch mehr.</p>



<p>War die Ehe problematisch, weil er aus einem streng behüteten christlichen Elternhaus kam, seine Frau Shannon hingegen aus zerrütteten Verhältnissen stammt? Eine Ehe umfasst aber immer zwei Sünder, was eine lebenslange Herausforderung ist, und sie findet ihre Stabilität in der Verbindlichkeit, die sie als Bundesbeziehung hat, und in der Vergebung und Gnade in Christus.</p>



<p>Steckt er einfach in einer Midlife-Crisis und hat nach jahrelangem selbstlosen Dienst eine Gelegenheit gesehen und ergriffen, einen Weg zu gehen, der vermeintlich Selbstverwirklichung und eigenes Glück verspricht? <a href="https://hanniel.ch/2019/07/22/kolumne-joshua-harris-erfolgreich-gescheitert/">Ähnlich schreibt es Hanniel Strebel</a> in seiner Kolumne „Joshua Harris – erfolgreich gescheitert?“: „In einem anderen Vortrag sprach Harris davon, dass er sich stark genug wähnte, um fehl zu gehen. Er spricht die Kultur des erfolgreichen Scheiterns an. Diese ist der christlichen Weltanschauung entnommen und dann stark verfremdet worden. […] Scheitern erhält in der Definition von Harris eine andere Färbung: Ich stecke mir jetzt neue Ziele und gehe weiter. Das nächste Experiment ist bereits gestartet. Dies ist eine zeitgenössische Form des Verdeckens von Schuld und Scham.“</p>



<p>Hat sein Glaube es nicht ausgehalten, nach 40 Jahren ohne Schule und Universität ein Theologiestudium zu beginnen, das ihm womöglich liberales, bibelkritisches oder einfach verführerisches Gedankengut vermittelte? Doch in der Welt und unter ihrem Einfluss leben wir nach Gottes Willen alle, und dass Christen es durch Gottes Vorkehrungen und Macht verkraften, lebensfeindlichen Geistesströmungen ausgesetzt zu sein, erinnert mich oft an die Verheißung aus Markus 16,18: „Sie werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden.“ (Aber Vorsicht bei dieser Art von „Auslegung“!)</p>



<p>In Summa: An all dem kann etwas dran sein und all diese Punkte wurden auf verschiedenen Kanälen geäußert, aber das alles ist wie gesagt Spekulation. Den Punkt, dass junge und frischbekehrte Gläubige nicht zu rasch in Verantwortungspositionen aufsteigen sollten, halte ich biblisch am stichhaltigsten. Am wenigsten hingegen halte ich von einer Spekulation über eine „Strafe Gottes“. Auch wenn das nicht ausgeschlossen ist, hat niemand das Recht zu einem solchen Urteil. Abgefallene kann es in allen Denominationen, Strömungen und Bewegungen und mit allen Hintergründen geben, auch in unseren eigenen heiligsten Reihen. Bei jedem von uns ist es Gnade, dass Gott uns hält und trägt.</p>



<p>Ja, Gott sei der Dank dafür, dass geschätzte und gefühlte 99,9 % unserer Glaubensvorbilder und -führer nicht abfallen. Wenn man sich bei anderen Ersatzreligionen, Ideologien und Steckenpferden umschaut, ist die Fluktuationsrate viel höher als bei Christen. Politisch Linke werden zu politisch Rechten und umgekehrt, Low-Carb-Esser zu Vegetariern, FC-Bayern-Fans wechseln zu Dortmund. Aber Christus hält die Seinen fest und sie bleiben treu, obwohl die Verlockungen und dämonischen Angriffe auf uns und besonders auf unsere Führer viel stärker sind als die Gründe, von einem Fußballverein zum anderen zu wechseln. Und die in der Bibel angekündigten (also nicht als Unfall zu bewertenden) Fälle des Abfalls sind Warnungen, machen dankbar und vorsichtig, führen uns ins Gebet und lassen uns flehend hoffen, dass bei den Betroffenen doch noch eine Umkehr stattfindet.</p>



<p>Dieser Artikel geht im <a href="https://www.cbuch.de/timotheus-magazin-nr-36-03-2019-der-fall-joshua-harris.html">Timotheus-Magazin Nr. 36</a> weiter mit folgenden Überschriften:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wenigstens konsequent – die hohe Bedeutung der Sexualethik</li><li>Unverlierbarkeit des Heils?</li><li>Was ist von seinem Buch „Ungeküsst und doch kein Frosch“ zu halten?</li><li>Welche Lektionen lernen wir aus dieser Sache?</li></ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.betanien.de/lektionen-aus-dem-fall-von-joshua-harris/">Der Fall von Joshua Harris</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.betanien.de">Betanien Verlag</a>.</p>
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		<title>Was ist eigentlich Pferdestärke?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Aug 2019 10:53:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre/Erbauung]]></category>
		<category><![CDATA[Timotheus Magazin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einmal war ich mit einem christlichen Freund zu Besuch in einer Gemeinde in einem anderen Ort, und diese Gemeinde gehörte auch einer etwas anderen Richtung an, als wir es gewohnt waren. Eigentlich war  es eine sehr konservative Gemeinde, aber eine Sache fiel dem befreundeten Bruder draußen auf dem Parkplatz auf. </p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.betanien.de/was-ist-eigentlich-pferdestaerke/">Was ist eigentlich Pferdestärke?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.betanien.de">Betanien Verlag</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-small-font-size">Von Hans-Werner Deppe, erschienen in <a href="https://www.betanien.de/timotheus-magazin-35/">Timotheus Magazin Nr. 35</a> (02/2019)</p>



<p>Einmal war ich mit einem christlichen Freund zu Besuch in
einer Gemeinde in einem anderen Ort, und diese Gemeinde gehörte auch einer etwas anderen Richtung an, als wir es gewohnt waren. Eigentlich war 
es eine sehr konservative Gemeinde, aber eine Sache fiel dem befreundeten Bruder draußen auf dem Parkplatz auf. Er meinte zu mir: „Schau mal, wie viele Autos der jungen Leute hier mit Doppelauspuff­rohren aufgemotzt sind“. Nun ja, es wurden nur sehr alte Lieder in der Gemeinde gesungen, aber dafür auf starke oder zumindest stark aussehende Autos Wert gelegt. Ist das etwa falsch? </p>



<p>Ein Doppelauspuff muss nicht unbedingt auf einen PS-starken Motor hindeuten. Aber starke Motoren und schnittige Autos liebt der Mensch nun einmal. Eigentlich wurde zur Bezeichnung der Leistung eines Autos bereits  1978 die Maßeinheit Kilowatt eingeführt. Laut einer EU-Richtlinie muss die Motorleistung in kW angegeben werden. Allerdings konnte sich die Bezeichnung kW landläufig nicht durchsetzen; wir sprechen einfach viel lieber über PS, weil Pferdestärken viel plastischer die tierisch-unbändige Kraft unserer Motoren ausdrücken. Und so gibt es eine weitere EU-Richtlinie, die bei Kraftfahrzeugen weiterhin die zusätzliche Angabe der Leistung in der Maßeinheit PS erlaubt (1 PS = 0,735 kW).</p>



<span id="more-5223"></span>



<p>Wir werden gleich sehen, dass diese sehr menschliche Vorliebe für Pferdestärke auch in der Bibel zutage tritt. Doch zunächst kurz zum Hintergrund des Begriffs. Der Erfinder James Watt (1736 – 1819) führte die Maßeinheit PS zur Beschreibung der von ihm (weiter-) entwickelten Dampfmaschine ein. Damit wollte er den Betreibern von Bergwerken verdeutlichen, wie viele Arbeitspferde durch eine Dampfmaschine ersetzt werden können. In den Bergwerken wurden Ponys und Pferde zum Schleppen der Lasten aus dem Stollen eingesetzt und zum Ziehen von Seilen an Rollen-Hebewerken (so genannte Göpel). Ein typisches Pferd schaffte in einer Arbeitsschicht von zehn Stunden eine bestimmte Anzahl Kohlensäcke aus einer bestimmten Tiefe heraufzuziehen. James Watt bezifferte diese Leistung auf 33.000 Foot-pound pro Minute. Das entspricht dem Heben von 
75 Kilogramm um einen Meter in einer Sekunde.</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="960" height="555" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?resize=960%2C555&#038;ssl=1" alt="Was ist eigentlich Pferdestärke?" class="wp-image-5225" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?resize=1024%2C592&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?resize=300%2C174&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?resize=768%2C444&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?resize=1536%2C889&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?resize=2048%2C1185&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?resize=190%2C110&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?resize=24%2C14&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?resize=36%2C21&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?resize=48%2C28&amp;ssl=1 48w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/pferdestaerke-ps.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>



<p>Pferdestärke hat also ursprünglich wenig mit beeindruckender Geschwindigkeit zu tun, sondern mit der stumpfen Kraft von Arbeitstieren.  Und Pferdestärke ist auch nicht die maximale Kraft eines Pferdes, sondern die Leistung, die ein Pferd über einen ganzen Tag konstant erbringen kann. Wenn ein Pferd einen Sprint einlegt, also kräftig galoppiert, kann es schon mal über 20 PS freisetzen. Ähnlich ist es beim Radfahren (Highend-Rennräder haben Leistungssensoren eingebaut, die auf dem Radcomputer die Tretleistung in Watt angeben): Über längere Zeit kann man  auf einer Radtour durchschnittlich vielleicht 100 bis 200 Watt treten, aber wenn es z. B. steil bergauf geht, schafft man für kurze Zeit auch 500 bis 1000 Watt (ca. 1 PS). Im Gegensatz zu Motoren ist das Leistungsvermögen von Mensch und Tier nicht konstant. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Pferd in der Bibel</h2>



<p>Interessanterweise steht das Pferd mit seiner Kraft und Schnelligkeit auch in der Bibel für eine beeindruckende Leistung. Die alten Ägypter waren bekannt und gefürchtet für ihre Pferde und Streitwagen, mit denen sie auch den Israeliten bei ihrem Auszug aus der Sklaverei nachjagten (2Mo 14,9), aber Gott warf „Pferd und Wagen ins Meer“ (2Mo 15,1.21; vgl. 5Mo 11,4). Besonders im Krieg boten Pferde einen buchstäblich gewaltigen Vorteil. So repräsentiert das Pferd in der Bibel tatsächlich eine menschliche und weltliche Kraft. Menschen sind von der imposanten Schnelligkeit, Kraft und ehrfurchtgebietenden Gestalt der Pferde beeindruckt (auch Polizisten sitzen mitunter hoch zu Ross, um sich in Menschenmengen Respekt zu verschaffen), aber Gott ermahnt uns, darauf nicht zu vertrauen.</p>



<p>Im mosaischen Gesetz war verordnet, dass sich die israelitischen Könige nicht viele Pferde anschaffen sollten, insbesondere nicht aus Ägypten (5Mo 17,16). Doch bereits Salomo verstieß gegen dieses Gebot und hatte 12.000 Pferde (1Kö 5,6; 10,26) und baute eigens dafür Pferde- und Wagenstädte (1Kö 9,19). </p>



<p>In der Bibel repräsentiert Ägypten die Welt mit ihren verlockenden Angeboten, und ganz ähnlich repräsentiert das Pferd weltliche Kraft und imponierende menschliche Stärke. Israels Feinde griffen oft mit Pferd und Wagen an, aber Gott hatte gesagt: „Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und siehst Pferde und Wagen, ein Volk, zahlreicher als du, dann sollst du dich nicht vor ihnen fürchten. Denn der HERR, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, ist mit dir“ (5Mo 20,1). Vertrauen auf Gott und Vertrauen auf Pferdestärke standen und stehen in direktem Widerspruch zueinander. Als die Israeliten aus Ägypten auszogen,  plünderten sie die Ägypter aus und nahmen deren Gold, Silber und andere Wertgegenstände mit, aber keine Pferde. Sie mussten zu Fuß durch die Wüste ziehen.</p>



<p>In Josua 11 vereint sich eine riesige Allianz kanaanäischer Armeen gegen Israel, „ein Volk, so zahlreich wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge, sowie sehr viele Pferde und Wagen“ (Vers 4). Gott aber gab den Israeliten den verheißenen Sieg, und sie sollten die Pferde lähmen (d. h. die Achillessehnen der Hinterbeine durchtrennen), was sie auch taten.</p>



<p>Der erste Israelit, von dem berichtet wird, dass er sich Pferde und Wagen anschaffte, ist übrigens Absalom, der tollkühne und rebellische Sohn Davids (2Sam 15,1). Ihm selbst wurde im kriegerischen Aufstand gegen  seinen Vater eine Flucht auf einem Reittier zum tödlichen Verhängnis (2Sam 18,9). Das geschah allerdings auf einem Maultier, einer Mischung aus Pferd und Esel, die den Israeliten zu züchten verboten war (3Mo 19,19).</p>



<p>In Jeremia 12,5 wird das Pferd wegen seiner besonderen Schnelligkeit hervorgehoben: „Wenn du mit Fußgängern läufst und sie dich schon ermüden, wie willst du dann mit Pferden um die Wette laufen?“ </p>



<p>Es ist tatsächlich eine interessante Parallele, dass die Leute heute noch so viel Wert auf „Pferdestärken“ unter ihrer Motorhaube legen und damit imponieren und protzen, und genau dieses Tier und seine Eigenschaften der Kraft und Schnelligkeiten auch in der Bibel repräsentativ für fleischliches Muskelspielen steht. </p>



<p>Doch Gott „hat kein Gefallen an der Stärke des Rosses, noch Freude an den Schenkeln des Mannes; der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, an denen, die auf seine Gnade harren“ (Ps 147,10-11).</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1500" height="1000" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/DSC01699.jpg?fit=960%2C640&amp;ssl=1" alt="" class="wp-image-5253" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/DSC01699.jpg?w=1500&amp;ssl=1 1500w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/DSC01699.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/DSC01699.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/DSC01699.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/DSC01699.jpg?resize=190%2C127&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/DSC01699.jpg?resize=24%2C16&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/DSC01699.jpg?resize=36%2C24&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/09/DSC01699.jpg?resize=48%2C32&amp;ssl=1 48w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure>



<p>Geistliches Vertrauen auf Gott und fleischliches Vertrauen auf „Pferdestärke“ bilden in der Bibel einen Gegensatz: „So spricht der Herr,  HERR, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke. Aber ihr habt nicht gewollt. Ihr sagtet: ‚Nein, sondern auf Pferden wollen wir fliegen‘, darum werdet ihr fliehen; und: ‚Auf Rennern wollen wir reiten‘, darum werden eure Verfolger hinter euch her rennen“ (Jes 30,15-16). Und: „Wehe denen, die nach Ägypten hinabziehen um Hilfe, sich auf Pferde stützen und die ihr Vertrauen auf Wagen setzen, weil es viele sind, und 
auf Reiter, weil sie zahlreich sind; die aber auf den Heiligen Israels nicht schauen und nach dem HERRN nicht fragen! … Auch die Ägypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre Pferde sind Fleisch und nicht Geist“ (Jes 31,1-3).</p>



<p>In den Psalmen wird mehrmals vor dem fleischlichen Vertrauen auf Pferdestärke gewarnt: „Diese denken an Wagen und jene an Rosse, wir aber denken an den Namen des HERRN, unseres Gottes“ (Ps 20,8). „Ein Trug ist das Ross, wenn Rettung nötig ist, und mit seiner großen Kraft rettet es nicht“ (Ps 33,17). Wahre Rettung liegt darin, Gott zu fürchten und sich von seiner Gnade abhängig zu wissen, wie der darauffolgende Vers lehrt: „Siehe, das Auge des HERRN ruht auf denen, die ihn fürchten, die auf seine Gnade harren, dass er ihre Seele vom Tod errette und sie am Leben erhalte in Hungersnot“ (33,18).</p>



<p>In der eingangs erwähnten Gemeinde wird sicher niemand zur Rettung auf 
Doppelauspuffrohre und Pferdestärke „vertraut“ haben, aber wir alle sollten unsere Herzen prüfen, ob wir nicht diesem allzu menschlichen, jahrtausendealten Denkmuster entsprechen, einer imposanten Muskel- und  Motorkraft zu viel Wert und Ehre beizumessen. Und wenn es wirklich um unsere Rettung, unser Seelenheil – und die Erfüllung all unserer Sehnsüchte – geht, darf es nichts anderes geben als allein die Gnade Gottes, die er in Jesus erwiesen und in der Bibel geoffenbart hat, auf die wir uns im Glauben stützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pferd oder Esel?</h2>



<p>Für Gott, der mit einem Wort Galaxienhaufen ins Dasein rief und für den Lichtgeschwindigkeit normale Gangart ist, ist es ein geradezu lächerlicher Unterschied, ob ein Fahrzeug 500, 150 oder 50 PS hat. Oder ob jemand auf einem Pferd, Pony, Maultier oder Esel reitet – oder zu Fuß geht. Für uns kann es den Unterschied machen, ob wir für einen Neuwagen 50.000 Euro ausgeben und kein Geld mehr haben, oder 25.000 Euro und noch etwas spenden können.</p>



<p>Aber es macht auch für Gott einen Unterschied. Der Herr Jesus zog nicht von ungefähr weder in einer Sänfte noch triumphal auf einem Pferd in Jerusalem ein, sondern auf einem Esel, sogar einem Eselfohlen: „Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und auf einer Eselin reitend, und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers“ (Mt 21,5; Sach 9,9).</p>



<p>Der Esel bildet in der Bibel tatsächlich eine geradezu „geistliche“ Alternative zum fleischlich-weltlichen Pferd. Erstmals finden wir Esel beim Reichtum Abrahams (1Mo 12,16; 24,35; vgl. Hiob 1,3). Mit dem Esel ist nicht unbedingt ein Krieg zu gewinnen, aber er ist ein nützliches und zuverlässiges Lasttier. Abraham sattelte seinen Esel, als er sich aufmachte, um seinen Sohn Isaak zu opfern (1Mo 22,3.5). Aber auch geritten wurde in Israel auf Eseln, und das nicht zu knapp. Der Richter Jair hatte „dreißig Söhne, die auf dreißig Eseln ritten“ (Ri 10,4); und das wurde noch getoppt von dem Richter Abdon: „Er hatte vierzig Söhne und dreißig Enkel, die auf siebzig Eseln ritten“ (Ri 12,14).</p>



<p>Der Esel diente in Israel aber nicht nur als Last- und Reittier, er hatte auch gewissermaßen eine menschliche Seite und „dient“ somit als ein  Spiegelbild für uns. Manche der mosaischen Gesetze betreffen auch die Esel – z. B. die Hilfe für einen unter der Last zusammengebrochenen Esel in 2. Mose 3,5. Dem Esel galt sogar das Sabbatgebot; auch er sollte ruhen  (2Mo 23,12). So wird der Esel im mosaischen Gesetz gewissermaßen „sozialisiert“. Und ganz klar als Typus für den erlösungsbedürftigen Menschen dient der Esel aufgrund des Gesetzes von 2. Mose 13,13: Jeder erstgeborene Esel musste durch ein Lamm „ausgelöst“, also freigekauft werden, ansonsten musste ihm das Genick gebrochen werden (vgl. 2Mo 34,20). „Lamm oder Leben“ lautete die Devise für den Esel, genau wie für uns – natürlich abgesehen davon, dass wir zu unserer Erlösung den Herrn Jesus als das Lamm Gottes brauchen. </p>



<p>Die menschliche Seite des Esels sehen wir vielleicht am deutlichsten bei der merkwürdigen Begebenheit mit Bileam, der auf seiner Eselin durch einen Hohlweg ritt, um das Volk Israel im Auftrag Balaks zu verfluchen. Der Engel des Herrn stellte sich mit gezücktem Schwert in den Weg – Bileam sah ihn nicht, aber die Eselin, die auswich und sich hinlegte, sah ihn (4Mo 22,24-28). Als Bileam deshalb die Eselin verärgert schlug, wirkte Gott ein Wunder, sodass die Eselin sprechen konnte und Bileam ins Gewissen redete. Es wäre gut, wenn wir uns in dieser Geschichte eher mit der Eselin identifizieren (die unter ihrem ungeistlichen Herrn litt, aber  geistlich damit umging …) als mit Bileam.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die vorbildlichen Eigenschaften des Esels</h2>



<p>Im Gegensatz zum protzigen Pferd und zu aufheulenden Motoren drückt der Esel Demut, Bescheidenheit und Sanftmut aus – Charakterzüge, die unserem Herrn entsprechen. Wir kennen die Redewendung: „Komm mal von deinem hohen Ross herunter“, was eine Ermahnung an einen arroganten, eingebildeten Menschen ist. Aber „komm mal von deinem hohen Esel herunter“ wäre ein Widerspruch in sich, zumal man auf einem Esel überhaupt nicht hoch sitzt – Esel und Reiter sehen eher so bescheiden aus 
wie ein Mann auf einem zu kleinen Fahrrad. </p>



<p>Der Esel hat aber noch viele weitere gute Eigenschaften. Er kann ungefähr genauso viel Gewicht als Last tragen, wie er selber wiegt (bis zu mehreren hundert Kilogramm) – er könnte also einen anderen Esel tragen. Im Gegensatz zum Pferd scheut der Esel bei plötzlichen Gefahren nicht, sondern bleibt ruhig stehen. Ein Pferd würde Hals über Kopf wegrennen und sich dabei womöglich verletzen. Vor allem auf unebenen Untergründen wäre das fatal für Pferd und Reiter. Aber der Esel ist ruhig, besonnen und trittsicher. Dummheit wird ihm fälschlicherweise wegen des Stehenbleibens bei Gefahren und Stress nachgesagt. Stattdessen ist der Esel sehr klug und hat auch ein hervorragendes Gedächtnis. Einen einmal gegangenen Weg merkt er sich für immer, auch schwierige Passagen wie die Route durch ein flaches Gewässer. Das wäre für die wilden Pferde undenkbar. Pferde mögen schön aussehen, aber nützlich sind sie nur bedingt. </p>



<p>Esel sind schlau und gutmütig. Ihren Besitzern gehorchen sie treu, Fremden jedoch nicht so gern. Hier zeigen sie sich schon mal störrisch. Esel fungieren sogar als Wachtiere, denn mit ihrem guten Gehör nehmen sie nachts Wölfe oder Einbrecher wahr und warnen mit ihrem durchdringenden I-Ah. Und Esel sind sehr genügsam und kommen mit viel weniger Wasser und Nahrung aus als Pferde. Das ist natürlich besonders in den trockenen Gegenden der biblischen Länder von Vorteil. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Aus Fiat wird Ferrari</h2>



<p>Pferd und Esel sind in der Bibel wie ungleiche Brüder. Das äußerlich beeindruckende Pferd repräsentiert eine falsche, fleischliche Hoffnung und ein falsches, weltliches Vorbild. Der Esel hingegen ist ein treuer Diener und war sogar dem Herrn Jesus nützlich. </p>



<p>Aber dieser Gegensatz besteht nicht für alle Ewigkeit. Letztendlich dient auch das Pferd als Geschöpf zur Ehre seines Schöpfers. Und gerade dazu eignet sich das Pferd ja hervorragend – um Ehre und Triumph auszudrücken. Im Buch Esther wird Mordachai besondere Ehre zuteil (und Haman besondere Schmach), indem er auf dem Pferd Hamans über den Platz der Stadt reitet und Haman per Pedes die Ehrung vor ihm ausruft (Est 6,11). So wird auch der Herr Jesus triumphierend bei seiner Wiederkunft beschrieben: „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und 
führt Krieg in Gerechtigkeit“ (Offb 19,11). Und auch die ihm folgenden 
Heerscharen „folgten ihm auf weißen Pferden“ (Vers 14). Der Titel des Herrn Jesus ist dann nicht nur das „Lamm wie geschlachtet“, sondern „der,  der auf dem Pferd sitzt“ (Vers 19 und 21), der Löwe aus dem Stamm Juda.</p>



<p>So werden in der neuen Schöpfung auch die Pferde erlöst sein von ihrem  negativen Status und ägyptischen Beigeschmack. „An jenem Tag wird auf den  Schellen der Pferde stehen: ‚Heilig dem HERRN‘“ (Sach 14,20), so wie einst bei den Priestern. Sie sind dann gereinigt und Gott geweiht und dienen ihm, genau wie wir und die ganze neue Schöpfung! Der Unterschied zu uns ist, dass wir durch das Werk von Golgatha und die Auferstehung schon jetzt in dieser Welt Erstlinge der neuen Schöpfung sein sollen. </p>



<p>Doppelauspuffrohre und viele PS unter der Motorhaube passen da nicht so recht zu dieser Gesinnung, die das Beste in der Ewigkeit erwartet und in der Jetztzeit einfach dem Herrn, der für uns starb, dienen möchte. </p>



<p>Vielleicht habt ihr schon mal an einem kleinen Fiat diesen Aufkleber gesehen: „Wenn ich groß bin, werde ich ein Ferrari.“ Bei Autos ist das zwar nur Wunschdenken, aber bei Christen ist etwas ganz Ähnliches Realität. In dieser Welt gleichen wir eher bescheidenen, treu arbeitenden Eseln, aber wir werden majestätisch wie Pferde sein – und diese neue Natur tragen wir jetzt schon in uns. Aus uns Eseln werden Pferde, und dann werden wir ganz zur Ehre des triumphierenden Herrn Jesus Christus sein.</p>
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		<title>Hat der Herr Jesus zwei Bräute?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2019 13:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre/Erbauung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Frage in dieser Überschrift mag für viele erstaunlich bis absurd klingen. Kürzlich hörte ich jedoch in einer Predigt genau diese These: Der Herr Jesus habe zwei Bräute, Israel und die Gemeinde, eine irdische und eine himmlische Braut. Zu noch größerem Erstaunen war der zugrundeliegende Predigttext &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-5065" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/04/hat-gott-zwei-braeute.jpg?resize=650%2C433&#038;ssl=1" alt="Hat der Herr Jesus zwei Bräute?" width="650" height="433" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/04/hat-gott-zwei-braeute.jpg?w=650&amp;ssl=1 650w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/04/hat-gott-zwei-braeute.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/04/hat-gott-zwei-braeute.jpg?resize=190%2C127&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/04/hat-gott-zwei-braeute.jpg?resize=24%2C16&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/04/hat-gott-zwei-braeute.jpg?resize=36%2C24&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/04/hat-gott-zwei-braeute.jpg?resize=48%2C32&amp;ssl=1 48w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" />Die Frage in dieser Überschrift mag für viele erstaunlich bis absurd klingen. Kürzlich hörte ich jedoch in einer Predigt genau diese These: Der Herr Jesus habe zwei Bräute, Israel und die Gemeinde, eine irdische und eine himmlische Braut. Zu noch größerem Erstaunen war der zugrundeliegende Predigttext die Geschichte Jakobs aus 1. Mose 28-29. Und Jakob hatte zwei Frauen, Lea und Rahel. Von dort leitete der Prediger seine merkwürdige Aussage über den Herrn Jesus ab.</p>
<p>Diese Lehre, dass Jesus Christus zwei Bräute habe, ist nicht nur eine eigentümliche Ansicht dieses Predigers, sondern die offizielle Lehre des „exklusiven“ Zweiges der Brüderbewegung. Der in diesen Kreisen renommierte Autor Christian Briem lehrt auch in seiner grundlegenden Gemeinde-Dogmatik „Da bin ich in ihrer Mitte“, dass der Herr Jesus zwei Bräute habe (S. 107 u.a.).<span id="more-5064"></span></p>
<h2>Strikte Trennung zwischen Israel und Gemeinde</h2>
<p>Wenn man die Lehre des Dispensationalismus, die strikte Trennung zwischen Israel und Gemeinde als zwei verschiedene Völker Gottes, konsequent zu Ende denkt, muss man wohl zu diesem Ergebnis kommen, denn beide, Israel und die Gemeinde, werden in der Bibel als Braut, Verlobte bzw. Ehefrau des Herrn beschrieben. Vielleicht mag man die Tragweite dieser Konsequenz abschwächen, indem man sagt, die Ehe sei ja nur ein Bild für die enge und liebevolle Beziehung Christi zu den Seinen. Ja, die Ehe ist eine Verbildlichung der höheren Realität der Liebe Christi zu seinem Volk. Aber drückt dieses Bild nicht gerade die ganz besonders exklusive, alleinige, unübertragbare Liebe und Beziehung Christi zu seiner Gemeinde aus? Ehe heißt <em>ein</em> Mann und <em>eine</em> Frau. Ein Christ soll schließlich alle Menschen in einem gewissen Sinne lieben, aber seine eheliche Liebe mit allem, was dazugehört, soll und darf nur einem einzigen Menschen ganz exklusiv gelten. „Dieses Geheimnis [der ehelichen Beziehung und Einswerdung] ist groß, ich aber deute es auf Christus und seine Gemeinde“, schreibt Paulus in Epheser 5,32. Die Beziehung von Christus zu seiner Braut ist das Ideal der Ehe, und das Ideal der Ehe kann unter keinen Umständen ein Bräutigam mit zwei Bräuten sein!</p>
<p>Die Herleitung und Begründung seiner These durch den Prediger war nicht gerade gesunde Schriftauslegung. Jakob ist Israel, „Kämpfer Gottes“ und somit ein Typus auf den wahren Israel, den Herrn Jesus. Und Jakob hatte zwei Frauen, deshalb übertrug der Prediger auch das auf den Herrn. Aber Jakob hatte viele Fehler und Macken, die der Herr Jesus nicht hatte. Jakob liebte Rahel mehr als Lea. Jakob hatte außerdem noch zwei Nebenfrauen, die einige der zwölf Stammväter des Volkes Israel zur Welt brachten. David hatte sieben Frauen und Salomo eintausend (1Kö 11,3). War das gut? Nein.</p>
<p>Doch auch wenn diese Predigt in diesem Punkt ein Paradebeispiel für schlechte Schriftauslegung ist (und für Hineinlegung), bleibt die Tatsache, dass in manchen christlichen Kreisen offiziell gelehrt wird, der Herr Jesus habe zwei Bräute. Deshalb handelt es sich bei diesem Standpunkt nicht um eine groteske Stilblüte, sondern um eine verbreitete Ansicht.</p>
<h2>Das vereinte Gottesvolk</h2>
<p>Bei dieser Auffassung wird ignoriert, dass durch das Erlösungswerk Jesu die „Zwischenwand der Umzäunung“ (Eph 2,14), die Trennung der Heiden vom Volk Gottes und damit die Gottesfeindschaft der Heiden, ein für allemal abgebrochen ist. Am Kreuz hat Jesus alle, die an ihn glauben, mit Gott und auch miteinander versöhnt: „Er hat aus beiden (gläubigen Juden und Heiden) eins gemacht“ (Eph 2,14). Die Lehre von den zwei Bräuten betrifft also direkt das Werk vom Kreuz und nimmt einen Teil dessen Errungenschaft weg. Männer sollen ihre Ehefrauen so lieben, „wie Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat“ (Eph 5,25). Christus hat sich am Kreuz nicht für zwei Bräute hingegeben, sondern für eine, für das eine vereinte Gottesvolk aus gläubigen Juden und Heiden.</p>
<p>Im Römerbrief wird diese „Erweiterung Israels um gläubige Heiden“ mit dem Bild des Ölbaums verdeutlicht. Gläubige Heiden sind als neue Zweige in den Ölbaum eingepfropft (Röm 11,17-21). Es gibt nicht zwei Ölbäume, sondern einen – aus dem manche Zweige ausgebrochen wurden (die Ungläubigen unter den Juden) und andere Zweige eingepfropft wurden. Ungeachtet dessen, wie es in Zukunft mit dem heutigen Israel weitergehen wird – hier kann man unterschiedlicher Ansicht sein, ohne dadurch Grundlagen des Evangeliums anzutasten –, müssen wir festhalten, dass es nur <em>ein</em> Bundesvolk Gottes gibt, für das der Herr Jesus sein Blut als Lösegeld vergossen hat.</p>
<h2>Gilt der Neue Bund Israel oder der Gemeinde?</h2>
<p>Das Thema des Bundes macht dies ebenfalls deutlich. Der Alte Bund Moses wurde natürlich speziell mit dem klar umrissenen ethnischen Volk Israel geschlossen. Was aber ist mit dem Neuen Bund? Gilt er Israel oder der Gemeinde? Manche sagen, er gelte nur oder speziell Israel, denn so klingt es bei der ersten Erwähnung dieses Bundes in Jeremia 31,31: „Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund.“ Das war ja auch die einzige Rettung und Hoffnung, denn den Alten Bund hatte Israel hoffnungslos gebrochen. Andere meinen, der Neue Bund sei speziell an die neutestamentliche Gemeinde gerichtet („Neuer Bund“ heißt im griechischen auch „Neues Testament“), denn der Herr Jesus weiht diesen Bund mit dem Abendmahlskelch ein und erklärt dabei die Bundesschließung durch sein vergossenes Blut (Lk 22,20). Verkündiger des Evangeliums sind „Diener des neuen Bundes“ (2Kor 3,6). Der Schreiber des Hebräerbriefes zitiert Jeremia 31 und verdeutlicht, dass Christen unter diesem Bund Vergebung und ewiges Leben haben (Hebr 8,8-13; 9,15; 12,24).</p>
<p>Die Erklärung liegt auf der Hand: Wenn die gläubigen Heiden „Miteinverleibte und Mitteilhaber“ (Eph 3,6) des Gottesvolkes und der alttestamentlichen Verheißungen sind, dann ist es falsch, weiterhin zwischen Israel und der Gemeinde zu trennen. <em>Ein</em> Volk, <em>ein</em> Bund, <em>eine</em> Braut. <em>Eine</em> vereinte Herde aus Heiden und Juden (Joh 10,26), <em>ein</em> Hirte. Gottes Volk des Neuen Bundes umfasst Juden wie Heiden.</p>
<p>Christen sind „als keusche Jungfrau“ dem Herrn Jesus „verlobt“ (2Kor 11,2). Die eine „Braut des Lammes“ (Offb 21,9) ist das neue, himmlische Jerusalem, das in seiner Herrlichkeit und Reinheit in Offenbarung 21 beschrieben wird und die ewige gemeinsame Behausung Gottes und seines Volkes sein wird. Die Gemeinschaft wird so eng und innig sein, dass Braut und Bräutigam, Stadt, Tempel, Anbeter und Gott selbst völlig vereint miteinander sind. Die Braut ist die Stadt und die Stadt ist der Tempel und der Tempel ist Gott selbst. So nah werden die Erlösten ihm sein, dem Lamm, das für sie gestorben und auferstanden ist. Ist da irgendwo Platz für eine zweite Braut? Ein schrecklicher Gedanke, den ich nicht weiterdenken möchte und der zutiefst dem Wesen der Ehe und dem treuen, liebenden Wesen Gottes widerspricht.</p>
<h2>Kontinuität zwischen Altem und Neuen Testament</h2>
<p>Der Grundfehler dieses konsequenten Dispensationalismus ist das Zerstückeln von Altem und Neuen Testament. Der Dispensationalismus betont die Diskontunitäten zwischen Altem und Neuem. Aber eine große Kontinuität durchzieht den ganzen Heilsplan Gottes. Ja, es gibt zwar Brüche, Einschnitte und Veränderungen, aber sein großer Plan läuft von Anfang bis zum Ende weiter. Ja, es wird eine neue Schöpfung geben, die nicht die alte ist – denn die vergeht –, aber doch gibt es hier ein neues Jerusalem – und den menschgewordenen, auferstandenen Herrn, der auf dieser alten Erde gelebt hat, und uns und Bäume des Lebens usw. Kontinuität und Diskontinuität – beides muss berücksichtigt werden. Aber wie wunderbar, dass Gottes Heilsplan trotz aller Konflikte, Kämpfe und Komplotte kontinuierlich weitergeht – und er seine alttestamentlichen Verheißungen durch das Evangelium erfüllt (das ist das Thema u.a. von Römer 9-11).</p>
<p>Die Braut ist das himmlische Jerusalem, das z.B. in Jesaja 54 beschrieben wird, was Paulus in Galater 4,27 aufgreift und neutestamentlich deutet. In Jesaja 60,11 wird Israel verheißen, dass die Tore Jerusalems „beständig offen stehen, Tag und Nacht werden sie nicht geschlossen, um zu dir zu bringen den Reichtum der Nationen“ und das wird in Offenbarung 21,25-26 wörtlich wiederholt in Bezug auf das neue Jerusalem. In Christus werden alle Verheißungen erfüllt. Angesichts seines kontinuierlichen und doch so komplexen Heilsplans kann man nur wie Paulus staunend ausrufen: „O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unaufspürbar seine Wege! … Denn aus ihm und durch ihn und zu ihm hin sind alle Dinge! Ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen“ (Röm 11,33-36).</p>
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		<title>In diesem Jahr acht Bücher über Gemeinde lesen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jan 2019 11:58:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie wäre es, wenn Sie dieses Jahr acht kurze und knackige Bücher über einige essenzielle und spezielle Bereiche des Gemeindelebens lesen würden? Die Gemeinde Jesu ist die einzige Institution in dieser Welt, die Verheißungen für diese Zeit und auch für die Ewigkeit bekommen hat. Nichts ist &#8230; </p>
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<p>Wir haben einen kompakten Plan entwickelt, der Ihnen Orientierung im Bücherdschungel bietet. Und so ist der Plan aufgebaut: Den ersten und letzten Monat des Jahres, die bekanntlich mit starken Herausforderungen gefüllt sind, lassen wir in diesem Plan aus. Auch zwei Sommermonate sind frei, zu denen wir später eine Lektüreempfehlung geben werden. Die anderen acht Monate lesen Sie Bücher mit jeweils ca. 120 Seiten aus der Serie <a href="https://www.betanien.de/verlagsprogramm-list/9merkmale-gesunder-gemeinden/"><em>9 Merkmale für eine gesunde Gemeinde</em></a>.<span id="more-4975"></span></p>
<h2>Januar</h2>
<p><strong>*frei*</strong></p>
<h2>Februar</h2>
<p><strong>Jonathan Leemann: <a href="https://www.cbuch.de/leeman-gemeindemitgliedschaft.html?utm_source=9mblog" target="_blank" rel="noopener">Gemeindemitgliedschaft</a><br />
</strong><em>Wie die Welt sehen kann, wer zu Jesus gehört</em><strong><br />
</strong></p>
<p>Wir fangen mit den Grundlagen an. Der Autor verspricht Ihnen, wenn Sie die biblische Sicht von Gemeindemitgliedschaft verstehen, sich dann Ihre gesamte Auffassung vom Christsein verändern wird. Sind Sie neugierig geworden?</p>
<h2>März</h2>
<p><strong>Mark Dever: <a href="https://www.cbuch.de/dever-wachstum-durch-juengerschaft.html?utm_source=9mblog" target="_blank" rel="noopener">Wachstum durch Jüngerschaft</a><br />
</strong><em>Wie man anderen hilft, Jesus nachzufolgen</em><strong><br />
</strong></p>
<p>Das Christentum ist nicht für den rauen Individualisten, den Do-it-yourself-Mann, der alles auf eigene Faust macht und niemand anderen braucht. Gott möchte, dass Sie in einer Gemeinde sind, damit Sie anderen gezielt geistlich dienen und andere in der Nachfolge unterstützen. Das geschieht größtenteils in und durch Gemeinden, was heute schnell übersehen wird.</p>
<h2>April</h2>
<p><strong>Bobby Jamieson: <a href="https://www.cbuch.de/jamieson-gesunde-lehre.html?utm_source=9mblog" target="_blank" rel="noopener">Gesunde Lehre</a><br />
</strong><em>Wie eine Gemeinde in der Liebe und Heiligkeit Gottes wächst</em><strong><br />
</strong></p>
<p>Wenn im April die Blütezeit vieler Pflanzen ihren Höhepunkt erreicht, werden mit diesem Buch Fragen beantwortet, wie gesunde Gemeinden florieren können. Wir müssen gesunde Lehre tief in unser Herz einpflanzen, damit die Frucht der Christusähnlichkeit in unserem Leben und in den Gemeinden zu Gottes Ehre wachsen kann.</p>
<h2>Mai</h2>
<p><strong>Ray Ortlund:<a href="https://www.cbuch.de/ortlund-das-evangelium.html?utm_source=9mblog" target="_blank" rel="noopener"> Das Evangelium</a><br />
</strong><em>Wie die Gemeinde die Schönheit Christi darstellt</em><strong><br />
</strong></p>
<p>Für den Wonnemonat Mai empfehlen wir das sehr ermutigende Buch mit dem schlichten Titel &#8222;Das Evangelium&#8220;. Wie wird eine Gemeinde schön? Nichts geringeres als die Schönheit Christi wird heute genügen, auch wenn es unsere Vorstellungskraft gegenwärtig noch übersteigen mag, wie eine erneuerte Gemeinde letztlich schön aussehen kann.</p>
<h2>Juni</h2>
<p><strong>Nick Roarck und Robert Cline: Biblische Theologie </strong>(noch nicht erschienen)</p>
<p>Was ist biblische Theologie? Biblische Theologie hilft uns zu verstehen, wie die wunderbare Karte der Schrift auf den auferstandenen und regierenden König Jesus Christus und sein bluterkauftes Volk weist und fokussiert. Einfach ausgedrückt, Sie werden die Story der Bibel nicht verstehen, es sei denn Sie sehen, dass <em>es die ganze Zeit um Jesus geht!</em> Von der Genesis bis zur Offenbarung ist Jesus der Held und der Sinn der Geschichte.</p>
<p><strong><em>*Sommerpause*</em></strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-4993" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/01/9merkmale.jpg?resize=670%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="670" height="450" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/01/9merkmale.jpg?resize=670%2C450&amp;ssl=1 670w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/01/9merkmale.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/01/9merkmale.jpg?resize=190%2C127&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/01/9merkmale.jpg?resize=24%2C16&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/01/9merkmale.jpg?resize=36%2C24&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/01/9merkmale.jpg?resize=48%2C32&amp;ssl=1 48w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/01/9merkmale.jpg?zoom=2&amp;resize=670%2C450&amp;ssl=1 1340w" sizes="auto, (max-width: 670px) 100vw, 670px" /></p>
<h2>September</h2>
<p><strong>Jonathan Leeman: <a href="https://www.cbuch.de/leeman-gemeindezucht.html?utm_source=9mblog" target="_blank" rel="noopener">Gemeindezucht</a><br />
</strong><em>Wie die Gemeinde den Namen Jesu ehrt und bewahrt</em><strong><br />
</strong></p>
<p>Trauen wir uns, auch die schwierigen Entscheidungen im Gemeindeleben anzupacken. Bei Gemeindezucht geht es ganz grundsätzlich darum, dass Jesu irdische Repräsentanten tatsächlich Jesus repräsentieren und nicht irgendjemand anderen. Denn die Welt wird anhand dessen, was sie bei uns in der Gemeinde sieht, ihre Schlüsse über Gott ziehen.</p>
<h2>Oktober</h2>
<p><strong>Jeramie Rinne: <a href="https://www.cbuch.de/leeman-leitung-durch-aelteste.html?utm_source=9mblog" target="_blank" rel="noopener">Leitung durch Älteste</a><br />
</strong><em>Wie man Gottes Volk wie Jesus als Hirten leitet</em><strong><br />
</strong></p>
<p>Dieses Buch möchte kurz und bündig eine biblische Aufgabenbeschreibung für Älteste liefern. Doch ist es nicht nur für angehende Älteste geschrieben, sondern auch für Gemeindeglieder. Die gesamte Gemeinde muss Gottes Plan für die Ortsgemeinde verstehen und sich entsprechend in den Plan einfügen.</p>
<h2>November</h2>
<p><strong>David Helm: <a href="https://www.cbuch.de/helm-auslegungspredigt.html?utm_source=9mblog" target="_blank" rel="noopener">Auslegungspredigten</a><br />
</strong><em>Wie wir heute Gottes Wort verkündigen</em><strong><br />
</strong></p>
<p>Auslegungspredigten sind kraftvolle Predigten, weil Form und Botschaft der Predigt der Form und Botschaft des Bibeltextes angemessen untergeordnet sind. So wird aus dem Text das herausgeholt, was der Heilige Geist hineingelegt hat. Dieses Buch hilft Gemeindegliedern und Predigern zu verstehen, was auf der Kanzel tatsächlich geschieht oder geschehen soll.</p>
<h2>Dezember</h2>
<p><strong>*frei*</strong></p>
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		<title>Warum musste der Messias aus Bethlehem kommen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Dec 2018 12:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre/Erbauung]]></category>
		<category><![CDATA[Timotheus Magazin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Ludwig Rühle, erschienen in Timotheus Magazin Nr. 33 (04/2018) Im Buch Micha finden wir eine der bekanntesten Messias-Verheißungen: „Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von &#8230; </p>
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<p class="has-small-font-size">Von Ludwig Rühle, erschienen in <a href="https://www.betanien.de/timotheus-magazin-33/">Timotheus Magazin Nr. 33</a> (04/2018)</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="783" height="418" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/12/betlehem-brot.jpg?resize=783%2C418&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-4938" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/12/betlehem-brot.jpg?w=783&amp;ssl=1 783w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/12/betlehem-brot.jpg?resize=300%2C160&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/12/betlehem-brot.jpg?resize=768%2C410&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/12/betlehem-brot.jpg?resize=190%2C101&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/12/betlehem-brot.jpg?resize=24%2C13&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/12/betlehem-brot.jpg?resize=36%2C19&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/12/betlehem-brot.jpg?resize=48%2C26&amp;ssl=1 48w" sizes="auto, (max-width: 783px) 100vw, 783px" /></figure></div>



<p>Im Buch Micha finden wir eine der bekanntesten Messias-Verheißungen: „Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist“ (5,1). Das ganze Buch Micha macht offensichtlich, wie sehr Gottes Volk diesen Retter braucht. Nur er kann das Volk aus ihren Sünden und damit vor Gottes Gericht retten (1,3-5; 7,18-20). Insbesondere durch die Geschichte der Weisen aus dem Morgenland, die den neugeborenen König suchen und dabei nach Bethlehem gewiesen werden, wird deutlich, dass Jesus dieser Retter ist. Aber warum musste er gerade aus Bethlehem kommen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Name Bethlehem</h2>



<p>Stell dir vor, du hast auf einer Wanderung Hunger und freust dich auf ein gutes Essen. Wenn du dich mit knurrendem Magen Hamburg oder Frankfurt näherst, wird deine Erwartung und Vorfreude durch die Assoziation mit Hamburgern oder Frankfurter Würstchen viel größer sein, als wenn dich das Ortsschild von Leer an deinen leeren Magen erinnert. Namen haben Bedeutung und erwecken in uns Hoffnungen oder zumindest Erwartungen. Gerade in der Bibel haben Namen meistens eine tiefere Bedeutung. „Bethlehem“ bedeutet übersetzt Haus des Brotes. Dass Jesus, der uns das Brot des Lebens gibt und der selbst das Brot des Lebens ist, in „Brothaus“ geboren wurde, ist kein Zufall.</p>



<span id="more-4937"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Die Stadt Davids</h2>



<p>Jesus wurde in Bethlehem geboren, um anzuzeigen, dass er der verheißene Sohn Davids ist. Auch König David stammte aus Bethlehem (samt seinen Vorfahren Ruth, Boas und Isai: Ruth 1,1.22; 4,11), und er hatte von Gott die Verheißung bekommen, dass aus seiner Linie der Messias, der Retter, kommen sollte, der ewig regieren wird. Doch auch wenn Bethlehem als die Stadt Davids bekannt war (Lk 2,4), wohnten und regierten er und seine Nachkommen in Jerusalem. Warum konnte Jesus nicht in der Hauptstadt, der Königsstadt, geboren werden?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Neuanfang</h2>



<p>„Nun aber schließe deine Reihen, du Schar! Man hat eine Belagerung gegen uns aufgestellt; mit dem Stab haben sie dem Richter Israels ins Gesicht geschlagen“ (Mi 4,14). Dieser Vers meint wahrscheinlich die Situation, in der Jerusalem von den Assyrern belagert wurde. Hiskia, ein Nachfahre Davids, war zu dieser Zeit König. In diesem Vers wird er als der Richter Israels benannt und es wird beschrieben, wie er durch seine Feinde gedemütigt wurde (2Kön 18,13-37). Hiskia war einer der guten Könige Judas. Aber auch er konnte sein Volk nicht vor dem Untergang bewahren. Und auch er selbst hat sich am Ende seiner Herrschaft mehr auf seinen Reichtum als auf Gott verlassen (2Kön 20,12-21).</p>



<p>Sein Sohn Manasse war dann der schlimmste König von allen. Er baute nicht nur die Höhenaltäre wieder auf und führte überall den Götzendienst ein. Er richtete sogar Götzenaltäre im Tempel des Herrn auf (2Kön 21,7) und ließ seinen eigenen Sohn als Opfer für einen Götzen verbrennen (Vers 6).</p>



<p>Die Königslinie Davids hatte versagt. Aber dennoch sollte der Messias ein Nachfahre Davids sein. Bethlehem weist uns auf die große Messias-Verheißung an David (2.Sam 7) und den dort verheißenen Sohn Davids hin. Doch Bethlehem macht auch deutlich, dass ein Neuanfang nötig war, denn aus Jerusalem war nichts mehr zu erwarten. So wie einst David, so sollte auch der verheißene König für einen völligen Neubeginn stehen.</p>



<p>Und dieser Neuanfang kam wieder aus Bethlehem, aber nicht nur aus Bethlehem. Er kam letztlich von Gott selbst. Der verheißene König aus Bethlehem würde nicht nur ein Sohn Davids, er würde zugleich der Sohn Gottes sein. „… aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist“ (Mi 5,1).</p>



<p>„An jenem Tag, spricht der HERR, will ich das Hinkende sammeln und das Verstoßene zusammenbringen und die, denen ich Unheil zugefügt habe. Und ich will aus dem Hinkenden einen Überrest machen und aus dem, was weit entfernt war, ein starkes Volk; und der HERR wird über sie als König herrschen auf dem Berg Zion von nun an bis in Ewigkeit“ (Mi 4,6-7). Gott würde in seinem Sohn kommen und König sein!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine „geringe“ Stadt</h2>



<p>„Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda …“ (Mi 5,1). Schon der Geburtsort sollte die Niedrigkeit, ja, die Erniedrigung des verheißenen Königs ausdrücken. Bethlehem war gering unter den Hauptorten von Juda. Es war ein Dorf, nach heutigen Maßstäben ein „Kaff“. Die Erniedrigung ging sogar noch weiter: Jesus – der rechtliche Sohn Davids aus königlicher Linie, der Sohn Gottes, menschgewordener Gott – wurde in Bethlehem in einem Stall geboren und in einen Futtertrog gebettet.</p>



<p>Warum war die Erniedrigung so wichtig, dass schon 700 Jahre vor Christi Geburt durch den Geburtsort darauf hingewiesen wurde? Und dass schon 1000 Jahre vor Christi Geburt der große König David als ein einfacher Hirte aus diesem Ort kommen musste? Schon durch die Geburt des Messias wurde deutlich, welchen Weg Jesus gehen würde. Den Weg der Erniedrigung, den Weg zum Kreuz. Doch was hat das mit dieser glorreichen Herrschaft zu tun, von der Micha spricht? „Und Er wird auftreten und sie weiden in der Kraft des HERRN und in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes; und sie werden sicher wohnen; denn nun wird er groß sein bis an die Enden der Erde“ (Mi 5,3).</p>



<p>Wie würde er sie vor den Feinden und vor Gottes Gericht retten, das die Feinde (in diesem Fall die Assyrer) ausführten? Indem er sie aus ihren Sünden rettete. Und wie konnte er das tun? Indem er die Schuld der Sünder, ja die Strafe, das Gericht Gottes über die Sünde auf sich nahm. Und das geschah am Kreuz.</p>



<p>Bethlehem steht nicht für ländliche Beschaulichkeit und weihnachtliche Dorfromantik. Bethlehem ist ein Hinweis auf die Erniedrigung des Sohnes Gottes und ein Fingerzeig auf das Kreuz. Am Anfang ein schreiendes Bündel Mensch auf einer Handvoll Stroh. Am Schluss der Todesschrei eines geschundenen Menschen, dessen Hände roh ans Kreuz genagelt sind.</p>



<p>Durch seine Erniedrigung von der Krippe bis zum Kreuz sollte der Messias das Reich Gottes bringen und die uralte Verheißung an David erfüllen: „Und er wird auftreten und sie weiden in der Kraft des HERRN und in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes; und sie werden sicher wohnen; denn nun wird er groß sein bis an die Enden der Erde. Und dieser wird der Friede sein!“ (Mi 5,3-4).</p>



<p>Der Messias ist der gute Hirte, der sein Volk in der Kraft des Herrn weidet und ihnen Frieden bringt, denn er gab sein Leben für die Schafe. Und so besiegte er die Feinde, ja, auch die größten Feinde des Menschen, die Sünde, den Teufel und selbst den Tod. Lasst uns Weihnachten feiern mit tiefem Dank für Jesu Erniedrigung zu unserer Rettung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.betanien.de/warum-musste-der-messias-aus-bethlehem-kommen/">Warum musste der Messias aus Bethlehem kommen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.betanien.de">Betanien Verlag</a>.</p>
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		<title>Gottes Wort hören, verstehen und tun &#8211; Notizen beim Bibellesen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Oct 2018 10:44:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre/Erbauung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sich beim Bibellesen, Bibelstudium und Predigtenhören Notizen zu machen, ist sehr nützlich, denn aktives Schreiben statt nur passives Lesen oder Zuhören prägt die aufgenommenen Inhalte stark in unser Gedächtnis ein. Wir reflektieren das Gelesene und Gehörte besser, indem wir uns selbst Gedanken machen. So wird das &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-4784 size-large" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/10/meine-bibelnotizen-kaffee-1.jpg?resize=960%2C538&#038;ssl=1" alt="GOTTES WORT HÖREN, VERSTEHEN UND TUN – NOTIZEN BEIM BIBELLESEN" width="960" height="538" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/10/meine-bibelnotizen-kaffee-1.jpg?resize=1024%2C574&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/10/meine-bibelnotizen-kaffee-1.jpg?resize=300%2C168&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/10/meine-bibelnotizen-kaffee-1.jpg?resize=768%2C431&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/10/meine-bibelnotizen-kaffee-1.jpg?resize=190%2C107&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/10/meine-bibelnotizen-kaffee-1.jpg?resize=24%2C13&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/10/meine-bibelnotizen-kaffee-1.jpg?resize=36%2C20&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/10/meine-bibelnotizen-kaffee-1.jpg?resize=48%2C27&amp;ssl=1 48w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/10/meine-bibelnotizen-kaffee-1.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></p>
<p>Sich beim Bibellesen, Bibelstudium und Predigtenhören Notizen zu machen, ist sehr nützlich, denn aktives Schreiben statt nur passives Lesen oder Zuhören prägt die aufgenommenen Inhalte stark in unser Gedächtnis ein. Wir reflektieren das Gelesene und Gehörte besser, indem wir uns selbst Gedanken machen. So wird das „veränderte / erneuerte Denken“, zu dem die Bibel uns aufruft (Römer 12,2) und das untrennbar zum „neuen Herzen“ des Gläubigen gehört, gezielt gefördert. Gerade in unserer schnelllebigen und oberflächlichen Zeit der digitalen und bildlastigen Medien ist es enorm wichtig, wieder den konzentrierten und reflektierten Umgang mit Texten zu pflegen.</p>
<p>Aber wie gehen wir beim Bibellesen und Bibelstudium vor? Und worauf achten wir beim Predigthören? Die Bibel stellt dazu drei Punkte heraus, und daher bietet es sich an, unsere Notizen nach diesen drei Punkten zu ordnen. Jesus sagt, dass wir sein Wort hören, verstehen und tun sollen:</p>
<blockquote><p>„Wer meine Worte HÖRT und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute&#8230;&#8220; Mt 7,24</p>
<p>„Auf die gute Erde gesät ist der Same bei dem, der das Wort hört und VERSTEHT; der bringt dann auch Frucht, hundertfältig. sechzigfältig&#8230; dreißigfältig.&#8220; Mt 13,23</p>
<p>„(Jesus sagt:) Meine Mutter und meine Brüder sind die, welche das Wort Gottes hören und TUN!&#8220; Lk 8,2</p></blockquote>
<p>Hören, verstehen und tun bilden ein einfaches Schema, wie wir an das Wort Gottes herangehen: ENTDECKEN, VERSTEHEN, ANWENDEN &#8211; leicht zu merken als EVA-Prinzip. Aus jedem Bibelabschnitt, den wir lesen, können wir das Wesentliche ziehen, wenn wir</p>
<ol>
<li>den Text aufmerksam beobachten,</li>
<li>Gottes Wort verstehen,</li>
<li>seine Botschaft glaubend in die Tat umsetzen.</li>
</ol>
<p>Ähnlich schreibt Paulus an Timotheus: „Bis ich komme, achte auf das Vorlesen, auf das Ermahnen, auf das Lehren!&#8220; (1Tim 4,13). Das „Vorlesen&#8220; entspricht hier dem Hören, Lesen oder „Entdecken&#8220;. Das „Lehren&#8220; ist das Erklären, was der Text bedeutet (die Auslegung), damit wir ihn verstehen. „Ermahnen&#8220; ist die Aufforderung, Gottes Wort im Alltag zu praktizieren.<span id="more-4752"></span></p>
<h2>Unsere Notizbuch-Serie „Meine BibelNotizen“</h2>
<p>Wir vom Betanien Verlag bieten nun Notizbücher an, die nach diesem einfachen EVA-Schema eingeteilt sind. Diese Notizbücher helfen, von drei verschiedenen Arten des Genießens von Gottes Wort zu profitieren:</p>
<h3>BIBELLESEN &#8211; einfache Notizen</h3>
<p>Lies einen Bibelabschnitt &#8211; am besten jeden Tag fortlaufend ein Bibelbuch von vorn bis hinten, zum Beispiel ein halbes Kapitel. Oder lies so, wie du es bisher aus deiner Zeit mit Gott gewohnt bist. Notiere dabei einfach alles, was dir beim aufmerksamen Lesen zum Bibeltext einfällt &#8211; ganz ungezwungen. Dabei überlegst du, in welchen der drei Bereiche des Schemas ENTDECKEN &#8211; VERSTEHEN &#8211; ANWENDEN deine Gedanken hineinpassen und du sie „einsortieren&#8220; kannst. Das Schema bietet dir also einfach „Sortierfächer&#8220;, um deine Erkenntnisse aufzubewahren, und die Wegweisung, um deine Gedanken in eine hilfreiche Richtung zu lenken.</p>
<h3>BIBELSTUDIUM &#8211; vertiefte Herangehensweise</h3>
<p>Unsere Empfehlung: Nimm dir Zeit, die Bibel intensiv zu studieren. Gehe ein Bibelbuch fortlaufend abschnittsweise durch (etwa 3-15 Verse, je nachdem, wie gehaltvoll ein Text ist). Dabei hältst du dich bewusst an das Schema ENTDECKEN – VERSTEHEN – ANWENDEN. Zuerst schreibst du deine Beobachtungen auf, dann versuchst du die Bedeutung zu klären und die Botschaft des Textes zu verstehen. Zuletzt überlegst du, wie sich diese Botschaft praktisch auf dein Leben auswirkt.</p>
<h3>PREDIGTEN ODER VORTRÄGE</h3>
<p>Gott hat nicht gewollt, dass jeder Christ auf eigene Faust die Bibel komplett zu verstehen versucht. Er hat dafür die Gemeinde und damit viele andere begabte Gläubige gegeben, und gemeinsam helfen wir uns, das Wort Gottes zu verstehen. Deshalb lernen wir normalerweise viel durch gute Predigten und Vorträge, sowie durch Bibelstunden, Hauskreise usw. Hier kann dir dieses Notizbuch ebenfalls helfen, das Gelernte zu ordnen und aufzubewahren. Frage dich bei Predigten usw.:</p>
<ul>
<li>Werden mir Details des Bibeltextes klar oder wichtig (ENTDECKEN)?</li>
<li>Wird mir die Bedeutung des Bibeltextes erklärt und ausgelegt (VERSTEHEN)?</li>
<li>Wird mir gesagt, wie sich die Botschaft im Leben auswirken soll (ANWENDEN)?</li>
</ul>
<p>Schreibe deine Notizen einfach in den jeweils zutreffenden Bereich. (Wenn dabei ein Bereich frei bleibt, hat der Prediger womöglich nicht ausgewogen gepredigt &#8230;)</p>
<h2>DAS EVA-PRINZIP</h2>
<p>Das EVA-Prinzip des ENTDECKENs, VERSTEHENs und ANWENDENs ist eine allgemein bewährte, simple und vor allem von der Bibel selbst gelehrte (siehe oben) Vorgehensweise beim Bibelstudium. Wir geben hier einige knappe Anregungen, und auf den ersten Seiten der Notizbücher werden sie stichwortartig wiederholt, um dir als Gedächtnisstütze zu dienen. Auf den restlichen Notizseiten entfallen diese Stichworte, damit mehr Platz für Notizen ist.</p>
<h3>Entdecken</h3>
<p>Hier geht es darum, den Text genau zu beobachten und nichts zu übersehen. Hilfreich ist, zuerst W-Fragen (wer, was, wann, wo, wie, wieviel&#8230;) an den Text zu stellen und sich so ein genaues Bild zu verschaffen. Achte dann z.B. darauf, was betont, wiederholt oder verglichen wird, auf Besonderheiten der Wortwahl und Grammatik, und alles, was dir sonst irgendwie auffällt &#8211; sei es auf den ersten Blick oder bei genauerem, mehrfachen Hinsehen. Es gibt mehr zu entdecken, als man meint!</p>
<h3>Verstehen</h3>
<p>Richtige Bibelauslegung ist eine komplexe Sache und dazu brauchen wir die Hilfe und Begabung anderer Christen: in der Gemeinde oder durch Bücher wie z.B. Kommentare. Die von Gott beabsichtigte Botschaft richtig zu verstehen, bedeutet, zu verstehen, was Gott zur Abfassungszeit des Textes damit gemeint und den Empfängern mitgeteilt hat. Denn Gottes Inspiration geschah damals für alle Zeiten verbindlich (und nicht erst heute in unseren subjektiven eigenen Gedanken). Bei diesem Auslegen müssen wir auf Kontext und Gedankengang achten. Zum Inhalt der Botschaft sollten wir uns vor allem fragen: Was lernen wir hier über Gott: sein Wesen, Willen, Plan, Versprechen, sein Volk und Reich und über seinen Sohn &#8211; den verheißenen Messias JESUS. Denn die Bibel richtig verstehen, heißt JESUS darin erkennen. Außerdem: Was lernen wir über uns Menschen &#8211; und über unsere Probleme und Gottes Lösung? Wie werden Menschen von Gott (oder von Satan) gebraucht und erfüllen sie ihren Lebenssinn, zur Ehre Gottes zu leben?</p>
<h3>Anwenden</h3>
<p>Christsein heißt nicht, selber Werke tun, sondern an Jesus glauben, der alles für uns getan hat. Dieser Glaube wird unser Leben verändern. Deshalb zielen die Stichwörter bei „Anwenden&#8220; vor allem auf unser Inneres ab: auf unser Denken und unser Herz: Was sind unsere Ziele, was erhoffen, erwarten und lieben wir? Da ist oft Umdenken nötig. Wie ist unser Charakter? Sind wir wie Jesus vergebungsbereit und sanftmütig? Wie stehe ich zu Gott &#8211; freue ich mich an ihm, vertraue und gehorche ich ihm und bete ich ihn an? Gott gibt uns durch sein Wort ein neues Herz.</p>
<p>Ein Christ ist jemand, der das Wort Gottes kennen, verstehen und tun möchte. Diese drei Punkte beschreiben auch das fortschreitende geistliche Wachstum des Christen: In „der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Erretters Jesus Christus zu wachsen“ (1. Petrus 3,18), ist ein Prozess, der unser ganzes Leben lang weitergeht, in dem wir das Wort Gottes immer besser kennen lernen, verstehen lernen (insbesondere den Herrn Jesus und seine Gnade und seinen Willen für unser Leben darin sehen!) und es unser Herz, Denken und Leben zur Ehre Gottes umgestaltet.</p>
<p><em>(Dieser Text ist eine erweitere Fassung der Einleitung unserer Notizbuchserie)</em></p>
<p>Zur Zeit ist ein <a href="https://www.cbuch.de/meine-bibelnotizen-probeversion.html" target="_blank" rel="noopener">Probeheft einzeln kostenlos</a> erhältlich, oder als <a href="https://www.cbuch.de/meine-bibelnotizen-probeversion-3-stueck.html" target="_blank" rel="noopener">Dreier-Paket</a> für 1,90 Euro.</p>
<p>Die <a href="https://www.cbuch.de/meine-bibelnotizen-leinenausgabe.html" target="_blank" rel="noopener">Leinen-Ausgabe</a> erscheint demnächst und ist schon jetzt vorbestellbar.</p>
<p>Eine ausführliche Leseprobe können Sie hier einsehen:</p>
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<p><div class="white-box">
[magento sku=&#8220;176345&#8243;]<br />
</div></p>
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		<title>Die Bibel auf ihre Botschaft hin lesen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Sep 2018 16:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre/Erbauung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bibel ist nicht nur eine Geschichte, sondern eine Ge­schichte, die eine Botschaft verkündigt. Diese Botschaft ist das Evangelium: die gute Nachricht, dass Jesus am Kreuz gestorben und aus dem Grab wiederauferstanden ist, um den Zorn Gottes zu stillen und all jenen Rettung zu verschaffen, die &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-4729 size-large" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/gesunde-lehre-bibel.jpg?resize=960%2C641&#038;ssl=1" alt="Die Bibel auf ihre Botschaft hin lesen" width="960" height="641" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/gesunde-lehre-bibel.jpg?resize=1024%2C684&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/gesunde-lehre-bibel.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/gesunde-lehre-bibel.jpg?resize=768%2C513&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/gesunde-lehre-bibel.jpg?resize=1536%2C1026&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/gesunde-lehre-bibel.jpg?resize=190%2C127&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/gesunde-lehre-bibel.jpg?resize=24%2C16&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/gesunde-lehre-bibel.jpg?resize=36%2C24&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/gesunde-lehre-bibel.jpg?resize=48%2C32&amp;ssl=1 48w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/09/gesunde-lehre-bibel.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></p>
<p>Die Bibel ist nicht nur eine Geschichte, sondern eine Ge­schichte, die eine Botschaft verkündigt. Diese Botschaft ist das Evangelium: die gute Nachricht, dass Jesus am Kreuz gestorben und aus dem Grab wiederauferstanden ist, um den Zorn Gottes zu stillen und all jenen Rettung zu verschaffen, die sich von ihrer Sünde abwenden und ihm vertrauen. Doch wie ein großer und ausladender Baum seine Wurzeln tief und weit in den Boden aus­treckt und damit alles durchdringt, so berührt und betrifft auch das Evangelium mit seiner grundlegenden Botschaft praktisch jedes andere biblische Thema.</p>
<p>Beispielsweise ist Gottes Charakter relevant dafür, wie wir le­ben. Wenn unser Leben scheinbar außer Kontrolle gerät, ist es wichtig zu wissen, dass Gott absolut souverän ist (Eph 1,11; Röm 8,28; Am 3,6). Wenn wir durch schmerzhafte Prüfungen gehen, ist es wichtig zu wissen, dass Gott gut ist (Ps 106,1). Wenn wir mit Sünde beladen sind, ist es entscheidend, dass Gott gnädig und barmherzig ist, langsam zum Zorn und reich an unerschüt­terlicher Liebe, und dass er verspricht, unsere Sünde zu vergeben (2Mo 34,6; 1Joh 1,9). Jede Facette der biblischen Lehre ist wich­tig für unser Leben, sei es die Lehre über den Charakter und das Handeln Gottes, über die menschliche Natur, die Welt, über Gottes Plan für die Zukunft oder irgendeine andere Lehre.</p>
<p>Wie also lesen wir die Bibel im Hinblick auf ihre Botschaft?</p>
<h2>1. Beginnen Sie mit der Überzeugung, dass die Bibel Gottes Wort ist.</h2>
<p>Sie ist die Offenbarung Gottes selbst. Aus diesem Grund ist die Bibel unsere einzige und höchste Autorität bezüglich allem, wozu sie etwas sagt. Weil Gott absolut wahrhaftig ist (Tit 1,2), ist auch alles, was er sagt, zuverlässig und wahr (Ps 12,6). Weil die Bibel die Gedanken Gottes offenbart, bildet ihre Lehre ei­ne kohärente, in sich zusammenhängende Einheit. Das bedeutet, dass die Bibel &#8211; richtig interpretiert &#8211; sich niemals widerspricht und uns nie auf irgendeine Weise irreführt. Weil die Bibel Gottes Wort ist, hat sie eine einheitliche Botschaft, und diese Botschaft ist für uns maßgebend.</p>
<h2>2. Lesen Sie immer wieder die ganze biblische Geschichte.</h2>
<p>Achten Sie dabei sorgfältig auf die Bedeutung, die sich aus dieser Ge­schichte ergibt. Genauso, wie man ein Buch erst komplett gelesen haben muss, um sich ein endgültiges Urteil darüber bilden zu können, sollten wir beständig die ganze Bibel lesen, um mehr zu erfahren, was Gott über sich selbst offenbart hat. Und je besser wir die Bibel selbst begreifen, desto besser werden wir die Bot­schaft erfassen, die sie verkündigt.</p>
<h2>3. Lassen Sie die Bibel sich selbst interpretieren.</h2>
<p>Die Bibel wi­derspricht sich nicht. Interpretieren Sie also die schwierigen Ab­schnitte mithilfe der eindeutigen Stellen. Wenn eine Ungereimt­heit auftaucht, suchen Sie andere Bibelstellen zum selben Thema und schauen Sie, ob das Ganze nun mehr Sinn ergibt.</p>
<h2>4. Wenn Sie durchs Bibellesen in der wahren Erkenntnis Gottes wachsen, dann wird diese Erkenntnis zur »Brille«, durch die Sie die Bibel weiterlesen.</h2>
<p>Das gehört zu dem Prozess, wie Sie sich kon­tinuierlich wie eine Schraube immer tiefer in ein gründliches, ergiebiges und präzises Lesen der Bibel hineinwinden. Zum Bei­spiel erklärt die Bibel über jeden Zweifel erhaben, dass Jesus völ­lig Mensch und zugleich völlig Gott ist (Joh 1,1.14). Gelangen Sie also zu einem Vers, der eine dieser Lehren scheinbar infrage stellt, interpretieren Sie ihn im Lichte dessen, wovon Sie bereits überzeugt sind.</p>
<h2>5. Verknüpfen Sie stets die Einzelteile mit dem Ganzen.</h2>
<p>Die Bibel offenbart uns keine isolierten Einzellehren, sondern den ganzen Charakter Gottes. Achten Sie also darauf, wie Gottes Ei­genschaften zusammenpassen. Seine Liebe und seine Gerechtig­keit, seine Gnade und seine Heiligkeit &#8211; all diese Eigenschaften widersprechen sich keineswegs, sondern wirken harmonisch mit­einander.</p>
<p>Weil die Bibel treu die Gedanken Gottes widerspiegelt, kann ihre Lehre zu einem einheitlichen Ganzen zusammengefügt werden. Wir können zusammenfassen, was die Bibel insgesamt über ihre zentralen Themen sagt wie den Charakter Gottes, den Zustand der Schöpfung, die sündige Natur des Menschen, das Erlösungswerk Christi, das Leben der Gemeinde und die Ver­heißung einer künftigen neuen Welt. Diese Themen in geordne­ter Reihenfolge zu behandeln, nennt man auch »Systematische Theologie«.</p>
<p>Systematische Theologie ist zwar nicht exakt dasselbe wie das, was wir in diesem Buch mit »gesunde Lehre« meinen, doch hat gesunde Lehre sehr viel mit Systematischer Theologie zu tun, eben­so wie mit Biblischer Theologie. Gesunde Lehre umfasst beides, mit einem leichten Schwerpunkt auf Systematischer Theologie, denn diese Herangehensweise an die Bibel fasst ihre Lehren ein­heitlich zusammen und wendet sie auf unser Leben an.</p>
<h2>6. Beachten Sie, was die Bibel über all die Themen sagt, mit denen Sie im Alltag zu tun haben, wie Ehe, Geld, Arbeit oder Freundschaft.</h2>
<p>Wenn wir die Bibel aufmerksam lesen und da­bei ihre gesamte Geschichte im Blick behalten, können wir ih­re Lehraussagen sammeln, zusammenfügen und als allgemein­gültige Prinzipen auf Situationen anwenden, die über die meist recht speziellen Situationen hinausgehen, in oder zu denen die biblischen Autoren schrieben. Diese praktischen Themen sind zwar nicht die Hauptbotschaft der Bibel, doch hat die Bibel zu allen Aspekten des Lebens etwas zu sagen &#8211; wenn auch manchmal nur indirekt, so doch immer vollmächtig und in sich schlüssig. »Was bedeutet das für mich konkret?«, ist zwar keine Frage, die wir gleich zu Beginn des Bibellesens stellen sollten, zu der wir aber schlussendlich stets gelangen sollten. Systema­tische Theologie hilft uns, die Lehren der gesamten Bibel zu­sammenzutragen, was ein weiterer entscheidender Schritt dazu ist, die Bibel auf unser Leben anzuwenden. Zu sehen, wie jede beliebige Bibelstelle zu allen anderen Lehren der Schrift passt, ist ein wichtiger Bestandteil der Anwendung der Bibel auf unser tägliches Leben.</p>
<p>Die Bibel ist eine Geschichte, die eine Botschaft verkün­det. Und das Ziel des Bibellesens und -lehrens ist es, in das Bild Christi verwandelt zu werden. Die Geschichte richtig zusam­menzufügen und die Botschaft hinter ihr richtig zu verstehen, sind Schlüsselkomponenten der »Technik« hinter den Kulissen eines gottgefälligen Lebens als Christ.</p>
<p>Dieser Artikel ist entnommen aus dem Buch <a href="https://www.cbuch.de/jamieson-gesunde-lehre.html" target="_blank" rel="noopener"><em>Gesunde Lehre</em></a> von Bobby Jamieson<em>. </em></p>
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		<title>Schmerzmittel und Glaube: Zwei Gegensätze?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jun 2018 13:52:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre/Erbauung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Artikel von Thomas Lange. Vorweg An dieser Stelle geht es nicht um den Gebrauch von Arzneimitteln während schwerer Erkrankungen oder auch chronischen Erkrankungen, welche Schmerzen verursachen. Es geht um die Frage, ob das Einnehmen von Schmerzmitteln und anderen pharmazeutischen Mitteln als sogenannte Bedarfsmedizin, d.h. zum &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><span class="nl2go_class_14px_black ng-scope">Ein Artikel von Thomas Lange.</span></em></p>
<h2>Vorweg</h2>
<p>An dieser Stelle geht es nicht um den Gebrauch von Arzneimitteln während schwerer Erkrankungen oder auch chronischen Erkrankungen, welche Schmerzen verursachen. Es geht um die Frage, ob das Einnehmen von Schmerzmitteln und anderen pharmazeutischen Mitteln als sogenannte Bedarfsmedizin, d.h. zum Gebrauch bei gelegentlichen bis öfteren körperlichen Schmerzen, bei denen keine schwerwiegende Krankheit zugrunde liegt, für Christen legitim ist oder ob die Einnahme ein Hinweis für Kleinglauben darstellt. Aus etlichen persönlichen Gesprächen und als selbst Betroffener weiß ich um die Diskrepanz zu diesem Thema und dass sehr viele Christen hier Gewissenskonflikte haben.</p>
<p><div id="attachment_4607" style="width: 948px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4607" class="size-full wp-image-4607" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/schmerzmittel-und-glaube.jpg?resize=938%2C931&#038;ssl=1" alt="Schmerzmittel und Glaube: Zwei Gegensätze?" width="938" height="931" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/schmerzmittel-und-glaube.jpg?w=938&amp;ssl=1 938w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/schmerzmittel-und-glaube.jpg?resize=300%2C298&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/schmerzmittel-und-glaube.jpg?resize=768%2C762&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/schmerzmittel-und-glaube.jpg?resize=131%2C130&amp;ssl=1 131w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/schmerzmittel-und-glaube.jpg?resize=24%2C24&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/schmerzmittel-und-glaube.jpg?resize=36%2C36&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/schmerzmittel-und-glaube.jpg?resize=48%2C48&amp;ssl=1 48w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/schmerzmittel-und-glaube.jpg?resize=50%2C50&amp;ssl=1 50w" sizes="auto, (max-width: 938px) 100vw, 938px" /><p id="caption-attachment-4607" class="wp-caption-text">Foto: privat T.Lange</p></div></p>
<h2>Zwei Extreme</h2>
<p>Das christliche Denken besteht mitunter aus zwei Sichten, auf die ich immer wieder in Gesprächen stoße.</p>
<p>Die einen sagen, dass man als hingegebener Christ auch Schmerzen aushalten muss. Nun, dem ist zunächst ganz sicher nichts entgegenzusetzen. Allerdings geht diese Ansicht mitunter so weit, dass ausgesagt wird, man sollte auf jegliche Schmerzmittel verzichten, denn schließlich sei Jesus der Arzt und wenn er es denn will, werden die Schmerzen von allein wieder verschwinden. So quält man sich dann teilweise über mehrere Tage, Wochen, gar Monate herum.</p>
<p>Dann gibt es andere, die pflegen eine intensive Gemeinschaft mit ihrem Medizinschrank. Sobald sich das geringste Zahnweh ankündigt, greifen sie zur Tablette, um jeglichen Schmerz aus dem Weg zu gehen. Sie wiederrum meinen, dass wir ein Anrecht auf Schmerzfreiheit haben. Wozu sonst gäbe es schließlich für alles das passende Mittel!</p>
<h2>Die Wahrheit liegt dazwischen</h2>
<p>Aus meiner Sicht sind beide, oben erwähnte Sichtweisen mangelhaft. Die Wahrheit liegt zwischen beiden Extremen. Ich möchte diese These begründen:</p>
<p>Die Ursache allen Schmerzes, aller Krankheiten liegt in Eden, einem Landstrich des heutigen Irak.</p>
<p>Dort ereignete sich zu Beginn der Menschheitsgeschichte eine Katastrophe, welche alle nachfolgenden Generationen in den Abgrund riss. Die Beziehung zwischen dem lebendigen Gott und den ersten Menschen war intakt und vollkommen. Nichts stand zwischen Schöpfer und Geschöpf. Alles war in Ordnung. Dann trat Satan an den Menschen heran und versuchte ihn zum Bösen. Der Mensch glaubte der Schlange mehr als Gott und das Dilemma begann. Nun war die intakte Verbindung zum Schöpfergott zerstört. Tod und Elend sollte von nun an die Menschheit kennzeichnen. Der körperliche Verfall und damit auch Krankheiten und Schmerzen folgten stehenden Fußes und waren ab jetzt allgegenwärtig.</p>
<p>Um beim Thema zu bleiben: Wir erkennen den Ursprung jeglichen körperlichen Schmerzes. Es ist die Sünde, das autoritäre und losgelöste Leben des Menschen von seinem Schöpfer.</p>
<p>Je älter die Menschheit wird, desto mehr Schmerz wird registriert. Noch vor 200 Jahren gab es so manches körperliche Leid nicht, welches heute, aufgrund der erhöhten Lebenserwartung tausende Menschen quält. Das deckt sich mit dem biblischen Befund, welcher sagt, dass das Krankheitselend zunimmt, je mehr es dem Welten-Ende entgegen geht. Andererseits macht die Medizinforschung immer größere Fortschritte. Heute gibt es Mittel, die gab es vor 200 Jahren nicht. Man denke nur an das Antibiotikum und besonders auch an diverse Schmerzmittel, Anfallsmittel, usw.</p>
<p>Das heißt: Einerseits wird der körperliche Schmerz, je älter die Menschheit wird (und auch bei immer mehr jüngeren Menschen), immer umfänglicher, d.h. die Zahl der Schmerzpatienten nimmt rapide zu. Andererseits findet die Forschung, je länger sie forscht, immer mehr heraus.</p>
<p>Nun, da wir glauben, dass Gott souverän ist und letztlich alles bestimmt, erkennen wir in Letzterem seine Gnade. Obwohl durch die Sünde in Eden alles zerstört wurde und unweigerlich auf ein schlimmes Ende zusteuert, ist Gott inmitten dieser Zeit gnädig. Gnade bedeutet, dass Gott uns etwas gibt, was wir nicht verdient haben. Was den körperlichen Schmerz betrifft, so wollen wir es vorsichtig so ausdrücken: Wir haben es nicht verdient, dass unser körperlicher Schmerz nachlässt. Doch unser HERR lässt zu, dass die Medizinforschung Ergebnisse erzielt, die uns helfen und uns Erleichterung verschaffen. Denn letztendlich werden Ärzte, Professoren, Forscher und Doktoren nur das herausfinden, was Gott ihnen gestattet. Demnach dürfen wir, wenn wir körperlich leiden zu einem probaten Mittel greifen, welches uns hilft. Und wir dürfen unserem Herrn dafür danken, dass ER es uns aus Gnade gibt. Wir dürfen vor der Einnahme beten, dass der HERR es an uns segnet.</p>
<p>Es gilt, ein gesundes Maß der Anwendung zu finden. Weder Missbrauch noch Ablehnung ist recht, sondern der Gebrauch in Gottes Abhängigkeit. Der verantwortungsvolle Gebrauch von Schmerzmitteln ist demnach kein Beweis für Kleinglauben, sondern eher für einen festen Glauben an einen souveränen Gott.</p>
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		<title>Es ist vollbracht! &#8211; Was Ostern wirklich bedeutet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Mar 2018 10:51:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre/Erbauung]]></category>
		<category><![CDATA[Timotheus Magazin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass Ostern mit Jesus und Religion zu tun hat, haben die meisten schon einmal gehört. Doch wenn man genauer nachfragt, wissen viele nicht mehr so genau Bescheid. Für die Mehrzahl ist Ostern vor allem ein harmonisches Familienfest. Eine Umfrage in Deutschland zum Thema Ostern ergab: Knapp die Hälfte (47%) verbindet mit Ostern den Tod und die Auferstehung Jesu. Eine repräsentative Befragung ergab, dass 15% der 20- bis 29-Jährigen glauben, dass an Ostern die Geburt Jesu gefeiert wird.  </p>
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<p class="has-small-font-size">Von <span class="nl2go_class_14px_black ng-scope">Thomas Lange</span>, erschienen in <a href="https://www.betanien.de/timotheus-magazin-30/">Timotheus Magazin Nr. 30</a> (01/2018)</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="630" height="420" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/03/Ostern.jpg?resize=630%2C420&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-3854" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/03/Ostern.jpg?w=630&amp;ssl=1 630w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/03/Ostern.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/03/Ostern.jpg?resize=190%2C127&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/03/Ostern.jpg?resize=24%2C16&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/03/Ostern.jpg?resize=36%2C24&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/03/Ostern.jpg?resize=48%2C32&amp;ssl=1 48w" sizes="auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ostern?</h2>



<p>Dass Ostern mit Jesus und Religion zu tun hat, haben die meisten schon einmal gehört. Doch wenn man genauer nachfragt, wissen viele nicht mehr so genau Bescheid. Für die Mehrzahl ist Ostern vor allem ein harmonisches Familienfest. Eine Umfrage in Deutschland zum Thema Ostern ergab: Knapp die Hälfte (47%) verbindet mit Ostern den Tod und die Auferstehung Jesu. Eine repräsentative Befragung ergab, dass 15% der 20- bis 29-Jährigen glauben, dass an Ostern die Geburt Jesu gefeiert wird. Drei Prozent dieser Altersgruppe glaubten sogar, dass „Jesu Hochzeit“ der Anlass von Ostern sei. Und neun Prozent aller Befragten wussten überhaupt nichts vom religiösen Hintergrund des Festes.</p>



<p>Einer der Befragten meinte sogar: „An Weihnachten ist Jesus gestorben und an Ostern auferstanden.“ Sollte dem wirklich so sein, müsste Jesus am 25.12.0000 im Kinderbett gestorben sein – um dann, etwa vier Monate später als Säugling wieder aufzuerstehen. Hm. Das ist ein befremdlicher Gedanke, aber bei einer zweitausend Jahre alten Geschichte kann schon mal das ein oder andere durcheinandergeraten. Schauen wir einmal genauer hin.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo erhalten wir Auskunft?</h2>



<p>Verschiedene Meinungen gibt es heute wie Sand am Meer. Der eine sagt dieses, der andere jenes. Alle meinen Recht zu haben, und am Ende versteht man nur noch Bahnhof. Um über den Sinn von Ostern die Wahrheit zu erfahren, müssen wir den Erfinder des Osterfestes fragen. Das ist Gott selbst. Seine Gedanken entfaltet er in der Bibel. Darin lesen wir, dass Ostern quasi der Mittelpunkt von allem ist. Ehrlich, das ist kein Witz. Denn an Ostern geschah etwas, was für die ganze Menschheit von größter Bedeutung ist. Ohne Ostern würde es nämlich unsere Gesellschaft, wie wir sie heute kennen, nicht geben. Wir alle sind Nutznießer von Ostern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Wort der Jahrtausende!</h2>



<p>Hast du schon einmal das griechische Wort tetelestai gehört? Wahrscheinlich nicht. Das geht sicher den meisten Menschen so. Allerdings ist genau dieser Begriff wohl das „Wort der Jahrtausende“, denn die Bedeutung ist lebenswichtig für uns alle.</p>



<p>Tetelestai heißt „es ist vollbracht“, und es beschreibt mit nur wenigen Buchstaben, was an Ostern wirklich geschah. Ostern bildet die Grundlage für das Christentum. Die Bibel berichtet uns, dass Jesus an einem Freitag gekreuzigt wurde. Das entspricht dem Karfreitag in unserem Kalender. Jesus, der Sohn Gottes, wurde – obwohl schuldlos – verurteilt und hingerichtet. Historisch kann man den Tag genau zurückverfolgen. Es war Freitag, der 03.04.29 n.Chr.</p>



<p>Sogar die genaue Tageszeit ist überliefert.&nbsp; Um 9:00 Uhr morgens wurde Jesus an ein Holzkreuz genagelt. Es ist schwer vorstellbar, aber&nbsp; genau dafür kam Jesus auf die Erde. Sein Leben hatte nur ein Ziel: Es hinzugeben für uns.</p>



<p>Mehrmals berichtet die Bibel davon. Zum Beispiel sagte Jesus in Matthäus 20,28: „Der Sohn des Menschen ist gekommen, um sein Leben zu geben, als Lösegeld für viele.“</p>



<p>Alleine, unter unsagbaren Schmerzen, unsere Schuld und Sünde tragend, hängt Jesus am Kreuz und erleidet unvorstellbare Qualen. Dann kam der Zeitpunkt, an dem sein Leben zu Ende ging. Bevor er starb, rief er laut aus: „Es ist vollbracht“ (Johannes 19,30). Diese drei Worte sind im griechischen Originaltext der Bibel ein einziges Wort, nämlich tetelestai.</p>



<p>Die Aussagekraft dieses Wortes ist enorm und die Bedeutung für uns Menschen existenziell! Um es besser zu verstehen, schauen wir uns drei gesellschaftliche Bereiche an, in denen tetelestai damals benutzt wurde. Daraus können wir erkennen, was Jesus am ersten Osterfest bewirkt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Die erfüllte Aufgabe</h2>



<p>Der erste Bereich, in dem das Wort Tetelestai verwendet wurde, war im Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Früher drückte man sich noch nicht so förmlich aus wie heute. Das hieß damals Herr und Knecht.</p>



<p>Wenn damals ein Chef seinem Untergebenen eine besondere und schwierige Aufgabe übertrug, verlangte er, dass diese zu seiner vollsten Zufriedenheit erledigt wurde. Der Maßstab war hoch und der beste Mitarbeiter sollte den Auftrag ausführen. Dann ging es los. Nach getaner Arbeit stand dann der Bedienstete vor seinem Chef und meldete sich mit dem Wort tetelestai zurück. Das hieß, der spezielle Auftrag war erfüllt.</p>



<p>Als Jesus am Kreuz dieses Wort sagte, meinte er damit, dass sein Auftrag jetzt erfüllt war. Er wurde mit der Mission gesandt, Mensch zu werden und sein Leben am Kreuz hinzugeben. Diese Verantwortung bekam er von seinem Vater übertragen und er selbst erledigte sie zu seiner vollsten Zufriedenheit.</p>



<p>Über Jesus sagt die Bibel: „Der in Gestalt Gottes war … Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod am Kreuz“ (Philipper 2,6-8). Ostern bedeutet also, dass Jesus Mensch wurde und am Kreuz starb.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Der getilgte Kredit</h2>



<p>Der zweite Bereich, in dem das Wort tetelestai gebraucht wurde, war das Finanzwesen. Banken, die Kredite vergaben, gab es bereits vor 2000 Jahren. Man fand in Stein gemeißelte Schuldtafeln, auf denen zu erkennen ist, dass nach Begleichen der letzten Kreditrate mit Hammer und Meißel quer über die ganze Tafel das Wort tetelestai eingraviert wurde.</p>



<p>Als Jesus am Kreuz starb, gab er sein Leben als Lösegeld. Das heißt, er beglich die Schulden von anderen. Genauer gesagt, von uns.</p>



<p>Dinge wie Lügen, Intrigen, Wutausbrüche, böse Worte und schlechte Gedanken, egoistisches Verhalten sowie falsche Taten machen uns schuldig vor Gott.</p>



<p>Jeder von uns weiß, dass wir nicht so gut sind, wie wir es oft vorgeben. In uns steckt viel Potential für negative Dinge. Ein Blick ins Weltgeschehen reicht aus, um das zu erkennen. Ungerechtigkeit, Krieg, Mord und Totschlag, Korruption, Betrug und Unehrlichkeit soweit das Auge reicht.</p>



<p>Das ist das Ergebnis, wenn man auf eigene Faust durchs Leben geht und den Schöpfer links liegen lässt. Die Bibel nennt das Sünde. Das hat nichts mit Flensburg oder zu viel Torte essen zu tun, sondern es ist all das, was Gottes heiligem Maßstab nicht entspricht.</p>



<p>Wir gehören Gott. Er hat uns geschaffen. Ignorieren wir ihn, beleidigt ihn das zutiefst. Er ist zornig auf uns und muss uns verurteilen. Seine Heiligkeit verbietet es, die Dinge einfach unter den Teppich zu kehren.</p>



<p>Weil Gott aber auch Liebe ist, war er bereit, unsere Schulden, die wir vor ihm haben, selbst zu begleichen. Genau das tat Jesus am Kreuz.</p>



<p>Lesen wir, was die Bibel selbst über ihn sagt: „Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, den in Satzungen bestehenden, der gegen uns war, und ihn auch aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte“ (Kolosser 2,14).</p>



<p>Ostern bedeutet also, dass Jesus am Kreuz <strong>für unsere</strong> Sünden starb.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Das gefundene Opferlamm</h2>



<p>Der dritte Bereich, in dem das Wort tetelestai gebraucht wurde, war das religiöse Opfersystem im Judentum. Als Opfer taugten ausschließlich Tiere, die keinen Makel aufwiesen. Sie durften weder krank noch gebrechlich, alt oder fleckig sein. Nur das beste Lamm war gut genug. Nachdem man das passende Tier gefunden hatte, band man dessen Füße zusammen und trug es zum Priester. Derjenige, der es überbrachte, tat dies mit dem Wort tetelestai, was so viel bedeutet wie: Das Opferlamm ist gefunden.</p>



<p>Jesus glich einem solchen reinen und unschuldigen Opferlamm, denn Jesus selbst war sündlos. Nur dadurch konnte er für die Sünden anderer sterben. Diese Voraussetzung traf auf ihn zu. Sein Leben war ein Leben in Perfektion, ausgerichtet nach dem Maßstab Gottes. Er tat nie etwas Anstößiges, sagte nie ein kränkendes Wort und hat nie jemanden ungerecht behandelt. Deshalb war er der Einzige, der das Opferlamm sein konnte, das stellvertretend für uns sterben sollte, damit uns die Strafe erspart bleibt. Als Johannes der Täufer Jesus von weitem kommen sah, rief er reflexartig: „Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt wegnimmt“ (Johannes 1,29).</p>



<p>Jesus war völlig Mensch, aber er war und ist gleichzeitig auch völlig Gott. Dadurch war er imstande, durch sein Sterben am Kreuz alle Menschen loszukaufen, die an ihn glauben werden.</p>



<p>Ostern bedeutet also, dass Jesus mein Opferlamm geworden ist, das für mich starb.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein persönliches Wort an dich</h2>



<p>Wir können nun Folgendes festhalten: Jesus hat alles vollbracht – tetelestai!</p>



<p>Er ist Gottes Sohn, wurde Mensch und starb freiwillig am Kreuz. Er bezahlte meine Schulden, damit ich frei sein kann und nicht in Gottes Gericht muss. Schließlich war Jesus das Opferlamm, das den heiligen Gott zufrieden stellte. Nach drei Tagen, am Ostersonntag, ist Jesus dann aus dem Grab auferstanden. Er lebt!</p>



<p>Und jetzt das Wichtigste: Gott hat jeden von uns geschaffen. Wir gehören ihm. Wir bestehen aus zwei Teilen: Aus unserem Körper und unserer Seele. Die Seele ist das eigentliche Leben. Sie wird ewig leben, während unser Körper verfällt. Seit unserer Geburt leben wir von unserem Schöpfer getrennt. Wir leben ohne ihn unser eigenes Leben. Das nennt die Bibel Sünde. Damit sind wir vor unserem Schöpfer schuldig. Diese von Gott losgelöste Lebensführung führt geradewegs in die Hölle. Es gibt keinen Ort, der grausamer wäre. Da Gott den Menschen jedoch liebt, möchte er nicht, dass sein Weg dort endet. Er möchte ihn davor bewahren.&nbsp; Damit das erlösende Werk von Jesus Christus auf dem Konto eines Sünders gutgeschrieben wird, muss er an Jesus Christus glauben und ihn um Vergebung seiner Schuld bitten. Nur so können seine Sünden vergeben werden. Wir erinnern uns: Sünde ist unser von unserem Schöpfergott losgelöstes Leben.</p>



<p>Gott wird den an Jesus Gläubigen für seine Vergehen nicht mehr zur Rechenschaft ziehen, da Jesus Christus seine Schuld am Kreuz beglichen hat. Jesus hat also stellvertretend für ihn seine Schulden bezahlt.</p>



<p>Deshalb bitten wir: Kehre um von deinen eigenen Wegen und wende dich Jesus Christus zu!&nbsp; Die Bibel sagt: „Durch Umkehr werdet ihr gerettet“ (Jesaja 30,15). Glaube an Jesus und lass ihn Herr über dein Leben sein. Frieden wird dein Herz erfüllen, denn dann hast du den Sinn des Lebens gefunden. Fange an, in der Bibel zu lesen. So wird Ostern für dich zur lebensrettenden Wirklichkeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gefunden: Die Bedeutung von Ostern</h2>



<p>Das Osterfest zeigt uns, wie sehr Gott uns liebt. Er sandte seinen Sohn. Jesus Christus starb am Kreuz, wurde ins Grab gelegt und ist am Ostersonntag aus dem Tod auferstanden. Was für eine wunderbare Nachricht!</p>



<p>Dietrich Bonhoeffer sagte einmal: „Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.“<br></p>
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