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	<title>Zeitkritik/Apologetik Archive - Betanien Verlag</title>
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	<description>Ausgewählte bibeltreue Literatur</description>
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	<title>Zeitkritik/Apologetik Archive - Betanien Verlag</title>
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		<title>Wie der Fortschrittsglaube unser Leben beeinflusst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2020 04:13:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>(Weltweite) Auswirkungen der erfolgreichsten antichristlichen Zivilreligion Unsere westliche Gesellschaft wird vom Fortschrittsglauben vielfältig beeinflusst. Jeder ist davon betroffen, zum Beispiel in der Schule, im Internet, vor dem Fernseher und vor allem in den Kirchen. Dieses Phänomen hat vor 300 Jahren begonnen und hat inzwischen alle Bereiche &#8230; </p>
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<h2 class="wp-block-heading">(Weltweite) Auswirkungen der erfolgreichsten
antichristlichen Zivilreligion </h2>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/07/erdmann.jpg?resize=171%2C256&#038;ssl=1" alt="Wie der Fortschrittslaube unser Leben beeinflusst" class="wp-image-5631" width="171" height="256" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/07/erdmann.jpg?resize=683%2C1024&amp;ssl=1 683w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/07/erdmann.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/07/erdmann.jpg?resize=768%2C1152&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/07/erdmann.jpg?resize=1024%2C1536&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/07/erdmann.jpg?resize=87%2C130&amp;ssl=1 87w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/07/erdmann.jpg?resize=16%2C24&amp;ssl=1 16w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/07/erdmann.jpg?resize=24%2C36&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/07/erdmann.jpg?resize=32%2C48&amp;ssl=1 32w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/07/erdmann.jpg?w=1072&amp;ssl=1 1072w" sizes="(max-width: 171px) 100vw, 171px" /></figure></div>



<p>Unsere westliche Gesellschaft wird vom Fortschrittsglauben vielfältig beeinflusst. Jeder ist davon betroffen, zum Beispiel in der Schule, im Internet, vor dem Fernseher und vor allem in den Kirchen. Dieses Phänomen hat vor 300 Jahren begonnen und hat inzwischen alle Bereiche der Politik, Wirtschaft, Kultur und des Christentums durchdrungen. Dieser Glaube tritt als Religion auf, ohne als Religion erkannt zu werden. Das Verwirrende dabei ist, dass sich der Fortschrittsglaube im Namen des Christentums immer stärker gegen den christlichen Glauben stellt. </p>



<p>Die Situation der christlichen Gemeinden verschärft sich; Christen, die verbindlich ihren Glauben leben möchten, stehen vor enormen Herausforderungen. Es ist bedenklich, dass sich bekannte ersönlichkeiten, die sich als Christen ausgeben, an vorderster Front zum Fürsprecher dieser Zivilreligion machen: Sie werden auf christlichen Kongressen als Hauptredner eingeladen und beeinflussen dadurch viele Gemeinden.</p>



<span id="more-5630"></span>



<p>Dieser Vortrag basiert auf einer mehrjährigen Erforschung des Fortschrittsglaubens und öffnet die Augen, </p>



<ul class="wp-block-list"><li>wo die Wurzel dieser Religion liegt,</li><li>wie sie sich in unserer Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und im Christentum ausgebreitet hat,</li><li>wie die geschickten Verschleierungstaktiken aussehen </li><li>und hilft Christen, der Verführung zu widerstehen. </li></ul>



<p><strong>Kosten</strong>: Spende</p>



<p><strong>Referent</strong>: Dr. Martin Erdmann / info@veraxinstitut.ch</p>



<p><strong>Dauer</strong>: ein bis vier Seminarblöcke von jeweils 50 Minuten, auf Wunsch kann ein Seminar von zwei Tagen angeboten werden.</p>



<p><strong>Buch</strong>: <a href="https://www.cbuch.de/erdmann-siegeszug-des-fortschrittsglaubens-band-4.html">Siegeszug des Fortschrittsglaubens: Mystizismus als Nährboden des amerikanischen Postmillennialismus</a></p>



<p><strong>Buchbeschreibung:</strong> In jeder Zeitperiode, die die westliche Zivilisation durchlaufen hat, traten gewisse Ideen in Erscheinung, die charakteristische Merkmale aufwiesen. Die Nachwelt wurde dadurch nachhaltig geprägt. Sie stellten eine dominante Erscheinungsform des gesellschaftlichen Zeitgeistes einer bestimmten historischen Epoche dar. Unterschiedliche Einflüsse trugen zu ihrem Aufkommen bei. Solange diese Ideen in einer offenkundigen und dominanten Weise auftraten, konnte ihre einzigartige Bedeutung nicht völlig erkannt werden. Ohne dass man viele Gedanken darüber verlor, wurden diese Ideen als Prinzip der absoluten Wahrheit akzeptiert, die allgemeine Gültigkeit besaß. Nicht viele kamen auf den Gedanken, in ihnen lediglich gängige Meinungen zu sehen, die sich von einem Augenblick zum anderen verändern konnten. Man betrachtete sie als die Konkretisierung einer ewig gültigen Wahrheit, die sich dem rationalen Denken aufschloss. Die Idee des Fortschrittes – der Glaube, dass sich die Menschheit in der Vergangenheit bis in die Gegenwart kontinuierlich weiterentwickelt habe und diesen fortschreitenden Prozess in der voraussehbaren Zukunft weiterführen wird – ist eine Weltsicht, die sich ausschließlich im Westen ausgebildet hat. Diese Idee nimmt seit der Aufklärung des späten 17. Jahrhunderts bis in unsere Zeit eine zentrale Stellung im Denken der modernen Zivilisation ein. Sie war weit mehr als eine philosophische Theorie. In ihrer Blütezeit hat sie das gesamte gesellschaftliche Leben durchdrungen. Niemand konnte sich ihrem penetranten Einfluss entziehen. Selbst diejenigen, die abstrakten Ideen negativ gegenüberstanden, erlagen ihrem unwiderstehlichen Charme. Aus ihr setzte sich die tonangebende Zivilreligion der westlichen Zivilisation – Phänomene einer allgemeinen Religiosität im politischen Bereich – zusammen. Sie wurde Teil des modernen Denkens, dass jeder Versuch der Kritik fast wie ein Akt der Treulosigkeit erschien. Die Voreingenommenheit der akademischen Geschichtsschreibung gegen das Christentum, wie sie seit Ende des 19. Jahrhunderts immer deutlicher zutage getreten ist, hat die allgemeine Vorstellung des Fortschrittsglaubens verzerrt. Es ist an der Zeit, sich darüber bewusst zu werden, dass die Ideologie einer kontinuierlichen Vorwärtsentwicklung der Gesellschaft und Vervollkommnung des Menschen in ihrem tiefsten Kern eine eigenständige Religion ist, die besonders dadurch gekennzeichnet ist, dass sie sich mit aller Entschiedenheit – allerdings oftmals im Namen des Christentums – gegen den biblischen Glauben gestellt hat.</p>



<p>Die Idee des Fortschrittes – der Glaube, dass sich die Menschheit in der Vergangenheit bis in die Gegenwart kontinuierlich weiterentwickelt habe und diesen fortschreitenden Prozess in der voraussehbaren Zukunft weiterführen wird – ist eine Weltsicht, die sich ausschließlich im Westen ausgebildet hat. Diese Idee nimmt seit der Aufklärung des späten 17. Jahrhunderts bis in unsere Zeit eine zentrale Stellung im Denken der modernen Zivilisation ein. Sie war weit mehr als eine philosophische Theorie. In ihrer Blütezeit hat sie das gesamte gesellschaftliche Leben durchdrungen. Niemand konnte sich ihrem penetranten Einfluss entziehen. Selbst diejenigen, die abstrakten Ideen negativ gegenüberstanden, erlagen ihrem unwiderstehlichen Charme. Aus ihr setzte sich die tonangebende Zivilreligion der westlichen Zivilisation – Phänomene einer allgemeinen Religiosität im politischen Bereich – zusammen. Sie wurde Teil des modernen Denkens, dass jeder Versuch der Kritik fast wie ein Akt der Treulosigkeit erschien. Die Voreingenommenheit der akademischen Geschichtsschreibung gegen das Christentum, wie sie seit Ende des 19. Jahrhunderts immer deutlicher zutage getreten ist, hat die allgemeine Vorstellung des Fortschrittsglaubens verzerrt. Es ist an der Zeit, sich darüber bewusst zu werden, dass die Ideologie einer kontinuierlichen Vorwärtsentwicklung der Gesellschaft und Vervollkommnung des Menschen in ihrem tiefsten Kern eine eigenständige Religion ist, die besonders dadurch gekennzeichnet ist, dass sie sich mit aller Entschiedenheit – allerdings oftmals im Namen des Christentums – gegen den biblischen Glauben gestellt hat.</p>



<p>In jeder Zeitperiode, die die westliche Zivilisation durchlaufen hat, traten gewisse Ideen in Erscheinung, die charakteristische Merkmale aufwiesen. Die Nachwelt wurde dadurch nachhaltig geprägt. Sie stellten eine dominante Erscheinungsform des gesellschaftlichen Zeitgeistes einer bestimmten historischen Epoche dar. Unterschiedliche Einflüsse trugen zu ihrem Aufkommen bei. Solange diese Ideen in einer offenkundigen und dominanten Weise auftraten, konnte ihre einzigartige Bedeutung nicht völlig erkannt werden. Ohne dass man viele Gedanken darüber verlor, wurden diese Ideen als Prinzip der absoluten Wahrheit akzeptiert, die allgemeine Gültigkeit besaß. Nicht viele kamen auf den Gedanken, in ihnen lediglich gängige Meinungen zu sehen, die sich von einem Augenblick zum anderen verändern konnten. Man betrachtete sie als die Konkretisierung einer ewig gültigen Wahrheit, die sich dem rationalen Denken aufschloss.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.betanien.de/wie-der-fortschrittslaube-unser-leben-beeinflusst/">Wie der Fortschrittsglaube unser Leben beeinflusst</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.betanien.de">Betanien Verlag</a>.</p>
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		<title>Die neue „Hoffnung für alle“ von 2015 – verbessert, aber noch nicht gut</title>
		<link>https://www.betanien.de/die-neue-hoffnung-fuer-alle-von-2015-verbessert-aber-noch-nicht-gut/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2019 11:49:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Timotheus Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Hans-Werner Deppe, erschienen in Timotheus Magazin Nr. 34 (01/2019)   Als ich kürzlich für ein Buchprojekt Beispiele für schlecht übersetzte Bibelverse suchte und mir dazu spontan einige Verse aus der „Hoffnung für alle“ (Hfa) einfielen,[1] wollte ich diese Verse rasch aus dem Internet von bibleserver.com &#8230; </p>
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<p class="has-small-font-size">Von Hans-Werner Deppe, erschienen in <a href="https://www.betanien.de/timotheus-magazin-34/">Timotheus Magazin Nr. 34</a> (01/2019)</p>


<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-5050 size-large" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/03/HFA-2015-Vergleich.jpg?resize=960%2C640&#038;ssl=1" alt="Die neue „Hoffnung für alle“ von 2015 – verbessert, aber noch nicht gut" width="960" height="640" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/03/HFA-2015-Vergleich.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/03/HFA-2015-Vergleich.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/03/HFA-2015-Vergleich.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/03/HFA-2015-Vergleich.jpg?resize=190%2C127&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/03/HFA-2015-Vergleich.jpg?resize=24%2C16&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/03/HFA-2015-Vergleich.jpg?resize=36%2C24&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/03/HFA-2015-Vergleich.jpg?resize=48%2C32&amp;ssl=1 48w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2019/03/HFA-2015-Vergleich.jpg?w=1500&amp;ssl=1 1500w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></p>
<p> </p>
<p>Als ich kürzlich für ein Buchprojekt Beispiele für schlecht übersetzte Bibelverse suchte und mir dazu spontan einige Verse aus der „Hoffnung für alle“ (Hfa) einfielen,<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> wollte ich diese Verse rasch aus dem Internet von bibleserver.com kopieren, wo die gesamte Hfa frei zugänglich zur Verfügung steht. Ich wunderte mich allerdings darüber, dass die Verse dort gar nicht meiner Erinnerung entsprachen. Die aktuelle Fassung der Hfa ist tatsächlich an vielen Stellen verbessert worden. Es ist erfreulich, dass die Hfa durch die gründliche, acht Jahre Arbeit beanspruchende Revision von 2015 teilweise näher an den Urtext heranrückt und theologisch problematische Formulierungen deutlich verbessert hat. Dieser Artikel zeigt sowohl Beispiele solcher Verbesserungen auf als auch Beispiele für weiterhin fragwürdige Formulierungen. Besitzer und Nutzer der Hfa sollen dadurch angeregt werden, selbst noch weitergehend zu prüfen und die Augen für bestimmte Tendenzen offen zu halten.<span id="more-5044"></span></p>
<p>Die „Hoffnung für alle“ ist unter Evangelikalen und Bibeltreuen die wohl beliebteste Übertragung der Bibel in eine leichtverständliche Sprache. Als sie in den 1980er Jahren erschien, war sie die erste „kommunikative“ Bibelübersetzung mit evangelikalem Hintergrund. In vielen evangelikalen Bekenntnisschulen wird sie im Religionsunterricht verwendet, in Gemeinde-Kinderstunden, zur Evangelisation oder sogar im Gottesdienst. Das Neue Testament der Hfa wurde erstmals 1983 publiziert, die gesamte Bibel mit Altem Testament 1996. Die erste Überarbeitung des Neuen Testaments erschien 2002. Eine gründliche Revision, die acht Jahre Arbeit erforderte und von einem Team unter Leitung von Urs Stingelin, Sprachwissenschaftler an der Theologischen Hochschule Basel, durchgeführt wurde, kam 2015 heraus. Exemplare dieser neuen Hfa sind an dem Hfa-Logo zu erkennen; es enthält ein Laubblatt mit Kreuz. Wikipedia nennt für die Hfa eine Gesamtauflage von bisher 1,3 Millionen Exemplaren.</p>
<p>Moderne Übertragungen wie die Hfa werden als „kommunikative Bibelübersetzung“ bezeichnet, weil hier die Kommunikation im Vordergrund steht: Dass die Botschaft beim Leser bzw. Hörer ankommt und von ihm verstanden wird, ist bei der Übersetzung das wichtigere Ziel, als eine wortgetreue Wiedergabe des Grundtextes zu erstellen. Das Grundprinzip der kommunikativen Bibelübersetzung ist jedoch die „Wirkungstreue“. Das heißt, Ziel ist es, mit dem Text beim Leser möglichst dieselbe Wirkung zu erzielen, die der Grundtext bei den ursprünglichen Empfängern erzielte. Dieses Prinzip wird auch „dynamische Äquivalenz“ genannt. Äquivalenz soll hierbei also nicht in erster Linie zwischen Quell- und Zieltext bestehen, sondern die Wirkung (Dynamik) der Übersetzung soll äquivalent zur Wirkung des ursprünglichen Textes sein. Der Inhalt der Botschaft ist also zweitrangig dem Ziel untergeordnet, eine bestimmte Wirkung beim Leser oder Hörer zu erreichen. Dafür sei es dem Übersetzer erlaubt, z.B. kulturelle Anpassungen und erklärende Hinzufügungen vorzunehmen. Das ist jedoch klar einen großen Schritt zu weit gegangen. Welche Wirkung beim Hörer erzielt wird, müssen wir Gott überlassen. Wir haben die Verantwortung, Gottes Wort treu (so wörtlich wie nötig, so sinnentsprechend wie möglich) anzunehmen und weiterzugeben.</p>
<h2>Übersetzen ist Auslegen</h2>
<p>Prinzipiell hat Gott Sprache so geschaffen und konzipiert, dass der Sinn eines Textes annähernd hundertprozentig auch in einer anderen Sprache ausgedrückt werden kann. Wir müssen als Christen und Bibelleser nicht unbedingt Hebräisch und Griechisch können, um Gottes Wort genau und sorgfältig zu uns reden zu lassen.</p>
<p>Doch eine Übersetzung ist immer auch eine Auslegung, denn der Übersetzer muss verstehen und mit seiner Entscheidung für bestimmte Wörter und Formulierungen interpretieren, was der Grundtext bedeutet. „Auslegung“ ist im Bibelgriechisch sogar dasselbe Wort wie „übersetzen“ („Auslegung der Sprachen“ in 1. Korinther 12,10 ist nichts anderes als das Übersetzen). Das ist grundsätzlich nicht falsch, aber fehleranfällig, denn die Auslegung muss richtig sein. Je weiter sich der Übersetzer formal vom Grundtext wegbewegt – und bei einer „kommunikativen“ Übertragung mit dem Hauptziel der „Wirkungstreue“ bewegt er sich zwangsläufig weit weg vom Original -, desto mehr eigene Auslegung und damit Fehleranfälligkeit fließt in seine Übertragung ein. Das wird beim kommunikativen Übersetzungsprinzip auch ganz billigend in Kauf genommen. Auf der Webseite der Hfa heißt es: „Wir können nichts lesen, ohne das Gelesene zu interpretieren &#8230; Selbst die wörtlichste Bibelübersetzung wird in dem Moment kommunikativ, wo man sie zu verstehen versucht“ (hoffnungfueralle.com/faq/). Mit anderen Worten: Ausgelegt werden muss sowieso, ob nun der Leser auslegt oder der Übersetzer. Also kann die Übersetzung dem Leser das Auslegen abnehmen. So bevormundet der kommunikative Übersetzer den Leser. Das ist dann im Grunde so wie in der römisch-katholischen Kirche, wo der Bibelleser letztlich nicht selbst den Bibeltext interpretieren darf, sondern die Auslegung der kirchlichen Autorität annehmen muss.</p>
<h2>Kritik an der früheren „Hoffnung für alle“</h2>
<p>Bei der „Hoffnung für alle“ sind offensichtlich ganz bestimmte Ansichten und Tendenzen eingeflossen. Stefan Felber, Professor am Theologischen Seminar St. Chrischona (also über Chrischona eigentlich mit dem Hfa-Herausgeberverlag Brunnen/fontis verbunden), bewertete die Hfa von 2002 so: „Nach dem Maßstab möglichst breiter Verständlichkeit für den modernen Menschen reduziert oder verändert die Hfa Inhalte in häufig unsachgemäßer Weise, überführt Konkretes ins Abstrakte oder Allgemeine, psychologisiert, entontologisiert, ja, ersetzt bisweilen das Tun Gottes durch ein Tun des Menschen und Transzendentes durch Immanentes. Biblische Grundbegriffe wie ›Gerechtigkeit‹, ›Evangelium‹, ›in Christus‹ oder ›Wort‹ werden unkenntlich.“<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> Felber spricht sogar von einer „krankmachenden Gesetzlichkeit“ der Hfa und fragt: „Wer kann den Schaden ermessen, den sie in Glaube und Leben bei Bibellesern und Gemeinden anrichte[t]?“ <a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a></p>
<p>Ein anschaulicher Vergleich besagt: Beim Lesen einer Bibelübersetzung küsst man die Braut nur durch einen Schleier, den Schleier der Übersetzung. Doch wie bereits gesagt, ist unser Zugang zu Gottes Wort eigentlich recht unverhüllt, wenn wir eine wortgetreue Übersetzung nehmen oder noch besser mehrere Übersetzungen vergleichen und auch mal ein Wörterbuch hinzuziehen. Doch bei der Hfa (zumindest der Ausgabe von 2002) musste man sich fragen: Ist dieser Schleier der Braut nur besonders dick, oder steckt dahinter eine ganz andere Braut?</p>
<p>Die folgenden Beispiele bieten einen Einblick, welche Verschiebungen die frühere Hfa vorgenommen hat, welche Korrekturen die neue Hfa bietet und ob diese ausreichen, um die Hfa zu einer empfehlenswerten Bibelalternative zu machen. Als Referenz ist jeweils die Übersetzung der wortgetreuen Elberfelder Bibel (in der Revision von 1985) angegeben.</p>
<h2>Gott wird passiver, der Mensch wird aktiver</h2>
<p>Ein wichtiges Prinzip beim sinngetreuen Übersetzen ist, die Grundordnung einer Aussage beizubehalten: Subjekt, Prädikat, Objekt. Der Handelnde (das Subjekt) in einem Satz des Quelltextes muss auch der Handelnde im Zieltext sein. Wenn Gott der Handelnde ist, ist das natürlich ungemein wichtig, dies auch in der Übersetzung wiederzugeben. Doch genau hier nahm die frühere Hfa an vielen Stellen einen Subjektwechsel vor und machte den Menschen zum Handelnden anstatt Gott. Nehmen wir z.B. Psalm 119,37, wo der Psalmist sich mit einer Bitte an Gott richtet, er möge handeln. Die Hfa (alte wie neue Ausgabe) macht hingegen den Psalmisten selbst zum entschlossen Handelnden und rückt seinen menschlichen Willen ins Zentrum:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td style="width: 319.6px;"><em><strong>Psalm 119,37 Elb.</strong></em></td>
<td style="width: 320.4px;"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td style="width: 322px;"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 319.6px;"><span style="background-color: #e6e01b;">Wende meine Augen davon ab</span>, das Eitle zu betrachten. Belebe mich auf deinen Wegen!</td>
<td style="width: 320.4px;"><span style="background-color: #80c9ef;">Ich will mich nicht mit dem abgeben</span>, was sinnlos und wertlos ist. <span style="background-color: #80c9ef;">Hilf mir dabei und schenke mir Freude</span>, deinen Willen zu tun.</td>
<td style="width: 322px;"><span style="background-color: #a1f2f4;">Ich will mich nicht</span> mit sinnlosen Dingen <span style="background-color: #a1f2f4;">abgeben</span>; <span style="background-color: #a1f2f4;">schenk du mir die Kraft</span>, den richtigen Weg zu gehen!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Mensch, seine Fähigkeit und sein Wille werden hierdurch aufgewertet und Gott tritt in den Hintergrund. Die zweite Hälfte (in der Hfa 2002) degradiert ihn zum bloßen Helfer; er ist nicht mehr derjenige, der durch seine souveräne, übernatürliche Kraft „belebt“.</p>
<p>In Josua 10 wird das übernatürliche Ereignis der vom Himmel fallenden Steine zu einem natürlichen Hagel, und Gott wirft nicht direkt selbst, sonst „ließ“ es nur geschehen:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Josua 10,11 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Und es geschah, als sie vor Israel flohen &#8211; sie waren gerade am Abhang von Bet-Horon -, <span style="background-color: #e6e01b;">da warf der HERR</span> große Steine vom Himmel auf sie herab, bis Aseka, so dass sie umkamen.
<p> </p>
<p> </p>
</td>
<td width="201">Als die Fliehenden bei Bet-Horon ins Tal liefen, <span style="background-color: #80c9ef;">ließ der Herr sie</span> durch ein schweres Hagelunwetter <span style="background-color: #80c9ef;">erschlagen</span>.</td>
<td width="201">Als die Fliehenden Bet-Horon erreichten und von dort ins Tal hinabstiegen, <span style="background-color: #a1f2f4;">ließ der HERR sie</span> durch ein schweres Hagelunwetter <span style="background-color: #a1f2f4;">erschlagen</span>. Die Hagelkörner waren so groß wie Kieselsteine.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>In Psalm 51,14 erhofft der Psalmist laut Hfa, dass Gott ihn zum gehorchen (aus sich selbst heraus) bereit macht, aber im Grundtext ist es der Geist Gottes, der den Willen wirkt. Dieser Heilige Geist wird mehrfach in Psalm 51 erwähnt, was in der Hfa unkenntlich wird:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Psalm 51,14 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils, und <span style="background-color: #e6e01b;">stütze mich mit einem willigen Geist</span>!</td>
<td width="201">Schenk mir Freude über deine Rettung und <span style="background-color: #80c9ef;">mach mich bereit, dir zu gehorchen</span>!</td>
<td width="201">Schenk mir wieder Freude über deine Rettung und <span style="background-color: #a1f2f4;">mach mich bereit, dir zu gehorchen</span>!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Dass der Mensch aktiver und Gott passiver dargestellt wird, fällt besonders in einer Reihe von Versen aus dem Johannesevangelium auf:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Johannes 6,29 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Jesus antwortete und sprach zu ihnen: <span style="background-color: #e6e01b;">Dies ist das Werk Gottes</span>, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.</td>
<td width="201">Er erwiderte: »Nur eins erwartet Gott von euch: <span style="background-color: #80c9ef;">Ihr sollt</span> an den <span style="background-color: #80c9ef;">glauben</span>, den er gesandt hat.«</td>
<td width="201">[identisch mit Hfa 2002]</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Johannes 6,44a Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Niemand kann zu mir kommen, <span style="background-color: #e6e01b;">wenn nicht der Vater</span>, der mich gesandt hat, <span style="background-color: #e6e01b;">ihn zieht</span></td>
<td width="201">Keiner kann zu mir kommen, <span style="background-color: #80c9ef;">dem nicht der Vater</span>, der mich gesandt hat, <span style="background-color: #80c9ef;">den Weg zeigt</span>.</td>
<td width="201">Keiner kann zu mir kommen, <span style="background-color: #a1f2f4;">wenn nicht der Vater</span>, der mich gesandt hat, <span style="background-color: #a1f2f4;">ihn zu mir bringt</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Johannes 15,3 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Ihr seid schon rein um des Wortes willen, <span style="background-color: #e6e01b;">das ich zu euch geredet habe</span>.</td>
<td width="201">Ihr seid schon gute Reben, weil <span style="background-color: #80c9ef;">ihr meine Botschaft gehört habt</span>. [Hfa 1983: … angenommen habt]</td>
<td width="201">[identisch mit Hfa 2002]</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Johannes 16,13a Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, <span style="background-color: #e6e01b;">wird er euch</span> in die ganze Wahrheit <span style="background-color: #e6e01b;">leiten</span> …</td>
<td width="201">Wenn aber der Geist der Wahrheit kommt, <span style="background-color: #80c9ef;">werdet ihr</span> die Wahrheit vollständig <span style="background-color: #80c9ef;">erfassen</span>.</td>
<td width="201">Wenn aber der Geist der Wahrheit kommt, <span style="background-color: #a1f2f4;">hilft er euch</span> dabei, die Wahrheit vollständig zu erfassen. [Fußnote: „Oder: in der vollen Wahrheit zu leben.“]</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Eine besonders schlimme Entgleisung war der Name Gottes in der Hfa 2002. Während im Original das „Ich bin“ Gottes Selbstexistenz und Allgenugsamkeit ausdrückt – Gott braucht niemanden, noch nicht einmal, um Liebe zu sein – legt die Hfa Gott die Selbstbezeichnung „Ich bin für euch da“ in den Mund. Demnach wäre Gottes Wesen ganz auf den Menschen ausgerichtet. Es wäre ein humanistischer Gott und kein souverän göttlicher Gott. Die Hfa 2015 hat diesen folgenschweren Fehler, der ein völlig falsches Gottesbild vermittelt, wieder korrigiert:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>2. Mose 3,14 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Da sprach Gott zu Mose: <span style="background-color: #e6e01b;"><em>Ich bin, der ich bin</em></span>. Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Der <span style="background-color: #e6e01b;"><em>Ich bin</em></span> hat mich zu euch gesandt. [Hervorhebung im Original]
<p> </p>
<p> </p>
</td>
<td width="201">Gott antwortete: „<span style="background-color: #80c9ef;">Ich bin euer Gott, der für euch da ist</span>. Darum sag den Israeliten: ‚<span style="background-color: #80c9ef;">Ich bin für euch da</span>’ hat mich zu euch gesandt.</td>
<td width="201">Gott antwortete: »<span style="background-color: #a1f2f4;">Ich bin, der ich bin</span>! Darum sag den Israeliten: ›<span style="background-color: #a1f2f4;">Ich bin</span>‹ hat mich zu euch gesandt.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Es gibt auch den umgekehrten Fall, dass Gott als aktiv beschrieben wird, wo er im Grundtext passiv ist. Sacharja 13,6 wird von den meisten so gedeutet, dass der Herr Jesus und seine Verwundung am Kreuz gemeint ist.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Sacharja 13,6 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Sagt man aber zu ihm: Was sind das für Wunden zwischen deinen Händen, dann wird er sagen: Sie entstanden, als <span style="background-color: #e6e01b;">ich im Haus meiner Freunde geschlagen wurde</span>.</td>
<td width="201">Wenn jemand ihn fragt: ›Woher kommen dann die Striemen auf deiner Brust?‹, wird er antworten: ›<span style="background-color: #80c9ef;">Ich habe mich mit meinen Freunden geprügelt</span>.‹</td>
<td width="201">[identisch mit Hfa 2002]</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Weglassung und Umschreibung zentraler Begriffe</h2>
<p>Kommunikative Bibelübertragung versuchen oft, zentrale christliche Begriffe wie z.B. glauben, Gnade und Buße aufgrund ihrer Fremdartigkeit für den Nichtchristen durch andere Begriffe zu ersetzen oder zu umschreiben. Aber ich denke, wenn jemand sich für den christlichen Glauben interessiert und anfängt die Bibel zu lesen, ist es nicht zu viel erwartet, dass er sich eine Handvoll neuer Begriffe aneignet. Wer sich für Fußball zu interessieren beginnt, muss auch erst einmal lernen, was Abseits, Foul und Elfmeter ist. Es macht keinen Sinn, „Abseits“ jeweils mit anderen Worten zu umschreiben. Ein „kommunikativer Fußball-Kommentator“ würde dann, statt kurz und prägnant „Abseits“ zu sagen, sich bei jeder Abseitssituation mit Worten winden: „Der aktiv am Spielgeschehen beteiligte Spieler stand im Augenblick des Abspiels seines Mitspielers hinter der gedachten Querlinie des vorletzten Mannes der gegnerischen Mannschaft.“</p>
<p>Den Begriff „glauben“ hat die Hfa oft zu umschreiben versucht. Eine der wichtigsten Bibelstellen über den Glauben, der zur Rechtfertigung führt, ist 1. Mose 15,<span style="color: #3f3f3f; font-style: normal;">6</span> sowie die Zitate dieser Schriftstelle im NT:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>1. Mose 15,6 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Und <span style="background-color: #e6e01b;">er glaubte</span> dem HERRN; und er rechnete es ihm als <span style="background-color: #e6e01b;">Gerechtigkeit</span> an.</td>
<td width="201"><span style="background-color: #80c9ef;">Abram nahm dieses Versprechen ernst. Er setzte sein ganzes Vertrauen auf den Herrn</span>, und so fand er <span style="background-color: #80c9ef;">Gottes Anerkennung</span>.</td>
<td width="201"> [Haupttext identisch mit Hfa 2002 + Fußnote mit wörtl. Übersetzung mit „glaubte“ und „Gerechtigkeit“]</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Römer 4,3 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Denn was sagt die Schrift? «Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.»</td>
<td width="201">In der Heiligen Schrift heißt es: „<span style="background-color: #80c9ef;">Abraham setzte sein Vertrauen auf Gott</span>, und so fand er <span style="background-color: #80c9ef;">Gottes Anerkennung</span>.“ [Fußnote mit „zur Gerechtigkeit angerechnet]</td>
<td width="201">[Haupttext identisch mit Hfa 2002 + Fußnote mit Hinweis auf 1Mo 15,6]</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Galater 3,6 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Ebenso <span style="background-color: #e6e01b;">wie Abraham Gott glaubte</span> und es ihm zur <span style="background-color: #e6e01b;">Gerechtigkeit</span> gerechnet wurde.</td>
<td width="201">Erinnert euch einmal daran, was von Abraham gesagt wird: »<span style="background-color: #80c9ef;">Abraham glaubte Gott</span>, und so fand er bei ihm <span style="background-color: #80c9ef;">Anerkennung</span>.« [+ Fußnote mit Hinweis auf 1Mo 15,6]</td>
<td width="201">[identisch mit Hfa 2002]</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Zentrale Begriffe des Evangeliums sind <strong>glauben</strong> und <strong>Gerechtigkeit</strong>, insbesondere die Gerechtigkeit Gottes im Römerbrief. Die Hfa versucht fast durchweg, diese Begriffe zu umschreiben, u.a. durch „vertrauen“ für „glauben“ und durch „Anerkennung bei Gott“ statt „Gerechtigkeit Gottes“. Dadurch werden diese Begriffe unklar und abschwächt. Im Römerbrief ist dies quasi durchgängig zu beobachten.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Römer 1,16-17 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem <span style="background-color: #e6e01b;">Glaubenden</span>, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen. Denn <span style="background-color: #e6e01b;">Gottes Gerechtigkeit</span> wird darin geoffenbart aus <span style="background-color: #e6e01b;">Glauben zu Glauben</span>, wie geschrieben steht: «Der <span style="background-color: #e6e01b;">Gerechte</span> aber wird aus <span style="background-color: #e6e01b;">Glauben</span> leben.»</td>
<td width="201">Ich schäme mich nicht für die rettende Botschaft. Sie ist eine Kraft Gottes, die alle befreit, <span style="background-color: #80c9ef;">die darauf vertrauen</span>; zuerst die Juden, dann aber auch alle anderen Menschen. Durch sie zeigt Gott, wie er ist: <span style="background-color: #80c9ef;">Er sorgt dafür, dass unsere Schuld gesühnt wird und wir mit ihm Gemeinschaft haben können</span>. Dies  geschieht, <span style="background-color: #80c9ef;">wenn wir uns allein auf das verlassen, was Gott für uns getan hat</span>. So heißt es schon in der Heiligen Schrift: „Nur der wird <span style="background-color: #80c9ef;">Gottes Anerkennung</span> finden und leben, <span style="background-color: #80c9ef;">der ihm vertraut</span>.“ [Fußnote mit Hinweis auf die wörtl. Übersetzung nach Habakuk 2,4]</td>
<td width="201">Ich schäme mich nicht für die rettende Botschaft. Denn sie ist eine Kraft Gottes, die alle befreit, <span style="background-color: #a1f2f4;">die darauf vertrauen</span>; zuerst die Juden, aber auch alle anderen Menschen. Durch sie zeigt Gott, wie er ist: <span style="background-color: #a1f2f4;">Er sorgt dafür, dass unsere Schuld gesühnt wird und wir mit ihm Gemeinschaft haben können</span>. Dies geschieht, wenn <span style="background-color: #a1f2f4;">wir uns allein auf das verlassen, was Gott für uns getan hat</span>. So heißt es schon in der Heiligen Schrift: »Nur der wird <span style="background-color: #a1f2f4;">Gottes Anerkennung</span> finden und leben, <span style="background-color: #a1f2f4;">der ihm vertraut</span>. [Fußnote mit Hinweis auf die wörtl. Übersetzung nach Habakuk 2,4]</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Römer 3,21-22 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Jetzt aber ist ohne Gesetz <span style="background-color: #e6e01b;">Gottes Gerechtigkeit</span> geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten.</td>
<td width="201">… jetzt aber hat Gott uns gezeigt, <span style="background-color: #80c9ef;">wie wir vor ihm bestehen können</span>, nämlich unabhängig vom Gesetz. Dies ist sogar schon im Gesetz und bei den Propheten bezeugt.</td>
<td width="201">Jetzt aber hat Gott uns gezeigt, <span style="background-color: #a1f2f4;">wie wir vor ihm bestehen können</span>, nämlich unabhängig vom Gesetz. Das ist schon im Gesetz und bei den Propheten bezeugt.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Dieses unzureichende Verständnis von <strong>Gerechtigkeit</strong> wird auch in Matthäus 5,20 deutlich. Der Herr deutet hier darauf hin, dass eine perfekte Gerechtigkeit nötig ist, um ins Reich Gottes zu kommen. Die vollkommene Gerechtigkeit Jesu muss dem Gläubigen zugerechnet werden. Das wird zwar in diesem Vers nicht ausdrücklich gesagt, aber dem Hörer wird eine Sehnsucht nach dieser Gerechtigkeit vermittelt und ein Verzweifeln an sich selbst. Die Hfa-Version des Verses macht aber die Hörer zum Subjekt (anstelle der Gerechtigkeit). Es klingt so, als solle und könne man sich durch das Erfüllen von Geboten anstrengen, um das Gesetzt wie in einem Wettbewerb noch besser zu halten als die Pharisäer. Das ist natürlich die reinste Gesetzlichkeit, die durch eine grammatisch verdrehte Übersetzung vermittelt wird:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Matthäus 5,20 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Denn ich sage euch: <span style="background-color: #e6e01b;">Wenn nicht eure Gerechtigkeit</span> die der Schriftgelehrten und Pharisäer weit übertrifft, so werdet ihr keinesfalls in das Reich der Himmel hineinkommen.</td>
<td width="201">Ich warne euch: <span style="background-color: #80c9ef;">Wenn ihr</span> das Gesetz Gottes nicht besser erfüllt als die Pharisäer und Schriftgelehrten, kommt ihr nicht in Gottes neue Welt.</td>
<td width="201">Ich warne euch: <span style="background-color: #a1f2f4;">Wenn ihr</span> den Willen Gottes nicht besser erfüllt als die Schriftgelehrten und Pharisäer, kommt ihr ganz sicher nicht in Gottes himmlisches Reich.«</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Begriff <strong>Gnade</strong> wurde in der Hfa 2002 oft vermieden und z.B. durch „Liebe“ ersetzt. Liebe aber deutet darauf hin, dass das Objekt liebenswert ist; Gnade hingegen meint immer eine unverdiente Gunst. In der folgenden Beispielstelle fehlt auch der Begriff „Wahrheit“, womit ja das Wort Gottes gemeint ist. Die Hfa 2015 hat dies verbessert:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Johannes 1,14b.16-17 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">…  wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller <span style="background-color: #e6e01b;">Gnade und Wahrheit</span>. … Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar <span style="background-color: #e6e01b;">Gnade um Gnade</span>. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die <span style="background-color: #e6e01b;">Gnade und die Wahrheit</span> ist durch Jesus Christus geworden.</td>
<td width="201">Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, wie Gott sie nur seinem einzigen Sohn gibt. In ihm sind Gottes <span style="background-color: #80c9ef;">vergebende Liebe und Treue</span> zu uns gekommen. … Aus seinem göttlichen Reichtum hat er uns immer und immer wieder mit seiner <span style="background-color: #80c9ef;">grenzenlosen Liebe</span> beschenkt. Durch Mose gab uns Gott das Gesetz mit seinen Forderungen. Aber durch Jesus Christus schenkte er uns seine <span style="background-color: #80c9ef;">vergebende Liebe und Treue</span>.</td>
<td width="201">Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit, wie sie Gott nur seinem einzigen Sohn gibt. In ihm sind Gottes <span style="background-color: #a1f2f4;">Gnade und Wahrheit</span> zu uns gekommen. … Aus seinem göttlichen Reichtum hat er uns immer wieder mit seiner <span style="background-color: #a1f2f4;">grenzenlosen Liebe</span> beschenkt. Durch Mose gab uns Gott das Gesetz mit seinen Forderungen, aber nun ist uns durch Jesus Christus seine <span style="background-color: #a1f2f4;">Gnade und Wahrheit</span> begegnet.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Buße</strong> ist ebenfalls ein Grundbegriff der Bibel. Buße bedeutet ein vor Gott kapitulierendes Einsehen des eigenen Unvermögens und der Bedürftigkeit, dass Gott mir vergibt und mich erneuert. Hfa 2002 vermittelt hier stattdessen den Gedanken, dass man sich selbst zutraut, sich zu ändern. Hfa 2015 verbessert zu „umkehren zu Gott“, was aber dem inneren Wesen der Buße (das griechische Wort bedeutet „umdenken“) auch nicht ganz gerecht wird:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Markus 1,15b Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201"><span style="background-color: #e6e01b;">Tut Buße</span> und glaubt an das Evangelium!</td>
<td width="201"><span style="background-color: #80c9ef;">Ändert euch von Grund auf! Kehrt um zu Gott</span> und nehmt seine Heilsbotschaft im Glauben an!</td>
<td width="201"><span style="background-color: #a1f2f4;">Kehrt um zu Gott</span> und glaubt an die rettende Botschaft!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Lukas 13,3b Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">… <span style="background-color: #e6e01b;">wenn ihr nicht Buße tut</span>, werdet ihr alle ebenso umkommen.</td>
<td width="201"><span style="background-color: #80c9ef;">Wenn ihr euch nicht zu Gott hinwendet und euer schlechtes Leben ändert</span>, dann werdet ihr genauso umkommen.</td>
<td width="201"><span style="background-color: #a1f2f4;">Wenn ihr euch nicht zu Gott hinwendet</span>, dann werdet ihr alle genauso umkommen.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Jesu Befehlsruf in die Nachfolge: „<strong>Folge mir nach</strong>!“, hat die frühere Hfa an einigen Stellen zum lapidaren: „Komm mit mir“ geändert. Die Hfa 2015 hat dies z um Teil korrigiert:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Matthäus 8,22 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Jesus aber spricht zu ihm: <span style="background-color: #e6e01b;">Folge mir nach</span>, und lass die Toten ihre Toten begraben!</td>
<td width="201">Doch Jesus erwiderte: <span style="background-color: #80c9ef;">Komm jetzt mit mir</span>, und überlass es denen, ihre Toten zu begraben, die ohne Gott leben.</td>
<td width="201">Doch Jesus erwiderte: »<span style="background-color: #a1f2f4;">Komm jetzt mit mir</span> und überlass es den Toten, ihre Toten zu begraben!«</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Lukas 5,27 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Und danach ging er hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: <span style="background-color: #e6e01b;">Folge mir nach</span>! Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm nach.</td>
<td width="201">Als Jesus weiterzog, sah er den Zolleinnehmer Levi am Zoll sitzen. Jesus forderte ihn auf: »<span style="background-color: #80c9ef;">Komm, geh mit mir</span>!« Ohne zu zögern, verließ Levi alles und ging mit ihm.</td>
<td width="201">Als Jesus weiterzog, sah er den Zolleinnehmer Levi am Zoll sitzen. Jesus forderte ihn auf: »<span style="background-color: #a1f2f4;">Komm, folge mir nach</span>!« Ohne zu zögern, verließ Levi alles und ging mit ihm.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Begriff der <strong>Gottesfurcht</strong> ist in der Hfa 2002 schwer zu finden. Die Hfa 2015 rückt durch „Ehrfurcht“ wieder etwas näher an die richtige Bedeutung heran. Die Gottesfurcht muss aber ein unerlässliches Kennzeichen von Gläubigen sein, denn sie „ist der Anfang der Erkenntnis“ (Sprüche 1,7). Man fragt sich, welches Denken die Herausgeber der Hfa veranlasst hat, diesen Begriff aus der Bibel herauszuhalten. Hier nur zwei Beispiele von sehr vielen:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><strong><em>Epheser 5,21 Elb.</em></strong></td>
<td width="201"><strong><em>Hfa 2002</em></strong></td>
<td width="201"><strong><em>Hfa 2015</em></strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Ordnet euch einander unter <span style="background-color: #e6e01b;">in der Furcht Christi</span>.</td>
<td width="201">Ordnet euch einander unter; <span style="background-color: #80c9ef;">so ehrt ihr Christus</span>.</td>
<td width="201">Ordnet euch einander unter; <span style="background-color: #a1f2f4;">tut es aus Ehrfurcht vor Christus</span>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><em><strong>Offenbarung 15,4 Elb.</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2002</strong></em></td>
<td width="201"><em><strong>Hfa 2015</strong></em></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Wer sollte <span style="background-color: #e6e01b;">nicht fürchten</span>, Herr, und verherrlichen deinen Namen?</td>
<td width="201">Wer sollte dich, Herr, <span style="background-color: #80c9ef;">nicht anerkennen</span>, und wer deinen Namen nicht rühmen und ehren?</td>
<td width="201">Wer sollte dir, Herr, <span style="background-color: #a1f2f4;">nicht in Ehrfurcht begegnen</span> und wer deinen Namen nicht rühmen und ehren?</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ein endgültiges Fazit kann hier nicht gezogen werden, da ich die zwei Hfa-Ausgaben nicht Vers-für-Vers gelesen habe. Da es aber genügend andere und bessere deutschsprachige Bibelasusgaben gibt, kann ich von der Hfa 2002 nur abraten und stimme Kurt Weber zu: „Übersetzungen, die nicht einer bibeltreuen geistlichen Haltung entspringen, tragen einen fremden Geist in sich. Sie hemmen die heilige Ehrfurcht vor dem lebendigen Gott und die Begegnung mit ihm. Sie fördern Oberflächlichkeit, Vermischung und Verweltlichung. Sie verlieren an geistlicher Tiefe und wirken nicht mehr wie ein zweischneidiges Schwert.“<a href="#_ftn4" name="_ftnref4">[4]</a></p>
<p>Die Hfa 2015 scheint deutlich besser zu sein. Aber auch hier gilt Vorsicht und die grundsätzliche Frage, warum es denn gerade diese kommunikative Übertragung sein soll. Als persönliche Hauptbibel oder offizielle Bibel für Kinderstunde, Unterricht usw. würde ich sie auch nicht empfehlen. Denken wir daran: „Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert“ (Hebräer 4,12). Die Wirksamkeit, um die es ja beim „kommunikativen Übersetzen“ geht, ist nur dann gegeben, wenn es wirklich Gottes originales Wort ist und nicht verfremdet durch menschliche Änderungen. Lasst uns die volle Kraft des Wortes Gottes erfahren, indem wir eine möglichst genaue Übersetzung verwenden.</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Zwei etwas ältere kritische Auseinandersetzungen mit der Hfa waren mir bekannt: das Buch „Gottes Wort oder Menschenwort?“ von Rudolf Ebertshäuser (Betanien Verlag 2006, jetzt bei Edition Nehemia) und der Artikel „Die Bibelübersetzung ›Hoffnung für alle‹ im kritischen Textvergleich“ von Stefan Felber, erschienen im Magazin „Theologische Beiträge“ 4/2004, S. 181-201, auch online über Google aufzufinden. Diese zwei Veröffentlichungen waren maßgeblich hilfreich für diesen Artikel.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Felber, S. 198</p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> S. 199</p>
<p><a href="#_ftnref4" name="_ftn4">[4]</a> Kurt Weber, Bibelübersetzungen unter der Lupe (Schulte, 1977), S. 37.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.betanien.de/die-neue-hoffnung-fuer-alle-von-2015-verbessert-aber-noch-nicht-gut/">Die neue „Hoffnung für alle“ von 2015 – verbessert, aber noch nicht gut</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.betanien.de">Betanien Verlag</a>.</p>
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		<item>
		<title>Was sind die sogenannten „Holi“-Feste?</title>
		<link>https://www.betanien.de/was-sind-die-sogenannten-holi-feste/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jun 2018 08:00:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.betanien.de/?p=4547</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit einigen Jahren werden im Sommer in Deutschland immer mehr Holi-Festivals veranstaltet. Auf den Einladungsplakaten und Flyern sind Menschen zu sehen, die gefärbtes Pulver in allen möglichen Farben in die Luft schleudern und sich selbst damit tuschieren. Umrahmt werden die Feste mit lauter Musik (meist House, Techno und EDM). Die Freude und das Feiern haben dabei Priorität.<br />
Diese farbfröhlichen Events haben ihren Ursprung in Indien und es ist gut und wichtig, sich über die Herkunft dieser Feste Gedanken zu machen. </p>
<p><a href="https://www.betanien.de/was-sind-die-sogenannten-holi-feste/" class="more-link"><span class="morelink-icon">Weiterlesen</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.betanien.de/was-sind-die-sogenannten-holi-feste/">Was sind die sogenannten „Holi“-Feste?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.betanien.de">Betanien Verlag</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><span class="nl2go_class_14px_black ng-scope">Ein Artikel von Thomas Lange.</span></em></p>
<p>Seit einigen Jahren werden im Sommer in Deutschland immer mehr Holi-Festivals veranstaltet. Auf den Einladungsplakaten und Flyern sind Menschen zu sehen, die gefärbtes Pulver in allen möglichen Farben in die Luft schleudern und sich selbst damit tuschieren. Umrahmt werden die Feste mit lauter Musik (meist House, Techno und EDM). Die Freude und das Feiern haben dabei Priorität.</p>
<h2>Herkunft</h2>
<p>Diese farbfröhlichen Events haben ihren Ursprung in Indien und es ist gut und wichtig, sich über die Herkunft dieser Feste Gedanken zu machen.</p>
<p>Was sind das für Feste? Wo kommen sie her? Werfen wir einen Blick auf die Bedeutung:</p>
<h2>Holi</h2>
<p>Holi (Hindi: hol!) ist ein indisches Frühlingsfest am Vollmondtag des Monats Phalguna (Februar/März). Dieses &#8222;Fest der Farben&#8220; dauert mindestens zwei, in einigen Gegenden Indiens auch bis zu zehn Tage. Holi ist hauptsächlich ein im Norden Indiens gefeiertes Fest, das aber auch in anderen Landesteilen gefeiert wird und dort unter verschiedenen Namen bekannt ist. So bezeichnet man es auch als Phagwah oder, wie etwa in Bengalen, als Dol Yatra. Im Süden kennt man es als Kamadahana.</p>
<h2>Ablauf und Bedeutung</h2>
<p>Holi, das eines der ältesten Feste überhaupt sein soll, ist das farbenfreudigste von allen. Fünf Tage nach Vollmond ist Rangapancami (Ranga = Farbe; Pancami = der 5. lunare Tag), der zweite Tag des Festes. An diesem Tag scheinen alle Schranken durch Kaste, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichen Status aufgehoben. Es wird ausgelassen gefeiert und man besprengt und bestreut sich gegenseitig mit gefärbtem Wasser und gefärbtem Puder, dem Gulal. Wer den Übermut ablehnt, bestreicht sich gegenseitig – zumindest dezent – mit etwas Pulverfarbe. Trotz aller Veränderungen in der modernen indischen Gesellschaft ist die sakrale Bedeutung weiterhin deutlich erkennbar, so werden etwa die Farben noch heute meist vorher auf dem Altar geweiht und die Menschen überbringen Segenswünsche. Ursprünglich entstanden die Farbpulver aus bestimmten Blüten, Wurzeln und Kräutern, die heilend wirken. Heute kommen häufig synthetische Farben zum Einsatz, die teilweise sogar schädlich sein können.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignright wp-image-4548 size-full" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/the-festival-of-colors-2390077_1920-e1528199445348.jpg?resize=960%2C338&#038;ssl=1" alt="" width="960" height="338" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/the-festival-of-colors-2390077_1920-e1528199445348.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/the-festival-of-colors-2390077_1920-e1528199445348.jpg?resize=300%2C106&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/the-festival-of-colors-2390077_1920-e1528199445348.jpg?resize=1024%2C361&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/the-festival-of-colors-2390077_1920-e1528199445348.jpg?resize=768%2C270&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/the-festival-of-colors-2390077_1920-e1528199445348.jpg?resize=1536%2C541&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/the-festival-of-colors-2390077_1920-e1528199445348.jpg?resize=190%2C67&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/the-festival-of-colors-2390077_1920-e1528199445348.jpg?resize=24%2C8&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/the-festival-of-colors-2390077_1920-e1528199445348.jpg?resize=36%2C13&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/06/the-festival-of-colors-2390077_1920-e1528199445348.jpg?resize=48%2C17&amp;ssl=1 48w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></p>
<p>Am ersten Tag entzündet man in der Nacht ein Feuer und verbrennt darin eine Figur aus Stroh, die so genannte Holika. Verschiedene Mythen beschäftigen sich mit dieser Dämonin: Eine der bekanntesten Geschichten erzählt:</p>
<blockquote><p>Der kindliche Prinz Prahlada sollte von seinem Vater überredet werden, ihm alle göttliche Ehre zu erweisen. Der Junge jedoch verehrte weiterhin nur Vishnu. Mit verschiedenen Mitteln versuchte nun der König seinen Sohn zu töten. Jedes Mal jedoch griff Vishnu selbst ein und rettete das Kind. Schließlich griff der König zu einer List: Seine Schwester Holika, die durch besondere Kräfte vor dem Feuer geschützt war, sollte mit Prahlada auf dem Schoß ins Feuer springen und ihn so verbrennen. Aber die Flammen verschonten das Kind und von Holika blieb nur ein Häufchen Asche. Danach feiern die Menschen als Erinnerung an die Vernichtung der Dämonin das Fest Holi.</p></blockquote>
<p>Eng mit Holi verbunden sind die Geschichten aus Kindheit und Jugend Krishnas. Auch er soll mit seiner Gefährtin Radha und den anderen Hirtinnen das Spiel der Farben zelebriert haben. Hier interpretieren Hindus das zärtliche „Spiel&#8220; mit den Farben als „Lila&#8220; Krishnas, als Symbol für das „Göttliche Spiel“.</p>
<p>Der erotische Charakter des Frühlingsfestes kommt auch im Fest Kamadahan zum Ausdruck, das die Menschen zur selben Zeit in Südindien feiern:</p>
<h2>Die Legende:</h2>
<blockquote><p>Einst versuchte Kama, der Gott der Liebe, Shiva in seiner Meditation zu stören. Aber im Zorn verbrannte ihn dieser mit seinem dritten Auge zu Asche. Erst das Flehen der Ratri, Kamas Gattin, besänftigte ihn, und er gab ihm das Leben zurück. Seitdem ist dieser Tag dem Gott der Liebe geweiht.</p></blockquote>
<p>Wie alle Feste ist auch Holi in seiner Bedeutung sehr vielschichtig. Im spirituellen Bereich vermittelt es, wie in der dazugehörenden Mythologie erkennbar, die Botschaft vom Triumph des Guten über das Böse. In der Natur dagegen markiert es den Sieg des Frühlings über den Winter, denn das Fest beginnt mit dem Aufblühen der Natur. Ein wichtiger Punkt ist den Menschen auch der Versöhnungsaspekt, denn es heißt, dass man in diesen Tagen auch alte Streitigkeiten begraben soll. Häufig ist es üblich, zu Holi ein Bhang genanntes Rauschmittel zu konsumieren. So mancher trinkt auch den traditionell verpönten Alkohol.</p>
<h2>Eine Schlussfolgerung:</h2>
<p>Holifeste sind in ihrer ursprünglichen Bedeutung nicht in erster Linie Anlässe der Freude und des Spaßhabens (wenngleich die Menschen dabei ausgelassen feiern und Spaß haben), sondern haben ihren Ursprung in der hinduistischen Religion. Letztere besticht durch eine Unmenge von Gottheiten und Dämonen. Der Name des Festes Holi ist abgeleitet vom Namen eines weiblichen Dämons namens Holika. Wie unschwer zu erkennen ist, ist der Hinduismus eine Religion des obersten aller Dämonen, des Satans. Nun kann man den Veranstaltern in Europa, welche die hiesigen Holifeste organisieren und zu denen Zehntausende Gäste kommen, nicht unterstellen, dass sie die Besucher mit der hinduistischen Religion vertraut machen wollen. Das wachsame Auge hat jedoch dennoch Bedenken, wenn man an die unbestreitbare geistliche Bedeutung dieser Feste in Indien und anderen Ländern denkt.</p>
<p>Die Bibel untersagt jedem Christen jegliche Verbindung zur Unterwelt, bzw. zu finsteren Mächten. Einige Verse aus der Heiligen Schrift machen dies deutlich:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilnehmen und am Tisch der Dämonen.&#8220; 1Kor. 10,21</p>
<p>&#8222;Welche Gemeinschaft hat Licht mit Finsternis? Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial?&#8220; 2Kor. 6,14+15</p>
<p>&#8222;Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts. Und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß!&#8220; Eph. 5,8+11</p></blockquote>
<p>Für einen Christen wäre es daher problematisch, wenn er bewusst an solchen Ritualen in Indien teilnehmen würde. Auch wenn der geschichtliche Hintergrund bei deutschen Holi-Festivals nicht als verbindlich gesehen wird, räumen sogar manche Veranstalter die religiöse Verflechtung zum ursprünglichen indischen Holi ein. Daher gilt die Empfehlung, an solchen Veranstaltungen nicht bewusst teilzunehmen. Jemand, der das Licht der Welt, Jesus Christus erkannt hat und ihm nachfolgen will, hat keine Gemeinschaft mit den Werken der Finsternis, sei es auch vermeintlich noch so abgeschwächt. Wir wollen und dürfen uns nicht bewusst in die Gegenwart dämonisch-religiöser Brauchtümer begeben. Wir wollen vielmehr das Lob Gottes feiern und ihn allein anbeten und dienen. Nehmen wir diese Treffen lieber zum Anlass, um den Menschen das rettende Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. Dunkle Herzen werden nicht durch bunte Farben, die in die Luft geworfen werden erhellt, sondern allein durch das alles durchdringende Licht der Liebe Jesu (vgl. 2Kor 4,6). So bieten uns solcherlei Großevents vielmehr die einmalige Möglichkeit, das rettende Evangelium zu verbreiten, z.B. im Eingangsbereich zum Festivalgelände Flyer zu verteilen.</p>
<p><span style="font-size: 10pt;">Quellenangaben: In diesem Artikel wurden auszugsweise Textteile des Wikipedia-Eintrages „Holifeste&#8220; verwendet:<br />
Seite „Holi“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. März 2018, 12:59 UTC. URL: <a class="external free" href="https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Holi&amp;oldid=174747133">https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Holi&amp;oldid=174747133</a> (Abgerufen: 5. Juni 2018, 11:53 UTC) </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.betanien.de/was-sind-die-sogenannten-holi-feste/">Was sind die sogenannten „Holi“-Feste?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.betanien.de">Betanien Verlag</a>.</p>
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		<title>28 Jahre jung! &#8211; Gedanken zum Tod von Avicii</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2018 14:06:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Artikel von Thomas Lange</em></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4445 size-full aligncenter" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/04/dark-1850120_1280-e1524491057422.jpg?resize=960%2C451&#038;ssl=1" alt="DJ Musik" width="960" height="451" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/04/dark-1850120_1280-e1524491057422.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/04/dark-1850120_1280-e1524491057422.jpg?resize=300%2C141&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/04/dark-1850120_1280-e1524491057422.jpg?resize=1024%2C481&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/04/dark-1850120_1280-e1524491057422.jpg?resize=768%2C361&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/04/dark-1850120_1280-e1524491057422.jpg?resize=190%2C89&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/04/dark-1850120_1280-e1524491057422.jpg?resize=24%2C11&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/04/dark-1850120_1280-e1524491057422.jpg?resize=36%2C17&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/04/dark-1850120_1280-e1524491057422.jpg?resize=48%2C23&amp;ssl=1 48w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></p>
<p>Avicii alias Tim Bergling wurde nur 28 Jahre jung. Am 20. April 2018 wurde er leblos in seinem Hotelzimmer in Muskat (Oman) aufgefunden. Die letzte Zeit lebte er zurückgezogen und fernab von Auftritten und Shows. Der 1989 geborene Tim begann seine Musikkarriere, obwohl er auch schon vorher produzierte, mit dem Song &#8222;Level&#8220;. In einem Interview sagte er, dass er damals mit der Idee zu diesem Song ins Tonstudio ging und davon überzeugt war, dass dieser Song etwas ganz besonderes werden würde. Danach, so Tim, ging alles wie von selber. Ein Manager nahm ihn an die Hand und kümmerte sich um das Drumherum. Ein Hit folgte auf den nächsten (z.B. &#8222;Wake me up&#8220; oder &#8222;Hey brother&#8220;).</p>
<p>Avicii zählt(e) zu den erfolgreichsten DJs der Welt. 2012 und 2013 schaffte er es im Ranking des &#8222;DJ Magazine&#8220; jeweils auf den dritten Platz der besten DJs. Er arbeitete mit Madonna, Coldplay und David Guetta und produzierte etliche Songs. In Deutschland ist er in der Szene äußerst beliebt. Der Song &#8222;Wake me up&#8220; hat bei Youtube allein in unserem Land über 1,5 Milliarden Klicks (!!!). Sein Name ist weltweit bekannt und anerkannt. In den wenigen Jahren seiner Karriere durchlebte er über 800 Auftritte und Shows (!). Natürlich wurde er durch seine Musik reich. Sein Vermögen wird auf 75 Mio. Euro geschätzt. Mit nur 27 Jahren hatte er das erreicht, wozu die meisten im Musik-Geschäft nie kommen werden. Der gebürtige Schwede wird von vielen Kennern als der talentierteste Produzent der Welt angesehen. Sein Manager sagte einmal, dass Tim wie Johann Sebastian Bach arbeitete. Akribisch und voller Fantasie, mit dem Herzen.</p>
<h2>Schattenseiten</h2>
<p>Doch schon bald erkannte er die Schattenseiten der Musikszene. Immenser Druck lag auf ihm. Nichts für sanfte Gemüter. Er musste funktionieren, Verträge eingehalten und Verpflichtungen pariert werden. Ein Auftritt jagte den nächsten. Per Privatjet kurvte er um die Welt, immer die Zeit im Nacken zum nächsten Gig. Der Horror des Getrieben seins um des Erfolgs willen.</p>
<p>Damit kam er jedoch immer weniger klar. In einem seiner letzten Interviews im Jahr 2016 sagte er zu seinem bevorstehenden Rücktritt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich musste das machen, für meine Gesundheit. Diese Gesellschaft war nichts für mich. Es waren nicht die Shows und nicht die Musik. Es war immer alles andere, das Zeug drum herum, das sich für mich nie natürlich anfühlte. Alle anderen Teile, die dazugehören, wenn man Künstler ist.&#8220;</p></blockquote>
<p>Vor allem seine Psyche habe darunter stark gelitten: &#8222;Ich bin generell eher introvertiert. Es war immer sehr hart für mich. Ich habe viel zu viel negative Energie aufgenommen.&#8220;</p>
<p>Er selbst beschrieb sich also als introvertiert und als jemand, der es nicht mag, im Mittelpunkt zu stehen.</p>
<p>Ein Freund beschreibt ihn so: &#8222;Er war musikalisch, als auch menschlich großartig, war hilfsbereit, aber auch sehr sensibel.&#8220;</p>
<p>Er konnte mit dem Druck, den sein Weltruhm mit sich brachte, nicht mehr umgehen. Doch die Musikindustrie kannte kein Erbarmen.</p>
<p>Alkoholexzesse folgten. Hinzu kamen gesundheitliche Probleme. Sein Körper war nach Aussagen ihm nahe stehender Freunde nicht gesund. Er schleppte sich teilweise mit großen Schmerzen auf die Bühne.</p>
<p>Ein Insider behauptet jetzt: Seine erfolgreiche Karriere habe Avicii umgebracht! &#8222;Die Elektro-Szene hat Avicii auf dem Gewissen. Dieses Business geht über Leichen.&#8220; Der Songwriter habe unter großem Druck gestanden, der von seinem beruflichen Umfeld ausgeübt worden sei. Mehrere Shows habe er am Tag gegeben, trotz Krankheit: &#8222;Er war selten wirklich fit. (&#8230;) Einmal hab ich erlebt, wie er auf die Bühne im wahrsten Sinne des Wortes gekrochen ist.&#8220;</p>
<p>Schließlich spürte er, dass er etwas ändern müsse, wenn er am Leben bleiben wollte. Die letzten beiden Jahre kämpfte Tim gegen Burnout und Depressionen. Letztes Jahr meinte er, dass er sich gut fühle und es ihm gut täte, seit einem Jahr frei zu haben, um wieder zu Kräften zu kommen.</p>
<h2>AVICII</h2>
<p>In einem Interview wurde er einmal gefragt, wie er auf den Künstlernamen Avicii kam. Seine Antwort lautete (frei wiedergegeben): Avici ist die Bezeichnung für die niedrigste Ebene der buddhistischen Unterwelt. Mit anderen Worten bedeutet das, der Name ist eine Abwandlung des buddhistischen Begriffs für Hölle. Da es Avici als Künstler jedoch schon gab, setzte er einfach ein zweites &#8222;i&#8220; hinten an. So entstand der Künstlername von Tim Bergling.</p>
<p>Das sollte man zumindest einmal gehört haben!</p>
<p>Gab es geistliche Mächte, die den Erfolg des jungen Mannes voranbrachten?</p>
<p>Da ich selbst aus der Musikbranche komme, stelle ich eine solche These nicht einfach so auf. Ich habe es selbst am eigenen Leib erfahren, wozu Musik in der Lage ist und welches Manipulationspotential da drin steckt. Durch bestimmte Musikstile wirken satanische Mächte und toben sich in bestimmten Tönen regelrecht aus. Das ist keineswegs übertrieben. Musik, gute wie schlechte, erreicht unser Inneres, unsere Seele. Und sie hat entsprechende Auswirkungen auf unser Leben.</p>
<h2>Der Sinn des Ganzen</h2>
<p>In seinen depressiven Phasen hätte er einen Freund gebraucht, der ihm echte Hilfe geben konnte. Vielmehr: Tim Bergling hätte Jesus Christus gebraucht. Allein in ihm hätte er das gefunden, wonach er eigentlich suchte (ohne dass er es wusste).</p>
<p>In seiner Musik brachte der DJ sein Innenleben zum Ausdruck.</p>
<p>Jesus sagte einmal: &#8222;Aus der Fülle des Herzens redet der Mund&#8220; (Lukas 6,45).</p>
<p>Angewendet auf die Musik von Bergling, kann man sagen, dass seine Songs ein Ausdruck seines Inneren waren. Sein Seelenleben zwängte sich in seine Musikstücke. In den Sprüchen lesen wir: &#8222;Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz, denn von ihm sind die Ausgänge des Lebens&#8220; (Sp 4,23).</p>
<p>Alles kommt aus unserem Herzen: unsere Gedanken, unsere Worte, unsere Taten &#8211; oder eben die Musik, die wir komponieren und die Texte, die wir schreiben.</p>
<p>Seine Songs lassen darauf schließen, dass er den wahren Sinn des Lebens nicht gefunden hatte. Immer wieder geht es darin um Liebe, Annahme, Geborgenheit, Schutz, Versagen, Ablehnung &#8230;</p>
<p>Geld, Ruhm und Ansehen sind kein Ersatz für die Erlösung der Seele durch den Sohn Gottes und den Frieden mit Gott unserem Schöpfer.</p>
<p>Das macht die ganze Sache so tragisch und traurig. Tim Bergling wurde gerade 28 Jahre jung. Sein eigentliches Leben hatte er noch vor sich. Man kann ihm nur von Herzen wünschen, dass er in den wenigen Monaten nach der Karriere eine Begegnung mit einem Christen hatte, der ihm von Jesus erzählte. Vielleicht hatte er die Möglichkeit, in einem der vielen Hotelzimmer eine Gideonbibel zu lesen. Es wäre zu wünschen, dass er zur Erkenntnis kam, dass in Christus allein alle Schätze zu finden sind.</p>
<blockquote><p>&#8222;Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber sein Leben einbüßte?&#8220;</p>
<p>(Jesus Christus in Matthäus 16,26)</p></blockquote>
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		<title>Evangeliumsverkündigung bei Johannes Hartl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2018 14:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Analyse seines Vortrags „Das entfesselte Evangelium“ In unserem Blog wies mich jemand in einem Kommentar auf einen Vortrag von Johannes Hartl hin, in dem dieser junge katholische Theologe seine Auffassung vom Evangelium ausführlich (ca. 50 Minuten lang) darlegt:  „Das entfesselte Evangelium“, gehalten auf der MEHR-Konferenz &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Eine Analyse seines Vortrags „Das entfesselte Evangelium“</h2>
<p>In unserem Blog wies mich jemand in einem Kommentar auf einen Vortrag von Johannes Hartl hin, in dem dieser junge katholische Theologe seine Auffassung vom Evangelium ausführlich (ca. 50 Minuten lang) darlegt:  „Das entfesselte Evangelium“, gehalten auf der MEHR-Konferenz 2018 und zu finden auf Youtube: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=u9HG-XXiQNg" data-rel="lightbox-video-0">https://www.youtube.com/watch?v=u9HG-XXiQNg</a>. Ich habe das zum Anlass genommen, anhand dieses Vortrags zu prüfen, was für ein Evangelium Johannes Hartl predigt, und den Vortrag dazu teils mehrfach angehört.</p>
<p>Ich muss sagen, dass ich schätzungsweise 97% dessen, was Johannes Hartl sagt, zustimmen kann. Er entlarvt sehr gut verbreitete falsche Einstellungen und Ansichten wie Relativismus und Moralismus („Gute-Mensch-Religion“), Narzissmus, Schönrednerei, Anklägerei usw. Das Entkräften falscher Vorstellung nimmt dabei den Großteil des Vortrags ein, etwa die ersten zwei Drittel.</p>
<p>Was ich neben den vielen guten, richtigen und hilfreichen Aussagen jedoch sehr problematisch finde, sind drei Punkte:</p>
<ol>
<li>die meiner Meinung nach falschen 3% seiner Aussagen,</li>
<li>das, was er nicht sagt, aber unverzichtbar zum Evangelium gehört, und</li>
<li>was er sonst noch glaubt, in diesem Vortrag aber nicht sagt.</li>
</ol>
<h2>1. Fragwürdige und unbiblische Aussagen</h2>
<p>Ich will nicht das Haar in der Suppe einzelner Sätze heraussuchen; mit der Goldwaage könnte man in Hartls Vortrag wohl wie bei allen menschlichen Vorträgen etliche Fehlerchen finden. Seine längeren geistesgeschichtlichen und philosophischen Ausführungen sind sehr interessant, aber teils unangebracht simplifiziert und Kenner von Philosophie, Geschichte und Literatur hätten hier die eine oder andere Korrektur zu melden (Beispiel: bezeichnenderweise macht er in seinem Abriss einen Hoch- und Weitsprung über die Reformation hinweg vom Hochmittelalter direkt zur Aufklärung). Seine flapsige Ausdrucksweise wäre ihm nachzusehen, wenn sie doch eindeutig wäre, aber seine (zugeben einzigartig geschickte) Kombination unkonventioneller cooler Begriffe mit traditionellen Begriffen als Worthülsen macht seine Rhetorik zwar attraktiv, aber auch nebulös. Wer es genau wissen will, fragt sich immer wieder: Was meint er damit? (Siehe z.B. unten zum Begriff „Ankläger“.) Nun will ich aber vier Hauptpunkte a bis d herausstellen, die mir besonders aufgefallen sind:</p>
<p>a) Johannes Hartl arbeitet in dem Vortrag viel mit Anschauungsobjekten, u.a. ein Modell eines Herzens, das mit einer Art dreckigem Knetgummi („ekeliger Schleim“) umhüllt ist. Seine Aussage: Das Herz des Sünders sei von ekeligem Schleim umhüllt. Biblisch richtig wäre aber, dass das Herz nicht nur von Schlechtem umhüllt, sondern an sich und in sich böse ist (Jer 17,9 u.a.). Deshalb braucht der Sünder ein neues Herz; er muss wiedergeboren werden. Hartls Anschauungsobjekt des Schleims um das Herz vermittelt einen anderen, abgeschwächten Eindruck. So hat er auch vorher schon gesagt: „Allem, was Menschen tun, haftet ein Geschmäckle an, was nicht nur gut ist“. Ein „Geschmäckle“ ist sehr schwach ausgedrückt, aber tatsächlich lehrt die römisch-katholische Kirche auch nicht die völlige Verdorbenheit des Menschen. Der Mensch ist in der röm.-kath. Lehre nicht „tot in Sünden“, sondern nur verletzt: „… die menschliche Natur ist nicht durch und durch verdorben, wohl aber in ihren natürlichen Kräften verletzt“ (Katechismus der Katholischen Kirche; Nr. 405).</p>
<p>b) Hartl stellt Gott nicht als Richter dar, sondern nur die Seite, dass er nicht mehr verurteilt. Der Bibeltext seines Vortrags (was durch vereinzelte Zitate im Verlauf des Vortrags deutlich wird) ist Römer 8 und dort insbesondere die Aussage, dass Gott jene, die in Christus sind, nicht mehr anklagt. Hartl stellt dies aber recht vage und allgemein dar, sodass der Zuhörer den Eindruck hat, dies gelte pauschal für alle Menschen oder alle Katholiken oder einen irgendwie unklar definierten Großteil der Menschen. Und das ist der Kern-Knackpunkt in Hartls Evangelium-Darstellung: Er unterscheidet nicht klar zwischen verloren und gerettet, sondern pauschalisiert und verallgemeinert das Heil.</p>
<p>Richtig wäre: Gott ist auch ein Richter; er ist heilig und gerecht und richtet deshalb zurecht aufgrund seiner Gerechtigkeit seinen Zorn gegen Sünder. Das ist das Thema der ersten Kapitel des Römerbriefes ist. Hartl springt aber mehrfach gleich nach Römer 8 und lässt Hauptbestandteile des Evangeliums, die in Römer 1-7 beschrieben werden, weg. Zwar erläutert Hartl teilweise die Sündenproblematik, die auch in Römer 1-3 beschrieben wird, aber dass Gott aufgrund seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit Zorn gegen Sünder hat, die deshalb verloren sind, kommt so nicht in seinem Vortrag vor.</p>
<p>c) Hartls relativ kurze Darstellung dessen, was seiner Auffassung nach am Kreuz geschah (ca. 10 Minuten des Vortrags), finde ich ambivalent. Teils sind seine Ausführungen beeindruckend und berührend, aber teils auch fragwürdig. Das Kreuz verdeutliche zwei Botschaften: Erstens „So verloren wärst du“ (wobei unklar bleibt, was genau Hartl damit meint) und zweitens „Der Ankläger, der Zerstörer hat sein Werk am Kreuz getan … und seitdem tut er sein Werk nirgendwo mehr“. Wer ist dieser Ankläger und Zerstörer? Gott nicht, das hatte Hartl vorher klargestellt. Meint er den Teufel? Das scheint nahezuliegen. Das wäre aber eine fatale Aussage, denn nicht der Teufel hat sein Werk am Kreuz getan, sondern Gott selbst war es, der seinen Sohn seinen gerechten Zorn spüren ließ. Dem Teufel (sofern Hartl tatsächlich ihn meint, was offenbleibt) eine Beteiligung am Erlösungswerk zuzuschreiben, empfinde ich als blasphemisch. Und auch die Aussage „seitdem tut er sein Werk nirgendwo mehr“ ist in Bezug auf den Teufel falsch. Der Teufel „geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann“ (1Petr 5,8) und er verblendet und verführt nach wie vor die Sünder, die zu seinem Reich gehören (2Kor 4,4; Eph 2,2 etc.). Am Kreuz ist seine Niederlage jedoch besiegelt worden, das stimmt.</p>
<p>Möglicherweise meint Hartl mit „Ankläger und Zerstörer“ jedoch das Gesetz (ein kurzer Bezug auf Römer 8,2 in 41:30 könnte dies nahelegen). Aber auch auf das Gesetz passen seine Aussagen nicht, das Gesetz ist kein Zerstörer und nicht rein negativ. Das Gesetz ist gut, sagt Paulus, und Gott schreibt es dem Gläubigen sogar aufs Herz.  Hier wird ein wichtiger Punkt deutlich: Die biblische gegensätzliche Polarität zwischen dem völlig verdorbenen natürlichen Menschen und dem zur Heiligkeit erneuerten erlösten Menschen fehlt bei Hartl völlig. Bei ihm ist der natürliche Mensch ebenso „ein ganz normaler Sünder“ wie auch jeder Christ „ein ganz normaler Sünder“ ist. Anscheinend gibt es für ihn keinen wesentlichen Unterschied in der Heiligung, hier scheint er ganz heilspessimistisch.</p>
<p>d) Hartls Einladung am Ende des Vortrags ist kein Bußruf, kein Ruf zur Umkehr, zur Abkehr von der Sünde, und auch kein Ruf zum Glauben und Vertrauen allein auf Jesus als einzige Hoffnung, sondern klingt eher wie ein optionales Angebot zur Lebensverbesserung. Es bleibt unklar, was passiert, wenn man seiner Einladung nicht folgt: „Wenn dein Ich-Ideal dich erdrückt &#8230; wenn du es satt hast, so zu tun als schafftest du es aus eigener Kraft &#8230; dann erhebe deine Augen zum Kreuz und schöpfe Hoffnung.“ Das ist kein Ruf zu Buße und Glauben, sondern ein steckengebliebener „undeutlicher Ton einer Posaune“ (1Kor 14,8).</p>
<h2>2. Lücken in Hartls Evangeliums-Darstellung</h2>
<p>Im Römerbrief erklärt Paulus das Evangelium vollständig und systematisch. Hartl streift ein paar Themen aus Römer 1-2, manches sogar sehr gut (Moralismus), aber manches zu schwach. Dann springt er gleich zum Ende von Römer 8, was den Eindruck erweckt, die dortigen Verheißungen würden einer breiten Masse von Menschen oder vielleicht sogar allen Menschen gelten. Unklar bleibt: Wer ist ein Christ? Oder wie ein zu diesem Thema einschlägiger Buchtitel von Wolfgang Nestvogel es sagt: Wann ist ein Christ ein Christ? Was ist der Unterschied? Wer ist definitiv gerettet und wer nicht? Wie wird man wiedergeboren und ein Kind Gottes? Was ist, wenn man kein Kind Gottes ist? Warum ist Sünde überhaupt Sünde und warum verdiene ich die Hölle? Die Hölle und der gerechte Zorn Gottes kommen – wenn ich nicht erheblich etwas überhört habe – nicht vor. Und ebenso fehlen: Was ist Glauben, was bedeutet Errettung durch Glauben – allein durch Glauben, allein durch Gnade? Was ist Rechtfertigung?</p>
<p>Hartl macht treffende Aussagen über die Bedeutung Jesu, wie z.B. dass wir keine Stufenleiter in den Himmel selber hinaufsteigen können, sondern dass da jemand von oben herabkam, und dass Jesus das Lamm Gottes ist, das die „Last der ganzen Welt trägt“. Zum Geschehen am Kreuz erklärt er auch, dass Jesus irgendwie etwas an „unserer Stelle getan hat, was kein Mensch tun kann“, aber an diesem entscheidenden Punkt bleibt unklar, was genau er stellvertretend für wen getan hat. Hartl bezeichnet Jesus als „kompletten Büßer, den vollkommenen Umkehrenden“, der für einen „realen Ausgleich“ gesorgt und „die komplette Verantwortung übernommen hat“. Aber was meint Hartl damit? Es bleibt unklar, und er sagt nicht, dass er stellvertretend die Sündenstrafe für die getragen hat, die an ihn glauben, damit diesen Gläubigen seine Gerechtigkeit zugerechnet wird. Der Aspekt der Rechtfertigung fehlt vollständig, und das ist nach reformiertem Verständnis der zentralste Aspekt des Evangeliums. Die Frage: „Wenn Gott ein gerechter Gott ist, wie bekomme ich dann einen gnädigen Gott?“ bleibt bei Hartl unbeantwortet.</p>
<p>Nehmen wir als Minimal-Maßstab für ein vollständiges Evangelium einmal die Kurzform aus Johannes 3,16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Hartl verkündigt in diesem Vortrag den ersten Teil: Die Liebe Gottes und dass er seinen Sohn gab, aber es fehlt der zweite Teil: Was ist Glauben? Und was ist Verlorengehen im Gegensatz zum ewigen Leben? Es bleibt diffus, was von der Bibel her ein Unterschied von Tag und Nacht, von Leben und Tod ist.</p>
<p>Manche bezeichnen diesen Vortrag als „klares Evangelium“, ich finde ihn höchst unklar. Er verkündet, wie Spurgeon mal von Modernisten seiner Zeit sagte, dass Jesus „irgendetwas für irgendjemanden (oder alle?) getan hat, was irgendwie mit Erlösung zu tun hat“. Das Problematische daran (ähnlich wie bei den Emergenten) ist, dass er dabei weitgehend die traditionellen biblischen und evangelischen Begrifflichkeiten beibehält, so dass es nicht so auffällt.</p>
<h2>3. Was Johannes Hartl sonst noch so glaubt:</h2>
<p>Viele Bibeltreue können diesem Vortrag an sich sicherlich viel Gutes abgewinnen. Man sollte aber nicht vergessen, dass Hartl ein ganz linientreuer Katholik ist, der alle römisch-katholischen Dogmen und Lehren bejaht und bekennt, dass sie für ein Leben mit Gott nötig sind. In einem Interview wurde Hartl gefragt: „Gibt es für dich neben dieser persönlichen Beziehung zu Jesus noch etwas anderes, das wir beachten müssen, um voll Glauben zu leben?“ Seine Antwort: „Ja, das ist der Glaube der Kirche. Als Christ bin ich Teil der Kirche und damit Teil eines Glaubens, der eine viel längere Geschichte hat als mein persönlicher Glaube oder meine persönliche Jesus-Beziehung. Dieser Glaube der Kirche ist geprüft und verlässlich“ (Interview auf Jesus.ch). Damit meint er den Glauben und die Lehre der römisch-katholischen Kirche.</p>
<p>Wolfgang Nestvogel schreibt in seinem Buch „Wann ist ein Christ ein Christ?“ über Hartls Verkündigung: „Bei genauer Lektüre wird deutlich, dass diese [Hartls] Formulierung völlig vereinbar ist mit dem röm.-kath. Erlösungsverständnis … Es wird nämlich mit keiner Silbe gesagt, wie denn der Mensch diese Erlösung für sich ergreift, wie er zu Christus kommt. Wer die evangelisch klingende Rhetorik von Hartl sachgerecht einordnen will, muss die ökumenische Hermeneutik verstehen … Dann wird völlig plausibel, warum Hartl einerseits in der für Evangelikale vertrauten Sprache reden kann und <em>zugleich</em> ein ungebrochenes Bekenntnis zur gesamten römisch-katholischen Dogmatik vertritt“ (S. 214)</p>
<p>Man kann einem katholischen Theologen sicherlich nicht ankreiden, dass er die Lehren der römisch-katholischen Kirche glaubt und sie wichtig findet. Aber man kann Bibeltreuen ankreiden, wenn sie das ignorieren und sich von vereinzelten Schnittmengen zwischen katholischem und bibeltreuem Glauben ködern lassen.<br />
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		<title>Handy-Ablenkungen bewusst vermeiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2018 10:08:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Auszug aus dem Buch &#8222;Wie dein Smartphone dich verändert&#8220; von Tony Reinke, S. 54-55. Unsere Beziehung zu unserem Handy ist zwar nicht vertraglich lebenslang gebunden (obwohl manche Anbieterverträge es gern so sehen würden), doch ich bin nicht der erste, der diesen Vergleich zieht: Der Besitz &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Auszug aus dem Buch &#8222;<a href="https://www.cbuch.de/neuerscheinungen">Wie dein Smartphone dich verändert</a>&#8220; von Tony Reinke, S. 54-55.</em></p>
<p>Unsere Beziehung zu unserem Handy ist zwar nicht vertraglich lebenslang gebunden (obwohl manche Anbieterverträge es gern so sehen würden), doch ich bin nicht der erste, der diesen Vergleich zieht: Der Besitz eines Smartphones ähnelt der Beziehung zu einem hoch anspruchsvollen, aufmerksamkeitshungrigen Partner. Das Smartphone wimmelt von Signalen, Piepstönen und sonstigen Ködern. Viele dieser Versuchungen (vielleicht die meisten) sind nicht sündig, aber aufdringlich.</p>
<p>Je abgelenkter wir digital sind, desto orientierungsloser werden wir geistlich. Wir müssen Paulus’ Worte »die Zeit ist begrenzt« (1Kor 7,29; an Eheleute gerichtet) beachten und es zu unserem Ziel machen, unser Leben von allen unnötigen und überflüssigen Ablenkungen zu reinigen. Tim Keller antwortete auf die Frage: »Weshalb fällt es jungen Christen so unglaublich schwer, Gott als persönlich real in ihrem Leben zu erkennen?«, so: »Lärm und Ablenkung. Twittern ist leichter als Beten.« Twitter läuft dem Gebet den Rang ab, weil Twittern uns so leichtfällt, Gebet hingegen Mühe und Geduld erfordert. Und weil wir das Gebet vernachlässigen, empfinden wir uns fern von Gott.</p>
<p><a href="https://www.betanien.de/handy-ablenkungen-bewusst-vermeiden/#gallery-3711-1-slideshow">Klicke, um die Diashow aufzurufen.</a></p>
<p>Gott ruft seine Kinder zu allen Zeiten auf, innezuhalten und zu prüfen, was ihre Aufmerksamkeit in dieser Welt gefangen nimmt. Sie sollen die Konsequenzen abwägen und für ein unabgelenktes Herz kämpfen, das ungeteilt auf ihn gerichtet ist. Zu diesem Zweck stelle ich zehn Testfragen, die wir uns im digitalen Zeitalter stellen sollten:</p>
<ol>
<li>Offenbart mein Smartphone-Verhalten eine Sucht nach zeitraubenden Vergnügungen?</li>
<li>Offenbart mein Smartphone-Verhalten ein zwanghaftes Verlangen, wahrgenommen und anerkannt zu werden?</li>
<li>Hält mein Smartphone-Verhalten mich von echter Gemeinschaft mit Gott ab?</li>
<li>Verdränge ich durch mein Smartphone-Verhalten die Gedanken an Tod, Wiederkunft Christi und Ewigkeit?</li>
<li>Nimmt mich mein Smartphone-Verhalten in Beschlag mit der Jagd nach weltlichem Erfolg?</li>
<li>Hält mein Smartphone-Verhalten mich davon ab, auf die Führung Gottes in meinem Leben zu achten?</li>
<li>Beschäftige ich mich durch mein Smartphone-Verhalten viel mit dem anderen Geschlecht?</li>
<li>Dient mein Smartphone-Verhalten der Erbauung von Christen und meiner Gemeinde?</li>
<li>Konzentriert sich mein Smartphone-Verhalten auf das, was a) für mich notwendig und b) für andere nützlich ist?</li>
<li>Lenkt mich mein Smartphone-Verhalten von den Nöten der Nächsten ab, die Gott mir in den Weg gestellt hat?</li>
</ol>
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[magento sku=&#8220;176328&#8243;]<br />
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		<title>Infografik: Wie dein Smartphone dich verändert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2018 13:23:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Informationen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Fakten liegen auf der Hand – unser Smartphone verändert uns… Im Januar 2017 startete Crossway eine Umfrage unter seinen Leser zu ihrem Smartphoneverhalten. Das ist auch das Thema des neuen Buches von Tony Reinke: Wie dein Smartphone dich verändert. Wie Tony Reinke, so wollte auch &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fakten liegen auf der Hand – unser Smartphone verändert uns…</p>
<p>Im Januar 2017 startete Crossway eine Umfrage unter seinen Leser zu ihrem Smartphoneverhalten. Das ist auch das Thema des neuen Buches von Tony Reinke: <a href="https://www.cbuch.de/reinke-wie-dein-smartphone-dich-veraendert.html" target="_blank" rel="noopener"><em>Wie dein Smartphone dich verändert</em></a>. Wie Tony Reinke, so wollte auch der englische herausgebende Verlag wissen, welche Auswirkungen die tagtägliche Handynutzung auf uns hat.</p>
<p>Denn John Piper schreibt im Vorwort von Reinkes Buch:</p>
<blockquote><p>Smartphones sind gefährlich – so gefährlich wie die Ehe, wie Musik oder feine Kochkunst, oder wie alles, was zum Götzen werden kann. Sie sind aber auch sehr nützlich, wie Waffen und Rasierklingen und medizinisches Cannabis – oder viele andere Dinge, die dein Leben ruinieren können. Ich persönlich mag die Ehe sehr, und Rasierklingen benutze ich jeden Tag. So kann ich Tony Reinkes gedämpfter Begeisterung angesichts der sich ständig verändernden Welt moderner Technik nur zustimmen.</p></blockquote>
<p>Insgesamt haben ca. 7.000 Personen an der Umfrage teilgenommen. Die Ergebnisse legen einige nachdenklich stimmende Trends offen, wie wir das Smartphone nutzen, oder viel mehr, wie wir von dem sehr mächtigen Gadget für zwischenmenschliche Kommunikation, das je die Welt gesehen hat, <em>verändert werden</em>.</p>
<p>Sie können die Infografik auch als <a href="https://www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Wie-dein-Smartphone-dich-verändert_Infografik.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF Version</a> herunterladen und ausdrucken und mit anderen teilen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Beherrschen-Sie-Ihr-Smartphone.jpg?resize=630%2C5040&#038;ssl=1" alt="INFOGRAFIK: WIE DEIN SMARTPHONE DICH VERÄNDERT" width="630" height="5040" class="alignnone size-full wp-image-3735" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Beherrschen-Sie-Ihr-Smartphone.jpg?w=630&amp;ssl=1 630w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/02/Beherrschen-Sie-Ihr-Smartphone.jpg?resize=128%2C1024&amp;ssl=1 128w" sizes="auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px" /></p>
<p>This research article was conducted by Crossway and originally published in English on <a href="https://www.crossway.org/articles/infographic-how-is-your-phone-changing-you/">Crossway.org</a>. Translated and Used by Permission. All rights reserved.</p>
<p><div class="white-box">
[magento sku=&#8220;176328&#8243;]<br />
</div></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wie dein Smartphone dich verändert &#8211; Auszüge aus dem Buch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jan 2018 10:29:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Buch &#8222;Wie dein Smartphone dich verändert&#8220; von Tony Reinke (hier in unserem Shop) ist nun im Druck und soll am 9. Februar 2018 erscheinen. Ich finde es genial, wie Tony Reinke es schafft, unser oft götzendienerisches Smartphoneverhalten wirklich schonungslos zu geißeln, ohne das Gerät an &#8230; </p>
<p><a href="https://www.betanien.de/wie-dein-smartphone-dich-veraendert-auszuege-aus-dem-buch/" class="more-link"><span class="morelink-icon">Weiterlesen</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch &#8222;Wie dein Smartphone dich verändert&#8220; von Tony Reinke (<a href="https://www.cbuch.de/reinke-wie-dein-smartphone-dich-veraendert.html">hier in unserem Shop</a>) ist nun im Druck und soll am 9. Februar 2018 erscheinen. Ich finde es genial, wie Tony Reinke es schafft, unser oft götzendienerisches Smartphoneverhalten wirklich schonungslos zu geißeln, ohne das Gerät an sich zu verteufeln, aber uns geistlich hochgradig herausfordert, unseren herrlichen Schöpfer- und Erlöser-Gott kompromisslos über alles zu lieben:</p>
<blockquote><p>Wenn die Leute sehen, dass wir von Gott gelangweilt sind und uns lieber mit uns selbst beschäftigen und weltliche Stars nachahmen, werden sie nicht das Bild Christi an uns sehen. Wenn wir darin versagen, Christus widerzuspiegeln, verfehlen wir den Zweck, zu dem Gott uns erschaffen hat; wir verlieren unsere Bestimmung.</p></blockquote>
<p><div id="attachment_3661" style="width: 221px" class="wp-caption alignright"><a  href="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/01/wie-dein-smartphone-dich-veraendert-mensch.jpg?ssl=1" data-rel="lightbox-gallery-1" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3661" class="wp-image-3661 size-medium" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/01/wie-dein-smartphone-dich-veraendert-mensch.jpg?resize=211%2C300&#038;ssl=1" alt="Wie dein Smartphone dich verändert" width="211" height="300" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/01/wie-dein-smartphone-dich-veraendert-mensch.jpg?resize=211%2C300&amp;ssl=1 211w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/01/wie-dein-smartphone-dich-veraendert-mensch.jpg?resize=768%2C1090&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/01/wie-dein-smartphone-dich-veraendert-mensch.jpg?resize=722%2C1024&amp;ssl=1 722w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2018/01/wie-dein-smartphone-dich-veraendert-mensch.jpg?w=1748&amp;ssl=1 1748w" sizes="auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px" /></a><p id="caption-attachment-3661" class="wp-caption-text">Illustration von Verena Klassen, © Betanien Verlag</p></div></p>
<p>Das Problem steckt in unserem Herzen. Dennoch sind auch oft äußere Lösungen notwendig und notfalls auch die Abschaffung des Smartphones. Aber letztlich geht es um das positive Ziel: Wozu lebe ich als Christ? Wie kann ich als überzeugendes Abbild Gottes in der Welt, ja, in unserer digitalen Kultur, leben? Wie kann ich Gott über alles lieben und meinem Nächsten dienen, auch mit meinem Smartphone? Das sind die Kernfragen, um die herum Reinke sein Buch höchst geistreich konzipiert hat. Hier ein paar Auszüge:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ziellos stundenlang durch Feeds und Fotos klickend fühlen wir uns, als hätten wir die Kontrolle über unsere Geräte, während wir in Wahrheit Marionetten sind, die von einer lukrativen Industrie beherrscht werden.</p>
<p>Bin ich berechtigt, viele Stunden im Monat mit dem Durchscrollen komischer Kuriositäten zu verbringen?  Mich beschleicht das ausgesprochene Gefühl, in der Bibel lautet die Antwort nein. Ich bin nicht mein Eigentum. Ich gehöre meinem Herrn. Ich bin mit einem Preis erkauft worden. Das bedeutet, ich muss Christus verherrlichen &#8211; mit meinem Daumen, meinen Ohren, meinen Augen und meiner Zeit (1Kor 6,19-20). Ich habe keine „Zeit, die totgeschlagen werden muss“ – ich habe nur Zeit, die ausgekauft werden muss (Kol 4,5).</p>
<p>Die entscheidende Frage, die wir uns im zügig fortschreitenden Zeitalter der Digitaltechnologie ständig stellen sollten, lautet nicht: „Was kann ich mit meinem Handy alles machen?“, sondern vielmehr: „Was sollte ich mit ihm machen?“ Diese Frage lässt sich nur beantworten, wenn wir verstehen, wozu wir überhaupt existieren.</p>
<p>Mit couragierter Selbstkritik muss ich mir drei Fragen stellen:</p>
<ol>
<li>Meine Ziele: Bewegt mich mein Smartphone-Verhalten zu Gott hin oder von ihm weg?</li>
<li>Mein Einfluss: Ist mein Smartphone-Verhalten für andere erbaulich oder bewirkt es nichts von bleibendem Wert?</li>
<li>Mein Dienstherr: Offenbart mein Smartphone-Verhalten meine Freiheit in Christus oder meine Knechtschaft unter der Technik?</li>
</ol>
<p>Jede Technik braucht Grenzen, und das Smartphone ist keine Ausnahme. Wenn du zu dem Schluss kommst, dass das Smartphone absolut notwendig für dein Leben und deine Berufung ist, dann sorge für klare Regeln. Wie wäre es mit diesen zwölf Grenzen:</p>
<ol>
<li>Schalte alle unnötigen Push-Benachrichtigungen ab.</li>
<li>Lösche alle überflüssigen, deine Zeit verschwendenden Apps.</li>
<li>Lass dein Handy nachts außerhalb des Schlafzimmers.</li>
<li>Benutze nicht deinen Handywecker, sondern einen richtigen Wecker, damit du das Handy nicht gleich morgens in die Hand nimmst.</li>
<li>Schütze deine morgendliche Andacht und deine abendliche Nachtruhe dadurch, dass du alle Benachrichtigungen ausschaltest, ab einer Stunde vor dem Schlafengehen bis morgens, wenn du normalerweise mit deinen persönlichen Morgendisziplinen fertig bist (bei mir ist das 21.00 Uhr bis 7.00 Uhr).</li>
<li>Nutze Kontroll- und Einschränkungs-Apps zur Begrenzung deiner Smartphone-Funktionen und der Zeit, die du mit den verschiedenen Apps verbringst.</li>
<li>Bedenke, dass vieles, worauf du sofort reagierst, auch warten kann. Antworte später, wenn es besser passt.</li>
<li>Auch wenn du E-Mails auf dem Smartphone lesen musst, nutze zum Beantworten strategisch günstige Gelegenheiten im Tagesverlauf, um von einem Computer aus zu antworten (bei mir ist das um 9.00 Uhr und 16.00 Uhr jeweils für eine halbe Stunde).</li>
<li>Bitte deinen Ehepartner, deine Freunde und deine Familienmitglieder um Feedback zu deinen Handy-Gewohnheiten (mehr als 70 % der Christen aus meiner Umfrage gaben an, dass niemand sonst wusste, wie viel Zeit sie online verbrachten).</li>
<li>Beim Essen mit der Familie oder mit Freunden lass dein Handy außer Sichtweite.</li>
<li>Wenn du Zeit mit der Familie oder mit Freunden verbringst, oder wenn du in der Gemeinde bist, lass dein Handy in einer Schublade oder im Auto oder schalte es einfach aus.</li>
<li>Nutze strategische Momente, um dein Leben digital zu entgiften und die höchsten Prioritäten neu zu kalibrieren. Richte regelmäßige Social-Media-freie Zeiten ein als strategische Pausen (jeden Morgen), digitale Sabbate (ein Tag offline jede Woche) und digitalen Sabbatzeiten (zwei Wochen Pausen zweimal pro Jahr).</li>
</ol>
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		<title>Warum nehmen Terror, Aggression und Bosheit in der Gesellschaft immer mehr zu?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2017 12:51:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 20. August 2017 wurde John MacArthur in einer Fragerunde gefragt, ob er eine biblische Sicht auf die Gewaltexzesse von Charlottesville geben könnte. In Charlottesville waren am 11. und 12. August rechts- und linksextreme Gruppierungen aneinander geraten, was in einem schrecklichen Anschlag mit einem Fahrzeug, das absichtlich in &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. August 2017 wurde John MacArthur in einer Fragerunde gefragt, ob er eine biblische Sicht auf die Gewaltexzesse von Charlottesville geben könnte. In <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextreme_Demonstrationen_in_Charlottesville_2017">Charlottesville</a> waren am 11. und 12. August rechts- und linksextreme Gruppierungen aneinander geraten, was in einem schrecklichen Anschlag mit einem Fahrzeug, das absichtlich in eine Menschenmenge fuhr, gipfelte.</p>
<p>John MacArthur verdeutlichte in seiner Antwort, die wir unten als Video posten, dass dies kein politisches, ethnisches oder historisches Problem ist, sondern dieses Übel von Aggression und Hass im verdorbenen menschlichen Herzen wurzelt (Jak 3,14.16; 4,1). In bemerkenswert klarer Weise stellte er heraus, dass Gott drei Instanzen eingesetzt hat, die die Ausbreitung des Bösen, das aus dem Herzen kommt, eindämmen und einschränken sollen, aber dass diese drei Instanzen heute dermaßen öffentlich zerstört werden, dass sie nicht mehr funktionstüchtig sind. Und das würde das Ende der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bedeuten. Die drei Instanzen sind:</p>
<p><strong>1. Das Gewissen (Röm 2,15)</strong><br />
Das Gewissen funktioniert aber nur im Zusammenhang mit einem in der Gesellschaft anerkannten Moralgesetz (Ethik). Heute haben wir aber eine ganze Generation, der systematisch eine pervertierte und auf den Kopf gestellte Ethik vermittelt wurde. Was bisher als falsch galt, gilt heute als richtig und umgekehrt. Die neue Ethik lehrt, vor allem das eine verdorbene Gesetz: „Ich selbst bin die wichtigste Person in der Welt.“</p>
<p><strong>2. Die Familie (Eph 6,1-4)</strong><br />
Die Familie ist von Gott dazu eingesetzt, damit Menschen beim Heranwachsen erzogen werden, was auch Bestrafung für ethisch böses Verhalten beinhaltet. Heute wird sowohl die Familie als solches systematisch zerrüttet als auch das Ausüben von Autorität und Erziehungsmaßnahmen gesellschaftlich geächtet. Achtung vor Autorität, Unterordnung, diszipliniertes Verhalten, Impulskontrolle (Selbstbeherrschung) und ethisches Urteilsvermögen gehen durch diesen gesellschaftlichen Trend immer weiter verloren.</p>
<p><strong>3. Die staatliche Obrigkeit (Polizei und Justiz, Röm 13,1-5)</strong><br />
Gott hat die staatliche Obrigkeit eingesetzt und ihr „das Schwert“ (Röm 13,4) gegeben, um moralisch böses Verhalten zu bestrafen. Die Polizei und die Justiz haben ein göttliches Mandat, gegen Unrecht vorzugehen. So soll die öffentliche Ordnung bewahrt und eine Ausbreitung des Bösen verhindert werden. Wenn die staatliche Autorität von der Gesellschaft nicht mehr anerkannt und sogar attackiert wird, sind Tür und Tor dafür geöffnet, dass buchstäblich die Hölle losbrechen kann. Auch diesen Prozess sehen wir heute in beängstigendem Maße voranschreiten.</p>
<p>Durch die Zerrüttung dieser drei von Gott gegebenen Instanzen, die das Böse in der Gesellschaft aufhalten und einschränken, kann sich die Bosheit des menschlichen Herzens immer mehr ungehindert in der Gesellschaft entfalten. In einigen prophetischen Abschnitten der Schrift ist genau diese Entwicklung vorhergesagt: die Menschen werden kein Gewissen mehr haben und stattdessen eine pervertierte Ethik, und Eltern und Autoritäten werden missachtet und bekämpft. Für Christen ist das eine enorme Herausforderung, weiterhin dem Herrn Jesus treu zu bleiben, bis er siegreich kommen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FJohnMacArthurGTY%2Fvideos%2F10155701092376602%2F&amp;show_text=0&amp;width=560" width="560" height="315" frameborder="0" scrolling="no" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Johannes Hartl – ein verlängerter Arm der katholischen Kirche?</title>
		<link>https://www.betanien.de/johannes-hartl-ein-verlaengerter-arm-der-katholischen-kirche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Werner Deppe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2017 09:33:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitkritik/Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade im Jahr des Reformationsjubiläums schlägt ein Trend unter Evangelikalen vollends durch, der die Reformation quasi umkehrt: eine Rückkehr zum Katholizismus. Nur eines von vielen aktuellen und besorgniserregenden Beispielen ist, wie der katholisch-charismatische Autor und Prediger Johannes Hartl von Evangelikalen empfohlen, gepriesen und vermarktet wird. Hartl ist Gründer und Leiter des Augsburger Gebetshauses, einem Ableger des „International House of Prayer“, das 1999 von dem Extrem-Charismatiker Mike Bickle ins Leben gerufen wurde. Das Augsburger Gebetshaus veranstaltet jährlich zu Jahresbeginn die MEHR-Konferenz, die dieses Jahr einen Rekordbesuch von etwa 10.000 meist jungen Teilnehmern verzeichnete. Redner waren u.a. der päpstliche Hofprediger Raniero Cantalamessa aus dem Vatikan. Neben viel Popmusik-Lobpreis prägte auch eine gemeinsame Eucharistiefeier – die katholische „unblutige Wiederholung des Kreuzesopfers“ diese Konferenz. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_393" style="width: 650px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-393" class="size-full wp-image-393" src="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=640%2C427&#038;ssl=1" alt="Johannes Hartl" width="640" height="427" srcset="https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=190%2C127&amp;ssl=1 190w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=24%2C16&amp;ssl=1 24w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=36%2C24&amp;ssl=1 36w, https://i0.wp.com/www.betanien.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/03/Johannes_Hartl.jpg?resize=48%2C32&amp;ssl=1 48w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><p id="caption-attachment-393" class="wp-caption-text">Johannes Hartl</p></div></p>
<p>Gerade im Jahr des Reformationsjubiläums schlägt ein Trend unter Evangelikalen vollends durch, der die Reformation quasi umkehrt: eine Rückkehr zum Katholizismus. Nur eines von vielen aktuellen und besorgniserregenden Beispielen ist, wie der katholisch-charismatische Autor und Prediger Johannes Hartl von Evangelikalen empfohlen, gepriesen und vermarktet wird. Hartl ist Gründer und Leiter des Augsburger Gebetshauses, einem Ableger des „International House of Prayer“, das 1999 von dem Extrem-Charismatiker Mike Bickle ins Leben gerufen wurde. Das Augsburger Gebetshaus veranstaltet jährlich zu Jahresbeginn die MEHR-Konferenz, die dieses Jahr einen Rekordbesuch von etwa 10.000 meist jungen Teilnehmern verzeichnete. Redner waren u.a. der päpstliche Hofprediger Raniero Cantalamessa aus dem Vatikan. Neben viel Popmusik-Lobpreis prägte auch eine gemeinsame Eucharistiefeier – die katholische „unblutige Wiederholung des Kreuzesopfers“ diese Konferenz.</p>
<p>Einerseits also eine klar römisch-katholisch und zugleich charismatisch geprägte Sache, aber andererseits fungierte Hartl im November 2016 auch als Hauptredner auf dem Männertag des Forum Wiedenest, ursprünglich einem Werk der Brüderbewegung. Vereinzelt geäußerte Bedenken wurden von den Wiedenster Verantwortlichen mit dem Hinweis zurückgewiesen, Hartl habe doch so eine „klare Verkündigung“. Hartl gilt als einer der gefragtesten Redner auf evangelikalen Großveranstaltungen und sprach u.a. auch auf dem Willow-Creek-Leitungskongress im Februar 2016 in Hannover. Seine Bücher werden vom evangelikalen Verlag SCM R. Brockhaus verlegt. Momentan läuft eine groß angelegte Werbekampagne für sein neuestes Buch „Einfach Gebet“. Per E-Mail, Briefpost-Flyern, sozialen Netzwerken und Videos wird SCM-Kunden dieses Buch als Must-Have angepriesen. Alexander Seibel schrieb bereits 2015:</p>
<blockquote><p>„Johannes Hartl ist auch wegen seiner Eloquenz nicht nur in der katholisch-charismatischen Strömung ein neuer Star geworden. Dank der Remystifizierung der Evangelikalen, die mit Richard Fosters Megabestseller „Nachfolge Feiern“ vor ca. 30 Jahren ihren Anfang nimmt, wird er auch in der evangelikalen Welt immer beliebter und einflussreicher werden.“ (<a title="HIER" href="http://www.alexanderseibel.de/wer_ist_leo_bigger.htm" target="_blank" rel="noopener">HIER</a>)</p></blockquote>
<p>Die unkritische Anerkennung Hartls unter Evangelikalen verdeutlicht, wie wichtig die reformatorischen Grundsätze</p>
<ul>
<li>allein die Schrift</li>
<li>allein aus Glauben</li>
<li>allein durch Gnade</li>
<li>allein durch Christus</li>
</ul>
<p>sind, um auf dem biblischen Glaubensweg zu bleiben und das nötige geistliche Unterscheidungsvermögen zu haben, um nicht solchen immer tückischer werdenden Abirrungen auf den Leim zu gehen. Genau das soll Sinn und Zweck dieses Artikels sein – nicht ein Verurteilen von Johannes Hartl oder seines Gebetshauses, sondern eine Verdeutlichung, a) wie täuschend und scheinbar bibeltreu Verführungen aus dem katholischen und charismatischen Spektrum heute auftreten, b) wie hilfreich und nötig die Solae („allein“) der Reformation dafür sind, verfängliche Strömungen aufzudecken, c) wie dringend nötig wir eine Verbesserung der eigenen biblischen Verkündigung brauchen, wenn als Hauptredner unserer Veranstaltungen katholische Charismatiker importiert werden müssen.</p>
<p>Zweifellos gibt Hartl in seinen Vorträgen und Publikationen viel von sich, was biblisch und geistlich erweckend klingt. In ethischer Hinsicht sind Hartls Vorträge sicher auch größtenteils richtig, denn in punkto Werte und Gebote gibt es großflächige Überschneidungen zwischen bibeltreuem und katholischem Glauben. Unter meinen bibeltreuen Bekannten stoße ich immer wieder auf Empfehlungen von Hartls Vorträgen und Büchern. Etliche bibeltreue Christen beurteilen den gesamten Aufbruch um das Augsburger Gebetshaus – dort wird seit mehreren Jahren rund um die Uhr gebetet (im katholischen Sinne) – als echte Erweckung und Werk Gottes.</p>
<p>Wie gesagt, soll das hier gar nicht in Abrede gestellt oder verurteilt werden. Da mögen gute Motive zugrunde liegen. Allerdings kommt es auf gute Motive nicht an, sondern darauf, ob es sich um gesunde biblische Lehre auf Grundlage des Evangeliums handelt oder um falsche Lehre und Verführung. Paulus begrüßte eine biblisch richtige Verkündigung sogar bei schlechten Motiven (Phil 1,18), warnt hingegen vor der Verkündigung von einem &#8222;anderen Jesus &#8230; anderen Geist &#8230; anderen Evangelium&#8220; durch täuschend geistlich wirkende Leute &#8222;in Gestalt eines Engels des Lichts&#8220;, worauf die Korinther sogar bereits hereingefallen waren (1Kor 11,4.15).</p>
<p>Wenn Katholiken wie Hartl über christliche Themen sprechen, mag das in den Ohren von Bibeltreuen oberflächlich betrachtet durchaus gut und richtig klingen. Vieles mag auch richtig sein, ein Großteil Wahrheit ist mit einer entscheidenden Portion Irrtum vermengt. Zudem werden Begriffe wie Kreuz, Glaube, Gnade, Erlösung oder Gebet usw. auch von katholischen Rednern und Autoren gern verwendet, und dann denken Bibeltreue an das, was sie aufgrund der biblischen Lehre darunter verstehen. Aber in der katholischen Kirche wird etwas ganz anderes unter diesen Begriffen verstanden. Gnade z.B. wird im Katholizismus als eine Art mystische Substanz verstanden, die Gott dem Menschen insbesondere durch Sakramente und aufgrund von Verdiensten einflößt (Dogma des Konzils zu Trient, in: Rahner (Hrsg): <em>Der Glaube der Kirche</em>, Nr. 850, vgl. <em>Katechismus der Katholischen Kirche</em>, Nr. 2010). Unter Buße und Vergebung wird das rituelle Sakrament der Beichte verstanden.</p>
<p>Wolfgang Nestvogel erklärt in einem Vortrag über den Judasbrief, dass Verführer sich typischerweise unmerklich „einschleichen“ und quasi durch die Hintertür in bibeltreue Kreise eindringen (Judas 1,4). Auch die besagte Beschlagnahme und Uminterpretation eigentlich biblischer Begriffe gehört zu dieser Methode. Irrlehrer „kapern“ sozusagen diese biblischen Begriffe. Deshalb müssen wir immer genau hinschauen, was denn vom Kontext und Hintergrund des Redners oder Autors mit dem Begriff gemeint ist. Nestvogel nennt auch insbesondere Johannes Hartl als Beispiel für diese Unterwanderung der Evangelikalen. Sein Vortrag kann unter <a href="http://www.maleachi-kreis.de/downloads/mp3_2016/Konf%20Zavelstein/0527016_05_Falsche%20Lehrer_Nestvogel.mp3">http://www.maleachi-kreis.de/downloads</a> heruntergeladen werden (über Hartl ab Minute 49:00).</p>
<h3>Die charismatische Ausrichtung von Hartl</h3>
<p>Im Folgenden möchte ich einfach einige Informationen, Fakten und Zitate zu Johannes Hartl zusammentragen, um dann anschließend ein Resümee zu ziehen. Zunächst: Wer ist Johannes Hartl? Der Informationdienst Topic (12/2016) schreibt in seinem Bericht über Hartls begeisterte Aufnahme am Wiedenester Männertag:</p>
<blockquote><p>„Hartl (Jahrg. 1979) ist ein überzeugter Katholik, der seinen christlichen Weg u. a. beim Studium der Mystiker wie Teresa von Avila oder Henri Nouwen begann. In der Jugendarbeit der Charismatischen Erneuerung erlebt er eine pfingstlerische „Geistestaufe“. Erst ein halbes Jahr später „bekehrt“ sich Hartl … Er liest Bücher von Extrem-Charismatikern wie Mike Bickle oder Yonggi Cho. 2003 … bekommt er von Kim Kollins, einer katholischen Charismatikerin, die Vision geschildert, dass es einen Ort geben solle, an dem Tag und Nacht gebetet würde. Kollins nimmt die Hartls mit zum International House of Prayer, einem überkonfessionellen Gebetszentrum in den USA, das von Mike Bickle geleitet wird. Dort erhält Hartl eine Vision für ein Gebetshaus in Deutschland, das er dann mit anderen 2007 in Augsburg eröffnet.“</p></blockquote>
<p>In seinem Buch „In meinem Herzen Feuer“ beschreibt Hartl selbst seine „Geistestaufe“ und seine „Bekehrung“ ein halbes Jahr später (Seite 18-20):</p>
<blockquote><p>„… mehr aus Langeweile heraus, dass ich diesem Aufruf nach vorne folge. Wer den Heiligen Geist empfangen wolle, könne vorne für sich beten lassen … Was folgt, ist das, wofür ich bis heute Zeuge bin: Gott küsst mich … Das ist der Heilige Geist &#8230; Doch es vergeht ein halbes Jahr, bis ich zufällig höre, man könne „Jesus sein Leben übergeben“. Ja, das will ich. Vielleicht ist das das Geheimnis. Ich habe ihn nie bereut, diesen Vertrag, den ich an jenem Sonntagvormittag in meinem Zimmer in mein Tagebuch schreibe: „Ich übergebe dir mein Leben, ganz und voll. Und du gibst mir dafür deinen Heiligen Geist für immer, ganz und voll.&#8220; Etwas dreist vielleicht, doch von Herzen &#8230;“ (Zitat übernommen von <a href="https://www.der-ruf.info/johannes-hartl-neuer-stern-am-charismatischen-himmel-georg-walter/">https://www.der-ruf.info</a>. Dieser ausführliche Artikel von Georg Walter bietet viele fundierte Informationen zu Johannes Hartl.)</p></blockquote>
<p>Hartl hat auch einen Doktorgrad in Theologie erworben; seine Dissertation hat den Titel „Metaphorische Theologie“. Die wirft allerdings Fragezeichen auf, was seine grundsätzliche Haltung zur Bibel betrifft, wenn er schreibt:</p>
<blockquote><p>„Auch darf die Theologie nicht vergessen, dass die Anfänge des Glaubens über weite Strecken hinweg von einer naiven religiösen Weltsicht geprägt waren. Die Israeliten glaubten an einen an ihrer Seite kämpfenden Gott, die frühen Christen an einen in Jesus Mensch gewordenen, Wunder wirkenden, die Erde einst richtenden Gott &#8230; Metaphorische Theologie ist Theologie unterwegs zu einer zweiten Naivität &#8230; Metaphorische Theologie lädt ein zu einer Hermeneutik des Vertrauens. Sie ermöglicht einen rational verantwortbaren Wiedereinstieg in die religiöse Bildwelt &#8211; wissend, dass es sich um eine Bildwelt handelt.“ (Seite 486f)</p></blockquote>
<p>Die Gebetshaus-Bewegung ist eigentlich als ein typisch charismatisches Phänomen zu bewerten. Ein Besucher der MEHR-Konferenz berichtet:</p>
<blockquote><p>„[Ich kann] nicht mit letzter Sicherheit sagen kann, ob es sich um normale Festival-Phänomene handelte oder ob da der Heilige Geist am Werk war. ‚Da hinten liegt eine junge Frau auf dem Boden, und alle streicheln an der jungen Frau herum‘, teilte mir einer der ‚Jungs‘ am Freitagnachmittag mit. ‚Äh … soll das so?‘ ‚Keine Ahnung. Geh hin und schau&#8217;s dir an, es ist nur ungefähr zwei Meter von dir entfernt.‘ Das tat ich. Richtig, da lag eine junge Frau auf dem Boden, ein junger Mann hielt ihre Hand in seiner und streichelte sie, und drumherum standen zwei, drei weitere junge Leute, die wohl für die Liegende beteten, wobei eine sich selbst streichelte. […]  Im Laufe der folgenden Tage hörte ich andeutungsweise immer mal wieder von einem Phänomen, das ‚Ruhen im Geist‘ genannt wird und äußerlich betrachtet wohl Ähnlichkeit mit einer Ohnmacht hat. Soll eine tolle Erfahrung sein für die, die sich darauf einlassen. (<a href="http://mightymightykingbear.blogspot.de/2017/01/viel-spa-und-viel-segen-teil-1.html">HIER</a>)</p></blockquote>
<p>Auf der MEHR-Konferenz gab es nicht nur stundenlang rockigen Lobpreis, sondern sogar ein Konzert des zum katholischen Marienverehrer „bekehrten“ Popmusikers Paddy Kelly (von der Kelly Family) Kurze Videomitschnitte dieses Konzertes finden sich unter <a href="https://www.youtube.com/watch?v=9KP0PWirS6k" data-rel="lightbox-video-0">https://www.youtube.com/watch?v=9KP0PWirS6k</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cya_JhIU42Y" data-rel="lightbox-video-1">https://www.youtube.com/watch?v=cya_JhIU42Y</a> (Vorsicht, das extreme Flackerlicht kann kognitive Ausfälle hervorrufen …) Eine längere „Rock’n’Praise“-Session ist hier zu sehen (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=9IAAFM6Q4lA" data-rel="lightbox-video-2">https://www.youtube.com/watch?v=9IAAFM6Q4lA</a> (auch nur für feste Gemüter geeignet, die extrem weltförmige Musik und Darbietung kann womöglich seelische Belastung hervorrufen). Das Gebetshaus schreibt als Kommentar zum Video: „… wir möchten, dass solch ein starker Lobpreis wieder Deutschland und Europa erfüllt“. Aber wäre nicht viel mehr Verkündigung des Sühnewerkes von Golgatha, Buße und Hinwendung zum Christus der Bibel nötig? Und würde nicht das geistliche Frucht bringen, statt so einem Zirkus der Eitelkeiten?</p>
<p>Johannes Hartl selbst glaubt, dass das „Fallen im Geist“ eine „Kraftbezeugung Gottes“ ist. In seinem Buch „In meinem Herzen Feuer“ beschreibt er im Kapitel „Heiliges Chaos“ seine erstmalige Begegnung mit diesem Phänomen bei einer Lobpreiszeit auf einem Jugendwochenende 1999:</p>
<blockquote><p>„… während des 2. Liedes kommt er. Und übernimmt die Kontrolle … Ohne dass jemand sie berührt, beginnen Einzelne, umzufallen. Bum! … Die Betroffenen berichten, sie seien von der Kraft Gottes überwältigt worden … Im ganzen Raum fallen Jugendliche um und bleiben liegen … Einige liegen ganz ruhig am Boden und berichten hinterher, den Frieden und die Liebe Gottes auf tiefe Weise erfahren zu haben. Andere beginnen laut zu weinen, weil Gott Bereiche intensiven Schmerzes in ihnen berührt. Andere lachen, weil sie Gottes Freude in sich spüren, andere haben Visionen der geistlichen Realität, einige sogar über lange Zeit hinweg &#8230; Jemand hat mir die Leitung aus der Hand genommen. In alledem jedoch die überwältigende Präsenz von etwas Heiligem. Von jemand Heiligem.“</p></blockquote>
<h3>Die Gebetsmystik von Hartl</h3>
<p>Neben der charismatischen Prägung von Hartl ist vor allem sein mystisch-kontemplatives Verständnis von Gebet aus bibeltreuer Sicht kritisch zu beurteilen. In seinen drei Hauptbüchern „In meinem Herzen Feuer“ (SCM Brockhaus 2014), „Gott ungezähmt“ (Herder 2016) und „Einfach Gebet“ (SCM Brockhaus 2016) geht es vor allem um das Thema Gebet. Martin Erhardt hat das Buch rezensiert:</p>
<blockquote><p>„Das Buch ist gefüllt mit mystisch-esoterischen Erlebnissen. Der Autor beschreibt Visionen, ‚meditatives Bibellesen‘ (3 Wochen lang täglich vier Stunden lang einen Psalmvers beten), Gebet als künstlerischen Akt, schildert ‚Power-Erfahrungen‘, stellt die klösterliche Abgeschiedenheit als lehrreich und als begehrenswertes Lebensziel dar, spricht über ‚Jesus-Ecken‘ als Gebetsplatz, über diverse charismatische Praktiken, über Energydrink-Stapeln für Gebetsmarathon, über Totenerweckungen im Namen Jesus usw. Vieles klingt sehr befremdlich und teilweise haarsträubend!“ (<a href="http://www.evangeliums.net/buecher/rezension_in_meinem_herzen_feuer.html">http://www.evangeliums.net</a>, ausführlicher in „Bibel und Gemeinde“ 1/2015)</p></blockquote>
<p>Hartl schreibt in „In meinem Herzen Feuer“ zum Beispiel auf Seite 212:</p>
<blockquote><p>„&#8230; Einübung des Schweigens, der Bibelmeditation, des Lobpreises, des liturgischen Gebets, der beständigen Fürbitte, des 24-Stunden-Gebets, der eucharistischen Anbetung, des Rezitierens oder Singens biblischer Passagen, des hörenden Gebets, des Gebets bei Exerzitien oder auf einer Pilgerreise, des kontemplativen Gebets, des Jesusgebets — all das sind Formen, die den Beter Unterschiedliches lehren.“</p></blockquote>
<p>In seinen Büchern bleibt unklar, ob er sich an Christen wendet oder an alle Menschen und wie ein Mensch überhaupt erstmal mit Gott versöhnt werden kann. Das Evangelium fehlt (wie könnte es bei einem treuen Katholiken auch überhaupt enthalten sein?). In einem Werbe-Video von SCM Brockhaus für sein jüngstes Buch „Einfach Gebet“ sagt er als Voraussetzung für seine Gebetslehre sogar „du brauchst nicht einmal Christ sein“ (Facebookseite von SCM. R. Brockhaus, Video vom 1.1.2017)</p>
<p>Die Gebets-„Übungen“ in „Einfach Gebet“ sind teilweise so körperbetont und rituell-technisch („Schritt 1, Schritt 2, Schritt 3“ …), dass sie an Anleitungen für Fitness-Workouts erinnern. Naturwahrnehmung, Körperhaltung und Atmung sollen trainiert werden, um „achtsam“ für Glaubenswahrheiten und den Heiligen Geist im eigenen Körper zu werden. Aber nach meinem Verständnis der Bibel ist der Heilige Geist weder bei noch so viel Achtsamkeit körperlich spürbar, noch wohnt er in jedem Leser von Hartls evangeliumsfreien Buch. Statt dem Evangelium lehrt Hartl gebetsmagische Übungen als Weg in die Gemeinschaft mit Gott.</p>
<h3>Hartl ist treu römisch-katholisch</h3>
<p>Hartl hat mit seinem Buch „Katholisch als Fremdsprache“ ein Werk verfasst, das als Brückenschlag zwischen Katholizismus und Freikirchen dienen soll und in dem er versucht, die katholischen Sonderlehren gegenüber einem bibeltreuen Standpunkt zu rechtfertigen. Wenn er also irgendwie „zwischen“ katholisch und freikirchlich zu verorten ist, dann als Brückenbauer hin zur römisch-katholischen Kirche.</p>
<p>Obwohl es innerhalb der katholischen Kirche vereinzelt Skepsis gegenüber der charismatischen Bewegung gibt, ist sein Gebetshaus Augsburg offiziell von der römisch-katholischen Kirche gutgeheißen. In einem Bestätigungsschreiben vom Bistum Augsburg, Bischöfliches Ordinariat, heißt es:</p>
<blockquote><p>„Aufgrund der immer größer werdenden Zahl der Teilnehmer am Leben und an den Initiativen des Gebetshauses e.V. sahen sich die Verantwortlichen des Bistums Augsburg veranlasst, Intention, Zielsetzung, und vor allem auch die theologischen Grundlagen des Gebetshauses eingehend zu prüfen. Dies geschah in einem längeren Prozess, dabei wurden auch zahlreiche Personen befragt. Als Ergebnis dieser Prüfung wurde festgestellt, dass im Gebetshaus nichts gelehrt und verkündet wird, was im Gegensatz zur Lehre der katholischen Kirche steht. Allein dies war auch der Auftrag und Gegenstand der Prüfung. Der Bischof von Augsburg hat aufgrund dieses Ergebnisses der Untersuchung und im Einvernehmen mit Herrn Dr. Johannes Hartl entschieden, das (den) Gebetshaus e.V. in Zukunft seitens der Diözese zu begleiten.  Für diese Aufgabe wurde als bischöflicher Beauftragter Msgr. Dr. Alessandro Perego bestellt.</p>
<p>Das Gebetshaus e.V. sieht sich als ein Werk der Charismatischen Erneuerung in der Katholischen Kirche (CE), in deren Gesamtbund es einen Sitz hat. Zugleich ist es aber doch eine ganz eigenständige Größe, die der CE entwachsen ist. Harald Heinrich, Generalvikar“</p></blockquote>
<p>In einem Interview mit dem Magazin <em>Amen</em> (von Campus für Christus) sagt Hartl vom Gebet, dass dadurch die Beziehung zu Jesus zustande kommt (also nicht durch den Glauben an das Evangelium von der stellvertretenden Sühne). Dann wird er gefragt: „Gibt es für dich neben dieser persönlichen Beziehung zu Jesus noch etwas anderes, das wir beachten müssen, um voll Glauben zu leben?“ Seine Antwort: „Ja, das ist der Glaube der Kirche. Als Christ bin ich Teil der Kirche und damit Teil eines Glaubens, der eine viel längere Geschichte hat als mein persönlicher Glaube oder meine persönliche Jesus-Beziehung. Dieser Glaube der Kirche ist geprüft und verlässlich. Im persönlichen Bibelstudium kann es auch einmal passieren, dass eine Stelle missverstanden oder falsch interpretiert wird. Der Glaube der Kirche gibt hier Richtung und Sicherheit.“ (<a href="http://www.jesus.ch/information/glaube/283311-voll_glauben_trotz_zweifeln_krisen_und_kritik.html">http://www.jesus.ch</a>)</p>
<p>Wie also gelangt man Hartl zufolge in eine errettende Beziehung zu Jesus? Durch (Hartls Vorstellung von) Gebet und durch den „Glauben der Kirche“, wobei der „Glaube der Kirche“ im römisch-katholischen Verständnis die Gesamtheit der katholischen Dogmen sind. Das katholische Standardwerk „Der Glaube der Kirche“ (hrsg. von Karl Rahner) stellt diese Dogmen systematisch zusammen; die entscheidenden gelten als unfehlbar, insbesondere jene, die auf dem gegenreformatorischen Konzil von Trient (1545-1563) formuliert wurden. In diesen Dogmen – im „Glauben der Kirche“ – werden alle reformatorischen Überzeugungen buchstäblich verdammt: Wer glaubt, dass die Errettung allein aus Glauben, allein aus Gnade und allein durch Christus ist und wer allein an die Schrift und nicht an die außerbiblische Überlieferung der Kirche glaubt, ist „verdammt“. Das also ist der „Glaube der Kirche“, der neben dem Gebet für Hartl der Weg zum Heil ist. (Das Buch <a href="https://www.cbuch.de/deppe-sind-sie-auch-katholisch.html" target="_blank" rel="noopener">„Sind Sie auch katholisch“ von H.W. Deppe</a> bietet eine Zusammenfassung und Bewertung der katholischen Dogmen).</p>
<h3>Resümee – umgriffen vom verlängerten Arm der römischen Kirche</h3>
<p>Hartl selbst kann ich seine Meinung nicht vorwerfen, sie ist einfach glasklar römisch-katholisch und er ist halt ein katholischer Charismatiker. So weit, so ungut. Meine großen Bedenken betreffen seinen Einfluss. Ein mir bekannter bibeltreuer Christ aus Augsburg hat örtlich bedingt selbst Kontakte zum dortigen Gebetshaus und sieht Hartl schlicht als „verlängerten Arm der Kirche“. Und das ist das Besorgniserregende: dass so viele Evangelikale und Bibeltreue sich unkritisch von diesem Arm umgreifen und von Hartl einlullen lassen.</p>
<p>Johannes Hartl ist sicher sehr sympathisch, gewinnend, eloquent und sagt viel Richtiges. Kurz gesagt ist er aus bibeltreuer Sicht eine sehr ambivalente, vielseitige Persönlichkeit. Seine römisch-katholischen, charismatischen und mystischen Seiten liegen aber klar auf der Hand, und man fragt sich: Wie können Evangelikale und Bibeltreue diese Seiten einfach völlig unkritisch übersehen? Wie kann ein Vertreter anti-reformatorischer Lehre auf als bibeltreu geltenden Veranstaltungen als Hauptredner eingeladen und seine Vorträge empfohlen und seine Bücher verlegt und vermarktet werden? Was sind die Motive dahinter? Und warum hat die evangelikale Masse das nicht nur unkritisch abgenickt und geschluckt, sondern genießt diesen hippen Prediger in vollen Zügen? Ist es nicht so, dass Katholizismus, Mystik und Charismatismus durch Johannes Hartl einen Fuß in der Tür unter Bibeltreuen haben und diese falschen Lehren, die von Christus und seinen Wort wegführen, geschickt eingeschleust werden?</p>
<p>Das vereinende Prinzip von katholischem und charismatischem Glauben ist die sinnliche Religiosität – im Gegensatz zum schlichten Glauben des Protestantismus &#8211; Gottes Gegenwart soll emotional und sinnlich erfahrbar gemacht und der Segen Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes durch bestimmte Werke (seien es Sakramente, Übungen oder Techniken) verfügbar gemacht werden. Dies steht im klaren Gegensatz zu den Prinzipien der Reformation.</p>
<p>Es geht in Katholizismus, Mystik und Charismatismus darum, „die Gegenwart Gottes erfahrbar zu machen“. Diese Gottesunmittelbarkeit steht im Gegensatz zum Glauben, denn Glauben ist nicht Schauen, Erfahren oder Fühlen. Sie steht im Gegensatz zum Wort, Erfahrung zählt hier mehr als die Bibel. Sie steht im Gegensatz zur Abhängigkeit von der Gnade Gottes, denn Techniken, Übungen, Rituale, Sakramente sind nötig, und auch der Christus der Schrift reicht nicht allein, denn es sind andere Hohepriester am Mikrofon, an Schlagzeug und Gitarre nötig, um uns in die spirituelle Stimmungslage zu versetzen.</p>
<p>Doch Suggestion (sei es durch Ekstase oder weniger spektakuläre Gefühle und Eindrücke, sei es als Massenmanipulation oder allein im Kämmerlein) ist keine Gotteserfahrung, es ist ein eingebildeter Gott, ein Götze. Gott offenbart und naht sich uns im Wort, im geistig verständlichen Wort der Bibel und nicht durch transzendente, wortlose Mystik. Wir können hier nur schwarz-weiß urteilen, es gibt nur entweder-oder: Entweder sind Mystiker, Charismatiker und andere gefühls- und erfahrungsorientierte Christen wirklich Gott unmittelbar begegnet, oder ihre Erfahrung war Einbildung, Suggestion, Lüge. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen religiösen Katholiken, Charismatikern, Mystikern einerseits und bibeltreuen Protestanten einerseits. Für die einen zählt die Erfahrung der Gottesunmittelbarkeit, die anderen halten fest am „Allein die Schrift / das Wort“, „allein der Glaube“ (und nicht das Schauen/Erfahren), allein die Gnade, allein Christus.</p>
<h3>Kommen wir damit kurz zurück auf den Zweck dieses Artikels:</h3>
<p>a) Verführungen aus dem katholischen und charismatischen Spektrum treten täuschend und verführerisch auf. Seien wir nicht unkritisch und blauäugig, sondern schärfen wir unser geistliches Unterscheidungsvermögen durch Gottes Wort!</p>
<p>b) Die Solae („allein“) der Reformation sind nötig und hilfreich, um gefährliche Strömungen aufzudecken. Prüfen wir also stets: 1. Wird allein die Schrift bejaht, oder glaubt man an weitere Offenbarungen Gottes, andere Autoritäten, Gottes unmittelbares Reden? 2. Wird die Errettung allein aus Glauben bejaht, oder werden katholische Zusätze wie Werke, Sakramente, Rituale, Übungen usw. anerkannt? 3. Weiß man sich allein von Gottes souveräner Gnade abhängig, oder meint man, mit eigenen Mitteln und Techniken Gottes Segen, Wirken und Gegenwart bewirken zu können? 4. Wird anerkannt, dass der Christus der Bibel alles ist, was wir brauchen? Oder worin wird Glück und Seligkeit gesucht?</p>
<p>c) Eine Verbesserung der eigenen biblischen Verkündigung ist dringend nötig. Wenn Hartl deswegen quasi alternativlos als Redner eingeladen wird, weil er angeblich eine so klare Verkündigung hat, was sagt das dann über die Verkündigung in unseren eigenen Reihen? Wir brauchen eine Rückkehr zu und Wiederbelebung von gesunder biblischer Verkündung des ganzen Wortes Gottes, fortlaufend in auslegender Weise. Das ist genug, denn allein Gottes Wort hat die Kraft, zu erwecken und zu reformieren.</p>
<p>Hans-Werner Deppe</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bildquelle: By Christliches Medienmagazin pro (Johannes Hartl) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons</p>
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